Reichsbankauktion 4

March 21, 2018 | Author: Anonymous | Category: N/A
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Los 5

Nr.-1-Stücke Neben vielen Überraschungen barg der Reichsbank-Schatz auch einige Besonderheiten, mit denen zu rechnen war: Dazu gehört eine in dieser Form einmalige Häufung von Wertpapieren mit der Stückenummer 001. Für die Sammler dieser per se einzigartigen Spezies ist es also jetzt die Gelegenheit, wie sie so nie wieder kommen wird: Insgesamt 34 Nr.-1-Stücke stellen wir Ihnen hier in einem Sonderteil vor. Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wegen der Verwendung von Archivbildern ist nicht in jedem Fall auch das Nr.-1-Stück abgebildet. Aber die Lose bis 34 sind definitiv alles Nr.-1-Stücke.

Schätzwert 600-750 €

Berlin, Aktie 1.200 Mark 17.7.1916. Gründeraktie (Auflage nur 8 Stück, R 9) VF

Cossebaude, VZ-Aktie 1.000 Mark 25.2.1921 (Auflage 250, R 6) VF

Am 28.11.1924 handschriftlich umgestellt auf 7.500 Goldmark. Gegründet am 17.7.1916 zum Erwerb und zur Verwertung und Verwaltung von Grundstücken in Berlin-Heinersdorf. Das Kapital in Höhe von 9.600 Mark, eingeteilt in 8 Aktien à 1.200 Mark wurde von den Gründern übernommen. 1937 aufgelöst. Nur 7 Stück dieser bis dahin völlig unbekannten Aktie lagen im Reichsbankschatz. Kleiner Rostfleck im Druckbild.

Großformatig, schöne Umrahmung im Historismus-Stil. Gründung 1909. Herstellung und Vertrieb von Gaskoch-, Brat-, Back-, Bügel- und Heizapparaten, kombinierten Gas- und Kohleherden, Tutti-Frutti-Fruchtpressen, Albeco-Feuerlöschern. 1949 verlagert nach Hamburg, 1951 nach Fusion umfirmiert in Haller-Meurer-Werke AG, 1986 Konkurs.

Brenninkmeyer (C. & A. Brenninkmeyer) im Verein mit holländischen Geschäftspartnern zwecks Anlage und Verwaltung eigener Kapitalien durch Erwerb von Immobilien und Wertpapieren. Sitzverlegung 1947 nach Mettingen (Westf.) und 1951 nach Düsseldorf. 1958 auf die C. & A. Brenninkmeyer GmbH verschmolzen. Kupons ab 1945 anhängend. Los 9 Schätzwert 75-175 €

Deutsche Feuerungs-Anlagenu. Roststab-Industrie GmbH Berlin, Antheilschein I 1.000 Mark 8.3.1901 (ausgestellt auf Hugo Dressler, Auflage nur 60 Stück, R 7) EF+

Schätzwert 75-150 €

AG für Hypotheken und Grundbesitz Dresden, Aktie 1.000 RM Aug. 1933 (Auflage nur 80 Stück, R 6) EF-VF Gründung 1930 als “Deutsch-Schweizerische AG für Vermittlung von Hypotheken und Grundbesitz”, 1931 umbenannt wie oben. Die auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise gegründete AG versuchte dem eklatanten Kapitalmangel in Deutschland durch Vermittlung Schweizer Kapitals abzuhelfen durch Beschaffung von Betriebsmitteln für sämtliche Wirtschaftszweige durch Aufnahme und Vermittlung von Anleihen auf hypothekarischer Grundlage im In- und Auslande. Außerdem Erwerb und Veräußerung von Grundstücken. 1935 in Liquidation. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Los 2

Schätzwert 100-175 €

AG zur Verwertung industriellen Grundbesitzes Berlin, Aktie 1.000 RM 24.11.1926. Gründeraktie (Auflage nur 50 Stück, R 7) VF Originalunterschriften. Gründung im Nov. 1926 zum Erwerb und zur Verwertung von Industriegrundstücken und industriellen Unternehmungen. Bereits 1929 wurde die Gesellschaft wieder aufgelöst. Zuvor völlig unbekannt gewesen! Los 3

Schätzwert 75-125 €

Allgemeine Kapitalanlage AG Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 50.000 RM 31.12.1938 (Auflage nur 30 Stück, R 8) VF Originalunterschriften. Gründung 1936 durch die Kaufleute Alfons, Willibordus, Arnold, Bernard, Leo und Friedrich

2

Schätzwert 150-250 €

Eisenwerk G. Meurer AG

Los 6

Los 1

Los 8

Boden-AG Berlin-Heinersdorf

Los 4

Schätzwert 175-300 €

Hübsche Umrahmung im Mäander-Stil. Gegründet 1901 mit einem Kapital von 150.000 M, das zu je 40 % die Herren Hugo und Max Dressler besaßen und zu 20 % Herr Georg Tolzmann. Für die drei Gesellschafter wurden separate Serien Anteilscheine (I, II und III) ausgegeben. Die Firma stellte FeuerungsAnlagen und Roststäbe vor allem für Dampflokomotiven her und war ein Zulieferer der damals bedeutenden Lokomotivbau-Industrie in Berlin (Borsig, Schwarzkopff usw.)

Aufsicht Revisions-AG Berlin, Namensaktie 1.000 Mark 2.1.1916. Gründeraktie (Auflage 200, ab 1924 nach Umstellung auf 50 RM nur noch 100 Stück, R 6), ausgestellt auf Herr Geheimer Kommerzienrat Hermann Weber VF Dekorativ, farbiges Siegel mit Adler über Büchern. Mit Original-Unterschrift des Mitbegründers und AR-Vorsitzenden Albrecht Graf zu Stolberg-Wernigerode. Gründung 1915. Eines der ersten Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen als AG. 1926 umbenannt in “Treuhandgesellschaft für Kommunale Unternehmungen AG”, gleichzeitig übernahm die Deutsche Landesbankenzentrale AG (ein Vorläufer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes) die Aktienmehrheit, anschließend war die Deutsche Revisions- und Treuhand-AG Alleinaktionär. Geprüft wurden vorzugsweise Unternehmen und Betriebe der Kommunen sowie anderer öffentlich-rechtlicher Körperschaften. Kapital auf DM umgestellt, aber seit Ende des 2. Weltkrieges inaktiv. Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 7

Schätzwert 125-250 €

Schätzwert 200-250 €

Energie AG Leipzig Oetzsch-Markkleeberg, Aktie 1.000 RM 4.2.1928 (Auflage 2500 ganz überwiegend in Sammelurkunden, einzeln ausgedruck nur 26 Stück, R 7) EF-VF Gründung 1923 zur Betriebsführung einer Reihe von Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerken aus kommunalem Besitz. Aktionäre waren der Elektrizitätsverband Nordwestsachen (62,9 %), die Thüringer Gas-Gesellschaft (28,3 %), die Gaswerk Engelsdorf GmbH (2,3 %), die Landkraftwerke Leipzig AG (1,4 %) sowie mit den restlichen 5,1 % diverse Städte und Gemeinden. In den Orten, die die ENAG mit der Betriebsführung ihrer Werke betrauten und deren Kreis sich bis 1941 ständig erweiterte, übernahm die ENAG für Bevölkerung und Wirtschaft auch die Rolle des örtlichen Versorgungsunternehmens. Beteiligungen bestanden bei der Landesgasversorgung Sachsen AG, der Ueberlandwerk Glauchau AG, der Gas- und Elektrizitätswerke Hainichen GmbH, der Ferngaswerk Rochlitz GmbH, der Gasversorgung Obervogtland GmbH, der Gaswerk Brand-Erbisdorf AG, der AG für Licht- und Kraftversorgung in München (1929 an die ThüGa verkauft) und der Leipziger Außenbahn AG (1930 an den Eltverband Nordwestsachsen verkauft). Die Aktiengesellschaft wurde 1964 zur Abwicklung nach Köln verlagert, 1966 wurde über das Westvermögen das Konkursverfahren eröffnet, 1973 als vermögenslose Gesellschaft von Amts wegen gelöscht. Die Betriebsanlagen gingen zu DDR-Zeiten im Energiekombinat des Bezirks Leipzig auf, nach der Wende entstand in Markkleeberg die Westsächsische Energie-AG (Wesag), deren Anteile die Treuhandanstalt zu 51 % dem RWE verkaufte. Die gesamte Auflage von lediglich 26 Stück lag im Reichsbankschatz.

Deutsche Holz-Gesellschaft für Ostafrika Berlin, Anteilschein 1.000 Mark 1.1.1909. Gründeranteil (Auflage 925, R 5) VF Gründung 1908 zwecks Gewinnung und Verwertung von Nutzholz in Deutsch-Ostafrika, insbesondere in Ost-Usambara, sowie Nutzbarmachung der durch Abholzung gewonnenen Landflächen. Die Ges. besaß die 3.000 ha große Plantage Sigi (bei Amani) sowie die SigiBahn und ein Sägewerk. Nach dem Verlust der Besitzungen im 1. Weltkrieg ab 1914 nur noch Holdinggesellschaft für Beteiligungen an zwei Pflanzungsgesellschaften. Gehörte zum Einflußbereich der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft (DOAG). 1939 aufgelöst. Bis dahin vollkommen unbekannt gewesener Kolonialwert.

Los 10

Schätzwert 300-400 €

Gemeinnützige Baugenossenschaft Markranstädt eGmbH Markranstädt, Anteilschein 300 RM 28.12.1939 (R 12), ausgestellt auf Assessor Georg Walther, Markranstädt UNC-EF Kuriose Gestaltung mit vielen kleinen Karos, offensichtlich gedacht für die Ansparung des An-

teils in Kleinstbeträgen und entsprechende Vermerke. Originalunterschriften. Gegründet 1919 auf Initiative des Sozialpolitischen Vereins. Die Stadt stellte der Genossenschaft verbilligtes Bauland zur Verfügung. Ein Unikat.

guts Franzberg im Kreis Hannover-Linden. Förderung von Sylvinit, Hart- und Steinsalz. 1914 boten die Alkaliwerke Ronnenberg 3 eigene Aktien im Tausch gegen einen Deutschland-Kux und übernahmen so die Mehrheit. Als obenauf liegendes Stück etwas angeschmutzt, kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.

Förderturm eines Bergwerkes

Los 11

stets ein Ungar) zwecks Erwerb und Bewirtschaftung des Grundstücks Berlin, Wiclefstr. 26 (in Tiergarten zwischen der Beusselstraße und der Wilhelmshavener Straße, benannt nach dem 1320-84 gelebt habenden englischen Theologen John Wiclef). Gewinne oder Dividenden wurden nie erwirtschaftet. 1938 aufgelöst, weil die ungarischen Aktionäre jüdischen Glaubens waren. Das Mietshaus wird heute von einer illustren Mischung vom Rockmusiker bis zum Langhaarteckelzüchter bewohnt. Nur 10 Stück dieser bei Peus versehentlich gar nicht katalogisiert gewesenen Aktie lagen im Reichsbankschatz; dieses ist jetzt das letzte für den Markt überhaupt noch verfügbare Exemplar.

Schätzwert 100-175 €

Gemeinnützige Wohnungsbau-AG (Gewobag) Dresden, Namensaktie 1.000 RM 31.3.1931 (Auflage 600, R 7) EF+ Gründung 1928, seit 1931 führte die Firma den Zusatz “Gewobag”. Bau von Kleinwohnungen im eigenen Namen. Größtes Bauvorhaben war die Errichtung der Großsiedlung Dresden-Trachau. Großaktionär war die Stadt Dresden, die 2006 Schlagzeilen machte, als sie ihre 48.000 kommunalen Wohnungen für 1,7 Mrd. Euro an den US-Finanzinvestor Fortress verkaufte und damit auf einen Schlag schuldenfrei wurde.

Los 12

Los 14

Schätzwert 75-175 €

Gewerkschaft Einigkeit Ehmen bei Fallersleben, Kuxschein 1/1000 9.1.1904 (Auflage 1000, R 3), ausgestellt auf die Virginia Carolina Chemical Co. in Richmond VF 1898 schloß die Gemeinde Ehmen (heute Stadtteil von Wolfsburg) mit den Herren Herz und dem Bergwerksunternehmer Tölle in Braunschweig den Kalisalzvertrag ab, der die Ausbeutung der Salzlagerstätten und die Mitbeteiligung an den Gemeindeaufgaben regelte. Als Gewerkschaft gegründet 1899, Förderung seit 1901. Gerechtsame etwa 6000 hannoversche Morgen (1 hannoverscher Morgen = 2621 qm). Es wurden Carnallit, Sylvinit und Steinsalz gefördert. 1912 Umbenennung in Gewerkschaft Einigkeit I. Gehörte zum Einigkeits-Konzern (Einigkeit I, II und III). 1917 forderten Giftgase nach einer Explosion in der Grube 31 Menschenleben. Als 1925 erneut brennbare Gase aus dem Schacht strömten, wurde das Bergwerk stillgelegt. Die Kuxen-Mehrheit ging in den 1930er Jahren auf die Kaliwerke Salzdetfurth AG über. Als obenauf liegendes Stück etwas angeschmutzt, Randschäden fachgerecht restauriert.

Schätzwert 400-500 €

Gewerkschaft der Enscheder Steinkohlenwerke Essen a/d Ruhr, Kuxschein über 34 (von 100) Kuxe 23.1.1906 (R 12) VF Vollständig handschriftliche Ausführung mit Stempelsteuermarke. Ende des 19. Jh. entwickelte sich im niederländischen Enschede eine riesige Textilindustrie, die für ihre Betriebe Unmengen Steinkohle brauchte. Möglicher Weise hoffte man, daß sich die Kohlevorkommen des Ruhrgebietes westlich des Rheins fortsetzen würden und dann gleich vor Ort zu fördern wären - was aber tatsächlich nicht der Fall war. Ein Unikat. Fehlstellen fachgerecht restauriert.

Los 15

Los 16

Schätzwert 150-250 €

Gewerkschaft Leonhardt Köln am Rhein, Kuxschein 22.2.1910 (Auflage 1000, R 7), ausgestellt auf die Deutsche Nationalbank KGaA, Zwndl. Mülheim a.d.Ruhr VF 1830 läßt Heinrich von Helldorf in Bedra (heute Braunsbedra) in Neumark eine Zuckersiederei in Betrieb gehen. Die Braunkohlenvorkommen der Gegend sind die Lösung für den Energiebedarf der Zuckersiederei: 1832 läßt von Helldorf auf dem Petzkendorfer Feld einen Kohleschacht anlegen. Später entsteht das Braunkohlenwerk “Pfännerhall”. 1910 beginnt im Merseburger Revier in großem Stil der Braunkohlen-Tagebau durch den Michel-Konzern, dessen gesellschaftsrechtliche Grundlage mehrere ursprünglich in Köln domizilierende bergrechtliche Gewerkschaften sind (neben der Gewerkschaft Leonhardt, die ursprünglich auf dem Dachschieferbergwerk zu Lützendorf, Lkr. Limburg-Weilburg, verliehen war, u.a. die Gewerkschaften Michel, Vesta, Gute Hoffnung Halle, Prinzessin Victoria). Gegen Ende des 1. Weltkriegs (wohl auch den Verlust der Kohlebasis im Ruhrgebiet fürchtend) sichert sich August Thyssen die Kuxenmehrheit. Die Gewerkschaft Leonhardt,Verwaltungssitz Großkayna, betreibt einen 327 ha großen Tagebau in Neumark bei Merseburg. 1949 werden die Gewerkschaft Leonhardt und die Gruben Tannenberg und Otto zum VEB Braunkohlenwerk Neumark vereinigt. 1960 Zusammenschluß mit dem Braunkohlenwerk Pfännerhall zum VEB Braunkohlenwerk Geiseltal-Mitte. 1995 Stilllegung der Brikettfabrik “Pfännerhall”, 1998 werden “300 Jahre Braunkohleabbau im Geiseltal” gefeiert. Am 30.6.2003 beginnt die Flutung des Tagebau-Restloches Mücheln/Geiseltal, bis 2010 entsteht hier das mit 1.842 ha Fläche größte künstliche Gewässer Deutschlands. Inwendig 11 Übertragungen, zuletzt 1934 auf Hans Thyssen, Mülheim-Ruhr.

Los 18

Schätzwert 50-100 €

Handwerksbau AG Thüringen Weimar, Aktie Ser. 3 200 RM Nov. 1944 (Auflage 2500, R 4), ausgestellt auf die Mitteldeutsche Landesbank Girozentrale für die Provinz Sachsen, Thüringen und Anhalt, Magdeburg EFGründung 1936 als Wohnungsbaugesellschaft des thüringischen Handwerks. Die Handwerksbau AG Thüringen, Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft, Weimar wurde bis 1990 nicht verlagert. 1992 Fortsetzung der Gesellschaft als Handwerksbau AG Thüringen Wohnungsgesellschaft, Weimar.

Schätzwert 400-500 €

Gewerkschaft Humboldt München, Verwaltungssitz Alsenz (Pfalz), Kuxschein über 100 (von 100) Kuxe 1.12.1921 (R12), ausgestellt auf die Gewerkschaft der Eisen- und Manganerzgrube “Therese” in Bad Nauheim VF

Los 13

Schätzwert 50-125 €

Gewerkschaft Deutschland Hannover, Kuxschein 1/1000 7.4.1898. Gründerstück (Auflage 1000, R 3) VF Das Kalibergwerk (später zum Wintershall-Konzern gehörig) lag in der Gemarkung des Ritter-

Hübsche Umrahmung, Originalunterschrift. Steinkohlenbergwerk in den Gemeinden Sitters, Unkenbach, Obermoschel, Schiersfeld, Finkenbach und Callbach in der damals noch bayerischen Pfalz, weshalb für dieses Bergwerk auch das Oberbergamt München zuständig war. Per se ein Unikat, da dieser Kux-Schein alle 100 Kuxe des Bergwerks verbrieft. Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 17

Schätzwert 225-350 €

Grundstücks AG Wiclefstrasse 26 Berlin, Sammelaktie 5 x 100 Goldmark 30.7.1924 (Datum des GoldmarkUmstellunsbeschlusses; ausgestellt, aber Datum versehentlich nicht eingetragen), Auflage nur max. 20 Stück, R 9 EF-VF Gegründet am 1.12.1922 durch Investoren aus Budapest (Vorstand und AR-Vorsitzender waren

Los 19

Schätzwert 200-250 €

Hotel-AG Glauchau Glauchau, VZ-Aktie 200 RM 10.12.1925 (Auflage nur 100 Stück, R 8) VF 1932 herabgesetzt auf 100 RM. Gegründet am 27.3.1924. Bau und Betrieb eines Hotels in Glauchau, am Bahnhof gelegen. Ein für seine Zeit hochmodernes Hotel mit Schwimmbad, Bäckerei usw. Seit 1945 dient das Gebäude als Polizeirevier.

3

Los 20

Schätzwert 75-150 €

Internationale Handelsbank KGaA Berlin, Aktie 100 RM Febr. 1925 (Auflage 3000, R 6) VF Gründung 1912 als Bankfirma Salomon Marx, 1920 geändert in S. Marx & Co., 1921 Umwandlung in die Internationale Handelsbank KGaA. 1928 Übernahme der Nordischen Bank in Berlin durch Fusion. 1937 umbenannt in Grundbesitz- und Handelsbank KGaA. 1939 aufgelöst.

Tätigkeit der “Wassernutzung AG” ergibt sich auf Umwegen in den umfangreichen Archivalien über den deutsch-amerikanischen Raketenpionier Wernher von Braun. Dort ist belegt, daß Wernher von Braun im Jan. 1945 nahe der unterirdischen Raketenfabrik Mittelbau Dora bei Nordhausen mit dem dort tätigen Prof. Dr. Alfred Buch dienstlich zusammentraf. Und dieser am Bau der V2-Rakete beteiligte Prof. Buch war zugleich auch eines der beiden nicht der Ministerialbürokratie angehörenden Aufsichtsratsmitglied der “Wassernutzung AG”. Daß diese AG 1941 wie beschrieben “umetikettiert” wurde, während am 3.10.1942 in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde der erste erfolgreiche Start einer A4 (V2)-Rakete erfolgte, ist also kein Zufall. Tatsächlich nutzten die Nazis hier den Mantel einer jahrzehntelang ganz unauffällig tätig gewesenen Industrie-Vertretung und einen gerade unfreiwillig wieder in Deutschland gestrandeten regimetreuen Geschäftsmann mit internationaler Erfahrung, um unter dem Deckmantel der Arbeiten an einem gar nicht existierenden “Hochdruckzersetzer zur Speicherung elektrischer Energie insbesondere aus Wasserkraft” möglichst unauffällig die wesentlichen Komponenten für die in Peenemünde unter größter Geheimhaltung entwikkelte V2-Rakete zu beschaffen. U.a. mit solchen Tarnmaßnahmen funktionierte die Geheimhaltung und Verschleierung so perfekt, daß die Alliierten erst knapp ein Jahr nach dem erfolgreichen V2-Erststart auf Peenemünde aufmerksam wurden. Erst am 17./18.8.1943 flog die Royal Air Force einen Großangriff auf das Raketen-Entwicklungszentrum.

erst 1919 wieder freigegeben. Der Leipziger Luftschiffhafen wurde zum größten der Welt. Ein Teil der verfügbaren Schuppen war später an die Germania-Flugzeugwerke GmbH verpachtet. 1924 übernahm die Stadt Leipzig die Aktienmehrheit und reichte einen Teil der Beteiligung über die Sächsische Flughäfen-Betriebs-GmbH an den Freistaat Sachsen weiter, Mitte der 1930er Jahre besaß die Stadt dann wieder 93 % der Aktien. Die Anlage besteht noch heute als Flughafen Leipzig-Mockau. Alle 860 Aktien zu 500 RM waren in 5 unterschiedlich gestückelten Sammelurkunden für die Stadt Leipzig verbrieft, die alle 5 im Reichsbankschatz gefunden wurden, jede für sich somit ein Unikat. Der von Karl d. Gr. unterworfene Sachsenstamm erhielt im 9. Jh. eine stammeseigene Leitung. Die sächsischen Herzöge (die Ottonen) brachten es 919-1024 bis an die Spitze des Reiches. Über Markgrafschaft, Kurfürstentum und Königreich wurde Sachsen schließlich 1918, nach dem Thronverzicht von König Friedrich August III., Freistaat. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Sachsen bis zur Aufteilung in Bezirke (1952) schon einmal Bundesland, wie dann nach der Wiedervereinigung erneut. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 25

Los 26

Schätzwert 150-300 €

Maschinenfabrik vorm. Georg Dorst Oberlind-Sonneberg, Aktie 1.000 Mark 10.2.1892. Gründeraktie (Auflage 210, R 5) Einrisse fachgerecht restauriert. VF Gegründet 1891 (Schmiede bereits 1867) durch die Familie des bekannten Dramatikers Tankred Dorst. Herstellung von Maschinen für die feinkeramische, chemische, Farben-, Bleistift und Glasindustrie. Ab 1948 VEB Thuringia Sonneberg.

Schätzwert 800-1000 €

Leipziger Luftschiffhafen und Flugplatz AG Leipzig, Interimsschein über 160 Aktien zu 500 RM 28.2.1935 (entsprach über 14 % des Kapitals, R 12) EF

Los 21

Schätzwert 150-250 €

Internationale Industriebedarfs AG Berlin, Aktie 10.000 Mark 15.11.1922 (Auflage 5000, nach diversen Kapitalmaßnahmen 1928/1933 noch 150 Stück, R 6) VF Gründung 1922 als Finanzierungsgesellschaft für Industrie und Handel. Umbenannt 1935 in “Industriebedarfs-Finanzierung AG” und 1941 in “Wassernutzung AG”. Gesellschaftszweck war fortan “die Einführung des Hochdruckzersetzers, vor allem zur Speicherung elektrischer Energie, insbesondere der aus Wasserkraft stammenden”, die Entwicklung aller für die Verwertung der Zersetzungsprodukte notwendigen Apparate und Maschinen, ferner die Planung für Wasserkraftnutzung, Hochwasserschutz, Grundwasserregulierung und Wasserstraßen sowie die Überwachung und auch eigene Durchführung des Baues der zum Geschäftskreis der Gesellschaft gehörenden Anlagen. Zugleich zog die Gesellschaft mitten in das “offizielle” Berlin um in das Gebäude Hermann-Göring-Str. 1 (zuvor und heute Ebertstraße, umbenannt 1933, als Göring Reichsluftfahrtminister wurde) an der Schnittstelle zwischen Mitte und Tiergarten. 1953 von Amts wegen gelöscht. Das wäre die (harmlose) offizielle Beschreibung, wie sie sich aus den Börsenhandbüchern ergibt. Nun stellen sich aber folgende Fragen: Was ist ein Hochdruckzersetzer? In keiner technischen Literatur ist dieser Begriff zu finden. Was machen in einer so nebulösen AG mit einem schamhaft niedrigen Kapital von 100.000 RM der Reichsbankvizepräsident Kurt Lange und eine Handvoll Ministerialdirigenten im Aufsichtsrat? Und warum fungiert mit Prof. Maximilian Esterer ein führender Mitarbeiter des Reichswirtschaftsministeriums als Vorstand? Hauptaufgabe von Prof. Esterer in der Grundsatzabteilung des Ministeriums war übrigens der Entwurf einer deutschen Wirtschaftsordnung nach dem Krieg. Wie er sich das wohl vorgestellt hatte? Zweiter Vorstand war Konsul Wilhelm Wirtz, ein erfolgreicher auslandsdeutscher Geschäftsmann. Er lebte bis 1940 in der mexikanischen Provinzhauptstadt Puebla, konnte dorthin aber nach einer Deutschlandreise nicht zurückkehren wegen der Annäherung von Präsident Camachos (1940-46) an die USA, die 1942 mit dem Kriegseintritt Mexikos auf Seiten der Alliierten endete. Wirtz, ein überzeugter Nationalsozialist, gehörte schon 1931 zu den Gründern der Ortsgruppe Mexiko der Auslandsorganisation (AO) der NSDAP und war Vorsitzender der Landesgruppe der AO. Alle diese Fakten erscheinen äußerst ungewöhnlich. Die Wahrheit über die 4

Los 22

Schätzwert 175-300 €

Kinobau AG Berlin, Aktie 1.000 Mark April 1921 (Auflage nur 30 Stück, R 7) VF+

Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften von Bürgermeister Haake für den AR und Ing. Aug. Otto Paul Reinsberg als Vorstand. Zur Errichtung eines Luftschiffhafens mit Luftschiffhalle wurde der Gesellschaft von der Stadt Leipzig ein großes Areal in Mockau überlassen. Die feierliche Eröffnung fand am 22.6.1913 mit einem Eröffnungsflug des Luftschiffs „Sachsen“ statt, bei dem auch der König von Sachsen an Bord war. Im 1. Weltkrieg wurde der Flugplatz vom Militär genutzt und

Los 27

Heidenau, VZ-Aktie 1.000 Mark Nov. 1923. Gründeraktie (Auflage nur 40 Stück, R 7) EFGründung 1917 als GmbH, AG seit 1923. In dem Betrieb in der Bismarckstr. 21 wurden Postkarten, Gratulationskarten, Plakate, Etiketten und Reklameartikel in Stein- und Buch-

Gegründet im Jan. 1920 als “Baugesellschaft Wannseebahnhof AG” u.a. durch den Baumeister Flatow zwecks Bebauung von Grundstücken am Berliner Wannseebahnhof. Umbenannt 1925 in “Kinobau AG” und 1934 (da die AG jetzt nur noch dieses Grundstück besaß) in ”Grundstücksgesellschaft Nollendorfplatz 4 AG”. 1941 in Abwicklun getreten, 1942 erloschen. Minimale Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 23

Schätzwert 150-200 €

Kochstraße 33/34 Grundstücks-AG Berlin, Aktie 10.000 Mark 29.12.1922. Gründeraktie (Auflage nur 50 Stück, R 7) VF Gründung 1922. 1932 trat die AG in Liquidation. Die Kochstraße ist übrigens die erste Querstraße der Friedrichstraße im ehemaligen Westberlin, gleich hinter dem Checkpoint Charlie, wo sich auch das Verlagshaus Axel Springer und das Mauermuseum befindet. Los 24

Schätzwert 200-250 €

Land Sachsen Dresden, 5 % Schatzanweisung Lit. B 12.000 RM 10.6.1936 (R 11) VF+ Maschinenschriftliche Ausführung, mit Originalunterschriften.

Schätzwert 125-200 €

Mitteldeutsche Kunstanstalt AG

Nr. 25

Los 34

Schätzwert 100-175 €

Zuckerkreditbank-AG Berlin, Aktie 1.000 Goldmark Sept. 1924 (Auflage 2000, R 6) VF Gründung 1923 durch die mitteldeutschen Raffinerien (Halle, Rositz und Holland) und Rohzuckerfabriken für Bankgeschäfte im Interesse der rübenbauenden Landwirtschaft und der deutschen Zuckerindustrie. Filialen in Halle a.S., Cöthen und Bernburg. Ab 1926 Interessengemeinschaft mit der Ersten ländlichen Spar- und Darlehns-Kasse Cöthen eGmbH.

Nr. 28

Nr. 26 druck hergestellt. In den 30er Jahren spezialisierte sich der graphische Großbetrieb auf Zigarettenpackungen und wurde damit Marktführer in Europa. Ab 1950 VEB Mitteldeutsche Kunstanstalt Heidenau.

Deutschland Los 30 Die noch erhalten gebliebenen Gebäude der Fabrik R. Kindler

Los 28

Schätzwert 400-500 €

Schätzwert 60-75 €

Los 32

Schätzwert 100-125 €

Stadt Königsberg i.Pr.

Provinzialverband der Provinz Brandenburg Berlin, Schuldv. 25 RM 1.9.1930 (R 10) VF Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Pabianicer Textilwerke vormals R. Kindler AG

Königsberg i.Pr., 8 % Schuldv. Lit. B 5.000 RM 31.3.1928 (R 7) VF Aus dem Reichsbankschatz, aber nicht lochentwertet. Zwei Rostflecken.

Pabianice, Sammelaktie 10 x 1.000 RM Apr. 1942 (R 12) VF

Los 35

Schätzwert 150-250 €

A. Erlenwein & Cremer AG Uerdingen, Aktie 1.000 RM 28.6.1929 (Auflage nur 91 Stück, R 6) EF Gründung 1922 als Uerdinger Likörfabrik und Weinbrennerei AG. Die heute in Düsseldorf ansässige Fa. ist mit der Verwaltung des vorhandenen Grundvermögens und Immobiliengeschäften befasst.

Uraltes, bereits 1848 gegründetes Textilunternehmen. Herstellung von Gespinsten und Geweben aus Baumwolle, Zellwolle und Kunstseide. Hauptsächlich wurden Futterstoffe fabriziert. 1942 Anpassung der Satzung an das deutsche Aktiengesetz, der Ortsname Pabianice war zuvor mit Burgstadt eingedeutscht worden. Vorher völlig unbekannt gewesen, ein Unikat aus dem Reichsbankschatz! Los 31

Schätzwert 40-75 €

Sparer-Haus- und Wohnungsgenossenschaft Magdeburg eGmbH (Sparer-Schutzkasse)

Los 29

Schätzwert 150-250 €

Pilsner Urquell Biervertriebsgesellschaft mbH Berlin, Sammel-Genuss-Schein 9.3.1916 (R 8) VF Großes Hochformat, Originalunterschriften. Im tschechischen Pilsen wird seit 1842 das Bier gebraut, das als das erste nach Pilsner Art hergestellte Bier gilt. Entwickelt hat das intensiv herbe, mit leichter karamelisierter Süße versetzte Bier der bayrische Braumeister Josef Groll. Das im Bürgerlichen Brauhaus Pilsen gebraute “Pilsner Urquell” war seinerzeit eine der ersten ganz großen international vertriebenen Biermarken und bereits seit 1898 als Marke geschützt. Schon 1913/14 überschritt die Jahresproduktion 1 Mio. Hektoliter, eine damals schier unglaubliche Zahl. Nach 1945 wurde das Bürgerliche Brauhaus Pilsen verstaatlicht und mit der 1869 gegründeten Erste Pilsener Aktienbrauerei (Marke Gambrinus) zusammengeschlossen. 1992-94 als Plzensky Prazdroj a.s. (deutsch: Pilsner Urquell AG) reprivatisiert, 1999 vom Konzern South African Breweries übernommen worden (seit 2004 als SAB Miller der weltgrößte Brauereikonzern).

Los 33

Schätzwert 150-250 €

Magdeburg, 5 % Namens-Teilschuldv. 100 RM 1.4.1941 (Auflage 460, R 7). Anleihe im Gesamtbetrag von 46.000 RM, hypothekarisch abgesichert auf dem Grundstück MagdeburgNeustadt, Hohepfortestr. 54/55 EF

Überlandzentrale Grenzmark AG

Die 1936 gegründete Wohnungsgenossenschaft besaß Wohnhäuser in Magdeburg (Ottovon-Guericke-Straße, Himmelreichstraße und Lüneburgerstraße), MD-Neustadt (Wittenbergerstraße und Hohepfortestraße), MD-Buckau (Schönebeckerstraße) und Burg bei Magdeburg (Clausewitzstraße). Sie finanzierte sich im wesentlichen durch auf dem Grundbesitz abgesicherte Anleihen, die bei Kleinsparern platziert wurden. 1943 durch Verschmelzung auf die Volksbank Magdeburg eGmbH übergegangen.

Großes Hochformat, sehr dekorative Umrahmung im Art-Deco-Stil. Gründung 1909 als Überlandzentrale Flatow eGmbH, 1922 in eine AG umgewandelt. Die ÜZG versorgte die westpreußischen Kreise Flatow und Zempelburg sowie Teile des Kreises Schlochau mit elektrischer Energie. Die Aktienmehrheit (75 %) lag bei der AG für Energiewirtschaft in Berlin, deren größter Aktionär wiederum das RWE war. Ansonsten völlig unbekannt gewesene Emission.

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Flatow i. Westpr., Namensaktie Ausg. A 10.000 Mark 6.1.1923. Gründeraktie (Auflage 320, R 6), ausgestellt auf die Überlandzentrale Flatow eGmbH VF

Los 36

Schätzwert 30-75 €

A. Frohmuth Holzwarenund Holzstoff-Fabrik AG Mellenbach, Aktie 1.000 Mark 15.12.1923. Gründeraktie (Auflage 10000, R 5) EF Gegründet zur Weiterführung der Fabrik der Fa. Alfred Frohmuth. Nach der Inflation kam die Firma in’s Straucheln: 1926 verschaffte ein Zwangsvergleich noch einmal kurz Luft, aber schon 1929 ließ sich der Konkurs doch nicht mehr vermeiden. Los 37

Schätzwert 20-60 €

A. Glaser Nachfl. AG Penig, Aktie 100 RM 1.6.1932 (Auflage 1920, R 2) EF Gründung bereits 1832. Ab 1871 A. Glaser und seit 1922 AG unter dem Namen A. Glaser

Nr. 38 5

Rheinstahl (rd. 40 %). 1966 Sitzverlegung von Halle (Saale) nach Frankfurt (Main), Nur 3 Stück waren im Reichsbankschatz gefunden worden, dieses ist jetzt das letzte noch verfügbare. Los 39

Schätzwert 300-400 €

A. Riebeck’sche Montanwerke AG Halle a.S., 4,5 % Schuldv. 1.000 Mark Okt. 1920 (Auflage 20000, R 10) VF.

Nachf. AG. Zweck war die Fabrikation und der Betrieb bedruckter u. gefärbter Gewebe. Großaktionär war die Dresdner Gardinen- u. Spitzenfabrik AG in Dresden-Dobritz. Nach 1949 volkseigener Betrieb. Los 38

Hammer und Schlegel in der Umrahmung, Originalunterschriften. Die Riebeck-Anleihe war bis dato völlig unbekannt! Abheftlochungen.

Gründung 1880 als Aachener und Burtscheider Pferdeeisenbahn, Dampfbetrieb ab 1884, elektrischer Betrieb ab 1895. Zeitweise über 200 km Betriebslänge. 1894 Umfirmierung in Aachener Kleinbahn, seit 1942 (die bis heute börsennotierte) Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs-AG. Großaktionäre sind seit langer Zeit Stadt und Landkreis Aachen.

A. Riebeck’sche Montanwerke AG Halle a/S., Aktie 1.000 Mark April 1911 (Auflage 7000, R 10) VF.

Nr. 39 6

Schätzwert 100-250 €

Berlin, Aktie 500 Mark 1.10.1880. Gründeraktie (Auflage 2600, R 3) VF

Schätzwert 600-750 €

Der größte Teil dieser Aktien diente der Abfindung der Aktionäre der durch Verschmelzung aufgenommenen „Sächsisch-Thüringischen AG für Braunkohlenverwertung“ zu Halle a/S. und der „Naumburger Baunkohlen-AG“ zu Naumburg a/S. Schöner G&D-Druck mit einer drucktechnischen Besonderheit: Für den Vorstand trägt die Aktie eine Faksimile- und eine Original-Unterschrift. Das von Kommerzienrat Riebeck begründete Unternehmen wurde 1883 im Zuge der Auseinandersetzung unter seinen Erben eine AG, 1888 übernahm ein Bankenkonsortium alle Aktien. Grundlage des Unternehmens waren Dutzende von Braunkohlengruben (teils Tiefbau, teils Tagebau) im Oberröblinger, Zeitz-Weissenfelser und im Halle’schen Bezirk. Ein weiterer wichtiger Geschäftszweig war die Verarbeitung des in Schwelereien gewonnenen Teers auf Mineralöle und Paraffin. Im Laufe der Jahre wurden eine Reihe benachbarter Bergwerksunternehmen übernommen. 1923 weitere Ausdehnung des Bergwerksbesitzes mit dem Erwerb der Gewerkschaft Messel bei Darmstadt (1954 als “Paraffin- und Mineralölwerk Messel” ausgegliedert, 1959 an die schwedische Ytong AB verkauft; der ehemalige Braunkohlentagebau Grube Messel gehört heute übrigens als überragender Fossilien-Fundort zum Weltkulturerbe). Ebenfalls 1923 Übernahme wesentlicher Mineralöl-Interessen aus dem Stinnes-Einflussbereich, in diesem Zusammenhang für kurze Zeit Umfirmierung in „Hugo Stinnes-Riebeck Montan- und Oelwerke AG“. 1926 Abschluss eines Interessenvertrages mit der I.G. Farbenindustrie AG, wonach jeder Aktionär seine Aktien 2:1 in I.G. Farben-Aktien tauschen konnte (diese Klausel war übrigens noch bis Ende der 80er Jahre Gegenstand vielbeachteter Prozesse zwischen beiden Gesellschaften). 1931 übernahmen die Rheinischen Stahlwerke ein großes Paket Riebeck-Aktien von der I. G. Farben und waren dann mit 87 % Mehrheitsaktionär. 1945 zu Gunsten des Landes Sachsen-Anhalt enteignet. Nach dem Krieg lagen neben geringfügigem Streubesitz die RiebeckAktien wieder bei I. G. Farben (rd. 50 %) und

Los 43

Aachener und Burtscheider Pferdeeisenbahn-Gesellschaft

Los 40

Schätzwert 75-150 €

Los 46

A. Zalewski AG

Plauen b. Dresden, Genussschein B zu einer Actie 24.4.1896 (Auflage 2500, R 7) VF

Los 44

Schätzwert 50-150 €

Aachener Kleinbahn-Gesellschaft Los 41

Schätzwert 225-300 €

A. Zalewski AG Honnef am Rhein, Aktie Lit. C 100 RM 30.9.1940 (Auflage 260, R 9) EF+

Schätzwert 175-275 €

Actien-Bierbrauerei zu Reisewitz

Honnef am Rhein, Aktie Lit. A 100 RM 3.12.1925 (Auflage 1700, R 7) EF Gründung 1923. Herstellung und Vertrieb chemisch-pharmazeutischer Erzeugnisse. Spezialität: Erzeugung von Lebertran-Emulsion für humanarzneiliche Zwecke (“Zalewski” Marke Dorschkopf) und Trenn-Emulsion für das Brot- und Bakkgewerbe. 1953 Umwandlung in eine GmbH. Beide Zalewski-Emissionen waren vorher völlig unbekannt!

Kaiser Wilhelm I. persönlich eröffnete die 1870-73 errichtete „Kaisergalerie“ zwischen dem Pracht-Boulevard Unter den Linden und der Friedrichstraße an seinem Geburtstag am 22.3.1873 (der Kaiser war auch Mitglied des ersten Aufsichtsrates). Erbaut im RenaissanceStil mit Türmchen und Giebeln, 127 m lang, 8 m breit und 15 m hoch, war die Kaisergalerie „die“ Besucher-Attraktion in Berlin. Wirtschaftlich war ihr zunächst nur mäßiger Erfolg beschieden: Imense Leerstände der Läden in der Passage und glücklose Ausflüge ins Hotel- und Restaurant-Geschäft brachten sie mehrfach an den Rand des Ruins - trotzdem sogar das Panoptikum und das Wachsfiguren-Kabinett der Brüder Castan als Mieter gewonnen werden konnten. Da die Gesellschaft bei Kriegsende einen schwedischen Großaktionär hatte (Svenska Tändsticks AB), überlebte sie sogar mehr oder weniger unbeschadet die DDR-Zeit und wurde 1991 wieder reaktiviert. Die meisten der alten Aktien wurden in DM-Aktien umgetauscht. Bis heute wird um die Rückgabe der wertvollen Grundstücke an der Friedrichstraße gestritten: Heute steht dort das Grand Hotel, einst das Flaggschiff der DDR-Interhotel-Gruppe, heute das „Westin Grand“. Die 1889er Emission ist das mit Abstand seltenste Stück der “Passage”.

Aachen, Aktie 2.000 Mark 4.6.1907 (Auflage 1000, R 3) EF Geschichte sieh voriges Los.

Originalunterschriften des Vorstands. Äußerst dekorativer Druck von G&D mit Abb. der Brauerei. Gründung 1868. Neben der Brauerei auf dem Areal des Vorwerks Reisewitz besaß die Gesellschaft diverse Bauareale in den Dresdner Vorstädten Löbtau und Nausslitz sowie in Döltschen. 1907 wurde gemeinsam mit der Ersten Kulmbacher Aktien-Exportbierbrauerei in der Zwangsversteigerung das Lincke’sche Bad (Konzert- und Ball-Etablissement) erworben. Bis zum 1. Weltkrieg stieg der Bierabsatz auf über 100.000 hl jährlich. Seit 1921 Interessengemeinschaft mit der Brauerei zum Felsenkeller in Dresden, die vor der Enteignung nach 1945 auch die Aktienmehrheit hielt. Bis 1934 in Dresden börsennotiert. Vor der Machtübernahme durch die Nazis saßen im Aufsichtsrat auch Vater und Sohn von Klemperer - weitläufig verwandt mit der Familie des Romanisten Victor Klemperer.

Los 47

Schätzwert 75-200 €

Actien-Bierbrauerei zum Plauenschen Lagerkeller Los 42

Dresden, Actie 100 Thaler 15.4.1875 (Auflage 1000, R 3) VF

Schätzwert 30-75 €

Aachener Lederfabrik AG Aachen, Aktie 200 RM 3.6.1929 (Auflage 1740, R 5) EF Gründung 1898 als „AG für Lederfabrikation de Hesselle & Cie.“. Ab 1904 Aachener Lederfabrik AG. Wegen Ausbleibens von Rohware ruhte der Betrieb seit 1940. Börsennotiz: Freiverkehr Hamburg. Hauptaktionär seit 1929 war die Tanneries van Cutsem, Soignies bei Brüssel. Im Dez. 1952 wurde die Liquidation beschlossen.

Nr. 41

Los 45

Schätzwert 175-350 €

Actien-Bauverein Passage Berlin, Actie 1.500 Mark 1.7.1889 (Auflage 400, R 5) VF. Ausgegeben zum Erwerb des Panoptikums in der Passage. Originalsignaturen.

Gründung 1872. Der Plauensche Lagerkeller in der Chemnitzer Straße lieferte Biersorten wie Pilsperle, Kernbräu und Lagerkeller Kulm. Ab 1911 auch kgl. sächsischer Hoflieferant. 1919 Umfirmierung in “Aktien-Bierbrauerei zum Lagerkeller”. 1920 wurde der Betrieb für 15 Jahre an die Schloßbrauerei Niederporytz eGmbH verpachtet. Wegen unzureichender Erträge führten beide Brauereien danach lange Prozesse, die Vertragskündigung 1938 zog einen erneuten Prozeß nach sich. Später firmierte die Brauerei als “Falkenbrauerei GmbH” (Marke Bärenbräu). 1980 nach Fertigstellung der neu-

Nr. 46

Bad Salzschlirf Bonifaziusbrunnen

en Großbrauerei in Dresden-Coschütz endgültig stillgelegt.

Los 48

der Schlossmälzerei AG von Th. Schmidt & Co. in Nienburg. 1931/32 Umwandlung einer großen Forderung an die Bierbrauerei Gebr. Müser AG in Bochum-Langendreer in eine maßgebliche Beteiligung. Börsennotiz in Halle (Saale), seit 1934 im Freiverkehr Leipzig. Der Betrieb in der Köthener Str. 2-3 wurde nach 1945 enteignet.

Schätzwert 150-250 €

Aktien-Bierbrauerei zum Lagerkeller Dresden, VZ-Aktie 1.000 Mark Sept. 1921 (Auflage 150, R 6) EF Geschichte siehe voriges Los.

Los 51

Schätzwert 100-200 €

Actien-Malzfabrik Sangerhausen Sangerhausen, Aktie 1.500 Mark Nov. 1920 (Auflage 380, R 5) EF Gründung 1872. Die guten Dividenden von über 10 % der hochrentablen Gesellschaft fanden ein jähes Ende, als die Fabrik 1911 völlig abbrannte. Sie wurde aber wiederaufgebaut. 1952 Zusammenschluss mit der Mammut-Bräu zur Brauerei- und Malzfabrik Sangerhausen, heute immer noch als Mammut Getränke GmbH existent. Los 52

Schätzwert 225-300 €

Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG Frankfurt a.M., Aktie 100 RM Sept. 1942 (Auflage 1110, R 9) UNC-EF

Los 49

Schätzwert 75-150 €

Actien-Brauerei Ohligs Ohligs, 6 % Teilschuldv. 1.000 Goldmark 20.5.1926 (Auflage 1000, R 5) VF+ Gründung 1899 durch die Brauerei C. Bekkmann in Solingen, die für die ersten 10 Jahre auch eine Dividendengarantie abgab. Neben der Brauerei und Mälzerei auch Eisfabrikation, außerdem Wirtschaftsanwesen in Köln, Düsseldorf und Solingen-Ohligs. 1972 Fusion mit der schon 1753 gegründeten Brauerei Beckmann AG in Solingen, 1973 Umfirmierung in AktienBrauerei Beckmann AG. 1991 Einstellung des Braubetriebes und erneute Umfirmierung in Beckmann Beteiligungs-AG, 1996 Sitzverlegung nach Düsseldorf. Zuletzt an etwa 10 Autohäusern in Bielefeld, Oberhausen, Duisburg, Ansbach, Gera sowie in Frankreich beteiligt. Los 50

Gegründet 1880 als Maschinen- und Velociped-Handlung von Kommerzienrat Dr.-Ing. h.c. Heinrich Kleyer, AG seit 1895. Die ab 1896 von Kleyer produzierten Schreibmaschinen waren gegenüber den bis dahin erhältlichen amerikanischen Modellen so weit verbessert, daß sie die Büros im Sturm eroberten. 1900 wurde mit dem Bau von Automobilen begonnen. Auch hier sind die Adlerwerke so erfolgreich, daß am Vorabend des 1. Weltkrieges jeder fünfte Motorwagen in Deutschland ein Adler war. In den 30er Jahren waren die Adlerwerke Pionier bei der Entwicklung strömungsgünstiger Karosserien (lange bevor es den cw-Wert gab). Noch in den 50er Jahren, als Adler groß in den Motor-

radbau eingestiegen war, gelangen Konstruktionen von solcher Qualität und Reife, daß sie von den Japanern noch 10 Jahre später detailgetreu kopiert wurden. 1980 Unternehmenspachtvertrag mit der Triumph Werke Nürnberg AG (die dabei in TRIUMPH-ADLER AG für Büround Informationstechnik umfirmierte; sie war 1896 als “Deutsche Triumph-Fahrradwerke” durch die englische Triumph Cycle Company Ltd. in Coventry gegründet worden, 1957 verkaufte die Dresdner Bank ihre Triumph-Aktienmehrheit an Max Grundig, seit 1985 TA Triumph-Adler AG, später eine reine Beteiligungsholding mit dem Puppenhersteller Zapf Creation AG als bekanntester Tochter). Die immer noch börsennotierte Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer AG, deren Großaktionäre erst zu über 90 % die Philipp Holzmann AG und später die HBAG Real Estate AG in Hamburg (heute nach Verschmelzung AGIV Real Estate AG; 50,29 %) und der schillernde Heidelberger Immobilienunternehmer Roland Ernst (48 %) waren, wurde 1999 umbenannt in “Adler Real Estate AG”. Aus dem stillgelegten Werk auf dem fast 200.000 qm großen Areal neben dem Frankfurter Hauptbahnhof wurde ein Gewerbepark. Los 53

Los 54

Schätzwert 300-400 €

AG Bad Salzschlirf Salzschlirf, Aktie 1.000 Mark Jan. 1900. Gründeraktie (Auflage 1000, R 8) VF Dekorative Jugendstil-Gestaltung, mit Abbildung des Hl. Bonifazius. Die 1900 gegründete AG übernahm das seit 1838 bestehende Bad Salzschlirf mit Quellen und Bergwerksgerechtsamen (Kur- und Hotelbetrieb mit Theaterhalle und Musiktempel, Abfüllung des Wassers aus dem Bonifaziusbrunnen). Die drei gesellschaftseigenen Hotels Badehof, Kurhaus und Großes Gartenhaus wurden 1939 für Lazarettzwecke beschlagnahmt und erst ab 1949/50 zu den alten Zwecken wieder eröffnet. Die Krise des deutschen Gesundheitswesens zwang die im Frankfurter Telefonverkehr notierte AG 2002 in die Knie, aus dem Börsenmantel wurde die heute im Unternehmenssanierungsgeschäft erfolgreiche Arques AG.

Schätzwert 225-300 €

Adolph Ihle AG Wittgensdorf bei Chemnitz, Aktie 1.000 RM 19.3.1927 (Auflage 300, R 10) EF+ Schon 1800 begann die Entwicklung von Wittgensdorf (heute ein Stadtteil von Chemnitz) zum großen Fabrikdorf, wobei die Herstellung von Trikotagen, Seidenwäsche, Strümpfen und Handschuhen dominierte. In diesem Zusammenhang siedelten sich auch mehrere Bleichereien und Färbereien an. Gründung dieser AG 1927 zur Übernahme und Weiterführung der unter der Firma Adolph Ihle in Wittgensdorf betriebenen Färberei, Bleicherei und Mercerisieranstalt. Eine reine Familien-AG, die nur wenige Jahre Bestand hatte: Bereits Mitte 1937 wurde das Vermögen unter Ausschluß der Abwicklung auf den Hauptaktionär, den Kaufmann Arthur Schmiedgen in Wittgensdorf übertragen, die AG wurde Anfang 1938 im Handelsregister wieder gelöscht. Die Wittgensdorfer Textilbetriebe wurden nach dem Krieg enteignet und im VEB Trikotex zusammengefasst, dem größte Trikotagenhersteller der DDR, nach der Wende von der Schiesser AG übernommen, 1999 stillgelegt. Vorher völlig unbekannt gewesener sächsischer Textilwert.

Los 55

Schätzwert 300-400 €

AG Bad Salzschlirf Salzschlirf, Aktie 1.000 Mark 22.2.1907 (Auflage 500, R 9) VF Dekorative Jugendstil-Gestaltung, mit Abbildung des Hl. Bonifazius. Vorher völlig unbekannt gewesene Emission!

Schätzwert 150-250 €

Actien-Malzfabrik Cönnern Könnern, Actie 200 Thaler 1.10.1872. Gründeraktie (Auflage 500, R 5) VF Gründung 1872. Fabrikation von Malz, Schwingflachs und Nebenprodukten sowie Gerstenhandel. 1917 kaufte die Gesellschaft die Eisengiesserei Saalhütte in Könnern, 1918 die AktienMalzfabrik Niemberg und erwarb 1918 sämtliche Hausgrundstücke, Fabrikanlagen und Inventar

Nr. 52

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Los 60

Schätzwert 600-750 €

AG der vereinigten Kleinbahnen der Kreise Köslin-Bublitz-Belgard Köslin, Aktie 1.000 Mark 1.4.1909 (Auflage nur 28 Stück, R 8) VF. Mit Originalunterschriften. Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 61

Schätzwert 75-200 €

AG Eintracht Braunkohlenwerke und Briketfabriken Berlin, Aktie 1.000 Mark 20.4.1892 (Auflage 700, R 4) VF

Nr. 60

Nr. 54 Los 56

Schätzwert 200-250 €

AG Bad Salzschlirf Salzschlirf, Aktie 1.000 Mark 26.8.1920 (Auflage 300, R 9) EF-VF. Dekorative Jugendstil-Gestaltung, mit Abbildung des Hl. Bonifazius.

Los 57

Schätzwert 100-175 €

AG Bad Salzschlirf Salzschlirf, Aktie 1.000 Mark 1.1.1923 (Auflage 1550, R 6) EF Vorher ebenfalls unbekannt gewesene Emission.

Los 58

Schätzwert 100-200 €

AG Breslauer Zoologischer Garten Breslau, Aktie 1.000 RM Juli 1938 (Auflage 202, R 5) EF Kleiner Tigerkopf im Unterdruck. Nach dem großen Erfolg bei der Gründung des Berliner Zoos kam 1858 auch in Breslau der 8

Wunsch nach einem eigenen Tiergarten auf. Unter Führung des damaligen Oberbürgermeisters Geheimrat Dr. Elwanger nahm eine Gruppe von Interessenten im Febr. 1863 die ersten Vorarbeiten zu ihrem Vorhaben auf. Nachdem ein Grundkapital von 30.000 Thalern, eingeteilt in 600 Aktien à 50 Thaler gezeichnet wurde, konstituierte sich die AG Breslauere Zoologischer Garten am 10.Juli 1865. Der Zoo war sehr beliebt, die Besucherzahler waren hoch (an einem verbilligten Sonntag kamen 6000 Personen). Auf Grund der Folgen des Ersten Weltkrieges mußte der Zoo im Jahr 1921 für mehrere Jahre geschlossen werden. Bis 1927 wurde er als Konzertgarten geführt. Durch finanziele Unterstützungen konnte der Tierbestand 1927 stark erweitert werden, so daß bei Wiedereröffnung ca. 1850 Tiere in 480 Arten gezeigt werden konnten. Bei der Sanierung im Jahr 1937 zeichneten die Stadt Breslau und die Provinz Schlesien den größten Teil einer Kapitalerhöhung, mit der der Zoo sogar erweitert und mit einer Robben- und Bären sowie einer Pavian-Freianlage ausgebaut werden konnte. Während des Zweiten Weltkrieges wurden zahlreiche Tiere aus anderen deutschen Zoos nach Breslau evakuiert. In den letzten Monaten des Krieges litt Breslau unter den Folgen der Bombenangriffe. Nur 70% des Tierbestandes überlebte den Krieg. Anfang Juni 1945 erhielt der damalige Direktor Dr. Schlött die Anweisung, alle noch im Zoo befindlichen Tiere nach Polen in die Städte Lodz, Posen, Warschau und Krakau zu transportieren. 1948 wurde der Zoo wiedereröffnet als Miejski Ogrod Zoologiczny, Wroclaw. Seit 1952 ist der Zoo in der Hand der Stadt, die ihn mit staatlicher Unterstützung betreibt.

Los 59

Schätzwert 400-500 €

AG der vereinigten Kleinbahnen der Kreise Köslin-Bublitz-Belgard Köslin, Aktie 1.000 Mark 25.3.1907 (Auflage 336, R 8) VF. Mit Originalunterschriften. Bereits seit 1859 waren die beiden hinterpommerschen Kreisstädte Belgard und Köslin untereinander sowie mit der Provinzhauptstadt Stettin durch die Strecke Stargard-Danzig der Berlin-Stettiner Eisenbahn-Gesellschaft verbunden. Der Nachbarkreis Bublitz dagegen erhielt erst 1896 Anschluß an die Preußische Staatsbahn, und in der Fläche mangelte es weiterhin an Eisenbahnverbindungen So gründete man 1898 die “AG Kleinbahn KöslinNatzlaff” zum Bau der noch im gleichen Jahr eröffneten 32 km langen 750-mm-Schmalspurbahn Köslin-Manow-Viverow-Natzlaff. Generalbauunternehmer war die Lokomotivfabrik Krauss aus München. 1904 Erweiterung des Unternehmens durch den Bau der Kleinbahnen Manow-Bublitz (34 km), Schwellin-Belgard (32 km) sowie 1908/09 Belgard-Rarfin (20 km). 1905 wurde die AG wie oben umbenannt, um das erweiterte Tätigkeitsgebiet zum Ausdruck zu bringen. Einschließlich der von der Kreiseisenbahn Schlawe gepachteten Strecke Natzlaff-Jatzingen-Pollnow (12 km) betrug die Betriebslänge aller Strecken nun 130 km. Außerdem betrieb die Ges. die von Köslin ausgehenden Kraftomnibuslinien nach Pollnow (37 km), Bublitz (40 km), Warnin (30 km) und Jamund (7 km). 1932 erneute Umfirmierung in “KöslinBublitz, Belgarder Kleinbahn AG”. Ab 1937 Betriebsführung durch die Landesbahndirektion Pommern, 1940 verlor die AG ihre Selbständigkeit und wurde Teil der Pommerschen Landesbahnen. Nach Kriegsende wurden die Strecken der Polnischen Staatsbahn PKP unterstellt, aber noch 1945 wurde das gesamte Oberbaumaterial von den Sowjets abgebaut und abtransportiert. Die PKP baute die Strekken danach in Meterspur wieder auf und nahm sie ab 1948 schrittweise wieder in Betrieb. Zugleich entstand in Köslin das dritte Bahnbetriebswerk des pommerschen Schmalspurnetzes. Wie alle anderen öffentlichen Schmalspurbahnen in Polen auch wurde auch das pommersche Netz von der PKP 2001 stillgelegt. Seit 2005 bemüht sich der “Verein der Freunde der Koszaliner Schmalspurbahn” um eine Wiederinbetriebnahme. Beide Ausgaben dieser Bahn waren vorher völlig unbekannt. Fachgerecht restauriert.

Großformatiges Papier, recht dekorativ gestaltet. Gründung 1887 unter Übernahme der früheren Gewerkschaft Eintracht I (letztere gegründet 1881 auf dem verliehenen Bergwerk Gustav Ferdinand bei Bennfeld im Mansfelder Seekreis). Zunächst Erwerb der Grube Louise bei Domsdorf (Kreis Liebenwerda), hinzu kamen 1883 die Grube Emilie in Hennersdorf und 1886 die Grube Henriette in Sallgast. 1887 Umwandlung in eine AG, danach 1892 Erwerb der Kohlenfelder in Welzow und Aufschluß der Grube Clara-Welzow. Hier entstanden die Hauptbetriebe, deshalb 1905 Sitzverlegung nach Neu-Welzow, N.-L. Zuletzt waren mit über 3.000 Mann Belegschaft in Betrieb in der Niederlausitz die Gruben Clara in Welzow (Kr. Spremberg), Henriette (1932 wegen Erschöpfung der Vorräte stillgelegt) und Louise in Domsdorf b. Beutersitz sowie in der Oberlausitz die Grube Werminghoff (Kreis Hoyerswerda) und Clara III bei Zeißholz (1934 wegen Erschöpfung der Vorräte stillgelegt). Außerdem Betrieb von 9 Brikettfabriken. Die zuletzt zum tschechischen Petschek-Konzern gehörende Gesellschaft wurde 1939 auf Beschluß des Treuhänders des Reichswirtschaftsministers aufgelöst, den Aktionären wurde von Bankseite ein Ankaufsangebot zu 185% gemacht (Börsennotiz bis dahin Berlin und Leipzig). Los 62

Schätzwert 50-175 €

AG Eintracht Braunkohlenwerke und Briketfabriken Neu-Welzow N.-L., Aktie 1.000 Mark 30.11.1905 (Auflage 1000, R 3) EF-VF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 63

Schätzwert 275-350 €

AG Elektricitätswerke (vorm. O. L. Kummer & Co.) Dresden, Actie 1.000 Mark 17.7.1894. Gründeraktie (Auflage 1500, R 9) VF. Gründung 1894 zur Übernahme der Kummer’schen Fabrik für Elektrotechnik, Mechanik und

Maschinenbau in Niedersedlitz. Außerdem baute und betrieb die Gesellschaft die normalspurigen elektrischen Bahnen Murnau-Oberammergau und Aibling-Jenbach-Wendelstein (Eröffnung 1897), jeweils an die Kgl. Bayr. Staatsbahn anschließend. Kurz nach der Jahrhundertwende ging die AG spektakulär pleite. Als Auffanggesellschaft gründeten die Gläubigerbanken die Sachsenwerk Licht- und Kraft-AG, die sich zu einem sehr bedeutenden, elektrotechnischen Betrieb entwickelte und später Teil des AEG-Konzerns wurde.

sungsbeschluß, 1952 Vergleich, 1956 Fortsetzungsbeschluß. Sitzverlegungen 1959 nach Hamburg und 1975 nach Köln. Ebenfalls 1975 Produktionseinstellung, fortan nur noch Verwaltung des Fabrikareals in Hamburg sowie von Gewerbeimmobilien in Köln, Berlin und Wuppertal. Seit 1990 fokussierte sich die immer noch börsennotierte Jeserich AG auf Logistikimmobilien und Gewerbeparks. Nach größeren Mietausfällen 2004 insolvent geworden. Los 66

Schätzwert 300-400 €

AG Johannes Jeserich Charlottenburg, Aktie 1.000 Mark 5.10.1922 (Auflage 3000, R 10) VF Nur 5 Stücke lagen im Reichsbanktresor. Los 67

Halle a.S., Hamburg, Königsberg, Leipzig, Breslau und Stettin. Der über 5 ha große Bauhof befand sich in Spandau-Hakenfelde am Teufelsseekanal. Börsennotiz Berlin.

Schätzwert 175-225 €

nierungen mit Kapitalherabsetzungen notwendig. Vor der Enteignung nach dem 2. Weltkrieg Werke in Dresden, Arnstadt, Penzig O.-L. und Weißwasser O.-L. (Wellpappen) sowie Lübeck und Meißen (Blechpackungen). Großaktionär war die Dresdner Bank, Börsennotiz in Berlin und Dresden, später Leipzig (ab 1952 Hamburg). Die Ostbetriebe wurden enteignet und demontiert, deshalb Sitzverlegung 1949 nach Hamburg und 1951 nach Lübeck, wo in Schlutup zusätzlich zum Blechverpackungswerk auch eine Wellpappenfabrik ihren Betrieb aufnimmt. 1959 Fusion mit der J. A. Schmalbach AG in Braunschweig (später Schmalbach-Lubeca AG), für die Lübeck damit ein wichtiger Produktionsstandort wird. Vorher ganz unbekannt gewesene Ausgabe, nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist das letzte noch verfügbare.

AG Johannes Jeserich Charlottenburg, Aktie 1.000 Mark 30.1.1923 (Auflage 12000, R 8) VF+

Los 64

Schätzwert 225-300 €

AG Elektricitätswerke (vorm. O. L. Kummer & Co.) Dresden, Actie 1.000 Mark 14.6.1899 (Auflage 2500, R 10) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 68

Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

AG Johannes Jeserich

Los 71 Schätzwert 200-250 €

Charlottenburg, Aktie 1.000 Mark 15.11.1923 (Auflage 25000, R 10) VFNur 5 Stück lagen im Reichsbanktresor.

Schätzwert 150-250 €

AG für bergbauliche Arbeiten Aachen, Aktie 1.000 Mark 12.7.1907 (Auflage 900, R 6) EF Schöne Umrandung im Historismus-Stil. Gründung 1905. Sitz bis März 1911 in Aachen, dann in Bütgenbach, seit 16.1.1919 in Berlin. Erwerb, Betrieb und Verwertung von Erdöl- und sonstigen Bergwerksgerechtsamen. Kürzlich zur Realisierung noch vorhandenen Ostvermögens reaktiviert.

Los 72

Schätzwert 225-300 €

AG für Cartonnagenindustrie Loschwitz bei Dresden, Aktie 1.000 Mark 1.2.1921 (Auflage 4500, R 10) VF. Los 65

Schätzwert 250-350 €

AG für Asphaltirung und Dachbedeckung vormals Johannes Jeserich

Los 69

Berlin, VZ-Aktie 1.000 Mark 1.6.1902 (Auflage 1000, R 8) VF

AG Johannes Jeserich

Gründung 1862, Umwandlung 1888 in die “AG für Asphaltierung und Dachbedeckung vorm. Johannes Jeserich”, 1913 Umfirmierung in AG Johannes Jeserich. Straßen- und Straßendeckenbau (Niederlassungen in Berlin-Charlottenburg, Königsberg i.Pr., Breslau, Stettin und Posen), Herstellung von Rostschutz- und Anstrichfarben, Dichtungsmitteln und Dachpappen (Werk HH-Eidelstedt, Ottensener Str. 2-4) sowie von Nähr-, Stärkungs- und Entfettungsmitteln, insbesondere Kindernährzucker in der Nährmittelfabrik München GmbH, Berlin-Spandau. 1951 Auflö-

Nr. 66

Schätzwert 20-60 €

Berlin-Charlottenburg, Aktie 100 RM Okt. 1936 (Auflage 3000, R 3, kpl. AktienNeudruck) UNC-EF

Los 70

Schätzwert 75-150 €

AG für Bauausführungen Berlin, Aktie 20 RM 29.12.1924 (R 6) EF Gründung 1872. Bauunternehmen mit eigener Holzbearbeitungs-Fabrik und zuletzt 4.000 Beschäftigten. Zweigniederlassungen in Gleiwitz,

Großformatiger G&D-Druck, Originalunterschriften. Gründung 1888. Herstellung von Wellpappen, Kartonagen, Blechpackungen. 1919/22 größerer Ausbau der Meißener Maschinenbau-Abteilung, Errichtung einer Kartonnagen- und Wellpappenfabrik in München, Erwerb größerer Aktienpakete der Vereinigte Eschebachsche Werke AG (1935 wieder verkauft), der Freiberger Papierfabrik AG Weißenborn (1926 wieder verkauft) und der Danziger Verpackungsindustrie AG (1936 wieder verkauft), außerdem Ankauf der Hanauer Blechwarenfabrik Eduard Weiß. 1925 Errichtung einer neuen Fabrik zur Herstellung von Fischdosen in Cuxhaven. 1928 Verlegung des Dresdner Betriebes von Loschwitz nach Dresden-Albertstadt und Auflösung des Münchener Werkes. 1932/33 wurden als Spätfolge der Weltwirtschaftskrise zwei Sa-

Nr. 72

Los 73

Schätzwert 75-200 €

AG für chemische Industrie Gelsenkirchen, Aktie 1.000 Mark 10.5.1911 (Auflage 500, R 5) EF-VF Faksimile-Unterschrift des Bankiers Eltzbacher. Dekoratives Papier. Gründung 1872 in Köln. Zu den Gründern gehörten u.a. Friedrich Grillo, der A. Schaafhausen’sche Bankverein, Rudolph Poensgen und J.L. Eltzbacher. 1876 Sitzverlegung nach Gelsenkirchen-Schalke. Herstellung von Salzsäure, Schwefelsäure, Sulfat. 1970 wurde die Auflösung und 1976 die Fortsetzung der Gesellschaft beschlossen. Tätigkeitsgebiet ist nunmehr Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen, insbesondere aus der Chemie, Bio- und Genforschung, Kosmetik, Elektronik und Kommunikation. Verwaltung des eigenen Vermögens, Erwerb und Veräußerung bzw. Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden. 1983 Sitzverlegung nach Saarlouis und 1991 nach Hameln. Bis heute börsennotierte Gesellschaft, zuletzt eher ein Objekt aller möglichen Spekulationen. Los 74

Schätzwert 225-300 €

AG für chemische Produkte vormals H. Scheidemandel Berlin, Aktie 1.000 Mark Dez. 1923 (Auflage 75000, R 10) VF+. Unternehmer aus Landshut (Bayern) und Frankfurt (Main) brachten bei der Gründung der “AG für chemische Produkte vormals H. Scheidemandel” mit Sitz in Landshut drei süddeutsche Fabriken ein, von denen die Scheidelmann’sche Kunstdünger- und chem. Produktenfabrik in Landshut die bedeutendste war. Hergestellt wurden vor allem tierische Leime, Futter- und Düngemittel. Nach Erwerb weiterer Fabriken in Norddeutschland 1904 Sitzverlegung nach Berlin. 1937 Verschmelzung zur ScheidemandelMotard-Werke AG. Nach 1945 verblieben die Werke Lüneburg, Minden und Wiesbaden (Leimsektor) sowie Berlin, Mannheim, Neuss und Offenbach (Fettsektor). 1970 Umfirmierung in Scheidemandel AG, 1980 Sitzverlegung nach Wiesbaden und Beherrschungsvertrag mit der Deutsche Gelatine-Fabriken Stoess & Co.; 1987 Sitzverlegung nach Eberbach/Baden, 1999 komplett in die Stoess-Gruppe eingegliedert. Vorher völlig unbekannt gewesene frühe Emission.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 9

Los 75

Schätzwert 20-60 €

AG für Energiewirtschaft Berlin, Aktie 1.000 RM Juli 1937 (Auflage 7500, R 1) EF Gründung 1898 in Bremen als „Allgemeine Gas- und Electrizitäts-Gesellschaft“ zwecks Errichtung einer großen Zahl lokaler Gas- und Elektrizitätswerke. Mit Ende des 1. Weltkriegs gingen fünf Werke in Lothringen sowie je ein Werk in Polen und Holland verloren. 1926/27 Erwerb der Gaskonzession für die Stadt Westerland auf Sylt, weitere wichtige Konzessionen waren Arolsen, Borkum, Brake-Elsfleth, Gifhorn und Oettingen (Bay.), außerdem Betriebsführung der Isergebirgsbahn, der Kleinbahn Bielstein-Waldbröl und der Butjadinger Bahn. 1930/36 Übernahme der AG für Energiewirtschaft, Berlin, deren Firmenname zugleich angenommen wurde - Großaktionäre waren nun das RWE und Lahmeyer. 1947 gingen die Betriebsabteilungen Groß Ottersleben bei Magdeburg und Großräschen N.-L. durch Enteignung ebenso verloren wie die Beteiligungen an der Isergebirgsbahn AG, der Kleinbahn AG Wallwitz-Wettin und der Spreewaldbahn AG, außerdem die schlesischen und westpreußischen Betriebe. 1950 Sitzverlegung nach Mannheim, neue Börsennotiz in Frankfurt/Main (1967 eingestellt). Letzte wesentliche Beteiligungen waren die Pfalzwerke AG in Ludwigshafen, die Kraftversorgung Rhein-Wied AG in Neuwied, die Würzburger Straßenbahn GmbH und die Starkstromanlagen-Gemeinschaft GmbH in Frankfurt/Main. 1986 auf die RWE-Tochter Lahmeyer AG in Frankfurt/Main verschmolzen.

Nr. 74 Gründung 1921 zwecks Herstellung, Bearbeitung und Vertrieb von Gegenständen der Filmindustrie sowie Erwerb von Schutzrechten. Großaktionär war die Ufa. Im Ufa-Konzern spielte die Afifa eine bedeutende Rolle vor allem als Produktionsfirma der WOCHENSCHAU, bis weit in die Nachkriegszeit Pflicht im Vorprogramm eines jeden Kinofilms (die letzte Ufa-Wochenschau wurde 1977 produziert, dann hatte das Fernsehen dieses Informationsmedium verdrängt). Noch 1940 ließ die Afifa in Berlin im Stil der damaligen Zeit von dem renommierten Architekten Otto Kohtz ein neues “Wochenschaugebäude” projektieren, nachdem die bis dahin vier privatwirtschaftlich produzierten konkurrierenden Wochenschauen von den Nazis zusammengelegt und gleichgeschaltet worden waren. Sitzverlegungen 1949 nach Wiesbaden, 1959 nach Düsseldorf und 1963 nach Frankfurt. Bereits seit 1953 in Liquidation aufgrund des im gleichen Jahr nach Vorgaben der Alliierten in Kraft getretenen “Gesetz zur Abwicklung und Entflechtung des ehemaligen reichseigenen Filmvermögens”. Im Zuge der Entflechtung wurde der größte Teil des Ufa-Konzerns dann an eine Bankengruppe unter Führung der Nachfolgeinstitute der Deutschen Bank verkauft - die nach einer damals sehr hitzig geführten Debatte angeblich nur als Strohmann der Bundesregierung auftrat, die sich damit wieder den Medien-Einfluß sichern wollte.

Nr. 78

Los 79

Schätzwert 40-100 €

AG für Gas und Elektrizität Breslau, Aktie 1.000 RM März 1940 (Auflage 600, R 4) EF

rd. 1.000 Beschäftigten wurden auf dem über 330.000 qm großen Werksgelände in der Oberlausitz neben Flach- und Hohlglas seit 1913 auch Glasbausteine produziert. Bis 1931 in Dresden auch börsennotiert. 1941 Umfirmierung in Ankerglas Bernsdorf O./L. AG. Haupterzeugnisse waren zuletzt Konservengläser, Hafen und Geleegläser, Lampenzylinder und Sturmlaternengläser. In der DDR bestand die Glashütte unter gleichem Namen weiter, wurde nach der Wende wieder die Ankerglas Bernsdorf AG und produziert heute als Werk der “BSN glass pack” mit ca. 100 Mitarbeitern genausoviel wie früher mit der zehnfachen Mitarbeiterzahl (BSN ist der größte europäische Hohlglashersteller).

Gasversorger, gegründet 1887 in Solingen, Sitz zeitweilig in Köln, Breslau, ab 1943 Berlin. 1961 verlagert nach Bad Oeynhausen, 1972 erloschen.

Los 81

Los 76

Leipzig, Namensaktie Reihe B 100 RM 2.1.1925 (R 5) EF

Schätzwert 100-175 €

AG für Federstahl-Industrie vormals A. Hirsch & Co.

Los 78

Schätzwert 450-600 €

AG für Filmfabrikation

Schätzwert 30-75 €

AG für Haus- und Grundbesitz

Architektenzeichnung vom Projekt "Wochenschaugebäude"

Los 80

Schätzwert 50-125 €

Kassel, Aktie 600 RM 30.11.1929 (Auflage 1440, R 7) EF

Berlin, Aktie 1.000 Mark 21.6.1922 (Auflage 6000, R 12) VF+

AG für Glasfabrikation vorm. Gebrüder Hoffmann

Gegründet 1886 unter Übernahme der seit 1859 bestehenden Firma Corsettfabrik A. Hirsch & Co. als AG für Federstahl-Industrie vormals A. Hirsch & Co., ab 1930 Federstahl AG. Erzeugnisse: Federbandstahl, Bandeisen, elektrotechnisches Installationsmaterial, Federn, Fahrradzubehörteile, Stanz- und Ziehteile u.v.m. Großaktionär: Hoesch AG.

Großformatig, prachtvolle Umrahmung, großes Firmensignet im Unterdruck. Diese Ausgabe war vorher völlig unbekannt, das Stück aus dem Reichsbankschatz ist ein Unikat.

Bernsdorf O.-L., VZ-Aktie 1.000 Mark 20.6.1923 (Auflage 500, R 4, später umgestellt auf 5 RM) EF+ Gegründet 1872 als Gebr. Hoffmann Glashüttenwerke, 1889 Umwandlung in eine AG. Mit

Die 1922 gegründete AG stand dem jüdischen Privatbankhaus Kroch nahe. Größtes Projekt war 1930 der Bau der (nach der Wende rükkübertragenen) Wohnstadt Neu-Gohlis mit 1019 Wohnungen. Der Druck des Nazi-Regimes auf das Bankhaus Kroch wirkte auch auf diese im Freiverkehr Leipzig börsennotierte Gesellschaft: 1938 wurde die Liquidation beschlossen. 1965 Sitzverlegung von Leipzig nach Berlin, 1967 Aufhebung des Liquidationsbeschlusses. Die noch heute bestehende AG besaß zunächst sehr wertvollen Grundbesitz im Herzen Berlins, nach der Wende bekam sie auch ihren Leipziger Grundbesitz zurück. Los 82

Schätzwert 225-350 €

AG für Industrie und Grunderwerb Breslau, Aktie 1.000 Mark Dez. 1903. Gründeraktie (Auflage 200, R 7) UNC-EF

Los 77

Schätzwert 25-100 €

AG für Filmfabrikation Berlin, Aktie 1.000 Mark 20.4.1921 (Auflage 11880, R 2) UNC Großformatig, prachtvolle Umrahmung, großes Firmensignet im Unterdruck.

10

Erstes deutsches Wochenschau-Kino, Berlin 1931

Gründung 1903 in Breslau, Sitzverlegungen 1906 nach Schmolzhof, 1913 nach Rosenau (Kr. Liegnitz) und 1920 wieder zurück nach Breslau. Die Ges. hatte land- und forstwirtschaftlichen Besitz sowie Bebauungsgelände. Alleinaktionär war die Fürstl. Blücher’sche Familie, Nachfahren des 1773 nach Schlesien gegangenen berühmten preußischen Generalfeldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher (1742-1819), der gemeinsam mit Wellington in der berühmten Schlacht von Waterloo die Niederlage Napoleons herbeiführte, was die beiden zu den damals polulärsten Kriegshelden der Befreiungskriege machte. Sehr interessantes Stück aus dem Reichsbankschatz, zuvor gänzlich unbekannt gewesen.

fert. Der Berieb in der Orleansstr. 34 wurde im Okt. 1943 bei einem Fliegerangriff vollständig zerstört, ein Teil der Druckerei wurde daraufhin nach Hann. Münden ausgelagert. Ab 1946 wurde der Betrieb in der Hegelsbergstr. 21 völlig neu aufgebaut. Die bis dahin in Berlin börsennotierte AG wurde 1974 in die “Druckhaus Wenderoth GmbH” umgewandelt.

Los 83

Schätzwert 100-175 €

AG für Industrie und Landwirtschaft (Agil) Berlin, Aktie Serie A 5.000 Mark April 1923 (R 8) EF Gründung 1921 durch den Potsdamer Oberbürgermeister Vosberg zusammen mit mehreren Fabrik- und Rittergutsbesitzern. Zweck: Förderung jeglicher Industrie und Landwirtschaft, indem neue Unternehmungen initiiert werden. 1931 Sitzverlegung nach Berlin. 1951 Kapitalumstellung auf DM, danach nur noch Verwaltung der Grundstücke Potsdam, Wilhelm-PieckStraße und Berlin, Kurfürstenstraße 148.

Los 91

Schätzwert 40-100 €

AG für Waggonbau-Werte Berlin, Aktie 100 RM Juli 1934 (Auflage 2195, R 4) UNC-EF Gründung 1871 als „Breslauer AG für Eisenbahn-Wagenbau“, bis 1934 als Linke-Hofmann-Busch-Werke AG firmierend. In den Werken Breslau (Linke-Werk und Hofmann-Werk), Köln-Ehrendfeld und Köln-Müngersdorf (Herbrandwerk) sowie Bautzen (Busch-Werke) wurden Güter-, Personen- und Straßenbahnwagen, Triebwagen, Dampf-, Diesel- und E-Lokomotiven, Dieselmotoren und Dampfkesselanlagen hergestellt, im (1934 verkauften) Werk Warmbrunn bei Hirschberg (Füllnerwerk) Maschinen für Papierherstellung und -verarbeitung. 1934 wurde das operative Geschäft in die neugegründete Linke-Hofmann-Werke AG ausgegliedert (nach 1945 nach Salzgitter verlagert, heute Alsthom), die AG für WaggonbauWerte wurde nach Verwertung des Restvermögens 1943 gelöscht.

Nr. 85

Los 88

Schätzwert 300-400 €

AG für Verwertung von Kartoffelfabrikaten Berlin, Aktie 1.000 Mark 15.3.1913. Gründeraktie (Auflage 2500, R 9) VF.

Los 86 Los 84

Schätzwert 60-100 €

AG für Lithoponefabrikation Triebes, Aktie 100 RM Juli 1926 (Auflage 4700, R 5) EF

Schätzwert 50-125 €

AG für Metallindustrie vormals Gustav Richter Pforzheim, Aktie 1.000 Mark 15.4.1920 (Auflage 800, R 6) VF

Gründung 1901 als „Triebeser Farbenwerke“ zur Weiterführung einer gleichnamigen GmbH mit Werken in Triebes und Wünschendorf, 1905 Umfirmierung wie oben. Herstellung von Lithopone (das weiß deckende Pigment Zinksulfidweiß) und als Nebenprodukte Blanc-fixe und Glaubersalz. Der als Grundstoff benötigte Schwerspat wurde in einer eigenen Grube in Rothenkirchen gewonnen. Ab 1925 Interessengemeinschaft mit der Gewerkschaft Sachtleben. Nachdem die I.G. Farbenindustrie die Aktienmehrheit erworben hatte, wurde die Notiz an den Börsen Berlin und München 1926 eingestellt. 1947 enteignet und als landeseigener Betrieb fortgeführt.

Los 89

Schätzwert 150-250 €

Schätzwert 50-125 €

AG für pharmazeutische Bedarfsartikel vormals Georg Wenderoth Kassel, Aktie 1.000 RM März 1933 (Auflage 270, R 5) EF

AG für Metallindustrie vormals Gustav Richter Pforzheim, Aktie 1.000 Mark 17.10.1899. Gründeraktie (Auflage 400, R 6) EF Gründung 1899 in Pforzheim zwecks Fortführung des Betriebes der Fa. Gustav Richter Tubenfabrik. Herstellung von Tuben, Tubenhütchen, Spritzkorken und Dosen. 1920 Sitzverlegung nach Karlsruhe.

Nr. 82

Schätzwert 600-750 €

AG für Verwertung von Kartoffelfabrikaten Los 87

Los 85

Gründung 1912 zwecks Übernahme und Fortführung der Geschäftsbetriebe der “Verwertungsstelle für Kartoffelfabrikate mbH” in Berlin und der “Fabriken für Kartoffelfabrikate Frankfurt a.O. und Wronke GmbH i.L.”. Herstellung und Verwertung von Kartoffelmehl, Stärke, Sirup, Bonbonzucker, Dextrin und anderen Kartoffelfabrikaten. Fabriken zuletzt in Frankfurt a.O., Zörbig und Rosenig, während die Fabriken in Wronke, Bronislaw und Birnbaum als Folge des 1. Weltkrieges 1919/20 an eine zu diesem Zweck neu gegründete poln. AG abgegeben werden mussten. Ab 1921 in Berlin börsennotiert. Ende 1925 nach erheblichen Verlusten in Liquidation gegangen. Diese wie auch die folgende Emission waren vorher vollkommen unbekannt. Kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.

Gründung 1896 unter Übernahme der seit 1868 bestehenden Firma Georg Wenderoth. Erzeugnisse: Kartonnagen, Falt- und Blechschachteln, Papierbeutel, Zelluloiddeckel, Herstellung sämtlicher Drucksachen, Porzellan- und Glasmalerei sowie Holzdreherei. Als Spezialität wurden auch komplette Apotheken-Einrichtungen von der einfachen bis zur aufwendigsten Ausführung gelie-

Berlin, Aktie 1.000 Mark 15.8.1918 (Auflage 500, R 11) VF. Nur 2 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden! Kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 92

Berlin, Aktie 1.000 RM Juli 1934 (Auflage 900, R 6) EF Gestaltung wie voriger Titel.

Los 93

Schätzwert 100-125 €

Schätzwert 30-80 €

AG für Webwaren und Bekleidung Breslau, Aktie 1.000 RM Juli 1940 (Auflage 800, R 3) UNC-EF Gegründet 1921. Hergestellt und verkauft wurde Herrenoberbekleidung. 1947 verlagert nach Herford, 1952 erloschen. Los 94

Los 90

Schätzwert 75-150 €

AG für Waggonbau-Werte

Schätzwert 150-300 €

AG Gaswerk Bensheim

AG für Verwertung von Kartoffelfabrikaten

Bensheim, Aktie 1.000 Mark Juni 1887. Gründeraktie (Auflage 180, R 5) EF-.

Berlin, Aktie 1.000 Mark Dez. 1922 (Auflage 6000, R 8) VF.

Gegründet 1886 als “Gaswerk Bensheim AG”, umfirmiert 1909 nach Anschluß auch der Gemeinden Auerbach, Zwingenberg, Alsbach, Jugenheim, Bickenbach und Hähnlein in “Grup-

Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Nr. 98 11

pengaswerk Bergstraße AG” und nach Aufnahme auch der Stromversorgung 1914 in ”Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße AG”. Aktionäre: Die Städte Bensheim (63,1 %) und Zwingenberg (13,3 %) und die Gemeinden Alsbach (5,8 %), Bickenbach (5,1 %), Jugenheim (7,9 %), Seeheim (1,0 %) und Hähnlein (3,9 %). In dieser Struktur besteht das GGEW noch heute, macht mit ca. 150 Mitarbeitern rd. 160 Mio. € Jahresumsatz und beliefert rd. 140.000 Kunden. Der Strom wird von der Heag bezogen, Ferngas von der Südhessischen Gas- und Wasser AG in Darmstadt.

im Bereich der Tiefkühllogistik. Neben der Zentrale im Norden von München gibt es heute 26 MUK-Niederlassungen. Los 96

Schätzwert 50-150 €

AG Ges. für Markt- & Kühlhallen Hamburg, Aktie 1.000 Mark 16.8.1909 (Auflage 1500, R 3) EF+ Faksimile-Signatur Dr. Carl von Linde. Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Schätzwert 20-60 €

AG Ges. für Markt- & Kühlhallen Hamburg, Aktie 1.000 Mark 1.6.1923 (Auflage 18000, R 1) EF Faksimile-Unterschrift Dr. Carl von Linde als AR-Vorsitzender. Los 98

Schätzwert 150-300 €

AG Glashüttenwerke „Adlerhütten“ Schätzwert 150-300 €

AG Ges. für Markt- & Kühlhallen München, Actie 1.000 Mark 7.6.1898 (Auflage 500, R 5), mit Originalunterschrift als AR-Vorsitzender Dr. Carl von Linde (*1842 in Berndorf/Oberfranken, +1934 in München). Linde entwickelte 1873-76 die AmmoniakKompressionskältemaschine und gründete 1879 die „Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen“, die heutige Linde AG. 1895 gelang es ihm, Luft in kontinuierlichem Betrieb zu verflüssigen, woraus die weitere bedeutende Sparte „Technische Gase“ seiner Firma entstand VF Ein bedeutender Industrie-Autograph. Gründung 1890 in Berlin, dann 1895-1909 in München ansässig, 1909 Sitzverlegung nach Hamburg. An der Gründung war Dr. Carl von Linde maßgeblich beteiligt. Die Gesellschaft besaß zunächst Kühlhäuser und Eisfabriken in Hamburg und Berlin, heute ist sie der größte deutsche Kühlhausbetreiber und Marktführer

Los 102 Nr. 99

Los 97

Los 95

Kötzting in der Oberpfalz nach Lam (kurz vor der Grenze zur Tschechei). Großaktionär war zuletzt das Bankgeschäft Karl Schmidt in Hof. 1973 verschmolzen mit der Regentalbahn AG, einem der nach der Reprivatisierung heute erfolgreichsten privaten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland.

Penzig bei Görlitz, Aktie 1.000 Mark 1.6.1900 (Auflage 1000, R 5) VF Sehr großformatig, mit prächtiger Umrahmung in kräftigen Farben. Originalunterschriften. Gründung 1896. Herstellung von Glaswaren für pharmazeutischen, chemischen, technischen und elektrotechnischen Bedarf, Hohlglas, Glasbausteinen, Oberlichtplatten und Prismen. Börsennotiz Berlin und Breslau. Beteiligt an der Deutschen Luxor Prismen Ges. mbH, BerlinWeisensee und der Adler Glashüttenwerke Verkaufsgesellschaft in Oeflingen (Baden). 1949 Sitzverlegung nach Fürstenhagen bei Kassel. 1951 Umwandlung in GmbH. 1958 in der Fa. J. Weck u. Co. KG (bekannt durch die Einmachgläser) aufgegangen. Los 99

Schätzwert 20-75 €

AG Glashüttenwerke „Adlerhütten“ Penzig bei Görlitz, Aktie 1.000 Mark Dez. 1920 (Auflage 1750, R 4) VF+ Schöne Umrandung im Historismusstil. Mit Wappenabb.

Los 100

Schätzwert 75-150 €

AG J. G. Leistner

Schätzwert 450-750 €

AG Norddeutsche Steingutfabrik Grohn bei Vegesack, Actie 1.000 Mark Mai 1899 (Auflage nur 40 Stück, R 8) VF Gründung 1869 in Lesum. Auf dem 120.000 qm großen Werksgelände zwischen dem Bahnhof Grohn-Vegesack und der Lesummündung werden glasierte Wand- und Bodenfliesen hergestellt, bis 1890 auch Haushaltsgeschirr. 1920 Übernahme der benachbarten Mitbewerber Steingutfabrik Witteberg AG in Farge und Grohner Wandplattenfabrik AG. Die in Bremen, Berlin und Hamburg börsennotierte AG ist noch heute eines der erfolgreichsten Unternehmen seiner Branche. Vorher völlig unbekannt gewesene Emission, ältestes bekanntes Stück dieser Firma.

Chemnitz, Aktie 100 RM März 1933 (kpl. Aktienneudruck wegen Umfirmierung, Auflage nur 100 Stück, R 8) EF Uralte, bereits 1837 gegründete Firma, die auf das Sägewerk von Johann Georg Leistner zurückgeht. 1921 Umwandlung in die “Holzwarenfabrik J.G. Leistner AG”, 1932 umbenannt wie oben. Werksanlagen in Chemnitz (in der Herrenstraße, später Sonnenstr. 64) und Hennersdorf. Die Firma fertigte auch außergewöhnliche Möbelstücke z.B. für Theaterzwekke, die in die ganze Welt exportiert wurden.

Los 103

Schätzwert 40-100 €

AG Norddeutsche Steingutfabrik Grohn bei Bremen, Aktie 1.000 Mark Juni 1920 (Auflage 2375, R 3) EF Los 101

Schätzwert 150-250 €

AG Lokalbahn Lam-Kötzting

Kapitalerhöhung zur Übernahme der Steingutfabrik Witteberg AG und der Grohner Wandplattenfabrik AG.

Lam, Aktie 500 RM 23.6.1928 (Auflage 1200, R 6) EF Gründung 1891 zum Bau und Betrieb der normalspurigen 18 km langen Eisenbahn von

Los 104

Schätzwert 150-250 €

AG Portland-Cementwerk Berka a. Ilm Bad Berka, 5,5 % Teilschuldv. 1.000 Mark 2.1.1918 (Auflage 600, R 7) EF 1926 aufgewertet auf 120 RM. Gründung 1901. Neben dem Portland-Zementwerk nahe dem Haltepunkt Schloßberg der Thüringischen Eisenbahn-AG betrieb die Ges. auch eine Ueberlandzentrale und versorgte den bekannten Kurort Bad Berka bei Weimar mit elektrischer Energie. Zu DDR-Zeiten war in den Fabrikanlagen zuletzt ein Dämmstoffwerk. Nr. 89 12

Nr. 102

Los 105

Schätzwert 100-125 €

AG Portland-Cementwerk Berka a. Ilm

Nr. 108

Bad Berka, 9 % Teilschuldv. 500 Goldmark 1.7.1928 (Auflage 300, R 8) EF

Stahlhochkonjunktur eingebunden, entsprechend hatten sie an der technischen Obergrenze gefördert. Später, als sich der Absatz an die angeschlossenen Hütten normalisierte, musste das Syndikat den Hüttenzechen die Überproduktion zu den festgesetzen Preisen abnehmen. Nach dem Ruhrkampf 1924 Neuorganisation als „Vereinigung für die Verteilung und den Verkauf von Ruhrkohle AG“. Bei übergreifender Betrachtung die interessante und wichtigste AG des Ruhrbergbaus. Los 107

Nr. 109 eingerichteten Geschäftszweigen entwickelte sich nur die Kino-Abteilung einigermaßen gut. Dermaßen geschwächt ging die 1918 in “AG vorm. J. C. Spinn & Sohn” umfirmierte Ges. 1926 schließlich in Konkurs. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Liebe-Harkort GmbH in Oberkassel (gegr. 1899), deren Name unter gleichzeitiger Sitzverlegung nach Düsseldorf angenommen wurde. Produktion in Oberkassel: Großhebezeuge, Verladeanlagen, Scheren und Pressen. 1958 (die Produktion war inzwischen eingestellt) übernahm die an den Werksanlagen in der Hansa-Allee interessierte SCHIESS AG in Düsseldorf die Aktienmehrheit, 1959 Umwandlung in eine GmbH.

Schätzwert 300-400 €

AG Thonwerke Kandern Kandern, Namens-Actie 1.000 Mark 10.2.1889. Gründeraktie (Auflage 238, R 8) EF.

Los 106

Schätzwert 75-150 €

AG Rheinisch-Westfälisches Kohlen-Syndikat Essen-Ruhr, Namensaktie 300 Mark 10.1.1918 (Auflage 17000, R 3) EF Gründung 1893 als Verkaufsgesellschaft der großen Zechen des Ruhrgebiets. Anlass für die Errichtung dieses Gemeinschaftsunternehmens war ein ruinöser Preiswettbewerb unter den Bergwerksgesellschaften, der die Erzielung kostendeckender Preise oft verhinderte. Nunmehr waren die Zechen im Rahmen von festgelegten Beteiligungsziffern verpflichtet, ihre gesamte Erzeugung an Kohlen, Koks und Briketts dem Syndikat zum Verkauf zur Verfügung zu stellen. Doch das Ziel der Marktregulierung erreichte das Syndikat zunächst nicht, denn die größten Abnehmer, die Hütten und Stahlwerke, hatten überwiegend eigene Bergwerke, deren Fördermengen am Syndikat vorbeiflossen. Erst als es 1907 unter weitreichenden Zugeständnissen gelang, die Hüttenzechen in das Syndikat einzubinden, fing die Sache an zu funktionieren. Die Opfer waren aber hoch: die Hüttenzechen hatte man zu einer Zeit der Eisen- und

Umrahmung im Historismus-Stil, sehr schöne Kapitälchen. Gründung 1889, hervorgegangen aus der Firma Wolman, Dewitz & Co. Herstellung von Falzziegeln und Tonwaren aller Art. Großaktionär 1942: Badische Bank Karlsruhe. 1954 Umwandlung in die Tonwerke Kandern Georg Gott GmbH, Kandern. 1998 Schließung. Los 108

Schätzwert 275-350 €

AG vorm. H. Gladenbeck & Sohn Bildgießerei Berlin, Aktie 1.000 Mark Febr. 1921 (Auflage 700, R 11) VF Gründung 1888 unter Übernahme der Bildgießerei H. Gladenbeck & Sohn in Friedrichshagen und deren Bronce- und Zinkgußwarenfabrik sowie des Geschäfts der Firma Alfred Gladenbeck in Berlin. Herstellung von Denkmälern, monumentalen Guss- und Treibarbeiten für Bauten und von Plastiken aus Bronze und Marmor. 1926 Eröffnung des Konkursverfahrens, 1932 von Amts wegen gelöscht. Aus der Bronzegießerei Gladenbecks stammen zahlreiche bedeutende Standbilder und Denkmale, so das von Christian Daniel Rauch entworfene Denkmal des Immanuel Kant für Königsberg oder die Viktoria der Berliner Siegessäule nach dem Entwurf von Friedrich Drake. Vorher unbekannt gewesene Ausgabe, nur 2 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden, dies ist das letzte noch verfügbare. Randschäden fachgerecht restauriert. Los 109

Los 110

Schätzwert 100-250 €

AG Vulkan Köln, Aktie 1.000 Mark 31.7.1909. Gründeraktie (Auflage 3000, R 4, nach Kapitalherabsetzung 1912 2000, nach Kapitalumstellung auf RM 1924 nur noch 500) EF Gegründet 1909. Fabrik in Köln-Ehrenfeld, Gutenbergstr. 27. Maschinenfabrik, Produktion von GasStraßenlaternen, Großraumöfen, Aufzügen, kompletten Eisenkonstruktionen u.s.w. 1928 erhielt die Gesellschaft den Auftrag, die gesamte Skyline von Köln anlässlich der “Pressa” zu erleuchten, organisiert von dem damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer. 1954 Umwandlung in Vulkan GmbH. 2001 Sitzverlegung nach Laatzen und Herstellung lichttechnischer Produkte.

Los 112

Schätzwert 150-200 €

Agricola Getreide und Futtermittel Import und Handels-AG (3 Stücke) Berlin, Aktie 10.000 Mark (R 11), 100.000 Mark (R 8), 1 Mio. Mark (R 10) Okt. 1923 EF Gründung im Aug. 1923 mit Sitz in Berlin SW, Tempelhofer Ufer 19, im Sept. bereits Kapitalerhöhung, im Juni 1924 Auflösung und Liquidation. Letzter kompletter Satz.

Schätzwert 150-200 €

AG vorm. J. C. Spinn & Sohn Berlin, Aktie Lit. A 1.200 Mark 15.10.1921 (Auflage 850, R 10) VF

Nr. 107

Gründung 1872 zur Fabrikation von Broncewaren und Gegenständen für Gas- und elektrische Beleuchtung sowie Gasglühlichtbrennern. 1894 übernahm die Gesellschaft von der AEG deren Abteilung für Beleuchtungs-Gegenstände. Nach erneuter Umstellung auf Friedensproduktion nach dem 1. Weltkrieg produzierte die Fabrik Berlin S 42, Wasserthorstr. 9 mit 200300 Mitarbeitern nach eigenen Patenten Isolierflaschen, Spargaskocher “Expressato”, Automobilteile und Automobilkühler (SpinnKühler), Filmspulen für die Kino-Industrie und Luxus-Metallwaren wie Toiletten- und Rauchartikel. Eine Fabrik in Weisswasser O.-L. zur Produktion der Glasinnenflaschen für die Isolierflaschen wurde 1921 noch hinzuerworben. Doch die Friedensproduktion hatte nicht den gewünschten Erfolg: Die Fabrikation kunstgewerblicher Gegenstände war immer unrentabler und wurde zurückgefahren, von den neu

Los 111

Schätzwert 150-250 €

AG Wilh. Tillmanns’sche Wellblech-Fabrik u. Verzinkerei Remscheid, Aktie 1.000 Mark 20.5.1897 (Auflage 354, R 7) VF Mit Umstempelungen: Tillmanns’sche Eisenbau-AG, Schenck & Liebe-Harkort-AG. Gründung 1894 zur Übernahme der seit 1856 bestehenden Tillmanns’schen Werke in Remscheid (Werksgelände 1,78 ha, Produktion: Eisenhoch- und Brückenbau, Wellbleche, Roll- und Schiebetore sowie Schlittschuhe). 1900 Umfirmierung in Tillmanns’sche Eisenbau-AG, im gleichen Jahr Erwerb eines 3,51 ha großen Grundstücks in Düsseldorf-Oberkassel zum Bau eines neuen Werkes. 1913 Übernahme der Schenck &

Los 113

Schätzwert 20-60 €

Ahag Allgemeine Häuserund Industriebau-AG Berlin, VZ-Aktie 1.000 RM Aug. 1941 (Auflage 700, R 4) UNC-EF Gründung 1872 als Allgemeine Häuserbau-AG. Neben Hochbau und Parzellierung auch große Tischler- und Zimmerer-Betriebe. 1929 wurde für das Zehlendorfer Schnellbahnbau-Konsortium die U-Bahnstrecke vom Thielplatz nach Zehlendorf-West gebaut mit den drei Bahnhöfen Oskar-Helene-Heim, Onkel Toms Hütte und Krumme Lanke. Das Gebiet um den Bahnhof On13

kel Toms Hütte war danach das bevorzugte Betätigungsfeld der Ahag, hier wurden mehrere Ladenzeilen und hunderte von Wohnungen (teils für die Gagfah) gebaut. Zweigbetrieb in Schneidemühl. An den Folgen des 2. Weltkriegs zerbrach die inzwischen in “Bau- und Holzindustrie Verwaltungs-AG” umfirmierte Gesellschaft: 1952 Eröffnung des Anschlußkonkursverfahrens.

werke Motoren- und Dampfkesselfabrik AG in Duisburg. 1937/38 Erweiterung bzw. Errichtung von Filialen in Elbing und Nürnberg. Börsennotiz Berlin und Halle, später Leipzig. Zu DDR-Zeiten war die Kyffhäuserhütte der größte Hersteller von Molkereimaschinen. Nach der Wende von der Treuhandanstalt privatisiert, bald darauf stillgelegt: 2200 Menschen wurden arbeitslos.

rei Gohlis. Zu DDR-Zeiten ein recht beliebtes Bier, außerdem wurde hier die Lipsona-Limonade hergestellt. 1980 Betriebsstillegung. Erhalten geblieben ist das unter Denkmalschutz stehende Brauereigebäude und das Bräustübl.

Los 120

Schätzwert 125-250 € Das Albert-Theater am Albertplatz in Dresden um 1875

Aktienbierbrauerei Wittenberg AG Wittenberg, Namensaktie 200 RM 24.8.1928 (Auflage 1000, R 5) EF

Los 114

Gründung 1902 als Nachfolgegesellschaft der 1875 gegründeten Dominialbrauerei Rothemark, Gustav Kehl. Produktion untergäriger Lagerbiere sowie obergäriges Malz- und Weißbier, Eis und alkoholfreie Getränke. Firma nicht verlagert, aber enteignet, als VEB Brauerei Rothemark weitergeführt. 1959 geschlossen.

Schätzwert 100-150 €

Akademischer Sportplatz-Verein (e.V.) Dresden, 6 % Darlehensschein 100 RM 15.3.1927 (R 9) EF Klubhaus, Sportplätze sowie Geschäftsstelle befanden sich in der Godeffroystraße 3, heute Leonhard-Frank-Straße.

Los 117

Schätzwert 125-250 €

Aktien-Ziegelei Langensalza AG Langensalza, Aktie 1.000 Mark 29.1.1891 (überdruckt 4.6.1923; Auflage 387, R 5) EF Über ein halbes Jahrhundert lang backte der Betrieb im Tal der Unstrut (knapp 30 km nordwestlich von Erfurt) tagein, tagaus nichts als Ziegel. Besonderen Ehrgeiz kann der Chronist dem Vorstand Kurt Petersilie nicht bescheinigen: 100.000 Mark Jahresumsatz durfte man schon als Spitzenwert betrachten. Meist reichte es dennoch zu einer Dividende. Nach 1945 dann enteignet. Los 115

Die 1883 gegründete AG übernahm die schon seit 1847 betriebene Brauerei der Gebr. Stöckius Neben Erzeugung von ober- und untergärigen Bieren auch Betrieb einer Mineralwasserfabrik. Letzter Großaktionär: Riebeck-Brauerei, Leipzig.

Aktien-Bierbrauerei Mittweida Mittweida, Aktie 1.000 RM 7.5.1930 (Auflage 300, R 6) UNC-EF

Los 116

Schätzwert 20-60 €

Aktien-Maschinenfabrik „Kyffhäuserhütte“ vormals Paul Reuß Artern, Aktie 100 RM 20.9.1941 (Auflage 1300, R 3) EF Gründung 1881, AG seit 1897. Die Gesellschaft stellte landwirtschaftliche Maschinen her (Milch-Separatoren, Dämpfapparate, LupinenEntbitterungs-Anlagen, Kartoffel-Waschmaschinen, Schrotmühlen, Jaucheschleudern und pumpen). 1910 Aufnahme der Produktion von Motoren durch Fusion mit der Ergon-Kosmos AG in Karlsruhe. 1912 Angliederung der Ruhr-

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Schätzwert 50-125 €

Aktienbrauerei Greussen Greussen i.Th., Aktie 100 RM 4.6.1929 (Auflage 600, R 4) UNC-EF

Schätzwert 100-125 €

Im Unterdruck Ansicht einer Oase mit zwei Löwen an der Tränke. Gründung 1900 unter Übernahme der 1874 errichteten Brauerei von Keilhauer & Liebers in der Bahnhofstr. 15; eine Niederlage bestand in Chemnitz. Der kleine Betrieb (mit ca. 50 Mitarbeitern wurden knapp 40.000 hl jährlich gebraut) war mit oft zweistelligen Dividenden hochrentabel. 1953 verstaatlicht und als “VEB Mittweidaer Löwenbräu” fortgeführt, 1968 Anschluß an das Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt. Dem Mittweidaer Betrieb zugeordnet wurden 1981 auch die Brauereien Penig und Hartmannsdorf sowie die Erfrischungsgetränke Burgstadt. 1994 wurde die inzwischen unter Denkmalschutz stehende Mittweidaer Löwenbräu GmbH als letzte sächsische Brauerei wieder privatisiert.

Los 121

wurde das Schauspielhaus Dresden an der Ostraallee eröffnet) war das Albert-Theater an den königlichen Hof verpachtet. Dann ging es an eine 1911 neu gegründete AG über, die das Theater modernisieren und umbauen ließ. 1913 wurde das Albert-Theater wieder eröffnet. Es spielte nun sowohl moderne progressive Stücke z.B. von Gerhart Hauptmann und Maxim Gorki wie auch Volkstümliches. Premierenfeiern fanden oft in der benachbarten Vila Eschebach statt. In der Zeit wirkten bekannte Schauspieler und Künstler wie z.B. Sarah Bernhardt und Heinrich George am Albert-Theater, das 1921 umbenannt wurde in “Neustädter Schauspielhaus”. Ab 1936 wurde es durch die Stadt Dresden verwaltet, im Programm den Zeitströmungen gleichgeschaltet und hieß zuletzt “Theater des Volkes”. Beim großen Luftangriff auf Dresden am 13.2.1945 brannte das Theater aus. Obwohl die Außenmauern gut erhalten geblieben waren und die Dresdner Theaterkünstler eine Wiederherstellung befürworteten wurden Bühnenhaus und Zuschauerraum im Sept. 1950 von der Stadt Dresden abgebrochen. Nur 6 Stück dieses bis dahin ganz unbekannten Titels lagen im Reichsbankschatz. Minimale Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 122

Schätzwert 1000-1250 €

Albert-Theater-AG Dresden, Aktie 1.000 Mark 30.12.1911. Gründeraktie (Auflage 800, R 9) VF+.

Los 118

Schätzwert 75-150 €

Aktien-Ziegelei Langensalza AG Langensalza, Aktie 1.000 Mark 4.6.1923 (Auflage 387, R 6) EF IÄhnliche Gestaltung wie voriger Titel.

Los 119

Das Albert-Theater am Albertplatz, benannt nach dem sächischen König Albert, gehörte neben dem Residenztheater und der Semperoper zu den repräsentativen Bauten des alten Dresden. Auf einem von der Stadt Dresden unentgeltlich zur Verfügung gestellten Grundstück wurde es 1871-73 erbaut von Bernhard Schreiber im frühen Neorenaissance-Stil der Semper-NicolaiSchule für eine Aktiengesellschaft Neustädter Bürger und am 20.9.1873 mit Goethes “Iphigenie auf Tauris” eröffnet. Bis 1910 (in dem Jahr

Los 123

Schönebeck-Elbe, Aktie 1.000 Mark Juni 1923 (Auflage 21000, R 6) EF Gründung 1923 unter Übernahme und Fortführung des von der oHG Albingia-Keks-Werke Bolle & Heinrich betriebenen Handelsgeschäftes. 1925 bereits Konkurs.

Schätzwert 10-50 €

Aktienbierbrauerei Gohlis Leipzig-Gohlis, Aktie 400 RM 20.8.1925 (Auflage 2625, R 2) EF Gründung 1871. Brauerei an der Breitenfelder Straße, außerdem eigene Malzfabrikation. Die jährlich erzeugten ca. 30.000 hl Bier wurden überwiegend in 9 eigenen Gastwirtschaften ausgeschenkt (u.a. Kaiser Friedrich, Schillerschlößchen, Goldener Anker, Dorotheengarten). Börsennotiz Leipzig, letzter Großaktionär war die Riebeck-Brauerei. 1950 Umfirmierung in Aktienbrauerei Gohlis und 1952 in VEB Braue-

Schätzwert 40-75 €

Albingia-Keks-Werke Bolle & Heinrich AG

Nr. 122

Los 133

Schätzwert 100-250 €

Allgemeine Lokal- und Strassenbahn-Gesellschaft Nr. 124 Los 124

Schätzwert 225-300 €

Alex Zink Filzfabrik AG Roth b. Nürnberg, Aktie 100 RM 4.3.1942 (Auflage 195, R 10) EF Gründung 1878 als offene Handelsgesellschaft, AG seit 1923. Hergestellt wurden in der Fabrik in Roth (Münchener Str. 35-37) Haarfilze, Sohlenfilze, technische Filze und Teppichunterlagsfilze. Noch 1965 Eröffnung eines weiteren Werkes in Roth, 1973 Anschlußkonkurs. Nur 2 Stücke lagen im Reichsbankschatz. Los 125

Berlin, Aktie 1.000 Mark 2.1.1893 (Auflage 500, R 5) VF

Nr. 125 sellschaft) und übernahm das Personal sowie den gesamten Bestand an Bauaufträgen der Lenz & Co GmbH. 1947 Umwandlung in Allgemeine Baugesellschaft Lenz & Co. AG. 1948 Sitzverlegung nach Hamburg. 1952 Umbenennung in Lenz-Bau AG. 1976 in Konkurs.

ren. 1901 wurde die Transportversicherung, 1902 und 1903 die Unfall- und Haftpflicht und 1909 die Versicherung gegen Einbruchdiebstahl und die Versicherung von Renn-, Luxus-

Schätzwert 300-400 €

Allerthal-Werke AG Grasleben, VZ-Aktie 100 RM Jan. 1933 (Auflage nur 60 Stück, R 10) EFGründung 1899 als „Brauerei Allerthal AG“. 1921 wurde dem Brauereibetrieb eine Gummiwarenfabrik angegliedert. Bierniederlagen in Helmstedt, Hötensleben, Vorsfelde. 1950 Stilllegung der Brauerei. Heute Zulieferer von technischen Schläuchen und Formartikeln für die Automobilindustrie. Vorher ganz unbekannte Emission, nur 3 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden, dieses ist das letzte noch verfügbare.

Los 128

Schätzwert 40-100 €

Allgemeine Baugesellschaft Lenz & Co. (Kolonial-Gesellschaft) Berlin, Anteil 1.000 RM Nov. 1940 (Auflage 2000, R 3) UNC

und höherwertigen Pferden aufgenommen. Ab 1921 Anglo-Elementar-Versicherungs-AG, ab 1939 Allgemeine Elementar Versicherungs-AG, seit 1946 wie vorher. 1997 endgültige Eingliederung in den Allianz-Konzern (Allianz Elementar Versicherungs-AG, Wien).

Originalsignaturen, u.a. Justizrat M. Winterfeldt als Aufsichtsratspräsident. Der 1880 gegründeten „Deutsche Lokal- und Strassenbahn-Gesellschaft“ gelang ein atemberaubender Aufstieg: Alles begann mit der gerade einmal 6 km langen Pferdebahn Mönchengladbach-Rheydt, am Ende war die 1890 in „Allgemeine Lokal- und Strassenbahn-Gesellschaft“ umbenannte Firma der größte deutsche Straßenbahn-Konzern. Die Beteiligungen reichten von der Zugspitzbahn bis zu den Verkehrsbetrieben Danzig-Gotenhafen. 1890 übernahm die AEG die Mehrheit, um sich bei der Umstellung der bis dahin pferde- oder dampfbetriebenen Bahnen auf elektrischen Antrieb einen bedeutenden Absatz der eigenen Produkte zu sichern. 1923 Umfirmierung in Allgemeine Lokalbahn- und Kraftwerke AG. Sitzverlegungen 1949 nach Hannover und 1954 nach Frankfurt/Main. 1974 Aufnahme der AG für Verkehrswesen und Verschmelzung zur AGIV, einer Verkehrs-, Bau- und Maschinenbau-Holding, die bis zu ihrer Zerschlagung 2002 mehrheitlich der BHF-Bank gehörte.

Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 131

Schätzwert 30-75 €

Allgemeine Hochund Ingenieurbau-AG Düsseldorf, Aktie 1.000 RM Dez. 1937 (Auflage 620, R 4) EF

Los 129 Los 126

Schätzwert 30-75 €

Allerthal-Werke AG Grasleben, Aktie 1.000 RM Sept. 1941 (Auflage 444, R 5) EF+

Los 127

Schätzwert 30-75 €

Allgemeine Baugesellschaft Lenz & Co. (Kolonial-Gesellschaft) Berlin, Anteil 1.000 RM Jan. 1933 (Auflage 1800, R 3) UNC 1881 Gründung der Baufirma Friedrich Lenz. Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten, insbesondere Ausbau des deutschen Eisenbahnnetzes, vor allem in Pommern und Mecklenburg. 1892 Umwandlung in Lenz & Co. GmbH. 1901 Gründung der AG für Verkehrswesen in Berlin als Finanzierungsgesellschaft der Firma Lenz & Co. GmbH, gleichzeitig Sitzverlegung von Stettin nach Berlin. Als 1904 große Tiefbauten, vorwiegend Eisenbahnbauten in den deutschen Kolonien in Afrika, begonnen wurden, gründete die AG für Verkehrswesen 1905 die Deutsche Kolonial-Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft. Diese teilte sich mit der Lenz & Co. GmbH die Tätigkeit in den Kolonien. Von den insgesamt 4.348 km fertiggestellten afrikanischen Bahnen wurden allein 1.702 km von diesen beiden Gesellschaften erstellt. Mit dem Ende der Kolonialtätigkeit durch den 1. Weltkrieg verlagerten sich die Interessen wieder nach Deutschland. 1927 änderte die Deutsche Kolonial-Eisenbahnbau ihren Namen in Allgemeine Baugesellschaft Lenz & Co. (Kolonial-Ge-

Schätzwert 125-200 €

Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt Leipzig, Aktie 20 RM 19.10.1933 (Blankette, R 6) EF Die ADCA entstand 1858 nach dem Vorbild des französischen Credit Mobilier auf Initiative seinerzeit maßgeblicher Kaufleute und Politiker wie Gustav Harkort und A. Dufour-Feronce. Sie war die erste Aktienbank moderner Prägung in ganz Deutschland. Anfangs stand das Gründungs- und Beteiligungsgeschäft im Vordergrund. So gehörte die ADCA z.B. zu den Mitgründern der Lübecker Handelsbank (heute Deutsche Bank Lübeck) und der Schweizerischen Creditanstalt in Zürich. Bis nach der Jahrhundertwende dehnte sie sich durch stetige Übernahme anderer Institute soweit aus, dass sie zu den Großbanken gezählt wurde. Nach 1945 wurde der ADCA ihre schwerpunktmäßige Betätigung in Mitteldeutschland zum Verhängnis. Erst 1964 konnte, aufbauend auf der einzig verbliebenen Berliner Niederlassung, ein Neuanfang versucht werden. Nach glückloser Entwicklung und mehrfachem Aktionärswechsel (u.a. Wells Fargo und die NORD/LB) wurde die ADCA schließlich Anfang der 1990er Jahre von der niederländischen Rabobank übernommen und entsprechend umbenannt. Los 130

Gründung 1904 als “Allgemeine HochbauGmbH”, seit 1921 AG. 1933 Umbenennung in Allgemeine Hoch- und Tiefbau AG, 1935 in Allgemeine Hoch- und Ingenieurbau-AG, ab 1953 A.H.I.-BAU Allgemeine Hoch- und Ingenieurbau-AG. Am Ausbau der Häfen von Montevideo (Uruguay) und Rotterdam hatte die AHI schon vor Beginn des 1. Weltkrieges großen Anteil. Niederlassungen bestanden in Köln, Hamburg, Halle/Saale (1945 enteignet) und Den Haag, später auch in Berlin, Mannheim und Wien (1945 unter Sequester gestellt). 1951 wurde eine schwedische Lizenz für ein neuartiges Gleitschnellbauverfahren für Silos, Bunker, Fernsehtürme und Hochhäuser erworben. Niederlassungen gab es wegen der erfolgreichen Entwicklung nun in Berlin, Bochum, Braunschweig, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt (Main), Hamburg, Hannover, Köln, Mainz, Mannheim, München, Saarbrücken und Siegen. In Düsseldorf und Berlin börsennotiert. 1969 Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit der Strabag Bau-AG, die inzwischen über 90 % der Aktien besaß.

Schätzwert 150-200 €

Allgemeine Wohnungs- und Spargenossenschaft zu Kassel eGmbH Kassel, 6 % Schuldv. Reihe A 1.000 RM 1.1.1928 (R 10) Randschäden fachgerecht restauriert. VF Gründung 1902. Aufgegangen in der Vereinigte Wohnstätten 1889 eG, Kassel. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 135

Schätzwert 30-75 €

Alpine Montan AG „Hermann Göring“ Linz, Aktie 100 RM Nov. 1939 (Auflage 400000, R 1) EF-VF

Schätzwert 75-150 €

Allgemeine Elementar-Versicherungs-AG

Los 134

Wien, Aktie 300 RM Sept. 1940 (Auflage 20000, R 6) EF

Los 132

Schätzwert 75-150 €

Gründung 1898 zum Zwecke, dem 1896 gegründeten Versicherungsverband österr. und ung. Industrieller Rückendeckung zu gewäh-

Düsseldorf, Aktie 1.000 RM Juli 1935 (Auflage 435, R 5) EF

Allgemeine Hoch- und Tiefbau-AG Gestaltet wie voriges Los.

Im Unterdruck große Abb. des aus reinem Eisenerz bestehenden “Erzberges” in der Steiermark mit dem Tagebau. Die Alpine Montan-AG entstand 1881 aus der Fusion von zehn Eisenwerken. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie lieferten sich 1919 zwei italienische Gruppen eine erbitterte Übernahmeschlacht: FIAT und Castiglioni. 1921 ging das FIAT-Paket an Stinnes, die im

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Pool mit Castiglioni die Mehrheit erreichten. 1939 Zusammenlegung mit der Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring“. Die entsprechende Umfirmierung wurde 1945 rückgängig gemacht. 1946 verstaatlicht. Heute die VÖEST-Alpine.

Los 136

lungsanlagen der Elektrizitätsgenossenschaft Langenleuba-Altenburg, gleich darauf auch die Ortsnetze von Meuselwitz (mit dem Thalacker’schen Elektrizitätswerk) und Rositz sowie 1913 das Elektrizitätswerk Lucka. Das Versorgungsgebiet umfaßte damit den Ostkreis des ehemaligen Herzogtums Altenburg nach der Eisenbahn Leipzig-Hof zu mit 102 Städten und Gemeinden. 1931 Fusion mit der schon zuvor in Personalunion geführten Stromversorgung Altenburg AG (gegr. 1923 als Strassenbahn und Elektrizitätswerk Altenburg AG). 1939/40 Übernahme der Versorgung der Gemeinden Prößdorf, Bünaurode und Falkenhain von der Reichswerke AG „Hermann Göring“ Abt. Braunkohlenwerk Phönix. Großaktionär war die Thüringer Gasgesellschaft, Börsennotiz Leipzig.

lung von Schamotte, Porzellan und Steingut für sanitäre Spülwaren, Steinzeugtöpfe und -röhren, Dachziegeln, Klinkern und Leichtbauplatten. Börsennotiz Leipzig, Berlin und Frankfurt. Großaktionär: Deutsche Steinzeug, MannheimFriedrichsfeld (heute Friatec). Nicht ohne Ironie ist eine Meldung im Jahr 1939: „Ein Teil der Fabrik für feuerfeste Erzeugnisse (ausgerechnet!) durch Brandunglück vernichtet.“

Los 142

Schätzwert 75-125 €

Angerer, Koch & Co. AG Wülfrath, Aktie 300 RM 30.7.1928 (R 6) EF Mit dem Firmenlogo: ANKO. Gründung 1921 nach Zusammenschluss der Firmen C. J. Angerer, Wülfrath und Otto Koch & Co., Berlin, eingetragen in Mettmann. Herstellung und Vertrieb von Leder, Lederwaren und Gamaschen. 1930 Stilllegung der Fabrik in Wülfrath und Sitzverlegung nach Berlin. 1932 Eröffnung des Vergleichsverfahrens.

Los 146

Schätzwert 50-100 €

ANNAWERK Schamotte- und Tonwarenfabrik AG vormals J. R. Geith Oeslau bei Coburg, Aktie Lit. A 1.000 RM 3.10.1941 (Auflage 500, R 5) UNC-EF

Schätzwert 100-200 €

Alsterthal-Terrain-AG Wellingsbüttel, Aktie 1.000 Mark 15.11.1912. Gründeraktie (Auflage 4000, R 5) EFAparte Gestaltung, viele Liquidationsstempel der Vereinsbank in Hamburg. Die Gesellschaft besaß in Wellingsbüttel, Poppenbüttel und Sasel fast 4 Mio. qm Land mit 3,2 km Frontlänge zur Alster. Zur besseren Erschließung ihrer Terrains ließ die Gesellschaft die preußische Staatsbahn Blankenese-Altona-Hamburg auf eigene Kosten bis nach Poppenbüttel verlängern.

Los 139

Nürnberg, Aktie 100 RM 27.11.1941 (Auflage 2455, R 2) EF Gründung 1889 zur Übernahme der seit 1857 bestehenden Fa. J. A. Hilpert in Nürnberg als “Armaturen- und Maschinenfabrik AG vorm. J. A. Hilpert”, 1939 Umfirmierung wie oben. 1891 Errichtung einer Gießerei in Pegnitz, 1896 Ankauf der Kelsenschen Armaturenfabriken in Wien und Pest (1918 mit der Wiener Niederlassung der Fa. Bopp & Reuther, Mannheim, in einer eigenen AG verselbständigt). Produziert wurden im Werk Nürnberg Kreiselpumpen, Säurepumpen und Säurearmaturen, im Werk Pegnitz Armaturen aller Art. 1959 Umwandlung auf die Großaktionärin Klein, Schanzlin & Becker AG in Frankenthal (KSB). Los 140

Los 137

Schätzwert 100-175 €

Altenaer gemeinnützige Baugesellschaft Altena, Namens-Aktie 1.000 RM 8.12.1941 (Auflage 275, R 6) UNC-EF Gründung am 14.2.1870 als Altenaer Baugesellschaft mit einem Kapital von 20.000 Thalern, eingetragen am 25.3.1871. Später als Altenaer gemeinnützige Baugesellschaft AG firmierend. 1941 wurden im Zuge der Neuorganisation der gemeinnützigen Wohnungsunternehmen die Spar- und Bauverein GmbH sowie die Gemeinnützige Baugesellschaft NachrodtWiblingwerde GmbH übernommen. Bis 1942 baute die Gesellschaft 364 Häuser mit 1.320 Wohnungen. 1990 Umbenennung in Altenaer Baugesellschaft AG. Großaktionär ist die Stadt Altena mit 40,5 %, 12 Industriebetriebe und 2 Kreditinstitute halten zusammen 59,5 %. Ausgestellt auf die Stadt Altena.

Schätzwert 20-75 €

Amag-Hilpert-Pegnitzhütte AG

Schätzwert 200-250 €

AMSTEA American Steel Engineering and Automotive Products AG

Los 143

Schätzwert 75-150 €

Anhaltische Kohlenwerke Halle (Saale), Aktie 300 RM Aug. 1928 (Auflage 70500, R 6) EF-VF 1867 wurden die Abbaurechte für die Froser Kohlenfelder durch das Bergamt zu Bernburg verliehen, es folgte die Gründung der Froser Braunkohlen-Bergbau AG mit der Braunkohlengrube Ludwig (später Umwandlung in Zeche Anhalt). 1881 Umwandlung der Gewerkschaft Zeche Anhalt in eine AG (Anhaltische Kohlenwerke). 1908 Sitzverlegung von Frose nach Halle a.S. und 1940 nach Berlin. Die Betriebe in der Sowjetzone wurden nach 1945 entschädigungslos enteignet. 1950 verlagert nach Berlin (West), 1983 umgewandelt in AK-Vermögensverwaltungs-GmbH, Berlin (West), heute mit Geschäftssitz in Düsseldorf.

Berlin, Namensaktie 500 RM 18.12.1924 (Auflage 400, R 8) VF+

Los 147

Schätzwert 40-100 €

APAG Apollowerk AG Gößnitz (Kr. Altenburg), Aktie 1.000 RM 2.1.1939 (Auflage 330, R 5) UNC-EF Die Fabrik besteht bereits seit 1863. Hergestellt werden Pumpen und Kompressoren sowie Gußerzeugnisse aller Art. 1922 Umwandlung der GmbH in die APAG Apollo-Plantectorwerk AG, ab 1938 APAG Apollowerk AG. Nach dem 2. Weltkrieg enteignet, 1993 als Apollowerk Gößnitz GmbH reprivatisiert.

Gründung im Jan. 1920 in Berlin (Bellevuestr. 14), ab 1929 in Düsseldorf. Einfuhr von Rohmaterialien, Halb- und Ganzfabrikaten und Waren aller Art der Stahl-, Automobil- und Maschinenindustrie (Werkzeuge, Bestecke usw.) aus dem Ausland, vor allem aus den USA. 1933 von Amts wegen gelöscht.

Los 144

Schätzwert 75-125 €

Annaburger Steingutfabrik AG Annaburg, Aktie 1.000 RM Jan. 1939 (Auflage 805, R 6) EF Gründung 1895, das Werk im Kreis Torgau stellte Steingutgeschirr, Kunsttöpfereien und Plastiken her. Börsennotiz Berlin. Los 148

Schätzwert 75-125 €

Apollo Lichtspieltheater AG Berlin / Leipzig, Aktie 20 RM 31.5.1926 (Auflage 3000, R 6) EF-

Los 138

Schätzwert 30-75 €

Altenburger Land-Kraftwerke AG Altenburg, Thür., Aktie Lit. A 1.000 RM 21.4.1925 (Auflage 600, R 4) EF Gedruckt von der Spielkartenfabrik AG Altenburg. Die Gesellschaft übernahm 1912 bei ihrer Gründung das Kraftwerk Rositz der Rositzer Braunkohlenwerke AG und die Stromvertei16

Los 141

Gründung 1919 als AG Bau für Volkskunst, ab 1922 Apollo Lichtspieltheater AG (Sitz: Bayersche Str. 8). Bau, Vermietung und Betrieb von Theatern, Varietes, Lichtspiel- und Restaurationsunternehmen. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. 1939 wurde die Gesellschaft aufgelöst.

Schätzwert 200-275 €

Andreas Haassengier GmbH Armaturen-Fabrik und Eisengiesserei Halle, Geschäftsanteilschein 1.000 Mark 3.7.1923 (R 9) Randschäden fachgerecht restauriert. VF Die 1841 gegründete Armaturen-Fabrik und Metallgießerei firmierte in der Hordorfer Straße in Halle.

Los 145

Schätzwert 50-100 €

ANNAWERK Schamotte- und Tonwarenfabrik AG vormals J. R. Geith

Los 149

Schätzwert 100-150 €

Arca-Regler AG

Oeslau bei Coburg, Aktie Lit. B 100 RM Juni 1935 (Auflage unter 500, R 5) EF

Berlin, Aktie (Zwischenschein) 90 x 200 RM 8.5.1943 (R 10) VF+

Gründung 1899 unter Übernahme der seit 1857 bestehenden Firma J.R. Geith. Herstel-

Maschinenschriftliche Ausfertigung. Originalunterschrift des Vorstandes: Regierungsbaurat a.D. Erwin Koehnhorn, Berlin-Steglitz.

tia“ Umfirmierung in „Deutsche Lebensversicherungsbank Arminia“. 1922 Übernahme der „Allianz Lebensversicherungsbank AG“ und Sitzverlegung nach Berlin. 1927 Fusion mit der „Bayerischen Lebens- und Unfallversicherung“, der „Stuttgarter Lebensversicherung“ und der „Stuttgart-Lübeck Lebensversicherung“, gleichzeitig Sitzverlegung nach Stuttgart. 1929 Übernahme der „Frankfurter Lebensversicherung“. 1940 Annahme des heutigen Firmennamens: ALLIANZ Lebensversicherungs-AG. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

1917 entwickelt RagnAR CArlstedt das Ursprungspatent für das Düse-Prallplatte-System in Schweden. Ein Jahr später Gründung der Firma in Schweden, 1922 in Berlin. Großaktionär 1942 waren die Mannesmannröhren-Werke AG mit 33%. Nach dem Krieg 1949 als ARCA Regler GmbH in Tönisvorst am Niederrhein von Dr. Ing. Ludwig Kaspers und Adolf Paulsen neugegründet. Heute ein Familienunternehmen von Weltruf mit ca. 500 Mitarbeitern. Einsatzgebiete sind Kraftwerke, Chemieanlagen, Pharmazie- und Lebensmittelproduktionen sowie Stahlwerke. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz. Ausgestellt auf die Commerzbank in Berlin.

Los 154

Aschersleben, Anteilschein (Unterdruck gelb) 2.500 Mark 28.3.1905 (R 10, entsprach 1 % des Kapitals), ausgestellt auf die Ascherslebener Bank, Gerson, Kohen & Co. KG. VF Los 152

Schätzwert 100-175 €

Arthur Trägner & Co. Maschinenbau-AG Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 19.12.1922 (Auflage 6000, R 7) EF Gründung als AG 1921 zur Fortführung der Werkzeugmaschinenfabrik der Firma Trägner & Co.; Interessengemeinschaft mit der Werkzeugmaschinenfabrik Union (vorm. Diehl). 1925 in Liquidation.

Los 150

Schätzwert 30-75 €

Armaturen- und Maschinenfabrik AG vormals J. A. Hilpert Nürnberg, Aktie 1.000 RM 4.7.1935 (Auflage 1100, R 3) UNC-EF Gründung 1889 zur Übernahme der seit 1857 bestehenden Fa. J. A. Hilpert in Nürnberg (1939 Umfirmierung in Amag-Hilpert-Pegnitzhütte AG). 1891 Errichtung einer Gießerei in Pegnitz, 1896 Ankauf der Kelsenschen Armaturenfabriken in Wien und Pest (1918 mit der Wiener Niederlassung der Fa. Bopp & Reuther, Mannheim, in einer eigenen AG verselbständigt). Produziert wurden im Werk Nürnberg Kreiselpumpen, Säurepumpen und Säurearmaturen, im Werk Pegnitz Armaturen aller Art. 1959 Umwandlung auf die Großaktionärin Klein, Schanzlin & Becker AG in Frankenthal. Los 151

Schätzwert 450-600 €

“ARMINIA” MilitärdienstkostenVersicherungs-AG München, Interims-Schein zur Gründeraktie 1.000 Mark 17.4.1889 (Auflage 2400, R 7) VF Gründung 1889 in München als „Arminia“ Lebens-, Aussteuer- und Militärdienstkosten-Versicherungs-AG. 1903 nach Übernahme der „Hannovera“, der „Augusta“ und der „Pruden-

Schätzwert 225-300 €

Ascherslebener Bergwerksgesellschaft mbH

Los 153

Dekorative Umrahmung aus Laubgirlanden, Originalunterschriften. Die Gründung initiierte 1904 die seinerzeit in der Branche sehr bekannte Heinrich Lapp AG für Tiefbohrungen,Aschersleben, im Verein mit der Ascherslebener Bank, Gerson, Kohen & Co. KG. Gründungskapital 250.000 M (Lit.A), 1905 auf 500.000 M verdoppelt (Lit. B). Schon 1865 hatte mit der Eröffnung der Bahnstrecke Dessau-Aschersleben-Halberstadt der Kali- und Salzbergbau sowie der Braunkohlenbergbau (vor allem im benachbarten Nachterstedt) einen großen Aufschwung genommen. Wer aber annimmt, diese Ges. habe sich mit den direkt vor ihrer Haustür liegenden Möglichkeiten begnügt, der irrt: Man nutzte nur das hier vorhandene bergbauliche Know-How und Kapital, aber Unternehmenszweck waren Petrol-, Kali- und Steinkohlenbohrungen bei Targowiska und Lezany im fernen Galizien. Mit dem für die Achsenmächte verlorenen 1.Weltkrieg endete mit dem Zerfall der Donaumonarchie auch dieses Abenteuer in deren vormals östlichstem Zipfel. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Kleine Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 156

Schätzwert 40-100 €

Asphaltwerke R. Tagmann AG Leipzig, Aktie 100 RM Febr. 1933 (Auflage 450, R 4) UNC. Gründung 1885 als Leipziger Asphaltwerk R. Tagmann, seit 1923 AG als Asphaltwerke R. Tagmann AG. 1934 umfirmiert in R. Tagmann Straßenbau-AG. Überregional tätiger Straßenbaubetrieb mit Filialen in Berlin, Breslau, Erfurt, Kiel, Königsberg i.Pr., München, Nürnberg, Rostock, Schneidemühl und Weimar.

Schätzwert 60-80 €

Asbest- und Gummiwerke Alfred Calmon AG Hamburg, Sammel-Aktie 5 x 1.000 Mark Okt. 1923 (R 8) VF-F Gründung 1896, Herstellung von Treibriemen, Gummischuhen, Auto-, Fahrrad- und MotorradReifen. 1905 Errichtung einer Spezialfabrik für Asbest-Dach- und Wandschiefer Marke ETERNIT (Produktion 1929 auf die Tochterfirma Deutsche Asbestzement-AG in Berlin-Rudow übertragen). Ebenfalls 1929 wurde die Autoreifenfabrikation aufgegeben. 1932 übernahm die schwedische Helsinborgs Gummifabriks-AB die Aktienmehrheit der in Berlin und Hamburg börennotierten AG. Umfirmiert 1933 in “Tretorn und Calmon Gummiwerke AG”, 1938 in “Tretorn Gummi- und Asbestwerke AG”. 1958 in eine GmbH umgewandelt. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

last-Hotels und 1924 der Mehrheit des Grundkapitals der Geka, Geschäfts- und Kontorhaus AG (Besitzerin des Pschorrhauses, gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche). Im gleichen Jahr erwarb die Ges. die Mehrheit des Grundkapitals der Berliner Hotel-Gesellschaft (Kaiserhof und Baltic) und im Jahr 1926 der Hotelbetriebs-AG (Bristol und Centralhotel). Traditionsreiches Gaststätten- und Hotel-Unternehmen. Aschinger war die bekannteste und größte Fa. in der Berliner Gastronomie und erlangte später vor allem durch die kostenlosen Schrippen Berühmtheit. 1947 übernimmt die Deutsche Treuhandstelle die im sowjetischen Sektor liegende Zentrale sowie die dazugehörenden Gaststätten. Die Teilgesellschaft West: 1950 Berliner Wertpapierbereinigung. 1971 Umwandlung in die noch heute existierende Einzelfirma Aschinger Gasthausbrauerei am Kurfürstendamm.

Los 155

Schätzwert 20-60 €

Aschinger AG Berlin, Genuss-Schein über 15 % von 1.000 RM Okt. 1938 (R 2) EF Die Ausgabe dieser Genuss-Scheine erfolgte an Gläubiger einer 1926er Anleihe wegen eines bedingten Zinsverzichts. 1892 gegründet, ab 1900 AG. 1904 erwarb die Ges. die ersten Grundstücke, auf denen 1905 das Hotel Fürstenhof und das Weinhaus Reingold begonnen wurden. 1913 Erwerb des Pa-

Los 157

Schätzwert 225-300 €

R. Tagmann Strassenbau AG Leipzig, Zwischenschein 100 RM 1.6.1939 (R 10) VF.

Nr. 140

Nr. 151

Maschinenschriftliche Ausführung auf Geschäftsbriefbogen der Ges., Originalunterschriften von Vorstand und Aufsichtsrat, mehrere Dividendenzahlungsvermerke der Dresdner Bank in Leipzig. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

17

Lithographie der AKS 19. Jh.

Los 158

Schätzwert 75-150 €

Assecuranz Union von 1865 Hamburg, Namensaktie 1.000 Mark Juni 1916 (Auflage 4000, R 5) EF

Los 162

Schätzwert 75-150 €

Astrawerke AG Chemnitz, VZ-Aktie 1.000 RM 23.10.1941 (Auflage 150, R 5) UNC-EF

Gründung 1865, Übernahme von Assekuranzen gegen jede Art von See-, Fluss-, Revier-, Hafen- und Landtransportgefahr sowie FeuerRückversicherung. Die Gesellschaft stand der “Janus” Hamburger Versicherungs-AG und der Neptunus Assecuranz Compagnie nahe. 1931 Konkurs. Börsennotiz: Berlin und Freiverkehr Hamburg. Los 159

Schätzwert 50-100 €

Ursprünglich betrieb der Kaufmann J. Fr. Merz in Nürnberg eine Schafwollgroßhandlung, aus der eine Kammgarnspinnerei mit Pferdebetrieb hervorging. Wegen der viel günstigeren Wasserkraft ging Merz 1836 nach Augsburg und errichtete hier an der Schäfflerbachstraße die mit 3.000 Spindeln damals größte Kammgarn-Spinnerei im Gebiet des Deutschen Zollvereins. 1845 Umwandlung in eine AG. 1925 Übernahme der Werdener Feintuchwerke AG in Essen-Werden (1963 wieder abgestoßen). Die größte deutsche Kammgarnspinnerei kämpfte sehr lange, wurde aber Ende 2001 dann doch eines der letzten Opfer der Krise der deutschen Textilindustrie. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Assecuranz Union von 1865

Los 167

Hamburg, Namensaktie 1.000 Mark Juli 1921 (Auflage 12000, R 5) EF

Schätzwert 75-125 €

August Enders AG Oberrahmede i.W., VZ-Aktie Lit. B 1.000 RM 17.12.1929 (Auflage 120, R 6) EF

Gestaltet wie voriges Los.

Gegründet bereits 1883 als GmbH, 1923 Umwandlung in eine AG. Firmenzweck war die umformende Verarbeitung von Eisen, Metall und anderen Werkstoffen. 2004 Verschmelzung mit der Colsmann & Co GmbH in Werdohl zur Enders Colsmann AG. Unter der Marke “Enders” werden heute Terrassenheizstrahler, Grillgeräte, Campingkocher und Alu-Boxen produziert. Los 163

Schätzwert 225-300 €

Atlas Rückversicherungs-AG Los 160

Schätzwert 150-200 €

Assekuranz-Vermittlungs-AG Hamburg, Aktie 100 RM Aug. 1938 (Auflage NUR 100 Stück, R 8) EFGründung im Mai 1923 als Ceres-AssekuranzAG in Berlin. Von 1937 bis 1941: AssekuranzVermittlungs-AG, danach Hanseatische Assekuranz-Vermittlungs-AG. Zweigstellen in Berlin, Braunschweig, Breslau, Frankfurt/M., Köln, Mannheim, Leipzig und München.

Berlin-Schöneberg, Namensaktie 1.000 Mark 11.11.1921 (Auflage 4000, R 8) EF 1924 in einer Inhaberaktie umgewandelt. Gründung im März 1920. Zweck der Gesellschaft waren Rückversicherungen im In- und Ausland. 1928 von Amts wegen gelöscht. Das Grundstück der Gesellschaft fand sich 1932 im Besitz der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, zu der eine entsprechende Verbindung bestand. Los 166

Schätzwert 200-250 €

Augsburger Kammgarn-Spinnerei Augsburg, Aktie (interim) 500 RM 16.6.1941 (R 9) EF-VF

Los 168

Die erste Einzahlung von 200 RM ist geleistet worden. Vorliegender Zwischenschein ist ausgegeben worden anstelle des vernichteten Zwischenscheins über eine Aktie mit gleicher Nummer vom März 1934. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 164 Los 161

Schätzwert 20-75 €

Astrawerke AG Chemnitz, Aktie 1.000 RM 23.10.1941 (Auflage 2770, R 2) UNC-EF Gründung 1921. Hergestellt wurden Präzisionsmaschinen, vor allem Addier-, Buchungs-, Rechen- und Schreibmaschinen. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. Nach 1945 wurde das Werk von den Sowjets vollständig demontiert. Leitende Angestellte gründeten daraufhin in Köln die Exacta Büromaschinen GmbH (später Exacta-Continental GmbH), die 1960 von der Wanderer Werke AG übernommen wurde. 1968 Verkauf an den Paderborner Unternehmer Heinz Nixdorf, der aus der Firma die NIXDORF COMPUTER AG formte.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 18

Berlin, Aktie 1.000 RM 13.12.1927 (Auflage 300, R 5) EF Nennwert auf 1.800 RM heraufgesetzt.

Schätzwert 50-125 €

Aug. Nowack AG Bautzen, Aktie 100 RM Mai 1929 (Auflage 3000, R 4) EFDie bereits 1863 gegründete Firma wurde 1922 in die “Aug. Nowack Karosseriewerk AG” umgewandelt (seit 1924 Name wie oben). In der Fabrik in der Wilthener Str. 32 wurden Karosserien, Wagen und Transport-Geräte, außerdem Kunstharze und Lacke hergestellt. Börsennotiert im Freiverkehr Dresden. Nach 1949 als Karosseriewerk Teil des VEB Robur in Zittau. Los 165

Schätzwert 30-75 €

August Schmits Kohlengroßhandlung AG

Schätzwert 800-1000 €

Augsburger Kammgarn-Spinnerei Augsburg, Namensaktie 8.571,43 Mark = 5.000 Gulden 4.2.1910 (Auflage nur 56 Stück, R 12) VF Ein Stück aus der Kapitalerhöhung um 480.000 Mark auf 2.880.000 Mark. Nr. 165

Gegründet 1923 unter Übernahme der Beußeleck Grundstücks-AG. Vertrieb von Brennstoffen aller Art und deren Nebenerzeugnissen, hauptsächlich Handel mit Braunkohle und Briketts. Großaktionär (1943): Ilse, Bergbau AG. 1952 als vermögenslose Gesellschaft von Amts wegen gelöscht.

Los 169

Schätzwert 20-50 €

Austria Vereinigte Emaillierwerke, Lampen- u. Metallwarenfabriken AG

1914 als „Kalker Maschinenfabrik AG“ mit Sitz in Köln-Kalk. 1925/26 erhebliche Verluste wegen unerlaubter Kredit-Manipulationen des Vorstands, 1929 Stilllegung der Fabrik, danach nur noch Vermietung des Grundbesitzes. 1930 Verschmelzung mit der „AWG Allgemeine Werkzeugmaschinen-Gesellschaft AG“ und Sitzverlegung nach Berlin. 1934 Verlegung des Betriebes von Reinickendorf nach Weißensee (An der Industriebahn 20-27), 1935 Aufnahme der Produktion von Gleichlauf-Fräsmaschinen. 1936 Erwerb des Fabrikationsprogramms der Tochterfirma Dinse-Maschinenbau-AG (Schaltgewichts- und Schaltneigungswaagen). Das Werk in Weißensee wurde 1946 demontiert, erhalten blieb ein kleineres Reparatur-Werk in Mannheim, wo auch der Handel mit gebrauchten Werkzeugmaschinen betrieben wurde. Sitzverlegungen nach Berlin-Reinickendorf (1949) und Mannheim (1954). 1968 wurde die AG aufgelöst und 1969 im Handelsregister gelöscht, zwecks Geltendmachung von Restitutionsansprüchen seit 1992 wieder in Nachtragsabwicklung.

Wien, Aktie 1.000 RM Juli 1940 (Auflage 2500, R 2) UNC-EF Gründung 1855 als „Priv. österr.-ungarische Staats-Eisenbahngesellschaft“. Zwischen 1891 und 1908 wurden alle Linien der Gesellschaft verstaatlicht. Nach dem Zerfall der Monarchie 1918 wurden dann Lokomotiven gebaut. Später Spezialisierung auf Emaille- und Metallwaren. 1943 umbenannt wie oben. 1972 Umbenennung in Austria Email. 1980/81 Fusion mit der Elin-Tochter EHT zur Austria Email - EHT AG. 1992 Aufgliederung der Geschäftsfelder, heute Spezialist in Sachen Wärmetechnik. Los 170

Schätzwert 150-250 €

Autogen Gasaccumulator AG Berlin, Aktie 100 RM Nov. 1941 (R 8) EF Schöne kleine Vignette mit Leuchtturm. Gründung 1915. Herstellung und Vertrieb von autogenen Schweiss- und Schneidanlagen, Acetylen-Stahlflaschen. Besonderheiten: Automobil-, Waggon-, Signal- und See-Beleuchtung. Fabrikbetriebe in Berlin, Johanniterstr. 6, Berlin-Adlershof, Rothenstein bei Königsberg, Oberlichtenau bei Chemnitz, Gross-Mochbern bei Breslau und Gelsenkirchen. Zweigniederlassungen (Veraufsbüros) in Breslau, Dresden, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Königsberg und Nürnberg.

Los 172

Schätzwert 50-125 €

AWG Allgemeine Werkzeugmaschinen-AG Berlin-Weissensee, Aktie Lit. B 1.000 RM April 1941 (Auflage 250, R 5) EF-VF Gründung 1900 als „Kalker Werkzeugmaschinenfabrik Breuer, Schumacher & Co.“, AG seit

Schätzwert 100-125 €

Karlsruhe, Anteil 75 RM 31.12.1934 (R 9) VF

Los 174

Schätzwert 30-60 €

Bad Mergentheim AG Bad Mergentheim, VZ-Aktie Lit. C 100 RM Juli 1927 (Auflage 2000, R 6) EF Gründung 1906 als Karlsbad Mergentheim, ab 1907 Bad Mergentheim AG. Betrieb der Heilquellen in Bad Mergentheim (die bereits 1826 entdeckt wurden) und der damit zusammenhängenden Hotels und Kuranstalten. 1934 war die AG in Konkurs.

Die Badische Beamten-Genossenschaftsbank wurde am 12.11.1921 als Selbsthilfeeinrichtung für Beamte gegründet und nahm zum 1.1.1922 ihren Geschäftsbetrieb auf. Umbenannt 1934 in “Badische Beamtenbank eGmbH” und 1999 in “BBBank eG”. Die Bank hat heute über 330.000 Mitglieder, rd. 1.400 Mitarbeiter und 93 Filialen in acht Bundesländern. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Ausgestellt auf Herrn Manfred Weis, Baurat.

Schätzwert 30-80 €

Bachmann & Co. AG Chemnitz, Aktie 100 RM Mai 1941 (Auflage 1430, kpl. Aktienneudruck nach der “Arisierung”, R 3) UNC Kleine Vignette mit Krone in der Umrahmung. Gründung 1894 als Bachmann & Ladewig KG (Teppichweberei, Druckerei und Färberei), AG seit 1912. Seit 1916 auch Fabrikation von Papiergarnen und Papiergeweben in der erst gepachteten, später angekauften Zwirnerei von Rösch & Müller in Zschopau. 1918 Erwerb der Holzbearbeitungsmaschinenfabrik Paul Maekke in Limbach (Sachs.). 1920 Erwerb der Kettendruckerei Paul Salomon in Oberschöneweide und Überführung der Anlage nach Chemnitz, gleichzeitig Verkauf der Zwirnerei in Zschopau nach Italien und statt dessen dort Aufstellung einer Wollgarnspinnerei. 1938 Konzentration der Textilproduktion im Chemnitzer Hauptwerk (Straßburger Straße 32). Nach 1938 arisiert, Im Mai 1941 umbenannt in Bachmann & Co. AG. 1943 kriegsbedingte Einstellung der Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen. Börsennotiz Berlin und Chemnitz/Leipzig. Nach 1945 bestand die Firma zunächst noch einige Jahre weiter. Los 173

Los 171

Los 176

Badische Beamten-Bank eGmbH

Schätzwert 400-500 €

Bachmann & Ladewig AG Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 13.7.1923 (Auflage 12200, R 10) VF. Herrliche Eichenlaub-Umrahmung. Geschichte siehe voriges Los. Vorher vollkommen unbekannt gewesene frühe Ausgabe, nur 3 Stücke wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden, dies ist das letzte noch verfügbare.

Los 177

Schätzwert 50-125 €

Badische Gas- und Elektrizitätsversorgung AG Lörrach, Aktie 1.000 RM 5.12.1933 (Auflage 1680, R 4) EF Gegründet 1923. Gas- und Stromversorger für den Raum Lörrach. Jüngst schloss sich die Gesellschaft mit anderen südbadischen Energieversorgern zu badenova AG & Co. KG mit Sitz in Freiburg zusammen.

Los 175

Schätzwert 150-300 €

Bad-Wildunger Heilquellen-AG Königsquelle Bad Wildungen, Aktie 1.000 Mark 1.1.1912 (Auflage 300, R 5) EFDie Gesellschaft geht zurück auf die 1869 von dem Wildunger Arzt Dr. Carl Rörig entdeckte Königsquelle. Rörig vermarktete seine Entdekkung und begründete so den Kurort Bad Wildungen. Er baute ein Sanatorium und zog einen Flaschenversand des Heilwassers auf. 1907 gingen Bauten und Betrieb an die neu gegründete AG über. Im 2. Weltkrieg war das Sanatorium Lazarett, nach der Besetzung wurde es von der amerikanischen Militärpolizei genutzt. 1953 Übernahme durch das Staatsbad. 1962 Einstellung des Flaschenversands, 1968 blieb nur noch das Sanatorium stehen, das aber 2006 der Landesgartenschau weichen mußte und dann auch abgerissen wurde. Los 178

Schätzwert 100-250 €

Badische Maschinenfabrik und Eisengießerei vormals G. Sebold etc. Durlach, Aktie 1.000 Mark Dez. 1885. Gründeraktie (Auflage 550, R 4) VF

Nr. 170

Großformatiges Papier, dekorativ im Historismusstil gestaltet, mittig Unterdruckabb. mit Darstellung von Maschinen und Maschinenteilen. Originalsignaturen. Gründung 1885. Spezialität: Maschinen und Einrichtungen für Eisen-, Stahl-, Temper- und Metallgiessereien, Sandstrahlgebläse für verschiedene Zwecke, Maschinen und Einrichtungen für Zündholzfabriken, Gerbereien und Lederfabriken. Mit eigenem Eisenbahnanschluss. Ab 1949 Badische Maschinenfabrik AG Seboldwerke, Karlsruhe. Die BMD Badische Maschinenfabrik Durlach GmbH stellte 2002 ihre Produktion ein. Nr. 173 19

Los 179

Durlach, Na.-VZ-Aktie 35 RM April 1932 (Auflage 600, R 5) EF Andere Gestaltung als voriger Titel

Nr. 188

Nr. 185

Schätzwert 50-100 €

Badische Maschinenfabrik und Eisengießerei vormals G. Sebold etc.

Gründung 1924 durch Umwandlung der 1923 gegründeten Kapitalverwertungsges. mbH als gewerkschaftsnahes Kreditinstitut. 1928 erwarb die Ges. eine massgeblicher Beteiligung an der Hannoverschen Bodenkredit-Bank AG in Hildesheim. 1933 Übernahme des gesamten Aktienkapitals durch die Deutsche Arbeitsfront und Umbennenung in “Bank der Deutschen Arbeit AG”. Niederlassungen bestanden 1943 in den meisten größeren Städten Deutschlands. 1945 von der russischen Militärregierung durch SMAD-Beschluss geschlossen und durch die Sächsischen Landesbank abgewickelt.

Los 187

Schätzwert 30-75 €

Bank für Realbesitz AG Berlin, Aktie 100 RM Sept. 1937 (Auflage 10000, R 3) EF

Los 184

Schätzwert 125-200 €

Gründung 1909 als „Neufinkenkrug AG“, 1923 Umfirmierung in “Neue Realbesitz AG”. Die eigenen Terrains wurden 1922/23 verkauft, danach Verwaltung der 37 Berliner Grundstücke der Deutsche Immobilien-Verkehrs-AG nebst Tochterfirmen (1931 wurde dieser Grundbesitz fusionsweise direkt der Bank für Realbesitz übertragen). Ebenfalls 1931 Verschmelzung mit der Leipziger Central-Theater AG (diese gegründet 1900; auf dem 4.386 qm großen Are-

Bank für Kommunalwirtschaft AG Berlin, Aktie 1.000 RM Mai 1931 (Auflage 400, R 7) EF

Los 180

Gründung 1924 in Berlin. Betrieb von Bankgeschäften aller Art. Ab 1934 Universum-Bank AG, Sitz bis 1935 in Münster, dann wieder in Berlin. 1931 erweiterte die Bank ihr Geschäftsfeld, sie widmete sich verstärkt dem Geld- und Kreditverkehr katholischer Orden und Genossenschaften und katholisch-kirchlicher Institute. 1937 in Liquidation.

Schätzwert 100-150 €

Badische Motor-Lokomotivwerke AG Mosbach, Aktie 1.000 Mark 1.10.1921 (Auflage 10000, R 9) VF+ Ursprung ist eine 1913 in Mosbach als Steinmetz & Gmeinder KG begründete Fabrik (ab 1916 Anton Gmeinder & Cie.), die bereits 1919 die ersten Lokomotiven mit Benzol-Motor auslieferte. Hergestellt wurden ferner Motorfahrzeuge und Eisenbahnmaterial aller Art. 1921 Einbringung der Aktivitäten in die neu gegründete Badische Motor-Lokomotivwerke AG. Gemeinsam mit der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe und der Motorenwerke Mannheim kommt es zur Gründung der MBG Motor-Lokomotiv-VerkaufsGes. Baden mbH. 1925 geht die AG in Konkurs. Nachfolger wird die Gmeinder & Co. GmbH, die Anton Gmeinder mit Unterstützung von Carl und Hermann Kaelble gründet. Die Fertigung von Feldbahn- und Normalspur-Lokomotiven sowie Grubenlokomotiven wird weiter ausgebaut. 1932 wird Gmeinder zum Hauptlieferanten der Standard-Rangierlokomotiven der Deutschen Reichsbahn. Später werden für die Deutsche Bundesbahn Rangierlokomotiven der Baureihe V 60 gebaut, außerdem einige Dieseltriebwagen wie der WEG T 23 und 24. 1996 Neugründung als “Gmeinder Lokomotiven- und Maschinenfabrik GmbH”, 2004 Ausgliederung des Lokomotivenbaus in Mosbach an die “Gmeinder Lokomotivenfabrik GmbH”, deren alleiniger Gesellschafter heute die LBBW Venture Capital GmbH ist. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 185

Schätzwert 225-300 €

Bank für Landwirtschaft AG Berlin, Aktie 20 RM 18.2.1925 (R 10) EF-VF Los 182

Schätzwert 100-175 €

Bank für Brau-Industrie Berlin-Dresden, 6,5 % Teilschuldv. 2.000 RM 9.7.1928 (Auflage 400, R 7) EF-VF Gründung 1899. Beteiligungen u.a. an der Dortmunder Ritterbrauerei, der Berliner Engelhardt-Brauerei, der Radeberger Exportbierbrauerei und der Schöfferhof-Binding-Brauerei. Ende 1950 Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Gehörte dann als „Frankfurter Bankgesellschaft gegr. 1899 AG“ zum Oetker-Konzern, schließlich mit der ebenfalls Oetker gehörenden Bielefelder Lampe-Bank fusioniert.

Los 183

Schöne Umrahmung im späten Jugendstil, Vignette mit drei Ähren. Gründung 1908 als Kaliwerke UmmendorfEilsleben AG, 1923 komplette Umstrukturierung und Umfirmierung wie oben. 1924 dann Übernahme der Potsdamer Creditbank. 1925 wurden 24 Zweigniederlassungen unterhalten. 1950 Neugründung als Westdeutsche Bank für Landwirtschaft AG in Köln (der Zusatz “Westdeutsche” fällt 1958 wieder fort). Nach Fusionen mit der Getreide-Kreditbank AG in Hamburg (1961) und der Kreditbank für Gartenbau und Landwirtschaft KGaA (1963) dann 1970 Umfirmierung in Handels- und Privatbank AG mit Sitz in Köln. 1981 steigt die AmsterdamRotterdam Bank N.V. als Aktionär ein, 1986 Umfirmierung in Amro Handelsbank AG (heute ABN-AMRO Bank AG). Beim Aktienneudruck 1938 nicht umgetauscht worden, deshalb per se extrem selten. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Schätzwert 100-125 €

Bank für Handel und Filmindustrie AG München, Aktie Lit. B 5.000 Mark 29.3.1923. Gründeraktie (R 9) VFLos 181

Schätzwert 30-60 €

Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten AG Berlin, Namensaktie 1.000 RM 5.11.1926 (Auflage 3250, R 2) EF Sehr schöner Druck im Art Deco. 20

Gründung im März 1923, im Januar 1925 in Liquidation. Zweck: Beleihung und Bevorschussung von Waren, Beteiligungen an Geschäften und Unternehmungen, Förderung des Ex- und Imports, Kreditgewährung an die Filmindustrie. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 186

Schätzwert 20-60 €

Bank für Landwirtschaft AG Berlin, Aktie 10 x 100 RM 15.6.1938 (Auflage ca. 1500, R 3, kpl. Aktienneudruck) UNC-EF Getreidegarbe im Unterdruck.

al Thomasring/Bosestraße/Gottschedstraße wurde ein prachtvolles Theater mit grossen Sälen, Gesellschafts- und Restaurationsräumen sowie Läden im Erdgeschoß erbaut und 1902 eröffnet. Der Wirtschafts- und Theaterbetrieb war verpachtet, die Läden im Erdgeschoß wurden vermietet. Mitglied des Aufsichtsrates war später u.a. der sächsische Finanzminister Dr. Dehne). In diesem Zusammenhang Umfirmierung in Bank für Realbesitz AG. 1932 Mitgründung der “Leipziger Neues Operetten-Theater GmbH”. Ein weiteres Juwel im Portfolio war die Maschinenfabrik Kießling AG: Nicht so sehr wegen des kränkelnden Holzbearbeitungsmaschinenbaus, sondern als Eigentümer des großen, immens wertvollen KAUFMANNSHAUS in HAMBURG (1937 dann auch in “Kaufmannshaus” Hamburg Grundstücks-AG umfirmiert). 1948 Umfirmierung in Neue Realbesitz AG und 1951 Sitzverlegung von Berlin nach Hamburg. Los 188

Schätzwert 200-250 €

Bank für Textilindustrie AG Berlin, Sammel-Aktie 20 x 50 RM 31.1.1925 (Auflage 3750, wovon nach Kapitalschnitt 1932 noch genau die 20 Stück übrig blieben, die dann im Reichsbankschatz gefunden wurden; R 8) EF Gegründet 1919 durch den Blumenberg-Konzern als “Textilverwaltung AG”, 1921 umbenannt in Bank für Textilindustrie, Sitz war Berlin W 9, Vosstr. 11. Die im Freiverkehr Mannheim börsennotierte Bank, deren AR in besseren Zeiten auch der Deutsche-Bank-Vorstand Paul Millington-Herrmann angehörte, nahm 1926 in London eine Anleihe von 1 Mio. £ auf und reichte diese an die 11 über die Bank vom Blumenberg-Konzern beherrschten Textilfirmen weiter (u.a. Ges. für Spinnerei und Weberei in Ettlingen, Spinnerei Lauffenmühle in Tiengen, Viersener AG für Spinnerei und Weberei, Ver. Vigogne-Spinnereien AG in Chemnitz). Als in der Weltwirtschaftskrise der Blumenberg-Konzern kippte, kam auch die Bank für Textilindustrie in Schwierigkeiten, stellte im Sept. 1931 die Bedienung der £-Anleihe ein und ging 1933 in Liquidation. Ein deutsches Bankenkonsortium fand die englischen Anleihegläubiger zu 25 % ab.

Los 189

Schätzwert 40-100 €

Bankverein Artern Spröngerts, Büchner & Co. KGaA Artern, Aktie 100 RM 31.5.1925 (R 3) EF-VF Gründung 1862 als Arterner Darlehns-Verein, ab 1895 Bankverein Artern, Spröngerts, Büchner & Co. KGaA. Abteilungen in Rossleben a.U., Rossla a.Harz, Nebra a.Unstrut, Allstedt i.Thür. und Sangerhausen. 1940 wurde die bisherige KGaA in eine reine AG umgewandelt. 19501986 treuhändische Verwaltung und Abwikklung des Westvermögens in Mülheim a.d.R.

Los 190

Schätzwert 75-150 €

Bankverein Artern Spröngerts, Büchner & Co. AG Artern, Aktie 100 RM Juni 1940 (Auflage 3000, R 5) EF

Nr. 195

Nr. 193 Gründung 1855, AG seit 1896 als „Preßhefenund Spiritusfabrik AG vorm. J. M. Bast” mit Sitz in Buch. Fusioniert 1901 mit der Nürnberger Spritfabrik und 1908 mit weiteren Wettbewerbern in Berlin-Lichtenberg und Breslau zur “Vereinigte Nord- und Süddeutsche Spritwerke und Preßhefefabrik AG”, seit 1922 dann kurz “Bast AG”. 1937/38 Bau moderner Werkstätten, einer Werksiedlung, eines Schwimmbades und eines Sportplatzes, deshalb ab 1938 fünf Jahre in Folge als “nationalsozialistischer Musterbetrieb” ausgezeichnet. Bis 1941 in Berlin, dann in München börsennotiert. Das Werk Nürnberg-Buch erlitt nur geringe Kriegsschäden und konnte nach nur wenigen Wochen Stillstand im April 1945 die Produktion von Preßhefe und Spiritus wieder aufnehmen. 1965 in die “Bast Hefe- und Spirituswerke GmbH” umgewandelt. Los 193

Schreibmaschine "Monica" von 1924

Diese bisher ganz unbekannte Ausgabe ist ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Kleine Fehlstelle rechts unten.

Schätzwert 100-125 €

Dresden, Namens-Anteilschein o.N. 24.10.1935 (R 8) EF

Schätzwert 400-500 €

Bau- und Wirtschafts AG Bausparkasse Mainz Mainz, Aktie 1.000 RM o.D. (ca. Aug. 1932, Auflage 150, R 9) VF+ Sehr schöne Art-Deko-Umrahmung. Bei der Gründung 1930 wurde der Vertragsbestand von sieben älteren Bausparkassen übernommen. Der neue Firmenname „Bausparkasse Mainz AG“ wurde 1934 angenommen. Noch heute als AG bestehende Bausparkasse. In ausgestellter Form vorher völlig unbekannt gewesen.

Los 198

Baugenossenschaft Dresden-Land eGmbH

Los 196

Schätzwert 100-175 €

Als eines der ersten Projekte erschloß die Genossenschaft mit nach einheitlichem Konzept errichteten Reihen- und Doppelhäusern in Niedersedlitz den Rosenweg im Zusammenhang mit dem Bau der sog. “Blumensiedlung”, womit an die einst in den östlichen Dresdner Vororten zahlreich ansässigen Gärtnereien erinnert werden sollte. Ein weiteres großes Vorhaben war 1919/20 die Wohnsiedlung in der Talstraße in Dresden-Cossebaude. Der teilweise wegweisende Baustil dieser Genossenschaft ist auch in einigen Architekturzeitschriften besprochen.

Baufinanzierung AG Berlin, Aktie 1.000 RM März 1927 (Auflage 115, R 8) EF-VF Los 191

Gründung 1925. Umfirmierung 1935 in Fehrbelliner Platz Grundstücks AG. Der Gesellschaft gehörten zuletzt 21 Wohnhäuser mit 391 Wohnungen, 4 Läden und 19 Garagen.

Schätzwert 30-75 €

Bartsch, Quilitz & Co. AG Berlin, Aktie 100 RM Okt. 1926 (Auflage 8400, R 4) EF Gegründet 1919, AG seit 1921. Herstellung von Flaschen und Gläsern aller Art für pharmazeutische und chemische Zwecke, Apotheken, Krankenhaus- und Sanitätsbedarf, von Laboratoriums-Apparaten und Geräten aller Art für chemische Fabriken, Wissenschaft und Untersuchungszwecke. Ab 1952 GmbH.

Los 194

Schätzwert 50-125 €

Bau-Kredit-AG Berlin, Aktie 1.000 RM Juli 1931 (Auflage 500, R 5) EF Gründung 1928 zwecks Gewährung von Baukrediten. Sitz: Unter den Linden 16. Großaktionäre waren die Deutsche Bau- und BodenBank AG, das Bankhaus Hardy & Co. (beide Berlin) sowie das Bankhaus Eichborn & Co. in Breslau. 1983 nach Abwicklung erloschen. Los 195

Schätzwert 400-500 €

Los 199

Bauchwitz-Pscherer AG

Los 192

Schätzwert 150-250 €

Bast AG Nürnberg, VZ-Aktie 1.000 Mark 23.2.1922 (Auflage 1000, R 7) EF Großformatiges Papier, sehr dekorativ verziert.

Gründung 1921. Herstellung von Prämafixmaschinen, Schreibmaschinen und Schraubenautomaten. So wurde von Ernst Pscherer die Schreibmaschine “Monica” als erste deutsche Typenhebel-Kleinschreibmaschine mit vierreihiger Tastatur und einfacher Umschaltung konstruiert. Das 1925 eröffnete Konkursverfahren wurde 1928 mangels Masse eingestellt. Die Fabrikation der Schreibmaschine “Monica” wurde von der Firma Olympia (später Triumph-Adler) fortgeführt, sie war ein bis weit in die Nachkriegszeit hinein bekanntes und beliebtes Modell.

Schätzwert 100-250 €

Baumwollspinnerei Erlangen

Leipzig, Aktie 20 RM April 1925 (Auflage 7500, R 10) EF-VF

Erlangen, Aktie 1.000 Mark März 1899 (Auflage 800, R 4) VF+ Los 197

Schätzwert 100-150 €

Baugenossenschaft des Leipziger Mietervereins eGmbH Leipzig, 4,5 % Na.-Teilschuldv. 100 RM 1.7.1940 (R 9) EF Originalunterschriften für den Vorstand. Gegründet 1899. Gehört heute zur Baugenossenschaft Leipzig eG. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1880 als „Spinnerei und Weberei Erlangen“. Herstellung von Garnen, Zwirnen und Geweben aus Baumwolle, Zellwolle und Kunstseide. 1927 Fusion mit der „Oberfränkisches Textilwerk AG“ und der „Mech. Baumwoll-Spinnerei und Weberei Bamberg AG“ zur Baumwollindustrie Erlangen-Bamberg AG. Spinnereien und Webereien in Erlangen, Wangen (mit Ausrüstungsbetrieb) und Bamberg, außerdem Webereien in Schwarzenbach (Saale) und Zeil (Main). Zuletzt als ERBA firmierend und erst vor wenigen Jahren in Konkurs gegangen. 21

ne Kriegsproduktion der Lorenzwerke AG Berlin (Funkgeräte) eingerichtet. In Leipzig börsennotiert. Nach 1945 als VEB Baumwollspinnerei weitergeführt, angegliedert wurden 1951 Weißthaler Spinnerei als Werk 2 und 1964 die Baumwollspinnerei Riesa als Werk 3. Zur Wende waren etwa 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. 1995 als Sächsische Baumwollspinnerei GmbH reprivatisiert, mit Werken in Mittweida, Venusberg und Hohenfichte einer der letzten heute noch produzierenden Textilbetriebe der Region. Nur 11 Stück lagen im Reichsbankschatz, vorher nicht bekannt gewesener Jahrgang.

Los 200

Gründung 1886 als Bayerische BierbrauereiGesellschaft vorm. H. Schwartz in Speyer. 1914 fusionsweise Übernahme der Brauerei zum Storchen AG und Umfirmierung in “Brauerei Schwartz-Storchen AG”. Die beiden Braustätten wurden daraufhin durch einen unterirdischen Gang verbunden. 1922 Fusion mit der Brauereigesellschaft zur Sonne vorm. H. Weitz (diese hatte 1908 schon die AG Speyerer Brauhaus vorm. Schultz und 1921 die Löwenbrauerei vorm. I. Busch in Annweiler übernommen). Börsennotiz Mannheim und Frankfurt. 1970 wird die Brauerei stillgelegt und die Produktion der weiter vertriebenen Marke “Storchen” in drei Braustätten der Eichbaum-Gruppe verlagert. 1971 durch Fusion in der Eichbaum-Werger-Brauereien AG aufgegangen.

Schätzwert 30-100 €

Baumwollspinnerei Erlangen Erlangen, Aktie 1.000 Mark Jan. 1921 (Auflage 6000, R 2) EF Feine Zierumrandung. Los 204

Schätzwert 50-125 €

Bautzner Industriewerk AG Bautzen, Aktie 1.000 Mark 7.7.1920 (Auflage 1000, R 4) EF Gründung 1896, seit 1914 AG. 1924/38 Umfirmierung in „Johne-Werk Grafische MaschinenAG“. Herstellung von Schnellschneidemaschinen für Papier, Holz, Gummi, Metallfolien sowie Dreischneider für Bücher und Broschüren. Nach 1945 wurde das Werk enteignet, die AG verlegte ihren Sitz nach Oberalting/Seefeld am Pilsensee (Obb.) und wurde dort abgewickelt. Los 201

Schätzwert 20-80 €

Baumwollspinnerei Erlangen Erlangen, Aktie 5.000 Mark Jan. 1923 (Auflage 3200, R 2) EF

Los 205

Los 207

Schätzwert 125-200 €

Bayerische Aktien-Bierbrauerei

Los 209

Aschaffenburg, Aktie 100 RM Febr. 1942 (Auflage 500, R 6) UNC-EF

Bayerische Elektricitäts-Werke

Gründung 1867. Durch Übernahme der Aschaffenburger Gesellschaftsbrauerei, der Aktienbrauerei “Zum Hopfengarten” und der Brauerei “Zum Wurstbendel” entstand 1899 die bedeutendste der unterfränkischen Großbrauereien. Dazu kamen die Brauerei “Zur Rose” (1900), die Löwenbrauerei Josef Stenger in Goldbach (1908), ferner übernahm man die Kundschaft der Brauerei Dörr in Hanau (1910) und der Brauerei Felsenkeller in Wiesbaden (1963). Ihre schon vor Kriegsende bestehende Schachtelbeteiligung baute die zum Oetker-Konzern gehörende Bank für Brau-Industrie in Frankfurt (früher Berlin) nach und nach auf über 75 % aus. 1970 mit der Frankfurter Binding-Brauerei verschmolzen.

Schätzwert 50-100 €

München, Aktie 1.000 RM Nov. 1928 (Auflage 3000, R 4) EF Gründung 1898. Die Gesellschaft übernahm die der AG für Elektricitäts-Anlagen in Köln erteilten Konzessionen und die bereits errichteten Anlagen für die Versorgung mit elektrischer Energie in einem Teil des Bezirksverbandes Schwaben und Neuburg. 1899 wurde die Konzession zur Versorgung der Stadt Neu-Ulm (Donau) erworben und ein Kraftwerk an der Iller errichtet. 1902 übernahm dei Gesellschaft das Vermögen der Bayerischen Elektricitäts-Gesellschaft Helios. Die Städte Freising, Tauberbischofsheim, Ochsenfurt wurden versorgt. Außerdem Grundbesitz in Landshut, wo zeitweilig das Zentralbüro war. Großaktionär 1943: Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Berlin. Börsennotiz Berlin und München.

Schätzwert 200-250 €

Bauverein Cöthen eGmbH

Los 202

Schätzwert 150-300 €

Cöthen i. Anh., Namens-Anteil 200 RM 30.6.1928 (R 12) EF-VF

Los 210

Einzahlung auf 4 Geschäftsanteile in Höhe von 200 Mark. Drei Originalunterschriften für den Vorstand. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

München, Aktie 1.000 RM April 1938 (Auflage 3937, R 5) UNC-EF

Los 206

Schätzwert 40-75 €

Schätzwert 75-150 €

Bayerische Elektricitäts-Werke

Los 208

Schätzwert 150-300 €

Bayerische BierbrauereiGesellschaft, vormals H. Schwartz

Los 211

Schätzwert 125-175 €

Bayerische Holzkreditbank AG

Baumwollspinnerei Germania

Bayer. Landeshauptstadt München

Epe i. Westfalen, Aktie 1.000 Mark 1.6.1898. Gründeraktie (Auflage 1200, R 4) EF-VF

München, 6 % Schuldv. Lit. C 1.000 RM 17.1.1928/21.5.1930 (Auflage 1750, R 6) EF

Speyer, Aktie 1.000 Mark 27.9.1888 (Auflage 400, R 5) EF-VF

München, Aktie 1. Emission 20.000 Mark 2.8.1923 (R 8) EF

Mit Münchner Kindl im Wappen.

Großformatig, sehr dekorativ verziert mit Wappen und kalligraphierten Initialbuchstaben.

Beteiligung an Geschäften des Holzhandels durch Gewähr von Krediten, Beleihung von

Gründung 1897 unter der Firma Baumwollspinnerei Germania. Vollstufiger Betrieb, neben zwei Baumwollspinnereien waren auch Zwirnerei, Weberei, Färberei, Bleicherei und Schlichterei vorhanden. 1992 Einstellung des operativen Geschäftes, noch heute als Germania-Epe AG börsennotiert (ab 1993 Vermögensverwaltung). Los 203

Schätzwert 200-275 €

Baumwollspinnerei Mittweida Mittweida, Aktie 2.000 Mark 23.5.1923 (Auflage 1500, R 8) VF+ Gründung 1884. Zuletzt besaß die Gesellschaft 5 Spinnereien mit etwa 160.000 Spinn- und Zwirnspindeln, 3 Wasserkraftturbinen und Dampfanlagen sowie eine Mehrheitsbeteiligung an der Baumwollweberei Mittweida. Im 2. Weltkrieg wurde die Hälfte des Werkes demontiert, auf der freigewordenen Fläche wurde ei-

22

Nr. 203

Nr. 213

Los 213

Schätzwert 300-400 €

Bayerische Landesproduktenbank AG München, Aktie 100 RM März 1926 (Auflage 1700, R 10) VF+.

Holzlagerbeständen, Erwerb und Verwertung von Waldgrundstücken. 1925 aufgrund der Verordnung über Goldbilanzen von 1923 für nichtig erklärt. Nur 19 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gegründet 1923 im Einvernehmen mit der Bayerischen Staatsregierung durch die Vereinigung der Bayer. Kartoffelinteressenten e.V., den Verband der Bayer. Kunstdüngerhändler e.V. und den Verband der Bayer. Rauhfutterhändler e.V. zur Förderung der Interessen ihrer Mitglieder durch Erleichterung der Geldbeschaffung. Neben der Hauptstelle in der Rumfordstraße 2 unterhielt die Bank auch eine Depositenkasse in der Großmarkthalle. Ende 1929 geriet die Bank in Zahlungsschwierigkeiten, im Mai 1930 zur Abwendung des Konkurses Zwangsvergleich mit den Gläubigern. Seit Juni 1930 in Liquidation. Der Zusammenbruch der Bank war nicht ganz ohne Nebengeräusche: Im April 1930 gründete sich eine Schutzvereinigung der Aktionäre, und der von einer Regressklage bedrohte Aufsichtsrat fand sich später zu einer Leistung von 40.000 RM an die Masse bereit. Aktien dieser Bank waren vorher völlig unbekannt!

Los 214

Schätzwert 650-1000 €

Bayerische Motoren Werke AG München, Sammelaktie 1.000 x 1.000 RM Dez. 1943 (Auflage nur 30 Stück, R 7) UNC-EF.

Los 212

Schätzwert 75-150 €

Bayerische Hypothekenund Wechsel-Bank München, Aktie 1.000 RM 3.5.1929 (Auflage 22060, R 6) EF Gründung 1835, wobei hier die seltene Kombination von Hypotheken- und Geschäfts-Bank zugelassen war. Auch Versicherungs-Geschäfte wurden zunächst auf eigene Rechnung betrieben (1905 in die „Bayerische Versicherungsbank AG“ ausgegliedert, 1923 an Münchener Rück und Allianz verkauft). 1896 Ausdehnung des Geschäftsbereiches über Bayern hinaus auf das ganze Deutsche Reich. 1905 Gründung der Bayer. Disconto- und Wechsel-Bank AG in Nürnberg (deren laufendes Geschäft 1923 übernommen wurde). 1915-20 Übernahme einer Reihe kleinerer Bankgeschäfte. In Österreich aktiv mit der Gründung der Salzburger Kredit- und Wechsel-Bank (1921) und der Kärntner Kredit- und Wechselbank Ehrfeld & Co., Klagenfurt (1922, später die Bank für Kärnten) sowie Beteiligung bei Scherbaum & Co. in Wien (1924). 1998 mit dem früheren Erz-Konkurrenten Bayerische Vereinsbank zur heutigen Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG fusioniert.

Ein sehr pikantes Detail am Rande: Uns kamen im Laufe der Jahre öfters auch Einzelurkunden vor, deren Nummern innerhalb der Nummernkreise dieser Sammelurkunden lagen. Wem mag es wohl genützt haben, daß die damals ungeheure Summe von nom. 30 Mio. RM Aktien scheinbar doppelt im Umlauf war? Mit BMW-Emblem im Trockensiegel. Ursprung sind die “Gustav Otto Flugmaschinenwerke”, deren Gründer ein Sohn des Erfinders des Viertaktmotors Nicolaus August Otto war. Seit 1916 AG als „Bayerische Flugmotorenwerke AG“. Nach dem verlorenen Weltkrieg gab es keine Nachfrage nach Flugmotoren mehr, weshalb die BFM anderweitige Betätigung suchten: 1922 Erwerb der MotorenbauSparte von der Firma Knorr-Brremse und Umfirmierung in „Bayerische Motoren Werke AG“. 1925/1926 gehörte BMW zu den Gründern der Deutschen Luft Hansa. 1928 erwarb BMW von der Gothaer Waggonfabrik die Fahrzeugfabrik Eisenach (Dixi-Werke, gebaut wurde der 3/15PS-Dixi-Wagen nach einer Lizenz der Austin Motor Co.) Der im 2. Weltkrieg erneut boomende Bau von Flugmotoren brachte die Auto- und Motorrad-Sparte ins Hintertreffen, mit andau-

ernden Folgen nach dem Krieg: 1959 stand BMW vor der Pleite, der Konkurrent DaimlerBenz legte ein Übernahmeangebot vor. Als “Weißer Ritter” stieg damals die Industriellenfamilie Quandt ein. In den folgenden Jahrzehnten blühte BMW zu einem weltweit führenden Premium-Hersteller auf.

Los 218

Bedburg-Erft, Aktie 100 RM Juni 1937 (Auflage 400, R 5) EF

Los 215

Schätzwert 50-125 €

Bayerische Stickstoff-Werke AG München, Aktie 1.000 Mark Juni 1918 (Auflage 4000, R 2) EF Gründung 1908. Angegliedert wurde 1933 die Mitteldeutsche Stickstoffwerke AG und 1941 die Braunschweigische Harzkalkwerke GmbH. 1978 Umfirmierung in SKW Trostberg AG mit der VIAG als Großaktionär. Nach der Fusion der SKW Trostberg AG mit der Degussa-Hüls im Febr. 2001 ist Trostberg heute ein bedeutender Forschungs- und Produktionsstandort im Degussa-Konzern.

Gründung 1875 als Bedburger Wollspinnerei KG A. Silverberg & Cie., seit 1891 AG. Fabrikation von Streichgarnen mittlerer und besserer Qualität, Lieferungstuch, Herren- und Damen-Oberbekleidungsstoffen, Autopolsterstoffen. In der Weltwirtschaftskrise wurde die Produktion 1930 stillgelegt und erst 1935 wieder aufgenommen, 1937 nochmalige Sanierung. Im Februar 1945 wurde das Werk kriegsbedingt vollständig zerstört, nach Abschluß des Wiederaufbaus wurde 1951 wieder die volle Kapazität erreicht. 1966 wurde der Betrieb stillgelegt, 1970 Sitzverlegung nach Aachen. Beteiligungen bestanden an der Wollmanufaktur Aachen GmbH & Co. KG, Stolberg-Buschmühle (100 %), der Kammgarnspinnerei B. Th. Vonachten Nachf., Berlin-Spandau (90 %), der Tuchfabrik Peter Irmen, Korschenbroich (46 %) und der Kammgarnspinnerei Stöhr & Co. AG, Rheydt-Odenkirchen (Schachtel). 1974 durch Verschmelzung in der Stöhr & Co. AG aufgegangen.

Los 219

Schätzwert 50-125 €

Bellevue-Immobilien AG Berlin, Aktie 1.000 RM Okt. 1928 (Auflage 1500, R 3) UNC-EF Los 216

Schätzwert 100-150 €

Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eGmbH Berlin, 4 % Namens-Schuldv. 100 Mark 2.1.1907 (Auflage 1000, R 9) VF Gegründet 1900. 1905 hatte die Genossenschaft bereits 10.400 Mitglieder und war damit die mitgliederstärkste Wohnungsgenossenschaft Deutschlands. Heute verwaltet sie nahezu 7.400 Mieteinheiten. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Die BMW R68 von 1954

Los 217

Schätzwert 40-100 €

Bebitz Mitteldeutsche Flanschenfabrik AG

Nr. 214

Schätzwert 50-125 €

Bedburger Wollindustrie AG

Gründung 1926 als “Canada Land Comp. AG”, 1928 Umfirmierung wie oben. Trotz Weltwirtschaftskrise gelang es 1930, die Baufinanzierungsmittel für das neunstöckige “Columbushaus” am Potsdamer Platz zu beschaffen. Die Fertigstellung dieses nach modernsten Grundsätzen erbauten Bürohochhauses erfolgte im Frühjahr 1932. Wegen Bombenschäden wurde das Columbushaus, das sich nunmehr im Ostsektor der Stadt befand, 1945 abgerissen. Das 1.900 m◊ große Grundstück am Potsdamer Platz befand sich fortan im Niemandsland der Berliner Mauer. 1974 wurde die Bellevue-Immobilien-AG im Handelsregister gelöscht, aber dann 1991 nach der Wiedervereinigung reaktiviert, nachdem das Grundstück plötzlich immens wertvoll geworden war (heute steht darauf ein 16-geschossiges Bürogebäude). Zurückgekommen war der Zipfel Land übrigens schon in den 80er Jahren als Teil eines Grundstücks-Deals mit der DDR, damit man entlang der Mauer auf westlichem Gebiet eine neue Straße bauen konnte. Großaktionär war die seinerzeit noch zu Delbrück & Co. Privatbankiers gehörende “Berliner AG für Industriebeteiligungen”. Los 220

Schätzwert 225-300 €

Benno Schilde Maschinenbau-AG

Lebendorf (Saalkreis), Aktie 100 RM 1.10.1938 (Auflage 900, R 5) EF+

Hersfeld, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 1600, R 9) VF+

Gründung 1911, Sitz bis 1918 in Unterpeissen. Haupterzeugnisse: Flanschen, Gesenkschmiedestücke, Stanz-, Preß- und Ziehteile. Die Firma wurde nach dem Krieg nicht verlagert, 1946 enteignet und als Industriewerke Sachsen-Anhalt, Flanschenfabrik weitergeführt. 1992 als Flanschenwerk Bebitz GmbH privatisiert, 2002 Insolvenz (INSO Flanschenwerk Bebitz GmbH), 2004 Neugründung als Flanschenwerk Bebitz GmbH.

Die Gesellschaft ging aus der 1874 gegründeten Maschinen- und Apparatebauanstalt von Benno Schilde hervor, die sich bis zum Ableben des Begründers in dessen Privatbesitz befand und dann als Familien-GmbH weitergeführt wurde. Am 12.4.1922 erfolgte die Gründung der AG. Fabrikation von Ventilatoren, Schlakkenaufbereitungsanlagen, Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie Waschmaschinen, Lakkieranlagen und Industrieöfen. Übernommen

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Los 226

Schätzwert 40-75 €

Bergbau-AG Fichtelgold bei Goldkronach, Aktie 1.000 Mark Nov. 1922 (Auflage 74000, R 6) EF 1924 umgestellt auf 20 Gold-Mark. Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Nr. 221

Nr. 220 wurden 1922 die Maschinenfabrik Imperial in Meissen, die Imperial-Förster-Werke in Magdeburg sowie Gelände und Anlagen der Reichsflugzeugwerke Schwerin-Görries. 1969 verschmolzen mit der Friedrich Haas GmbH und der Rheinische Dampfkesselfabrik Büttner & Cie. in Krefeld zur Büttner-Schilde-Haas AG (BSH). Ab 1977: Babcock-BSH AG, ab 1995 Turbo Lufttechnik. Anfang 2003 Übernahme durch den Frankenthaler Maschinenbaukonzern AG Kühnle, Kopp & Kausch. Firmierung als eigenständge Gesellschaft unter dem Namen TLT-Turbo GmbH, Zweibrücken. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 221

Gründung 1937, zunächst konzessioniert für die Seilschwebebahn von St. Anton am Arlberg auf den Galzig. Die Seilbahn wurde nach dem System Zuegg-Bleichert erbaut und am 19.12.1937 eröffnet. Die Zahl der Fahrgäste stieg beständig von rd. 100.000 in den Jahren nach der Eröffnung bis knapp 300.000 in den 1960er Jahren. 1953-60 Errichtung von vier Skiliften in St. Christoph sowie vom Feldherrnhügel auf den Galzig. 1962 Verleihung der eisenbahnrechtlichen Konzession für die Gampbergbahn (Seilbahn von St. Anton a.A. auf den Gampberg). Zu den Beteiligungen gehört auch ein Anteil von 26 % an der Zugspitzbahn AG, Ehrwald.

Los 227

Bochum, Genußschein 500 RM Jan. 1934 (Auflage 2000, R 4) EF

Schätzwert 200-250 €

Berg- und Hüttenprodukte AG Berlin, Sammelaktie 25 x 20 RM 18.1.1925 (R 10) EF-VF Gründung Okt. 1923. Handel mit Berg- und Hüttenprodukten aller Art. Sitz war in Berlin in der Kanonierstr. 37. 1929 gelöscht. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 225

Schätzwert 100-150 €

Bergbau-AG Fichtelgold Los 222

Brandholz, Aktie 1.000 Mark Nov. 1921 (Auflage 3400, R 10) EF

Schätzwert 400-500 €

Bergbahn AG Kitzbühel Kitzbühel, Aktie 1.000 RM 31.8.1939 (Auflage 500, R 10) EF-. Stadtwappen von Kitzbühel im Unterdruck. Gegründet 1928 mit der Stadt Kitzbühel (Tirol) als Großaktionär zum Bau und Betrieb einer 2,4 km langen Personen- und Güter-Seilschwebebahn auf den durch das gleichnamige Skirennen bis heute weltbekannten Hahnenkamm. 1935 Inbetriebnahme eines Schlittenaufzuges auf der Skiübungswiese von Kitzbühel. 1948 wurde am Hahnenkamm der erste “Skizirkus” der Welt eröffnet. Weiter eröffnet wurden 1952 der Schräglift Hochegg, 1953 der Sessellift vom Ehrenbachgraben auf den Steinbergkogel, 1955 die 4 km lange Seilschwebebahn von Kitzbühel über die Pletzeralm auf den Gipfel des Kitzbüheler Horns, 1957 der Trattalmlift und 1959 die Seilschwebebahn Pletzeralm-Alpenhaus. 1964 wurden erstmals über 1 Mio. Personen jährlich befördert. Los 223

Schätzwert 150-250 €

Bergbahn AG St. Anton am Arlberg Innsbruck, Sammelaktie 10 x 100 RM Sept. 1940 (Auflage 1000, R 7) UNC-EF Das Kapital wurde 1939/40 von Schilling auf RM und dann 1956 wieder 1:4 auf Schilling umgestellt.

Los 224

Schätzwert 50-150 €

Bergbau- und Hütten-AG FRIEDRICHSHÜTTE Neunkirchen, R.-B. Arnsberg, Actie 1.000 Mark 21.3.1900 (Auflage 1520, R 2) EF-VF Großformatig. Dekorativer Unterdruck mit Hammerschlegel. Übernahme der Hochofenanlage „Friedrichshütte“ von den Erben des Kommerzienrats Schneider. 1906 Sitzverlegung nach Herdorf. Betrieben wurde die Eisensteingrube San Fernando im Siegerland, Hochofenwerke, ein Siemens-Martin-Stahlwerk und ein Blechwalzwerk. 1930 Abschluss eines Gewinn-Gemeinschaftsvertrages mit dem Großaktionär Vereinigte Stahlwerke AG. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. 1955 Auflösung der Fa.

Schätzwert 30-75 €

Bergbau-AG Lothringen

1924 umgestellt auf 20 Gold-Mark. Gründung 1920 zur Ausbeutung von Gold-, Silber-, Antimon-, Arsen- u. Schwefelkiesgruben im Fichtelgebirge, wobei Dir. Otto Heer in Steinach die ihm gehörenden sämtlichen Kuxe der Gewerkschaften “Fürstenzeche”, “Schickung Gottes” sowie die sechs Bergwerke der “Gew. für Antimon- und Goldgewinnung im Fichtelgebirge” einbrachte. Nachweislich bereits im 6. Jh. wurde im Weißmaintal bei Bad Berneck Waschgold gefunden. Beim Verfolgen des Waschgoldes im Fluß entdeckten die Bergleute schließlich die Erzgänge des “Goldberges” bei Goldkronach. Der Bergbau gelangte dort zu einer solchen Blüte, daß Kaiser Otto der Große 968 einen Stamm fränkischer Bergleute nach Goslar verpflanzen konnte, wo sie das später 1000 Jahre lang betriebene Bergwerk im Rammelsberg gründeten. Im Juli 1923 verließen die ersten Goldbarren das Bergwerk. Der 2. Weltkrieg setzte dem Bergbau im Fichtelgebirge ein endgültiges Ende. Der 1981 unternommene Versuch einer Nürnberger Explorationsfirma, die Förderung der Erze mit einem Goldgehalt von 11 Gramm pro Tonne wieder aufzunehmen, scheiterte. Aber noch heute finden in Goldkronach jährliche Goldsuchertreffen statt und die “Deutsche Goldsuchervereinigung e.V.” hat hier ihren Sitz. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1872 als Gewerkschaft der Zeche Lothringen u.a. durch Friedrich Funke und Carl und Friedrich Wilhelm Waldthausen. 1880 Aufnahme der Förderung. 1912 bedeutende Ausdehnung durch Erwerb der Kuxenmehrheit der Gewerkschaft Freie Vogel und Unverhofft (1923 dann verschmolzen). 1920 Umwandlung der Gewerkschaft in die Bergbau-AG Lothringen. Ein sehr interessanter Aspekt ist die „Flucht“ der Gesellschaft vor der französischen Ruhrbesetzung und der Versuch, die Geschäftsschwerpunkte weiter nach Osten zu verlegen: Der Firmensitz wurde 1923 (bis 1932) nach Hannover verlegt. 1924 Beteiligung an der Hannoversche Maschinenbau-AG (Hanomag) und der Lindener Eisen- und Stahlwerke AG. 1925 Erwerb der Mathildenhütte AG in Bad Harzburg, der Eisenerzgruben Friedrike bei Harzburg und Hansa bei Harlingerode (alle drei 1937 an ein Konsortium aus Krupp und Hoesch verkauft) sowie einer Flußspatgrube bei Rottleberode (Südharz). Außerdem Gießereibetriebe und Erzgruben in Blankenburg und Zorge im Harz, schließlich auch an der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn-AG beteiligt. 1933 Sanierung durch Kapitalzusammenlegung 12:1, im Jahr 1936 verkaufte der Großaktionär Deutsche Bank seine Beteiligung an den Wintershall-Konzern, 1956 weiterverkauft an die ARBED-Tochter Eschweiler Bergwerksverein.

Los 228

Schätzwert 50-100 €

Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn-AG Hamburg, Genußschein Lit. A o. N. 2.5.1931 (Auflage 5400, R 5) UNC-EF Gründung 1905. Strecken (zus. 65 km): Bergedorf-Geesthacht, Bergedorf-Zollerspieker (Vierländer Eisenbahn), Geesthacht-Billwerder Moorfleet (Hamburger Marschbahn, 1928 eröffnet). 1921 Übernahme der Billwärder Industriebahn (eröffnet 1907). 1954 Fusion mit den

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3S-Bahn - die spektakulärste Dreiseil-Umlaufbahn der Welt

“Verkehrsbetrieben des Kreises Storman” zur Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG” (VHH). 1965 schließen sich VHH, HHA und die DB zum Hamburger Verkehrsverband (HVV) zusammen. 2000 Zusammenschluß mit der “Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH”.

Los 232 Los 229

Schätzwert 50-125 €

Schätzwert 200-250 €

Bergwerksgesellschaft Diergardt-Mevissen mbH

Bergedorfer Eisenwerk AG Astra-Werke

Rheinhausen, 4,5 % Teilschuldv. 1.240 Fr. 2.1.1938 (Auflage 663, R 9) EF

Lohbrügge/Bergedorf, VZ-Aktie 20.000 RM Sept. 1936 (Auflage 300, R 5) EF

Gründung 1903 als Gewerkschaft Wilhelmine Mevissen von den Erben Königs und Mevissen. 1912 begann man den Schacht abzuteufen, seit 1914 in Förderung. 1924 wurden die Kuxe der Gewerkschaft Fritz erworben (die 1903 von Berta Krupp von Bohlen und Halbach gegründet worden war). 1927 Umbenennung in Gewerkschaft Diergardt-Mevissen III. 1938 Interessengemeinschaft mit der Gewerkschaft Mathias Stinnes und dem Mülheimer BergwerksVerein. 1943 wurde zwecks Aufnahme von Diergardt-Mevissen I und II die Zahl der Kuxe von 1000 auf 3000 erhöht; infolge der Kriegsereignisse kam die Umwandlung aber tatsächlich nicht mehr zustande und fand erst 1952 statt mit der Gründung der DiergardtMevissen Bergbau-AG.

Gegründet 1859, AG seit 1907. Spezialmaschinenbau: Astra-Molkerei-Maschinen, AlfaMilchseparatoren, Kältemaschinen für Industrie und Gewerbe, Kühlanlagen, industrielle Separatoren. 1967 umfirmiert in Alfa-Laval Bergedorfer Eisenwerke GmbH, seit 1974 Alfa-Laval GmbH, 1991 durch Tetra Pak aufgekauft.

Los 230

Schätzwert 200-275 €

Bergmann-Elektricitäts-Werke AG Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 2.000 Mark Okt. 1920 (Auflage 2500, R 9) Linker Rand durch Feuchtigkeit beschädigt. VF Gründung 1893/97 als Bergmann Elektromotoren- und Dynamo-Werke AG in Berlin. 1900 fusionsbedingte Umfirmierung wie oben. Beteiligungen u.a. auch an der Osram GmbH. Neben der Draht- und Kabelfabrikation sowie Metallverarbeitung wurden von 1907 bis 1922 auch Automobile (Marke Bergmann) produziert, danach nur noch Elektrofahrzeuge. Noch heute bestehendes Unternehmen, 1988 von Siemens an Gebr. Röchling verkauft (und dann mit DeTeWe zusammengelegt). 2005 Übernahme durch die kanadische Aastra Technologies Ltd. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 233

Pels Maschinen-AG umgewandelt und 1926 umbenannt in Berlin-Erfurter Maschinenfabrik Henry Pels & Co. AG. Hergestellt wurden Blechbearbeitungs-Maschinen für die spanlose Umformung von gewalzten Stahlblechen. Pels, der dutzende von Patenten besaß, wurde damit zum Vorreiter der Umformtechnik und begründete einen neuen Industriezweig. Seine Firma hatte Zweigniederlassungen in Erfurt und Düsseldorf sowie ausländische Niederlassungen in Brüssel, London, Mailand, New York, Paris, Stockholm und Buenos Aires. Mit der Lieferung von Lastwagen nach der Konstruktion von Joseph Vollmer im 1. Weltkrieg kam Pels mit der noch jungen Automobilindustrie in Berührung, die dann ab 1924 seine Hauptabnehmer-Branche wurde. Auch Großaufträge aus der jungen Sowjetunion bekam Pels und wurde Vorsitzender einer deutsch-russischen Gesellschaft der Maschinenbauindustrie. Henry Pels starb 1931. Seine Firmenanteile übernahm seine Tochter, die dann zusammen mit ihrem Ehemann Fritz Heine mit dem zweiten Berliner Judentransport vom Bahnhof Grunewald nach Lodz verschleppt und dort offenbar von den Nazis ermordet wurde. 1936 wurden die Aktien der Familie als “jüdisches Eigentum” durch das Deutsche Reich eingezogen. Das “arisierte” Werk wurde der zur Quandt-Gruppe gehörenden Deutsche Waffen- und MunitionsfaGünther Quandt (1881-1954), AG deutscher Industrieller aus der briken übertragen Familie Quandt und beteiligte sich an der Kriegsproduktion. Da der Enkel von

Henry Pels überlebt hatte, weil er rechtzeitig nach England hatte fliehen können, traute sich die junge DDR nicht gleich, den Betrieb in Volkseigentum zu überführen. Dies geschah erst 1954, später firmierte das Werk als “VEB Umformtechnik Erfurt”. Es gehörte zu den be-

Umformtechnik Erfurt

deutendsten Industriebetrieben in Thüringen und belieferte auch Automobilhersteller wie VW in Westdeutschland. Nach der Wende wurde das Kombinat im Juli 1990 in die Umformtechnik Erfurt GmbH umgewandelt und 1994 an die Skoda-AG in Pilsen verkauft. 2001 Übernahme durch den Pressenhersteller Müller-Weingarten AG in Weingarten, der sechs Jahre später vom Konkurrenten Schuler AG übernommen wurde. Heute ist das Werk in Erfurt einer der zentralen Produktions- und Servicestandorte des Schuler-Konzerns in Europa. Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Minimal stockfleckig.

Schätzwert 50-125 €

Berlin-Borsigwalder Metallwerke Löwenberg AG Berlin-Borsigwalde, Aktie 1.000 Mark 30.11.1921 (Auflage 11000, R 5) EF Gründung 1916. Herstellung und Verkauf von Kupfer- und Messingfabrikaten, u.a. für Schiffund Lokomotivbau. 1925 Vergleich, Liquidation bis Anfang der 30er Jahre. Los 234

Schätzwert 2000-2500 €

Berlin-Erfurter Maschinenfabrik AG Berlin, Interimsschein 1.900.000 RM 31.7.1942 (verbriefte die komplette 1942er Kapitalberichtigung, R 12), ausgestellt auf die Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG, mit Originalunterschrift von Günther Quandt als AR-Vorsitzender VF+ Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften.

Los 231

Schätzwert 40-100 €

Bergmann-Elektricitäts-Werke AG Berlin, Aktie 100 RM Mai 1938 (Auflage 1500, R 3) EF Sicherheitsdruck von G&D.

Ursprung des Unternehmens ist ein 1892 in Hamburg gegründeter Werkzeugmaschinenhandel des jüdischen Kaufmanns Henry Pels, der schon 1894 nach Berlin verlegt wurde. Nachdem Pels fortan auch selbst produzierte, wurde das Unternehmen 1902 in die Henry

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den Betrieb von Straßenbahnen, Dampfer- und Omnibus-Linien. Außerdem Beteiligung an der Carolinenhof Terrain- und Baugesellschaft mbH. Zuletzt Ende der 20er Jahre größere Parzellierungsvorhaben in Carolinenhof (Gem. Schmöckwitz). Seit 1932 in Liquidation.

Los 235

Schätzwert 20-75 €

Berlin-Gubener Hutfabrik AG vormals A. Cohn Guben, Aktie 500 RM Mai 1928 (Auflage 2000, R 2) EF Faksimile-Unterschrift des Deutsche-BankVorstands Paul Millington-Herrmann als ARVorsitzender. Gründung 1888 unter Übernahme der von Apelius Cohn und Herm. Lewin in Berlin (1859) und Guben an der Neisse (1876) begründeten Hutfabrikationsgeschäftes. Seit Gründung an der Berliner Börse notiert. 1907 Ankauf der Berthold Lissner’schen Wollhut- und Haarhutfabriken in Guben. Auch nach Stillegung zweier Fabriken in der Weltwirtschaftkrise beschäftige die Ges. Anfang der 30er Jahre in ihren Werken noch über 3.500 Arbeiter. Großaktionäre waren zu der Zeit das Bankhaus Jarislowsky & Co., die Darmstädter und Nationalbank sowie die Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft. Nach 1945 enteignet. 1949 nach Kassel verlagert, 1959 nach Recklinghausen. 1965 umgewandelt in Hutfabrik Recklinghausen GmbH.

Los 241 Los 239

Schätzwert 75-150 €

Berliner Düngerhandel AG Berlin, Aktie 1.000 RM Okt. 1931 (Auflage 140, R 6) UNC-EF Gründung im Mai 1931 durch Zusammenschluß der Firmen Sarbok & Witzleb, Berlin und der Dungabteilung der Ein- und Verkaufsgenossenschaft Berliner Melkerei-Besitzer, Berlin. Zweck: Ein- und Verkauf von Dünger der Berliner Tierhaltungen und alle hiermit zusammenhängenden Geschäfte. 1943 besaß das Unternehmen einen Fuhrpark mit 45 Pferden, Umsatz jährlich etwa 2 Mill. Ztr. Dung aus Berliner Tierhaltungen. 1951 in eine GmbH umgewandelt, die AG ist erloschen.

Los 240

Schätzwert 10-50 €

Berliner Kraft- und Licht-AG Los 236

Schätzwert 50-150 €

Berlin-Neuroder Kunstanstalten AG Berlin, VZ-Actie 1.000 Mark 15.4.1907 (Auflage 2000, R 3) VF+ Gründung 1888 im schlesischen Neurode als „Neuroder Kunstanstalten AG vorm. Treutler, Conrad & Taube“. 1900 Übernahme der Berliner Kunstdruck- und Verlagsanstalt. Betriebe in Berlin, Brandenburg (Havel), Braunau (Böhmen) und Neurode in Schlesien. Herstellung von Reliefs, Emulsion für Fotopapiere und von Offseterzeugnissen. 1947/48 Sitzverlegung nach München, die Werke in Schlesien und der ehemaligen Ostzone wurden enteignet. Los 237

terten politischen Auseinandersetzungen wurde die Bewag schließlich 1931 für 560 Mio. RM an die neugegründete Berliner Kraft- und Licht-AG (Bekula) verkauft. Deren A-Aktien (2/3 des Kapitals) übernahm ein internationales Investoren-Konsortium mit deutscher, belgischer, amerikanischer, englischer, schweizer, holländischer, skandinavischer und italienischer Beteiligung. Die B-Aktien lagen zu knapp 48 % bei der Stadt Berlin, je 26 % bekamen die ElektroWerke und die (dann zum VEBA-Konzern gehörende) Preußenelektra. Letzter Bewag-Mehrheitsaktionär war deren Rechtsnachfolger E.ON AG. 2001/02 verkauft an den schwedischen Vattenfall-Konzern und zusammen mit den HEW, der VEAG und der LAUBAG zur heutigen Vattenfall Europe AG zusammengeführt.

Berlin, Aktie Gruppe A 500 RM Juni 1931 (Auflage 320000, R 1) EF Ursprünglich 1884 gegründet als “Städtische Elektricitäts-Werke AG” durch die Deutsche Edison Gesellschaft für angewandte Elektricität (später in AEG umbenannt). Seit 1923 die stadteigene “Berliner Städtische Elektrizitätswerke AG” (Bewag). Während der Weltwirtschaftskrise befand sich das ohnehin finanzschwache Berlin in einer nahezu ausweglosen Lage und brauchte dringend Geld. Nach erbit-

trag auf Neuzulassung. 1961 Verlegung des Verwaltungssitzes nach Frankfurt/Main und Umfirmierung in “Lombardkasse AG”. Seitdem stellt den Aufsichtsratsvorsitzenden die Deutsche Bank, die bis heute wie eh und je mit 17,32 % größter Aktionär ist. Gründung von Niederlassungen in Düsseldorf (1970), Berlin und Hannover (1985) sowie München und Stuttgart (1988). 1990 fusionsweise Übernahme der Liquidations-Casse in Hamburg AG. Aktien dieses sehr interessanten Instituts waren bisher völlig unbekannt, nur zwei Exemplare dieser Stückelung lagen im Reichsbankschatz. Abheftlochung, ganz leichte Sengspuren.

Schätzwert 300-400 €

Berliner Lombardkasse AG Berlin, Aktie (Zwischenschein) 8 x 1.000 RM Aug. 1931 (R 11), ausgestellt auf das Bankhaus A. E. Wassermann, Berlin VF Hektographierte Ausfertigung auf hellblauem Karton , rückseitig Dividendenstempel bis 1942 und Umschreibungen. Gründung 1923 als Berliner Makler-Verein AG durch Mitglieder der Vereinigung von Berliner Banken und Bankiers (Stempelvereinigung) und der Interessengemeinschaft der Berliner Privatbankfirmen. Die Gründung erfolgte zunächst lediglich zum Zwecke des Namensschutzes, nachdem der “alte” 1877 als zweitälteste deutsche Maklerbank gegründete Berliner Makler-Verein 1923 in eine normale Geschäftsbank umgewandelt und in Berliner Bankverein AG umbenannt worden war. Im Juli 1931 äußerte die Interessengemeinschaft der Berliner Privatbankfirmen den Wunsch, eine Lombardstelle zu schaffen, bei der ihre Mitglieder gegen Hinterlegung von Wertpapieren Lombardkredit erhalten konnten. Damit sollte der Abzug von Kundengeldern auf dem Höhepunkt der damaligen Bankenkrise kompensiert werden können. Am 31.7.1931 beschloß eine außerordentliche Hauptversammlung zu diesem Zweck die Erhöhung des Grundkapitals von 6.000 RM auf 1 Mio. RM, gleichzeitig umbenannt wie oben. Mit der technischen Durchführung der Geschäfte der Berliner Lombardkasse AG wurde zunächst die Bank des Berliner Kassen-Vereins, später die Liquidationskasse AG betraut. Ab 1.5.1938 erfolgte die Geschäftsbesorgung wieder durch Angestellte der Bank des Berliner Kassen-Vereins (ab 1943: Deutsche Reichsbank Wertpapiersammelbank) in der Oberwallstraße. Damit im Ostsektor Berlins verblieben, wo nach Angaben der BankenKommission sämtliche Geschäftsunterlagen abhanden kamen. 1951 wurde in Wilmersdorf in der Privatwohnung des Vorstands Rudolf Kastner eine Verwaltungsstelle eingerichtet. 1959 entsprach die Bankenaufsicht dem An-

Los 242

Berlin, Aktie (Interimsschein) 1.000 Mark 1.7.1922 (Auflage 1000, R 5) EF Gründung 1907. Risiken-Rückversicherung in allen Zweigen. 1926 wurde die Liquidation beschlossen. Los 243

Berlin, Aktie (Lit. A) 1.200 Mark 20.8.1908 (Auflage 2500, R 3) EF-VF Die Aktien Lit. A der 1908er Kapitalerhöhung finanzierten den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile der Boswau & Knauer GmbH, in der die Hochbauaktivitäten der Gesellschaft zusammengeführt wurden. Bei der Gründung 1903 brachte die Allgemeine Berliner Omnibus-AG vier Grundstücke (Kurfürsten-, Froben-, Bülowstraße und Kottbuser Damm) als Sacheinlage ein. Mit der Parzellierung und Veräußerung von Grundstücken in Steglitz, Zehlendorf, Reinickendorf, Wittenau und am Hohenzollerndamm war die Gesellschaft nicht sonderlich erfolgreich und erlitt außerdem große Forderungsverluste bei der PassageKaufhaus-AG. Es folgten 1912 und 1914 Sanierungsversuche, nach der Inflation konnte 1924

Schätzwert 20-60 €

Berlin, Aktie 1.000 Mark 9.11.1921 (Auflage 1500, R 3) EF-VF Ähnliche Gestaltung wie voriger Titel.

Schätzwert 25-125 €

Berlin-Oberspree Terrain- & Baugesellschaft Berlin, Actie 1.000 Mark 13.5.1899. Gründeraktie (Auflage 2000, R 2) EF Mit sechs Liquidationsstempeln bis 1940. Die Terrains der Gesellschaft lagen am Langen See (Dahme), darüber hinaus bezweckte sie

26

Nr. 241

Schätzwert 50-125 €

Berliner Terrain und Bau AG

Berlin-Neuroder Kunstanstalten AG

Los 238

Schätzwert 75-150 €

Berliner Rück-Versicherungs-AG

Nr. 245

für Hotels und Gaststätten. Großaktionäre waren in den 50er Jahren das Hofbrauhaus Wolters AG (Braunschweig), die Brauerei Wulle AG (Stuttgart) und die Schultheiss-Brauerei AG (Berlin). 1976/78 Sitzverlegung nach Bad Soden i.Ts. Heute Anaconda Holding & Dienstleistungs AG mit Sitz in Frankfurt a.M. Im Jahre 2005 Insolvenz und Löschung der Gesellschaft. Eingetragen auf die Riebeck-Partuschke-Brauerei oHG, Torgau.

Nr. 248

Nr. 244

Berliner Terrain- und Bau AG

gleich, denn der Ostmagistrat wollte die Gesellschaft enteignen und den alten wohlklingenden Firmenmantel als Aushängeschild für eine staatliche Versicherungsanstalt missbrauchen. 1980 mit der Aachen-Leipziger Versicherungs-AG verschmolzen, seit 1987 firmiert das Unternehmen als „Vereinte Versicherung AG“ und gehört heute zum Konzern der Allianz-Versicherung.

Berlin, Aktie 1.200 Mark Juli 1915 (Auflage 10000, R 7) EF

Los 248

das Kapital nur im extrem schlechten Verhältnis 60:1 umgestellt werden. 1936 wurde bei dieser in Berlin börsennotierten AG die Eröffnung des Konkursverfahrens mangels Masse abgewiesen. Los 244

Schätzwert 175-300 €

Schätzwert 225-300 €

Gestaltet wie voriges Los.

Bernburger Motoren-Werk AG

Los 245

Bernburg, Aktie 1.000 Mark 2.11.1922. Gründeraktie (Auflage 10000, R 9) VF.

Schätzwert 150-300 €

Berliner Viehcommissionsund Wechsel-Bank Berlin, Namensaktie 1.000 Mark 15.7.1893. Gründeraktie (Auflage 600, R 5) VF. Initiatoren waren führende Leute des Berliner Fleischergewerbes. Neben dem insbesondere für diese Berufsgruppe betriebenen Bankgeschäft (in der Königstraße und auf dem Städt. Vieh- und Schlachthof) besaß die Bank eine ViehagenturAbteilung, die 1922 als „Berliner ViehverkehrsBank AG“ verselbständigt wurde. 1919/1922 Umfirmierung in „Handelsbank AG in Berlin“. Großaktionär war zuletzt die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank. 1932 Zahlungseinstellung, Zwangsvergleich und Auflösung. Los 246

Gegründet 1922 zwecks Herstellung und Vertrieb von Elektromotoren und elektr. Bedarfsartikeln aller Art. 1924 Übernahme der elektrotechnischen Fabrik Braun & Braun (von der im deutschsprachigen Raum verschiedene Rechtsnachfolger bis heute existieren). 1925 Konkurs. Aktien dieser Ges. waren vorher unbekannt.

Los 250

Schätzwert 50-100 €

Bezugsvereinigung Deutscher Brauereien AG

Berlin, Namensaktie 1.000 Mark 15.5.1902 (Auflage 500, R 5) EF-VF

Los 249

Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Beton- und Monierbau AG

Schätzwert 20-60 €

Berlin, Aktie 1.000 RM Aug. 1941 (Auflage 2200, R 4) EF Gründung 1889 als „AG für Monierbauten vorm. G. A. Wayß & Co.“, 1895 Umbenennung

Los 251

Schätzwert 125-175 €

Bing Werke vorm. Gebrüder Bing AG Nürnberg, 4,5 % Teilschuldv. 2.000 Mark 31.12.1919 (Auflage 2250, R 10) VF

Schätzwert 150-300 €

Berliner Viehcommissionsund Wechsel-Bank

Los 247

in AG für Beton- und Monierbau, ab 1925 Beton- und Monierbau AG. Ausführungen aller Arbeiten, insbesondere von Bauten nach dem System Monier (Eisengerippe mit Zementumhüllung) für Hoch-, Tief- und Bergbau, Fabrikation von Bau-Materialien. Spektakuläre Projekte waren der Bau des Mittellandkanals (ab 1926), des Schiffshebewerks Niederfinow (1928) sowie der Söse- und der Odertalsperre im Harz (1930/31), schließlich der Saaletalsperre bei Hohenwarte (1935). BuM baute im Rahmen der damaligen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einen großen Teil der neuen Reichsautobahnen, die übrigens nach amerikanischem Vorbild ausgeführt wurden. Nach 1945 verlegte der Bau-Riese seinen Sitz nach Düsseldorf. In den 80er Jahren war BuM eine der spektakulärsten deutschen Pleiten der Nachkriegszeit.

Berlin, Namensaktie 1.000 Mark Jan. 1925. Gründeraktie (Auflage 1200, R 5) EF Bei der Gründung 1916/24 beteiligten sich fast alle namhaften Brauereien Deutschlands an dieser Zentral-Einkaufsgesellschaft für alle Rohstoffe und Bedarfsgegenstände für die Brauindustrie. Außerdem Handel mit Mobiliar

Gründung 1895 als „Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik AG“. 3 Fabriken in Nürnberg, 2 Fabriken in Grünhain/Sachsen. Erzeugt wurden Haus- und Küchengeräte, Badeöfen, Eisschränke, Korbmöbel, Porzellan, Schreibund Rechenmaschinen, optische, mechanische und elektrische Spielwaren, Modelleisenbahnen sowie Kinderfilme. Bing geriet durch die Wirren der Weltwirtschaftskrise in Zahlungsschwierigkeiten. 1932 kam es zu einem Zwangsvergleichsverfahren. Um andere Firmenteile zu retten, wurde die Spielzeugproduktion eingestellt. Die Nürnberger Spielwarenhersteller Karl Bub und Kraus erwarben Maschinen, Werkzeuge und fertige Teile der Bing-Eisenbahn, die von 1932 bis 1937 als Karl Bub Miniatur Eisenbahn weiter vertrieben wurde. Andere Teile der Bing-Werke wurden von Fritz Hintermayr erworben, der von 1932 bis 1945 Sättel, Werkzeugtaschen für Motorräder und Gasboiler in den Bingwerken herstellen ließ. Seit 1937 wird dort der Bing-Vergaser hergestellt. 1965 Umwandlung in eine GmbH. 2001

Schätzwert 30-75 €

Berlinische Feuer-Versicherungs-Anstalt Berlin, Aktie 100 RM 2.5.1930 (Auflage 1500, R 3) EF Faksimile als AR-Vorsitzender: Franz Urbig (Deutsche-Bank-Vorstand). Mit ihrer Gründung im Jahre 1812 eine der ältesten deutschen Versicherungen. Eine Gründung der Bankiers W.C. Benecke, C.W. Brose, H. Hotho und F.G. von Halle. Bei ihrer Gründung war die Berlinische Feuer die einzige Versicherungsgesellschaft in Preußen und sollte es auch lange bleiben, denn in ihrem Privileg war ihr vom König zugesagt, dass auf 15 Jahre kein Konkurrenzunternehmen genehmigt werden sollte (dieses Privileg wurde bereits 1819 gebrochen). Insofern war es die Berlinische Feuer, die im Versicherungsgeschäft Usancen entwickelte und Maßstäbe setzte, die später für alle anderen Versicherungen gelten sollten. Anlässlich ihres 150jährigen Bestehens im Jahr 1962 konnte die Gesellschaft mit Stolz feststellen, die älteste deutsche AG zu sein, die noch unter gleichem Namen wie zur Gründung existierte. Nach 1945 verlegte die Berlinische Feuer ihren Sitz nach München. Die Sitzverlegung kam einer Flucht

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sennotiz Dresden. 1947 Sitzverlegung nach Hamburg-Eidelstedt und Umfirmierung in eine GmbH. 2000 Fusion mit der über 100 Jahre alten Metallwerke Goslar und der Neue Apparatebau Goslar (vormals Bleiwerk Goslar) zur JL Goslar. Der dortige Geschäftsbereich Strahlenschutz fertigt u.a. die weitbekannten Castor-Behälter.

Umfirmierung in “Bing Power Systems GmbH”. Im gesamten Gebäudekomplex in der Stephanstraße befindet sich heute die Hauptverwaltung der Firma Diehl. Gründersohn Stephan Bing war später Mitbegründer der Modelleisenbahnfirma Trix. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 252

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Schätzwert 150-200 €

Bing Werke vorm. Gebrüder Bing AG Nürnberg, Aktie 1.000 Mark Okt. 1922 (Auflage 100000, R 8) VF+

Freiberg, Aktie 1.000 Mark 12.4.1920 (Auflage 1500, R 4) EF

Faksimile Dr. Siegmund Bing (1878-1961) für den Aufsichtsrat, Stephan Bing als Generaldirektor der Bingwerke für den Vorstand. Nur 12 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Originalunterschrift Lindig. Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 255

Schätzwert 50-150 €

Bitterfelder Actien-Bierbrauerei vormals A. Brömme Bitterfeld, Aktie 1.000 Mark 10.12.1921 (Auflage 300, R 5) EF Originalunterschriften von Vorstand (Dr. Brömme) und Aufsichtsrat. Zuvor überhaupt nicht bekannt gewesene Emission.

Los 253

Schätzwert 400-500 €

Bitterfelder Actien-Bierbrauerei vormals A. Brömme Bitterfeld, Actie 1.000 Mark 20.4.1891. Gründeraktie (Auflage 400, R 10) VF+ Hübsche Ornament-Umrahmung, zwei Brömme-Originalunterschriften. Gründung 1880 durch den Brauereibesitzer Albert Brömme, seit 1891 AG. Die Brauerei lag an der Inn. Zörbiger Straße 25, auch eigene Mälzerei. 1920 Erwerb der Uhlemann’schen Dampfbierbrauerei in Delitzsch. Ab 1946 Aktienbrauerei, 1972 als Werk Brauerei Bitterfeld zum VEB Getränkekombinat Dessau gekommen. 1990 als Brauerei Bitterfeld reprivatisiert, aber ohne anhaltenden Erfolg: 1995 Einstellung der Produktion, wenig später wurde die Brauerei abgerissen. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 256

Schätzwert 150-300 €

Bitterfelder Louisen-Grube Kohlenwerk- und Ziegelei-AG Bitterfeld, Aktie 200 Taler 27.5.1873. Gründeraktie (Auflage 250, R 5) EF-VF

gehörte auch die Wohnhaus-Kolonie der Blancke-Werke in Merseburg. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 258

Schätzwert 150-300 €

Blechwaaren-Fabrik Fraulautern Fraulautern bei Saarlouis Bhf., Namensaktie 500 Thaler = 1.500 Mark 1.7.1873 (Auflage 624, nach Kapitalherabsetzung 1904 nur noch 312, R 4) EF Mehrere Originalsignaturen, u.a. des bedeutenden Bonner Fabrikanten Jacob Dahm als Präsident. Gedruckt auf sehr festem, pappeähnlichem Papier. Gegründet 1813 als Blechwaren-Fabrik Fraulautern, 1903 umbenannt in Eisenwerk Fraulautern AG. Hergestellt wurden emaillierte Haus- und Küchengeräte, säurebeständigeemaillierte Geräte für die chemische Industrie. 1920 gingen die Aktien in französischen Besitz über. Die Firma lautete bis zum Übergang in deutschen Besitz 1936 “Emailleries de la Sarre”. Heute Press- und Stanzwerk Fraulautern GmbH, eine Tochter der Koninklijke Nedschroef Holding N.V. Das Dorf Fraulautern wurde 1936 der Stadt Saarlouis eingemeindet.

Hübsche Girlanden-Umrahmung. Gründung 1873. Die Gesellschaft übernahm von der Firma Keferstein, Köppen & Co. die auf der Sandersdorfer Flur gelegenen Braunkohleund Tonfelder. Braunkohlenabbau auf den Gruben Louise und Karl Ferdinand, außerdem Betrieb einer Ziegelei, die zuletzt 3 Mio. Mauersteine jährlich produzierte. 1910 nahm die Ges. 2,5 Mio. Mark in die Hand (das 4-fache des Aktienkapitals zu dieser Zeit!) und erwarb von Lehmann & Kühle in Bitterfeld die Grube Vergißmeinnicht. Nach 1945 enteignet worden. Los 259 Los 257

Schätzwert 150-200 €

Blancke-Werke GmbH Berlin und Merseburg, 5 % Teilschuldv. 1.000 Mark 13.12.1921 (Auflage 10000, R 9) EF Gegründet bereits 1867. Fertigung von Maschinen- und Dampfkessel-Armaturen wie Schlammpumpen, Kesselarmaturen, Filterpressen, Vakuumpumpen, Centrifugen für die Zukkerindustrie, Automobilzylinder. Zu den Werken

Los 254

Schätzwert 50-150 €

Bleiindustrie-AG vormals Jung & Lindig Freiberg, Aktie 1.000 Mark 1.2.1908 (Auflage 500, R 4) EF Großformatiges Papier, original signiert von Lindig. Gegründet 1896. Hergestellt wurden mit rd. 250 Beschäftigten Walzblei, Bleirohre und Bleiapparate für die chemische Industrie. Zweigfabriken im oberschlesischen Friedrichshütte, Eidelstedt bei Hamburg und Klostergrab (Böhmen). Bör-

Los 261

Gotha, VZ-Aktie 1.000 RM Dez. 1932 (Auflage 200, R 5) UNC-EF Gegründet am 16.3.1878 als oHG, 1922 umgewandelt in eine AG. Betrieb einer Gummiwarenfabrik und Hanfschlauchweberei. Haupterzeugnisse Wasser-, Bier-, Weinschläuche, Maschinenschläuche, Konservenringe, sämtliche technische Gummiwaren in Natur- und Kunstkautschuk, außerdem Feuerwehrschläuche. Nach 1945 neben mehreren anderen Firmen in der VEB Gummiwerke (“Kowalit”) aufgegangen. Nach 1990 von der Phoenix AG übernommen. Los 262

Berlin, Aktie Lit. A 2.000 Mark 6.4.1905. Gründeraktie (Auflage 1650, R 9) VF+ Bei der Gründung 1905 (mit Aktieneinführung an der Berliner Börse) wurden die bis dahin der Immobilien-Verkehsbank zu Berlin gehörenden sog. Wollankschen Grundstücke in Größe von 443.656 qm übernommen, belegen zwischen den Bahnhöfen Niederschönhausen und Heinersdorf, eingegrenzt von der Berliner Straße, der Prenzlauer Chaussee und der Berlin-Stettiner Eisenbahn. Auf einem nicht mitverkauften Baublock mitten in dem Areal war zuvor schon das königl. Amtsgericht Pankow errichtet worden. Zwei weitere Grundstücke trat die Ges. für den Bau einer Schule und einer Kirche unentgeltlich ab. Nach umfangreichen Grundstückstäuschen mit der Gemeinde für Strassenbauzwecke wurde die Straßen-Regulierung 1908 zum Abschluß gebracht. Wenige Jahre danach verschlechterte sich die Lage am Grundstücksmarkt und es liefen immer höhere Verluste auf, die am Ende des 1. Weltkrieges 1918 zur Verhängung der Geschäftsaufsicht führten. Durch den Bau eines Industriegleisanschlusses an der Ostseite hoffte man dann den größeren Teil des Areals in Industriegelände umwandeln zu können. 1924 waren alle Grundstücke verkauft, die AG trat in Liquidation. 1927 wurde eine Resthypothek der Berliner

Bitterfeld, Aktie 1.000 Mark 10.12.1906 (Auflage 200, R 10) VF+ Originalunterschriften von Vorstand (Dr. Brömme) und Aufsichtsrat. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

28

Schätzwert 600-750 €

Boden-AG am Amtsgericht Pankow

Schätzwert 275-350 €

Nr. 258

Schätzwert 50-125 €

Blödner & Vierschrodt Gummiwarenfabrik u. Hanfschlauchweberei AG

Bitterfelder Actien-Bierbrauerei vormals A. Brömme

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert

Schätzwert 50-125 €

Bleiindustrie-AG vormals Jung & Lindig

Nr. 262

Hypothekenbank zu einem Bruchteil des Nennwertes abgelöst. 1928 nach Beendigung der Liquidation und Ausschüttung von 26 RM je VZAktie im Handelsregister gelöscht.

Nr. 266

Nr. 265

Los 263

Schätzwert 200-250 €

Boden-AG Steglitz Berlin, Aktie 1.000 Mark Juni 1909 (Auflage 1200, R 8) EF-VF 1918 umgewandelt in Vorzugsaktie, 1924 herabgesetzt auf 100 RM. Neben der Tätigkeit als Terraingesellschaft auch Darlehns- und Diskont-Geschäft. Auf einem der ursprünglich von dieser Gesellschaft erschlossenen Grundstücke steht heute übrigens die Hauptverwaltung der BfA. Die Gesellschaft besaß bei Kriegsende noch drei Häuser in Neukölln und Pankow. Nur 12 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 264

Schätzwert 1200-1500 €

Bodengesellschaft am Hochbahnhof Schönhauser Allee AG Berlin, Aktie Litt. A 1.000 Mark März 1906 (Auflage 3600, R 10) EF-VF Sehr dekorative Gestaltung von dem bedeutenden Gebrauchsgrafiker, Kunstgewerbler und Schriftsteller Ludwig Sütterlin (1865-1917). Die 1906 gegründete Gesellschaft verwertete zwei Grundstückskomplexe an der Bornholmer und Wisbyer Straße, die von der Deutschen Bank in auftragsloser Geschäftsführung für sie angekauft wurden. Nach Verwertung des Grundbesitzes 1929 in Liquidation gegangen, auf der Aktie sind dann rückseitig zwei Liquidationsraten vermerkt, 150 RM im Jahr 1930 und 30 RM im Jahr 1931. Von dieser bis dahin unbekannten Berliner Terraingesellschaft wurden lediglich 4 Gründeraktien im Reichsbankschatz gefunden, dies ist jetzt die letzte noch verfügbare. Los 265

Schätzwert 225-300 €

Bodengesellschaft Machnow Berlin, Aktie Lit. A 2.000 Mark Dez. 1909. Gründeraktie (Auflage 500, R 8) UNC-EF Theodor Fontane beschrieb Kleinmachnow in seinen Wanderungen durch die Mark Branden-

burg als “reizend gelegen”, es werde aber “über kurz oder lang vor die Tore Berlins gerückt sein”. So kam es auch: Der Bau des Teltowkanals mit der Kleinmachnower Schleuse (1901-06) beschleunigte die Siedlungstätigkeit, wobei noch bis zur Zerstörung 1945 Gutshof, Schloss und Burg den Mittelpunkt des Ortes bildeten. Die Gutsherren, die Vettern Georg und Dietloff von Hake (deren Familie seit 1400 hier saß) verkauften bereits 1895 gut 200 Morgen Land westlich des Zehlendorfer Damms an den Kgl.-Preussischen Baurat Carl Gérard. 1903 erwarb die Zehlendorf-Kleinmachnower Terrain-AG weitere 264 Morgen auf der gegenüberliegenden Straßenseite und errichtete hier 21 Villen. Schließlich lockte der Ort auch hohe Militairs und Bankiers an, die die Bodengesellschaft Machnow gründeten. Doch illustre Namen unter den Gründern waren keine Erfolgsgarantie: Es gelang der Gesellschaft für das erworbene 51 ha große Grundstück des Ritterguts Machnow keine endgültige Finanzierung. Wegen der Zwangsversteigerung dieses Grundstücks geriet sie bereits 1911 in Konkurs. Lachender Dritter war der Gutsherr Dietloff von Hake, der mit den Landverkäufen so reich geworden war, daß er sich auf dem Seeberg die “Neue Hakeburg” erbauen lassen konnte. Diesen Prachtbau erwarb 1937 die Reichspost, nach 1945 wurde er von der SED genutzt, noch heute thront er als Wahrzeichen der Gemeinde über dem Machnower See. Nur 11 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 266

und Me 262. Heute ist die Bohemia Bestandteil der Firma Thun Karlsbader Porzellan AG. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 269

Schätzwert 100-150 €

Bohrgesellschaft Glückauf-Galizien Berlin, Namens-Anteil 1/1.000 4.7.1908 (Auflage 1000, R 9) EF-VF Los 267

Schätzwert 100-150 €

Bohrgesellschaft Barbara Berlin, Namens-Anteil 1/1.000 23.7.1909 (Auflage 1000, R 9) EF Gründung 1905. Die Bohrungen auf Kali wurden ab Nov. 1905 bei Höxter i.Westf. vorgenommen, blieben aber ohne Erfolg. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Die Bohrgesellschaft, errichtet auf Grund des Statuts vom 27.3.1906, war in der österreichischen Provinz Galizien, nahe der Stadt Boryslaw, tätig. Nach 1919 gehörte das Gebiet zu Polen, heute liegt es in der Ukraine. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 200-250 €

“BOHEMIA“ Keramische Werke AG Neurohlau (bei Karlsbad), Aktie 1.000 RM Jan. 1941 (Auflage 500, R 10) EF Gegründet 1921, hervorgegangen aus der Bohemia, Karlsbader Keramische Werke GmbH. Hergestellt wurden hochwertige Tafel-, Kaffeeund Teeservice aus Porzellan sowie Hotelgeschirr. 1939 wurde die Satzung dem deutschen Aktiengesetz angepasst und neu gefasst. Während des 2. Weltkrieges entstand in Neu Rohlau ein Konzentrationslager. Dieses war bis 1943 ein Außenlager des KZ Ravensbrück und danach des KZ Flossenbürg. Die Häftlinge mussten in dem von der SS beschlagnahmten Unternehmen Bohemia-Keramische Werkstätten AG arbeiten. Auch für die Messerschmidt AG wurde gearbeitet u.a. für die Montage von Elektroverteilern für die Jagdflugzeuge Me 109

U-Bahnhof Schönhauser Allee

Los 270

Schätzwert 125-200 €

Bohrgesellschaft Heinrichshall Los 268

Schätzwert 100-200 €

Bohrgesellschaft Bergfrei Berlin, Namens-Anteilschein 1 Anteil 9.1.1907 (Auflage 1000, R 5) EF Gründung 1905. Bohrungen auf Kali bei Lauterbach in Hessen blieben ohne Erfolg.

[Berlin], Namens-Anteil 1/1.000 13.6.1906 (Auflage 1000, R 7) EF Gründung 1905. Sitz in Magdeburg. Gerechtsame: 15000 Morgen in den Gemeinden Brome, Zicherie, Croya und Voitze Provinz Hannover, benachbart mit Bismarckhall und Centrum. Die Bohrungen auf Kali in Brome (südl. Lüneburger Heide bei Wittingen) blieben ohne Erfolg.

Nr. 264 29

Los 271

Schätzwert 125-200 €

Bohrgesellschaft Philippshall Magdeburg, Namens-Anteil 1/1.000 25.8.1907 (Auflage 1000, R 6) EF Großformatiges Papier. Sehr dekorative Umrandung, Hammer und Schlegel in allen vier Ecken. Kalibohrgesellschaft, verliehene Konzession in Bermuthshain (Vogelsberg) in Hessen. Die Bohrungen hatten aber keinen Erfolg.

Nr. 278

Nr. 277 notiz Berlin. 1949 verlagert nach Düsseldorf, 1983 erloschen nach Übertragung des Vermögens auf die THOSTI Bau-AG, Augsburg, anschließend umfirmiert in WTB Walter THOSTI BOSWAU Bau-AG, 1991 umfirmiert in WALTER BAU-AG, 2001 fusioniert mit DYWIDAG.

handlung (Preussische Staatsbank) erworben. Sehr dekorativ mit Flügelrad.

Los 278

Schätzwert 450-750 €

Brandenburgische Städtebahn AG Berlin, Aktie Lit. B 1.000 Mark 1.4.1904. Gründeraktie (Auflage 8954, R 8) VF+ Sehr dekorativ mit Flügelrad. Die Gründeraktien Lit. B waren vorher unbekannt gewesen!

Streckenplan der Brandenburgischen Städtebahn

Los 275 Los 272

Schätzwert 125-200 €

Bohrgesellschaft Valesca Berlin, Namens-Anteil 1/1.000 15.9.1906 (Auflage 1000, R 6) EF Gründung am 15.9.1906. Die Bohrgesellschaft hatte ihre Konzession in Starasol (Galizien).

Los 273

Schätzwert 30-75 €

Brandenburgische Elektricitäts-, Gas- und Wasserwerke AG Berlin, Aktie 300 RM März 1929 (Auflage 800, R 4) EF Gründung 1909 durch Fusion der Brandenburgischen Carbidwerk GmbH und der Ostdeutschen Wasserkraft-GmbH zur “Brandenburgische Carbid- und Elektricitätswerke AG”. 1929 Umfirmierung wie oben anläßlich der Fusion mit der “Continentale Wasser- und Gaswerke AG zu Berlin”. Betrieb von 7 E-Werken, 1 Gaswerk und 4 Wasserwerken. 1930 Verschmelzung mit der AG Körting’s Electricitäts-Werke. Börsennotiz Berlin, letzter Großaktionär war die Elektricitäts-Lieferungs-Gesellschaft, München (auf sie 1964 übergegangen).

Schätzwert 75-150 €

Bohrisch Brauerei AG Stettin, Aktie 1.000 RM März 1942 (Auflage 1696, R 5) EF Gründung 1862, AG seit 1904 als „J. Bohrisch, Bairische Bierbrauerei AG“. 1920 Fusion mit der Wilh. Conrad AG für Brauerei und Kornbrennerei. 1922 Übernahme der Stettiner Union-Brauerei und Beteiligung bei der Vereinigten Grenzmark-Brauereien AG in Schneidemühl und der Kösliner Aktien-Bierbrauerei. Börsennotiz Berlin, Dresden/Leipzig, Stettin. Mehrheitsaktionär war zuletzt der Rückforth-Konzern. 1948 verlagert nach Kiel, ab 1957 GmbH.

Los 276

Schätzwert 75-125 €

Brandenburgische Holzindustrie AG Berlin, Aktie 100 RM Aug. 1928 (Auflage 2500, R 7) EF Gründung 1920 als „Brandenburgische Futtermittel und Holzindustrie AG“. Anfertigung von Eisenbahnschwellen, Holzwolle, Kisten und Dielen. Nur 38 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 277

Die Bahn wurde bereits im 19. Jh. als Teil eines aus militärstrategischen Gründen den Großraum Berlin großzügig umrundenden Eisenbahnringes konzipiert. Gegründet am 2.3.1901 in Berlin durch die Vereinigte Eisenbahnbauund Betriebs-Gesellschaft, den Königlich Preussischen Fiskus, die Provinz Brandenburg, die Kreise Zauch-Belzig, Westhavelland, Ruppin und die Stadtgemeinde Brandenburg. Sitz ab 1914 in Brandenburg a.H., seit 1921 wieder in Berlin. Normalspurige 125 km lange Nebenbahn von Treuenbrietzen über Belzig, Brandenburg, Rathenow nach Neustadt a.D., Betriebseröffnung am 1.4.1904. Betriebsführung zunächst durch die Vereinigte Eisenbahnbau- und Betriebs-Gesellschaft, ab 1.4.1914 führte die Gesellschaft den Betrieb selbst. Die Bahn verband die von Berlin ausgehenden Hauptstrekken nach Hamburg, Stendal, Magdeburg und Dessau miteinander und war eine der bedeutendsten deutschen Privatbahnen. Obwohl sich bei Ende des 2. Weltkrieges ohnehin über 95 % der Aktien im Besitz der öffentlichen Hand befanden, wurde die Bahn enteignet und ging 1949 in die Verwaltung der Deutschen Reichsbahn über. In den 1960er Jahren forderte die UdSSR von der DDR einen weiteren Ausbau, um der Tschechoslowakei für den Güterverkehr einen Berlin umfahrenden Zugang zum Rostocker Hafen zu verschaffen. Ab 1998 wurde die Bahn abschnittsweise stillgelegt, bis auf den 37 km langen Abschnitt Brandenburg-Rathenow, der 2003-05 für 55 Mio. Euro aufwändig saniert wurde und heute von Regionalzügen der Ostseeland Verkehr GmbH befahren wird. Dabei kam es zu einem bemerkenswerten Schildbürgerstreich der Bürokratie: Auch der Abschnitt Rathenow-Neustadt wurde, einschließlich der Neubauten der Brücken, für zig Millionen saniert, aber schon am 31.5.2006 nach nur 11-monatiger Betriebszeit wieder stillgelegt. Die AG selbst war übrigens schon 1959 als vermögenslose Gesellschaft vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gelöscht worden.

Schätzwert 175-300 €

Brandenburgische Städtebahn AG Berlin, Aktie Lit. A 1.000 Mark 1.4.1904. Gründeraktie (Auflage 4000, R 6) EF-VF Los 274

Schätzwert 30-75 €

Boswau & Knauer AG Berlin, Aktie 1.000 RM Mai 1929 (Auflage 3200, R 3) UNC-EF Gründung 1892, AG seit 1922. Ausführung von Hoch-, Skelett- und Siedlungsbauten. Börsen30

Die A-Aktien erhielten vorweg 4 % Dividende (ohne Nachzahlungsanspruch) und waren bei einer eventuellen Liquidation bevorzugt. Sie waren zunächst vollständig im Besitz der Vereinigten Eisenbahnbau- und Betriebs-Gesellschaft und wurden 1904 von der Kgl. SeeBahnstrecke nordöstlich von Niemegk

Los 279

Schätzwert 25-125 €

Brandenburgische Städtebahn-AG Berlin, Aktie Lit. B 1.000 Mark 18.6.1923 (Auflage 77724, R 2) UNC-EF Auch diese Emission war zuvor nicht bekannt gewesen.

Los 280

Schätzwert 50-125 €

Brauerei C. W. Naumann AG Leipzig-Plagwitz, Aktie 1.000 RM 6.6.1941 (Auflage 600, R 4) EF Gründung 1828 durch Carl Wilhelm Naumann, AG seit 1899. Die Brauerei in Leipzig-Plagwitz (Zschochersche Str. 79) hatte eine Produktionsfähigkeit von ca. 100.000 hl Bier im Jahr. 1917 Übernahme der Zwenkauer Brauerei und Aufnahme der Herstellung alkoholfreier Getränke, 1921 Angliederung der Vereins-Bier-Brauerei AG. 1932 aufgrund von Forderungsausfällen Vergleich angemeldet. Nach Annahme des Vergleichs 1933 Aufhebung des Vergleichsverfahrens. Nach 1945 enteignet und als VEB “Westquell” in Volkseigentum überführt. Seit 1959 zum VEB Sachsenbräu gehörig, ab 1969 zum VEB Getränkekombinat Leipzig. Nach der Privatisierung wurde der Betrieb 1992 endgültig geschlossen. Das Fabrikgelände zwischen Zschochercher Straße und Erich-Zeigner-Allee ist heute größtenteils beräumt, stattdessen befindet sich dort eine Lidl Filiale. Übrig sind noch das Sudhaus sowie die Kellerräume in der Erich-Zeigner-Allee. Die “Kleine Funkenburg”, Naumanns erstes Brauhaus, fiel der schlechten Verkehrsplanung beim Ausbau der inneren Jahnallee zum Opfer.

Von den Berlinern spöttisch als „Dividendenjauche“ betitelt, brachte das Bier den Aktionären reichlich hohe Prozente...

Nr. 283

Nr. 281 Los 281

Los 283

Schätzwert 1200-1500 €

Schätzwert 1000-1250 €

Los 285

Schätzwert 600-750 €

Brauerei Ernst Engelhardt Nachf. AG

Engelhardt-Brauerei AG

Engelhardt-Brauerei AG

Pankow bei Berlin, Aktie 1.000 Mark 12.12.1907. Gründeraktie (Auflage 1000, R 11) VF+

Berlin, Aktie 1.000 Mark Sept. 1919 (Auflage 2000, R 10) VF

Berlin, Aktie 1.000 Mark 4.1.1921 (Auflage 5000, R 10) VF-

Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist jetzt das allerletzte noch verfügbare. Randschäden fachgerecht restauriert.

Ränder etwas fleckig, Randschäden fachgerecht restauriert.

G&D-Druck mit Originalunterschriften. Gründung ca. 1860, AG seit 1907. Zunächst eine kleine Brauerei, die namentlich CaramelMalzbier herstellte. 1905 Errichtung einer großen neuen Brauerei in Pankow. 1910 Verschmelzung mit der Kaiserbrauerei AG in Charlottenburg. 1916/17 Übernahme der Berliner Stadtbrauerei GmbH und der Gebhardt-Weißbierbrauerei GmbH. 1917 Fusion mit der Victoria-Brauerei AG in Stralau. Damit hatte Engelhardt drei Produktionsstätten in Groß-Berlin. In der Folge wurden im ganzen Reich von Wuppertal über Dortmund und Hamburg bis Königsberg i.Pr. dutzende weiterer Brauereien übernommen. Die beiden Braustätten in Pankow (Thulestraße) und Stralau (Krachtstraße) wurden 1949 enteignet. Die Brauerei in Charlottenburg (Danckelmannstraße) wurde 1983 stillgelegt und die Produktion in die Schultheiss-Brauerei in Kreuzberg verlagert, zugleich Abschluß eines Lohnbrauver-

Los 286 Los 284

Schätzwert 50-150 €

Engelhardt-Brauerei AG Berlin, VZ-Aktie 1.000 Mark Juni 1920 (Auflage 1000, R 3) UNC

Schätzwert 275-350 €

Engelhardt-Brauerei AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Jan. 1922 (Auflage 23000, R 8) VF Randschäden fachgerecht restauriert.

Nr. 286 Los 282

Schätzwert 600-750 €

Engelhardt-Brauerei AG Berlin-Pankow, Aktie 1.000 Mark Febr. 1918 (Auflage 650, R 9) VF+ Diese Ausgabe war, wie auch alle folgenden Emissionen, vorher vollkommen unbekannt gewesen.

Los 287

Schätzwert 600-750 €

Engelhardt-Brauerei AG Berlin, 5 % Schuldv. 1.000 Mark März 1922 (Auflage 11000, R 10) VF Nr. 282 trages mit dem Großaktionär Brau und Brunnen AG. 1990 in eine GmbH umgewandelt. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz, unentwertet war zuvor seit Jahrzehnten nur ein einziges weiteres Stück bekannt.

Nr. 284

Nr. 285

Ansicht des Flaschenturms der Engelhardt Brauerei in Berlin-Stralau 2008

Originalunterschriften. Nur 3 Stück hatten im Reichsbankschaft gelegen, dieses ist das letzte noch verfügbare.

Innenansicht des Berliner Flaschenturms

31

Los 290

Schätzwert 400-500 €

Brauerei zum Felsenkeller Dresden-Plauen, Sammelaktie 100 x 1.000 RM Febr. 1943 (Auflage nur 40 Stück, R 9) EF-VF Vorher vollkommen unbekannt gewesen!

1998 wurde die AG nach Frankfurt/Main verlegt und in net.IPO AG umbenannt. Die Geschäftsidee der Börsenplatzierungen über das Internet ist leider inzwischen etwas aus der Mode gekommen. Vom ursprünglichen Höchststand von 100 € hat der Kurs inzwischen fast 99 % verloren, aber die AG strampelt weiter vor sich hin (inzwischen umfirmiert in Delta Beteiligungen AG bzw. Heidelberger Beteiligungsholding AG).

Los 293

Schätzwert 250-400 €

Brauhaus Amberg AG vormals Aktien- und Fentschbräu Amberg, Aktie 10.000 Mark Aug. 1923 (Auflage 700, R 8) EF Ähnliche Gestaltung wie voriger Titel.

Los 288

Schätzwert 100-300 €

Brauerei Glück-Auf Richard Hübsch GmbH

Los 296

Schätzwert 125-275 €

Braunkohlen-AG Vereinsglück Meuselwitz, Aktie 100 Thaler 1.7.1871. Gründeraktie (Auflage 540, R 4) EF-VF Originalsignaturen, u.a. W. Berger. Berger vertrat bereits 1858 die Meinung, daß die Zeit gekommen sei, den Kohlenabbau um AltenburgMeuselwitz anzulegen. Er initiierte die Gründung der ersten AG im Bezirk, der Braunkohlenabbau-Ges. zum Fortschritt. 1861 regte Berger die Gründung eines Vereins zur Hebung und Förderung des Meuselwitzer Braunkohlenbergbaus an. Sehr dekorative ornamentale Zierumrandung mit zwei kleinen Vignetten mit uralten Dampfloks. Gründung 1871. Betrieb des Braunkohlenbergbaus, Brikett- und Nasspresssteinfabrikation: Henningsschacht und Tiefbauschacht. Ursprünglich mehrheitlich zum Petschek-Konzern gehörig, war der Betrieb 1943 verpachtet an die Reichswerke AG für Erzbergbau und Eisenhütten “Hermann Göring”. Die Grube “Vereinsglück” I stellte bereits 1932 die Produktion ein. Die letzte Braunkohleförderung im Raum Meuselwitz fand 1991 statt.

Gersdorf, Anteilschein 1.000 Mark 22.4.1914 (R 4) EF Inwendig Originalunterschrift Hübsch bei der Quittierung der Einzahlung. Wunderschöne Abb. der Brauereigebäude. Brauereibetrieb, gegründet 1880 durch Richard Hübsch, dem Sohn eines Gasthofbesitzers. Mit zunächst 6 Mitarbeitern wurde in einer ehemaligen Strumpffabrik pro Jahr 3.000 Hektoliter Bier gebraut. Mit der Eröffnung der Straßenbahn Hohenstein-Ernstthal-Oelsnitz bestand auch eine Anbindung ans Schienennetz. 1924 wurde die Brauerei dem FelsenkellerKonzern angegliedert, dem sie bis zur Enteignung 1946 angehörte. 1949 VEB GlückaufBrauerei Gersdorf, 1972 Bestandteil des Getränkekombinats Karl-Marx-Stadt, 1991 privatisiert als Glückauf-Brauerei GmbH Gersdorf.

Los 289

Los 291

Schätzwert 225-300 €

Brauerei-Gesellschaft zur Löwenburg vormals Karl Diehl Zweibrücken, Actie 1.000 Mark 9.12.1897 (Auflage 300, R 9) Randschäden fachgerecht restauriert. VF Gründung 1887. 1906 Erwerb der Carl Mayer’schen Brauerei in Zweibrücken und sämtlicher Aktien der Zweibrücker Exportbrauerei. Nach der Jahrhundertwende konnte überhaupt nur in drei Jahren eine magere Dividende von 2 % erwirtschaftet werden, ansonsten gab es nix. Kein Wunder, daß man 1920 die Auflösung der Gesellschaft beschloß. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Schätzwert 100-175 €

Los 294

Schätzwert 50-125 €

Braunkohlen- und Briket-Industrie AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Dez. 1911 (Auflage 2000, R 3) VF Vorliegende Kapitalerhöhung diente zum Aufbau des fünften Werks (Marie-Anne bei Kleinleipisch). Gründung 1900. In kurzer Zeit entwickelte sich die „Bubiag“ zu einem der bedeutendsten Bergbaubetriebe der Niederlausitz. Großaktionär war die Schaffgotsch Bergwerksges. in Gleiwitz. 1947 wurden die Tagebaue und Brikettfabriken Marie-Anne bei Kleinleipisch (heute ein Stadtteil von Lauchhammer) und Karl Büren entschädigungslos enteignet. Es verblieb der Gesellschaft das Braunkohlenbergwerk der 1923 erworbenen Gewerkschaft Frielendorf im Bezirk Kassel. 1947 Sitzverlegung nach München, Verwaltung in Hannoversch-Münden. 1951 wurde die Majorität an der traditionsreichen „Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG“ übernommen. 1970 Verschmelzung der Bubiag mit der Elikraft.

Brauerei zum Felsenkeller b. Dresden Dresden-Plauen, Aktie 100 RM Juni 1932 (Blankette, R 7) EF Gründung 1857. Im Laufe der Jahre wurde die Brauerei auf dem 300.000 qm großen Grundstück in Dresden-Plauen vielfach erweitert und hatte schließlich mit 400.000 hl die 6-fache Kapazität wie bei der Gründung. 1905 Angliederung der Malzfabrik Pirna. Mehrheitsbeteiligungen bestanden an der Schloß-Brauerei Chemnitz AG, der Sächsische Union-Brauerei AG in Zwickau, der Feldschlößchen-Brauerei AG in Chemnitz-Kappel, der Actien-Bierbrauerei zu Reisewitz, der Brauerei zum Felsenkeller Pirna AG und der Brauerei “Glkckauf” Richard Hübsch GmbH (siehe Los 288) in Gersdorf. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig. 1952 als “VEB Dresdener Felsenkellerbrauerei” in Volkseigentum überführt, 1991 reprivatisiert (Sächsische Brau Union AG Felsenkellerbrauerei).

Los 292

Los 297

Schätzwert 30-75 €

Braunkohlenbergwerk Luise AG Altenweddingen, Aktie 1.000 Mark 28.10.1922 (Auflage 5800, R 5) EF-VF Mit einem großen Brikett im Unterdruck. Gegründet 1922. Das Bergwerk förderte Braunkohle im Tiefbau (unter dem 25 m mächtigen Deckgebirge) aus der fiskalischen Braunkohlengrube „Pachtfeld Altenweddingen“ ca. 10 km südwestlich von Magdeburg. Am 15.8.1925 Eröffnung des Konkursverfahrens.

Schätzwert 175-300 €

Brauhaus Amberg AG vormals Aktien- und Fentschbräu Amberg, Aktie 1.000 Mark Aug. 1923 (Auflage 2500, R 8) UNCGründung 1896 als Amberger Bierbrauerei-AG (1900-1916 mit dem Zusatz “Zum Franziskanerkloster”). 1922 Umfirmierung in Brauhaus Amberg AG anlässlich der Fusion mit der seit 80 Jahren bestehenden Fentsch-Brauerei in Sulzbach. Beide Brauereien wurden in der ältesten Braustätte Ambergs (seit 1564) zusammengelegt. Wirtschaftsanwesen in Amberg, Sulzbach, Schwandorf und Kastl, Bierniederlagen in Sulzbach und Schwandorf. Nach Stilllegung der Brauerei fand der Aktienmantel eine bemerkenswerte Weiterverwendung:

Los 295

Schätzwert 30-75 €

Braunkohlen- und Briket-Industrie AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Febr. 1920 (Auflage 10000, R 3) VF+

Los 298

Etwas andere Gestaltung als voriger Titel.

Braunkohlenwerke Leonhard AG

Schätzwert 50-125 €

Wuitz, Aktie 1.000 Mark 22.4.1909 (Auflage 300, R 5) EF Betrieb der Braunkohlenwerke Leonhard I zu Wuitz, Leonhard II zu Spora und Fürst Bismarck zu Zipsendorf. Die später zum Petschek-Konzern gehörende Gesellschaft wurde 1939 aufgelöst, die Anlagen übernahmen die HermannGöring-Werke. Börsennotiz seinerzeit in Berlin, Frankfurt a.M. und Leipzig. Firmenanschrift nach 1945: Berlin-Wilmersdorf, Helmstedter Str. 31. Noch 1964 wurde im Westen der Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Barz durch das Registergericht zum Liquidator bestellt.

Nr. 290 32

Nr. 293

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert

Los 299

Nr. 301

Schätzwert 200-250 €

Braunschweigische Landes-Eisenbahn-Gesellschaft Braunschweig, 3,5 % Genußrechtsurkunde 50 RM Jan. 1926 (R 8) VF Gründung 1884. Sukzessive Betriebseröffnung ab 1886. Neben der erst in den letzten Jahren sukzessive abgebauten Braunschweiger Ringbahn wurden die Strecken BraunschweigNord-Derneburg-Seesen (75 km), HohewegWolfenbüttel (4 km) und die Schuntertalbahn Braunschweig-Gliesmarode-Flechtorf-Fallersleben (25 km) betrieben. Zur Finanzierung der Schuntertalbahn erfolgte 1901 eine Kapitalerhöhung. Im Zuge des Aufbaus der Reichswerke AG Hermann Göring (Salzgitter Stahlwerke) wurde die Braunschweig. Landes-EB zum 1.1.1938 verstaatlicht, die Aktien wurden 1:1 in Reichsbahn-Schatzanweisungen getauscht. Unentwertete Aktien (wie das vorliegende Stück) wurden bei diesem Umtausch vergessen und zählen deshalb zu den größten Raritäten unter den deutschen Eisenbahn-Aktien.

Los 302

Schätzwert 50-150 €

Bremer Strassenbahn Bremen, Aktie 1.000 Mark 3.5.1902 (Auflage 1000, R 3) EF Sehr dekorative Jugendstil-Umrahmung mit geflügelten Rädern. Los 303

Schätzwert 20-60 €

Bremer Strassenbahn Bremen, Aktie 1.000 Mark 29.8.1912 (Auflage 2200, R 2) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 300

Schätzwert 100-175 €

Bremer Papierund Wellpappen-Fabrik AG Bremen, Aktie 1.000 Mark Aug. 1920 (Auflage 600, R 7) EF-VF Umgestellt auf 100 RM. Gründung im Mai 1907, hervorgegangen aus der Papier-, Wellpappen- und FlaschenhülsenWerke GmbH. Herstellung von Papier, von einund doppelseitigen Wellpappen, Flaschenhülsen, Kartons in allen Größen, Starkwellpappkartons als Ersatz für Holzkisten. 1959 noch existent. Los 301

Schätzwert 400-500 €

Bremer Pferde-Bahn Bremen, Actie 1.200 Mark 1.10.1889 (Auflage 166, R 9) EF-VF Mit Abb. des Pferdebahnwagens No. 8 (auf später ausgegebenen Aktien nach der Elektrifizierung dann durch eine “Elektrische” ersetzt). Gründung 1876 (Neuausgabe der Aktien 1886). Eröffnet am 4.6.1876 als Pferdebahn, elektrischer Betrieb ab 1.5.1892. Normalspurige Strecken von zus. 67 km Länge. Noch heute als Bremer Strassenbahn AG börsennotiert. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 304

Nr. 301 Senatsdirektor als Vorstandsvorsitzendem trotzdem oder gerade deswegen ein krachender Zusammenbruch mit Milliardenverlusten. Auch die immensen Fördergelder für die nach der Wende zusätzlich noch übernommenen ostdeutschen Werften wurden in Bremen “verzockt”, doch glaubt man den Politikern und dem Vorstand, kann niemand etwas dafür. Wenn Politiker Milliarden vergeigen, geht noch lange niemand ins Gefängnis, und Staatsanwälte gibt es in Bremen scheinbar gar nicht. Nur 11 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Vegesack um 1900

Schätzwert 125-200 €

Bremer Strassenbahn Bremen, Aktie 700 RM Sept. 1928 (Auflage 14000, R 5) UNC Flügelrad mit Blitzen in der Umrahmung. Vorher ganz unbekannt gewesener Jahrgang!

Los 306

Schätzwert 50-175 €

Bremer Woll-Kämmerei Los 305

Schätzwert 1200-1500 €

Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik Grohn, Actie 1.000 Mark März 1896 (Auflage 300, R 8) EF Hübsche Umrahmung mit Rosetten und Spitzen. Gründung 1893 unter Übernahme der Fa. Johann Lange in Grohn bei Vegesack. 1898 Verlegung der Werft auf ein 33 ha großes Gelände am rechten Weserufer in den Bezirken Vegesack und Fähr-Lobbendorf mit 1,3 km Wasserfront. Bis zur Jahrhundertwende erfolgte fast jedes Jahr eine Kapitalerhöhung - zunächst ohne großen Effekt, doch später wurden Dividenden bis zu 20 % verdient. Der Glanz verblaßte in der Werftenkrise der 70er Jahre: Zuletzt wurde der Bremer Vulkan das Instrument der Werftenpolitik des Bremer Senats unter der hochqualifizierten Führung eines vormaligen

Bremen / Blumenthal, Aktie 1.000 Mark 1.1.1907 (R 3) EF-VF Gründung 1883. Werk in Bremen-Blumenthal, außerdem 1932 Übernahme einer 45-%-Beteiligung bei der Gründung der Hamburger Wollkämmerei GmbH in Hamburg-Wilhelmsburg. Das Werk erlitt so gut wie keine Kriegsschäden, wurde allerdings nach dem Einmarsch der Alliierten größtenteils von der USBesatzung genutzt und erst im März 1947 wieder freigegeben. Nachdem im Laufe der Jahrzehnte alle deutschen Konkurrenten (Nordwolle, Bremer Wollwäscherei, Kämmerei Döhren) aufgeben mussten, ist die noch heute börsennotierte Bremer Woll-Kämmerei das größe Unternehmen seiner Branche in ganz Europa. Kürzlich auch erhebliche Investitionen in Australien, mit denen man den Woll-Erzeugern räumlich näherrückte - im Gegenzug beteiligte sich ein australischer Wollkonzern mit einem größeren Anteil an der Bremer Wolle.

Los 307

Schätzwert 150-200 €

Bremisch-Hannoversche Kleinbahn Frankfurt a.M., Aktie 1.000 Mark 13.6.1901 (Auflage 375, R 8) EF Mit geflügeltem Rad im Unterdruck. Gründung 1898 als Bremisch-Hannoversche Kleinbahn, 1958 Umfirmierung in BremischHannoversche Eisenbahn-AG. Strecken: Huchting-Thedinghausen (26 km Normalspur, ab 1955 nur noch Güterverkehr) und BremenTarmstedt (26 km Schmalspur, 1954/56 stillgelegt und abgebrochen, Ersatz durch die Kraftomnibuslinie Bremen-Tarmstedt-Zeven). Betriebsführung durch die Deutsche EisenbahnGes. (später AGIV). Eine der letzten noch börsennotiert gewesenen Privatbahnen, 2001 nach Übernahme der Aktienmehrheit durch die WCM in BHE Beteiliungs-AG umfirmiert. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz. 33

Los 308

Schätzwert 30-75 €

Brennabor-Werke AG Brandenburg (Havel), Aktie 1.000 RM April 1935 (Auflage 850, R 4) EF Gründung 1871 als „Gebrüder Reichstein Brennabor-Werke“, AG seit 1932. Automobilbau seit 1908, zunächst mit Fafnir-Motoren, später wurden für den Export nach England auch erfolgreiche Modelle mit Motoren von 904 ccm bis 3800 ccm produziert. Mit einer Tagesproduktion von 120 Fahrzeugen war Brennabor in den frühen 20er Jahren der größte deutsche Automobilhersteller, bevor Opel später die Spitze übernahm. Brennabor baute außerdem Rennwagen und unterhielt ein eigenes Werksfahrer-Team. Daneben Produktion von Fahrrädern, Motorrädern, Kinderwagen: Brennabor hielt sozusagen von der Wiege bis zur Bahre den passenden fahrbaren Untersatz bereit. 1945 wurde das Werk demontiert. 1946 wurden kurzzeitig noch Kinderwagen der Marke Brennabor in Brandenburg hergestellt, auf Befehl der SMAD. Seit Ende der 1940er Jahre gab es auch wieder Fahrräder, zeitweilig auch Mopeds, unter der Marke aus westdeutscher Produktion. In die nicht zerstörten Gebäude der Bernnabor-Werke zogen nach dem Krieg die Brandenburger Traktorenwerke ein, später das Getriebewerk Brandenburg. Seit den 1990er Jahren residieren hier eine Bekleidungsfirma, ein Bildungsträger, Lehrlingsausbildung der Zahnradfabrik Friedrichshafen und andere Unternehmen. Ein erster Fabrikblock ist saniert, er bietet Künstlern Platz für Ateliers und Ausstellungen. Mehr als 2 Mio. Euro hat die Europäische Union in den vergangenen Jahren in die Sanierung der Gebäude fließen lassen. 2001 formierte sich die Interessengemeinschaft Brennabor (IGB), die Treffen organisieren und eine eigene Brennabor-Ausstellung haben.

Los 309

Nr. 313

Nr. 310 Los 310

Schätzwert 400-500 €

Breslauer Actien-Malzfabrik Breslau, Aktie 300 RM Dez. 1933 (Auflage 240, R 10) EFVorher völlig unbekannt gewesener Jahrgang. Nur 3 Stücke lagen im Reichsbankschatz, dieses ist jetzt das letzte noch verfügbare.

Gründung 1895 zwecks Übernahme der Brieger Aktien-Dampfbrauerei Thiel, Güttler & Co. 1897 Kapazitätsverdoppelung durch Errichtung einer völlig neuen Brauerei in Tichau/Oberschlesien. 1920 Umfirmierung in „Bürgerliches Brauhaus AG“ und Sitzverlegung nach Tichau. Los 313

Schätzwert 200-275 €

Brikettwerke Friedland AG Friedland, Aktie 1.000 Mark 24.4.1922. Gründeraktie (Auflage 10000, R 10) Randschäden fachgerecht restauriert. VF Gründung im April 1922 zur Errichtung und zum Betrieb eines Brikettwerkes. 1927 aufgelöst und in Liquidation, 1931 gelöscht. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 311

Schätzwert 30-60 €

Briefumschlagfabrik Hansa AG Danzig, Aktie 25 Danziger Gulden April 1925. Gründeraktie (Auflage 3072, R 3) EF Herstellung von Briefumschlägen und Briefpapier aller Art sowie von Selbstklebe-Postkarten. Laut HV vom 21.6.1941 wurde die Satzung neu gefaßt.

Gründung 1731 in Lollar durch Johann Wilhelm Buderus, AG seit 1884 als Buderus’sche Eisenwerke in Wetzlar unter Übernahme des gesamten Gruben- und Hüttenbesitzes. Auf der Basis eigener Eisensteingruben entwickelte sich einer der größten Betriebe der Eisen- und GießereiIndustrie. Ab 1914 auch Stahlerzeugung, die 1920 in das Gemeinschaftsunternehmen Röchling-Buderus AG eingebracht wurde (heute Edelstahlwerke Buderus AG). 1926 mit dem Erwerb der Gewerkschaft Siebenplaneten Schaffung einer eigenen Steinkohlebasis. Zu dieser Zeit erwarb auch der Flick-Konzern seine bis lange in die Nachkriegszeit gehaltene BuderusAktienmehrheit. Neben Kundenguss aller Art wurden vor allem Herde, Stahl-Radiatoren und emaillierte Badewannen hergestellt. Das 1977 in Buderus AG umbenannte und bis heute börsennotierte Unternehmen, eine der ältesten Firmen der deutschen Eisenindustrie überhaupt, ist in den Bereichen Heizungsprodukte, Gußund Edelstahlerzeugnisse (u.a. Teile für den Flugzeugbau) tätig. 2003 unwillkomene Übernahme durch die vor allem an der Heizungstechnik interessierte Robert Bosch GmbH. Verkäufer war der letzte Großaktionär, der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger AG.

Los 315

Schätzwert 50-125 €

Buderus’sche Eisenwerke Wetzlar, Aktie Lit. C 1.000 Mark 15.5.1909 (Auflage 1500, R 2) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Schätzwert 125-250 €

Breslauer Actien-Malz-Fabrik Breslau, Aktie 1.000 Mark Juli 1898 (Auflage 280, R 5) EF Gründung 1872 zwecks Erwerb und Fortführung der Malzfabrik von Theodor Gaebel (Alte Sandstr. 11). 1891 wurde eine große neue Mälzerei an der Hundsfelder Chaussee errichtet. 1906/07 Aufnahme der Malzkaffeefabrikation. 1926 erwarb im Zuge einer Kapitalerhöhung die Kathreiners Malzkaffee-Fabriken GmbH in Berlin eine Schachtelbeteiligung. Zuletzt befand sich das Aktienkapital (Börsennotiz in Breslau 1934/35 eingestellt) fast vollständig im Besitz der Berliner Schultheiss-Brauerei, die den Breslauer Betrieb als Lohnmälzerei ausschließlich für den eigenen Bedarf führte.

Los 314

Schätzwert 100-250 €

Buderus’sche Eisenwerke AG

Los 312

Schätzwert 100-200 €

Brieger Stadtbrauerei AG Brieg, Actie 1.000 Mark 30.9.1896 (Auflage 900, R 5) EF-VF Mehrfache Umstellungsstempel auf zl dann auf RM.

Mainweserhütte b.Lollar, Namens-Actie Lit. A 2.000 Mark 29.3.1884. Gründeraktie (Auflage 5000, davon vernichtet 1000 Stück 1896 und 2000 Stück 1898, blieben 2000, R 3) Ausgestellt auf Frau Bergrath Georg Buderus Wwe, übertragen auf Georg Buderus Main Weser Hütte. Ab 1896 Inhaberaktie. VF Dekorativ. mit Faksimile-Unterschriften Georg und Eugen Buderus. Los 316

Schätzwert 125-175 €

Bühring & Co. AG Magdeburg-Neustadt, Aktie 1.000 Mark Okt. 1922 (Auflage 4000, R 9) VF+ Gründung im März 1922 zum Weiterbetrieb der seit 1885 bestehenden oHG und späteren KG Bühring & Co., Schuhfabrik in Magdeburg. 1932 Mitteilung gemäss § 240 HGB. Nov. 1932 in Liquidation. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 317

Schätzwert 175-300 €

Bürgerliches Brauhaus AG Nordhausen, Namensaktie 200 Mark 1.4.1905. Gründeraktie (Auflage 750, R 7) VF+ Äußerst dekorativ, mit postkartengroßer Abb. von Brauerei und Biergarten. Nr. 296 34

Nr. 309

bing, Halle (Saale), Königsberg (Pr.), Mainz, München, Nürnberg, Regenstauf (Bayern). 1950 Übernahme durch die Firma F. Joh. Kwizda Chemische Fabrik, Wien. Heute ist die Büsscher & Hoffmann GmbH mit Sitz in Enns Marktführer in Österreich für Bitumen- und Polymerbitumenbahnen. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz, vorher nicht bekannt gewesen.

Gründung 1904 zur Übernahme des Brauereiund Wirtschaftsbetriebes von Wilh. Loeschigk in Nordhausen, Hallesche Str. 32. Außerdem wurde 1919 die Brauerei Ziegler in Sondershausen angekauft und gleich darauf stillgelegt. Knapp 20.000 hl Roland-Bräu und Diadem-Pilsener jährlich betrug der Ausstoß. Die Brauerei am Taschenberg überlebte auch die DDR mit “Nordquell” und “Roland Bräu” und rettete sich nach der Wende in die Reprivatisierung (woran wir allerdings ungute Erinnerungen haben, denn die neuen Eigentümer ersteigerten vor Jahren auf unserer Auktion eine Historische Aktie vom Bürgerlichen Brauhaus; bezahlt haben sie die bis heute nicht). Im Jan. 2007 schloß sich ein Investoren-Konsortium für den Abriß und kompletten Neubau der Brauerei am traditionellen Standort zusammen, die Mitte 2008 als “Bürgerliches Brauhaus” ihren Betrieb dann wieder aufnehmen soll.

te AG machte bis zur Stilllegung der Brauerei Ende 2000 mit ca. 70 Mitarbeitern rd. 10 Mio. € Jahresumsatz, davon fast 1/3 aus Vermietung und Verpachtung. Heute werden die meisten Umsätze mit der Aufstellung von Geldspiel- und Unterhaltungsgeräten sowie dem Betrieb von Spielhallen erzielt. Aktien dieser traditionsreichen Brauerei aus der Vorkriegszeit waren zuvor völlig unbekannt! Los 320

Schätzwert 225-300 €

Schätzwert 60-100 €

Coburg, Aktie 100 Goldmark 15.12.1924 (Auflage 2400, R 7) EF 1. bis 4. Liquidationsrate bezahlt. Gründung 1923 zur Weiterführung der Forkel’schen mechanischen Buntweberei. In der Weltwirtschaftskrise geriet der Betrieb in die Verlustzone und ging schließlich 1937 in Liquidation.

Los 325

Schätzwert 60-75 €

Buttella-Werk AG Hannover, Aktie 1.000 Mark 10.9.1923 (Auflage 26000, R 10) EF-VF Gründung 1921. Herstellung von Pflanzenbutter und anderen Margarinefabrikaten (die Fabrik war in der Dreyerstr. 8-10). Bereits 1924 wieder in Konkurs gegangen. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Bürgerliches Brauhaus Ravensburg AG Ravensburg, Aktie 1.000 Mark Jan. 1923 (Auflage 3300, R 8) VF+ Identische Gestaltung wie folgendes Los. Los 321

Schätzwert 600-750 €

Bürgerliches Brauhaus Ravensburg AG Ravensburg, Aktie 5.000 Mark Sept. 1923 (Auflage 800, R 10) VF Von dieser Ausgabe lagen nur 4 Aktien im Reichsbankschatz, dies ist die allerletzte noch verfügbare. Los 322

Schätzwert 200-250 €

Büsscher & Hoffmann AG Berlin, Aktie 1.000 RM 28.11.1924 (Auflage 600, R 10) EF-VF Gegründet 1852 als oHG, 1895 umgewandelt in eine GmbH, AG seit 1923. Hersteller von Dachpappen, Asphalt und Asphaltplatten, Teer, Teerprodukten, Rohpappe und anderen Baustoffen. 1943 bestanden Zweigniederlassungen in Berlin, Breslau, Eberswalde, Essen, ElLos 318

Los 323

Buntweberei J. P. M. Forkel AG

Strecke Bunzlau-Kittlitztreben-Modlau (33 km) und Umfirmierung in „Bunzlauer Kleinbahn AG“.

Los 324

Schätzwert 150-250 €

Bunzlauer Kleinbahn-AG

Los 326

Schätzwert 30-80 €

Butzke-Werke AG

Bunzlau, Aktie 1.000 Mark 1.7.1921 (Auflage 2040, R 6) EF

Berlin, Aktie 1.000 RM Juli 1938 (Auflage 1400, R 3) EF+

Großformatiges Papier, sehr dekorativ gestaltet. Umgestempelt auf 500 Gold-Mark, 1943 auf 700 RM. Strecke Bunzlau-Mittlau-Neudorf (25 km). Normalspurige, zuletzt 60 km lange Bahn in Niederschlesien östlich von Görlitz. 1921 Übernahme der Kleinbahn-AG Bunzlau-Modlau mit der

Gründung 1873 als Metallwaren- und Lampenfabrik von F. Butzke & Co. in Berlin. 1888 Umwandlung in die F. Butzke & Co. AG für MetallIndustrie. 1977 Umfirmierung in AQUA ButzkeWerke AG. Hergestellt werden heute sanitäre Spezialarmaturen, Labor- und Gartenarmaturen. 1997 Umwandlung in eine GmbH und Sitzverlegung nach Ludwigsfelde.

Schätzwert 40-100 €

Bürgerliches Brauhaus AG Saalfeld (Saale), Aktie 1.000 RM Nov. 1925. Gründeraktie (Auflage 2400, R 3) EF+ Gründung 1892 als Privatbrauerei mit Zweigbetrieb in Schmiedefeld, Kr. Schleusingen. Umgewandelt 1908 in eine GmbH und 1925 in eine AG. Letzter Großaktionär war die Leipziger Riebeck-Brauerei. Heute die “Bürgerliches Brauhaus Saalfeld GmbH”, an der u.a. die Kulmbacher Brauerei AG eine Schachtelbeteiligung hält.

Los 319

Schätzwert 400-500 €

Bürgerliches Brauhaus Ravensburg AG Ravensburg, Aktie 1.000 Mark Mai 1922 (Auflage 1200, R 9) VF Gründung 1903 zum Erwerb und Fortbetrieb der früher im Besitz der Firma Mogger & Ruile in Ravensburg befindlich gewesenen Bierbrauerei. Hinzuerworben wurden die Brauerei des Johann Schuler (1904), die Brauerei nebst Mälzerei „Zur Räuberhöhle“ in Ravensburg (1907), die Bergbrauerei bei Friedrichshafen (1909), die Brauerei “Zum Schützen” in Meersburg (1927) und die Gambrinusbrauerei in Weingarten (1930). Vom Mehrheitsaktionär Inselbrauerei Lindau AG wurde 1972 deren Brauereibetrieb übernommen, zugleich Umfirmierung in “Bürgerliches Brauhaus Ravensburg-Lindau AG”. Die noch heute börsennotier-

Nr. 321

Nr. 331 35

Blattschreiber von 1932

Nr. 327

Nr. 322 Los 327

Schätzwert 225-300 €

Standard Elektrik Lorenz AG (SEL). Diese steigt mit der Übernahme der Graetz KG 1961 auch in die Fernsehgeräteproduktion ein. 1987 verkauf ITT die Beteiligung an die französische Cie. Générale d’Electricité (CGE), die zusammen mit eigenen Telekommunikationsaktivitäten daraus die Alcatel N.V. formt. 1993 wird die Standard Elektrik Lorenz AG umbenannt in Al-

Byk-Guldenwerke Chemische Fabrik AG Berlin, Aktie 100 RM 15.11.1928 (Auflage 11300, R 9) UNC Die Chemischen Werke Dr. Heinrich Byk wurden 1873 gegründet. 1917 Fusion mit der 1901 gegründeten Farb- und Gerbstoffwerke Paul Gulden & Co. AG, Piesteritz bei Wittenberg. Werke in Oranienburg, Berlin-Neukölln, Niederstriegis (Sachsen), Frankfurt/Main, Piesteritz (verkauft 1926 an die VIAG für die Reichsstickstoffwerke Piesteritz, danach VEB Agrochemie, seit 1990 SKW Piesteritz) und Langenberg/Rhld. (verkauft 1942). Hergestellt wurden Pharmazeutika, technische Chemikalien, Molkereihilfsstoffe, Milchsäure und Kaltasphalt. 1941 Fusion mit der Berliner Ceresin-Fabrik Graab & Kranich GmbH. Seit 1951 ruhte die Produktion der zuletzt über die VARTA zur Quandt-Gruppe gehörenden AG; die Werke in der Ostzone wurden enteignet, die Werke in Neukölln und Frankfurt an die früheren Eigentümer zurückgegeben. Seit 1953 in Liquidation (abgeschlossen 1957). Der Name lebte aber weiter: Schon 1931 war in Konstanz die BykGulden-Lomberg Chemische Fabrik GmbH gegründet worden, die 1941 durch die Accumulatoren Fabrik AG (AFA) unter der Führung von Günther Quandt die Mehrheit an der Firma übernahm. 2002 erfolgte die Umbenennung in Altana Pharma AG. Der Altana-Konzern gliederte sich bis 2007 in die Pharmasparte Altana Pharma AG mit Sitz in Konstanz und in die Spezialchemiesparte Altana Chemie AG mit Sitz in Wessel. Die Pharmasparte wurde im Dez. 2006 an die dänische Nycomed verkauft. Seit dem gibt es keine Spartentrennung mehr, sondern nur noch die Altana AG, welche ausschließlich in der Spezialchemie operiert.

Schaub-Lorenz Fernseher von 1958

Los 329

Schätzwert 50-125 €

C. G. Hoffmann AG Neugersdorf i.Sa., VZ-Aktie 1.000 Mark 21.9.1922. Gründeraktie (Auflage 1000, R 4) EF Sehr schöne Art-Deko-Gestaltung. Gründung bereits 1834 durch Carl Gottlieb Hoffmann als älteste Textilfabrik der Stadt.AG seit 1922. Betrieb einer mechanischen Weberei mit Färberei, Bleicherei, Zwirnerei, Appreturanstalt und Wirkerei. Heute Weberei der Neue Erba Lautex GmbH.

Los 330

Schätzwert 40-100 €

C. J. Vogel Draht- u. Kabelwerke AG Berlin, Aktie 1.000 RM Okt. 1928 (Auflage 6200, R 3) EF Gründung 1858 in Berlin als C. J. Vogel Telegraphendrahtfabrik. Seit 1897 AG (Fabrik isolierter Drähte zu elektrischen Zwecken AG), 1899 Betriebsverlegung nach Adlershof. 1945/46 als “VEB Kabelwerk Köpenick” in Volkseigentum überführt. 1965 Verschmelzung mit der nunmehr in Köln (vorher Apolda) ansässigen “Thüringische Elektrizitäts- und Gaswerke AG”. Sitzverlegungen 1969 nach Köln, 1982 nach Hannover. 1998/99 Umfirmierung in C. J. Vogel AG für Beteiligungen und weitere Sitzverlegung nach Hamburg. Einziges Aktivum der immer noch börsennotierten Gesellschaft ist heute eine indirekte Beteiligung am Otto Versand in Hamburg, umgekehrt ist die Otto AG für Beteiligungen mit über 96 % Großaktionär.

Los 328

Los 331

Schätzwert 400-500 €

C. Lorenz AG Telephon- und Telegraphen-Werke Eisenbahnsignal-Bauanstalt Berlin, Aktie 10.000 Mark 7.12.1922 (Auflage 2000, R 8) VF+ 1880 gründete Carl Lorenz in Berlin eine Telegraphenbauanstalt. Die Herstellung von Morseapparaten und Streckenläutwerken für die Eisenbahn wuchs bald rasant, doch nur 10 Jahre nach der Gründung starb Lorenz. Seine Witwe verkaufte das Unternehmen, das dann 1906 in die „C. Lorenz AG, Telephon- und Telegraphenwerke Eisenbahnsignal-Bauanstalt“ umgewandelt wurde. Ab 1908 werden auch drahtlose Sendeanlagen für Marine und Heer gebaut, 1909 richtet die Firma eine Versuchsfunkstelle in Eberswalde ein (aus der ab 1919 probeweise auch Rundfunk gesendet wird), 1917 wird der neue Firmenkomplex in Tempelhof bezogen. 1922 werden die ersten Rundfunksender und -Empfänger hergestellt, 1940 erfolgt zur Verstärkung dieses Bereiches die Übernahme des Konkurrenten G. Schaub Apparatebau GmbH in Pfornheim. Schon 1930 hatte zuvor die International Telephone & Telegraph Corporation (ITT) in New York die Aktienmehrheit erworben und hielt schließlich 98 %. 1956-1958 verschmelzen die Standard Elektrizitäts-Gesellschaft AG, die C. Lorenz AG, die Mix & Genest AG, die Telephonfabrik Berliner

Schaub-Lorenz Radioapparat von 1961

catel SEL AG. Nach der Fusion von Alcatel und Lucent Technologies 2006 ermeute Umfirmierung in Alcatel-Lucent Deutschland AG. Der Bereich Bahnsicherungstechnik, der über ein Jahrhundert lang Stellwerke, Signale, Weichenantriebe und Zugbeeinflussungssysteme geliefert hatte, wird 2007 an den Thales-Konzern verkauft, der zuvor 1996 auch schon die Bereiche Alcatel Air Navigation Systems und SEL Verteidigungssysteme übernommen hatte. Nur 11 Stück dieser vorher unbekannten ältesten verfügbaren Lorenz-Aktie lagen im Reichsbankschatz. Los 332

Berlin, Aktie 1.000 RM 20.9.1928 UNC-EF Auch diese Emission war vorher völlig unbekannt!

Los 333 Fabrikansicht in Berlin-Tempelhof

AG, die Süddeutsche Apparate-Fabrik GmbH und die G. Schaub Apparatebau-GmbH zur

Berlin, 4 % Teilschuldv. Lit. A 5.000 RM März 1943 (Auflage 450, R 4) UNC-EF G&D-Sicherheitsdruck.

Schätzwert 30-100 €

Velbert (Rhld.), Aktie 1.000 Mark Nov. 1921. Gründeraktie (Auflage 1500, R 2) EF Großformatig. Schöne Zierumrandung. Gründung 1921. Fortführung des seit 1840 unter der Fa. C. Ed. Schulte, Schloss- und Metallwarenfabrik in Velbert betriebenen Geschäfts. Die Fa. lautete bis 6.8.1938 Schlossfabrik-Ag vorm Wilh. Schulte. Noch heute börsennotiert.

36

Nr. 331

Schätzwert 30-75 €

C. Lorenz AG

C. Ed. Schulte AG Schlossund Metallwarenfabrik

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert

Schätzwert 300-400 €

C. Lorenz AG

Nr. 335

Los 341

Schätzwert 200-250 €

Gegründet bereits 1866 in Siegmar-Schönau, AG seit 1904. Herstellung von Zwirnerei- und Spinnerei-Maschinen. Sonderabteilung: vollständige Anlagen für die Kunstseide- und Zellwolle-Erzeugung. Zweigniederlassung in Arbon (Schweiz), wohin dann nach 1945 die Familie Hamel auch floh. Börsennotiz in Dresden/Leipzig. Die Sitzverlegungen 1949 nach Burgkunstadt und 1953 nach Münster (Westf.) dienten der Aufrechterhaltung juristischer Ansprüche wegen der Enteignung des Betriebes, die Produktion wurde in Westdeutschland nicht wieder aufgenommen.

Carl Borg AG Leipzig, Aktie 20 Goldmark 28.1.1925 (Auflage 2000, R 10) EF Los 334

Schätzwert 100-150 €

C. Schlesinger-Trier & Co. KGaA Berlin, Kommanditanteil 1.000 Mark Febr. 1923 (R 9) EF Alteingesessenes, bereits 1878 gegründetes Privatbankhaus, Sitz Mohrenstrasse 58/59. Bis 1922 Interessengemeinschaft mit dem Bankhaus C. H. Kretzschmar. Börsennotiz: Freiverkehr Berlin. 1928 mit dem Bankhaus Lazard Speyer-Ellissen (vormals: Mainische Bank KGaA) in Frankfurt/Main verschmolzen. Die Familie Speyer gehörte zu den bedeutendsten jüdischen Handels- und Bankiersfamilien der Stadt, Lazard Speyer-Ellissen entstand aus dem regen Nordamerika-Geschäft der Bank. Das Berliner Haus wurde nach der Fusion als Zweitsitz weitergeführt, bis die Bank 1934 liquidierte. Los 335

Schätzwert 300-400 €

C. Schlesinger-Trier & Co. KGaA Berlin, Kommandit-Anteil 20 RM 18.3.1925 (Auflage 37500, R 11) EFVorher vollkommen unbekannt gewesene Emission, nur 2 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Los 336

Los 338

Schätzwert 225-300 €

Calauer Mühlen- und Futtermittelwerke AG Calau N./L., Aktie 1.000 Mark 19.1.1922 (Auflage 6000, nach Umstellung auf 20 RM noch 3000, R 9) EF-.

Gegründet im Jan.1922 unter der Firma AG für Isolierungs- und Hochspannungsmaterial, im März 1922 geändert in Carl Borg AG. Sitz ab 1926 in Hannover. Herstellung und kaufmännische Verwertung von elektrotechnischem Material. 1927 Beschluß der Auflösung und Liquidation, 1928 gelöscht. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 344

Großes Hochformat, teppichartige Erscheinung. Gründung 1922 zwecks Betrieb von Mühlen sowie Futtermittel- und Nährmittelwerken. Gesellschaftssitz war von Juni 1923 bis April 1925 vorübergehend Berlin. Seit Juli 1925 lag der Betrieb still. 1933 war die AG offensichtlich sanft entschlafen und wurde von Amts wegen gelöscht. Aktien dieser Ges. waren vorher unbekannt. Los 339

Leipzig, Aktie 20 RM 13.5.1925 (Auflage 1350, R 6) EF Gründung 1823 durch den Schlossermeister Carl Kästner. Seit 1900 AG unter Übernahme der „Lipsia-Fahrrad-Industrie-AG“. Die Fabrik in der Berliner Str. 69 stellte Geldschränke und Tresoranlagen her. Bis 1927 in Berlin und Leipzig amtlich notiert.

Schätzwert 300-400 €

Capito & Klein AG

Los 342

Benrath am Rhein, Aktie 1.000 Mark Mai 1920 EF

Carl Dürfeld AG

Gründung 1876 als oHG, seit 1906 AG. Betrieben wurde am Bahnhof Benrath ein Feinblechwalzwerk, das über fünf Blechstraßen verfügte. Seinerzeit eines der bedeutendsten deutschen Unternehmen dieser Branche. In Berlin börsennotiert. 1938 Betriebsüberlassungsvertrag mit der Fried. Krupp AG (1953 wieder aufgelöst). 1962 Übertragung des Vermögens unter Ausschluss der Liquidation auf die Hauptgesellschafterin „Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG“. Die Feinblechfertigung im Walzwerk I an der Benrather Telleringstraße wurde erst 1976 eingestellt. Erst im Juli 2010 fiel das Walzwerk der Abrissbirne zum Opfer.

Schätzwert 75-125 €

Chemnitz, Aktie 1.000 RM März 1930 (Auflage 430, R 6) EF Gründung 1907. Die Weberei speziell für Möbelstoffe in der Röslerstr. 27 besaß ca. 300 Webstühle und beschäftigte knapp 300 Leute. Börsennotiz in Leipzig, Dresden und Chemnitz. Die Übernahme des Betriebes der Chemnitzer Teppichfabrik Oscar Kohorn & Co. im Jahr 1930 konnte die in der Weltwirtschaftskrise chronisch unterbeschäftigte Weberei nicht mehr retten: Nach Liquidation 1934 im Handelsregister erloschen. Nur 60 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 100-150 €

Leipzig, Aktie 1.000 Mark 6.5.1922 (Blankette, R 9) EF

Los 340

Schätzwert 75-125 €

Düsseldorf-Benrath, Aktie 1.000 RM Juni 1940 (Auflage 2989, R 6) UNC

Los 337

Los 343

Schätzwert 50-125 €

Carl Hamel AG

Capito & Klein AG

Los 345

Schätzwert 40-100 €

Carl Lindström AG Berlin, Aktie 1.000 RM Jan. 1935 (R 4) UNC-EF

C. W. Emmrich Nachf. & Franz Wiegand AG Gründung 1921 als Maschinen- und Armaturenfabrik AG. Herstellung von Staufferbüchsen, Maschinen und Armaturen sowie Holzbearbeitung. 1926 in Liquidation. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 75-150 €

Carl Kästner AG

Schönau bei Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 17.1.1920 (Auflage 700, R 4) EF Sehr dekorativ gestaltetet.

Gründung 1908 unter Übernahme der Carl Lindström GmbH. Herstellung und Vertrieb von Phonographen, Sprechmaschinen, Schallplatten, Rechenmaschinen und Kinematographen, außerdem wesentliche Beteiligung an der Universum-Film-AG (UFA). 1910 Übernahme der Beka-Rekord AG in Berlin. 1925 Abschluß eines Interessenvertrages mit der Columbia Graphophone Comp. in London, die auch Großaktionär war. 1936 wurde die Sprechmaschinenfabrikation auf die neugegründete 100 % Tochter Brandenburgische MetallverarbeitungsGmbH übertragen. Weitere Töchter: Odeon Musik-Haus GmbH, Kristall-Schallplatten-GmbH und Frey Radio-GmbH (alle in Berlin). Bis 1935 in Berlin börsennotiert. Im Dritten Reich stand die Gesellschaft wegen des britischen Großaktionärs unter Feindvermögensverwaltung, hinterher übernahmen die Alliierten die Kontrol-

Schätzwert 30-75 €

C. W. Kemp Nachf. AG Stettin, Aktie 1.000 RM Juni 1938 (Auflage 869, R 3) UNC-EF Gründung 1917 unter Einbringung des gleichnamigen Handelsgeschäftes. Herstellung und Vertrieb von Spiritus, Spirituosen, Weinen, Fruchtsäften. 1951 Sitzverlegung von Stettin nach Gütersloh (1954 erneute Sitzverlegung nach Siegburg). Kapitalumstellung 200:1 von 1,3 Mio. RM auf 6.500 DM und Umwandlung in eine GmbH.

Nr. 339

Nr. 348 37

le. Trotz starker Kriegsschäden konnte die im amerikanischen Sektor (Berlin SO 36, Schlesische Str. 27) liegende Fabrik schon wenige Monate nach Kriegsende die Produktion von Schallplatten und Plattenspielern wieder aufnehmen. 1951 Umwandlung in eine GmbH, 1953 Sitzverlegung nach Köln-Braunsfeld.

Los 349

Schätzwert 50-125 €

Charlottenburger Wasserwerke Berlin, Actie 1.000 Mark 24.1.1893 (Auflage 2000, R 3) VF-

Los 346

Schätzwert 60-100 €

Caro & Jellinek Speditions- und Lagerhaus AG Wien, Aktie 100 RM April 1940 (Auflage 15000, R 6) UNC-EF Gründung 1921. Die Gesellschaft besaß Lagerhäuser in Wien, Bodenbach, Karlsbad und Zwittau. 1926 wurde im Zusammenhang mit der Interessengemeinschaft mit der Rotterdamer Speditionsfirma Lassen & Co. eine Reorganisation der Ges. durchgeführt. 1927 ist die Ges. in engere Interessengemeinschaft mit den Firmen “Intercontinentale” AG für Transport- und Verkehrswesen vorm. S. & W. Hoffmann, Jos. J. Leinkauff AG, Central-Speditions-Bureau GmbH, Th. Bindtner Nfg. GmbH de Brousse, getreten. 1941 umfirmiert in „‘Intercontionentale’ AG für Transport- & Verkehrswesen“.

Gedruckt auf Büttenpapier. Gründung 1878 unter Übernahme des auf fiskalischem Gelände liegenden Wasserwerks am Teufelssee. Später Errichtung der eigenen Wasserwerke Beelitzhof (am Wannsee), Jungfernheide, Johannisthal und Tiefwerder. Die Wasserwerke am Teufelssee und in der Jungfernheide wurden 1906 an die Stadt Charlottenburg verkauft. 1920 Umfirmierung in Charlottenburger Wasser- und Industriewerke AG. Die Gesellschaft belieferte im Westen und Süden von Groß-Berlin etwa 20 % der Berliner Gesamtbevölkerung mit Wasser. Die Konzessions-Verträge, vor der Bildung Groß-Berlins vor allem mit den Umland-Gemeinden geschlossen, hatten eine Laufzeit teilweise bis zum Jahr 2000. Immer wieder gab es aber Streit wegen ständiger Versuche, die Wasserversorgung zu kommunalisieren, aber auch wegen der Wasserpreise. Dieser Streit wurde beendet durch Ablösung der insgesamt 23 Konzessions-Verträge, an deren Stelle ab 1.10.1935 der „Vertrag über die einheitliche Bewirtschaftung der Wasserversorgung GroßBerlins“ trat, der auch eine Dividendengarantie beinhaltete. Zwischen der Gesellschaft und Gross-Berlin wurde am 31.12.1947 ein Übertragungsvertrag für sämtliche Aktiven und Passiven geschlossen. Die Aktionäre erhielten 60 % des RM-Aktiennennwertes per 1957 in DM ausgezahlt. Für die Restansprüche, insbesondere hinsichtlich des Ostvermögens, wurden (noch heute börsennotierte) Anteilscheine ausgegeben. Die Aktien der Gesellschaft waren an den Börsen von Berlin und Amsterdam notiert.

Los 351

Schätzwert 20-60 €

Chemische Fabrik Helfenberg AG vorm. Eugen Dieterich Helfenberg bei Dresden, Aktie 200 RM 2.1.1928 (Auflage 4100, R 3) EF Gründung 1869, AG seit 1898. Herstellung von chemisch-pharmazeutischen Präparaten (u.a. das Farnotän-Bandwurmmittel). Börsennotiz Dresden/Leipzig. 1951 wurde das Werk in Helfenberg (Krs. Dresden) enteignet und in VEB Chemische Fabrik Helfenberg umgewandelt (umgangssprachlich als die Chemische bezeichnet). Ab 1955 Betriebsteil des VEB Pentacon, dem bedeutenden Fotokamerahersteller in Dresden. 1953 Sitzverlegung nach Wevelinghoven (Bez. Düsseldorf), wo bereits seit 1915 die 100 %ige Tochter „Chemische Gesellschaft Rhenania mbH“ ansässig war. 1974 ging die Chemiefabrik in Wevelinghoven, das ein Jahr später zu einem Stadtteil Grevenbroichs wurde, durch einen Aktientausch der Varta AG in der Byk Gulden Lomberg Chemische Fabrik GmbH, Konstanz auf. 2002 erfolgte die Umbenennung in Altana Pharma AG. Der Altana-Konzern gliederte sich bis 2007 in die Pharmasparte Altana Pharma AG mit Sitz in Konstanz und in die Spezialchemiesparte Altana Chemie AG mit Sitz in Wessel. Die Pharmasparte wurde im Dez. 2006 an die dänische Nycomed verkauft. Seit dem gibt es keine Spartentrennung mehr, sondern nur noch die Altana AG, welche ausschließlich in der Spezialchemie operiert. Der Standort in Grevenbroich ist heute Teil des Altana-Konzerns.

Chemie für Medizin und Technik und bei der (seit 1892 betriebenen) Herstellung von künstlichem Süßstoff (Saccharin). Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig. 1948 Sitzverlegung nach München, 1969 GmbH. Das Stammwerk Radebeul wurde 1948 verstaatlicht, 1958 umbenannt in VEB Chemische Werke Radebeul, 1961 integriert in das Arzneimittelwerk Dresden (AWD). 1990 GmbH, 1991 aufgekauft durch die ASTA Medica.

Los 354

Perleberg, Aktie 20 RM Jan. 1925 (Auflage 10000, R 9) VF+ Gründung 1921. Herstellung von chemischtechnischen Erzeugnissen, Erwerb und Verwertung einschlägiger Patente und Schutzrechte. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 355

Los 350

Los 347

Schätzwert 175-300 €

Central-Ausschuss für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche (Protestant Church in Germany Welfare Institut) New York, 7 % Gold Bond 500 $ 1.10.1926 (R 6) EF-VF Um 1810 begann die soziale Arbeit der Inneren Mission als Reaktion auf die Pauperisierung (Massenarmut). Die Evangelische Kirche deutete die Märzrevolution von 1848 als “Gottlosigkeit”. Daher verfolgten die ersten Einrichtungen der Inneren Mission neben sozialen Zielen auch die Re-Christianisierung. 1849 konstituierte sich der Central-Ausschuss der Inneren Mission, Vorgänger des Diakonischen Werkes.

Los 348

Schätzwert 150-200 €

Chemische Fabrik für Hüttenprodukte AG

Los 352

Düsseldorf-Oberkassel, Aktie 20 RM Jan. 1925 (R 8) EF-VF

Chemische Fabrik und Farbwerke Dr. Koll & Spitz AG

Gründung 1909 in Neuss. Das Fabrikgelände besaß eigenen Bahnanschluß. Werk mit modernen Einrichtungen zur Herstellung von Sulfat, Salzsäure und Schwefelnatrium, Chlorzink fest und in Lauge. Die Ges. lieferte ferner aus ihren Phonolithbrüchen in Engeln, Station der Brohltalbahn, Phonolith für die Glasfabrikation. Die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse in 1925 zwangen die Gesellschaft den Gesamtbetrieb stillzulegen. Die Anlagen wurden 1927/28 abgestoßen. Nur 14 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Köln-Mülheim, Aktie 100 RM 2.6.1926 (Auflage 200, R 6) EF

Schätzwert 100-175 €

Gründung 1876, AG seit 1922. Erzeugt wurden sämtliche Erd- und Buntfarben sowie Glaserkitt. 1957 in eine GmbH umgewandelt. Los 353

Schätzwert 20-60 €

Chemische Fabrik von Heyden AG Radebeul, Aktie 100 RM 30.6.1942 (Auflage 6500, R 3) UNC-EF Gründung 1874 in Dresden, 1875 verlegt nach Radebeul, AG seit 1899. Bahnbrechende Entwicklungen gelangen vor allem in der Kolloid-

Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 22.10.1918 (Auflage 300, R 11) VF Altes, bereits 1857 gegründetes Textilunternehmen, das in Alt-Chemnitz zwei Spinnereien neu errichtete. Hergestellt wurden Garne und Zwirne, außerdem auf weiteren Verarbeitungsstufen vorzugsweise Unterwäsche. Bereits 1913 wurde wegen aufgelaufener Verluste eine Sanierung mit einem Kapitalschnitt 5:1 erforderlich, dessen Durchführung sich wegen kriegsbedingter Pausen bis 1919 hinzog. Eine ungezügelte Beteiligungspolitik in den 1920er Jahren hatte erneut hohe Verluste zur Folge und erzwang schließlich 1929 die Liquidation dieser in Leipzig und Dresden börsennotierten AG. Diese (nur zwei Stück lagen im Reichsbankschatz) wie auch die beiden folgenden Ausgaben waren vorher vollkommen unbekannt! Ein paar Rostspuren am oberen Rand.

Schätzwert 225-300 €

Wassersleben, Aktie 1.000 Mark 15.10.1923 (Auflage 46000, R 10) EF-VF

38

Nr. 350

Schätzwert 600-750 €

Chemnitzer Actien-Spinnerei

Ceres Ziegelei AG 1924 umgestellt auf 20 Gold-Mark. Gründung im Juli 1920, eingetragen im Sept. 1920 in Flensburg. Grundbesitz 7,5 ha. Bereits 1926 Liquidationsbeschluß und Eröffnung des Konkursverfahrens. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 200-250 €

Chemische Werke Gebr. Schultz AG

Nr. 356

nien. Außerdem Betrieb der Standseilbahn Laubach-Rittersturz. 1939 Umfirmierung in „Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs-AG“. Heute werden 217 Stadt- und Landgemeinden in der Stadt Koblenz, dem Landkreis MayenKoblenz und dem Westerwaldkreis mit Strom versorgt. Großaktionäre sind das RWE (über 50 %) und die Stadt Koblenz (40 %). Los 365

Schätzwert 30-100 €

Coblenzer Strassenbahn-Gesellschaft Koblenz, Aktie 1.000 Mark 4.12.1920 (Auflage 7500, R 2) EF Hübsche Umrahmung.

Nr. 360

Nr. 355 Los 356

Schätzwert 275-350 €

Chemnitzer Actien-Spinnerei Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 16.3.1920 (Auflage 2000, R 9) EF-VF Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

1924 erfolgte im unglaublich schlechten Verhältnis 2000:1 von 200 Mio. Mark auf nur noch 100.000 RM, die später auch noch auf 50.000 RM (1932) und 25.000 RM (1934) herabgesetzt werden mussten. Auf so schmaler Basis war kein rentables Geschäft mehr zu betreiben: 1938 beschloß die HV die Auflösung. Wie auch das folgende Los bisher völlig unbekannt gewesen! Nur 11 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden. Los 360

Chemnitz, Aktie 100 RM 31.12.1924 (Auflage 600, R 11) VF+

Schätzwert 150-200 €

Schöne kräftige Jugendstil-Umrahmung. Von den lediglich zwei im Reichsbankschatz gefundenen Stücken ist dies jetzt das letzte verfügbare.

Schätzwert 100-175 €

Collet & Engelhard Werkzeugmaschinenfabrik AG Offenbach a. M., Aktie 1.000 RM Jan. 1930 (Auflage 2100, R 6) EF

Schätzwert 400-500 €

Chemnitzer Landbank AG

Los 357

Los 366

Christoph Walter GmbH, Mühlhausen (Thür.), Dachrieden und Beyrode. Herstellung von Hand- und Maschinenstrickgarnen. Im 2. Weltkrieg Einbeziehung in die Rüstungsproduktion. Im Lager Dachrieden der Kammgarnspinnerei befand sich eine Station für Säuglinge von “Ostarbeiterinnen”. Firma nicht verlagert.

Gründung 1862 als eine der ersten deutschen Werkzeugmaschinen-Fabriken, die Weltausstellung in Paris 1867 brachte ihr die Bronzemedaille. AG seit 1913. Ab 1936 war der Raketenpionier und Enkel Adam Opels, Fritz von Opel, im Aufsichtsrat. 1971 Schließung des Betriebes.

Chemnitzer Actien-Spinnerei

Los 367

Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 2.5.1922 (Auflage 9700, R 8) EF-VF

Commerz- und Privat-Bank AG Washington D.C., Namenskreditbrief 250 RM 11.7.1939 (R 10) VF

Nur 23 Stück lagen im Reichsbankschatz. Identische Gestaltung wie folgender Titel. Los 358

Schätzwert 300-400 €

Chemnitzer Actien-Spinnerei Chemnitz, Aktie 5.000 Mark 27.4.1923 (Auflage 2200, R 10) EF-VF Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 363

Schätzwert 100-175 €

Citogen AG für Metallbearbeitung Düsseldorf, Aktie 500 RM 21.4.1932. Gründeraktie (Auflage 100, R 8) EF Los 361

Schätzwert 100-200 €

Chr. Prinzler & Söhne AG Chemnitzer Landbank AG

Halle a.d.S.-Büschdorf, Aktie 1.000 Mark 1.5.1919. Gründeraktie (Auflage 300, R 4) UNC-EF

Chemnitz, Aktie 20 RM 31.12.1924 (Auflage 2000, R 8) EF

Gründung 1889, AG seit 1918. Betrieb einer Eisengießerei und Maschinenfabrik.

Los 359

Schätzwert 200-250 €

Schöne kräftige Jugendstil-Umrahmung. Gründung 1890 als Actien-Vorschuss-Verein Blankenau unter Übernahme des genossenschaftlichen Vorschuss-Vereins Blankenau-Glösa mit Niederlassungen in Wittgensdorf und Chemnitz-Glösa (Langestr. 2). 1922 umfirmiert wie oben. Die Hyper-Inflation 1923 zerstörte die Grundfesten der Bank: Die Kapitalumstellung

Schätzwert 225-300 €

Los 362

Gründung im April 1932. Herstellung und Vertrieb von Einrichtungen und Zusatzmaterialien jeglicher Art auf dem Gebiet des Schweissverfahrens und verwandter Gebiete, Ausführung von elektrischen Schweissarbeiten. 1939 wegen Vermögenslosigkeit von Amts wegen gelöscht.

Ausgestellt in Jamaica N.Y. Gründung 1870 in Hamburg als „Commerzund Disconto-Bank“, 1920 Umfirmierung wie oben wegen Fusion mit der Mitteldeutschen Privatbank in Magdeburg. 1929 Angliederung der Mitteldeutschen Creditbank in Berlin und Frankfurt/Main. 1932 Übernahme des Barmer Bank-Vereins. Die Bank besaß jetzt reichsweit über 400 Geschäftsstellen. 1940 Abkürzung der Firmierung auf “Commerzbank AG”. 1952 auf alliierte Anordnung in drei Nachfolgebanken zerschlagen, die 1958 unter gleichzeitiger Sitzverlegung nach Düsseldorf wieder zusammengeführt wurden, weitere Hauptverwaltungen verblieben in Frankfurt/Main und Hamburg. Erst 1990 Verlegung des juristischen Sitzes nach Frankfurt/Main. 1993 Fusion mit der bis dahin getrennt geführten Berliner Commerzbank AG. Nach Übernahme des jahrzehntelangen Erzkonkurrenten Dresdner Bank seit 2008 die Nr. 2 im deutschen Bankgewerbe.

Schätzwert 50-125 €

Christoph Walter AG Mühlhausen i. Thür., Aktie 1.000 Mark 9.12.1920 (Auflage 1200, R 4) EF Gegründet 1916 unter Übernahme des seit 1830 bestehenden Spinnereiunternehmens

Los 368

Schätzwert 50-100 €

Concordia Elektrizitäts-AG Dortmund, Aktie 1.000 RM Okt. 1941 (Auflage 750, R 4) UNC-EF

Los 364

Schätzwert 25-125 €

Coblenzer Strassenbahn-Gesellschaft Koblenz, Aktie 1.000 Mark 1.7.1900 (Auflage 2375, R 2) VF Die Chemnitzer Aktien-Spinnerei

Gründung 1886. Zunächst Pferdebahnbetrieb, später 51 km elektrifizierte Strecken mit 11 Li-

Gründung 1906 in Köln als Vertretung der Berliner Bergmann-Elektrizitätswerke AG für Rheinland-Westfalen. Sitzverlegungen 1907 nach Düsseldorf und 1931 nach Dortmund. 1913 übernahm die Accumulatoren-Fabrik AG (Quandt/VARTA) die Aktienmehrheit. Nach schweren Schlagwetterexplosionen forderte der Bergbau Europas die Entwicklung einer sicheren Grubenlampe. In einem offiziellen englischen Preisausschreiben erhielt die CEAG-Lampe den ersten Preis. Fortan spezialisierte man sich auf die Produktion von explosions- und schlagwettergeschützen Leuchten, Ladeeinrichtungen für 39

Los 373

Schätzwert 125-200 €

Dachschiefer-Bergwerke Charlottenburg-Blücher in Gotha Bacharach, Kuxschein 1/1.000 9.10.1907 (Auflage 1000, R 7) EF

Nr. 367 Akkumulatoren, Feuerlöschgeräten (ab 1925) sowie auf Reinraumtechnik (Luftfilter und Entstauber, ab 1938). 1965 wurde dem Firmennamen offiziell das Kürzel CEAG vorangestellt. Großaktionär der im Freiverkehr Frankfurt notierten AG war bis zuletzt die VARTA.

Nr. 372 Los 370

Schätzwert 100-175 €

Corona Fahrradwerke und Metallindustrie AG Brandenburg a. H., Aktie 1.000 Mark Jan. 1922 (Auflage 1750, R 7) EF-VF Die 1896 als Corona Fahrrad-Fabrik vormals Ad. Schmidt AG gegründete Gesellschaft war sowohl in der Fahrradproduktion tätig als auch in der Herstellung von Fahrradteilen, MotorZweirädern und Automobilen. 1930 Interessengemeinschaftsvertrag mit der Brennabor-Werke AG in Brandburg a.H. 1931 traten hohe Verluste auf. Auch die Ausstellung eines Besserungsscheines seitens des Hauptgläubigers konnte die Firma nicht mehr retten. Heute Verwendung des Markennamens Corona für die Fahrräder durch Peugeot.

Los 369

tragte die Arbeiterschaft beim Spinner- und Fabrikanten-Verein Crimmitschau die Herabsetzung der täglichen Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden. Als dies 1901/02 in Meerane und Forst/Lausitz erreicht war, die Crimmitschauer Fabrikanten aber weiter ablehnten, kam es zu einem gewaltigen Arbeitskampf, der 1903 in der Aufforderung des Fabrikantenverbandes an seine Mitglieder gipfelte, sämtlichen Arbeitern zu kündigen. Dies zu tun weigerte sich die Tricotagen-Fabrik, die ohnehin nur 10 Stunden/Tag arbeiten ließ, woraufhin ihr der Verband eine Klage wegen nicht statutengerechten Verhaltens androhte. Im August/September werden 7.000 Arbeiter gekündigt, es kommt zu Streiks und Massenaussperrungen, Clara Zetkin ruft im Odeum zur (tatsächlich dann europaweiten) Unterstützung der Streikenden auf. Am 10.12.1903 hält August Bebel zum Crimmitschauer Streik und der Behörden-

Schätzwert 30-75 €

Concordia Spinnerei und Weberei zu Marklissa und Bunzlau Marklissa, Aktie 1.000 RM Juni 1938 (Auflage 2196, R 3) UNC-EF Gründung 1888 unter Übernahme der Firma Gebr. Woller in Marklissa und Bunzlau. In den Werken Marklissa, Bunzlau und Friedersdorf wurden Web-, Strick-, Handarbeits- und Fantasiegarne sowie Stoffe aus Kunstseide, Zellwolle und Wolle für Damen- und Herrenkleidung, Futter und Wäsche hergestellt. Beteiligungen bestanden u.a. an: Schlesische Zellwolle Hirschberg, Thüringische Zellwolle Schwarza, Zellwolle und Zellue Küstrin, Spinnstofffabrik Zehlendorf Berlin, Wotirag Berlin. 1950 verlagert nach Wassenberg bei Aachen, 1995 nach Berlin und umfirmiert in Concordia Industrie Holding AG. Seit 2001 als Valarte Group AG tätig, Produktion von hochwertiger Damenmode (ST. EMILE).

Los 371

Schätzwert 75-150 €

Crefelder Baumwoll-Spinnerei

Los 374

Schätzwert 20-60 €

Daimler-Benz AG Stuttgart, Aktie 1.000 RM Mai 1939 (Auflage 12978, R 2) EF Mercedes-Stern im Unterdruck. Gottlieb Daimler errichtete 1882 eine kleine Versuchswerkstatt in Cannstadt, erhielt 1883 das Patent für den ersten schnelllaufenden Verbrennungsmotor und gründete 1890 die „Daimler-Motoren-Gesellschaft“. Carl Benz gründete 1883 in Mannheim die „Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik“. Trotz der räumlichen Nähe sind sich die beiden Auto-Pioniere zeitlebens nie persönlich begegnet. Ihre Firmen, die beiden ältesten Automobilfabriken der Welt, wurden 1926 zur Daimler-Benz AG verschmolzen. 1999 Fusion mit der Nr. 3 am USAutomobilmarkt zur DaimlerChrysler AG.

Krefeld, Aktie 1.000 Mark 1.1.1919 (Auflage 448, R 4) EF-VF Gründung 1896. Einer der traditionsreichsten Textilbetriebe in Krefeld. Erzeugt wurden Baumwoll- und Zellwoll-Garne sowie Zwirne bis zu den feinsten Nummern. 1916/17 Bau einer neuen Zwirnerei. Börsennotiz in Düsseldorf und Hamburg, 1973 in eine GmbH umgewandelt. Los 372

Schätzwert 450-600 €

Crimmitschauer Tricotagen-Fabrik GmbH Crimmitschau-Leitelshain, Anteil-Schein 16.000 Mark 22.3.1909 (R 12), ausgestellt auf Hermann Kürzel, Crimmitschau (repräsentierte 20 % einer Kapitalerhöhung von 370.000 auf 450.000 M) VF. Hochdekorative Umrahmung im HistorismusStil mit Putten, Originalunterschriften Block und Fiedler. Gegründet 1901 in Crimmitschau, damals mit fast 100 Textilbetrieben eine der Hochburgen der deutschen Textilindustrie. Denkwürdiges spielte sich zu dieser Zeit hier ab: 1899 bean-

40

Im Laufe der Jahrhunderte hat es rund 1300 Schiefergruben in der Region auf dem Kauber Schieferzug, der den Rhein zwischen Bacharach und Oberwesel in westöstlicher Richtung durchzieht, gegeben. Mit dem Einzug des Kunstschiefers Mitte der 60er Jahre des 20. Jh. begann der Niedergang der Schiefergruben.

August Bebel (1840-1913) - Begründer der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung

willkür eine große Rede im Reichstag. So hat der Große Streik ungeahnte Folgen: Zwar brach er am 17.1.1904 zusammen, doch im Ergebnis sah sich die Reichsregierung veranlaßt, die Arbeitszeit gesetzlich zu regeln. Das entsprechende Gesetz trat am 1.1.1908 in Kraft. 1925 sind von 27.000 Einwohnern in Crimmitschau immer noch 12.000 in der Textilindustrie beschäftigt. Ihr fortschrittliches Verhalten im Streik nützte der Trikotagenfabrik (Betrieb: Leitelshain, Amselstr. 19) später nichts: Nach 1945 wie fast alle anderen Betriebe der Stadt auch in Volkseigentum überführt. Von diesem Jahrgang das einzige im Reichsbankschatz gefundene Stück.

Los 375

Schätzwert 50-125 €

Dampfschiffahrts-Ges. für den Nieder- und Mittel-Rhein (Mainz) Düsseldorf, Aktie 1.000 Mark Jan. 1922 (Auflage 3250 für alle 5 Wahlbezirke zusammen, R 4) EF Raddampfer mit Burgenlandschaft im Unterdruck. Faksimile-Unterschrift des Sektfabrikanten Henckell. Gründung 1839 durch namhafte Kaufleute und Bankiers der Rheinanliegerstädte zwecks Personen- und Güterverkehr auf dem Rhein. Eine

1933: Crensitz-Crostitz (3,9 km, eröffnet 1902), Crostitz-Rackwitz (6,8 km, eröffnet 1915) und Rackwitz-Delitzsch (24 km, eröffnet 1929). Mit dem Einmarsch der Amerikaner am 20.4.1945 wurde der Kleinbahnbetrieb eingestellt, aber bereits am 12.5.1945 in Maßen wieder aufgenommen. 1946 Unterstellung unter die direkte Aufsicht des Präsidenten der Provinz Sachsen, später unter die Reichsbahn. 1972 Einstellung des Betriebes. Los 385

Schätzwert 400-500 €

Dessauer Spar- und BauGenossenschaft eGmbH Dessau, Anteil-Schein 200 Mark 2.3.1916 (R 9), ausgestellt auf die AnhaltDessauische Landesbank UNC-EF. Nr. 382

Nr. 376

Los 382

Besonderheit dieser AG war, dass die Aktien auf fünf verschiedene Wahlbezirke verteilt ausgegeben waren (Düsseldorf, Mainz, Coblenz, Wiesbaden und Elberfeld). Jede Gruppe wählte separat ihr Aufsichtsratsmitglied. Bis zur Wende zum 20. Jh. wuchs die Flotte auf 16 Dampfer nebst Kohlenschiffen. Schon ab 1853 Betriebsgemeinschaft mit dem vormaligen KonkurrenzUnternehmen „Preussisch-Rheinische Dampfschifffahrt“ in Köln. 1967 fusionierten beide Firmen zur noch heute börsennotierten Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG. Los 376

Danziger Verpackungsindustrie AG Danzig, Aktie 1.000 RM Juli 1942 (Auflage 234, R 10) EF Lediglich 3 Stück wurden von der 1.000-RMAktie im Reichsbankschatz gefunden!

Schätzwert 300-400 €

Dampfziegelei Schmiedeberg AG

Los 379

Bad Schmiedeberg, Aktie 1.000 Mark 22.2.1922. Gründeraktie (Auflage 2000, R 10) VF+

Dampfziegelei Schmiedeberg AG

Großformatig, sehr schöne Umrahmung aus in Blumenornamentik. Gründung im Febr. 1922 zur Errichtung einer Dampfziegelei auf dem Gelände der abgebrannten ehemaligen Schmiedeberger Verblendwerke vorm. Heymann & Co. in der Dübener Heide (zwischen Dessau und Torgau). Hergestellt wurden Mauerziegel und Dachziegel aller Art. 1926 umbenannt in “Schmiedeberger Klinker- und Dachsteinwerke AG”. 1929 vollständige Erneuerung der Ziegeleimaschinenanlage. Das Kapital wurde nach diversen Wandlungen schließlich 1931 eingeteilt in 750 Aktien zu 100 RM. Zu diesem Zweck wurden in bunter Mischung Stücke der Emissionen 11/1922, 2/1923 und 3/1924 entsprechend überstempelt. Die reine Familien-AG (vom Kapital hielten Ing. W. Eichberg und Marianne Schmidt je 3/7 und Karl Schmidt 1/7) ging in der DDR schließlich im VEB Steinzeugwerk Bad Schmiedeberg auf (dem 1968 auch der VEB Baustoffkombinat Bitterfeld angeschlossen wurde). Nach der Wende stillgelegt. Das ehemalige Ziegeleigebäude wird heute als Ausstellungshalle genutzt. Sämtliche Aktien dieser AG waren vorher völlig unbekannt; von der Gründeraktie wurden nur 4 Stück im Reichsbankschatz gefunden. Los 377

Schätzwert 400-500 €

Schätzwert 275-350 €

Dampfziegelei Schmiedeberg AG

Schätzwert 225-300 €

Bad Schmiedeberg, Aktie 1.000 Mark 16.2.1923 (Auflage 6500, R 9) VF Großformatig, schöne kräftige Umrahmung. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 383

Schätzwert 20-60 €

David Grove AG Berlin, Aktie 100 RM Juli 1932 (Auflage 1330, R 4) EF

Los 380

Schätzwert 150-250 €

Danziger Siedlungs-AG Danzig, Aktie 50.000 RM Sept. 1941 (Auflage nur 40 Stück, R 7), ausgestellt auf die Hansestadt Danzig UNC-EF Gründung 1929 mit einem Kapital von 500.000 Danziger Gulden zwecks Bau und Betreuung von Kleinwohnungen im Sinne des Wohnungsgemeinnüzigkeitsgesetzes. Alleinaktionär war die Hansestadt Danzig, deren Stadtbaurat traditionell Vorstandsmitglied und deren OB Aufsichtsratsvorsitzender war. Kapital 1940 auf 350.000 RM umgestellt und 1941 auf 2 Mio. RM erhöht.

Bad Schmiedeberg, Aktie 1.000 Mark 15.11.1922 (Auflage 3000, R 10) VF

Gründung 1864 als Einzelfirma, Umwandlung 1912 in eine GmbH und 1920 in eine AG. Herstellung und Vertrieb von Zentral-Heizungs-, Lüftungs-, Gas-, Wasserleitungs- und Badeanlagen. 1923 Erwerb eines Bürohauses in Breslau (Neue Taschenstr. 30) und der Aktienmehrheit der Bülowstr. 90 GrundstücksverwertungsAG in Berlin W 57. 1924/25 Erwerb der stillgelegten Dinos-Werke in Hohenschönhausen, das Apparatebauwerk Charlottenburg wurde dorthin verlagert und das Fabrikgelände verkauft. 1927 auch Verkauf des Fabrikareals in Spandau. Nach Insolvenz eines großen Kunden und einem 12-wöchigen Streik geriet die AG 1929/30 in Vergleich. Nach verlustreichem Verkauf der Fabrik in Hohenschönhausen und der Filialen Breslau und Danzig (schon zuvor waren die Filialen in Dresden, Hamburg, Köln, Nürnberg und Rostock aufgegeben worden) blieb nur noch die Fabrik in Tempelhof (Ringbahnstr. 32/34). 1934 verkaufte die der Stadt Berlin nahestehende Berliner Müllabfuhr AG die Aktienmehrheit an ein privates Konsortium, dem u.a. die Bergmann-Elektrizitäts-Werke AG angehörten. Ende 1935 Errichtung einer Zweigniederlassung in Königsberg (Pr.). 1949 in eine GmbH umgewandelt. Die Firma besteht noch heute.

Schöne Jugendstil-Kapitälchen, Originalunterschriften. Gegründet im Jahr 1900. Nach Planungen von Hannes Meyer entstand 1929-30 mit den fünf Laubenganghäusern mit insgesamt 90 Wohnungen ein besonderes Ensemble als “echte” Bauhausbauten. Sie waren Teil der geplanten gemischten Bebauung, die Hannes Meyer für die Erweiterung von Törten vorgesehen hatte. Zwischen mehrgeschossigen Laubenganghäusern sollte eine eingeschossige Reihenhausbebauung entstehen. Die in Teilen realisierte Bebauung grenzte an die 1926-28 von Walter Gropius konzipierte halbländliche Reihenhaussiedlung. 1958 wurde die Spar- und Baugenossenschaft in “Dessauer gem. Wohnungsbaugenossenschaft eGmbH” (GWG) umbenannt. 1979 fusionierte die GWG mit der Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG) Einheit, die 1965 aus dem Zusammenschluß der AWG Waggonbau und der AWG Elektromotorenwerk hervorgegangen war. Zuletzt dann 2008 umbenannt in “Wohnungsgenossenschaft Dessau eG”. Diese setzte die Bauhaus-Tradition zuletzt fort mit 2010 fertiggestellten Exoerimentalbauten und modernen Mietwohnungen am Rande von Törten. Vorher vollkommen unbekannt gewesen!

Los 386

Schätzwert 50-175 €

Dessauer Strassenbahn-Gesellschaft Dessau, Actie 1.000 Mark 22.6.1900 (Auflage 1300, R 2) EF Großformatiges, dekoratives Papier. Originalunterschriften. Gründung 1894. Auf den 12,8 km langen normalspurigen Strecken beförderten 20 Triebwagen und knapp 40 Beiwagen bis zu 3 Mio. Fahrgäste im Jahr. Offenbar als Referenz an den Großaktionär (Deutsche Continental-GasGesellschaft) bis 1901 mit Gasmotorbetrieb, erst danach elektrifiziert.

Identische Gestaltung wie vofolgender Titel.

Los 381

Schätzwert 275-350 €

Danziger Verpackungsindustrie AG

Los 378

Schätzwert 400-500 €

Dampfziegelei Schmiedeberg AG Bad Schmiedeberg, Aktie 1.000 Mark 15.11.1922 (Auflage 3000, R 11), 1929 umgestellt auf 100 RM VF Identische Gestaltung wie voriger Titel. Von dieser Variante lagen lediglich 2 Stück im Reichsbankschatz!

Danzig, Aktie 100 RM Juli 1942 (Auflage nur 60 Stück, R 8) EF

Los 384

Schätzwert 75-175 €

Gründung 1922 zwecks Verarbeitung von Papier, Pappe und sonstigen Materialien zur Herstellung von Verpackungsmitteln. Haupterzeugnisse der Fabrik in der Weidengasse 35-38 waren Kartonnagen, Tüten und Beutel sowie Wellpappe, die im Anilin-, Buch- oder Offsetdruck bedruckt werden konnten. Beide Nennwerte waren vorher völlig unbekannt, nur 11 Stück wurden von der 100-RMAktie jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Delitzsch, Aktie 1.000 RM 25.2.1929 (Auflage 164, R 6, weitere 2808 waren in vier Sammelurkunden verbrieft) EF

Delitzscher Kleinbahn-AG

Gründung 1911 als Neue Kleinbahn-AG Crensitz-Crostitz mit Sitz in Halle (Saale). Name 1914-1927 Crostitzer Kleinbahn AG mit Sitz in Großerositz, umbenannt 1927 in Delitzscher Kleinbahn-AG und 1942 in Delitzscher Eisenbahn-AG. Normalspurige Nebenbahn CrensitzCrostitz-Rackwitz-Delitzsch (35 km). Strecken

Los 387

Schätzwert 150-200 €

Deutsch Rumänische Petroleum AG (DERUPAG) Berlin, Aktie 1.000 Mark 26.7.1923 (Auflage 20000, R 8) EF-VF Gründung 1922. Import und Großhandel mit sämtlichen Naphtaprodukten, insbesondere

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solcher rumänischer Provenienz. 1923 Erwerb eines Geländes von 13.000 qm in Berlin-Lichtenberg zur Errichtung einer unterirdischen, feuersicheren Tankanlage sowie massiver Lagergebäude und einer Fabrikationsanlage. Filiale in Hamburg.

Los 388

Nr. 394

Nr. 390

Schätzwert 200-250 €

Deutsch-Amerikanische Schmirgelwerke AG Berlin, Aktie 20 RM 23.12.1924 (Auflage 6000, R 8) EF-VF Gründung am 23.11.1921. Herstellung und Vertrieb aller der Schleif- und Malindustrie dienenden Erzeugnisse. Spezialgebiet war die Herstellung zahnärztlicher Schleifartikel aus grünem Carborundum (25% der Gesamtproduktion). 1928 in Liquidation. Nur 18 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 393 Los 389

Schätzwert 200-250 €

Deutsch-Galizische Rohölproductions-Gesellschaft Grube „Charlotte“ in Boryslaw Verwaltungssitz Leipzig, Anteil-Schein 15.10.1918 (Auflage 1000, R 9), ausgestellt auf Frau Elisabeth Baumbach, Niedertrebra i.Th EF. Im ehemaligen Kronland Galizien der Donaumonarchie (heute die Westukraine) wurden schon ab 1854 zahlreiche Schächte gegraben, um daraus Erdöl zu schöpfen und Erdwachs abzubauen. Durch diese leicht zu erschließenden Vorkommen war Österreich-Ungarn mit einer Jahresförderung von knapp 3 Mio. t zu Beginn des 1. Weltkrieges das drittgrößte Ölförderland der Erde. Dass man hier, wenige Tage vor Ende des 1. Weltkrieges und bereits nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie, noch Anteile an einem galizischen Erdölunternehmen an gutgläubige Anleger verhökerte, das ist schon ein ziemliches Husarenstück. Vorher völlig unbekannt gewesen.

Los 390

Berlin, Aktie 1.000 Mark 30.9.1916 (Auflage 1500, R 5) EF Los 391

Schätzwert 30-60 €

Deutsche Ansiedlungsbank Berlin, Genüsse 50 RM April 1926 (R 6) EF Gewinnberechtigt bis zum Höchstsatz von 4 %. Gründung 1898 zur Parzellierung größerer landwirtschaftlicher Güter. Ab 1938 Ausdehnung des Arbeitsgebietes auf die besetzten Gebiete. Ab 1940 Übernahme umfangreicher Taxationsarbeiten im Rahmen der Rücksiedlung “volksdeutscher” Bauern aus Russland, Estland, Lettland, dem Generalgouvernement und Rumänien. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft war mit einigen hochkarätigen SS-Führern besetzt. 1958 nach Abwicklung vom Amts wegen gelöscht.

Schätzwert 400-500 €

Deutsch-Rumänische Meßhaus-AG Leipzig, Aktie 100 RM 25.8.1925 (Auflage 450, R 12) EF. Gründung 1923 zwecks Förderung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Rumänien und zur Einrichtung einer dauernden Ausstellung deutscher und rumänischer Erzeugnisse durch die Produzenten in Leipzig in dafür zu schaffenden Ausstellungsräumen. Als man, trotz eines rumänischen Prinzen im Aufsichtsrat, die Aussichtslosigkeit des Vorhabens konstatieren musste, ging die AG bereits 1925 wieder in Liquidation. Ein Unikat.

Schätzwert 100-200 €

Deutsche Babcock & Wilcox-Dampfkessel-Werke AG

Los 392

Schätzwert 75-125 €

Deutsche Asphalt-AG der Limmer und Vorwohler Grubenfelder

Schöner G&D-Druck, Umrahmung mit Löwenzahnblättern und Pusteblumen im Sütterlin-Stil, Vignette einer dampfgetriebenen Weltkugel. Die Mutterfirma wurde bereits 1881 von den Amerikanern George H. Babcock und Stephen Wilcox gegründet. Sie erfanden 1867 den patentierten Hochdruck-Dampfkessel. Die Deutsche Babcock & Wilcox-Dampfkessel-Werke AG wurde im Okt. 1898 durch Übernahme des Berliner Zweigwerks der Babcock & Wilcox Ltd., London gegründet. Die Gesellschaft erhielt das Fabrikations- und Verkaufsrecht für das Deutsche Reich und dessen Kolonien. Wenig später wurde in Oberhausen ein großes neues Werk errichtet. 1909 Übernahme der Oberschlesischen Kesselwerke in Gleiwitz. Der bedeutendste europäische Hersteller auf dem Gebiet des konventionellen Dampferzeugerbaus erweiterte ab 1966 das Angebot auf 10 Produktlinien des Maschinen- und Industrieanlagenbaus einschließlich vieler Firmen-Übernahmen. Umfimiert 1976 in Deutsche Babcock AG, 2000 in Babcock Borsig AG. Zuletzt Holding für über 200 Tochtergesellschaften, darunter die weltbekannte U-BootWerft HDW. Nach deren umstrittenem Verkauf kam Mitte 2002 die spektakuläre Insolvenz. Los 394

Schätzwert 225-300 €

Deutsche Bank

Braunschweig, Aktie 100 RM Aug. 1937 (Auflage 200, R 7) EF

New York, 6 % Teilschuldv. (American Participation Certificate) 1.000 $ 1.9.1927 (R 8) VF

Gründung 1873, seither kontinuierlicher Aufkauf von Konkurrenz-Firmen. Asphalt-Gruben bei Eschershausen und Hannover. Gehört über die Braunschweig GmbH zur heutigen NORD/LB (vorm. Braunschweigische Staatsbank).

Gründung 1870. Wie die anderen Großbanken auch wuchs die Deutsche Bank nach der Wende zum 20. Jh. vor allem durch reihenweise Übernahmen von Regional- und Privatbanken. Der große Wurf gelang 1929 mit der Fusion mit der traditionsreichen (bereits 1851 gegründe-

ten) “Direction der Disconto-Gesellschaft”. Dabei Umbenennung in „Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft“, ab 1937 wieder als „Deutsche Bank“ firmierend. Nach dem 2. Weltkrieges wurde die Hauptniederlassung in Berlin auf alliierte Anordnung stillgelegt, die Niederlassungen in der russischen Zone wurden enteignet. In Westdeutschland ordneten die Alliierten die Zerschlagung der Deutschen Bank an, 1952 wurden aufgrund des Großbankengesetzes drei Nachfolgeinstitute ausgegründet: Norddeutsche Bank AG in Hamburg, Rheinisch-Westfälische Bank AG (ab 1956 Deutsche Bank AG West) in Düsseldorf und Süddeutsche Bank AG in München. Auf hartnäckiges Betreiben von Hermann Josef Abs 1956 im Wege der Verschmelzung wieder vereinigt. Nach der Wende 1990 auch Verschmelzung mit der 100%igen Tochter Deutsche Bank Berlin AG, 1999 Übernahme der US-amerikanischen Bankers Trust und Übertragung des Teilbereiches Privat- und Geschäftskunden auf die Deutsche Bank 24 AG - was aber bald wieder rückgängig gemacht wurde.

Los 395

Schätzwert 75-150 €

Deutsche Bau- und Bodenbank AG Berlin, Sammel-Namensaktie Reihe B 10 x 1.000 RM März 1927 (R 5) EF Gründung 1923 in Berlin als Deutsche Wohnstätten-Bank AG. 1926 umbenannt in Deutsche Bauund Bodenbank AG. Betrieb von Bankgeschäften jeder Art unter besonderer Förderung der Bauwirtschaft und des Wohnungsbaues. 1949 Sitzverlegung nach Frankfurt a.M. 1979 übernahm die Deutsche Pfandbriefanstalt (seit 1998/99 DePfa Deutsche Pfandbriefbank AG) eine Mehrheitsbeteiligung. Im Zuge von Umstrukturierungen der DePfa wurden die gesamten Immobilienaktivitäten auf die Deutsche Bau- und Bodenbank AG übertragen, die dauraufhin in „DePfa Bank AG“ (heute „Aareal Bank AG“) umfirmiert wurde. Ausgestellt auf das Deutsche Reich, vertreten durch den Herrn Reichsarbeitsminister.

Los 396

Schätzwert 150-250 €

Deutsche Bergin-AG für Holzhydrolyse Heidelberg, Aktie 1.000 RM 29.10.1934 (Auflage 857, R 7) EF

Nr. 385 42

Nr. 389

Gründung 1920 in Berlin als Deutsche BerginAG für Kohle- und Erdölchemie. Ab 1924 Sitz in Mannheim. Name ab 1932: Deutsche BerginAG für Holzhydrolyse. 1916 begannen unter Friedrich Bergius, dem Forschungsleiter und

Vorstandsmitglied der Th. Goldschmidt AG groß angelegte Versuche im Werk Mannheim-Rheinau zur Kohlehydrierung (Gewinnung von Benzin aus Kohle). Die Versuche schlugen fehl, Bergius verbrauchte rund 5 Mio. Goldmark. 1919 trennte sich Bergius von seinem ehemaligen Gönner Karl Goldschmidt und gründete die Deutsche Bergin AG, wo er seit 1924 mit der Zuckergewinnung aus Holz experimentiert. Erzeugnisse: Holzzucker, Traubenzucker, Nähr- und Futterhefe sowie Lignin. 1931 erhielt Bergius den Nobelpreis. Aber die Gesellschaft macht Verluste infolge des geringen Produktionsumsatzes. 1938 Sanierung durch Kapitalherabsetzung. Im Febr. 1945 erhebliche Schäden durch Fliegerangriffe, aber im Dez. 1946 Aufnahme der Zellstoffverarbeitung und 1949 der Holzverarbeitung. 1956 wurde die Umwandlung der AG in eine GmbH unter der Firma “Rheinauer Holzhydrolyse GmbH” mit Sitz in Mannheim beschlossen.

Gründung 1899, Betrieb von neun Bahnen mit 165 km Betriebslänge in Baden, Württemberg, Preußen und Braunschweig. Das Netz erfuhr 1932 eine bedeutende Erweiterung (132 km) durch Übernahme der Strecken der Badischen Lokaleisenbahnen. Die DEBG war der einzige größere Eisenbahn-Konzern in Deutschland, den die mächtige AG für Verkehrswesen (AGIV) nie zu schlucken vermochte. 1958-67 dann schrittweise Aufgabe aller Aktivitäten und Liquidation. Börsennotiz Berlin, Frankfurt und Leipzig. Großaktionäre waren Deutsche Bank, Commerzbank und Knorr-Bremse.

wurden separate Serien Anteilscheine (I, II und III) ausgegeben. Die Firma stellte FeuerungsAnlagen und Roststäbe vor allem für Dampflokomotiven her und war ein Zulieferer der damals bedeutenden Lokomotivbau-Industrie in Berlin (Borsig, Schwarzkopff usw.)

land errichtet. 1946 Sitzverlegung nach Düsseldorf, 1979 Umfirmierung in CONTIGAS Deutsche Energie AG, eine noch heute börsennotierte Holding für vielfältige Beteiligungen an Energieversorgungsunternehmen. 1988 Sitzverlegung nach München. Los 400

Schätzwert 30-100 €

Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft Dessau, Aktie 5.000 Mark Dez. 1922 (Auflage 2400, R 3) EF Identische Gestalt wie voriges Los.

Los 406 Los 397

Schätzwert 60-100 €

Los 403

Deutsche Chemische Werke AG Berlin, Aktie 20 RM Sept. 1925 (Auflage 10000, R 6) EF+ Gründung 1921 zum Betrieb einer chemischen Fabrik, einer Branntweinbrennerei und einer Likörfabrik im brandenburgischen Sommerfeld (Die Crossener Oderberge mit den Städten Crossen und Sommerfeld als damals richtigen Weinorten waren schon seit der Einwanderung rheinischer Kolonisten im Jahr 1154 die nördlichste Weinbaugegend Deutschlands. Da in kalten und nassen Jahren die Trauben jedoch nicht recht reiften, prägte man den Vers: “Märkischer Erde Weinerträge - gehn durch den Hals wie eine Säge”). Außerdem in Berlin beteiligt an der H. Seemann GmbH und der Apotheker Dr. A. Uecker GmbH (Herstellung chemisch-pharmazeutischer Präparate). Die verschiedenen Berliner Betriebe der Ges. wurden 1924 in den Fabrikräumen der Noé & Sohn GmbH (Berlin, Saarbrücker Straße 23/24) zusammengelegt, während die Verwaltung jetzt in der oberschlesischen Stadt Ratibor (Polkoplatz 5) residierte. 1934 umbenannt in “Coho” Chemie-VertriebsAG. 1936 ist die AG erloschen, ohne daß sie jemals einen Pfennig Dividende gezahlt hätte. Los 398

Mühlheim-Ruhr, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 RM Dez. 1937 (Auflage 9000, R 10) EF Los 401

Schätzwert 30-75 €

Deutsche Effectenund Wechsel-Bank Frankfurt a.M., Aktie Lit. E 1.000 RM 15.5.1929 (Auflage 5000, R 5) EF Hervorgegangen aus dem seit 1821 bestehenden Bankhaus L.A. Hahn. Seit 1872 AG als Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. 1929 Fusion mit der Deutschen Vereinsbank. 1969 Übertragung des Bankgeschäftes auf die neugegründete Effectenbank-Warburg AG und Umfirmierung in Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG. 2000 Sitzverlegung nach Jena, heute als Tochtergesellschaft der von Lothar Späth geführten JENOPTIK eine Holdinggesellschaft für deren Beteiligungen an jungen Technologie-Firmen.

Schätzwert 400-500 €

Deutsche Chemische Werke AG Berlin, Aktie 100 RM Sept. 1925 (Auflage 400, R 12) EF-VF Vorher völlig unbekannt gewesener Nennwert, ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Los 399

Gründung 1933 durch die Vereinigte Stahlwerke AG, die Schwerter Profileisenwalzwerk AG, die Westfälische Eisen- und Drahtwerke AG, das Eisenwerk Kraft und die Rheinisch-Westfälische Stahl- und Walzwerke AG. Neben Hochöfen, Stahlwerken und Gießereien wurden auch Zementwerke und Kokereien betrieben. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 404

Schätzwert 200-275 €

Deutsche Evaporator-AG Berlin-Wilmersdorf, Aktie 20 RM Nov. 1924 (Auflage 95000, R 9) VF Gegründet 1857 unter der Firma Lüneburger Eisenwerk in Lüneburg, errichtet 1844 von A. Wellenkamp & Co. Herstellung und Vertrieb aller zur Verbesserung wärmewirtschaftlich Wirkungsgrade erforderlichen Anlagen und Apparate. Betrieb einer Eisengießerei, Maschinenbauanstalt, Kesselschmiede, Hüttenschloßerei und eines Emailierwerkes in Lüneburg. 1917 umbenannt in Deutsche Evaporator-AG. Zweigniederlassungen in Lüneburg und Torgelow. Dem Aufsichtsrat der Ges. gehörten u.a. Dr. Hjalmar Schacht und Dr. Gustav Stresemann an. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 405

Berlin, Zwischenschein zu einer Namensaktie 300 RM 6.12.1943 (Auflage 619, R 10), ausgestellt auf Hermann Israel Sommerfeld VF+ Originalunterschriften. Gründung 1929 durch die Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Großschlächter Chemnitz, die Chemnitzer Fleischzentrale AG, den Bayrischen Großschlächter-Verband in Nürnberg, die Genossenschaft der Schweinegroßschlächter von Hamburg-Altona, den Interessenverband der Großschlächtervereine Berlins, die Ein- und Verkaufsgenossenschaft vereinigter Großschlächter zu Leipzig, die Frankfurter Fleisch- und Fettvertrieb GmbH und ca. 300 Großschlächter aus allen Teilen Deutschlands zwecks Durchführung aller Geschäfte auf dem Gebiet der Vieh- und Fleischwirtschaft. Die Ges. war der wirtschaftliche Arm des Reichsverbandes der Deutschen Großschlächter und wurde gegründet, um die Interessen der Großschlächter bei der künftigen polnischen Schweineeinfuhr nach Deutschland gemeinsam zu vertreten. Auf dem Berliner Fleischgroßmarkt war die Ges. trotz Protestes des Großschlächtergwerbes mit einem eigenen Verkaufsstand vertreten. Dagegen mißlang die Absicht, in Berlin eine vom Reich subventionierte Talg- und Fettschmelze einzurichten. Vorher völlig unbekannt gewesen, nur 3 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden.

Schätzwert 125-250 €

Deutsche Feuerungs-Anlagenu. Roststab-Industrie GmbH

Schätzwert 50-150 €

Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft

Los 402

Dessau, Actie 1.200 Mark 15.4.1906 (Auflage 2500, R 2) VF+

Deutsche EisenbahnBetriebs-Gesellschaft AG

Hochdekorative Umrandung. Gründung 1855 als älteste Gasgesellschaft Deutschlands. Seit 1886 auch in der Elektrizitätswirtschaft tätig. In Dessau wurde die nach Berlin älteste Elektrizitäts-Zentrale in Deutsch-

Berlin, Aktie, Ser. I 1.000 Mark 20.4.1899. Gründeraktie (Auflage 1500, R 3) EF-VF

Nr. 398

Schätzwert 100-150 €

Deutsche Eisenwerke AG

Schätzwert 225-300 €

Deutsche Fleischgrosshandels-AG

Schätzwert 50-175 €

Dekorativ, Dampflok im Unterdruck, in den Ecken Vignetten mit Flügelrad.

Berlin, Antheilschein III 1.000 Mark 8.3.1901 (ausgestellt auf Georg Tolzmann, Auflage nur 30 Stück, R 9) EF Hübsche Umrahmung im Mäander-Stil. Originalunterschrift Hugo Dressler für den Vorstand. Gegründet 1901 mit einem Kapital von 150.000 M, das zu je 40 % die Herren Hugo und Max Dressler besaßen und zu 20 % Herr Georg Tolzmann. Für die drei Gesellschafter

Nr. 404

Los 407

Schätzwert 600-750 €

Deutsche Fox Film AG Berlin, Aktie 100 RM 15.11.1938 (Auflage nur 10 Stück, R 9) EF Gründung 1921 in Leipzig als “Deutsche Vereins-Film-AG”, 1923 Sitzverlegung nach Berlin, 1930 umfirmiert wie oben nach Übernahme durch die US-amerikanische 20th Century Fox Film Corp. Zweck war nun die Verwaltung der der Firma gehörenden inländischen Filmlizenzrechte von Filmen der 20th Century Fox Film Corporation und der Verleih von Fox-Filmen in deutschen Lichtspielhäusern. Zu diesem Zweck errichtete Fox-Film eines der ersten Synchronisationsstudios in Deutschland. Der Kriegseintritt der USA verbannte amerikanische Filme von deutschen Leinwänden, die deutsche Fox-Tochter wurde als Feindvermögen behandelt und nach Einstellung des operativen Geschäfts 1941 in “Deutsche Fox Film Vermögensverwaltung AG” umbenannt. 1952 in eine GmbH umgewandelt.

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von Berlin gingen der westliche (GASAG) und der östliche (zuletzt Berliner Erdgas AG) Teil wieder getrennte Wege, ehe sie nach der Wende 1993 erneut zusammengeführt wurden. Die Anleihe des GASAG-Vorläufers war vorher vollkommen unbekannt. Von diesem Nennwert wurden lediglich 4 Stück im Reichsbankschatz gefunden.

Los 411

Schätzwert 275-350 €

Deutsche Gasgesellschaft AG Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 Mark Juli 1919 (Auflage 13500, R 8) UNC-EF

Beide Nennwerte waren vorher vollkommen unbekannt, von der 100-RM-Aktie mit ihrer ohnehin minimalen Auflage wurden lediglich 6 Stück im Reichsbankschatz gefunden.

Schöner Sicherheitsdruck mit Originalunterschriften.

Nr. 407

Nr. 405 dungsstelle für den gesamten deutschen Erwerbsgartenbau bestellt. In der Spitze hatte die Bank über 60 Mitarbeiter. Mehrere interessante Beteiligungen, u.a. an der „Frühgemüsebau Achern GmbH“ (Achern/Baden) und an der „Deutsche Spargelhochzucht GmbH“ (Osterburg-Altmark). Los 410

handelten) Konzessionsnehmer irreparabel gestört hatte. Aktionäre der Deutschen Gasgesellschaft waren die Kreise Teltow und Niederbarnim sowie die Städte Schöneberg und Wilmersdorf, die als industriellen Partner die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau, mit einem Minderheitsanteil mit an Bord nahmen. Zu den von

Los 412

Schätzwert 275-350 €

Deutsche Gasgesellschaft AG Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 2.000 Mark Juli 1919 (Auflage 6750, R 8) UNC Identische Gestaltung wie vorige Titel.

Schätzwert 500-650 €

Deutsche Gasgesellschaft AG Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 500 Mark Juli 1919 (Auflage 4000, R 10) VF

Los 408

Schätzwert 125-200 €

Deutsche Fox Film AG Berlin, Aktie 1.000 RM 15.11.1938 (Auflage NUR 99 STÜCK, R 6) UNC Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 409

Schätzwert 100-175 €

Deutsche Gartenbau-Kredit AG Berlin-Charlottenburg, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 650, R 7) EF Gründung 1925, vom Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft als Entschul-

Schöner Sicherheitsdruck mit Originalunterschriften. Bereits 1825 erhielt die britische Imperial Continental Gas Association die Konzession, die Straßen der preußischen und später gesamtdeutschen Hauptstadt Berlin zu beleuchten. Nach Bau der ersten Gaserleuchtungsanstalt in der Gitschiner Straße brannten 1826 erstmals Gaslaternen in der Straße Unter den Linden bis zur Schlossbrücke. 1847 nahmen die Städtischen Gaswerke die Produktion auf, da der Konzessionsvertrag mit der ICGA der Stadt Berlin ab diesem Jahr das Recht einräumte, die öffentliche Beleuchtung selbst zu übernehmen. Daraus entstand 1912 die “Städtische Gaswerke AG”, damals der größte Gasversorger in ganz Europa (nach Gründung von Gross-Berlin 1923 neu gegründet als Städtische Gaswerke AG - Gasag, 1937 in einen Eigenbetrieb der Stadt umgewandelt). In den Berlin umgebenden Städten und Gemeinden (GrossBerlin entstand bekanntlich erst 1920) blieb die ICGA aber weiter tätig. 1918 übernahm die “Deutsche Gasgesellschaft AG” (gegründet 1899 als Gaswerk Grünau (Mark) AG und 1918 entsprechend umfirmiert) den größten Teil der Grossberliner Gasversorgungsaktivitäten vom Liquidator der Imperial Continental Gas Ass. zum Preis von 75,45 Mio. Mark, nachdem der 1. Weltkrieg das Verhältnis zum (als Feindvermögen be-

Städtische Gasanstalt am Stralauer Platz um 1900

der ICGA übernommenen Gaswerken Mariendorf, Schöneberg, Gitschiner Straße, Holzmarktstraße und Grünau wurde noch das Gaswerk Hohenschönhausen hinzuerworben. Auch nach dem Entstehen von Gross-Berlin blieb die Deutsche Gasgesellschaft in ihrem Konzessionsgebiet unabhängig von der Gasag weiter tätig. Das lag auch daran, daß der Betrieb ihrer Gaswerke von Anfang an mit einer Laufzeit bis 1969 der Gasbetriebsgesellschaft AG in Berlin-Mariendorf übertragen war, deren Aktien zu 2/3 die Contigas besaß. Nur die Aktionärsstruktur der Dt. Gasgesellschaft änderte sich: 45 % besaß jetzt die Stadt Berlin, je rd. 27 % der Kreis Teltow und die Contigas. Erst 1940 waren sämtliche Aktien auf die Stadt Berlin übergegangen und die Deutsche Gasgesellschaft wurde in den städtischen Eigenbetrieb Gasag eingegliedert. Nach der Teilung

Los 413

Schätzwert 400-500 €

Deutsche Gasgesellschaft AG Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 5.000 Mark Juli 1919 (Auflage 2500, R 9) UNC-EF Nochmals gleiche Gestaltung, mit Originalunterschriften. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 414

Schätzwert 50-125 €

Deutsche Gasolin AG Berlin, Aktie 100 RM 6.10.1942 (Auflage 22245, R 5) EF

Nr. 410 44

Nr. 416

Gründung 1920, die AG übernahm dabei die Deutsche Schmiermittel GmbH in Frankfurt/Main. Bis 1922: Olea Mineralölwerke AG, bis 1925 Oleawerke AG für Mineralöl-Industrie mit Sitz in Halle (Saale), dann bis 1926

Hugo Stinnes-Riebeck Oel-AG. Destillation und Raffination von Mineralölen, Braun- und Steinkohlenteer und Fabrikation von Schmiermitteln. Börsennotiz Frankfurt. Großaktionär war die Hugo Stinnes - Riebeck Montan- und Oelwerke AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung und Übernahme durch die Aral AG.

dationsrate die Wahl, entweder ihre Aktien der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Deutsche Bundesbank, gemäß deren Angebot gegen einen festen, sofort zahlbaren Preis zu verkaufen oder das Ergebnis der mehrjährigen Liquidation abzuwarten.

Los 415

Deutsche Grammophon-AG

Los 418 Schätzwert 100-150 €

Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues gem. AG Berlin, Aktie Lit. E 500 RM 1.7.1939 (R 8) EF Am 25.4.1939 umgewandelt in Namensaktie. Das 1924 gegründete Unternehmen verwaltete 1943 fast 7.000 Wohnungen und Läden. 2003 Beginn der Umstrukturierung der Gesellschaft im Konzernverbund mit den Tochtergesellschaften KÖWOGE, WBG Marzahn und GEWOBE. Das Unternehmen hat Berliner Architekturgeschichte geschrieben, Wohnsiedlungen wie das Märkische Viertel und die Gropiusstadt, aber auch das Projekt Alexa am Alexanderplatz. Los 416

Schätzwert 20-60 €

Leipzig-Wahren, Aktie 100 RM 20.3.1935 (Auflage 9000, R 3) UNC-EF Gründung 1895 als Polyphon-Musikwerke AG. 1928 zusammen mit Siemens und der AEG Gründung der Klangfilm GmbH. 1904-08 außerdem Automobilbau (Polymobil). 1937 Umfirmierung in „Grundstücksgesellschaft Markgrafenstraße AG“. 1945 Geschäftsleitung in Berlin, 1949 Deutsche Grammophon GmbH verlagert von Berlin nach Hannover, 1957 nach Hamburg (Muttergesellschaft Universal Music International).

Schätzwert 225-300 €

Deutsche Girozentrale -Deutsche KommunalbankBerlin, 4 % Sammel-Schuldv. 1.000 x 1.000 RM = 1.000.000 RM 1.7.1942 (Auflage nur 20 Stück, R 8) EF+ Gegründet wurde die Deutsche Girozentrale 1918 als Bankanstalt des Deutschen Zentralgiroverbandes für den zentralen Geldausgleich und den Anschluss der Sparkassenorganisation an den Geld- und Kapitalmarkt, zehn Jahre nachdem bei den Sparkassen der Giroverkehr Einzug gehalten hatte. 1919 übernahm die DGZ auch die “Geldvermittlungsstelle der deutschen Städte” und erhielt das Recht, zur Refinanzierung ihrer langfristigen Kommunalkredite die “Deutschen Kommunal-Anleihen” aufzulegen. Die Bezeichnung der Deutschen Girozentrale wurde deshalb 1921 um den Zusatz “Deutsche Kommunalbank” ergänzt. Im sowjetisch besetzten Sektor von Berlin liegend, wurde die DGZ 1945 zunächst geschlossen, 1947 mit Einschränkungen in Düsseldorf reaktiviert, 1954 nahm sie ihre volle Geschäftstätigkeit wieder auf. 1965 Verlegung des Hauptsitzes nach Frankfurt/Main, 1999 Fusion mit der DekaBank GmbH zur “DekaBank Deutsche Girozentrale”.

Los 419

Schätzwert 30-100 €

Deutsche Grundcredit-Bank Gotha, Communal-Schuldv. 20.000 Mark 1.6.1923 (R 10) EF-VF Gründung 1867 mit Herzogl. Sachsen-CoburgGothaischer Landesherrlicher Bestätigung. 1921 Übernahme der Schwarzburgischen Hypothekenbank in Sondershausen. Die Pfandbriefe notierten an allen großen deutschen Börsen.

Los 422

Nr. 422 Los 424 Schätzwert 800-1000 €

Deutsche Länderbank AG

Berlin, Sammelaktie 5.000 x 1.000 RM Okt. 1941 (R 12) EF

Berlin, Aktie 20 RM Apr. 1935 (Auflage 145000, R 12) EF

Ausführung im Wertpapierdruck, Originalunterschriften, Dividendenstempel 1941-1943. Gründung 1896 zur Übernahme der Firma Hirschmann & Co. in Rummelsburg. Herstellung elektrischer Kabel, isolierter Drähte aller Art, Gummischläuche und sonstiger Gummiwaren in Berlin (Lichtenberg, Boxhagener Straße) und Ketschendorf (bei Fürstenwalde). 1923 Mitgründung der Cyklon-Automobil-Werke AG in Charlottenburg. Großaktionär mit 93 % des Kapitals war vor Kriegsende die später ebenfalls zum AEG-Konzern gehörende Kabelwerk Rheydt AG (die AEG selbst betrieb seit 1897 das nicht weit entfernt liegende Kabelwerk Oberspree). 1967 wurden die Kabelwerke Meißen, Vacha, Plauen, Adlershof, Schönow und Köpenick (vorm. C. J. Vogel AG) mit dem Kabelwerk Oberspree im neuen Kombinat VEB Kabelwerk Oberspree (KWO) zusammengeschlossen. 1990 zunächst KWO Kabel AG, dann KWO Kabelwerke Oberspree GmbH. 1992, begleitet von einem Besuch der Queen höchstpersönlich, verkauft an die British Insulated Callende’s Cables. 1998 wurde die Kabel-Großproduktion am Standort Oberschöneweide beendet (der unter Denkmalschutz stehende Fabrikkomplex ist heute neuer Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft), die Spezialkabelproduktion wurde auf ein Gelände am Groß-Berliner Damm ausgelagert. Ein Unikat.

Lochentwertet (RB) und zusätzlich mit Dreiecksausschnitt am unteren Rand (alt). Gründung 1909 als Kolonialbank AG, 1922 umbenannt wie oben. Ihr Bankgebäude Unter den Linden 82 besaß die Bank über ihre Tochtergesellschaft Fugger Grundstücks-AG. 1924 wurde die Badische Anilin- & Soda-Fabrik (BASF) größter Aktionär und damit später der I.G. Farben-Konzern. Das erklärt, warum die außerordentliche verschwiegene Bank neben der Deutschen Bank eine der beiden Hausbanken von I.G. Farben war. 1945 Schließung der Bank durch die russische Besatzungsmacht. 1953 Errichtung eines zweiten Firmensitzes in Frankfurt/Main und bis 1960 vorübergehend als Westdeutsche Handelsbank AG firmierend. Alleinaktionärin wird 1965 die Schweizerische Bankgesellschaft, Zürich, nach Übernahme des I.G. Farben-Ablegers Interhandel AG, Basel. Die SBG gibt 1969 erst 75 % und 1980 auch den Rest der Länderbank-Aktien an die Dresdner Bank ab, die danach 1981 die traditionsreiche Privatbank Hardy & Co. GmbH auf die Länderbank verschmilzt. Das Bäumchen-wechselDich-Spiel endet 1986, als die Länderbank an die SBG zurückverkauft wird und in “Schweizerische Bankgesellschaft (Deutschland) AG” umfirmiert. Um aber die Verwirrung komplett zu machen: Unter dem Namen “Deutsche Länderbank” betreibt die Dresdner Bank weiterhin einige Niederlassungen in Berlin. Aktien dieser Bank vor 1945 waren vorher völlig unbekannt! Die 20-RM-Aktien wurden schon 1938 in 1.000-RM-Stücke umgetauscht. Dieses Stück wurde danach wohl lediglich als Belegexemplar archiviert. Ein Unikat.

Los 425 Los 420

Schätzwert 20-60 €

Los 417

Schätzwert 50-100 €

Deutsche Golddiskontbank Berlin, Aktie Gruppe B 50 £ 7.4.1924 (R 3) EF-VF 1931 umgestellt auf 1.000 RM. Gründung 1924. Zweck: Befriedigung der Kreditbedürfnisse der deutschen Wirtschaft namentlich auf dem Gebiet der Ausfuhrförderung. 1931 Umstellung des Kapitals von Pfund auf RM. Ab 1931 auch Ausfuhrkreditversicherung. 1939 Angebot an ausländische Anteilseigner der Deutschen Reichsbank, ihre Anteile in Golddiskontbank-Aktien umzutauschen. 1962 hatten die privaten Aktionäre der Deutschen Golddiskontbank bei Zahlung der ersten Liqui-

Gegründet 1872. Noch heute börsennotierte (jetzt in Hannover ansässige) Hypothekenbank. Großaktionär war bis 2004 die BHF-Bank. Nach dem Verkauf der BHF-Bank an Sal. Oppenheim verblieb die Deutsche Hypothekenbank AG bei dem ehemaligen Großaktionär der BHF-Bank, der ING. Der Vorgänger der BHFBank, die Berliner Handels-Gesellschaft, begleitete die Deutsche Hypothekenbank praktisch seit ihrer Gründung. Heute Tochtergesellschaft der NORD/LB, die mit 98,56 % an dem Unternehmen beteiligt ist. Los 421

Schätzwert 150-200 €

Deutsche Länderbank AG Berlin, Aktie 1.000 RM Nov. 1942 (Blankette, R 9) UNC

Deutsche Hypothekenbank (AG) Berlin, Aktie 1.000 RM 24.3.1928 (Auflage 1500, R 4) EF

Schätzwert 600-750 €

Deutsche Kabelwerke AG

Los 423

Schätzwert 125-175 €

Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Deutsche Konit-Werke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 19.9.1921. Gründeraktie (Auflage 2500, R 8) EF Gründung im Sept. 1921. Herstellung von, Vertrieb und Handel mit Bauartikeln und chemischen Erzeugnissen. Zweigniederlassung in Hamburg. 1924 bereits Beschluß der Auflösung.

Schätzwert 75-125 € Los 426

Deutsche Industrie-Bank AG Gründung Mai 1923. Im Sept. 1924 sollte laut Beschluss der Kammer für Handelssachen des Landgerichts die Löschung der Firma von Amts wegen angefordert werden.

Schätzwert 400-500 €

Deutsche Länderbank AG

Berlin, Aktie 10.000 Mark Juni 1923 (Auflage 9000, R 7) EF

Berlin, Sammelaktie 10 x 1.000 RM Nov. 1942 (Blankette, R 10) UNC-EF

Nr. 421

Von den Sammelaktien (siehe auch folgende Lose) lagen nur jeweils 3 Stück im Reichsbankschatz.

45

Historisch hochbedeutendes Unikat aus dem Reichsbankschatz. Fehlstelle links oben fachgerecht ergänzt.

Los 433

Schätzwert 50-175 €

Deutsche Steinindustrie AG Reichenbach i.Odenw., Aktie 10.000 Mark 1.8.1923 (Auflage 540, R 4) EF

Nr. 424 Los 427

Schätzwert 400-500 €

Deutsche Länderbank AG Berlin, Sammelaktie 50 x 1.000 RM Nov. 1942 (Blankette, R 10) UNC Los 428

Nr. 427 triebseinrichtungen und Patente wurden an die Brunsviga Maschinenwerke Grimme, Nathalis & Co. in Braunschweig verkauft. Unentwertet.

Schätzwert 400-500 €

Deutsche Länderbank AG

Los 432

Berlin, Sammel-Aktie 100 x 1.000 RM Nov. 1942 (Blankette, R 10) UNC-EF

Deutsche Reichsbank

Identische Gestaltung wie vorige Titel.

Los 429

Schätzwert 30-60 €

Deutsche Merkantilbank AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 31.3.1923 (Auflage 15000, R 8) VFGründung Juli 1919 zur Fortführung der Oberhauser Volksbank AG. Die Aktienmehrheit hielt das Bankhaus E. v. Stein & Co., Berlin-Breslau, das in Konkurs ging. Im April 1925 in Liquidation.

Los 430

Schätzwert 50-125 €

Deutsche Post- und EisenbahnVerkehrswesen AG (Dapag-Efubag) Staaken, Aktie 100 RM 24.6.1933 (Auflage 3700, R 3) EF Gründung 1909 durch Zusammenschluß der Deutsche Abel-Postwertzeichen-Automaten GmbH (Dapag) und der Eisenbahn-Fahrkartenund Billet-Automaten-GmbH (Efubag). Die Firma besaß keinen einzigen Meter Gleis, und doch bewegte sich ohne sie nichts auf deutschen Schienen: Sie produzierte u.a. jene ratternden Ungetüme hinter dem Bahnschalter, die nach Einstellung von Zielort, Klasse u.a.m. die jedem über 40-jährigen noch bekannten Fahrkarten auf dicker brauner Pappe ausspuckten. Daneben wurde die Porto-Kontrollund Frankiermaschine “Poko” sowie Billet-Registrier-Kassen “Bireka” gebaut, seit 1923 auch Rotations-Büro-Druckmaschinen. Das Werk in Staaken unweit der Bahnstation mit 200 Mitarbeitern wurde 1940 kriegsbedingt stillgelegt. Los 431

Großformatiges Papier, sehr dekorativ gestaltet, verschiedene Motive im Unterdruck, u.a. geflügeltes Rad. Gründung 1889 in Ludwigshafen (Rhein) mit Betrieben in Ludwigshafen und Reichenbach (Odw.). 1899 Umwandlung in die “AG für Steinindustrie” mit Sitz in Mannheim. 1900 Umfirmierung in “Deutsche Steinindustrie AG” und Sitzverlegung nach Berlin, 1910 Sitzverlegung

Schätzwert 1000-1250 €

Berlin, Sammelanteilschein (Gesamturkunde) 900 x 100 RM 12.5.1944, ausgegeben an die Deutsche Golddiskontbank, Berlin VF-F. Maschinenschriftliche Ausführung auf Sicherheitsunterdruck, gedruckt auf dem bekannten Reichsbank-Sicherheitspapier mit der (beabsichtigten) dunklen Einfärbung links. Originalunterschriften des Reichsbankpräsidenten Walther Funk (1890-1960, bis 1939 Reichswirtschaftsminister und als Reichsbankpräsident Nachfolger von Hjalmar Schacht, gehörte 1946 im Nürnberger Prozess zu den 24 angeklagten Hauptkriegsverbrechern und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt) und des Reichsbankvizepräsidenten EMIL PUHL (18891962, wegen seiner herausragenden Rolle bei der Verwertung des SS-Raubgoldes 1947 im Wilhelmstraßen-Prozeß zu 5 Jahren Haft verurteilt, 1949 vorzeitig entlassen, danach Leiter der Auslandsabteilung bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel und Vorstandsmitglied der Hamburger Kreditbank, einem der Nachfolgeinstitute der Dresdner Bank, 1952-57 Mitglied des Zentralbeirats der Dresdner Bank). Die Deutsche Reichsbank, geschaffen durch das Bankgesetz vom 14.3.1875, ging aus der Preußischen Bank hervor, die ursprünglich unter dem Namen Königliche Giro- und Lehnbank in Berlin im Jahre 1765 von Friedrich dem Großen gegründet worden war. Zunächst war die Reichsbank keine Staatsanstalt und ausschließlich im Besitz von Privatkapital. Dennoch war sie keine gewöhnliche Aktiengesellschaft: Sie war nicht im Handelsregister eingetragen, sondern durch Gesetz gegründet, die Befugnisse der Generalversammlung waren eingeschränkt. Die Anteilseigner wählten einen Zentralausschuss, der wiederum drei Deputierte bestimmte, die eine fortlaufende Kontrolle über die Verwaltung der Bank zu führen hatten. Leitung und Aufsicht der Bank übte das Reich aus. Diese Funktion beschränkte das Gesetz über die Autonomie der Reichsbank vom 26.5.1922 auf das reine Aufsichtsrecht. Die Leitung stand von da an ausschließlich dem Reichsbankdirektorium zu, dessen Präsident auf Vorschlag des Reichsrats vom Reichspräsidenten auf Le-

Nr. 432 benszeit ernannt wurde. Diese Autonomie hörnach Reichenbach (Odw.). Gewinnung und Bete de facto schon vorher, de jure am 30.1.1937 arbeitung von Granit, Syenit, Diabas und Marauf, als sich Hitler das Reichsbankdirektorium mor, speziell Herstellung aller Arten von Grabdirekt unterstellte. Bis zuletzt hatte die Bank malen aus Hartgestein, außerdem Großimporaber private Anteilseigner. Nach 1945 wurden teur für Granit-Rohblöcke aus Südafrika, Skandie Reichsbank-Anteilscheine in Bundesbankdinavien, Indien und Brasilien. Genussscheine umgetauscht.

Schätzwert 225-300 €

Deutsche Rechenmaschinen-Werke AG Leipzig, Aktie Lit. A 200 RM 2.2.1925 (Auflage 2950, R 8) EF Gründung 1921, die Generalversammlung von 1928 beschloß Auflösung der Gesellschaft. Be-

46

Nr. 431

Nr. 445

Los 436

als “Deutsche Metallpatronenfabrik”, 1896 Umfirmierung in “Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken”. Werke in Karlsruhe, Wittenau, Lübeck und Warthegau. Neben Waffen und Munition wurden Werkzeugmaschinen, Lokomotiven, Eisenbahnwagen, Kessel, chemische Großapparate und Eisenkonstruktionen hergestellt. Das Unternehmen beherrschte zu der Zeit der Großindustrielle Günther Quandt. 1949/54 Umfirmierung in Industrie-Werke Karlsruhe AG (IWKA), 2005/06 nach Konzentration auf das Hauptgeschäft Industrieroboter umbenannt in KUKA AG. Noch heute börsennotiert. Ein Unikat.

Schätzwert 30-80 €

Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG Berlin, Aktie 100 RM Dez. 1929 (Auflage 6857, R 3) UNC-EF

Nr. 433

Gründung 1897 als „AG für Elektrizitätsanlagen“. 1922 Umfirmierung wie oben anläßlich der Übernahme der Deutsche Telephonwerke GmbH und der Deutsche Kabelindustrie GmbH. 1990 verschmolzen auf die Bergmann-Elektricitäts-Werke AG, Tochter der Gebr. Röchling KG, Mannheim zur: DeTeWe - Deutsche Telephonwerke AG & Co. KG, Berlin.

Los 439

Schätzwert 20-60 €

Deutsche Togogesellschaft Berlin, Anteilschein 10.000 Mark Juni 1923 (R 5) EF-VF

Los 443

Schätzwert 50-175 €

Deutsche Waggon-Leihanstalt AG Berlin, Aktie Ser. VI 1.000 Mark April 1917 (Auflage 500, R 4) VF+

Los 434

Schätzwert 40-100 €

Deutsche Steinindustrie AG

Los 440

Reichenbach i.Odenw., Aktie 100 RM Nov. 1929 (Auflage 480, R 4) EF

Berlin, Sammelaktie 10 x 100 RM April 1929 (Blankette, R 9) EF-VF

Los 437

Schätzwert 75-175 €

Deutsche Textilvereinigung AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 6.6.1918. Gründeraktie (Auflage 300, R 5) UNC-EF

Los 435

Schätzwert 20-80 €

Schätzwert 100-150 €

Deutsche Unionbank AG Gegründet 1888, bis 1924 Credit- und Sparbank AG. Hervorgegangen aus dem Vorschußund Sparverein E.G. Langewiesen. 1922 wurde die Privatbankfirma Veit, Selberg & Cie. aufgenommen. Die Mehrheit des Aktienkapitals befand sich 1942 in schwedischen Händen. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1897 als „Deutsche Waggon-Leihanstalt GmbH“ (AG seit 1899), Umfirmierung in “Eva” im Jahr 1917 anläßlich der Verschmelzung mit der Wagenbau-AG Wismar. Neben dem riesigen Fuhrpark an Kesselwagen und (gemeinsam mit der Kühltransit AG) Wärmeschutzwagen besaß die “Eva” eine Waggonfabrik in Wismar und ein Waggonreparaturwerk in Berzdorf bei Köln-Brühl. Ferner Beteiligungen von 99,9 bzw. 100% an der Waggon-Fabrik AG Uerdingen und der Waggonfabrik Quedlinburg GmbH. Der jahrzehntelang börsennotierte Waggon-Vermieter wurde in den 90er Jahren von australischen Investoren übernommen. Die EVA-Kesselwagen sieht noch heute jeder Bahnreisende auf den Nachbargleisen.

Gründung 1918. Fabrikation von Säcken und Planen. Großhandel in Jute- und Mischgeweben und Papiersäcken. Seit 1924 Deutsche Textilvereinigung AG Detag, seit 1959 GmbH.

Deutsche Tafelglas AG (Detag) Fürth (Bayern), Aktie 1.000 RM Nov. 1940 (Auflage 1500, R 2) EF Firmensignet “DETAG” in der Umrandung. Gründung 1899 unter Übernahme der Glasfabrik Weiden AG vorm. Ed. Kupfer, noch im gleichen Jahr Umfirmierung in “Tafel-, Salin- und Spiegelglasfabriken AG”, Fürth (Bay.), 1932 Umfirmierung wie oben. 1927 im Werk Weiden Errichtung einer modernen Ziehanlage System “Fourcault” für Fensterglas. 1929 erlangte der Verein Deutscher Spiegelglasfabriken in Köln die Aktienmehrheit, scheinbar dadurch beeinflußt 1929/30 Verkauf der Glasfabrik Mitterteich an die Deutsche Spiegelglas AG, Grünenplan/Hann. 1932 Ankauf der Glasfabrik Crengeldanz AG in Witten (Ruhr) von der Gelsenkirchener Bergwerks-AG, welche 1932 ebenso wie die Gewerkschaft Kunzendorfer Werke (Niederlausitz) auf die Deutsche Tafelglas AG verschmolzen wurde. Im gleichen Jahr auch Übernahme der Vopelius’schen und Wentzel’schen Glashütten GmbH, Sulzbach (Saar). 1949 kam zu den drei Werken Fürth, Weiden und Witten aus dem Besitz der SIGLA GmbH, Wernberg (Opf.) eine Fabrik für Sicherheitsglas hinzu. Peu á peu erwarb die ehemalige Bergwerksgesellschaft Dahlbusch in Gelsenkirchen (heute Dahlbusch Verwaltungs-AG) die Aktienmehrheit, an Dahlbusch seinerseits erwarb die britische Pilkington Brothers Ltd. die Majorität. 1970 Übernahme der Deutsche LibbeyOwens-Gesellschaft für maschinelle Glasherstellung AG (DELOG) in Gelsenkirchen und Umfirmierung in “Flachglas AG DELOG-DETAG”. Die Pilkington-Flachglas-Gruppe war nun mit über 40.000 Beschäftigten der Welt größter Glasproduzent. 2000 Umfirmierung in “Pilkington Deutschland AG” und Sitzverlegung nach Gelsenkirchen. Das Spruchstellenverfahren zur Abfindung der wenigen verbliebenen freien Aktionäre zieht sich inzwischen fast 20 Jahre hin.

Los 444

Schätzwert 20-75 €

Deutsche Werft AG Los 441

Schätzwert 40-100 €

Deutsche Verkehrs-Kredit-Bank AG Berlin, Aktie 100 RM Okt. 1925 (Auflage 1000, R 3) EF+

Los 438

Schätzwert 75-150 €

Deutsche Togogesellschaft Berlin, Anteilschein 1.000 Mark 1.2.1923 (Auflage 900, R 5) EF Gründung am 29.12.1902. Eine der größten deutschen Kolonialgesellschaften mit 25 Faktoreien in Togo und Kamerun sowie Beteiligungen an vier weiteren Pflanzungsgesellschaften, die infolge des 1. Weltkrieges verloren gingen. Aufkauf von Landesprodukten, insbesondere Baumwolle, Palmkerne, Palmöl, Kakao, Erdnüssen und Kopra. Hauptsitz in Lomo. 1923 Verbindung mit der Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft, mit der sie 1942 die Togo-Ost GmbH zur Betreibung von Handelsgeschäften in der Ukraine gründete. 1921-28 wurde vorübergehend eine Handelsniederlassung in Kolumbien betrieben. Mit dem Kriegsbeginn 1939 wurden die Faktoreien in Togo beschlagnahmt und unter Zwangsverwaltung gestellt. 1975 wegen Vermögenslosigkeit gelöscht.

Dekorative Gestaltung mit Flügelrädern. Gründung 1918 als Pforzheimer Hypothekensicherungs-AG in Pforzheim. 1923 erwarb die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft die Aktienmehrheit, deshalb Umfirmierung wie oben und Stzverlegung nach Berlin. Die Bank wickelte den gesamten Geldverkehr der Reichsbahn ab und war ab 1925 für das Frachtstundungsverfahren aller Kunden der Reichsbahn zuständig. 1928 wurde ihr auch der Abrechnungsverkehr des Vereins Mitteleuropäischer Eisenbahnverwaltungen übertragen. 1949 Sitzverlegung nach Frankfurt am Main, 1991 Verschmelzung mit und Umfirmierung in Deutsche VerkehrsBank AG. Heute als “Reisebank” vor allem im Sortengeschäft tätig. Los 442

Schätzwert 600-800 €

Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken AG Berlin, 4,75 % Schuldschein 100.000 RM 10.4.1940 (R 12), ausgefertigt für die Versicherungsanstalt der sächsischen Gewerbekammern a.G. in Dresden. Mit der ungemein seltenen Urkunden-SteuerMarke über 100 RM! EF-VF. Gründung 1872 in Karlsruhe als „Patronenhülsenfabrik Henry Ehrmann & Cie.“, AG seit 1889

Hamburg, Aktie 100 RM 21.5.1942 (Auflage 1500, R 3) EF Gründung 1918, im gleichen Jahr Eröffnung der Werft auf einem vom Hamburger Staat gemieteten Gelände auf der Elbinsel Finkenwerder. 1920 Übernahme der (1916 eröffneten) “Hamburger Werft” auf dem Tollerorter Gelände im inneren Hafen. Als die Stadt das Tollerorter Terrain 1927 zurückverlangte, wurde ersatzweise die alte “Reiherstieg Schiffswerfte & Maschinenfabrik Wetzel & Freytag K.a.G” erworben und noch 1927 fusioniert. 1948/49 wurde der Betrieb Reiherstieg restlos demontiert, vier beschädigte und gesunkene Docks wurden verschrottet, das fünfte und größte nach Piräus in Griechenland verbracht. In Finkenwerder dagegen konnte schon 1947 in kleinem Rahmen der Schiffsneubau wieder aufgenommen werden. 1966/68 - Großaktionäre waren zuletzt die Gutehoffnungshütte und die AEG - Zusammenschluß mit der Kieler Howaldtswerke AG und der Howaldtswerke Hamburg AG zur Howaldtswerke-Deutsche Werft AG Hamburg und Kiel (HDW). Los 445

Schätzwert 150-250 €

Deutsche Wirtschaftsbank AG Berlin, Sammelaktie Lit. A 5 x 20 RM Nov. 1924 (Auflage 1000, R 8) VF Gründung 1923 zum Betrieb von Bankgeschäften aller Art. 1935 umfirmiert in Zehlendorfer Boden AG, seitdem nur noch Verwaltung der der Gesellschaft gehörenden Grundstücke.

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Wegen dieser politischen Vorbelastung 1947 Neugründung als “Neue Welt Lebensversicherungs-AG”, 1953 wurde wieder der vorherige Name angenommen. Das Verwaltungsgebäude am Holstenwall war damals das höchste Bürogebäude in Hamburg. 1960 übernahm Rudolf August Oetker die Aktienmehrheit, heute ist Hauptaktionär die Baloise Holding, Basel, über die Basler Versicherungs-Beteiligungs-GmbH. Identische Gestaltung wie folgendes Los.

Nr. 445

Nr. 451 Los 449

Schätzwert 150-200 €

1937 Verschmelzung auf den Hauptaktionär, die Vermögensverwaltung der Deutschen Arbeitsfront GmbH in Berlin.

Deutscher Lyceum-Club e.V.

Los 446

Teil eines Gesamtdarlehens über 40.000 Mark. Herrliche Jugendstilumrandung. Niemand geringeres als Aristoteles lehrte in einem Gymnasium bei Lykeion, einem dem Apoll Lykeios geheiligten Ort bei Athen. Schon die Römer übernahmen den Begriff Lyceum, und um 1900 wurden so, vor allem in Württemberg, höhere Bildungsanstalten bezeichnet. Vor allem aber wurden Anstalten “Lyceum” genannt, an denen das katholisch-theologische Studium nebst vorbereitendem philosophischem Studium betrieben wurde. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Berlin, 3 % Na.-Teilschuldv. 25 Mark 2.1.1909 (R 10) VF+

Schätzwert 100-175 €

Deutsche Wohnstätten-Bank AG Berlin, Sammel-Aktie Reihe B 10 x 1.000 Goldmark Sept. 1924 (R 5), ausgestellt auf die “Gagfah” Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten, Berlin EF Gründung 1923 in Berlin als Deutsche Wohnstätten-Bank AG. 1926 umbenannt in Deutsche Bau- und Bodenbank AG. Betrieb von Bankgeschäften jeder Art unter besonderer Förderung der Bauwirtschaft und des Wohnungsbaues. 1949 Sitzverlegung nach Frankfurt a.M. 1979 übernahm die Deutsche Pfandbriefanstalt (seit 1998/99 DePfa Deutsche Pfandbriefbank AG) eine Mehrheitsbeteiligung. Im Zuge von Umstrukturierungen der DePfa wurden die gesamten Immobilienaktivitäten auf die Deutsche Bau- und Bodenbank AG übertragen, die dauraufhin in „DePfa Bank AG“ (heute „Aareal Bank AG“) umfirmiert wurde.

Los 447

Los 450

Schätzwert 30-75 €

Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG Nr. 448 Los 448

Schätzwert 50-100 €

Deutsche Zentraldruckerei AG Berlin, Na.-VZ-Aktie Lit. B 100 RM 10.4.1933 (Auflage 550, R 5) EF Gründung 1894 als „Deutsche Tageszeitung, Druckerei und Verlag AG“, 1933 Umfirmierung wie oben. Hergestellt wurden etwa 70 Zeitungen und Zeitschriften. Buchdruck (5 Rotationen, 40 Pressen), Kunstanstalt, Kartographische Anstalt, Buchbinderei. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1982 erloschen.

Hamburg, Namensaktie Lit. B 100 RM 1.10.1935 (Auflage 9400, R 2), ausgestellt auf Heinrich Hackspiel, München, EF Identische Gestaltung wie folgendes Los. Gründung 1913 als “Volksversicherungs-AG des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes” (Vorläufer der Gewerkschaft DAG), Umfirmierungen 1919 in “Deutschnationale Versicherungs-AG” und 1929 in “Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG”. Das Unternehmen stand im III. Reich unter den Einfluß der Deutschen Arbeitsfront und erhielt deswegen die Bestände des Österreichen Phoenix sowie der polnischen Vita-Kotwica eingegliedert.

Altes Verwaltungsgebäude des Deutschen Rings um 1935 im Holstenwall, Hamburg

Los 451

Hamburg, Sammel-Namensaktie Lit. B 1.000 x 100 RM 1.10.1935 (Auflage nur 20 Stück, R 8), ausgestellt auf die Treuhandges. für wirtschaftliche Untermehmungen mbH, Berlin EF Firmensignet im Unterdruck. Los 452

Hamburg, Namensaktie Lit. A 100 RM 23.4.1938 (Auflage 200, R 5), ausgestellt auf die Treuhandges. für wirtschaftliche Unternehmungen nbH, Berlin UNC Aus dem 1938 erfolgten Umtausch der 20RM-Aktien. Firmensignet im Unterdruck. Los 453

Schätzwert 150-250 €

Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG Hamburg, Sammel-Namensaktie Lit. A 10 x 100 RM 23.4.1938 (Auflage nur 40 Stück, R 7), ausgestellt auf die Treuhandges. für wirtschaftliche Unternehmungen mbH, Berlin UNC Aus dem 1938 erfolgten Umtausch der 20RM-Aktien. Firmensignet im Unterdruck.

Schätzwert 100-175 €

Berlin, Namensaktie C 1.000 RM April 1931 (R 7) EF+ Gedruckt bei der Reichsdruckerei. Gegründet am 15.11.1924 durch die Deutsche Wohnstätten-Bank AG, Berlin (die spätere Deutsche Bau- und Bodenbank AG) unter Mitwirkung der Preußischen Landespfandbriefanstalt, Berlin, der Württembergischen Wohnungskreditanstalt, Stuttgart, des Reichsverbandes deutscher Baugenossenschaften e.V., Berlin und des Hauptverbandes deutscher Baugenossenschaften e.V., Berlin. Gemeinnützige Hypothekenbank zur Finanzierung von Wohnungen und den dazugehörigen Versorgungsanlagen.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 48

Schätzwert 75-150 €

Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG

Deutsche WohnstättenHypothekenbank AG

Nr. 442

Schätzwert 225-350 €

Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG

Nr. 449

Los 454

Nr. 453 Schätzwert 300-400 €

Deutscher Ring Transport- und Fahrzeug-Versicherungs-AG Hamburg, Sammel-Namensaktie 10 x 1.000 RM 1.10.1935 (Auflage nur 10 Stück, R 9), ausgestellt auf die Treuhandges. für wirtschaftliche Unternehmungen mbH, Berlin UNC Gegründet 1923 als “Hamburg-Leipziger Lloyd, Versicherungs-AG”, 1929 umbenannt wie oben. Die Ges. stand in Interessengemeinschaft mit der Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG und der Deutscher Ring Krankenversicherung V.a.G., wurde mit diesen in Personalunion geführt, auch bestand eine einheitliche Vertriebsorganisation. Die Gruppe stand im III. Reich unter dem Einfluß der Deutschen Arbeitsfront. 1947 wurden auf Beschluß des Alliierten Kontrollrates die Deutscher Ring-Versicherungen geschlossen. Als Gesamtrechtsnachfolger entstand 1953/54 die “Deutscher Ring Transport- und Rückversicherungs-AG”, deren Großaktionär nunmehr die Vermögensverwaltung der Deutschen AngestelltenGewerkschaft GmbH in Hamburg war. Aktien dieser Versicherung waren vorher vollkommen unbekannt! Los 455

Schätzwert 300-400 €

Deutscher Ring Transport- und Fahrzeug-Versicherungs-AG Hamburg, Sammel-Namensaktie 100 x 1.000 RM 1.10.1935 (Auflage nur 9 Stück, R 9), ausgestellt auf die Treuhandges. für wirtschaftliche Unternehmungen mbH, Berlin UNC Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 456

Schätzwert 200-275 €

Nr. 454 Donau übertragen. 1941 Erwerb des Hotels “Berliner Hof” in Königswinter am Rhein. Das Hotel in Wien wurde 1945 durch Kriegseinwirkung zerstört. Das Badegebäude wurde, da sich eine Modernisierung als unrentabel erwies, 1965 abgerissen. Danach Umwandlung in die “Dianazentrum Realitätengesellschaft mbH”, Geschäftszweck ist seither Schaffung von Wohnungseigentum und Realitätengeschäfte.

Nr. 456 Los 460

Schätzwert 50-100 €

Dommitzscher Tonwerke AG Dommitzsch a. Elbe, Aktie 200 RM Juni 1939 (Auflage 200, R 5) UNC-EF Gegründet 1882 als Splauer Thonwerke AG, 1883 umbenannt in Vereinigte Splauer und Dommitzscher Thonwerke AG, ab 1905 wie oben. Hergestellt wurden Steinzeugröhren für Kanalisationen und Abwässerungen sowie Schamottesteine. Die Tonwerke wurden 1997 abgerissen.

Mio.-hl-Grenze beim Ausstoß, deshalb ab 1964 Bau einer komplett neuen zweiten Brauerei in Lütgendortmund. Nach dem Krieg war lange Zeit die Dresdner Bank Mehrheitsaktionär. Diesen Anteil übernahm dann die Dortmunder Union-Schultheiss Brauerei AG (heute Brau und Brunnen AG) und gliederte sich die Ritterbrauerei 1994 komplett ein.

Los 463 Los 458

Schätzwert 75-150 €

Dinglerwerke AG Zweibrücken, Aktie 1.000 RM Febr. 1936 (Auflage 1400, R 6) EF Gründung 1827, AG seit 1897 als „Dingler’sche Maschinenfabrik AG“. Produktionsprogramm der Werke Zweibrücken und Bierbach: Hüttenwerksausrüstungen, Armaturen, Tanks, Kernreaktorgebäude, Straßenbaumaschinen. Großaktionär war die (Mannesmann-)Demag, Börsennotiz Frankfurt.

DIAMANT Gasglühlicht AG Berlin, Aktie 100 RM 17.12.1929 (R 8) EF Gegründet 1920 zwecks Herstellung und Vertrieb von Gegenständen der Glühlicht-Industrie sowie Erwerb und Verwertung von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzen auf dem Gebiet der Glühlicht-Industrie. Seit 1926 auch Vertrieb von Trockenbatterien. 1943 umgewandelt in eine GmbH.

Schätzwert 30-80 €

Dr. Cassirer & Co. AG Los 461

Schätzwert 50-125 €

Dortmunder Hansa-Brauerei AG Dortmund, Aktie 1.200 RM Okt. 1928 (Auflage 1000, R 3) Abheftlochung. EF-VF Gründung 1901 als Nachfolger der zusammengebrochenen Borussiabrauerei. Angegliedert wurden dann noch die Dortmunder Bergschlößchen-Brauerei Wencker & Co. (1915), die Linden-Brauerei Unna vorm. Rasche & Beckmann AG (1918) und die Adler-Brauerei Unna (1922). 1929/30 Erwerb von 75 % der Aktien der Sinalco AG in Detmold, außerdem mit 25 % an der Dortmunder Konzertsaal- und Theaterbetriebs-GmbH (gegr. 1921) beteiligt. 1969 wurde die Hansa-Brauerei mehrheitlich durch die Dortmunder Actien-Brauerei (DAB) übernommen, die wiederum zum Oetker-Bierkonzern gehört.

Berlin-Charlottenburg, Aktie 1.000 RM Okt. 1930 (Auflage 5000, R 3) EF+ Gegründet 1896 als OHG, AG seit 1919. Produktion elektrischer Kabel, von isolierten Leitungen und Drähten. 1941 umbenannt in Märkische Kabelwerke AG, nach 1945 Lackdraht Union AG, Sulingen, später GmbH, 1997 gelöscht. Heute befindet sich der SUN-Park auf dem Gelände in Sulingen, bereits 40 Betriebe haben sich in dem Unternehmerpark angesiedelt.

Los 464

Schätzwert 75-150 €

Dr. Heinr. Abbes & Co. AG Holzminden, Aktie 20 RM Dez. 1924 (Auflage 10000, R 7) EF Los 459 Los 457

Schätzwert 75-125 €

Dianabad AG Wien, Aktie 1.000 RM Nov. 1940 (Auflage 600, R 6) EF+ Eines der traditionsreichsten Unternehmen der Monarchie: Gegründet bereits 1804, AG seit 1841! Ansässig in Wien, Obere Donaustr. 93. Vorhanden waren, neben dem Betrieb einer Schwimm-Anstalt, Wannenbäder im (prunkvollen) Dianabad und im (einfacheren) Volksbad, Fuhrbäder, Dampf- und Douchebäder, außerdem wurde eine Wasserheilanstalt betrieben. Umsatzrenditen von bis zu 30 % waren für dieses höchst erfolgreiche Unternehmen keine Seltenheit. 1911 wurden für einen großen, 1916 fertiggestellten Neubau mit Bade- und Kuranstalt sowie Hotel mehrere Nachbargrundstücke erworben. Dabei wurde eine der beiden Schwimmhallen schon als Wellenbad gebaut! Die andere hatte auch für sportliche Großveranstaltungen genügende Ausmaße. 1938 wurde der Dianabad-AG zudem der Betrieb des (noch heute bestehenden) Arbeiterstrandbades an der

Schätzwert 125-175 €

Dörentruper Sandund Thonwerke GmbH

Los 462

Schätzwert 25-125 €

Dörentrup (Lippe), 5 % Teilschuldv. 200 Goldmark Nov. 1923 (Auflage 1000, R 9) EF

Dortmund, Aktie 1.000 RM 9.2.1929 (Auflage 1600, R 2) EF-VF

Gegründet 1896/1901. Das Stammkapital betrug 600.000 RM, wurde im Dez. 1942 um 60 % auf 96.000 RM berichtigt. Der Abbau der Grube endete 1970. Die Gesellschaft existiert noch heute in Dörentrup in der Lemgoer Straße als Dienstleister für Baubedarf und Ziegeleien. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1889 als „Dortmunder Brauerei-Gesellschaft vorm. Gebr. Meininghaus und Bömcke AG“ durch Verschmelzung dieser beiden seit 1870 bestehenden Privatbrauereien. Die Brauerei selbst gehörte der “Dortmund Breweries Company Ltd.” in London, die zugleich Alleinaktionärin der Ritterbrauerei war und den gesamten Betrieb an diese verpachtet hatte. 1917 wurde deren Anteil als Feindvermögen liquidiert. Später Fusion mit der Brauhaus Essen AG (1919), der Dortmunder Bürgerbräu AG (1920) und der Brauerei Westfalia GmbH in Lütgendortmund (1921). 1923 Erwerb des Kontingents der Quellenbrauerei GmbH in Schüren. Mit einer Kapazität von 600.000 hl nun eine der großen deutschen Brauereien. Ab 1928 Interessengemeinschaft mit der Glükkauf-Brauerei AG in Gelsenkirchen. 1952 Erwerb der Brauerei Westfalia Gebr. Hagedorn & Co. in Münster. 1963 Überschreiten der 1-

Gründung 1921 zur Herstellung und zum Handel von Holzriemenscheiben und verwandten Artikeln. Im Okt. 1925 in Konkurs.

Dortmunder Ritterbrauerei AG

Los 465

Schätzwert 20-60 €

Draht- & Kratzenstoffwerke AG Mittweida, Aktie 200 RM 27.10.1928 (Auflage 2400, R 3) UNC-EF Gründung 1916. Als Zulieferer der Textilindustrie stellte die Firma Kratzendrähte, Webelitzendrähte, Sägezahn- und Profildrähte, Bürstendrähte und Metallkämme her. Bis 1933 in Leipzig börsennotiert. 49

Nr. 469

Nr. 467 Los 466

Schätzwert 75-150 €

Dresdener Nähmaschinenzwirn-Fabrik Dresden, Namens-VZ-Aktie 1.000 Mark 28.2.1923 (Auflage 150, R 6), ausgestellt auf den Bankdirektor a.D. Max Gentner, Dresden, umgestellt in VZ-Aktie Lit. A zu 40 RM, später 200 RM UNC-EF

Los 470

Schätzwert 30-75 €

Dresdner Bau- und Industrie-AG Dresden, Aktie 100 RM 1.7.1928 (Auflage 3000, R 3) EF G&D-Druck.

Großes Hochformat, schöne Umrahmung mit stilisierten Zwirnspulen. Gründung 1872 durch Übernahme der Wilh. Eiselt’schen Fabrik. Zweigstellen in Herrnskretschen (Böhmen), Nenzingen und Stockach. Nach 1949 nicht verlagert. Los 467

Schätzwert 225-300 €

Dresdener Nähmaschinenzwirn-Fabrik Dresden, Aktie 1.000 RM Juni 1933 (Auflage nur 40 Stück, R 10) EF-

Los 471

Schätzwert 200-250 €

Gründung 1872 durch Übernahme der Wilh. Eiselt’schen Fabrik. Zweigstellen in Herrnskretschen (Böhmen), Nenzingen und Stockach. Nach 1949 nicht verlagert. Vorher völlig unbekannt gewesener Nennwert, nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist jetzt das letzte noch verfügbare.

Dresdner Bau- und Industrie-AG

Los 468

Los 472

Schätzwert 400-500 €

Dresdener Papierfabrik Dresden, Actie 100 Thaler 1.5.1860. Gründeraktie (Auflage 2780, R 9) VF Sehr hübsche Umrahmung, Originalunterschriften. Zunächst florierte das Unternehmen einige Jahrzehnte. Ausgerechnet nach der Aufstellung einer neuen Papiermaschine im Jahr 1904/05 trat eine Verschlechterung der Kostensituation ein, noch verschärft durch Wassermangel. Das zwang die in Dresden börsennotierte Gesellschaft in die Liquidation. Die Schlussrate wurde 1915 ausgezahlt. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Randschäden fachgerecht restauriert. Los 469

Dresden, Sammel-VZ-Aktie 2 x 100 RM 27.6.1929 (Auflage nur 7 Stück, R 9) EF+ Handschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften. Auch die 1929er Vorzugsaktien waren vorher völlig unbekannt. Schätzwert 400-500 €

Dresdner Gardinen- und Spitzen-Manufactur AG Dresden, Aktie 1.000 Mark 17.9.1909 (Auflage 1350, R 9) VF+. Die Dresdner Kaufleute Karl Siegel und Georg Marwitz, die in Johannstadt bereits eine Bleiche-

rei- und Appretur-Anstalt betrieben, gründeten 1884 diese AG. Der Betrieb in Dresden-Johannstadt auf der Arnold-/Blumenstraße webte nicht nur Gardinen, Spitzen, Tülle, Dekorations- und Gobelinstoffe, sondern besaß auch eine Textildruckerei, Appretur und Färberei. Die Firma expandierte ständig, deshalb 1898 Bau einer neuen Fabrik in Groß-Dobritz an der Eisenbahn Dresden-Pirna. Durch Übernahmen wurde das Unternehmen später die größte Gardinenfabrik des europäischen Kontinents. So kamen hinzu: 1898 eine Gardinenfabrik in Warschau; 1909 eine Spitzenfabrik in Norwalk (USA); 1905 die Fa. Oertel & Co. Gardinen-, Spitzen- und Tüllweberei in Falkenstein i.V.; 1915 die Weißthaler Spinnerei AG in Mittweida; 1922 die AG für Gardinenfabrikation vorm. T. J. Birkin & Co. in Oelsnitz i.V.; 1927 die Fa. Meinhold & Sohn in Plauen i.V.; 1927 die N.V. Vitrage-Weverij en Tricotfabriek “Anglo-Holland” in Hilversum; 1929 die A. Glaser Nachf. AG in Penig. Beschäftigt waren zuletzt rd. 2.500 Menschen, exportiert wurde in die ganze Welt. Börsennotiert in Berlin und Dresden/Leipzig. Im 2. Weltkrieg überwiegend Produktion für Heereszwecke, deshalb schon 1945 auf SMAD-Befehl entschädigugslos enteignet. Bei Wiederaufnahme der Friedensproduktion im Jahr 1946 hatte die “Dregus” gerade noch 35 Beschäftigte, ein Jahr später bereits wieder über 1000. Bis Juli 1946 wurde der Betrieb dann von den Russen bis auf die letzte Schraube demontiert. Mit herbeigeschafften Reservemaschinen vogtländischer Textilbetriebe begann ein mühsamer Wiederaufbau. Zunächst landeseigener Betrieb, 1953 Zusammenlegung mit der Leipziger Spitzenfabrik und der Tüllfabrik Flöha zum VEB Tüllgardinen- und Spitzen-Werke Dresden VVB

Deko. 1970 im Großbetrieb VEB Plauener Spitze aufgegangen. Ab 1990 von der Treuhandanstalt als “Dresdener Spitzen GmbH” weitergeführt.Die Mitarbeiterzahl schrumpfte beständig von 500 auf 70, der Liquidationsbeschluß war schon gefaßt, dann nahte Rettung: 1995 an einen Berliner Unternehmer privatisiert, heute die “Dresdner Gardinen- und Spitzenmanufaktur M. & S. Schröder GmbH & Co. KG”. Bisher völlig unbekannt gewesener Jahrgang.

Los 473

Dresden, Namensaktie Lit. B 1.000 Mark 1.10.1923 (R 6) EF Gründung 1908 als Genossenschaftsbank. 1923 Umwandlung in eine AG. Seit 1925 Geschäftsaufsicht, Hauptgläubiger war die Girozentrale Sachsen.

Schätzwert 225-300 €

Dresdner Bau- und Industrie-AG Dresden, Aktien-Anteilschein 5 RM 7.1.1925 (R 10) VF Originalunterschriften. Gründung 1871 als „Dresdner Bau-Gesellschaft“, 1921 umbenannt wie oben. Als Nebenbetriebe unterhielt die Ges. Sandsteinwerke und Ziegeleien in Zschertnitz und Coschütz (letztere 1920 verkauft). Durch Schaffung ganzer Stadtteile und Erschließung mehrerer kleinerer Bezirke hatte die Ges. überragenden Einfluß auf die bauliche Entwicklung der Stadt Dresden seit der Reichsgründung. Börsennotiert in Berlin und Dresden, Großaktionär war die Dresdner Bank. Vorher unbekannt gewesen, nur 4 Stück lagen im Reichsbank-Schatz.

Nr. 470 50

Nr. 468

Schätzwert 30-50 €

Dresdner Privat-Bank AG

Nr. 474

schen Betrieb, 1939 Umfirmierung in Dürener Eisenbahn AG. 1963-65 stillgelegt, 1971 Umwandlung in eine GmbH. Los 476

Schätzwert 600-800 €

Dürener Dampfstrassenbahn AG Düren, Actie 1.000 Mark 1.1.1896 (Auflage nur 30 Stück, R 8) EF-VF Identische Gestaltung wie voriger Titel, mit Originalunterschriften. Nur 11 Stück hatten im Reichsbankschatz gelegen. Los 477

Schätzwert 250-400 €

Dürener Dampfstrassenbahn AG Düren, Actie 1.000 Mark 1.7.1899 (Auflage nur 50 Stück, R 7) EF-VF Nr. 483

Nr. 472 Los 474

Felix Heinrich Schoeller Papierfabrik in Düren, später u.a. auch die Gaswerk Düren (1898), die Dürener Metallwerke (1899) und die Isola Werke AG (1910). Aber auch die anfänglich gar nicht vorgesehene Personenbeförderung wurde bald aufgenommen: Immerhin hatten nicht wenige Arbeiter bis dahin tägliche Fußmärsche von bis zu 2 1/2 Stunden zu ihrer Arbeitsstelle zu bewältigen. 1913/14 Umstellung auf elektri-

Schätzwert 300-400 €

Drogen-Einkaufsvereinigung in Dresden eGmbH Dresden, Anteil-Schein 1.000 Mark 1.7.1918 (R 11). Gründerstück, ausgestellt auf Johannes Schuster, Dresden EF-VF Großes Hochformat, feines Wappen mit dem Wahlspruch “viribus unitis”, wunderschöne Kapitälchen. Originalunterschriften. Ein Schelm, wer bei dem Namen böses denkt! Es war eine ganz harmlose Einkaufsgenossenschaft der Dresdner Drogeriebesitzer. Älteste bekannte Ausgabe dieser Genossenschaft, nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 475

Identische Gestaltung wie vorige Titel, mit Originalunterschriften.

Los 478

Schätzwert 125-200 €

Dürener Dampfstrassenbahn AG Düren, Actie 1.000 Mark 31.12.1900 (Auflage 220, R 5) UNCNochmals identisch Gestaltung.

Schätzwert 175-300 €

Dürener Dampfstrassenbahn AG Düren, Actie 1.000 Mark 31.3.1892. Gründeraktie (Auflage 200, R 6) VF+ Schöne Umrahmung mit Blumenrosetten, gedruckt auf eigenem Wasserzeichenpapier mit dem Firmennamen als Wasserzeichen (der Initiator der Bahn war ja immerhin Papierfabrikant), mit Originalunterschriften. Gründer der Bahn im Jahr 1892 waren 8 Privatpersonen, darunter die Papierfabrikanten Felix Heinrich Schoeller und Walter Schüll als Gründungsvorstände und die Fabrikanten Felix Heinrich Schoeller und Jakob Bücklers als Gründungsaufsichtsräte, ferner die Firmen Felix Heinrich Schoeller und Zellstofffabrik Hermann Maria Schoeller und die oHG Gebrüder

Schüll. Die meterspurige Dampfstraßenbahn Düren-Birkesdorf-Merken-Pier-Inden (11,1 km lang, abschnittweise 1893-1927 eröffnet) sollte vor allem den Industriebetrieben im Nordwesten der Stadt Düren Gleisanschlüsse verschaffen (angeschlossen wurden anfangs die Gebr. Schüll Kunstwollfabrik und die Gebr. Schoeller Teppichfabrik in Birkesdorf sowie die

Die Dürener Dampfstrassenbahn

Los 479

Schätzwert 75-175 €

Dürener Dampfstrassenbahn AG Düren, Actie 1.000 Mark 31.12.1910 (Auflage 500, R 5) UNC Identische Gestaltung, mit Originalunterschriften.

Los 480

Schätzwert 50-150 €

Dürener Dampfstrassenbahn AG Düren, Aktie 1.000 Mark 1.9.1922 (Auflage 1500, R 3) EF+ Etwas andere Gestaltung, mit Originalunterschriften. Nr. 476

Nr. 481 51

Los 481

Berliner Industriebank als Großaktionär, Wiederaufbau mit ERP-Mitteln in Berlin SW, Boppstr. 7. Neben der großen Briefumschlagfabrik war Schwerdtfeger nun der führende deutsche Glückwunschkartenhersteller. 1962 in eine GmbH umgewandelt.

Schätzwert 75-150 €

Dürener Dampfstrassenbahn AG Düren, Aktie 300 RM 1.7.1927 (Auflage 500, R 5) EF+ Kapitalerhöhung zum Bau der Strecke Pier-Inden. Wieder etwas andere Gestaltung, mit Originalunterschriften.

stücksgesellschaft Berliner Straße 165, 167, 168 AG” und Verwaltung der der Gesellschaft gehörenden Grundstücke (3 Wohnhäuser, 1 Fabrikgrundstück). 1939 Beschluß der Auflösung der Gesellschaft.

Los 493

Schätzwert 50-125 €

Edmund Müller & Mann AG Berlin-Tempelhof, Aktie 1.000 Mark Juli 1920 (Auflage 4000, R 3) EF

Nr. 485

Gestaltung wie voriger Titel.

Los 494

Schätzwert 800-1000 €

Eduard Lingel Schuhfabrik AG Los 489

Schätzwert 20-60 €

E. A. Schwerdtfeger & Co. AG Berlin, Aktie 1.000 RM 4.11.1938 (Auflage 600, R 4) UNC-EF

Los 486

Erfurt, Aktie 1.000 Mark Dez. 1909 (Auflage 1000, R 11), 1925 umgestellt auf 20 RM, 1933 eigentlich durch Neudrucke ersetzt VF Georg Michael Eduard Lingel (* 1849 in Königsberg in Bayern, + 1922 in Hamburg)

Schätzwert 75-150 €

Düsseldorfer Thonund Ziegelwerke AG Düsseldorf, Aktie 1.000 Mark 2.1.1900. Gründeraktie (Auflage 1000, R 5) EF Gründung am 30.12.1899. Nach Betriebseinstellung der Ziegelei nur noch Verwaltung der eigenen Mietwohnhäuser. Noch heute bestehende AG. Los 490 Alte Werbeanzeige der Dürrwerke um 1900

Los 482

Bremen, Aktie 1.000 RM Aug. 1940 (Auflage 320, R 7) EF+

Schätzwert 75-125 €

Gründung im Mai 1923. Betrieb von Essig-, Spirituosen- und Likörfabriken.1936 wurde das in Wesermünde am Fischereihafen gelegene veraltete Fabrikgebäude verkauft. Der gesamte Betrieb wurde in der neuen Wulsdorfer Fabrik zusammengefaßt.

Dürrwerke AG Ratingen-Ost, Aktie 100 RM 15.2.1928 (Auflage 3200, R 6) EF Gründung 1889 als Düsseldorf-Ratinger Röhrenkesselfabrik vormals Dürr & Co., 1924 umbenannt wie oben. Für den Bedarf des nahen Ruhrgebiets typischer Maschinenbauer: Herstellung von Großdampfkesselanlagen, Spezialkesseln, Überhitzern, Kohlentransportanlagen. Eine Zeit lang auch stark in der Produktion von Schiffskesseln. Ab 1961 auch Fertigung von Müllverbrennungsanlagen. Die Firma setzte stets neue Maßstäbe im Kesselbau und lieferte 1965 den bis dahin größten Dampfkessel in Deutschland ab. 1972 auf Betreiben des gemeinsamen Mehrheitsaktionärs (Deutsche Babcock & Wilcox AG) Fusion mit der Balcke & Co. zur Balcke-Dürr AG, Oberhausen. Produziert wurden zuletzt Windkraftanlagen, Gasturbinenanlagen, Industriekessel, Gebäudeausrüstungen aller Art, Rohrleistungssysteme sowie Anlagen für die Oberflächentechnik. 2001 noch mit der Muttergesellschaft zur Babcock Borsig AG (neu) fusioniert. 2002 war das dann eine der spektakulärsten Pleiten des Jahrzehnts. Aktien der Dürrwerke waren zuvor vollkommen unbekannt gewesen! Gestaltung wie folgendes Los.

Los 483

Schätzwert 100-175 €

E. & M. Bollmann AG

Los 487

Schätzwert 75-150 €

Dyckerhoff Portland-Zementwerke AG Mainz-Amöneburg, Aktie 100 RM Okt. 1937 (Auflage 1500, R 6) EF Das Unternehmen entstand 1931 aus der Fusion der 1864 als oHG gegründeten Firma „Dyckerhoff & Söhne“ mit der 1890 gegründeten „Wicking’sche Portland-Cement- und Wasserkalkwerke AG“ in Münster. Nach dem Krieg zweitgrößter deutscher Zementproduzent. Ab 2001 übernahm der italienische Zementkonzern Buzzi Unicem Stück für Stück von den Familienaktionären die Aktienmehrheit.

Los 491

Schätzwert 75-100 €

Ebfa Ergang-Böckmann Förderanlagen AG Magdeburg, Aktie Lit. A 1.000 Mark 20.8.1923. Gründeraktie (Auflage 10000, R 8) EF Gründung im Aug. 1923. Herstellung und Vertrieb pneumatischer Förderanlagen sowie anderer Maschinen und Apparate. 1927 Beschluß der Auflösung und Liquidation, 1931 gelöscht.

Schätzwert 400-500 €

Dürrwerke AG Ratingen-Ost, Aktie 1.000 RM 15.2.1928 (Auflage 1000, R 12) EFEin Unikat! Kleiner Rostfleck.

Los 484

Schätzwert 40-100 €

Dürrwerke AG Ratingen, Aktie 100 RM Dez. 1941 (Auflage 1400, R 4) UNC Gestaltung wie folgendes Los. Los 485

Schätzwert 225-300 €

Dürrwerke AG Ratingen, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 700, R 8) EF Von den 21 Stück im Reichsbankschatz waren 17 Blanketten. ausgestellt gibt es also nur 4 Stück!

52

Los 488

Schätzwert 50-125 €

E. A. Schwerdtfeger & Co. AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 22.9.1910. Gründeraktie (Auflage 1000, R 3) EF Großformatig, dekorative Umrahmung. Faksimile Oppenheim für den Vorstand. Gründung 1910 zur Fortführung der gleichnamigen, 1870 gegründeten Luxuspapierfabrik in Berlin N 65, Reinickendorfer Str. 96. Herstellung von Gegenständen des Kunstverlages, des Kunstdrucks und der Photografie, sogar für den Stahlstich-Druck war die Firma ausgerüstet. Neben Kunstdrucken waren eine Spezialität hochwertige farbige Industrie- und Werbedrucke. Auch Wertpapiere wurden bei Schwerdtfeger gedruckt (so z.B. die 1930er Anleihe des Freistaats Mecklenburg-Strelitz). 1942 Übernahme der Berliner Briefumschlagfabrik Gebr. Knörck. Ab 1949, nunmehr mit der

Los 492

Schätzwert 50-150 €

Edmund Müller & Mann AG Berlin-Tempelhof, Aktie 1.000 Mark April 1917 (Auflage 300, R 5) EF Seit 1876 bestehende chemische Fabrik speziell für Lacke und Farben, AG seit 1906. Nach Übernahme zweier Konkurrenz-Betriebe 1910 Neubau der Fabrik in Tempelhof. 1932 Produktionseinstellung und Umfirmierung in “Grund-

Eduard Lingel (1849-1922) um 1900

machte eine Kaufmannslehre in einem Barmer Textilbetrieb, lernte drei Fremdsprachen und beschloss im Alter von 23 Jahren, Unternehmer zu werden. Im Haus “Zum Krummen Hecht” am Fischersand 9 in der Erfurter Altstadt nahm Lingel 1872 mit 5 Arbeitern die Schuhproduktion auf. Ganze 36 Paar Zeugstiefel schaffte er damals am Tag. Nur zwei Jahre später stellte Lingel statt Zeugstiefeln jetzt Lederstiefel her, beschäftigte bald 300 Arbeiter und kaufte für den stark gewachsenen Betrieb das Haus Herrmannsplatz 5. 1877/78 sandte Lingel eine Delegation in die USA, um die dortigen Fertigungsmethoden zu studieren, anschließend stellte er seinen Betrieb von Handarbeit auf mechanische Schuhfabrikation um. Bald gingen große Exportaufträge aus Schweden, Holland sowie Nord- und Südamerika ein. 1887 zerstörte ein Feuer die Fabrik, die aber sofort mit einer Vergrößerung auf 50.000 qm Produktionsfläche in der Landgrafenstr. 1 wieder aufgebaut wurde. Lingel war jetzt vor allem bekannt für rahmengenähte Herrenschuhwaren, eine Spezialität waren Dr. Lahmanns Gesundheitsstiefel. 1898 wandelte Lingel die Firma in eine AG um und zog sich zu Beginn des 1. Weltkrieges aus der Leitung zurück, nachdem kriegsbedingt jede Kreativität verschwand und die Fabrik statt dessen nur noch Militärstiefel produzierte. Nach Aufhebung der Zwangswirtschaft 1919 ließ sich der Weltruf der Lingel-Schuhe wieder herstellen, zudem konnten 1920 auch noch die lokalen Wettbewerber Mella Schuhfabrik und Friedrich Metzler übernommen werden. Dies begleitete Eduard Lingel als AR-Vorsitzender noch bis zu seinem Tod 1922. Mit 2000 Mitarbeitern produzierte die Firma jetzt 2 Mio. Paar Schuhe im Jahr und war eine der bedeutendsten Schuhfabriken in ganz Deutschland. 1929 Aufbau eines eigenen Vertriebs mit 46 Verkaufsstellen im ganzen Reich. Großaktionär der in Leipzig, bis 1933 auch in Berlin und Frankfurt/Main börsennotierten AG war inzwischen das Bankhaus Adolf Stürcke in Erfurt. Im 2. Weltkrieg erneut Umstellung auf Kriegsproduktion, u.a. wurden beheizbare Flieferstiefel hergestellt. 1948 enteignet und zusammen mit der Schuhfabrik Hess als “VEB Schuhfabrik Thuringia” weitergeführt, nach weiteren Zusammenschlüssen ab 1952 der “VEB Schuhfabrik Paul Schäfer”

Los 499

Nr. 494 Los 496 Schätzwert 400-500 € (Schäfer war ein früherer Lingel-Beschäftigter und KPD-Politiker). Nach 1970 wurde die überEduard Lingel Schuhfabrik AG alterte Bausubstanz modernisiert, nach 1980 Erfurt, Aktie 1.000 Mark Jan. 1920 verbesserte eine computergestützte Produktion (Auflage 3500, R 10), 1925 umgestellt auf Qualität und Angebot. Beliefert wurde nun u.a. 20 RM, 1933 eigentlich durch Neudrucke der westdeutsche Hersteller “Salamander”. Bei ersetzt VF der Wende umfasste der Betrieb 12 Werke mit 28 Produktionsstandorten. 1990 als Lingel Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz. Schuhfabrik GmbH reprivatisiert, doch eine Anpassung an die veränderte Zeit mißlang. 1992 Los 497 Schätzwert 225-300 € ging der Traditionsbetrieb in Liquidation. Die historischen Fabrikgebäude an der Arnstädter Eduard Lingel Schuhfabrik AG Straße wurden 2000 komplett und die ehemaErfurt, Aktie 1.000 Mark Sept. 1921 lige Fabrik an der Magdeburger Allee 2009 (Auflage 15500, R 8), 1925 umgestellt auf zum Teil abgerissen. 20 RM, 1933 eigentlich durch Neudrucke Alle Lingel-Emissionen bis 1923 waren (abgeersetzt VF sehen von der Em. 1912, von der zwei unentRostspur von Büroklammer. Identische Gestalwertete Stücke existieren) vorher völlig unbetung wie voriger Titel. kannt und sind schon deshalb Riesen-Raritäten, weil diese 1925 auf 20 RM umgestellten Los 498 Schätzwert 400-500 € Aktien an sich schon 1933 durch Neudrucke ersetzt wurden. Randschäden fachgerecht reEduard Lingel Schuhfabrik AG stauriert. Erfurt, Aktie 1.000 Mark Mai 1922

(Auflage 20000, R 8), 1925 umgestellt auf 20 RM, 1933 eigentlich durch Neudrucke ersetzt VF+ Sehr dekorativ, mit großer Fabrikabbildung mit der Stadt Erfurt im Hintergrund. Nur 11 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 175-300 €

Los 503

Schätzwert 10-40 €

Eduard Lingel Schuhfabrik AG

Eduard Lingel Schuhfabrik AG

Erfurt, Aktie 1.000 Mark Jan. 1923 (Auflage 50000, R 6) EF

Erfurt, Aktie 1.000 RM Nov. 1941 (Auflage 3020, R 3) UNC

Identisch wie voriges Los mit großer Fabrikabbildung mit der Stadt Erfurt im Hintergrund.

Identische Gestaltung wie voriges Los.

Los 500

Los 504

Schätzwert 150-200 €

Schätzwert 50-100 €

Eduard Lingel Schuhfabrik AG

Eilenburger Kattun-Manufaktur AG

Erfurt, Aktie 20 RM 28.2.1933 (Auflage 1500, aber bereits 1938 in höhere Nennwerte umgetauscht, R 9) EF-VF

Eilenburg, Aktie 100 RM März 1925 (Auflage 4000, R 5) EF-

Von den 17 Stück im Reichsbankschatz waren 8 Blanketten. es gibt also nur 9 ausgestellte Stücke, die schon beim Umtausch 1938 offenbar vergessen wurden! Leichte Rostspur von Büroklammer. Völlig neue Gestaltung. Los 501

Schätzwert 10-40 €

Gründung 1872, hervorgegangen aus der Kattundruckerei der Firma Rob. Schwerdtfeger vorm. Degenkolb. Fabrikation von Kattun und ähnlichen Stoffen. Börsennotiz: Berlin. 1935 wurde der Betrieb stillgelegt, das Unternehmen ging in der Zwangsversteigerung am 17.9.1935 in den Besitz der Firma Albert Heynemann in Dresden über. 1936 wurde die Gesellschaft aufgelöst.

Eduard Lingel Schuhfabrik AG Erfurt, Aktie 100 RM 28.2.1933 (Auflage 2200, zuletzt noch 1800, R 3) UNC Identische Gestaltung wie voriges Los.

Los 505 Los 502

Schätzwert 30-75 €

Eduard Lingel Schuhfabrik AG Erfurt, Aktie 500 RM 28.2.1933 (Auflage 3300, wurden aber eigentlich 1941 in 1.000-RM-Stücke getauscht, R 4) UNC-EF

Schätzwert 60-100 €

Eisen- und Emaillierwerke AG Sprottau, Aktie 1.000 RM April 1927 (Auflage 2020, R 6) EF Gegründet 1830, AG seit 1934. Metallverarbeitung, Kesselschmiede, Apparatebau. 1927 Fusion mit dem Eisenwerk Marienhütte Kotzenau und Mallmitz, Umbenennung in Eisen- & Emaillierwerke AG, 1932 zahlungsunfähig. 1934 wurde das Werk Wilhelmshütte aus der Liquidationsmasse von der neugegründeten Wilhelmshütte, Eisen- und Emaillierwerke AG käuflich erworben.

Nr. 496 Los 495

Schätzwert 450-600 €

Eduard Lingel Schuhfabrik AG Erfurt, Aktie 1.000 Mark Okt. 1912 (Auflage 2000, R 10), 1925 umgestellt auf 20 RM, 1933 eigentlich durch Neudrucke ersetzt VF Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz. Abheftlochungen, Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 506 Schuhfabrikgelände von Eduard Lingel um 1900

Schätzwert 20-60 €

Eisen- und Hüttenwerke AG Köln, Aktie 1.000 RM Juni 1940 (Auflage 17500, R 2) EF

Nr. 495

Nr. 498

Mit Firmensignet. Gründung 1918 in Harburg als „Securitas-Werke AG für Schiffs- und Maschinenbau und Sprengstofffabrikation“. 1919 Sitzverlegung nach Bochum, 1921 Umfirmierung wie oben, 1940 Sitzverlegung nach Köln. 1940 Angliederung der Eisenhüttenwerk Thale AG (die nach der Wende 1989 der frühere niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht auf Vordermann brachte) und der Rasselsteiner Eisenwerksgesellschaft. Größte Beteiligungen sind heute die Rasselstein GmbH in Neuwied (Erzeugung von Weiß- und Feinblech) und die Stahlwerke Bochum AG. Gehörte lange zum Otto-Wolff-Konzern, später kam Thyssen als Aktionär dazu, heute besitzt die Thyssen Krupp Steel AG 88 % der Aktien der noch immer börsennotierten AG. 53

Nr. 509

Nr. 508 Los 507

Schätzwert 200-250 €

Eisen- und Metallwerk AG Lünen (Kreis Dortmund), Aktie Lit. B 1.000 Mark 1.1.1923 (Auflage 15000, R 9) EF-VF Großes Hochformat, dekorative Zierumrahmung in kräftigen Farben mit Art-Deko-Andeutungen. Gegründet 1921. Herstellung und Vertrieb von Fertigfabrikaten und Konstruktionen aus Eisen und Metallen. Schon 1923 lag das Werk still. Los 508

Schätzwert 200-250 €

Eisen- und Röhrenhandel AG

Bahn Betriebs-GmbH). Die AG selbst firmiert seit 1998 als TAG Tegernseebahn Immobilienund Beteiligungs-AG und ist bis heute börsennotiert. Die Gründeraktie war zuvor ganz unbekannt, nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist das letzte jetzt noch verfügbare Stück. Los 511

Schätzwert 125-200 €

Eisenbahn-Bank Frankfurt am Main, 4 % Namens-Obl. 1.000 Mark 5.1.1899 (R 6) EF-VF Gründung 1898. Zweck war: „Erwerbung und Belehnung von Schuldverschreibungen, Obli-

gationen und Prioritäts-Aktien solcher Eisenbahnen, welche in Deutschland oder der österreichisch-ungarischen Monarchie entweder unter Staatsbetrieb oder im Betriebe einer vom Staate garantierten Eisenbahn-Gesellschaft stehen oder mit staatlicher Zinsgarantie ausgestattet sind.“ Bis zur Höhe des Belehnungswertes dieser Effekten konnten zur Refinanzierung eigene Obligationen ausgegeben werden, die aber das achtfache des Grundkapitals nicht übersteigen durften. Diesem Grundgedanken einer an sich soliden Finanzierung machten die Folgen des 1. Weltkrieges einen dicken Strich durch die Rechnung: die Engagements der Eisenbahn-Bank (Länge der Eisenbahnen zusammen 1764 km) befanden sich fast alle in

Berlin-Tempelhof, Aktie 1.000 RM Okt. 1940 (Auflage 150, R 8) VF-F Gründung 1930 unter der Firma Eisenhandel AG in Breslau, 1935 Sitzverlegung nach Berlin, 1936 umbenannt wie oben. Großhandel in Röhren, Fittings, sanitären Einrichtungsgegenständen. Los 509

Nr. 511 Ungarn und diese Einseitigkeit der Investments war verhängnisvoll. Der Wertpapierbesitz wurde von der Deutschen Regierung beschlagnahmt, der Reparations-Kommission ausgeliefert und 1924 in Paris versteigert. Das Finanzierungsgebäude stürzte krachend zusammen und erst im Jahr 1941 konnte für die umlaufenden Obligationen wieder ein fester Tilgungsplan bekanntgegeben werden.

Schätzwert 600-750 €

Eisen-Industrie zu Menden und Schwerte AG Schwerte, Aktie 1.000 Mark 1.7.1916 (Auflage 970, Kapitalerhöhung zum Erwerb der Eisensteingrube Jakobskrone, R 12) VF Gegründet 1872 nach Übernahme der Eisenwerke von Kissing & Schmöle in Schwerte und in Rödinghausen bei Menden, ferner Betrieb der Eisensteingrube Jakobskrone (1916 von Menden und Schwerte erworben). Hergestellt wurden Profileisen, Bandeisen, Walzdraht, Drahtstifte und Stangeneisen. 1920 Anschluss an den Stumm-Konzern. 1926 Verpachtung der Betriebe der Gesellschaft an die Vereinigte Stahlwerke AG. 1936 umbenannt in Schwerter Profileisenwalzwerk AG, produziert wurden hauptsächlich Fassoneisen und Sonderprofile für Lokomotiven, Waggons und Automobile). 1945 Werkstilllegung nach Spreng- und Brandbombenschäden, 1946 konnte die Produktion wieder anlaufen. 1969 kam die Ges. zur Hoesch Werke Hohenlimburg-Schwerte AG. 1992 wurde Hoesch von Krupp übernommen, anschließend ging KruppHoesch in ThyssenKrupp ein. 2005 wurde das Schwerter Werk an die italienische Calvi-Gruppe verkauft. Seit 2006 Hoesch Schwerter Profile GmbH, Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Kleinere Randschäden fachgerecht restauriert. Los 510

Los 512

Frankfurt am Main, 4,5 % Namens-Obl. 200 Mark 1.8.1912 (R 9) VF+ Lok Nr. 14 der Tegernsee-Eisenbahn AG in Tegernsee

Schätzwert 2400-3000 €

Eisenbahn-AG Schaftlach-Gmund am Tegernsee München, Actie 500 Mark 15.8.1883. Gründeraktie (Auflage 600, R 10) VF. Sehr hübsche Kapitälchen, schöne Umrahmung aus Blumengirlanden, Originalunterschriften. Gründung 1882 unter maßgeblicher Mitwirkung der Familie von Miller sowie der Münchener Bankiers Merck und Finck. Die 7,7 km lange Ursprungsstrecke Schaftlach-Gmund wurde am 1.8.1883 eröffnet, die 4,7 km lange Verlängerung nach Tegernsee am 1.5.1902. Auch der Betrieb der Dampfschifffahrt auf dem Tegernsee war geplant. 1912 Sitzverlegung nach Tegernsee. 1942 Umbenennung in TegernseeBahn AG. Die 12,4 km lange normalspurige Bahn ist noch heute in Betrieb (Konzessionsträgerin ist jetzt die 1983 gegründete Tegernsee

54

Schätzwert 125-175 €

Eisenbahn-Bank

Nr. 510

Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 516 Nr. 512

Los 516

Nr. 525 Ein Unikat. Kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.

Schätzwert 150-300 €

Eisenbahn-Gesellschaft Stralsund-Tribsees Stralsund, VZ-Aktie A 1.000 Mark 2.6.1900. Gründeraktie (Auflage 234, R 5) EF

Los 513

Schätzwert 60-75 €

Eisenbahn-Bank Frankfurt am Main, 4,5 % GenußrechtsUrkunde 100 RM Nov. 1930 (R 10) EF

Gegründet durch das Königreich Preußem, die Provinz Pommern, den Landkreis Franzburg, die Städte Stralsund und Richtenberg und die Eisenbahnbaugesellschaft Lenz & Co., die auch die spätere Betriebsführung übernahm. Die insgesamt 34 km lange normalspurige Kleinbahn wurde am 23.12.1900 von Stralsund nach Franzburg und am 1.6.1901 bis Tribsees eröffnet. Mit knapp 100.000 Fahrgästen jährlich lag die Bahn an dritter Stelle der Kleinbahnen in Vorpommern. In Tribsees bestand ein Gemeinschaftsbahnhof mit der Großherzoglich Mecklenburgischen Friedrich-Franz-Eisenbahn (Staatsbahn), der Eisenbahn-Gesellschaft Greifswald-Grimmen und der Franzburger Südbahn. Letzter Großaktionär war die AG für Verkehrswesen. Noch 1945 wurde die Strecke für Reparationsleistungen an die Sowjetunion demontiert und dann nie wieder aufgebaut.

Los 520

Schätzwert 60-75 €

Eisenbahn-Renten-Bank Frankfurt am Main, 4 % GenussrechtsUrkunde 100 RM Nov. 1930 (R 9) EF-VF Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 523 Los 517

Los 514

Eisenbahn-Gesellschaft Stralsund-Tribsees

Velbert, Aktie 1.000 Mark 26.10.1921 (Auflage 600, R 7) VF

Stralsund, Aktie A 1.000 Mark 2.6.1900. Gründeraktie (Auflage 576, R 5) EF

Großformatiges Papier, dekorativ gestaltet. Gründung 1897 zur Übernahme der früheren Fa. Gebr. Judick, die in ihrer mitten in der Stadt liegenden Fabrik Schlösser und Schlüssel, Temperguss sowie Fahrrad- und Automobilzubehör herstellte. 1938 umbenannt in Schloßfabrik-AG vorm. Wilh. Schulte, später “Schloßfabrik Schulte-Schlagbaum AG”. Noch heute bestehender erfolgreicher Betrieb, der Schließund Sicherheitssysteme produziert. Seinerzeit in Berlin börsennotiert, heute gehören die gültigen Aktien unter den Nebenwertem zu den gesuchten Raritäten.

Schätzwert 50-125 €

Eisenbahn-Gesellschaft Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Altona, Aktie 100 RM Nov. 1928 (Auflage 2000, R 4) UNC-EF 1880 beantragt die Presstorf- und Torfkohlenfabrik in Altona eine Schmalspurbahn Altona-Eidelstedt-Quickborn-Kaltenkirchen. Der Magistrat der Stadt Altona unterstützt den Plan, fordert aber eine Normalspurbahn. 1883 unterzeichnet Kaiser Wilhelm II. die Konzessionsurkunde. Im gleichen Jahr wird unter Führung der Stadt Altona die Altona-Kaltenkirchener Eisenbahn-Gesellschaft gegründet, die dann die 67 km lange normalspurige Bahn Altona-Kaltenkirchen-Bramstedt-Neumünster (eröffnet 1884-1916) bauen wird. Ab 1956 gehen in der AKN alle privaten Eisenbahngesellschaften in und um Hamburg auf: Die Alsternordbahn GmbH (Norderstedt-Ulzburg), die Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn AG, die Billwärder Industriebahn AG (Tiefstack-Billbrook), die Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn-AG und die Südoststormansche Kreisbahn (Billbrook-Glinde). 1994 umbenannt in AKN Eisenbahn AG, je ca. 50 % der Aktien besitzen die Freie und Hansestadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein. 2002 gewinnt die AKN mit der Tochter Schleswig-Holstein-Bahn GmbH die Ausschreibung für die Strecke Neumünster-Heide-Büsum. Los 515

Schätzwert 150-300 €

Schätzwert 150-250 €

Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Eisengiesserei & Schlossfabrik AG

Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 518

Schätzwert 100-125 €

Eisenbahn-Renten-Bank Frankfurt am Main, 4 % Namens-Obl. 200 Mark 1.8.1889 (R 10) VF-F Faksimile L. von Erlanger. Älteste bekannte Anleihe dieser Bank. Gründung 1887 auf Betreiben des Bankhauses von Erlanger & Söhne zum Erwerb von Obligationen und Prioritäts-Aktien deutscher und österreichisch-ungarischer Eisenbahngesellschaften. Der Besitz ging als Folge des 1. Weltkrieges verloren. 1942 Sitzverlegung nach München, Großaktionär war zu dieser Zeit August Lenz & Co. Letzte größere Aktiva waren Beteiligungen an der Ver. Mosaik- und Wandplattenwerke AG Sinzig und der Maschinenfabrik Anton Steinecker AG Freising. Von 1949 an firmierte die Gesellschaft als AG für Industrie und Verwaltung. 1957 in August Lenz & Co. aufgegangen. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Schätzwert 75-150 €

Eisenbahn-Gesellschaft Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Altona, Aktie 1.000 RM Nov. 1928 (Auflage 1600, R 4) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 521

Schätzwert 100-150 €

Eisengiesserei & Maschinenfabrik J. Roth AG Ludwigshafen am Rhein, Aktie 1.000 Mark 19.12.1922 (Auflage 3500, R 8) EF-VF Großes Hochformat mit schöner barocker Umrahmung. Eigentliche Gründung im Jahr 1918. Herstellung von Spezialmaschinen für die keramische und chemische Industrie und für die Landwirtschaft, von Hebezeugen und Kränen, Feuerungsanlagen und Holzbearbeitungsmaschinen. 1922/23 fusionsweise Übernahme der „Perleberger Maschinenfabrik und Eisengiesserei AG“, zugleich Umstellung des Firmennamens in “J. Roth AG Eisengiessereien und Maschinenfabriken” sowie Sitzverlegung nach Berlin-Tempelhof. Parallel dazu wurde 1923 als Tochtergesellschaft die “Eisengiesserei und Maschinenfabrik J. Roth AG” mit Sitz in Ludwigshafen neu gegründet. Notierte im Freiverkehr Berlin und Hamburg. 1924 unter den Einfluss des “Barmat-Konzerns” gekommen. Mit diesem beschäftigte sich leider die Berliner Staatsanwaltschaft. Der durch die Ermittlungen bedingte Entzug der Barmittel trieb diese AG 1925 in den Konkurs. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 522

Schätzwert 400-500 €

Eisengiesserei & Maschinenfabrik J. Roth AG

Los 519

Schätzwert 125-175 €

Eisenbahn-Renten-Bank Frankfurt am Main, 4 % Namens-Obl. 1.000 Mark 1.10.1904 (R 12) VF Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Ludwigshafen am Rhein, Interimsschein 525.000 Goldmark 25.5.1925 (verbriefte 35 % des auf 1,5 Mio. GM umgestellten Kapitals, R 12), ausgestellt auf die J. Roth AG Eisengiessereien & Maschinenfabriken, Berlin-Tempelhof VF Maschinenschriftliche Ausführung, mit Originalunterschriften.

Los 524

Schätzwert 100-175 €

Eisenmöbelfabrik Lämmle AG Stuttgart-Zuffenhausen, Aktie 100 RM Jan. 1941 (Auflage nur 80 Stück, R 7) EF+ Gründung 1922 als Nachfolgerin der schon seit 1904 bestehenden GmbH als Metall- und Holzwaren AG in Zuffenhausen. Bis Juni 1941: Eisenmöbelfabrik Lämmle AG, dann Eisenmöbelfabrik Zuffenhausen AG. Herstellung und Vertrieb von Metallbetten, Holzbetten, Krankenhausbedarf, Gartenmöbeln, Rodelschlitten. Los 525

Schätzwert 400-500 €

Eisenwerke Gaggenau AG Gaggenau, Aktie 1.000 Mark Juli 1922 (Auflage 8000, R 10) VF Dekorativer Druck von G & D, mit gekreuzten Pistolen oben in der Umrandung. Bereits 1683 gründete Markgraf Ludwig Wilhelm I von Baden-Baden (besser bekannt unter seinem Ehrennamen “Türkenlouis”) eine Hammer-

55

Aktien dieser ostpreußischen Textilfirma waren bis dahin völlig unbekannt. Nur 3 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden, dies ist jetzt das letzte noch verfügbare. Kleine Fehlstelle links oben.

Los 530

Schätzwert 100-175 €

Elbschloß-Verwaltungs-AG Leitmeritz, Namensaktie 300 RM 1.1.1943 (Auflage 2400, R 7) EF Ursprünglich 1858 gegründete Brauerei. 1939 wurde die Satzung dem deutschen Aktiengesetz angepasst, bis 1940 lautete ihr Name Leitmeritzer Bierbrauereigesellschaft “Zum Elbschloß”. Die Gebäude wurden 1941 an die Sudetenkühlhaus-GmbH verkauft.

Nr. 528

Nr. 522 und Nagelschmiede in Gaggenau, die das im Schwarzwald nur spärlich vorkommende Eisen zu Schmiede- und Nageleisen sowie landwirtschaftlichen Gerätschaften verarbeitete. Im 19. Jh. spezialisierte sich das Unternehmen auf emaillierte Werbeschilder und besaß hier fast eine Monopolstellung. 1874 übernahm der aus Frankfurt stammende Sozialreformer Michael Flürschein das Unternehmen. Zu der Zeit wurden Fahrräder, Badenia-Freilaufnaben, Gas- und Kohleherde sowie Holzbearbeitungsmaschinen aller Art produziert. Als Teilhaber nahm Flürschein 1879 Theodor Bergmann mit in’s Unternehmen, der ein Patent auf eine Luftdruckpistole besaß; fortan auch Fertigung von Luftpistolen, die im übrigen Vorbild für das Logo der Gesellschaft wurden, die gekreuzten Pistolen. Die Pistolenfertigung wurde 1889 an Jakob Mayer in Rastatt abgegeben, heute als “DIANA Mayer & Grammelspacher GmbH” firmierend. Mit Ausscheiden des Inhabers Flürschein wurde das Unternehmen 1888 in eine AG umgewandelt, größter Aktionär wurde Flürscheins vorheriger Kompagnon Theodor Bergmann. Er gründete 1894 zusätzlich die “Bergmanns Industriewerke”, behielt aber auch die Leitung der Eisenwerke Gaggenau AG. Mit dem “Orient-Express” und dem “Liliput” bauten Bergmanns Industriewerke 1895 die allerersten deutschen Serienautomobile. Dazu kam die Fertigung von LKW (ab 1898) und von Omnibussen (ab 1905). 1905 Ausgliederung der Automobilfertigung in die “Süddeutsche Automobilfabrik GmbH”, die nach finanziellen Problemen 1912 von Benz & Cie. übernommen wurden, die als “Benz-Gaggenau” hier die LKW-Fertigung konzentrierten. Die Eisenwerke Gaggenau AG erlangten zu Beginn des 20. Jh. eine starke Stellung bei der Fertigung von Haushaltsgeräten (bekannt waren vor allem die Kohlenherde mit emaillierten Außenwänden, die bis in die 1970er Jahre gefertigt wurden). 1995 Umwandlung in eine GmbH, heute Teil der Gruppe Bosch-Siemens Hausgeräte. (Dank an Prof. Dr. Eckhardt Wanner für die gelungene Recherche.) Nur 3 Stück von dieser vorher völlig unbekannten Ausgabe lagen im Reichsbankschatz, dies ist jetzt das letzte noch verfügbare. Einrisse fachgerecht restauriert.

sitz der Kautschuk-Pflanzung “Meanja” in Kamerun. Außerdem Zementwarenfabrik in Crossen a.O. und Sperrholzfabrik in Böhlen in Thür. 1923 Umfirmierung in Ekona AG. Ihre nach dem 1. Weltkrieg als Feindvermögen beschlagnahmten Besitzungen erwarb die Gesellschaft 1924 auf einer Versteigerung in London zurück. Die Last des Erwerbspreises und fallende Rohstoffpreise führten 1930 zur Zahlungseinstellung mit anschließendem Konkurs. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 526

Schätzwert 225-300 €

Eisenwerke Gaggenau AG Gaggenau, Aktie 1.000 Mark Juli 1923 (Auflage 2400, R 8) VF Dekorativer Druck der Spielkartenfabrik Altenburg, mit gekreuzten Pistolen oben in der Umrandung. Ränder ganz leicht wasserfleckig.

Los 528

Schätzwert 250-300 €

Elbe Speditions-AG Hamburg, Aktie 1.000 Mark April 1922 (Auflage 1200, R 9) EF Gründung im April 1921 zum Betrieb von Speditionsgeschäften. Laut G.V. vom 19.6.1924 ist die Gesellschaft aufgelöst und trat in Liquidation, 1926 gelöscht. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 529

Schätzwert 800-1000 €

Elbinger AG für Leinen-Industrie Gründung 1872. Fabrikation und Verwertung von Leinengeweben sowie Betrieb einer Färberei und Bleicherei. 1906 Eröffnung des Konkursverfahren.

Heidenau Bez. Dresden, Aktie 1.000 RM Mai 1936 (Auflage 100, R 6) EF-VF Gründung 1921 zwecks Fortführung der Elbtalwerk Maschinenfabrik GmbH. Hergestellt wurden Elektromotoren, Generatoren, Installationsmaterial, Sirenen, Schleif- und Polier-Maschinen und Pumpen. Nach Enteignung des Heidenauer Werkes verlegte die AG 1951 ihren Sitz nach Frankfurt/Main und startete dort neu mit einer Elektro- und Rundfunkgroßhandlung. 1955 wurde in Wächtersbach eine Fabrik für Trennmaschinen, Kreissägen, Werkbänke und KFZ-Zubehörteile eingerichtet. Seit Anfang der 60er Jahre dann nur noch Verwaltung des Grundstücks Frankfurt, Röderbergweg 21. Das Werk selbst wurde in der DDR 1952 enteignet und als VEB fortgeführt, ab 1995 Elbtalwerk Heidenau GmbH. Los 532

Bei der Gründung 1898 übernahm die Ges. eine der Elektrizitäts-Ges. Felix Singer & Co., Berlin verliehene Konzession für den Betrieb ei-

Schätzwert 80-100 €

Berlin, Aktie 1.000 RM Febr. 1929 (Auflage 600, R 9) EF-VF Vorliegende Kapitalerhöhung finanzierte den Erwerb der Kautschuk-Pflanzung „Meanja“ AG in Kamerun.

Bei der Kakaoernte

Pistole Modell MF gefertigt zwischen 1881 und 1889

56

Schätzwert 20-75 €

Liegnitz, Aktie 300 RM 19.11.1927 (Auflage 2566, R 2) EF

Ekona AG

Gründung 1907 als Deutsche Kautschuk AG, 1923 Umfirmierung wie oben. Anbau von Kautschuk, Kakao, Kola, Planten und Ölpalmen, Betrieb von Fabriken und Kraftwerken sowie Be-

Schätzwert 75-150 €

Elbtalwerk Elektrizitäts-AG

Electricitäts-Werke Liegnitz

Elbing, VZ-Aktie 1.000 Mark 1.6.1902 (Auflage 600, R 10) VF.

Los 527

Los 531

Nr. 529

bzw. Bayreuth (1966). 1975 Umwandlung in eine GmbH. Diese ELG-Anleihe war vorher vollkommen unbekannt! Kleine Rostspur von Büroklammer. Los 534

Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft in Berlin, die auch die Mehrheit der in Leipzig und (merkwürdigerweise) Breslau börsennotierten Aktien hielt. 1920 Sitzverlegung nach Halle a.S., 1922 Stilllegung des Bahnbetriebs. 1929 statt dessen gemeinsam mit der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn Gründung der Kraftverkehr Mansfeld GmbH (Automobil-Omnibus-Betrieb, 1933 auf die Deutsche Reichspost übertragen). 1932 Übernahme der Ueberlandzentrale Mansfelder Seekreis AG in Amsdorf, 1941 Umfirmierung in “Elektrizitätsversorgung im Mansfelder Bergrevier AG”. Letzte Großaktionäre waren das Elektrizitätswerk Sachsen-Anhalt AG (59,9 %) und der Provinzialverband Sachsen (38,6 %).

Schätzwert 100-250 €

Elektricitätswerk Eisenach AG Eisenach, Aktie 1.000 Mark 10.4.1891. Gründeraktie (Auflage 300, R 5) EF ner Straßenbahn sowie einer Licht- und Kraftstation im schlesischen Liegnitz. Die 13 km lange Straßenbahn mit 20 Motor- und 5 Anhängewagen hatte drei Linien (Ringlinie, Linie nach dem Kirchhof und Linie nach der Jauerstraße bis Dornbusch). 1913 wurde aus Kapazitätsgründen ein neues größeres Kraftwerk am Frauenhaag gebaut, anschließend wurden auch die Kreise Lüben und Guhrau mit Strom versorgt. Börsennotiz Berlin, Großaktionär war die Elektrowerke AG.

Nennwert zuletzt auf 3.600 RM hochgestempelt. Schöner G&D-Druck mit Originalunterschriften. Gegründet 1891 zur Ausführung des Anfang 1890 zwischen der Stadt Eisenach und der A.E.G. geschlossenen Konzessionsvertrages. Die Eigenstromerzegung blieb mit 10 % der abgesetzten Menge unbedeutend, im wesentlichen kam der Strom später von der Thüringer Elektrizitäts-Lieferungs-Ges. in Gotha, aber auch aus der Wasserkraft der Ölmühle H. A. Maurer. Eigentlich wichtigerer Zweck der AG war der Betrieb der elektrischen Straßenbahn in Eisenach mit den Linien Oststadt-BahnhofWestbahnhof, Karlsplatz-Mariental und Georgenstraße-Krankenhaus. Später außerdem auch Omnibusbetrieb. Großaktionär war die Stadt Eisenach. Los 535

Schätzwert 100-200 €

Elektricitätswerk Eisenach AG Eisenach, Aktie Em. II 1.000 Mark 10.7.1901 (Auflage 200, R 5) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 533

Schätzwert 225-300 €

Elektricitäts-Lieferungs-Gesellschaft Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 Mark Mai 1910 (Auflage 5000, R 8) EF-VF Mit Originalunterschriften. Die ELG, damals eines der bedeutendsten energiewirtschaftlichen Unternehmen überhaupt, wurde 1897 von der A.E.G. gegründet zwecks Planung, Bau, Finanzierung und Betriebsführung von Elektrizitätswerken. Zuerst wurden die noch von der AEG erbauten Zentralen für den Anhalter und Potsdamer Bahnhof in Berlin und für das Freihafengebiet in Kopenhagen betrieben, weitere E-Werke folgten Schlag auf Schlag. Auch am Aufbau von Überlandzentralen war die ELG maßgeblich beteiligt. 1945 besaß sie 7 Elektrizitätswerke und Beteiligungen an 13 Energieversorgern (u.a. der Bayerische Elektricitäts-Lieferungs-Ges. AG in Bayreuth, der Thüringer ElektricitätsLieferungs.Ges. AG in Gotha, der Brandenburgische E-, Gas- und Wasserwerke AG in Berlin und der Grube Leopold AG in Bitterfled). Die Zahl der Orte, in denen die ELG die Stromversorgung aufgebaut hatte, belief sich schließlich auf rund 2.000 mit rd. 4 Mio. Einwohnern! Auslandsaktivitäten in der Türkei, Finnland, Rumänien und Schweden. 1948 Sitzverlegung nach Hannover, Großaktionäre waren zu dieser Zeit die Deutsche Continental-Gas (61 %) und die Elektrizitäts-AG vorm. Lahmeyer & Co. (25 %), weitere Sitzverlegungen nach München (1958)

Los 536

Los 539

Schätzwert 100-300 €

Elektrische Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier AG Gründung 1912 durch Vertrag zwischen der Stadt Altona und der AEG unter Einbringung des städtischen Elektrizitätswerkes in der Funkstraße mit dem Verteilungsnetz in Altona. 1913 Bau des ersten Drehstromkraftwerks in Neumühlen. 1925-28 Bau eines neuen Elektrizitätswerkes in Schulau an der Unterelbe. Finanziert wurden die Großinvestitionen durch eine Anleihe von 5 Mio. US-$, zu deren Sicherstellung von der Stadt Altona außerdem die Gas- und Wasserwerke eingebracht wurden. 1927 Übernahme der Stromerzeugungsanlagen der nach Altona eingemeindeten Ortschaften Osdorf und Groß Flottbek. Aufgrund des ebenfalls 1927 geschlossenen gegenseitigen Unterstützungsvertrages mit der Ver. Großkraftwerke Schleswig-Holstein GmbH in Rendsburg wurde die Überlandleitung Elmshorn-Itzehoe gebaut (in Itzehoe waren sämtliche größeren Elektrizitätswerke Schleswig-Holsteins zusammengeschaltet). Der zuvor mit den HEW abgeschlossene Stromlieferungsvertrag lief deshalb 1930 aus und wurde auf gegenseitige Unterstützung in Störungsfällen reduziert. 1938 Abtretung der Überland-Versorgung (außer dem Umspannwerk Elmshorn) an die Schleswag. 1940 Verpachtung des gesamten Betriebes an die HEW, die inzwischen auch alleiniger Aktionär waren.

Schätzwert 200-250 €

Elektricitätswerk Südwest AG

Berlin, VZ-Aktie 1.000 Mark 16.2.1909 (Auflage 1000, R 3) EF Mit Stempel: Elektrizitätsversorgung im Mansfelder Bergrevier.

Los 540

Schätzwert 50-125 €

Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co. Frankfurt a.M., Aktie Lit. B 100 RM Juli 1937 (zum Umtausch der bisherigen Lit. D gleichen Nennwerts, Auflage 5000, R 5) EF Gründung 1890 durch Frankfurter Privatbanken und den Ingenieur Wilhelm Lahmeyer als „W. Lahmeyer & Co. Commandit-Gesellschaft“. 1893 Fusion mit der „AG für Bau und Betrieb elektrischer Anlagen“. Herstellung von Starkstrom-Maschinen und -Anlagen, Betrieb von Elektrizitätsversorgungseinrichtungen. Seit 1905 reine Ingenieurgesellschaft und BeteiligungsHolding: Die Frankfurter Fabrik wurde an die nunmehrige “Felten & Guilleaume-Lahmeyerwerke AG” verkauft. Nach der Jahrhundertwende gab es eine Übernahmeschlacht zwischen der AEG und dem RWE, die die Essener für sich entschieden: Seit 1910 als Zwischenholding für Beteiligungen an Energieversorgungs-Unternehmen ein Teil des RWE-Konzerns.

Berlin, 4,5 % Genussrechtsurkunde 100 RM 31.3.1926 (R 12) VF+ Gründung 1899. Konzessionen zur Stromversorgung der Stadtgemeinden Schöneberg, Wilmersdorf und der Landgemeinde Schmargendorf. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 537

Schätzwert 125-175 €

Elektricitätswerk Unterelbe AG Altona, 4,5 % Schuldv. Lit. B 1.500 RM April 1934 (R 8) EF Für diese Schuldv. wurde der 25 Year 6 % Sinking Fund Mortgage Gold Bond bei der Deutschen Golddiskontbank, Berlin treuhänderisch hinterlegt.

Los 538

Schätzwert 100-300 €

Elektrische Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 8.12.1898. Gründeraktie (Auflage 4500, R 3, nach Kapitalherabsetzung 1904 noch 3000) EF-VF Konzessioniert 1898 zum Bau einer schmalspurigen elektrischen Kleinbahn von der Eisenbahnstation Hettstedt über Mansfeld und Eisleben nach Helfta (32 km, eröffnet 1900). Eigene Stromerzeugung, außerdem Betrieb von zwei Stadtlinien zum Bahnhof und zum Friedhof in Eisleben. Betriebsführung durch die Allgemeine

Los 541

Schätzwert 50-100 €

Elektrizitätsverband Weißenfels-Zeitz Kretzschau, 4 % Schuld. Lit. B 2.000 Mark 24.4.1914 /R 5) EF-VF Teil einer Anleihe in Höhe von 2 Mio. Mark.

Los 542

Schätzwert 20-80 €

Elektrizitätswerk Schlesien AG Breslau, Aktie 10.000 Mark April 1923 (Auflage 4000, R 2) VF

Nr. 534

Nr. 539

Gründung 1909 als eine der größten Untergesellschaften der Gesfürel, erste Kraftwerke in Kraftborn (früher Tschechnitz) und Mölke. 1927 Stromlieferungsvertrag mit der Elektrowerke 57

gen Sanierungsvorschläge und ein Fusions-Antrag (mit der Ver. Berliner Metallwarenfabriken AG) vor. Am 6.11.1930 wurde der Konkurs eröffnet. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Forst (Lausitz). Betrieb einer Spinnerei und Weberei in Forst. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. 1969 nach Abwicklung gelöscht.

AG und Verbindung des Mitteldeutschen Braunkohlenreviers mit dem Niederschlesischen Steinkohlenrevier durch eine 100 kVFernleitung. 1922/31 Fusion mit der Niederschlesische Elektrizitäts- und Kleinbahn AG in Waldenburg.

Los 550

Schätzwert 200-250 €

Eltax Elektro-AG Berlin, Aktie 100 RM Okt. 1929 (Auflage 250, R 8) EF Los 545

Los 543

Schätzwert 20-60 €

Elektrizitätswerk Schlesien AG Breslau, Aktie 10.000 RM Juli 1942 (Auflage 900, R 3) EF Zuletzt wurden 1 Mio. Einwohner Mittelschlesiens in 654 Gemeinden versorgt (das Hochspannungsleitungsnetz war 2.500 km lang), außerdem Betrieb der Straßenbahn in Waldenburg (3 Linien, 24 km Gesamtlänge, 40 Motorwagen).

Schätzwert 275-350 €

Elektrizitätswerke Görnau AG

Los 547

Görnau, Aktie (Zwischenschein) 1 x 1.000 und 4 x 100 RM 17.11.1944 für H. und A. Schwarz, Litzmannstadt (R 10) EF-.

Elka-Werke AG (vorm. Lübeck & Co.)

Schätzwert 75-175 €

“Nach Neudruck der Reichsmarkaktien wird gegen diesen Zwischenschein die obenerwähnte Aktienanzahl an den Inhaber ausgefolgt werden.” Wenige Monate vor Kriegsende war das im Warthegau wohl nur noch ein theoretisches Versprechen. Originalunterschrift. Gründung des Elektrizitätswerkes im Jahr 1909, damals (wie heute wieder) hieß die Stadt Zgierz und gehörte noch zu Rußland. 1914 Ende der russischen Herrschaft, nachdem Zgierz von deutschen Truppen besetzt wird. 1918 Entwaffnung der deutschen Garnison. 1940 dem sog. “Warthegau” zugeschlagen, 1943 in Görnau umbenannt. In dieser Form ein Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Gründung 1924 zum Erwerb und Betrieb von Maschinenfabriken, Herstellung von Maschinen, Maschinenteilen und Apparaten unter Benutzung des gesetzlich geschützten Warenzeichens “ELKA”. Haupterzeugnisse: Elektro-Mühlen für trockene Mahlprodukte, speziell Kaffeeund Gewürzmühlen.

Hamburg, Aktie 1.000 Goldmark März 1924. Gründeraktie (Auflage 500, R 5) EF

Los 551

Frankfurt a. M., Aktie Serie A 20 RM 24.1.1925 (Auflage 26200, R 9) EF

Schätzwert 175-300 €

Elmshorn-BarmstedtOldesloer Eisenbahn-AG Elmshorn, Aktie B 1.000 Mark 9.6.1907 (Auflage 566, R 7) EF-.

Schätzwert 50-150 €

Elektrizitätswerk und Strassenbahn Landsberg AG Köln, Aktie 1.000 Mark 16.6.1900. Gründeraktie (Auflage 2000, R 3, im Jahr 1903 herabgesetzt auf 1250) EF Hübsche Girlanden-Umrahmung mit Blumen. Lochentwertet. Gegründet 1900 zum Betrieb der 8,1 km langen Straßenbahn und des Elektrizitätswerkes in Landsberg (Warthe), wohin wenige Wochen nach der Gründung auch der Firmensitz verlegt wurde. Gründer war die Helios Elektricitäts-AG in Köln. (Diese Gesellschaft baute und betrieb Elektrizitätswerke im In- und Ausland. Im wesentlichen wurde das von der AEG so erfolgreich betriebene Geschäft kopiert: Man beteiligte sich an neu gegründeten E-Werken und verpflichtete die Werke im Gegenzug zum Bezug der eigenen Maschinen und Anlagen.) Der Kauf der „Bank für elektrische Industrie“ von der Berliner Handels-Gesellschaft)kurz vor der Jahrhundertwende wurde für den Helios zum Verhängnis: Die damit erworbenen Beteiligungen erwiesen sich überwiegend als notleidend. Nach dieser Ära erscheint in Landsberg dann die Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Berlin als Großaktionär. Nach 1945 von Polen enteignet.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 58

Los 546

Schätzwert 125-175 €

Elektromind AG für elektromechanische Industrie Berlin, Aktie 1.000 Mark Okt. 1922 (Auflage 2500, R 10) EF-VF Gründung im Juli 1922. Herstellung und Vertrieb von elektrischen Apparaten und Metallwaren. Die Gesellschaft besaß 1925 in Thale ein Grundstück, auf welchem eine Holzwollefabrik betrieben wurde. 1929 Zwangsvergleich. Es la-

Nr. 550

Schätzwert 125-175 €

EMAG Elektrizitäts-AG

Los 548

Los 544

Gegründet 1921 zwecks Fortführung des unter der Firma Hermann Albert Bumke in Berlin betriebenen Unternehmens. Fabrikation und Handel mit Elektromaterial, Herstellung von Radioapparaten. Noch im Gründungsjahr wurde eine Fabrik galvanischer Elemente angegliedert. 1930 zahlungsunfähig, 1932 liquidiert. Nur 11 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gegründet 1904 vom Staat Preußen, den Kreisen Segeberg und Stormarn, den Städten Elmshorn, Barmstedt und Oldesloe sowie weiteren 47 am Bahnbau interessierten Mitgründern. Vorgänger war die Elmshorn-Barmstedter Eisenbahn-AG mit der am 16.7.1896 eröffneten 10 km langen Strecke Elmshorn-Barmstedt. Deren Aktionäre wurden mit 566 Stamm-Aktien Lit. A der neugegründeten EBO abgefunden. Finanziert durch die Stämme Lit. B ging am 9.6.1907 die 42 km lange Verlängerung Barmstedt-Ulzburg-Oldesloe in Betrieb. Ab 1973 schrittweise stillgelegt, 1981 übertragen auf die Eisenbahn Altona-Kaltenkirchen-Neumünster. Los 549

Schätzwert 20-60 €

Elsaessisch-Badische Wollfabriken AG Berlin, Aktie 1.000 RM 10.8.1927 (Auflage 900, R 4) EF-VF Gründung 1899, Sitz bis 1903 in StraßburgRuprechtsau, bis 1917 in Kehl und bis 1923 in

Gründung 1920 zur Weiterführung der „EMAG Elektrische Messinstrumente-, Apparate- und Schalttafelbau GmbH“. Los 552

Schätzwert 300-400 €

Emil Heinicke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 13.12.1920 (Auflage 3500, R 11) VF+. Gründung 1911 zwecks Erwerb und Fortbetrieb des bisher unter der Firma Emil Heinicke in Berlin betriebenen Spezial-Bau und Einrichtungs-Geschäfts. Spezialitäten: Laden- und Fassaden-Bau, Geschäfts-Einrichtungen, Herstellung und Vertrieb von Holz- und Metallartikeln sowie Artikeln der chemischen und TextilIndustrie. Fabrik in Mariendorf. 1914/16 umfangreiche Kriegslieferungen, 1916/17 Errichtung einer Munitionsfabrik, ab 1919 auch Herstellung landwirtschaftlicher Artikel. 1924/25 umfangreiche Neubauten (Friedrichstr. 129, am Kurfürstendamm das Lachmann-Mossesche Gelände, Scheunenviertel in Berlin, PankowNiederschönhausen, Bellermannstr., Bahnhof Witzleben u.a.). 1931 eines der unzähligen Opfer der Weltwirtschaftskrise geworden und in Konkurs gegangen. Aktien dieser bedeutenden Baufirma waren bisher ganz unbekannt, von dieser Ausgabe lagen nur 2 Stück im Reichsbankschatz.

Nr. 558

Los 558

Nr. 557 Schätzwert 600-750 €

Energie AG Leipzig Markkleeberg, Sammel-Namensaktie 224 x 1.000 RM Nov. 1943 (Unikat, R 12), ausgestellt auf die Gaswerk Engelsdorf GmbH in Engelsdorf EF+.

Nr. 552

Nr. 571 Los 555

Schätzwert 50-125 €

Emil Nöbel AG Wechselburg, Aktie 200 RM 31.12.1924 (Auflage 720, R 5) EF Gründung 1890, AG seit 1923. Betrieb von Sandgruben, Herstellung von Zementwaren sowie Fabrikation und Handel mit Strumpfwaren und anderen Textilien (im Handbuch von 1934 erwähnt, später Herstellung von Betonrohren). Eine reine Familien-AG, 70 % des Kapitals hielt die Familie Curt Augustin.

Bahnhof Witzleben in Berlin

Los 556

Schätzwert 75-175 €

Interessante Ausführung in fotomechanischer Vervielfältigung eines Aktiensicherheitsdrucks mit kalligraphischer Ergänzung der variablen Daten sowie Originalunterschriften von AR-Vorsitzendem und Vorstand. Gründung 1923 zur Betriebsführung einer Reihe von Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerken aus kommunalem Besitz. Aktionäre waren der Elektrizitätsverband Nordwestsachen (62,9 %), die Thüringer Gas-Gesellschaft (28,3 %), die Gaswerk Engelsdorf GmbH (2,3 %), die Landkraftwerke Leipzig AG (1,4 %) sowie mit den restlichen 5,1 % diverse Städte und Gemeinden. In den Orten, die die ENAG mit der Betriebsführung ihrer Werke betrauten und deren Kreis sich bis 1941 ständig erweiterte, übernahm die ENAG für Bevölkerung und Wirtschaft auch die Rolle des örtlichen Versorgungsunternehmens. Beteiligungen bestanden bei der Landesgasversorgung Sachsen AG, der Ueberlandwerk Glauchau AG, der Gas- und Elektrizitätswerke Hainichen GmbH, der Ferngaswerk Rochlitz GmbH, der Gasversorgung Obervogtland GmbH, der Gaswerk Brand-Erbisdorf AG, der AG für Licht- und Kraftversorgung in München (1929 an die ThüGa verkauft) und der Leipziger Außenbahn AG (1930 an den Eltverband Nordwestsachsen verkauft). Die Aktiengesellschaft wurde 1964 zur Abwicklung nach Köln verlagert, 1966 wurde über das Westvermögen das Konkursverfahren eröffnet, 1973 als vermögenslose Gesellschaft von Amts wegen gelöscht. Die Betriebsanlagen gingen zu DDR-Zeiten im Energiekombinat des Bezirks Leipzig auf, nach der Wende entstand in Markkleeberg die Westsächsische Energie-AG (Wesag), deren Anteile die Treuhandanstalt zu 51 % dem RWE verkaufte.

Emil Pinkau & Co. AG Leipzig, Aktie 1.000 Mark 17.5.1919 (Auflage 250, R 5) EF

Los 553

Schätzwert 20-60 €

Emil Herminghaus AG Velbert, Aktie 200 RM 10.3.1927 (Auflage 3375, R 2) EF Schöner floraler Unterdruck. Gründung 1921 zur Fortführung der Firma Emil Herminghaus Schloßfabrik und Eisengießerei GmbH in Velbert (Kirchstr. 30/32, gegr. 1871) und der Firma Herminghaus & Buchholz, Berlin (gegr. 1885). Produziert wurden Möbel- und Türschlösser, Beschläge sowie Temper- und Grauguss. Börsennotiz seinerzeit in Frankfurt/M., Düsseldorf und Essen. 1958 in eine GmbH umgewandelt. Los 554

und anderen Textilien (im Handbuch von 1934 erwähnt, später Herstellung von Betonrohren). Eine reine Familien-AG, 70 % des Kapitals hielt die Familie Curt Augustin. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 100-125 €

Emil Nöbel AG Wechselburg, VZ-Aktie 200 RM 31.12.1924 (Auflage NUR 30 Stück, R 9) EF Gründung 1890, AG seit 1923. Betrieb von Sandgruben, Herstellung von Zementwaren sowie Fabrikation und Handel mit Strumpfwaren

Nr. 555

Mit Fabrikansicht und Abbildung einer alten Kamera, oben weibliche Allegorie mit Medaillen. Gründung 1873, AG seit 1903. Mit ca. 400 Arbeitern wurden in der Fabrik in der Wittenbergerstr. 15 graphische Erzeugnisse, photographische Papiere und Filme hergestellt. Bekannt vor allem als Verlag für Kinderbücher und Hersteller von Postkarten. Börsennotiz Leipzig. Nach dem Krieg nicht verlagert. Los 557

Schätzwert 125-175 €

Los 559

Schätzwert 40-100 €

Emschergenossenschaft

Enzinger-Union-Werke AG

Essen, 4 % Schuldschein 100.000 RM 1.11.1941 (R 12) VF

Pfeddersheim, Aktie 100 RM Mai 1934 (Auflage 3100, R 3) EF

Die älteste deutsche Abwassergenossenschaft wurde gegründet aufgrund des Gesetzes von 1904 zur Regelung der Vorflut und zur Abwasserreinigung im Emschergebiet. Mitglieder: Alle Land- und Stadtkreise, die ganz oder teilweise nach der Emscher und ihren Nebenläufen entwässern. Die Einleitungen der Abwässer der Gemeinden, Bergwerke und Industriebetriebe führten zu hygienischen Mißständen. Durch Flußregulierung (1904-24) und später einer künstlichen Entwässerung wurde eine Sanierung erreicht. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Gründung 1924 durch Fusion der EnzingerWerke AG in Worms (gegr. 1879) und der Unionwerke AG Maschinenfabriken, Mannheim (gegr. 1885). Erzeugnisse: Fass- und Flaschenkellerei-Apparate sowie Spülapparate, Filter, Rotations- und Kolben-Druckregler, Luft-Kompressoren uvm. Von 1915 bis 1922 wurden sogar Kraftwagen hergestellt. 1930 Stilllegung des Werkes in Mannheim und Sitzverlegung nach Pfeddersheim, 1936 wieder nach Mannheim. Seit 1969 Kooperation mit dem Mehrheitsaktionär Seitz-Werke GmbH, Bad Kreuznach.

59

ten. Ende 1923 besaß die Ges. etwa 120 Morgen Gerechtsame. Erst 1933 ist die Gesellschaft erloschen.

Los 560

1880 Petroleum erbohrt. Hunderte von Bohrtürmen standen bald dicht an dicht und der Anblick der Gegend unterschied sich nicht von amerikanischen Ölfeldern. Wegen der geringen Ergiebigkeit der Felder ließ der Boom bald nach. Die Autarkiebestrebungen im 3. Reich brachten der Aufsuchung heimischer Rohstoffe neuen Auftrieb, so auch in der heute zu Peine eingemeindeten Ortschaft Dungelbeck.

Schätzwert 40-100 €

Erdmannsdorfer AG für FlachsgarnMaschinen-Spinnerei und Weberei Zillerthal-Erdmannsdorf, Aktie 1.000 RM Febr. 1942 (Auflage 500, R 4) EF+ Gründung 1839 zur Beschäftigung der notleidenden Weber des Riesengebirges durch die Königliche Seehandlungs-Societät (später: Preußische Staatsbank) im Rahmen der Industrialisierungspolitik ihres berühmten Präsidenten Rother. Seit 1872 AG. 1882 Anschluß an die neueröffnete Eisenbahn HirschbergSchmiedeberg. Der Mehrheitsaktionär (Blumenberg-Konzern) wurde in der Weltwirtschaftskrise schwach, woraufhin Commerzbank, Deutsche und Dresdner Bank die Mehrheit an der in Berlin und Breslau börsennotierten Ges. übernahmen. Im Betrieb waren zuletzt aufgestellt 14.000 Flachsspindeln und 530 mech. Webstühle, außerdem wurde ein eigenes Hotel mit Gastwirtschaft unterhalten.

Los 563

Schätzwert 150-200 €

Erdölbohrgesellschaft “Eickenrode” Burgdorf i. Hann., Anteilschein 1 Anteil 24.11.1930 (Auflage 6000, R 8) EF Dekorative Art-Deko-Umrandung. Originalunterschriften. 1862 wurde in Oelheim bei Eickenrode die dritte Erdölbohrung Deutschlands niedergebracht. 1881 kam man bei einer Bohrung auf eine Sandsteinschicht, bei der das Öl mit gewaltiger Kraft weit über die Turmspitze hinaus schoss. Oelheim geriet in Ölrausch und wurde zu “Neu Pennsylvanien”.

Los 566

Schätzwert 75-125 €

Los 571

Schätzwert 400-500 €

Erfurter Elektrische Straßenbahn Erfurt, Interimsschein für 1 Aktie à 1.000 RM 12.12.1929 (R 11), ausgestellt auf Kantor Paul Lehmann, Wundersleben b/ Sömmerda. Der eigentlich geplante Umtausch in eine gedruckte Aktie fand nie statt, deshalb eine Vielzahl Dividendenstempel bis 1942 VF Gedruckte Ausführung mit hübscher Umrahmung, Originalunterschriften. Gründung 1893 zur Übernahme der seit 1883 betriebenen Pferdebahn von der Union-Elektricitäts-Ges. zu Berlin. Ab 1894 elektrischer Betrieb auf den 4 meterspurigen Linien mit einer Gesamtlänge von 18 km. Im Mai 1938 umbenannt in Erfurter Verkehrs-AG. Ab 1951 als VEB Erfurter Verkehrsbetriebe (EVB) geführt, nach der Wende ab April 1990 die Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG). Ende 1996 wurde die EVAG in die Stadtwerke Erfurt eingegliedert. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Erdölgesellschaft Oelerse Hannover, Namens-Anteil 1/7000 23.1.1932 (Auflage 7000, R 7) EF Ortsnamen wie Oelerse und Oelheim (beides Ortsteile von Edemissen, nördlich von Peine) bezeugen noch heute einen gigantischen ÖlBoom, der vor 100 Jahren seinen Höhepunkt erreichte.

Los 572

Schätzwert 75-175 €

Erfurter Elektrische Strassenbahn Erfurt, Namensaktie 1.000 RM Febr. 1938 (Auflage 1500, R 5), überstempelt mit der neuen Firmierung “Erfurter Verkehrs-AG” EF

Los 567 Los 561

Schätzwert 75-150 €

Erdöl- und Kohle-Verwertung AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 4.1.1919 (Auflage 750, R 3) EF Gründung 1914 als Eröl-Verwertungs-AG. 1916 Sitzverlegung von Dresden nach Berlin. Die Gesellschaft war ursprünglich eine Forschungsgesellschaft, deren Aufgabe darin bestand, die Verfahren zur Gewinnung leichter Kohlenwasserstoffe aus schweren zu erproben und auszubilden. Auf diesem Gebiete begegneten sie den Arbeiten des Herrn Dr. Bergius, die den gleichen Zwecken dienten (Bergin-Verfahren). Eine Vereinigung der Interessen führte zur Bildung des Konsortiums für Kohlechemie, welches ein Kapital von 30 Mill. RM zur Erforschung der Verfahren und der damit verbundenen Hochdrucktechnik zur Verfügung stellte und die Durchführung der Arbeiten und Verwertung der Erdöl- und Kohle-Verwertung AG (Evag) übertrug. 1926 Übernahme durch die I.G. Farbenindustrie AG.

Schätzwert 60-100 €

Erdölwerke „Hannovera“ Wietze-Oberg Hannover, Namens-Anteil 1/6000 8.6.1928 (Auflage 6000, R 7) EFLos 564

Schätzwert 200-275 €

Schöner Unterdruck.

Erdölbohrgesellschaft Großlafferde-Oberg Oberg, Namens-Anteilschein 1 Anteil 5.2.1927 (Auflage 4000, R 10) VF1929 wurde die Bohrung Nr. 2 in Oberg im Landkreis Peine in Angriff genommen. Die Gesellschaft meldete das Erreichen einer Teufe von 530 m und erwartete bei ca. 590 m den Oelhorizont erreichen zu können. Sie rechnete mit einer Endteufe von 600 m. Jedoch waren die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. 1931 geriet die Gesellschaft in eine finanzielle Krise. Zwei Jahre konnte sie schon keine Anteilscheine mehr verkaufen, weshalb die Bohrungen unterbrochen werden mussten. Der Gesellschaft blieb nur die Hoffnung auf ausländische Investoren.

Los 573

Schätzwert 20-60 €

Ernst Gessner AG Aue (Sachsen), Aktie 1.000 RM 1.1.1932 (Auflage 1600, R 3) EF Gründung 1920. Herstellung von Textilmaschinen für Appretur und Spinnerei, Eisengießerei. Nach der Enteignung 1945 in der DDR Teil des Kombinats Textima, 1993 privatisiert. Hauptinvestor war ein Nachfahre Gessners. Nach dessen Tod 1994 Konkurs im Jahre 1995. Los 568

Schätzwert 100-150 €

Erdölwerke Nienhagen-Wietze Hannover, Namens-Anteilschein 1 Anteil 12.9.1929 (Auflage 6.000, R 10) EF-VF. Werke ind Wietze-Steinförde und Nienhagen. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 569

Schätzwert 400-500 €

Erfordia Maschinenbau-AG Meiningen, Aktie 1.000 Mark 19.6.1918. Gründeraktie (Auflage 1000, R 8) EF

Los 562

Schätzwert 125-175 €

Los 565

Schätzwert 200-250 €

Erdöl-AG Wojtowa

Erdölgesellschaft „Dungelbeck“

Berlin, Aktie 20 RM Juli 1925 (Auflage 13750, R 7) EF

Braunschweig, Anteilschein 7.7.1934 (Auflage 20000, R 8), eingetragen auf Gewerkschaft “Hunsrück”, Braunschweig Abheftlochung am Rand. EF

Gründung 1918 durch vermögende Privatinvestoren, u.a. den Infanteriegeneral Excellenz Frhr. von der Goltz, zwecks Aufsuchung von Erdöl in Wojtowa (Westgalizien) und anderen Or-

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In der Peiner Gegend, die man damals auch “Preussisch Pennsylvania” nannte, wurde seit

Gründung 1918. Betrieb einer Maschinenfabrik, speziell Herstellung von Sägewerks- und Holzbearbeitungs-Maschinen, Transmissionen, Werkzeugen. 1931 Übernahme der Selp-Werke vorm. Stoll & Elschner AG Leipzig durch Fusion, was der Firma auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise nicht so gut bekam: Ende 1931 Zahlungseinstellung und Zwangsvergleich. Los 570

Schätzwert 225-300 €

Erfordia Maschinenbau-AG Meiningen, Aktie 1.000 Mark 9.7.1921 (Auflage 1000, R 8) EFGleiche Gestaltung wie die Gründeraktie von 1918.

Los 574

Schätzwert 60-100 €

Ernst Grumbach & Sohn AG Freiberg i.Sa., Aktie 20 RM März 1925 (Auflage 9825, R 7) EF Gründung 1921 zur Fortführung der schon seit 1868 bestehenden Landwirtschaftsmaschinenfabrik von Grumbach & Sohn in Freiberg (Frauensteiner Str. 25) mit Filialen in Dresden und Zschopau. Neben Maschinen wurden auch Motoren hergestellt, außerdem Installation elektrischer Anlagen. Schutzmarke: Ein von Ähren im Jugendstil umkränztes Altenburger Stadtwappen mit Königskrone, flankiert von Bergleuten in historischer Tracht. Als eines der vielen Opfer der Weltwirtschaftskrise 1930 in Vergleich und 1931 in Anschlußkonkurs gegangen.

Nr. 575

Nr. 569 Los 575

Schätzwert 225-300 €

Erste Allgemeine Unfall- und SchadensVersicherungs-Gesellschaft Wien, Namensaktie 1.000 RM März 1941 (Auflage 10000, R 8), ausgestellt auf Julius Kozma, Budapest EF. Gründung 1882 als “Erste Oesterreichische Allgemeine Unfall-Versicherungs-Gesellschaft” durch die Assicurazioni Generali in Triest, die stets mehrheitlich an der in Wien börsennotierten Versicherung beteiligt blieb. Bei der Gründung wurde das gesamte österr. Geschäft der Schweizerischen UnfallversicherungsAG in Winterthur übernommen. 1896 auch Zulassung zum Versicherungsbetrieb im Deutschen Reich. 1919 umbenannt wie oben. 1939 Übernahme des gesamten österr. und deutschen Sachversicherungsgeschäfts der Assicurazioni Generali. Ab 1961 auch Rechtsschutz- und Krankenversicherung. Vorher völlig unbekannt gewesen!

Los 577

Schätzwert 200-250 €

Eschweiler Bank Eschweiler, Aktie 20 RM Dez. 1925 (R 6) VF+

Los 582

Gründung 1890. Betrieb des Bankgeschäfts in allen Zweigen. Zweigstelle in Alsdorf (Rhl.) unter der Firma Alsdorfer Bank, ferner in Linnich und Weiden. Ab Juni 1927 unter Geschäftsaufsicht. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Eutin, 4 % Prior.-Obl. Lit. C . 100 Mark 2.1.1882 (Auflage 2610, R 5) VF

der Espera Kontroll- und Schnellwaagenfabrik H. Sporkhorst GmbH in Duisburg und Änderung des Firmennamens in Espera Schnellwaagenwerke H. Sprokhorst AG. Heute Espera-Werke GmbH, Duisburg.

Los 580

Schätzwert 275-350 €

Etamine-Weberei AG Thurm bei Glauchau, Aktie 100 RM 11.3.1927 (Auflage nur 50 Stück, R 10) VF

Los 578 Los 576

Schätzwert 175-275 €

Eschebach-Werke AG Radeberg, Aktie 1.000 RM Aug. 1937 (Auflage 1450, R 8) EF+ Die Werke in Dresden (Eschebach & Haussner, gegr. 1867) und Radeberg (Radeberger Gussund Emaillierwerke Carl Eschebach & Comp., gegr. 1886) wurden 1890 in der “Vereinigte Eschebach’sche Werke AG” vereint. Hergestellt wurden: Badeöfen, Wannen, Armaturen, Klosetts; Geräte für Konditoreien, Fleischereien, Molkereien; Eisschränke; Küchen-, Schlafzimmer- und Gartenmöbel; Waschtische und Waschschränke für Ärzte; Gaskocher, Herde, Gasheizöfen und Heisswasserautomaten. In der Weltwirtschaftskrise 1931/32 Konzentration der Fertigung in Radeberg, das Dresdner Werk wurde verkauft. Gleichzeitig umbenannt wie oben. Börsennotiz Dresden/Leipzig, doch lagen zuletzt fast 100 % der Aktien beim Wettbewerber Alexanderwerk AG, Remscheid. Die AG selbst verlegte ihren Sitz 1950 nach Remscheid und wurde dann in eine GmbH umgewandelt. Das in der DDR enteignete Werk in Radeberg produzierte nach 1945 Küchenmöbel und wurde 1972 dem VEB Möbelkombinat Hellerau angeschlossen. 1990 reprivatisiert, aber schon im Jahr darauf insolvent geworden. Nach häufigen Eigentümerwechseln kam nach der zweiten Insolvenz 2004 die Produktionseinstellung. An den einstigen Traditionsbetrieb erinnert nur noch das nach der Wende eingerichtete Küchenmuseum, das sich heute im Radeberger Heimatmuseum Schloß Klippenstein befindet.

Nr. 577

Schätzwert 125-200 €

Eschweiler-Ratinger Metallwerke AG Ratingen, Aktie 1.000 Mark Juni 1921 (Auflage 9000, R 7) EF Gründung 1900. Die Gesellschaft ging hervor aus der Maschinenfabrik Englerth & Cünzer und erwarb 1906 die oHG Ratinger Eisengiesserei u. Maschinenfabrik Koch & Wellenstein. Durch Schwierigkeiten der Stahlwerke Becker AG, mit der die Gesellschaft in enger Fühlung stand, kam auch sie 1924 in finanzielle Bedrängnisse, die aber durch Kreditgewährung der Guyzeller-Bank in Zürich sowie einer durchgreifenden Sanierung als behoben galten. Die Aktien, die die Familie Becker hielten, sind in andere Hände übergegangen.

Los 579

Schätzwert 40-80 €

Espera Schnellwaagenwerke H. Sporkhorst AG Duisburg, Aktie 1.000 RM März 1929 (Auflage 400, R 4) UNC-EF Gründung 1928 als Westdeutsche Schnellwaagen AG in Düsseldorf. 1929 Verschmelzung mit

Nr. 580

Schätzwert 75-150 €

Eutin-Lübecker Eisenbahn-Gesellschaft

Gegründet 1923 in Auerhammer b. Aue, Erzgebirge. 1927 Sitzverlegung nach Thurm bei Glauchau i.Sa. Die AG hatte ein Monopol bei der Herstellung von Madramé-Gewebe, da sie allein die dafür erforderlichen Webstuhlpatente besaß; sie betrieb außerdem die Erzeugung von Etamine, Crochet und ähnlichen Stoffen sowie den Handel damit.

Los 581

Teil einer Anleihe von 2,861 Mio. M zur weiteren Finanzierung des Bahnbaus. FaksimileUnterschrift Ludwig von Erlanger (1836-1898) vom Bankhaus Erlanger, das sich sehr aktiv in der Ausgabe von privaten und staatlichen Anleihen beteiligte. Gründung 1872. Normalspurige Eisenbahn Eutin-Schwartau-Lübeck (31 km, eröffnet 1873) mit Abzweig Gleschendorf-Ahrensbök (8 km, eröffnet 1886). In Lübeck wurde der Bahnhof der Lübeck-Büchener Bahn mitbenutzt, in Eutin der Preussische Staats-Bahnhof. Seit 1883 in Berlin börsennotiert. Letzte Großaktionäre waren mit 26% der Staat Preußen und mit 44% die Hansestadt Lübeck, 1941 wurde die Bahn verstaatlicht und von der Reichsbahn übernommen (Bareinlösung der noch umlaufenden Aktien zu 105%).

Schätzwert 225-300 €

Ettlingen-Maxau Papier- & Zellstoffwerke AG Ettlingen i. Baden, Aktie 1.000 RM 23.4.1938 (Auflage 200, R 9) UNC-EF. Gegründet 1928 als Karlsruher Papierfabrik AG mit Sitz in Karlsruhe. Umbenannt am 16.10.1928 in Zellstoff- und Papierfabrik AG und nur zwei Tage später am 18.10.1928 in Vogel & Bernheimer Zellstoff- und Papierfabrik AG, am 9.4.1938 schließlich wie oben. Großaktionär war ein Konsortium badisch-pfälzischer Papierfabriken unter Führung der Firma Julius Glatz in Neidenfels, Pfalz. 1953 Übernahme durch die E. Holtzmann & Cie. AG. 1997 hat Enso Oyj (1998 zu Stora Enso fusioniert) den mehrheitlichen Anteil der E. Holtzmann & Cie. AG übernommen. Das Werk Maxau produziert jährlich 700.000 Tonnen Papier. Vorher vollkommen unbekannt gewesen!

Los 583

Schätzwert 150-250 €

Eutin-Lübecker Eisenbahn-Gesellschaft Eutin, Aktie Lit. B 1.200 Mark 1.1.1907 (Auflage nur 44 Stück, R 7) VF+ Solange die Ges. auf die A-Aktien nicht mind. 3,5 % Dividende verteilte (was nie der Fall war) leisteten die Regierungen von Oldenburg und Lübeck fast die Hälfte von Zinsen und Tilgung der 1882er Anleihe und erhielten dafür jedes Mal Aktien Lit. B. Von diesen wurde zu Anfang ein Bestand à 200 Thaler ohne Datum gefertigt, spätere Jahre wurden mit der 1905er Ausgabe à 1.200 Mark abgegolten, ab 1906 wurden etwa 44 Aktien Lit. B jährlich ausgegeben und aktuell datiert.

Nr. 581 61

Los 592

Schätzwert 300-400 €

Fabrik feuerfester und säurefester Producte AG Vallendar, Actie 1.000 Mark Jan. 1899 (Auflage 1000, R 8) EF-.

Los 584

Kreis Trier. Neben der Hoesch AG (27 %) gehörte zu der Zeit der Familie Küppersbusch immer noch ein größeres Aktienpaket. 1944 wurde das Werk I in der Fürstinnenstraße bei einem Bombenangriff total zerstört, das Werk II stark beschädigt. Neben dem Wiederaufbau dann 1954 Übernahme der Ver. Herd- und Ofenfabriken C. Woeste AG, Hamm i.W., 1956 war Küppersbusch mit 3500 Beschäftigten die größte Herdfabrik der Welt. Ab 1953 wurden auch Kühlschränke gebaut, ab 1961 Küchenmöbel und Spülen, später zudem Wasch- und Geschirrspülmaschinen. Gleichzeitig baute die AEG ihre Beteiligung immer weiter aus und hielt Mitte der 70er Jahre über 95 % der Aktien. Während des Niedergangs der AEG wurde 1982 auch Küppersbusch zahlungsunfähig. Ab 1986 übernahmen Mitglieder der Familie Vaillant fast alle Aktien des bis heute erfolgreichen Herstellers von Wärmetechnik, Hausgeräten und Großküchentechnik.

Schätzwert 30-75 €

Eutin-Lübecker Eisenbahn-Gesellschaft Eutin, Genussrechtsurkunde Lit. B 50 RM März 1926 (R 5) VF+ Gewinnberechtigt bis zum Höchstsatz von 4 %, aus der Anleihe von 1882.

Gründung 1891 in Bad Nauheim unter Übernahme der Fabrik von E. Boeing für feuerfeste und säurefeste chemisch-technische Produkte sowie keramische Erzeugnisse. Sitzverlegungen 1897 nach Vallendar, 1904 nach Berlin. 1901 ging die in Berlin börsennotierte AG spektakulär pleite. Es stellte sich heraus, daß Generaldirektor Leo Otto Boeing jeden verfügbaren Pfennig in neue Fabrikgebäude investiert hatte, diese zu weit überhöhten Werten bilanzierte und damit aus Scheingewinnen seine Tantiemen und Dividenden zahlte. Die Bilanzfälschungen waren so dreist, daß Boeing anschließend wegen Untreue und Konkursvergehen zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Die AG war nicht sanierungsfähig, die Werke wurden 1902 an die AG für Glasindustrie vorm. Friedr. Siemens in Dresden verkauft.

Los 593

Schätzwert 40-100 €

Färberei Glauchau AG Glauchau, Aktie 100 RM 1.4.1938 (Auflage 760, R 3) UNC-EF Los 587

Schätzwert 75-150 €

F. A. Müller Bau-Industrie-AG Los 585

Schätzwert 75-150 €

Excelsior Lebensversicherungs-AG Berlin, Namensaktie 1.000 RM 15.1.1929 (Auflage 1500, R 5) EF Gründung 1926, eingetragen 1927. Betrieb der Lebensversicherung in allen ihren Arten. 1933 Fusion mit der Eos Deutscher Bestattungs- und Lebensversicherungs-Verein AG und Umbenennung in Eos und Excelsior Deutsche Volksund Lebensversicherungs-AG mit Sitz in Düsseldorf. 1938 Übernahme der Lebensversicherungsgesellschaft Schwaben V.V. aG Stuttgart. Zweigniederlassungen in Essen und Wuppertal. 1970 Sitzverlegung nach München. Ab 1974 kam sie zur Vereinigten Versicherungsgruppe, die heute zum Allianz-Konzern gehört.

Leipzig, Aktie 100 RM 24.7.1925 (Auflage 200, R 6) EF Gründung im Juli 1923 als Bauindustrie-AG, ab Sept. 1923 F.A. Müller Bau-Industrie nach Übernahme des Sägewerks, des Baugeschäftes, des Hobelwerkes, der Bautischlerei, der Dampfziegelei der Firma F.A. Müller in Lützen.

Los 588

Los 590

Schätzwert 30-75 €

F. Reichelt AG Breslau, Aktie 100 RM März 1938 (Auflage 1000, R 3) UNC-EF Gegründet 1862 in Breslau durch den Apotheker F. Reichelt. Umwandlung 1922 in eine GmbH mit Sitz in Beuthen und Kattowitz, seit 1922 AG. 1945 Sitzverlegung nach Hamburg. Die bedeutende Pharma-Großhandlung verpachtete 1994 auf Veranlassung des gemeinsamen Mehrheitsgesellschafters Merckle (Blaubeuren) das Pharma-Geschäft an die Mannheimer Phoenix Pharmahandel AG & Co. in Mannheim. Seitdem nur noch Finanzierung und Verpachtung eigener Liegenschaften und Vermögensverwaltung.

Schätzwert 60-80 €

Los 594

F. Harriefeld AG

Los 589

Schätzwert 30-100 €

F. Küppersbusch & Söhne AG Los 586

Schätzwert 150-250 €

Excelsior-Fahrrad-Werke Gebr. Conrad & Patz AG Brandenburg, Aktie 1.000 Mark 30.5.1910 (Auflage 400, R 6) VF+ Gründung 1906. Die Fabrik in der Brandenburger Neustadt (Wilhelmsdorfer Landstr. 43) war damals einer der größten Fahrrad-Hersteller Deutschlands, auch Ersatzteile für die Automobilindustrie wurden produziert. Beschäftigt wurden über 1400 Arbeiter und Beamte. Nach andauernden Verlusten wurde die Fabrikation 1932 eingestellt, danach wurde die in Berlin börsennotierte Gesellschaft abgewickelt.

62

Gelsenkirchen, Aktie 1.000 RM 1.8.1928 (Auflage erst 4400, nach Kapitalherabsetzung 1933 noch 4000, R 2) EF Vier Vignetten mit Innen- und Außenansichten des Werkes, Firmensignet in allen vier Ecken. Gründung 1875 als kleine Herdfabrik und Eisengießerei. Schnell stiegen die Umsätze, das Fabrikationsprogramm wurde um Zimmerherde, Gasherde, Großkochanlagen sowie Zentralheizungen und Elektroherde erweitert. Bei Umwandlung in eine AG 1898 wurden in zwei Werken schon 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. 1938 Beteiligung an der schon 1722 gegründeten Carl Gottbill sel. Erben GmbH Mariahütte, einer Herdfabrik im

Schätzwert 200-275 €

Fakta Industrie-, Reise- und Handelsverkehr-AG

Hamburg, Aktie 100 RM April 1931 (R 10) VF+ Gründung 1921. Ausführung von Bauten und baulichen Anlagen. Übernahme der Firma F. Harriefeld, Wilhelmsburg. Zweigniederlassung mit Gebäuden und Ziegeleien in Rositz. Im Dez. 1929 Einstellung aller Zahlungen, 1930 Vergleich, volle Befriedigung der Gläubiger bis zu 1.000 RM, übrige Gläubiger wurden mit der Zeit aus den Erträgen der Ziegelei Wilhelmsburg bezahlt. 1932 Beschluß der Liquidation. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gegründet 1889 als “Färberei Glauchau vorm. Otto Seyfert”. Betriebe in Glauchau und Baiersdorf bei Erlangen (Färberei und Herstellung von Handstrickgarn). Großaktionär war die Garn-AG Nachf. W. Lüttgen KG, Bad Kissingen. 1944 verlagert nach Bad Kissingen, 1952 umbenannt in Garn-AG, Bad Kissingen, seit 1963 GmbH.

Düsseldorf, Aktie 10.000 Mark 2.8.1923. Gründeraktie (Auflage 600, R 9) EF-

Los 591

Schätzwert 50-125 €

F. Thörl’s Vereinigte Harburger Oelfabriken AG

Dekorative Zierumrandung mit stilisierten Paradiesvögeln. Gegründet 1923. Abschluß von Treuhandgeschäften aller Art für Industrie-, Reise- und Handelsverkehr. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Hamburg-Harburg, Aktie 100 RM April 1940 (Auflage 367, R 5) EF Gründung 1906 unter Übernahme der Harburger Oelfabrik F. Thörl (1883 vom Senator und Kommerzienrat Friedrich Thörl gegründet), der Palmkernölfabrik Rob. Francke (gegr. 1891) und Friedr. Thörl’s Oelwerke „Elbe“ (gegr. 1899). Verarbeitung von und Handel mit Ölfrüchten, Ölen und Fetten. Die Fabriken in der Schlossstr. 5-16 (Erzeugung von Leinöl und Palmkernöl), am Lauenbrucher 25 (Kokosöl), auf der Zitadelle Schlossbezirk 6 (Palmkernund Soyaöl sowie Benzinfabrik) haben alle Wasserfront und ein Gesamtareal von 270.334 qm. In den 1930/40er Jahren die größte deutsche Ölfabrik. 1954 Verschmelzung mit der Schwesterfirma Bremen-Besigheimer Oelfabriken. 1959 Übertragung des Vermögens unter Ausschluss der Abwicklung auf die Hauptgesellschafterin „Margarine-Union GmbH“ in Hamburg. Die AG erlosch.

Los 595

Schätzwert 50-100 €

Falkensteiner GardinenWeberei und Bleicherei Falkenstein i.V., VZ-Aktie 1.000 Mark 8.4.1922 (Auflage 300, R 4) EF Gründung 1889 mit einem Aktienkapital von 1 Mio M. Hersteller von Tüllgardinen, Stores, Dekken, Borden, Spannstoffen, Bettdecken. 1948

Sitzverlegung nach Heidelberg, begann eine zunächst glanzvolle und von der Wirtschaftspresse bejubelte zweite Karriere im Bauträgergeschäft, die dann aber 1985 im Konkurs endete.

Los 601

Schätzwert 200-250 €

Ferdinand Karnatzki AG Wernigerode, Aktie 1.000 Mark Jan. 1922. Gründeraktie (Auflage 5000, R 9) VF Herstellung von Schokolade, Kakao, Süßwaren und Nährmitteln. 1922 Erwerb der Zuckerfabrik Wulferstedt. Eine 1927 geplante Fusion mit der „Frankonia Schokolade- und Konservenfabrik“ in Würzburg kam nicht zustande. 1928 Konkurs. Die Fabrik wurde vom Karstadt-Konzern für eigene Produktionszwecke erworben. Los 602

Schätzwert 450-600 €

Ferngasversorgung Provinz Sachsen-Thüringen AG Merseburg, Sammelaktie (Zwischenschein) 110 x 1.000 RM 16.2.1940 (R 12), ausgestellt auf die Gasfernversorgung Thüringen AG, Erfurt VF. Nr. 592 Sitzverlegung nach Neuss/Rhein, 1953 nach Mering bei Augsburg. 1974 Umwandlung in eine GmbH. 1994 Insolvenzverfahren, 1995 Stilllegung.

Los 596

Nr. 602 lerei, Signal- und Tarnfarben sowie Lacke. 1945 Verstaatlichung der Farbenwerke Nerchau zur Vereinigten Farben- und Lackfabrik Nerchau (später nur Farbenfabrik Nerchau genannt), 1969 Eingliederung in den Betriebsverband Kali-Chemie Berlin innerhalb des Kombinats Lacke und Farben. 1992 privatisiert an die Deutschen Amphibolinwerke als Werk der Lacufa AG.

Schätzwert 100-175 €

Faradit Rohr- und Walzwerk AG Chemnitz, Aktie 100 RM 19.10.1938 (Auflage NUR 80 Stück, R 6) EFGründung 1912 als Faradit-Isolierrohrwerk Max Haas AG, Chemnitz-Reichenhain. Herstellung von Röhren, elektrotechnischen Installationsmaterialien, Walzwerkerzeugnissen, ferner Maschinenbau. 1934 unter Führung eines neuen Großaktionärs (Tüllfabrik Flöha AG) in die Auffanggesellschaft „Faradit-Rohr- und Walzwerk AG“ überführt. 1951 verlagert nach Haltern in Westfalen, 1959 nach München, 1959 auf die Laupheimer Werkzeugfabrik GmbH, Laupheim, übergegangen, 1991 Firma geschlossen. Übrig blieb der eigenständige Betriebsteil Famos GmbH & Co. KG, Blaustein (bei Ulm).

Los 597

Los 598

Schätzwert 50-125 €

Felten & Guilleaume Carlswerk AG

Schätzwert 75-125 €

Wien, Aktie 100 RM Sept. 1939 (Auflage 7500, R 7) EF Gründung 1893, nachdem die Brüder Guilleaume in Wien-Simmering die Kabelfabrik A. Jacottet & Co. und in Wien-Favoriten die Drahtseilfabrik Th. Obach erworben hatten. Beide Fabriken wurden auf dem bis heute genutzten Werksgelände (Favoriten X, Gudrunstr. 11) zusammengelegt. 1901 Umwandlung in eine AG und Erwerb der Eisen- und Stahlwerke Friedr. Andrieu’s Söhne in Bruck a.d. Mur und Diemlach. 1906 Erwerb der Grazer Eisenwarenfabrik der Oesterr. Alpine Montangesellschaft (Produktion später nach Bruck verlegt). Erzeugt wurden in Wien Kabel und Seile aller Art, in Diemlach Stahl aus zwei Siemens-Martin-Öfen mit angeschlossener Grobstrecke und Drahtstraße sowie in Bruck Eisendrähte, Drahtstifte und Baustahlgitter. In Wien börsennotiert.

Köln-Mülheim, Aktie 1.000 Mark 28.2.1922 (Auflage 50000, R 3) EF Ursprüngliche Gründung 1826 in Köln als Hanfseilerei. 1873 wurde für die Herstellung von Draht, Drahtseilen und Kabeln in Mülheim am Rhein eine Niederlassung errichtet. Dieses Zweigwerk wurde 1899 in einer AG verselbständigt. 1905 Angliederung der Frankfurter Maschinenfabrik der „Elektrizitäts-AG vorm. W. Lahmeyer & Co.“ und zwischenzeitliche Umfirmierung in “Felten & Guilleaume-Lahmeyerwerke AG”. Bereits 1910 wurde dieses Werk wieder abgestoßen und die alte Firmenbezeichnung wieder angenommen. Großaktionär war lange Zeit der Luxemburger Arbed-Konzern. 1979 erwarb der Philips-Konzern die Mehrheit und firmierte das Unternehmen in PKI Philips Kommunikations Industrie AG um. Unter dem alten Namen wurde für das ursprüngliche Geschäft die Felten & Guilleaume Energietechnik AG 1986 aus der PKI herausgelöst und an die Börse gebracht.

Schätzwert 30-75 €

Farbenwerke Friedr. & Carl Hessel AG Nerchau, Aktie 1.000 Mark 18.5.1922 (Auflage 2000, R 3) EF Uraltes, bereits 1834 gegründetes Unternehmen; 1891 übertrug Rich. Hessel seine Farbenfabrik an die zu diesem Zweck gegründete AG. Hergestellt wurden Farben für Buntpapier-, ZementLedertuch-, Spielwaren-, Tapeten-, Maschinenund Waggonfabriken, ferner Farben für Kunstma-

Los 599

Felten & Guilleaume Fabrik elektr. Kabel, Stahl- und Kupferwerke AG

Nr. 599

Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften. Gründung 1939 durch den Provinzialverband von Sachsen, das Land Thüringen, die Deutsche Continental Gas-Gesellschaft in Dessau, die Gasfernversorgung Thüringen AG in Erfurt und die Gasfernversorgung Saale GmbH in Halle (Saale). Die Betriebsführung erfolgte durch die Gasversorgung Magdeburg-Anhalt AG in Magdeburg. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 603

Schätzwert 225-300 €

Ferro-Metall und Pyrit AG Berlin, Aktie 1.000 RM März 1932 (Auflage 130, R 10) EF Gegründet 1922 unter der Firma Edda Patentverwertungs-AG, 1932 Firma geändert wie oben. Zweck: Handel mit Metallen, Erzen und Legierungen, insbesondere mit Ferrometallen und Pyriten. Alle Mitglieder der Aufsichtsrates hatten ihren Wohnsitz in Schweden. 1938 Auflösungsbeschluß, ab 1947 Fortsetzung der Ges., ab 1952 GmbH. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 600

Schätzwert 20-60 €

Ferd. Rückforth Nachfolger AG Stettin, Aktie 1.000 RM Sept. 1942 (Auflage 3000, R 2) EF Bereits 1742 als oHG errichtet, 1912 in eine AG umgewandelt. Ursprünglich nur eine Likörfabrik, erlebte das Unternehmen schließlich eines der schillerndsten Schicksale der jüngeren Wirtschaftsgeschichte. Erzeugt wurden im Werk Stettin-Oberwieck Liköre, Weinbrände, Rum, Arrak, Branntweine und Fruchtsäfte. Außerdem war Rückforth Großaktionär aller drei Regionalbrauereien in Stettin sowie bei sieben weiteren Brauereien in Ostpreußen und Schlesien. Börsennotiz Berlin, Frankfurt a.M. und Stettin. 1945 ging fast der gesamte Fabrik- und Beteiligungsbesitz im Osten verloren. 1947 Sitzverlegung von Stettin nach Uslar/Hann. und weiter 1950 nach Siegburg (Rhld.), wo in eigenen Räumen die Weinbrennerei und Likörfabrikation wieder aufgenommen wurde. 1970/78 wurde das angestammte Geschäft ganz aufgegeben. Ab 1980, nach der

Nr. 604 63

Los 604

Schätzwert 300-400 €

Finanzierungsgesellschaft für Landmaschinen AG Berlin, Zwischenschein über 99 Aktien zu 1.000 RM 1.4.1938 (R 10), ausgestellt auf die Deutsche Bank, Berlin VF. Aus einer Kapitalerhöhung um 1200 Aktien zu 1.000 RM. Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften, rückseitig Dividendenstempel 1937-1940. Gegründet wurde die FIGELAG 1926. Mit rd. 100 Beschäftigten gewährte sie Kredite zur Anschaffung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, anfangs stand insbesondere die Mechanisierung der Landwirtschaft durch Finanzierung von Motorpflügen im Fokus. Die Ges. wurde in Personalunion mit der Finanzierungs-Ges. für Industrielieferungen AG (Maschinenbank) in Berlin geführt. Aktionäre waren die Deutsche Rentenbank-Kredit-Anstalt (Landwirtschaftliche Zentralbank), die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Commerzund Privatbank, die Deutsche Girozentrale Deutsche Kommunalbank, die Deutsche Zentralgenossenschaftskasse und die Reichs-Kredit-Gesellschaft. Als “ruhendes Kreditinstitut” nach 1945 nicht wieder zum Geschäftsbetrieb zugelassen. Deshalb wurde 1950 in Frankfurt/Main die Landmaschinen Finanzierung AG “FIGELAG” neu gegründet, und zwar durch die Landwirtschaftliche Rentenbank, die Deutsche Genossenschaftskasse, den Hessischen Finanzminister für ein Konsortium von 11 Bundesländern, die Maschinenfabrik Fahr AG stellvertretend für die Landmaschinen-Industrie sowie Vertreter von Landmaschinenhandel und Schmiedehandwerk. Finanzhistorisch interessant ist, daß die von den Alliierten zerschlagenen Großbanken nun außen vor blieben, bei der Schwesterfirma “Maschinenbank” aber weiter mit im Boot waren. 1958 Aufnahme des ehemaligen Berliner Instituts durch Fusion. Vier dieser Zwischenscheine mit unterschiedlichen Nennwerten lagen im Reichsbankschatz, jeder für sich ein Unikat.

Nr. 609 Los 606

Leipzig, Aktie 20 RM 10.2.1925 (Auflage 5000, R 11) EF+. Gegründet 1923 zwecks Weiterführung der Flachglas Grossvertriebs-GmbH in LeipzigGohlis, Breitenfelder Str. 30. Betrieb einer Glasgroßhandlung und der Vertrieb von Gläsern und verwandten Erzeugnissen. Schon 1926 wieder in Liquidation gegangen. Vorher völlig unbekannt gewesen, nur 2 Stükke wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Schätzwert 300-500 €

Fischhausener Kreisbahn-AG Königsberg i.Pr., Aktie 1.000 Mark 1.10.1899. Gründeraktie (Auflage 1011, R 7) VF Großformatiges Papier, hochwertiger G&DDruck. Faksimilesignatur Robert Graf von Keyserlingk als Aufsichtsratvorsitzender (Großgrundbesitzer, Oberpräsident von Ostpreußen, Mitglied des preuß. Staatsrats). Gründung 1899 durch den Staat Preußen, die Provinz Ostpreußen, den Kreis Fischhausen und Lenz & Co. GmbH zum Bau und Betrieb der normalspurigen 18,6 km langen Kleinbahn Marienhof-Gaffken (etwa 25 km westlich der ostpreußischen Hauptstadt Könihsberg). In Marienhof Anschluß an die Strecke KönigsbergNeukuhren der Samlandbahn AG, mit der ein gemeinschaftlicher Betrieb geführt wurde durch die zur AG für Verkehrswesen gehörende Ostdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft. Über Gaffken hinaus bis zur 5 km entfernten Kreisstadt Fischhausen wurde dann die von der Ostpreußischen Südbahn erbaute Strecke Palmnicken-Fischhausen mitbenutzt. Mit dem Einmarsch der Roten Armee Anfang 1945 endete der Bahnbetrieb und wurde dann nicht wieder aufgenommen.

Gründung 1941 durch 263 Textilunternehmen zur Verarbeitung von Bastfasern. Hintergrund war die verstärkte Nutzung einheimischer Rohstoffe in der Textilindustrie, nachdem kriegsbedingt kaum noch Baumwolle importiert werden konnte. Die Fabrik lag gut 50 km südöstlich von Posen. Los 609

Schätzwert 225-300 €

Fleischmann & Bloedel Nachf. J. Berlin AG Fürth, Sammelaktie 5 x 20 RM Juli 1925 (Auflage 4000, R 10) EF-VF Gründung 1922. Fabrikation von und Handel mit Exportartikeln aller Art. Fabriken in Fürth und Sonneberg. Ab 1926 in Vergleich. Börsennotiz München. Vorher ganz unbekannt gewesene Stückelung, nur drei Exemplare wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden, dies ist das letzte noch verfügbare. Rostflecke in der oberen Umrandung.

Los 611

Schätzwert 30-75 €

Flockenbast AG Plauen i.V., Aktie 1.000 RM 10.8.1938. Gründeraktie (Auflage 900, R 4) EF Gründung 1938 durch 20 Spinnereien, die die von der Flockenbast AG erzeugte Spinnfaser aus deutschen Rohstoffen (Flachs, Hanf) im Verhältnis ihrer Kapitalanteile beziehen konnten. Interessantes Unternehmen der Kriegs-Mangelwirtschaft. Nach dem Krieg nicht verlagert. Los 612

Schätzwert 400-500 €

Flugverkehr Halle AG Los 607

Los 605

Schätzwert 225-300 €

Flachglas-Großvertriebs-AG

Nr. 612

Schätzwert 30-75 €

Halle a. S., Interimsschein 2.000 RM 1.3.1926 (R 11), ausgestellt auf die Landelektrizität GmbH, Halle a/S EF-VF

Flachsspinnerei Hainitz AG Großpostwitz O.-L., Aktie 1.000 RM Juli 1942. Gründeraktie (Auflage 1500, R 3) EF Gründung 1865, AG seit 1942. Zu den Haupterzeugnissen gehörten Leinengarne. Nach 1946 VEB Vereinigte Leinenindustrie Großpostwitz. Nach 1990 verschiedene Ausgründungen, die bis auf die Ontex Hygieneartikel Deutschland GmbH nur kurz existierten.

Los 610

Schätzwert 175-300 €

Schöne Umrahmung aus Blütenknospen. Gegründet 1925 durch private und institutionelle Interessenten aus der Region mit einem Kapital von 160.000 RM zwecks Errichtung von Flugplatzanlagen in Halle und Umgebung, Anund Verkauf von Flugzeugen, Betrieb von Luftverkehrslinien und Beförderung von Personen und Gütern mit Flugzeugen, Vermietung von Flugzeugen und Fluggerät. 1929 umbenannt in Flugsport Halle AG und Änderung in ein gemeinnütziges Unternehmen, welches dem Betrieb des Sportflugplatzes Halle-Nietleben sowie der Förderung des Flugwesens und der Leibesübungen dienen sollte. Nach dem 2. WK setzte sich die flugsportliche Entwicklung am Platz von 1952 bis 1968 fort. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Flensburger Walzenmühle Los 608

Schätzwert 30-75 €

Flachswerke Wartheland AG Wildschütz (Jarotschin), Namens-Aktie 500 RM Juli 1944 (Auflage 1500, R 5) UNC-EF Vignette mit Flachsgarben.

Flensburg, Aktie 1.000 Mark 24.4.1918 (Auflage 200, R 7) EF Dekorative ornamentale Zierumrandung. Gründung 1889. Weizen- und Roggenmühle in Flensburg (Neustadt 16 / Kompagniestr. 11). 1972 Umwandlung in die “Flensburger Walzenmühle Silo- und Lagerhausges. mbH”. 1997 Stilllegung.

Los 613

Schätzwert 150-300 €

Förster’sche Maschinenund Armaturen-Fabrik AG Essen, Aktie 1.000 Mark 12.10.1908. Gründeraktie (Auflage 120, R 5) VF Nr. 605 64

Nr. 606

Gründung 1908. Fabrikation und Verwertung von Maschinen, Armaturen und Eisenkonstruk-

tionen jeder Art. Spezialität: Bergwerksmaschinen. Infolge Vereinbarung mit der “Flottmann Treuhand” GmbH in Wiesbaden, welche an der Gesellschaft mit 75 % des Kapitals beteiligt war, hatte die Gesellschaft ihre Erzeugung so umgestellt, daß sie nur noch einzelne lohnende Sonderheiten in großen Serien herstellte.

Los 617

Schätzwert 30-75 €

Fr. Küttner AG Pirna, Aktie 1.000 RM 3.11.1934 (Auflage 2000, R 3) UNC-EF

Los 614

Schätzwert 75-150 €

Fortuna Rückversicherungs-AG Erfurt, Namensaktie 1.000 RM 20.11.1937 (Auflage 180, Umtausch der 20- und 100-RM-Aktien, R 5) UNC-EF

Heraufgestempelt auf 2.000 RM. Gründung 1820, AG seit 1927. Erzeugt wurden Viscose-Kunstseiden mit der Bezeichnung Küttner Kasema, Kasumma und Kasultra und Kupfer-Kunstseide Küttner Zellvag. 1953 verlagert nach Düsseldorf, ab 1967 GmbH, 1974 aufgelöst, 1977 erloschen. Das Pirnaer Werk wurde zu VEB Kunstseidenwerk, Pirna/Elbe. Insgesamt 13 Stück mit unterschiedlichen Ausgabedaten zwischen 1936 und 1943 lagen im Reichsbankschatz. Abheftlochung.

Gründung 1920 durch die Thuringia-Versicherung in Erfurt, die ihrerseits mehrheitlich zur Aachener und Münchener Feuer-Versicherung gehörte. Die Fortuna wurde in Personalunion mit der Thuringia geleitet, deren Sitz sich in der Schillerstraße 6 befand. Verlagert 1946 erst nach Hannover und dann nach HannoverschMünden, 1950 schließlich nach München. 1969 verschmolzen auf die Thuringia Versicherungs-AG in München (jetzt eine Tochter der AMB Generali). Los 618

Die 1930 gegründete Ges. errichtete bis 1937 insgesamt 15 Häuser mit 108 Wohnungen, einer Postzweigstelle und einem Kolonialwarengeschäft. Seitdem nur noch Verwaltung des bestehenden Wohnungsbesitzes. 1995 in eine GmbH & Co. KG umgewandelt. Ein Unikat. Angeschmutzt, kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.

Schätzwert 40-75 €

Francke Werke AG Bremen, Aktie 1.000 RM Aug. 1937 (Auflage 2000, R 6) EF Gründung 1872 durch Carl Francke, 1875 Verlegung des Werkes in die Bachstraße. 1908 erneut Bau eines größeren Werkes am Seefelde. Hergestellt wurden Maschinen, Apparate, Gasbehälter, Großtankanlagen, Transportanlagen, Hebezeuge, Einrichtungen für Gaswerke, chemische Fabriken und die Mineralöl- und Fettindustrie, außerdem Projektierung von Gas- und Wasserwerken, Kanalisations- und Kläranlagen sowie Instandsetzung von Lokomotivkesseln. Umgewandelt 1921 in eine KGaA, 1925 in eine AG. Notiert im Freiverkehr Hamburg. In der Spitze beschäftigten die Francke-Werke fast 2.000 Leute. 1955 Konkurs.

Los 615

Schätzwert 200-250 €

Fox-Automobil-Werke AG vorm. Paul Rollmann

Los 620

Schätzwert 100-175 €

Los 623

Schätzwert 50-80 €

Frankfurter Elektrizitäts-Industrie-AG

Freie und Hansestadt Hamburg

Frankfurt a. O., Namensaktie 1.000 Goldmark Febr. 1924 (Auflage 100, R 6) EF

Hamburg, 4,5 % Schuldv. 2.000 Mark Febr. 1919 (R 5) VF+

Gründung 1924. Vertrieb von Erzeugnissen der Elektroindustrie, insbesondere der Großhandel hierin. Eingetragen auf den OB Dr. Paul Trautmann in Frankfurt a.O.

Dekoratives Papier.

Köln-Dellbrück, Aktie 5.000 Mark 24.2.1923 (Auflage 13000, R 8) Mit kpl. anh. Kuponbogen. EFDie AG übernahm die angebliche Automobilfabrik von Paul Rollmann, die sich leider als nicht existent herausstellte. Bereits 1924 Konkurs. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 624 Los 621

Schätzwert 50-125 €

Fredebeul & Koenen AG Essen, Namensaktie 1.000 RM Nov. 1934. Gründeraktie (Auflage 750, R 5) EF Los 619

Schätzwert 400-500 €

Frankfurter Brauhaus eGmbH Los 616

Schätzwert 75-150 €

Fr. Burberg & Co. AG Mettmann, Aktie 1.000 RM Okt. 1928 (Auflage 300, R 7) EF+ Gründung 1920 zur Fortführung des seit 1880 bestehenden Burberg’schen Fabrikunternehmens (Schwarzbachstr. 21). Hergestellt wurden Bestecke aller Art, Spezialität waren rostfreie und versilberte Bestecke. 1960 in eine GmbH umgewandelt.

Frankfurt a.M., Geschäftsanteil-Schein 130 RM 27.1.1942 (R 8), ausgestellt auf Dr. Felix Eckhardt, Dortmund EF-VF Datum maschinenschriftlich, Originalunterschriften. Gegründet 1923 als Genossenschaft, im gleichen Jahr in eine AG umgewandelt, später wieder in eine eGmbH zurückgewandelt, 1942 als GmbH unter Beteiligung der Dortmunder Union-Brauerei AG erscheinend. Die Brauereiniederlage, zuletzt in der Hanauer Landstraße ansässig, wurde 1987 geschlossen.

Gründung 1934 unter Übernahme der KG Fredebeul & Koenen. Ausführung von Druckaufträgen aller Art, Herstellung, Verlag und Vertieb von Zeitschriften und Büchern. Großdruckerei (Buchdruck, Offsetdruck, Ein- und MehrfarbenRotationsdruck), Klischeeanstalt, Buch- und Schreibwarenhandlung. Heute IDAG Industriedruck AG, Essen. Los 622

Schätzwert 400-500 €

Freiburger Wohnungsbau AG Freiburg i. Br., Aktie 1.000 RM Juni 1931. Gründeraktie (Auflage 160, R 12) VF-F. Schöne Mäander-Umrahmung, Originalunterschriften.

Schätzwert 50-150 €

Freiherrlich von Tucher’sche Brauerei AG Nürnberg, Aktie 1.000 Mark 6.10.1898. Gründeraktie (Auflage 3200, R 4) EFAls die Reichsstadt Nürnberg 1806 zu Bayern kam, wurde aus dem 1672 erbauten Städtischen Weizenbräuhaus das „Königliche Brauhaus“. 1855 ging die königliche Brauerei in der Langen Gasse 25-34 in den Besitz der Freiherren von Tucher über, die sie 1898 in eine zu diesem Zweck gegründete AG einbrachten. Hinzuerworben die Brauerei Erlwein & Schultheiß in Erlangen (1905), die Nürnberger Aktienbrauerei vorm. Heinrich & Henninger (1906) sowie die Brauerei zum Schwabenbräu in Eichstädt und die Brauerei Gloßner Thalmässing (1911/12). 1966 Verschmelzung mit der Brauhaus Nürnberg J. G. Reif AG zur BRAU-AG Nürnberg. Großaktionär war nun die Gruppe Henninger-Reemtsma. Schließlich 1985 umfirmiert in TUCHER BRÄU AG. Noch heute in Berlin, Frankfurt und München börsennotiert.

65

trale Sachsen - öffentliche Bankanstalt Zweigstelle Freital. Aktien dieser Regionalbank waren zuvor ganz unbekannt!

Los 625

Gründung 1908 als Friedeberg-Flinsberger Kleinbahn-AG. Strecke Friedeberg a. Queis (heute Mirsk) - Flinsberg (heute Swieradów-Zdrój in Schlesien, südöstlich von Görlitz). Streckenlänge 10,8 km. 1911 Umfirmierung in „Isergebirgsbahn AG“. 1945 ging die Bahn auf die Polnische Staatsbahn PKP über. Güterverkehr bis 1995, Passagierverkehr noch bis 1996.

Schätzwert 50-125 €

Freiherrlich von Tucher’sche Brauerei AG Nürnberg, Aktie 1.000 Mark 22.12.1920 (Auflage 1300, R 5) EF-VF

Los 632

Schätzwert 50-125 €

Friedrich Merk Telefonbau AG München, Aktie 100 RM 10.7.1942 (Auflage 3025, R 4) UNC-EF

Los 629

Schätzwert 175-300 €

Freitaler Kredit-Bank AG Freital, Aktie 20 RM Juni 1932 (1937 überdruckt mit 100 RM, Auflage nur 100 Stück R 8), ausgestellt auf die Girozentrale Sachsen - öffentliche Bankanstalt Dresden EF+ Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 626

Schätzwert 30-50 €

Freistaat Sachsen (Kohlen- und Elektrizitätsanleihen)

Los 630

Dresden, 5 % Schuldv. Lit. C 5 Tonnen Braunkohle 1.2.1923 (Blankette, R 6) EF

Frenzel & Lein AG

Gemäß Anleihegesetz vom 31.1.1923 begab der Freistaat nur einen Tag später seine “Kohlen- und Elektrizitätsanleihen” in diversen Tranchen, lautend auf Mark, Strom oder Braunkohle. Bei den beiden letzteren war der Inhaber vor weiterer Inflation geschützt und erhielt den aktuellen Geldwert der bezeichneten Menge Strom bzw. Braunkohle ausbezahlt.

Los 627

Schätzwert 150-250 €

Dresden, Aktie 1.000 Mark 13.12.1922 (Auflage 1600, R 8) VF Gründung im Aug. 1922. Herstellung und Vertrieb von Baumaterialien. 1932 Auflösung und Liquidation.

Schätzwert 30-50 €

Freistaat Sachsen (Kohlen- und Elektrizitätsanleihen)

Los 633

Dresden, 5 % Schuldv. Lit. B 10 Tonnen Braunkohle 1.2.1923 (Blankette, R 7) EF

Berlin, Aktie 1.000 Mark April 1920 (Auflage 393, R 5) EF-VF Gründung 1864, AG ab 1871als Nähmaschinenfabrik vorm. Frister & Rossmann AG. Herstellung und Vertrieb von Näh- und Schreibmaschinen sowie von Fahrrädern. 1925 Übernahme durch Gritzner-Kayser. 1929 Auflösung der Gesellschaft. Der Markenname wurde 1945 nach Großbritanien verkauft.

Schätzwert 50-100 €

Freitaler Kredit-Bank AG Freital, Aktie 1.000 Goldmark Juli 1924. Gründeraktie (Auflage 300, R 5), ausgestellt auf die Stadtgemeinde Freital UNC Großes Hochformat mit verzierter Umrahmung, dreidimensional erscheinender KorbgeflechtUnterdruck. Gründung 1924. Ausführung von Bankgeschäften aller Art zum Zwecke der Förderung der erwerbstätigen Bevölkerung des Plauenschen Grundes, insbesondere die Übernahme von Haftungen und Garantien für Dritte. Die Bank stand in Arbeitsgemeinschaft mit der Girozen-

Schätzwert 75-175 €

Frister & Rossmann AG

Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 628

Gründung 1922. Herstellung von Apparaten und Einrichtungen des elektrischen Fernmeldewesens, insbesondere der Telephonie. Ein sehr bedeutenden Telefonanlagen-Hersteller, wenn auch heute kaum noch jemand den Namen Merk kennt: AR-Vorsitzender war niemand geringeres als der Reichskanzler a.D. Dr. Cuno. Anfang 1926 Abschluß eines Lieferungsvertrages mit der Nationale Telefon- und Telegraphenwerke GmbH in Frankfurt/Main (später Telefonbau & Normalzeit Lehner & Co. - Telenorma -, zuletzt BOSCH Telecom). Dieser Vertrag blieb länger als ein halbes Jahrhundert in Kraft! Neben dem Münchner Werk in der Warngauerstraße wurde 1961 ein Zweigwerk in Erding/Obb. in Betrieb genommen. Börsennotiz: Freiverkehr München, Großaktionär war die Telefonbau & Normalzeit.

Gründung 1878 als oHG. 1900 Umwandlung in eine AG anläßlich der Fusion mit der Vereinigte Neuburger Kreidewerke Schulz & Philipp in Neuburg (Donau). Die Chemische Fabrik in Leipzig in dem 1897 errichteten Globus-Werk in Leipzig (Hardenbergstr. 11, heute Limburgerstr. 30, mit einer noch heute vorhandenen monumentalen Atlas-Plastik im Eingangsbereich) stellte Putzmittel, Waschpulver, Schuhcreme, Bohnerwachs, Autopolitur etc. unter den Marken Globus, Global, Palma usw. her, ferner Blechemballagen, Kartonnagen und Kisten. Der Leipziger Betrieb wurde 1949 als Chemischtechnischer Betrieb VEB Globus-Werke Leipzig verstaatlicht, nach diversen Zuständigkeitswechseln zuletzt Teil des VEB Otto Grotewohl Böhlen, Betriebsteil Autopflegemittel Leipzig. Nach der Wende reprivatisiert, wobei die Produktion bei der Sächsische Olefinwerke AG Böhlen weitergeführt und der Betrieb der früheren Fritz Schulz jun. AG in Leipzig stillgelegt wurde. Im Westen verblieb nach der deutschen Teilung das Kieselkreidebergwerk an der Klause in Neuburg (Donau), dessen Übernahme 1893 in der Gegend einen regelrechten Kreideboom nach sich gezogen hatte. Der Neuburger Betrieb wurde 1972 in die GLOBOL-Werke GmbH umgewandelt, 1986 an den BP-Konzern und 1992 an die englische JEYES Group plc veräußert. 2002 im Rahmen eines Management Buy-Out zur Jeyes Deutschland GmbH geworden.

Los 631

Schätzwert 100-200 €

Friedeberg-Flinsberger Kleinbahn-AG Friedeberg a. Queis, Aktie 1.000 Mark 1.11.1909. Gründeraktie (Auflage 1370, R 5) EF Prachtvoller Druck mit großflächiger Rankenumrandung.

Los 634

Los 635

Schätzwert 40-100 €

Fritz Schulz jun. AG Leipzig, Aktie 1.000 Mark 26.4.1920 (Auflage 5275, R 4) EF

Schätzwert 50-125 €

Fritz Schulz jun. AG Leipzig , Aktie 1.000 Mark von 1900. Gründeraktie (Auflage 5100, R 4) EF-VF Interessante graphische Gestaltung. Unten mittig kreisrunde Vignette mit Schlange des Äskulap, dem Wappentier der Mediziner und Apotheker.

Los 636

Schätzwert 125-200 €

Fulag Film- und Lichtspiel-AG Stuttgart, Aktie 1.000 Mark Febr. 1923 (Auflage 26000, R 7) EF

Nr. 622 66

Nr. 630

Gründung 1921 in Stuttgart, 1923 Sitzverlegung nach München (Prielmayerstr. 16 I). Filmverleih, Betrieb von Kinotheatern, Filmproduktion und -handel. Im AR saß u.a. der bekannte Automobilfabrikant Walter Steiger, Burgrieden. 1926 aufgelöst.

ter Beibehaltung der Hauptverwaltung in Berlin und Frankfurt/Main). Die GAGFAH verwaltet heute über 70.000 eigene und über 30.000 fremde Wohnungen. Großaktionär ist mit 99,8 % die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 641

Schätzwert 40-60 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten Berlin, 5 % Namens-Schuldv. 500 RM 1.12.1929 (R 8) EF Diese und alle anderen GAGFAH-Stücke haben die gleiche Gestaltung. Los 637

Schätzwert 100-125 €

G. Sauerbrey Maschinenfabrik AG Staßfurt, 4,5 % Genussrechtsurkunde 100 RM Dez. 1925 (R 9) EF Gründung 1907 unter Übernahme der schon lange bestehenden Sauerbrey’schen Maschinenfabrik, zugleich wurde die Dampfkesselfabrik und Apparatebauanstalt von A. Großpietsch in Staßfurt übernommen. Herstellung maschineller Einrichtungen für die chemische Großindustrie und den Kalibergbau. Bis 1934 in Berlin börsennotiert. Ab 1945 zunächst Teil einer sowjetischen AG, 1946 in Landeseigentum überführt, später als “VEB Chemieanlagenbau” weitergeführt, heute Chemieanlagenbau Stassfurt AG. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 642

Schätzwert 40-50 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten Berlin, 5 % Namens-Schuldv. 500 RM 1.12.1930 (R 8) EF

Los 643

Schätzwert 40-50 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten

Los 649

Schätzwert 75-150 €

Garbe, Lahmeyer & Co. AG Aachen, Aktie 1.000 RM Aug. 1942 (Auflage 2875, R 5) UNC-EF Gründung 1886, AG seit 1899. Firma bis 1938: Deutsche Elektrizitäts-Werke zu Aachen, danach wie oben. Produktionsprogramm: Regelungstechnik, Hydraulik und Elektromaschinenbau, Autolicht- und Anlaßanlagen. Einstellung der Produktion 1993. Heute ist die GL AG eine Holding von Unternehmen für verschiedene Produkte, u.a. Staubsauger, Hydrauliksysteme, Industriefasern.

Los 650

Bremen, Aktie 1.000 RM Juli 1942 (Auflage 104, R 6) EF Gründung 1898. Erwerb, Bau und Betrieb von Gas- und Elektrizitätswerken. Großaktionär Stadt Senftenberg. Nach dem 2. Weltkrieg von der sowjetischen Besatzungsmacht beschlagnahmt.

Schätzwert 150-200 €

Leipzig-Gohlis, 6 % Anteilschein 50 RM 1.1.1933 (Auflage 1000, R 10) EF

Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gegründet 1917. 1989 wurde die Kleingartenanlage zum Naherholungsgebiet der Stadt Leipzig erklärt und umfaßt 210 Kleingärten.

Schätzwert 20-30 €

Schätzwert 100-175 €

Gartenverein Seilbahn e.V.

Berlin, 5 % Namens-Schuldv. 50 RM 27.11.1931 (R 9) EF

Los 644

Los 652

Gas- und ElektricitätsWerke Senftenberg AG

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten Berlin, 3,5 % Namens-Schuldv. 200 RM 9.3.1936 (R 8) EF+

Los 645

Los 638

Schätzwert 30-75 €

G. Sauerbrey Maschinenfabrik AG Staßfurt, Aktie 1.000 RM Febr. 1942 (Auflage 475, R 5) UNC-EF

Los 653

Schätzwert 40-75 €

Gas- und Elektricitäts-Werke Wittenburg (Mecklb.) AG

Berlin, 3 % Namens-Schuldv. 200 RM 15.6.1936 (Auflage 500, R 7) EF

Bremen, Aktie 1.000 Mark 1.1.1921 (Auflage nur 100 Stück, R 9) VF+.

Eingetragen auf die Firma Boswau & Knauer, Berlin.

Gründung 1909 als Gaswerk Wittenburg (Mecklb.) AG, firmierte 1912-38 wie oben, danach wieder unter dem ursprünglichen Namen. Bei der Gründung wurde für 155.000 M das schon bestehende Gaswerk Wittenburg übernommen. 1946 enteignet und im VEB Energieversorgung Schwerin aufgegangen, 1964 wurde das Gaswerk stillgelegt. Die de jure schon immer im Westen ansässige AG wurde 1951 aufgelöst und 1980 nach Abwicklung gelöscht. Aktien dieses Unternehmens waren zuvor völlig unbekannt!

Los 646

Schätzwert 40-50 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten Berlin, 3 % Namens-Schuldv. 500 RM 15.6.1936 (Auflage 200, R 9) EFNur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 647

Berlin, 5 % Namens-Schuldv. 200 RM 22.7.1936 (R 8) EF+ Schätzwert 100-150 €

G. Vester AG Halle a.S., Aktie 1.000 Mark 12.9.1923 (R 9) EF Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 648

Schätzwert 40-50 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten Berlin, 5 % Namens-Schuldv. 500 RM 22.7.1936 (R 9) EF+ Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 640

Los 654

Schätzwert 40-50 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten

Los 639

Schätzwert 275-350 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten

Los 651

Schätzwert 40-75 €

Gartenvorstadt Leipzig-Marienbrunn GmbH Leipzig, 4 % Schuldschein 100 RM 10.3.1933 (R 8) EF Datum handschriftlich eingetragen; mit Originalunterschriften. Gründung 1911 anlässlich der Internationalen Baufachausstellung (IBA) 1913 als Gegenentwurf zu den städtischen Mietskasernen. Die Gesellschaft besteht heute noch und befindet sich im Besitz der Stadt Leipzig.

Schätzwert 150-250 €

Gasfernversorgung Thüringen AG Erfurt, Aktie 1.000 RM Dez. 1931 (R 8) EF Gründung 1927 als Gasfernversorgung Erfurt AG, ab 1930 Gasfernversorgung Thüringen AG. Los 655

Schätzwert 400-500 €

Gasversorgung Magdeburg-Anhalt AG Magdeburg, Interimsschein für 30 Aktien á 5.000 RM 7.3.1932 (entsprach 3 % des Hrundkapitals, R 11), ausgestellt für die Landelektrizität GmbH Halle (Saale) VF. Maschinenschriftlich mit Originalunterschriften.

Schätzwert 60-75 €

GAGFAH Gemeinnützige AG für Angestellten-Heimstätten Berlin, 5 % Namens-Schuldv. 50 RM 1.8.1928 (R 10) EF Gründung 1918 in Berlin, Sitzverlegungen 1935 nach Weimar und 1949 nach Essen (un-

Nr. 650

Nr. 654 67

Gründung 1929 für den Bezug und Betrieb von Gas und verwandter Kohlenprodukte, insbesondere innerhalb der Provinz Sachsen, der Länder Anhalt und Thüringen sowie der angrenzender Gebiete. Aktionäre waren zuletzt die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft in Dessau (84%), die Magdeburger Versorgungsbetriebe AG (10%), die Provinz Sachsen (3%) und die Landelektrizität GmbH Halle a.S. (3%). Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 662

Nr. 659 während die alten aufgehoben wurden. 1907 wurde die Gasanstalt in Betrieb gesetzt. Die Gaserzeugung erfolgte durch Vergasung von Steinkohle, die bis 1945 aus dem Ruhrgebiet und danach aus Zwickau, später aus Polen und der ehemaligen UdSSR geliefert wurde. 1949 enteignet und dem VEB Energieversorgungsbetrieb Cottbus zugeordnet. 1961 wurde nach dem Bau von Ferngasleitungen aus der UdSSR die eigene Gaserzeugung eingestellt, die Gasometer wurden 1968 verschrottet. Die Gründeraktie war zuvor unbekannt! Los 658

Los 659

Schätzwert 300-400 €

Bremen, Aktie 1.000 Mark Sept. 1911 (Auflage nur 41 Stück, R 8) EF

Bremen, Aktie 1.000 Mark April 1923 (Auflage 754, R 6) EF Los 661

Schätzwert 50-125 €

Bremen, Aktie 1.000 Mark Okt. 1901 Gründeraktie (Auflage 140, R 7) VF+

Schätzwert 800-1000 €

Bremen, Aktie 1.000 Mark Nov. 1922 (Auflage 500, R 4) VF+

Vorher ebenfalls ganz unbekannt gewesener Jahrgang, nur 4 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

1924 umgestellt auf 400 Goldmark. Gegründet am 5.8.1908, 1938 umbenannt in Gaswerk Brand-Erbisdorf. Gasversorger. Sitz der Gesellschaft bis 17.1.1939 in Bremen, danach in Brand-Erbisdorf (Sachsen). Großaktionäre (1943): Stadt Brand-Erbisdorf (51 %), Energie AG Leipzig (Enag), Markkleeberg (38 %).

Los 657

Schätzwert 250-400 €

Gaswerk Weisswasser O.-L.

Bremen, Aktie 1.000 Mark Jan. 1909 (Auflage nur 25 Stück, R 10) EF-

Gaswerk Erbisdorf AG

Schätzwert 75-125 €

Gaswerk Neu-Petershain und Neu-Welzow AG

Gaswerk Neu-Petershain und Neu-Welzow AG Los 656

Los 660

Gaswerk Neu-Petershain und Neu-Welzow AG

Nr. 660

Jugendstil-Gestaltung, identisch gestaltet wie folgendes Los. Gegründet am 16.9.1901, wenige Wochen später im Jan. 1902 ging das Gaswerk in Weißwasser in der Oberlausitz in Betrieb. Versorgt wurde das Gaswerk mit schlesischer Steinkohle aus dem nahen Waldenburger Revier, die über die Bahnlinie Forst-Weißwasser herantransportiert wurde. Die Aktienmehrheit hielt zuletzt die Stadt Weißwasser. Nach 1945 Betriebsführung durch die Stadt Weisswasser, ab 1949 “Kommunales Wirtschaftsunternehmen” (KWU), ab 1959 als “Gaswerk Weisswasser der Energieversorgung Cottbus, Meisterbereich Gas” geführt. Technikgeschichtlich interessant: Mitte der 1950er Jahre entwickelten Rammler/Bilkenroth ein Verfahren zur Herstellung von hüttenfähigem Koks aus Braunkohle, um die kostspieligen Steinkohleimporte aus Polen und der UdSSR ersetzen zu können. Dieses Verfahren wurde im Gaswerk Weisswasser getestet und zur Produktionsreife gebracht. Der Beginn der Ferngasversorgung des Gaskombinates Schwarze Pumpe führte 1994 zur Stilllegung des Gaswerkes Weisswasser. Die 1992 neu gegründete Stadtwerke Weisswasser GmbH übernahm 1993 auch das Anlagevermögen der Gasversorgung und stellte diese von Stadtgas auf Erdgas um. Die de jure schon

Schätzwert 225-350 €

Gaswerk Neu-Petershain und Neu-Welzow AG Bremen, Aktie 1.000 Mark Juni 1906. Gründeraktie (Auflage 160, R 7) EF Gründung 1905 als Gaswerk Hellerthal durch die Bremer Firma Carl Francke & Co. 1906 Neugründung als AG und Umbenennung wie oben aufgrund der Ausdehnung der Gaskonzessionsverträge auf die Gemeinden Neu-Petershain und Neu-Welzow,

68

Nr. 658

Der Steinkohlenschredder an der Bahnlinie Forst-Weißwasser

immer im Westen ansässige AG wurde bereits 1953 vom Amtsgericht Bremen von Amts wegen gelöscht. Aktien dieses Unternehmens waren vorher völlig unbekannt! Ränder leicht fleckig. Los 662

Schätzwert 350-600 €

Gaswerk Weisswasser O.-L. Bremen, Aktie 1.000 Mark Mai 1908 (Auflage nur 60 Stück, R 8) VF+ Schöne Jugendstil-Gestaltung. Ränder leicht fleckig.

Los 663

Schätzwert 50-125 €

Gaswerk Weisswasser O.-L. AG Bremen, Aktie 1.000 Mark Dez. 1920 (Auflage 800, R 5) UNC Faksimileunterschrift “Bürgermeister Lange” als AR-Vorsitzender.

Los 664

Schätzwert 40-100 €

Nr. 669 Ernst Körting. Bei der Gründung übernahm ein Syndikat unter Führung der Berliner HandelsGesellschaft, an dem die AEG mit über 25 % beteiligt war, nom. 4 Mio. Mark Aktien. Herstellung von Zentralheizungsanlagen, Gasmaschinen, Strahlapparaten, Motoren von 5-1500 PS und Benzinpumpen. Zweigniederlassungen in Köln und Hamburg, Tochtergesellschaften in Argentinien und Mexico. Die elektrotechnische Abteilung wurde als Gebr. Körting ElektricitätsGmbH verselbständigt und vollständig von der AEG übernommen. 1918 Ankauf der Arbeiterkolonie Körtingsdorf mit 43 Wohnhäusern. Als Spätfolge der Weltwirtschaftskrise kam die in Berlin börsennotierte Körting Anfang der 30er Jahre von zwei Seiten in die Bredouille: Außenstände in Südamerika wurden wegen dortiger Inflation und Zahlungssperren uneinbringlich, zugleich brach der Markt für ZentralheizungsAnlagen wegen der völligen Flaute im Baugewerbe zusammen. Im März 1932 Konkurs: “Der Konkursverwalter hat in dem Bestreben, einem halben Tausend Volksgenossen die Arbeitsstätte zu erhalten ... die Betriebe nicht stillgelegt, sondern nach schärfsten Rationalisierungsmaßnahmen weitergeführt. Der Ruf des Namens Körting und das Vertrauen der alten Kundschaft hat sich während dieser konkursmäßigen Fortführung bewährt.” Im August 1932 Gründung der Körting Heizungs-, Maschinen- und Apparate AG als Auffanggesellschaft. Umfirmiert 1955 in Körting AG, 1979 in Körting Hannover AG. Bis heute ein führender Anbieter von Strahlpumpen und Heiz- und Prozess-Wärmetechnik.

Gebr. Dickertmann Hebezeugfabrik AG Bielefeld, Aktie 1.000 RM 3.6.1942 (Auflage 1090, R 3) EF Gründung 1843 als oHG, seit 1922 AG. Hergestellt wurden Hebezeuge, Winden, Hebebühnen und Krane. 1986 Vergleich (1987 wieder aufgehoben), im Zuge der Sanierung stieg der bekannte Gummersbacher Unternehmensberater Gerhard Kienbaum mit einer Schachtelbeteiligung ein und übernahm den AR-Vorsitz. Geholfen hat’s nicht: 1990 ging die Bude dann doch in Konkurs.

Schätzwert 30-75 €

Gebr. Krüger & Co. AG Berlin, Aktie 1.000 RM April 1942 (Auflage 460, R 4) UNC-EF Gründung 1873, AG seit 1900. In dem Werk in Berlin-Köpenick (Mahlsdorfer Str. 107) wurden Gas- und Wasserarmaturen, Bierarmaturen und Ausschankanlagen hergestellt. 1917 Erwerb der Carl Schoening Eisengießerei und Werkzeugmaschinenfabrik AG in Berlin-Reinickendorf. 1945 Demontage der Anlagen, 1949 Enteignung des Köpenicker Werkes und Sitzverlegung nach Berlin-Reinickendorf, dort 1954 Wiederaufnahme der Produktion. Zum angestammten Produktionsprogramm kamen später noch Getränke- und Warenverkaufsautomaten. Börsennotiz Berlin, Großaktionär war zunächst die Phönix Nähmaschinen-AG Baer & Rempel, Bielefeld; in den 60er Jahren dann die Keramische Industrie-Bedarfs-KG Paul Gatzke, Berlin; in den 70er Jahren Verpachtung des Fabrikgebäudes an den neuen Großaktionär Lehmann-Werke KG. 1981/82 letztmalig im AGHandbuch erwähnt. Los 669

Schätzwert 450-600 €

Gebrüder Adt AG

Los 670

Schätzwert 50-100 €

Gebrüder Adt AG Wächtersbach (Hessen-Nassau), Aktie 100 RM Jan. 1933 (Auflage 862, R 5) UNC-EF

Wächtersbach, Aktie 100 RM 19.12.1929 (Auflage 3062, R 12) EF

Los 666

Schätzwert 30-75 €

Gebr. Körting AG Hannover-Linden, Aktie 1.000 Mark April 1922 (Auflage 10000, R 5) EF

Los 665

Los 668

Nr. 688 Kartonfabrik Marienau. 3) Die französische Gruppe unter Leitung von Emile Adt (Sohn von Peter Adt) bestand aus dem Werk Pont-àMousson und der Papier- und Kartonfabrik Blénod. Der Niedergang des ruhmreichen Konzerns begann mit dem 1. Weltkrieg. Die Gesellschaft kam nach dem Krieg unter französische Zwangsverwaltung, deshalb 1919 Sitzverlegung nach Villingen, 1920 ins hessische Wächtersbach, wo die Kartonagen-Industrie Friedrich Christian GmbH übernommen wurde. Die Firma erreichte jedoch niemals mehr die Stellung wie vor dem 1. Weltkrieg. 1970/71 Sitzverlegung nach Frankfurt a.M. und Einstieg in’s Bauträgergeschäft, außerdem Alleingesellschafter der Allibert GmbH (Badezimmerausstattungen etc.) und der Adt-Götze GmbH (Rolläden, Markisen). Mehrheitsaktionär war inzwischen die französische Sommer-Allibert S.A. 1985 Vergleich (später wieder aufgehoben), das dafür ursächliche Bauträgergeschäft wurde abgestoßen. Ein Unikat.

Schätzwert 100-200 €

Gebr. Körting AG Linden bei Hannover, Aktie 1.000 Mark 21.9.1903. Gründeraktie (Auflage 16000, R 5) VF+

Los 667

Sehr schöne Jugendstil-Gestaltung. Gründung 1903 unter Übernahme der seit 1871 bestehenden Fabriken von Berthold und

Hannover-Linden, Genußrechtsurkunde 100 RM Jan. 1926 (R 6) EF

Schätzwert 30-50 €

Gebr. Körting AG

Ursprung sind die 1839-86 errichteten Hartpapier-Fabriken der Gebrüder Adt oHG in Ensheim (Saar), Forbach (Lothr.), Schwarzenacker (Saar), Pont-a-Mousson (Frankreich) und Marienau. Die Expansion verlief sehr erfolgreich, bereits 1860 waren Absatzmärkte auf allen Kontinenten erschlossen. Zum 50. Firmenjubiläum 1889 beschäftigte das Unternehmen über 2500 Arbeiter, die über 6 Mio. Artikel pro Jahr absetzten. Adt bot in seinen Katalogen 10000 verschiedene Artikel (u.a. 370 Artikel für Raucher, 180 verschiedene Federkästen für Schüler, 300 Teller- und Untertassenmuster für die Haushälterin, 290 Toilettenartikel, 270 Artikel für die Wohnungsgestaltung, etc.) an und war mit dieser Angebotsform weltweit einzigartig. In den Folgejahren wurde die Produktpalette noch erweitert: 1890 - Fabikation von Patronenhülsen aus Karton, 1892 - Herstellung erster Elektroartikel, 1902 - Fabrikation elektrischer Isolierungen, 1909 - Erzeugung autogen geschweißter kaltgezogener Stahlrohre. 1901 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft als Gebrüder Adt AG mit Sitz in Forbach (Lothringen) und bei der Gelegenheit auch Übernahme Anlagen sowie des Verteilernetzes der Elektrizitätswerke Bliesschweyen GmbH. Zu Beginn des 20. Jh. kontrollierte die inzwischen schon verzweigte Familie Adt drei Gruppen von Werken: 1) Die Pfälzer Gruppe unter Leitung von Eduard Adt umfaßte das Stammwerk Ensheim, die Papier- und Kartonfabrik Schwarzenacker sowie das E-Werk Bliessweyen. 2) Die Forbacher Gruppe unter der Leitung von Johann Baptist Adt uns seinem Sohn Gustav Adt umfaßte die Fabrik Forbach und die Papier- und

Los 671

Schätzwert 50-125 €

Gebrüder Adt AG Wächtersbach, Aktie 400 RM Jan. 1933 (Auflage 2955, R 5) UNC-EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 672

Schätzwert 40-75 €

Gebrüder Elbers AG Hagen i. W., Genußrechtsurkunde 100 RM Jan. 1927 (R 9) EF Uralter, bereits 1822 gegründeter Textilbetrieb. 1895 in eine AG umgewandelt. Vollstufiger Be-

69

trieb mit Spinnerei, Weberei, Bleicherei, Färberei und Stoffdruckerei. Fabrikation von Modegenres und Möbelstoffen. Mehrheitsaktionär war über die Holdinggesellschaft Deutsche Baumwoll AG der Osnabrücker HammersenTextilkonzern. Die Weltwirtschaftskrise 1930/31 brachte auch den Hammersen-Konzern in’s Taumeln. Am 3.8.1931 stellte Elbers die Zahlungen ein, entließ fast die gesamte Belegschaft und ging in einen Liquidationsvergleich. Die gesamten Werksanlagen in Oberhagen, Dödterstr. 10 übernahm Ende 1931 die Stadt Hagen, die sie an die neu gegründete Gesellschaft für Elbersdrucke GmbH verpachtete. Mit dem alteingeführten Markennamen hielt sich dieser Stoffdrucker dann jahrzehntelang am Markt und mußte erst 1997 Konkurs anmelden. Als Handelsfirma für große Einzelhändler wie Otto und namhafte Baumärkte wurde die Marke vom ehemaligen Verkaufsleiter, nunmehr in Iserlohn, weitergeführt, ging erst an einen ausländischen Investor und 2002 an Rasch-Textil in Bramsche bei Osnabrück. Mitte 2007 kehrte Elbersdrucke mit einem Fabrikverkauf an den alten Standort in Oberhagen, Dödterstr. 10 zurück, der im übrigen heute als “Elbersdrucke Industriehallen” u.a. mit dem Cinestar eine bekannte Eventlocation ist.

Los 681

Köln, Na.-VZ-Aktie Lit. A 300 Goldmark 26.11.1924 (R 6) EF

Los 675

Faksimile-Unterschrift Adenauer, der ein großer Förderer des Wohnungsbaus in Köln und Initiator der AG war. Die 1913 gegründete und bis in unsere Tage in Düsseldorf börsennotierte Wohnungsgesellschaft macht heute mit der Vermietung von 24.600 Wohnungen in 3.200 Häusern einen Jahresumsatz von 180 Mio. €. 2001 umbenannt in GAG Immobilien AG.

Schätzwert 20-60 €

Gebrüder Kiefer AG Duisburg, Aktie 1.000 RM 27.10.1941 (Auflage 1261, kpl. Aktienneudruck, R 3) UNC-EF Gegründet bereits 1867, AG seit 1928. Ausführung von Bauten aller Art, Herstellung von Baumaterialien sowie An- und Verkauf von Grundstücken. Das Unternehmen mit Sitz in der Plessingstr. 18 beschäftigte zeitweise mehr als 1.000 Mitarbeiter. 1973 in Konkurs gegangen.

Los 678

Schätzwert 40-75 €

Gemeinde Ilmenau Ilmenau, 6 % Schuldv. I. Serie Lit. D. 20 Ztr. Koks Juni 1923 (R 6) EF Schöne Wappenvignette.

Los 682 Los 676

Los 673

Schätzwert 30-75 €

Gebrüder Friese AG Kirschau, Aktie 1.000 RM Juni 1942 (Auflage 600, R 4) UNC-EF Gegründet 1845 unter August Friese, dann 1890 mit der Mechanischen Weberei August Friese vereinigt. 1921 durch Ankauf in den Besitz der Mechanischen Weberei AG, Sohland, übergegangen, die ihren Namen in Gebrüder Friese änderte und ihren Sitz nach Kirschau verlegte. 1992 Fortsetzung der Gesellschaft, 1994 aufgelöst, 1998 Gebrüder Friese AG i.A., Dresden.

Schätzwert 75-125 €

Köln-Nippes, Anteilschein 100 RM 2.1.1925 (R 10), ausgestellt auf Carl Müller, Köln EF-VF.

GEDELAG Gemeinschaft Deutscher Lebensmittel-Großhändler AG Berlin, Namensaktie Lit. C 100 RM 6.6.1931 (Auflage 500, R 7) EF-VF Faksimile-Unterschrift Georg Kaiser (Kaiser’s Kaffeegeschäft) als AR-Vorsitzender. Gründung 1923 durch Berliner Einzelhändler als Einkaufs- und Produktionsgenossenschaft des Lebensmittelhandels. Seit der Währungsreform 1948 wieder sehr aktiv, 1949-58 wurden Zweigstellen in Hildesheim, Düsseldorf, Hannover, Göttingen/Braunschweig, Osnabrück, Dortmund sowie Oldenburg/Bremen errichtet, ferner 1950 in Hamburg eine ImportAbteilung. Eine besondere Rolle spielte die Gedelag nach dem Krieg im Rahmen der Bevorratungspolitik des Berliner Senats nach den Erfahrungen der Berlin-Blockade. Dabei bevorratete die Gedelag im Bereich Lebensmittel die sog. “Senatsreserve”. Mit der Wiedervereinigung wurde diese Aufgabe hinfällig, 1992 deshalb Einstellung des operativen Geschäfts, 2006 erloschen. Colorandum causa: Mitglied des letzten Aufsichtsrates war u.a. der Schauspieler Manfred Krug.

Schätzwert 20-60 €

Los 679

Schätzwert 100-150 €

Gemeinde Tambach-Dietharz (Thür.) Tambach-Dietharz (Thür.), 32 % Schuldv. Lit. C 5.000.000 Mark 1.10.1923 (Auflage 600, R 9) EF

Hübsche Umrahmung, fünf Originalunterschriften. Die 1920 gegründete Genossenschaft besteht noch heute und besitzt aktuell 2700 Wohnungen und 50 Gewerbeeinheiten. Vorher unbekannt gewesen. Abheftlochung.

Kleinstadt im Landkreis Gotha in Thüringen. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 680

Gebrüder Goedhart AG Gründung 1906 in Düsseldorf. Eingebracht wurde die Firma Bauunternehmung Gebrüder Goedhart GmbH in Düsseldorf mit Zweigniederlassungen in Wilhelmshaven, Danzig und Kiel. Die Ges., die früher fast ausschließlich Baggerarbeiten auf See und in Flußmündungen im Inund Ausland sowohl im Interesse der Kriegsals auch der Handelsflotte durchführte, nahm Ende 1918 auch den Schiffbaubetrieb auf und dehnte 1919 ihr Betätigungsfeld auf die Herstellung und den Vertrieb von Torf aus, welcher Betriebszweig aber nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wurde. Der Werftbetrieb wurde 1927 stillgelegt, die Grundstücke des Travewerks verkauft. 1940 Sitzverlegung nach Berlin. Großaktionär (1943): Schantung HandelsAG, Berlin. 1948 verlagert nach Lübeck, 1962 nach West-Berlin, 1965 nach München, 1970 aufgelöst, 1979 Fortsetzung der Gesellschaft, 1981 verlagert nach Hamburg. 1998 Gebrüder Goedhart Beteiligungs- und Handels-AG, Hamburg.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 70

Schätzwert 150-250 €

Gemeinnützige AG für Urbarmachung und Siedlung

Berlin, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 1900, R 3) EF

Bremen, Na.-VZ-Aktie 20 RM Jan. 1924 (Auflage 300, R 8) EF

Los 677

Schätzwert 40-80 €

Schätzwert 275-350 €

Gemeinnützige Baugenossenschaft Köln-Nord eGmbH

Los 683 Los 674

Schätzwert 100-175 €

Gemeinnützige AG für Wohnungsbau

Tolle Eichenlaubumrandung. Gründung 1923 zur Urbarmachung und Besiedlung von Heide und Moorflächen. Ab 1941 AG für Urbarmachung und Siedlung.

Schätzwert 75-175 €

Gemeinnütziger Bauverein Dresden, Namens-Actie 200 Mark 1.8.1892 (Auflage 1000, R 3) EF Großformatiges Papier, dekorativ gestaltet. Gründung 1886. Die Gesellschaft besaß in Dresden 25 Wohnhäuser in der Friedrich-, Bünau-, Columbus-, Werner-, Riesaer und Krantzstraße. Noch zu DDR-Zeiten in den 50er Jahren wurden Geschäftsberichte herausgegeben und Hauptversammlungen abgehalten.

Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG der Deutschen Arbeitsfront Berlin, Namensaktie 100 RM Dez. 1941 (Auflage 3000, R 4) UNC-EF Gründung 1924 als Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau-AG, ab 1939 Gehag Gemeinnützige Heimstätten-, Spar- und Bau-AG. 1940 Übernahme der bisherigen Beteiligungsgesellschaft der “Einfa” Berliner Gesellschaft zur Förderung des Einfamilienhauses gemeinnützige GmbH, Ende 1941 Übernahme der “Heimat” Gemeinnützige Wohnungs- und Siedelungsgesellschaft der DAF AG, Berlin-Zehlendorf. Großaktionär 1943 war die Deutsche Arbeitsfront. 1946 umfirmiert in Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1998 Gehag Gemeinnützige Heimstätten-AG, Berlin, heute GEHAG GmbH.

Los 684

Schätzwert 30-60 €

Gemeinnütziger Bauverein AG Dresden, Namens-Aktie 100 RM 31.12.1941 (Auflage 3000, R 3) EF Nr. 681

Druck von Meinhold & Söhne GmbH, Dresden.

Los 687

GmbH, die Aktiven bestanden aus einer Granatenfabrik und einer Geschossdreherei. Die Ges. hatte sich ein Patent auf Herstellung von Schiffsketten gesichert, doch konnte der Ausbau der Kettenfabrik nicht stattfinden. Die Delmenhorster Kettenfabrik wurde verkauft. Es wurde die Herstellung von Druckmaschinen für die papierverarbeitende Industrie begonnen. 1926 ist die Gesellschaft aufgelöst und in Liquidation getreten.

Schätzwert 100-125 €

Genossenschaft der Franziskanerbrüder (Genootchap van de Broeders van den H. Franciscus) Waldbreitbach, 8 % Obl. Lit. B 500 fl. 15.9.1925 (Auflage 100, R 10) VF Keimzelle der Ordensgemeinschaft ist die 1694 erbaute Kreuzkapelle am Wiedufer, die im 18. Jh. ein beliebter Wallfahrtsort wurde. 1862 begründete hier Peter Wirth die Gemeinschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, die bis heute ihr Mutterhaus und verschiedene soziale Einrichtungen in Hausen unterhält. Los 688

Schätzwert 225-300 €

Genzsch & Heyse Schriftgießerei AG Hamburg, Aktie 5.000 Mark Febr. 1923 (Auflage 640, R 9) EF-VF Los 685

Schätzwert 200-250 €

Gemeinnütziger Wohnungsverein zu Bochum eGmbH Bochum, 6 % Schuldv. 500 RM 7.12.1929 (Auflage 100, R 9) F Originalunterschriften. Gründung der Wohnungsgenossenschaft 1902, heute GWV Gemeinnütziger Wohnungsverein zu Bochum eG. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung als oHG 1833, AG ab 1913. Herstellung und Vertrieb von Schriftgießerei- und Buchdruckerei-Bedarfsgegenständen. 1930 Interessengemeinschaft mit H.Berthold Messinglinienfabrik und Schriftgießerei AG in Berlin, Schriftgießerei D. Stempel AG in Frankfurt/M. und Bauersche Gießerei in Frankfurt/M. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 689

Schätzwert 225-300 €

Los 691

Schätzwert 30-75 €

Geraer Strickgarnfabrik Gebrüder Feistkorn AG Gera (Reuss), Aktie 1.000 Mark 25.4.1921 (Auflage 1250, R 3) EF Betrieb der im Jahr 1880 gegründeten Strikkgarnfabrik, AG seit 1910. Herstellung von Garnen aller Art, vor allem wollener Handstrickgarne und Maschinenstrickgarne. Börsennotiz: Leipzig/Dresden. 1946 enteignet. 1951 Sitzverlegung nach München (Verwaltungssitz: Niederreuth Post Dietramszell, Obb.), Börsennotiz danach im Freiverkehr Berlin. 1967 Auflösung der Beteiligungen an der KG Textilwerk Kahnes in Kusel und der Geraer Strickgarnfabrik GmbH, Delmenhorst (aus denen immerhin regelmäßig zweistellige Dividenden erwirtschaftet werden konnten), seit 1968 in Liquidation, 1973 erloschen.

Georg Grauert AG Berlin-Stralau, Aktie 300 RM Juni 1930 (R 10) EF-VF Gegründet 1910 zwecks Übernahme und Fortführung der von der oHG Georg Grauert in Stralau betriebenen Eisengießerei und Maschinenfabrik. 1932 Liquidationsbeschluß. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 75-150 €

Gegründet 1930. Kurzlebige Gesellschaft, da bereits im Dezember 1931 die Zahlungen eingestellt und das Vergleichsverfahren eröffnet wurde. Die unter der Marke Peri produzierten Kinderschuhe waren ein Flop. Trotzdem gingen die Aktionäre nicht leer aus, ca. 40% der Konkursmasse wurden bedient.

Berlin, Aktie 100 Goldmark 6.6.1924 (Auflage 1500, R 6) EF-VF Gründung 1923 durch Berliner Einzelhändler als Einkaufs- und Produktionsgenossenschaft des Lebensmittelhandels. Seit der Währungsreform 1948 wieder sehr aktiv, 1949-58 wurden Zweigstellen in Hildesheim, Düsseldorf, Hannover, Göttingen/Braunschweig, Osnabrück, Dortmund sowie Oldenburg/Bremen errichtet, ferner 1950 in Hamburg eine ImportAbteilung. Eine besondere Rolle spielte die Gedelag nach dem Krieg im Rahmen der Bevorratungspolitik des Berliner Senats nach den Erfahrungen der Berlin-Blockade. Dabei bevorratete die Gedelag im Bereich Lebensmittel die sog. “Senatsreserve”. Mit der Wiedervereinigung wurde diese Aufgabe hinfällig, 1992 deshalb Einstellung des operativen Geschäfts, 2006 erloschen. Colorandum causa: Mitglied des letzten Aufsichtsrates war u.a. der Schauspieler Manfred Krug.

Nr. 687

Los 690

Schätzwert 225-300 €

Gera-Greizer Kammgarnspinnerei Gera, VZ-Aktie 1.000 RM 8.7.1942 (Auflage NUR 9 Stück, R 9) VF Gründung 1890. Betrieb einer Kammgarnspinnerei in Gera-Zwötzen. Neben reinwollenen Garnen wurden später auch reine Zellwoll- und Zellwollmischgarne produziert. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig. 1959 Sitzverlegung von Gera nach Hamburg, Ende 1962 wurde die AG aufgelöst. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 688

Schätzwert 1000-1250 €

Neuss, 5 % Actie 150 Mark 29.2.1876 (R 12), ausgestellt auf Herrn Joseph Oepen, Neuss

Lössnitz i. Erzgeb., Aktie 100 RM 8.7.1930 (Auflage 6000, R 7) EF-VF

Schätzwert 40-75 €

Gründung 1871. Nach Erschöpfung der eigenen Lagerstätten 1937 Vertrag mit der Gewerkschaft Gottes Segen über den Abbau des nördlichen Kohlenfeldes bei der benachbarten Kaisergrube. Börsennotiz Leipzig und Zwickau. Seit 1980 betreibt der gemeinnützige Verein Segen Gottes aktive Denkmalspflege an dem montanhistorischen Denkmal.

Gesellschaft Erholung

Gerber & Müller Schuhfabrik AG

Gemeinschaft Deutscher Lebensmittel-Großhändler AG

Schätzwert 20-60 €

Gersdorf (Bez. Chemnitz), Aktie 100 RM 1.6.1933 (Auflage 5000, R 3) EF

Los 695

Los 692

Los 686

Los 694

Gersdorfer Steinkohlenbau-Verein

Los 693

Schätzwert 150-200 €

Germa-Werke AG Hamburg, Aktie 20 RM 13.12.1924 (Auflage 1956, R 10) EFGründung 1916 als Munitionswerke Germania, von 1919 bis 1920 Germania-Werke, dann Germa-Werke. Die AG übernahm die gesamten Geschäftsanteile der Munitionswerke Germania

Originalunterschriften von sechs Vorstandsmitgliedern. Gegründet wurde die noch heute bestehende “Gesellschaft Erholung” bereits 1801. Sie reiht sich ein in eine Anzahl vergleichbarer in dieser Zeit entstandener Gesellschaften, die vor allem dem Zweck dienten, in einem geschlossenen Kreis ungehört von den Spitzeln des napoleonischen Polizeiministers gesellschaftliche Unterhaltung pflegen zu können. Im Januar 1876 wurde die Gesellschaft “durch Allerhöchste Cabinetsordre mit Corporationsrechten versehen”. Noch heute ist das prächtige Gesellschaftsgebäude am Johann-Peter-Boelling-Platz ein fester Treffpunkt für weit über 100 Mitglieder der honorigen Gesellschaft, bis in die jüngste Vergangenheit übrigens ausschließlich Männer. Finanziert wurde die Immobilie, indem die Mitglieder “Actien” zeichneten, die aber in Wahrheit Anleihecharakter hatten, Zinsen trugen und durch Auslosung amortisiert wurden. Hieß es im der ältesten erhaltenen Statut von 1850 noch: “Zweck der Gesellschaft ist anständige und gesellige Unterhaltung.”, so hat man sich später einen erweiterten kulturellen Anspruch gegeben, in der Satzung von 1962 heißt es nun: “Zweck der Gesellschaft ist, ihren Mitgliedern Erholung im Rahmen geselliger und kultureller Veranstaltungen zu bieten.” Beide hier angebotenen Lose befanden sich ursprünglich in einem schlechten Zustand (Verfärbungen, Papierverluste), sind aber jetzt nach fachgerechter Restaurierung wieder absolut sammelwürdig. Bei beiden Jahrgängen handelt es sich jeweils um Unikate aus dem Reichsbankschatz.

Nr. 689 71

men mit der AG für Gas und Elektrizität Köln, Sitz Dortmund, das Gaswerk Mödling bei Wien. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 696

Nr. 695 Los 696

Schätzwert 800-1000 €

Gesellschaft Erholung Neuss, 4 % Actie 150 Mark 1.9.1912 (R 12), ausgestellt auf Herrn Rud. Oepen, Neuss Originalunterschriften von sechs Vorstandsmitgliedern.

Gründung 1897. Die Hochbahngesellschaft übernahm von Siemens & Halske die Bau- und Betriebsrechte für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen gemäß Verträgen von 1895/96 mit den Städten Berlin, Schöneberg und Charlottenburg sowie dem Eisenbahnfiskus. Die ersten Linien waren: I. Wilhelmplatz - Potsdamer

Los 701

Schätzwert 25-125 €

Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG Wiesbaden, Aktie 1.000 Mark 27.4.1922 (Auflage 25500, R 2) EF-VF

Los 699

Schätzwert 75-125 €

Gegründet 1879 als ältestes Unternehmen der Welt auf dem Gebiet der Kältetechnik (Kälteerzeugung u. -verwendung), Gasverflüssigung u. -zerlegung. Außerdem werden die Lindes’schen Patente u. Verfahren verwertet. 1965 Änderung des Firmennamens von “Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG” in “Linde AG”. Heute mit den Arbeitsgebieten Anlagenbau, Fördertechnik, Kältetechnik und technische Gase einer der 30 großen DAX-Werte. Die Fa. zählt einen Mitarbeiterstamm von über 45000.

Gesellschaft für Erzbergbau Köln, Namens-Anteilschein 1 Anteil 27.2.1937 (Auflage 3500, R 6) EF

200-Jahr-Feier der Gesellschaft Erholung im Jahr 2001

Platz mit Anschlußlinie Gleisdreieck - Warschauer Brücke, II. Bismarckstraße - Stadion im Grunewald (Westendlinie), III. Potsdamer Platz - Nordring / Schönhauser Allee, IV. Wittenbergplatz - Nürnberger Platz und V. Wittenbergplatz - Kurfürstendamm. Befördert wurden bis zu 200 Mio. Fahrgäste im Jahr. Die Konzessionen waren ursprünglich auf 90 Jahre erteilt, doch am 1.1.1929 trat die Ges. in Liquidation. Die Anlagen und der Betrieb der Bahn gingen auf die Berliner Verkehrs-AG über, in der in städtischer Hand Straßenbahn, Hoch- und Untergrundbahn und Omnibuslinien vereinigt wurden.

Originalsignaturen. Dieser Anteilschein hat folgenden Hintergrund: Der von Hermann Göring entworfene Vierjahresplan diente - wie die Historiker heute wissen - der Vorbereitung des zweiten Weltkrieges. Einer der Schwerpunkte dieses Planes war die Stärkung der deutschen Rohstoffbasis, die schon für eine normale Friedenswirtschaft zur damaligen Zeit längst nicht mehr ausreichte. Vor diesem Hintergrund wurden ältere Lagerstätten neu untersucht und neue, auch im Grunde minderwertige, erschlossen. Paradebeispiel war die Gründung der „Reichswerke Hermann Göring“ in Salzgitter auf der Basis der „sauren“ Erze mit nur 35 % Fe-Gehalt. Die Gesellschaft für Erzbergbau überprüfte im Zuge der damaligen Autarkiebestrebungen im Westerwald, der Eifel, evtl. auch im Siegerland Erzlagerstätten auf ihre Abbauwürdigkeit.

Los 698

Schätzwert 60-100 €

Los 697

Schätzwert 75-125 €

Gesellschaft für elektrische Hochund Untergrundbahnen in Berlin 6,5 % Gold Bond 500 $ 1.10.1926 (R 2) EF-VF Orange/schwarzer Stahlstich, Mädchen mit Engelsflügeln, Laterne und Flügelrad in der Vignette. 72

6,5 % Gold Bond 1.000 $ 1.10.1926 (R 1) EF-VF Teil einer Amerika-Anleihe von insgesamt 25 Mio. $ (tatsächlich wurden nur 15 Mio. $ emittiert). Blau/schwarzer Stahlstich, identisch gestaltet wie voriger Titel.

Schätzwert 100-150 €

Gesellschaft für Gasindustrie in Augsburg Augsburg, 4,5 % Genußrechts-Urkunde 50 RM 2.1.1926 (R 9) VF Die bereits 1864 gegründete Gesellschaft betrieb die Gaswerke Donauwörth, Kaufbeuren, Nördlingen, Sigmaringen und Steyr. Der gesamte italienische Besitz der Gesellschaft ging durch den Versailler Vertrag verloren. 1927 erwarb die Gesellschaft das Gaswerk Stuhlweissenburg in Ungarn, 1928 erwarb sie zusam-

Schätzwert 50-125 €

Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG Wiesbaden, Aktie 1.000 RM Okt. 1941 (Auflage 30993, R 4) UNC-EF

Los 703 Los 700

Gesellschaft für elektrische Hochund Untergrundbahnen in Berlin

Los 702

Schätzwert 75-150 €

Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal AG Saarbrücken, 3,5 % Genussrechtsurkunde 50 RM April 1936 (R 7) EF Gründung 1892 zwecks Übernahme der von der Firma Vering & Waechter erbauten Straßenbahn in 1.000-mm-Spur (die Straßenbahn in Saarbrücken war am 4.11.1890 als Dampfbahn eröffnet worden, elektrischer Betrieb ab 8.2.1899). 1938 Übernahme der Saarbrücker Klein- und Straßenbahn-AG. Damit besaß die Gesellschaft ein über 70 km km langes Straßenbahnnetz in Saarbrücken und Umgebung

matras. 1927 Erwerb einer Ölpalmenpflanzung in Westkamerun. Börsennotiz Hamburg und Brüssel. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung. Danach umfirmiert in SÜKA - Gesellschaft für Vermögen, Handel, Industrie und Beteiligungen - vormals Gesellschaft Süd-Kamerun. 1980 nach Abwicklung erloschen.

mit Außenlinien nach Völklingen und Neunkirchen (mit Anschluss an die dortigen Straßenbahnnetze) sowie nach Heusweiler und Ensheim/Ormesheim. 1962 Abschluss eines Beherrschungsvertrages mit der Versorgungsund Verkehrs-GmbH Saarbrücken. Am 22.5.1965 wurde die Straßenbahn stillgelegt.

Los 709 Los 706

Schätzwert 125-200 €

Gesellschaft Westerwalder Basalt-Lava-Werke Berlin / Gemeinde Salz, NamensAnteilschein 1 Anteil 21.6.1898 (Auflage 1000, R 6) EF

Schätzwert 60-80 €

Gewerkschaft Adelheid zu Gotha Posen, Kuxschein 1 Kux von 1907 (Auflage 1000, R 8) VF Braunkohlenbergwerke bei Jerka, Provinz Posen. Nur 13 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Essen-Bredeney, Kuxschein 1 Kux 2.1.1920 (Auflage 100, R 8) EF

Schätzwert 80-100 €

Gesellschaft Nordwest-Kamerun Berlin, Anteilschein Serie B 25.11.1899. Gründeranteil (Auflage 30000, R 8) EF+

Los 707

Die Gründung erfolgte 1899 auf maßgebliche Initiative des Fürsten zu Hohenlohe-Oehringen. Das in Nordwest-Kamerun zu schaffende Kronland erhielt die Gesellschaft vom Deutschen Reich als Eigentum verliehen. Da die Gesellschaft aber ihre Verpflichtungen zur Errichtung der Verkehrs-Infrastruktur nicht erfüllte und auch noch Raubbau betrieb, wurde die Konzession 1910 widerrufen. Ein Konzessionsgebiet von 4 Mio. ha mit 20 Handelsniederlassungen blieb schließlich erhalten, ging dann aber als Folge des 1. Weltkrieges verloren. Danach erfolgte der Wiederaufbau durch Beteiligung an ostafrikanischen Kolonialunternehmen unter der DOAG, die zuletzt auch größter Teilhaber der Gesellschaft Nordwest-Kamerun war. Börsennotiz: Freiverkehr Hamburg. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz.

München, Aktie 20 Goldmark 15.8.1924 (Auflage 2000, R 6) EF

Schätzwert 100-175 €

Gesundheitswacht Verlagsgesellschaft Gründung 1922 zur Förderung aller der Volksgesundheit dienenden Bestrebungen, und zwar durch die Herausgabe von volkstümlichem Anschauungs- und Unterrichtsmaterial über Hygiene, Medizin, Sozialpolitik, Sport, Körperkultur, Heimatpflege. 1925 in Liquidation.

Los 710

Schätzwert 225-300 €

Gewerkschaft Adler I Gotha und Berlin, Kuxschein Juni 1914 (Auflage 1000, R 10), ausgestellt auf und als Grubenvorstand original unterschrieben von Georg Kurzinsky VF.

Los 713

Sehr hübsche Spitzen-Umrahmung, im Unterdruck großer gekrönter Reichsadler im Lorbeerkranz.

Herne i. W., 5 % Teilschuldv. 2.000 RM Sept. 1936 (Auflage 1400, R 12) EF Originalunterschriften. Eine der ganz großen Ruhrgebietszechen. Das 1872 gegründete Bergwerk gehörte bis 1934/35 der oberpfälzischen Eisenwerk-Gesellschaft Maximilianshütte und wurde dann an die Harpener Bergbau-AG verkauft. 1939 weiterverkauft an die zum Krupp-Konzern gehörende Gewerkschaft Constantin der Große. 1973 Zusammenlegung mit der benachbarten Zeche Friedrich der Große (Stahlwerke Peine-Salzgitter). 1978 wurde das Bergwerk stillgelegt. Ein Unikat! Minimale Rostspuren von Büroklammern.

Schätzwert 50-125 €

Schätzwert 20-60 €

Hamburg, Antheil Ser. C 300 Mark 18.2.1910 (Auflage 5000, R 4) EF Gründung 1898. Durch Erlass des Gouverneurs von Kamerun erhielt die Gesellschaft 1905 ein 1,5 Mio. ha großes Gebiet als Eigentum übertragen, wo sie zahlreiche Handelsposten und Faktoreien unterhielt. 1926 Errichtung einer Gummiveredelungsfabrik an der Ostküste Su-

Schätzwert 125-250 €

Gewerkschaft des consolidirten Salzbergwerks Neu-Stassfurt

Getreidebank Anhalt AG

Gesellschaft Süd-Kamerun

Schätzwert 225-300 €

Gewerkschaft der Steinkohlenzeche Mont-Cenis

Los 714 Los 708

Los 705

Schätzwert 200-250 €

Die in Essen-Bredeney ansässige Gewerkschaft betrieb Eisenerzgruben in den Gemarkungen Knickhagen und Holzhausen in den Kreisen Kassel und Veckerhagen des Regierungsbezirkes Kassel und im Oberbergamtsbezirk Clausthal.

Basaltabbau in der Gemeinde Salz, Kreis Westerburg. Verwaltungssitz: Berlin.

Los 704

Los 712

Gewerkschaft Breil

Cöthen-Anhalt, Aktie Ser. B 100.000 Mark 1.6.1923. Gründeraktie (R 4) VF

Los 711

Sehr dekorativ, zwei kleine Vignetten mit Götterboten Hermes, dritte Vignette mit Getreideähre. Gründung durch eine Reihe anhaltinischer Landhandelsfirmen zur Förderung und Finanzierung von Geschäften in landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Übernahme von Treuhandgeschäften für den Getreidehandel. Die Folgen der Hyper-Inflation trafen die Bank mit voller Wucht: Von dem Kapital von 1,515 Mrd. Papiermark blieben nach der Umstellung Anfang 1924 gerade noch 5.000 Goldmark. Eine neue Geschäftsgrundlage ergab sich daraus nicht: Ab 1924 in Liquidation, 1926 gelöscht.

Königslutter, Kuxschein 26.10.1923/24.11.1924 (Auflage 5000, R 8), original unterschrieben von Gerhard Korte EF-VF

Schätzwert 30-100 €

Gewerkschaft Beienrode

Gerhard Korte (geb. 1858 in Celle, gest. 1945 in Magdeburg), nach dem in Magdeburg zeitweise eine Straße benannt war, gilt als die führende Persönlichkeit der deutschen Kaliindustrie. Gegründet 1889/90 als Bohrgesellschaft, seit 1894 bergrechtliche Gewerkschaft. 1924 ca. 600 Mann Belegschaft. Übertageanlagen: Chlorkalium- und Bromfabrik, Kainitmühle und 7,6 km langer Eisenbahnanschluss nach Königslutter.

Loederburg bei Stassfurt, Kuxschein 1/1000 15.12.1876 (Auflage 1000, R 4) EF 1872 wurde der Bau des ersten Schachtes “Agatheschacht” beschlossen. 1876 wurden wertvolle Lagerstätten mit Steinsalz, Carnalit und Kainit erschlossen. 1882 erbaute man die Fabrik I (Chlorkalium). 1881 wurde der zweite Neustaßfurter Schacht “Hammacher” in Angriff genommen. 1885/86 entstand die Fabrik II (Sulfat). Mit dem Abteufen eines dritten Schachtes wurde 1888 begonnen. Im selben Jahr baute man die Fabrik III (Chlorkalk). Die Fabrik IV (Pottasch) entstand 1892. 1912 wurden die Schachtanlagen I-III wegen Absaufens aufgegeben. 1921 Übernahme der Gewerkschaften Salzbergwerk Neu-Staßfurt I und II durch die Kaliwerke Friedrichshall AG und Um-

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firmierung in “Kaliwerke Neu-Stassfurt-Friedrichshall AG”. 1925 Erwerb der Gewerkschaft Deutschland und Kaliwerkes Ronnenberg I. 1928 Verschmelzung mit der Rhenania-Kunheim Verein Chem. Fabriken AG und Umfirmierung in “Kali-Chemie AG”. Werke in Sehnde und Ronnenburg (Kalibergwerke), Altona (Pharmazeutika), Brunsbüttelkoog (Rhenania-Phosphat), Heilbronn (Ammoniaksoda), Hönningen (Bariumcarbonat und Superphosphat), Kanne in Berlin-Niederschöneweide (Schwefelsäure), Meggen a.d.Lenne (Schwerspatbergwerk für Werk Hönningen), Oberhausen und Wohlgelegen bei Mannheim (Schwefelsäure), Stolberg (Sulfat und Salzsäure) und Brohl (PhonolithSteinbrüche). 1928-31 Erwerb der Aktienmehrheit der Arienheller Sprudel AG in Arienheller-Rheinbrohl, der Peroxydwerk Siesel AG in Köln-Dellbrück und der AG Georg Egestorffs Salzwerke und Chemische Fabriken in Hannover. 1930 Erwerb aller Betriebe der in Konkurs gegangenen Heyl-Beringer Farbenfabriken AG mit Werken in Berlin-Charlottenburg, Düsseldorf, Rodenkirchen, Andernach, Zollhaus b. Wiesbaden und Wunsiedel i. Bay. Hier ist also eine geniale Strategie zu erkennen: Schwächen der Konkurrenz in der Weltwirtschaftskrise nutzte die Kali-Chemie AG ganz gezielt zum Ausbau einer eigenen überragenden Position. 1937/38 Übernahme der Chemische Fabrik Güstrow AG, der Krause-Medico GmbH in München und der Kohlensäure-Werk Deutschland AG. Sitzverlegungen 1947 nach Sehnde und 1951 nach Hannover. 1960 Übernahme der Rheinische Kohlensäure-Industrie in Bad Hönningen und der Saline Ludwigshalle AG in Bad Wimpfen sowie Konzentration der Arzneimittelproduktion der Werke Altona und München im neuen Werk Neustadt a. Rübenberge. Heute zum belgischen Solvay-Konzern gehörig, seit 1990 besteht zwischen der Solvay Deutschland GmbH und der in Hannover bis heute börsennotierten Kali-Chemie AG ein Beherrschungsund Ergebnisabführungsvertrag. Ausgestellt auf den geheimen Commerzienrath Hugo Haniel in Ruhrort, rückseitig überschrieben auf Franz Haniel und 1922 auf die Kaliwerke Friedrichshall.

Großes Steinkohlenbergwerk im Lugau-Oelsnitzer Revier. 6.000 Mann Belegschaft förderten um die 1 Mio. t Kohle im Jahr auf insgesamt 8 Schächten. 1871 erfolgte die Konstituierung der “AG Steinkohlenbauverein Deutschland” mit einem Aktienkapital von 550 000 Talern zur Ausbeute der erworbenen Kohlenfelder von 112 ha als Stammwerk der späteren Gewerkschaft Deutschland. 1872 begann das Abteufen, doch man stieß auf erhebliche Schwierigkeiten: Grubenbrände und starker Gebirgsdruck, Schlagwetter. Ein Brand im Aug. 1888 nahm solchen Umfang an, daß der Schacht I abgesperrt und abgedämmt werden mußte. Es gelang nicht, des Feuers Herr zu werden, die finanziellen Verhältnisse des Werkes waren überfordert. 1889 wurde die AG deshalb in die neue Gewerkschaft “Deutschland” überführt. 1919 vereinigt mit dem Steinkohlenbauverein Hohndorf und der Oelsnitzer Bergbaugewerkschaft. Die Kuxenmehrheit lag zuletzt bei der Stadt Leipzig. Das spätere VEB Steinkohlenwerk Deutschland wurde 1960 mit dem VEB Steinkohlenwerk Karl Liebknecht vereinigt. Ende 1967 beschloß der Ministerrat der ehemaligen DDR die schrittweise Einstellung der Steinkohlenförderung im Lugau-Oelsnitzer Revier.

Los 716

Los 721 Schachtanlagen Hugo, Bergmannssegen und Erichssegen lagen oberirdisch in Sichtweite zueinander und waren unterirdisch querschlägig verbunden. Bereits 1909 hatte die Förderung begonnen. Vom Einbruch der Kaliindustrie Ende der 1920er Jahre schwer getroffen, gerieten die Bergwerke in’s Visier der Wehrwirtschaftsführung, die in den Schächten ab 1935 eine Heeresnebenmunitionsanstalt einrichtete. Direkt neben den Obertageanlagen von Schacht Erichssegen wurde ein Arbeitslager errichtet, dessen Gebäude als einziger Überrest des Bergwerks noch heute stehen. Nach 1945 wurde die Kaliförderung von der späteren Kali + Salz AG wieder aufgenommen, wobei der Schacht Erichssegen aber ohne eigene Förderung nur noch der Wetterführung diente. 1994 Förderungseinstellung, 1998 Beginn der Flutung des Bergwerks, anschließend wurden die Übertageanlagen von Erichssegen vollständig abgerissen. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 125-200 €

Gewerkschaft Glück auf Gamp Berlin, Kuxschein von 1906 (Auflage 1000, R 7) EF Mit riesiger Unterdruckabb. eines Männerkopfes mit Hammer und Fackel.

Schätzwert 50-100 €

Gewerkschaft Deutschland

Los 722

Oelsnitz im Erzgebirge, Kuxschein ohne Nennwert von 1936 (R 5) EF

Schätzwert 125-200 €

Gewerkschaft Gottessegen zu Gotha Berlin, Kuxschein über 1 Kux 21.5.1906 (R 6) VF+ Umrandung im Historismus-Stil. Kalischürf- und Abbaugerechtsame in den Gemarkungen Bönnien und Bültum, Provinz Hannover. Stempelaufdruck, daß die Gruben Ella, Milla und Maruschka in Tustanowice (Galizien) 1916 erworben wurden. Los 719

Schätzwert 75-150 €

Gewerkschaft Friedrich Hungen, Kuxschein 1/1000 27.4.1906 (Auflage 1000, R 3) EF Sehr schöner Druck von Kornsand & Co., Frankfurt a.M. Die Gewerkschaft lag in Trais-Horloff bei Hungen in der Hessischen Bergmeisterei, hatte 2 Schächte und 1 Brikettfabrik. 1922 förderte sie mit 450 Mann Belegschaft täglich 600 t Kohle. 1943 war sie zu 100 % im Besitz der Preussenelektra. Los 717

Schätzwert 225-300 €

Gewerkschaft Dortmund Hannover, Kuxschein 31.12.1918 (Auflage 1000, R 9), ausgestellt auf Landwirt Fritz Tanke, Isernhagen VF+.

Los 715

Schätzwert 75-150 €

Gewerkschaft Deutschland Oelsnitz im Erzgebirge, Kuxschein 1 Kux 22.8.1911 (R 5) EF Originalsignatur Dr. Wolf. Dr. jur. Karl Georg Wolf war Aufsichtsratsmitglied des ZwickauOberhohndorfer Steinkohlenbau-Vereins (Vorsitzender), Vorsitzender des Grubenvorstandes der Gewerkschaft Deutschland, Mitglied des Aufsichtsrates der Gewerkschaft Gottes Segen, Lugau, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Zwickauer Maschinenfabrik, Zwickau, Mitglied des Aufsichtsrates der Dresdner Bank, Berlin.

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Los 723

Originalunterschriften. Gehörte zur Gewerkschaft Oberhof (GumpelKonzern), die ab Nov. 1911 ein Kalibergwerk in den Gemarkungen Northeim, Sudheim, Bühle und im Gräflich Hardenbergschen Besitz abteufte.

Stockheim, 4,5 % Teilschuldv. 200 Mark 11.7.1905 (Auflage 1000, R 8) EF Braunkohlengrube bei Stockheim im Königreich Sachsen. Los 724

Los 718

Schätzwert 200-250 €

Kalibergwerk südlich der Stadt Lehrte, gegründet als Gewerkschaft 1910 mit Sitz in Freudenberg (Kreis Siegen), zunächst zugehörig zum Konzern von Dr. Wilhelm Sauer. Von den 1000 Kuxen besaß 251 die Kali-Gewerkschaft Hugo zu Ilten bei Lehrte und 115 die Gewerkschaft Hohenfels in Algermissen bei Hildesheim. Die

Schätzwert 300-400 €

Gewerkschaft Gundersheim

Gewerkschaft Erichssegen Lehrte, Kuxschein 1 Kux 31.8.1928 (Auflage 1000, R 11) VF

Schätzwert 125-175 €

Gewerkschaft Graf Moltke

Los 720

Schätzwert 100-150 €

Gewerkschaft Frisch Glück Hannover, 5 % Genussrechtsurkunde 100 RM 2.1.1926 (R 11) VF Kalibergbau bei Eime in Landkreis Hildesheim im Besitz der Burbach-Kaliwerke AG. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Berlin, Kuxschein 20.6.1909 (Auflage 1000, R 9), ausgestellt auf Herrn H. Ludendorff, Gross-Lichterfelde-West VF. Unter Ausnutzung des besonders liberalen Bergrechts von Sachsen-Weimar mit juristischem Sitz in Gotha gegründet. Betätigungsobjekt war ein Kalksteinbruch im rheinhessischen Gundersheim (Landkreis Alzey-Worms), der später bis zur Stilllegung 1955 als “Gundersheimer Kalkwerke” durch die Südzucker AG

sie in den Kuxenhandbüchern aus den 20-er Jahren nicht mehr erwähnt wird.

Los 729

Schätzwert 200-250 €

Gewerkschaft Landesvater in Ohrdruf Berlin, Kuxschein 1/1.000 27.8.1925 (R 9) EF-VF Kupfererzgrube in Ohrdruf, Thüringen. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 724 (Werk Offstein) betrieben wurde und der größte industrielle Arbeitgeber des Ortes war. Vorher ganz unbekannt gewesen, nur 6 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden.

Nr. 727 Ältestes bekanntes Stück dieser wichtigen Gewerkschaft, mit diesem Datum ein Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 730

Schätzwert 75-150 €

Gewerkschaft Mechernicher Werke Mechernich, Kuxschein 1.11.1918 (Auflage 1000, R 3) EF

Los 726

Der Bergbau im Bereich Mechernich ist vermutlich schon von den Kelten betrieben worden. Die ältesten urkundlichen Quellen über den Metallerzbergbau im Raum MechernichKall stammen von 1394. 1794 besetzten die französischen Revolutionstruppen das linke Rheinufer. Der Mechernicher Bleiberg entwikkelte sich unter franz. Herrschaft in kurzer Zeit zum ergiebigsten Bleierzbergbau des neuen Kaiserreichs. 1861 wurde der Mechernicher Bergwerks-Actien-Verein gegründet mit Haupterzeugnissen Blei und Silber, gewonnen in den Gruben des Meinerzhagener Bleibergs und auf den Feldern in den Kreisen Euskirchen und Schleiden. 1908 wurde die Ges. aufgelöst, 1911 übernahm die eigens dafür gegründete Gewerkschaft Mechernicher Werke (GMV) als Auffanggesellschaft das Unternehmen. 1937 übernahm auf Betreiben der Nationalsozialisten die PREUSSAG den Betrieb.

Schätzwert 75-150 €

Gewerkschaft Ilse Los 725

Schätzwert 300-400 €

Gewerkschaft Halsbrücker Bergbau Halsbrücke, Kuxschein über 1 Kux 1.2.1937 (Gesamtkuxzahl 4000, R 12), ausgestellt auf die Sächsische Staatsbank in Dresden VF+. Maschinenschriftliche Ausführung, mit Originalunterschrift. Bedeutung hatte der Halsbrücker Bergbau im Erzgebirge schon im Mittelalter. 1612 wurde hier eine Schmelzhütte eingerichtet, deren (noch heute stehende) 1888 erbaute “Alte Esse” mit 140 m Höhe einst die höchste Ziegelesse in ganz Europa war. Außerdem gab es 1791-1857 ein Amalgamierwerk zur Aufbereitung von Silbererzen, das 1815 mit der ersten Gasbeleuchtung Europas ausgestattet wurde. Die Gewerkschaft wurde 1935 gegründet zur Aufsuchung von Blei-, Zink- und Silbererzen. Erst 1969 wurden mit den Gruben “Beihilfe” und “Ferdinandschacht” die letzten Bergwerke des Freiberger Reviers geschlossen. Noch heute erinnern an den Bergbau viele technische Denkmale, wie der parallel zur Freiberger Mulde verlaufende “Rote Graben” (so nach der Färbung durch Eisenoxide genannt), der beginnend am “Verträgliche Gesellschaft Stolln” Grubenwässer auch der “Himmelfahrt Fundgrube” und der Grube “Alte Elisabeth” den Wasserkraftanlagen der Halsbrücker Bergbau- und Verhüttungsbetriebe zuführte.

Essen, Kux-Schein 1 Kux 5.6.1906 (Auflage 1000, R 3) EF Original signiert von Friedrich Springorum, Generaldirektor der Eisen- und Stahlwerke Hoesch AG, Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Ferner Originalsignatur Funke als Vorstandsvorsitzender. Äußerst dekorative Jugendstil-Gestaltung. Die Gewerkschaft beruht auf dem Braun- und Eisensteinbergwerk Bismarck II am Breitenberg im Ruhlaer Forstbezirk. Los 727

Schätzwert 400-500 €

Gewerkschaft “Justus I”

Los 728

Cöln a. Rh., Kuxschein 14.1.1904 (Auflage 1000, R 11) VF.

Gewerkschaft Kohlmetzwerke

Die Angaben auf dem Kux (Bergwerk “Justus I” in der Gemeinde Mudersbach, Kreis Altenkirchen) führen etwas in die Irre: Tatsächlich besaß die 1895 gegründete Gewerkschaft Kaligerechtsame in der Gemarkung Volpriehausen und 20 weiteren Ortschaften des Kreises Uslar. Die Bohrungen auf Kali- und Steinsalze wurden fündig, 1901 ging das Bergwerk in Volpriehausen in Betrieb. 1902 über Tage Bau einer Chlorkalium und einer Sulfatfabrik. 1905 Umwandlung in eine AG. Das Bergwerk wurde 1937 stillgelegt, statt dessen wurde unter Tage dann eine Heeresmunitionsanstalt eingerichtet, die am Ende des 2. Weltkrieges in die Luft flog. Nur 2 Stück dieses frühen Jahrgangs lagen im Reichsbankschatz.

Die Gewerkschaft gehörte zu den kleineren Unternehmen des Braunkohlebergbaus östlich der Elbe. Es handelte sich um ein Familienunternehmen; Grubenvorstand war ein Herr Willy Kohlmetz. Die im Jahre 1909 begebene Anleihe lautete über einen Gesamtbetrag von 500.000 Mark. Die Verlosung sollte 1918 beginnen und 1950 beendet sein. Die Anleihe war auf den Bergwerkbesitz der Gesellschaft besichert, der sich in der Nähe der Stadt Guben befand. Das Vorhandensein ser Anleihestücke im Bestand der Reichsbank lässt darauf schließen, dass die Gewerkschaft von 1945 in die Insolvenz gegangen sein muss. Dies erklärt, dass

Schätzwert 50-125 €

Frankfurt a.O., 5 % Teilschuldv. 200 Mark Juli 1909 (Auflage 500, R 5) EF

Los 731

Schätzwert 75-150 €

Gewerkschaft Mechernicher Werke Mechernich, Kuxschein 25.8.1922 (Auflage 5000, R 3) EF Dekorativ gestaltetet. 75

Los 734

Schätzwert 275-350 €

Los 740

Gewerkschaft “Trothashall” Eisenstein-Grube und Petrol-Exploration

Jülich, Aktie Lit. A 1.000 RM 15.12.1941 (Auflage 1000, R 6) EF

Gotha, Kuxschein 3.4.1911 (Auflage 1000, R 9), ausgestellt auf Graf Kospoth auf Briese Kreis Oels VF.

Die traditionsreiche Papierfabrik wurde 1882 in Jülich als oHG gegründet, ab 1924 AG unter Übernahme des Aktienmantels der “Faga” Fabrikations- und Großhandels-AG, Berlin. 1987 beendete Gißler & Paß die Papierherstellung und baute stattdessen das Kerngeschäft im Bereich Wellpappenverpackung und Displays weiter aus. 2004 erzielte die Firma mit 470 Mitarbeitern einen Umsatz von 82 Mio. Euro.

Unter Ausnutzung des liberalen Bergrechts von Sachsen-Weimar wurde hier eine Eisensteingrube bei Gotha als Mantel benutzt für Ölexplorationen im rumänischen Surani. Die Ölsandvorkommen von Surani beschäftigen wegen einiger geologischer Abnormalitäten noch heute die Wissenschaft.

Los 732

Schätzwert 75-150 €

Gißler & Paß AG

Schätzwert 75-150 €

Gewerkschaft Morgenstern Pöhlau b. Zwickau, Kuxschein 1 Kux 8.5.1925 (R 7) EF-VF Steinkohlenbergwerk im Zwickauer Revier. Auf sechs Tiefbauschächten förderte die Gewerkschaft im Durchschnitt 600.000 t Steinkohle im Jahr mit einer Belegschaft von 4700 Mann. 1920 Erwerb des Zwickauer BrückenbergSteinkohlenbauverein und 1930 des Steinkohlenwerks Florentin Kästner. Diese wurden als Betriebsabteilung Brückenberg bzw. Florentin Kästner weitergeführt. Nach dem II. Weltkrieg wurde die Betriebsabteilung Brückenberg als Steinkohlenwerk Karl Marx, die Betriebsabteilungen Morgenstern und Florentin Kästner als Steinkohlenwerk Martin Hoop geführt. 1952 Verselbständigung als VEB. 1968 wurde die Kohlenförderung des VEB Steinkohlenwerk Karl Marx in den VEB Steinkohlenwerk Martin Hoop integriert. 1977 Einstellung der Kohlenförderung im Zwickauer Revier und Auflösung des VEB Steinkohlenwerks Martin Hoop.

Los 738

Schätzwert 225-300 €

Gewerkschaft Zum goldenen Grund Camberg, Kuxschein 1 Kux 24.8.1899 (Auflage 1.000, R 8) VF

Los 735

Schätzwert 275-350 €

Gewerkschaft Wernershall Braunschweig, Kux-Schein 1/1000 10.5.1906 (Auflage 1000, R 9), ausgestellt auf Gustav Dietz und von ihm als Grubenvorstand original unterschrieben VF+

Datum (Juli 1899) handschriftlich geändert. Original unterschrieben von dem Bankier Leo Hanau, Mülheim-Ruhr, einem hochbedeutenden Bergbau-Finanzier. Die ganze Umrandung und der Bergwerksname sind in goldener Farbe gedruckt. Der “Goldene Grund” ist ein Landstrich, der etwa von Limburg an der Lahn bis Idstein am Taunus reicht und heute von der A 3 KölnFrankfurt durchzogen wird. Bekannt sind in dieser Gegend vor allem die Kohlensäurequellen von Selters. Außerdem standen in der Lahnmulde Blei-, Zink-, Silber- und Kupfererze an. Nördlich des heutigen bad Camberg waren zeitweilig vier Bergwerke in Betrieb. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Konstituiert auf dem im Ruhlaer Forstbezirk belegenen Braun- und Eisensteinbergwerk „Bismarck“. Kali-Gerechtsame in den Gemarkungen Eickhorst und Vordorf im Kreis Gifhorn, die aber stets unverritzt blieben.

Los 733

Los 741

Schätzwert 150-250 €

Gladbacher Feuer-Versicherung M.-Gladbach, Namens-Actie 1.000 Thaler 2.1.1873 (Eintragungs-Certificat, Auflage 1000, R 6) EF Gedruckt auf Büttenpapier, dekorativ gestaltet. Doppelblatt, inwendig Statuten und Übertragungen. Mehrere Originalunterschriften. Die hier angebotene Aktie wurde von dem bedeutenden Gladbacher Industriellen Wilhelm Prinzen für den Vorstand eigenhändig signiert. Wilhelm Prinzen war 1848 Deputierter der Natinalversammlung in der Frankfurter Pauluskirche. Gründung 1861. Betrieb nahezu aller Zweige der Erst- und Rückversicherung. Eine Spezialität war die Filmhersteller-Betriebsunterbrechungsversicherung und die Filmausfallversicherung. Börsennotiz Berlin und Köln/Düsseldorf. Großaktionäre waren die Aachener und Münchener Feuer und die Colonia. 1970 (zusammen mit der Schlesische Feuerversicherungs-Ges.) auf die Colonia Versicherung AG verschmolzen. 2001 Umbenennung der Holding in AXA Konzern AG.

Schätzwert 200-275 €

Gewerkschaft Otter in Gotha

Los 739

Berlin, Kuxschein 1 Kux 1.10.1906 (Auflage 1000, R 8) EF

Gewerkschaften Diergardt-Mevissen I-III

Dekorative verziertes Papier. Ausgestellt auf Walther Bauendahl, den Vorstandsvorsitzenden der Gewerkschaft. Kalibohrgesellschaft mit Bohrgerechtsamen in Otter-Schillingsbostel nördlich von Soltau. Sitz in Gotha, Verwaltungssitz in Berlin. Nur 14 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 736

Schätzwert 75-175 €

Gewerkschaft Zeche Freudenberg Freudenberg, Kreis Siegen, Kuxschein 1/1000 10.1.1905 (Auflage 1000, R 4) EF Die Gewerkschaft betrieb den Bergbau auf Zink- und Bleierze. Ab 1908 ruhte der Betrieb.

Schätzwert 200-250 €

Rheinhausen, 4,5 % Teilschuldv. 1.240 Fr. 2.1.1943 (Auflage 497, R 9) EF Gründung 1903 als Gewerkschaft Wilhelmine Mevissen von den Erben Königs und Mevissen. 1912 begann man den Schacht abzuteufen, seit 1914 in Förderung. 1924 wurden die Kuxe der Gewerkschaft Fritz erworben (die 1903 von Berta Krupp von Bohlen und Halbach gegründet worden war). 1927 Umbenennung in Gewerkschaft Diergardt-Mevissen III. 1938 Interessengemeinschaft mit der Gewerkschaft Mathias Stinnes und dem Mülheimer BergwerksVerein. 1943 wurde zwecks Aufnahme von Diergardt-Mevissen I und II die Zahl der Kuxe von 1000 auf 3000 erhöht; infolge der Kriegsereignisse kam die Umwandlung aber tatsächlich nicht mehr zustande und fand erst 1952 statt mit der Gründung der DiergardtMevissen Bergbau-AG.

Los 742

Schätzwert 75-150 €

Gladbacher Lebensversicherung AG M.-Gladbach, Aktie Gruppe A 100 RM Sept. 1938 (Auflage 2580, R 5, kpl. Aktienneudruck) EF Gegründet 1923 als Schlesische Lebensversicherungs-AG zu Haynau (Schlesien) als Nachfolger eines gleichnamigen Versicherungsvereins a.G. 1925 umbenannt in Gladbacher Lebensversicherungsbank AG mit Sitz in Berlin, seit 1931 dann Firma und Sitz wie oben. Großaktionäre waren die Gladbacher Feuer- und die Gladbacher Rückversicherung. 1970 auf die Colonia Versicherung AG verschmolzen, damit heute ein Teil des AXA-Versicherungskonzerns. Los 743

Schätzwert 75-250 €

Gladbacher Rückvers.-AG

Los 737

M.-Gladbach, Namensaktie 1.500 Mark 15.8.1877, gedruckt auf blaugrauem Papier. Gründeraktie (Eintragungs-Certificat, Auflage 2000, R 5), zunächst mit 25 % eingezahlt, 1920/23 aus Gesellschaftsmitteln vollgezahlt, beide Jahre abgestempelt EF-VF

Schätzwert 125-200 €

Gewerkschaft Zeus zu Gotha Berlin, Kuxschein 1 Kux 8.9.1909 (Auflage 1000, R 5) EF Nr. 734 76

Großformatiges Papier. Sitz in Gotha, Verwaltungssitz in Berlin.

Nr. 740

Aparter Druck mit schöner Umrandung, Originalunterschriften. Die Gründeraktien gibt es sowohl auf blaugrauem wie auch auf weißem Papier. Der Grund dafür ist unbekannt, zumal der Unterschied quer durch alle Nummernkreise

Los 746

Schätzwert 30-75 €

Gladbacher Wollindustrie AG vorm. L. Josten M.-Gladbach, Aktie 1.000 RM 30.11.1941 (Auflage 1350, R 3) EF Mit Faksimile-Unterschrift Rob. Pferdmenges als AR-Vorsitzender.

Los 750

Schätzwert 100-175 €

Gödecke & Co. Chemische Fabrik AG Berlin, Aktie 1.000 RM Nov. 1938 (Auflage nur 71 Stück, R 8) VF+ geht. Einschlägige blaugraue Randverfärbungen an einigen sonst weißen Aktien lassen vermuten, daß der Grund chemische Reaktionen im Papier waren. Weiterhin gibt es Unterschiede bei den Einzahlungsstempeln: Gar kein Stempel, nur von 1920, nur von 1923 und beide Stempel 1920 + 1923 kommen vor, je nachdem wann und wie oft die Aktie der Gesellschaft zur Umschreibung vorlag. Gründung 1877. Großaktionär war die Gladbacher Feuerversicherungs-AG (bei der auch die Aachener und Münchener Feuer engagiert war), beide Gesellschaften wurden in Personalunion geführt. 1970 auf die Colonia-Versicherung in Köln verschmolzen (heute AXA-Colonia). Los 744

Los 747

Schätzwert 125-175 €

Glanzstoff-Fabrik Lobositz AG Lobositz, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 6979, R 8) VF+ Gründung 1921 als „Böhmische Glanzstoff-Fabrik System Elberfeld“. Lobositz (heute Lovosice) erlangte 1756 Bekanntheit durch eine wichtige Schlacht im 7-jährigen Krieg zwischen Österreich und Preußen.

Schätzwert 75-250 €

Gladbacher Rückvers,-AG M.-Gladbach, Namensaktie 1.500 Mark 15.8.1877, gedruckt auf weißem Papier. Gründeraktie (Eintragungs-Certificat, Auflage 2000, R 5), zunächst mit 25 % eingezahlt, 1920/23 aus Gesellschaftsmitteln vollgezahlt, beide Jahre abgestempelt EF-VF

Gegründet 1923 von dem Chemiker Dr. Arthur Horowitz, dem Apotheker Eugen Schäffer und dem Fabrikanten Alexander Gödecke zwecks Übernahme und Fortführung des von Herrn Alexander Gödecke betriebenen Firma Gödecke & Co. in Berlin. Hergestellt wurden chemische und chemisch-pharmazeutische Präparate und technische Chemikalien. Die Ursprünge der Firma datieren 1866 als Indigo- und Farbwarengeschäft in Leipzig, ab 1898 Einstieg ins Pharmageschäft. Ab 1905 Zusammenarbeit mit dem überaus bedeutenden Chemischen Institut Dr. Horowitz in Berlin. 1923 fusionierte das Stammhaus in Leipzig mit der Firma Apotheker Carl Weinreben GmbH, Frankfurt zur Gödecke & Co. Chemische Fabrik und Export AG. 1928 wurde der Berliner Zweig an die amerikanische Gesellschaft William W. Warner Co. verkauft, 1929 folgt auch das Leipziger Stammhaus. 1955 Standortverlegung nach Freiburg i.Br. Heute Bestandteil des Pfizer-Konzerns. Los 751

Schätzwert 100-200 €

Görlitzer Kreisbahn-AG Görlitz, Aktie 1.000 Mark 1.11.1906. Gründeraktie (Auflage 1700, R 4) EF-VF Gründung 1903 zum Bau der normalspurigen 26 km langen Bahn Görlitz-Krischa (eröffnet 1905) mit Verlängerung nach Weissenberg i.Sa. (eröffnet 1913). Großaktionäre waren die Stadt Görlitz, der Preußische Staat und die AG für Verkehrswesen.

Identische Gestaltung, Originalunterschriften.

Los 748

stadt. Betriebseröffnung der Strecke GöttingenRittmarshausen (19 km) Ende 1897, erst 10 Jahre später ging 1907 die Verlängerung bis Duderstadt (17 km) in Betrieb. Bahnbau und Betriebsführung übernahm die Firma Lenz & Co. GmbH, Berlin. 1931 Stilllegung der Teilstrecke Rittmarshausen-Duderstadt, 1933 folgte der Abbruch. Der Abbrucherlös wurde für die Instandsetzung der Reststrecke verwandt. 1938 übernahm das Niedersächsische Landeseisenbahnamt Hannover die Betriebsführung. 1946 Umfirmierung in Gartetalbahn AG. 1950 Einführung des Omnibuslinienverkehrs Weißenborn-Rittmarshausen (9 km) und Rittmarshausen-Sattenhausen-Göttingen (23 km). In den Folgejahren wurde das Omnibusnetz erweitert. 1957 Auflösung der AG, die Bahn wurde zunächst als Eigenbetrieb des Landkreises Göttingen weitergeführt und dann 1959 endgültig stillgelegt.

Los 754

Schätzwert 100-200 €

Gontard & Henny AG Leipzig, Aktie 1.000 Mark 12.10.1915. Gründeraktie (Auflage 200, R 5) VF Gründung 1915. Herstellung und Vertrieb von Seife und anderen chemischen und technischen Erzeugnissen, insbesondere die Übernahme und Fortführung der bisher unter der Firma Gontard & Henny in Leipzig-Plagwitz betriebenen Seifenfabrik.

Schätzwert 150-200 €

Glashütte Neuwerk AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 18.8.1921. Gründeraktie (Auflage 10000, R 9) EF Los 745

Schätzwert 50-125 €

Gladbacher Wollindustrie AG vorm. L. Josten M.-Gladbach, Aktie 800 RM Dez. 1925 (Auflage 920, R 5) EF 400.000 RM dienten zur Übernahme der Gladbacher Textilwerke AG, 336.000 wurden von einem Bankenkonsortium übernommen. Gründung 1895 unter Übernahme der seit 1882 bestehenden Fa. L. Josten in M.Gladbach, Rudolfstraße (Werk I). Hergestellt wurden von wollene und halbwollene Stoffe für Herren-, Damenund Knabenkleidung, Uniformtuche und Wolldecken. 1925/26 Übernahme der Gladbacher Textilwerke AG vorm. Schneider & Irmen zu M.Gladbach, deren Betrieb in der Burkgrafenstraße als Werk II weitergeführt wurde. Nach dem Krieg wurde die Produktion schließlich im Werk I konzentriert und immer stärker auf textile Bodenbeläge ausgerichtet. Börsennotiz in Berlin und Düsseldorf, Großaktionäre waren Dr. Hugo Henkel, Düsseldorf (40%) und später auch das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. (25 %). Den Aufsichtsratsvorsitz führte jahrzehntelang der später als “Bankier Adenauers” bekannt gewordene Kölner Bankier Dr. Robert Pferdmenges. 1970 in eine GmbH umgewandelt.

Gründung 1921 durch Fusion der Glasfabrik Neuwerk (bei Hannover) mit der Fa. Ludwig Henn Hohlglas en gros und der Glasinstrumentenfabrik E. Geissler & Co. in Berlin. Herstellung von Hohlglas und Glasinstrumenten für chemische, pharmazeutische und technische Zwekke. Notierte im Freiverkehr der Börsen Hannover und Magdeburg. 1928 Sitzverlegung nach Schmiedefeld (Kreis Schleusingen), 1937 Übertragung des Gesellschaftsvermögens auf den Hauptaktionär Adam Heinz Glashütte Friedrichswerk. Die Gründeraktie war bisher unbekannt, nur 6 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Los 755

Schätzwert 50-125 €

Gorkauer Societäts-Brauerei AG Los 752

Schätzwert 175-300 €

Görlitzer Kreisbahn-AG Görlitz, Aktie 1.000 RM 14.12.1912 (Auflage 434, Kapitalerhöhung für Krischa-Weisssenberg, R 7) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Gorkau Kr. Schweidnitz, Aktie 1.000 Mark 1.8.1920 (Auflage 1490, R 4) EF Gründung 1858 als KGaA, AG ab 1886. Brauerei, Mälzerei und Limonadenfabrik. Hinzuerworben wurde die Genossenschaftsbrauerei Croischwitz (1920), das Waldenburger Brauhaus, die Stadtbrauerei Neurode und die Kastnersche Lagerbierbrauerei Habelschwerdt (1921) sowie das Braurecht des Frankensteiner Brauhauses (1922). Braustätten dann in Gorkau, Waldenburg und Neurode, Bierniederlagen in ganz Schlesien. Börsennotiz Breslau und Leipzig, Großaktionär war die Bank für Brauindustrie, Berlin-Dresden (heute Oetker-Konzern). Die Betriebe lagen nach 1945 auf polnischem Gebiet, die AG wurde im Westen abgewickelt und 1971 aufgelöst. Los 756

Schätzwert 225-300 €

Gorkauer Societäts-Brauerei AG Zobten-Gorkau, Aktie 100 RM Juli 1938 (Auflage 168, R 8) VF Andere Gestaltung als voriger Titel. Los 757

Schätzwert 300-400 €

Gottfried Lindner AG Ammendorf b. Halle a.S., Aktie 1.000 Mark 10.8.1920 (Auflage 3200, R 8) VF Los 753 Los 749

Schätzwert 150-200 €

Glashütte Neuwerk AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 22.1.1923 (Auflage 30000, R 10) VF Nr. 746

Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 175-300 €

Göttinger Kleinbahn-AG Göttingen, Aktie Lit. A 1.000 Mark 1.2.1918 (Auflage 1374, R 6) VF+ Gründung 1896 mit einer auf 99 Jahre befristeten Konzession für die 750-mm-Schmalspurbahn Göttingen-Rittmarshausen-Duder-

Großes Hochformat, breite Umrahmung. Gründung 1823, AG seit 1905. Erzeugnisse: Waggons, Straßenbahnwagen, Omnibusaufbauten, Lastanhänger, Flachsraufmaschinen. Werke in Ammendorf, Berlin, Dresden, Gaggenau, Köln, Königsberg, Hamburg und Nürnberg. Der Karosseriebau wurde 1928 an die AmbiBudd-Presswerke in Berlin verkauft. 1949 teil77

Nr. 760

Nr. 756 Los 760

Schätzwert 225-300 €

Gretschel & Ulbrich AG te sich die Geschichte: In Nürnberg wurde der zweite Hauptsitz angemeldet, die Werke Nürnberg, Gaggenau (Baden), Berlin-Tempelhof und Köln gingen wieder in Betrieb. 1952 Abschluß eines Pacht- und Lizenzvertrages mit der Waggonfabrik AG in Rastatt, dessen Kündigung 1956 wegen nicht ausreichender Rentabiliät der Anfang vom Ende war: 1965 kam im Westen der Konkurs. Das Werk Ammendorf wurde 1949 entschädigungslos von einer sowjetischen Aktiengesellschaft in Besitz genommen. Nach der Wende gehörte es zuletzt zur Daimler-Tochter Adtranz, die dann von Bombardier übernommen wurde. 2004 kam trotz erbitterter Gegenwehr von Belegschaft und Landesregierung das Aus auch für das traditionsreiche Ammendorfer Werk. Nur 12 Stück von diesem bisher ganz unbekannten Jahrgang wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Dresden, Aktie 20 RM Mai 1925 (Auflage 8000, R 10) VF+ Gegründet 1922 zwecks Übernahme und Fortführung der seit 1898 in Dresden bestehenden Kartonagenfabrik (Dresden-Neustadt, Katharinenstr. 11/13) mit einem Zweigwerk in Frankfurt a.M. (1924 für 90.000 RM verkauft). Auch die Fabrik in Dresden wurde 1927 stillgelegt, danach nur noch Verwaltung der früheren Fabrikgrundstücke. Zuvor ganz unbekannt gewesen, nur 3 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden, dies ist das letzte noch verfügbare.

1935 Beteiligung an der Gründung der „Kurund Badehaus Wilhelmshöhe GmbH“. 1939 Umfirmierung in „Kasseler Verkehrs-Gesellschaft“. 1946 vom Land Hessen enteignet, heute sind die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH und die Stadt Kassel Alleinaktionäre. Los 762

Gründung 1921. Handel mit Getreide, Mühlenfabrikaten u. Futtermitteln sowie der Betrieb von Mühlenwerken. 1931 Auflösung der AG.

Schätzwert 125-250 €

Grosse Leipziger Strassenbahn Leipzig, Actie 1.000 Mark 15.11.1895. Gründeraktie (Auflage 6000, R 5) EF-VF Schöner G&D-Druck mit geflügeltem Rad, identisch gestaltet wie folgendes Los. Gründung 1895. Später wurden übernommen: 1896 die Leipziger Pferde-Eisenbahn-AG (gegr. 1872), 1916 die Leipziger Elektrische Straßenbahn und die Leipziger Allg. Kraft-Omnibus-Gesellschaft. 1920 ging der Betrieb in Eigenregie der Stadt Leipzig über, die Aktionäre erhielten eine Abfindung teils in bar, teils in Leipziger Stadtanleihen.

Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin

Los 763

Rostock, 3,5 % Schuldv. 1.000 Mark 15.2.1905 (R 3) EF

Schätzwert 175-300 €

Grosse Leipziger Strassenbahn Leipzig, Aktie 1.000 Mark 21.5.1900 (Auflage 2000, R 7) EF

Los 765

Schätzwert 30-80 €

Mecklenburg-Schwerin war von 1815-1918 Großherzogtum und von 1918 bis 1934 Freistaat. 1933/34 mit Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg vereinigt.

Großformatiges Papier, dekorativ mit funkensprühenden geflügelten Rad.

Los 758

Schätzwert 75-250 €

Gottfried Lindner AG

Los 761

Ammendorf b. Halle a.S., Aktie 1.000 RM Juni 1930 (Auflage 2100, R 8) EF

Große Casseler Straßenbahn AG

Los 759

Schätzwert 50-100 €

Graz-Köflacher Eisenbahnund Bergbau-Gesellschaft

Schätzwert 150-300 €

Kassel, Actie 1.000 Mark 21.1.1898 (Auflage 2000, R 5) VFÄußerst dekorativer Druck der Reichsdruckerei. Mit Originalunterschriften. Gründer waren die Schweizerische Ges. für elektrische Industrie sowie Siemens & Halske. Entstanden durch Übernahme des 1884 gegründeten Pferdebahnbetriebes „AG Casseler Stadteisenbahn“ und der „Casseler Straßenbahn-Gesellschaft“, letztere hatte 1877 mit der Strecke Königsplatz-Schloss Wilhelmshöhe die erste Dampfstraßenbahn Deutschlands eröffnet. 1927 Übernahme der Herkulesbahn von der Stadt Kassel. Damit kam das Streckennetz auf 13 Linien mit 36 km Gesamtlänge. 1928 Gründung der „Kasseler Omnibus-Gesellschaft mbH“,

Los 766

Fürth, Aktie 200 RM Dez. 1926 (Auflage 500, R 6) EF

Los 764

Schätzwert 40-100 €

Großhandels-AG für Getreide und Mühlenfabrikate Berlin-Charlottenburg, Aktie 1.000 Mark März 1923 (Auflage 20000, R 4) EF Erste und zweite Liquidationsrate 1932 bzw. 1938 bezahlt.

Gründung 1863, AG ab 1896 als Aktienbrauerei Fürth vorm. Gebr. Grüner, ab 1926 Grüner-BräuAG. 1936 Übernahme der AG Brauerei Zirndorf bei Nürnberg, 1939/40 der Nürnberger Eisfabriken Hans Fürsattel. 1969 erwarb die Schickedanz-Gruppe 25% der Aktienanteile, 1972 wurde die Brauerei in die Patrizier-Bräu integriert. 1977 Einstellung der Produktion. 1996 in die Tucher Bräu KG eingebracht, jetzt INKA-AG für Beteiligungen (Inselkammer-Gruppe).

Graz, Aktie 100 RM Dez. 1939 (Auflage 45439, R 4) EF Letzte Aktienemission vor der Verstaatlichung durch die Republik Österreich 1946. Gründung 1855 durch die Voitsberg-KöflachLankowitzer Gewerkschaft. Bis 1900 wurden eine große Zahl Kohlenbergwerke erworben, außerdem ein Kalkwerk und eine Glasfabrik. An Eisenbahnen besaß die Gesellschaft die Strecken Graz-Köflach (40 km), Lieboch-Wies (51 km) sowie 23 kleine Industriebahnen. Die Betriebsführung auf den Hauptstrecken hatte die Südbahn. Später von der ÖBB übernommen. Börsennotiz Wien und Frankfurt a.M.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 78

Nr. 763

Schätzwert 200-250 €

Grüner-Bräu AG

Nr. 773

Los 767

Schätzwert 200-275 €

Grünsteinwerke Rentzschmühle AG Rentzschmühle, Aktie 1.000 Mark 15.4.1912. Gründeraktie (Auflage erst 400, nach Kapitalherabsetzung nur noch 104 Stück, R 7) VF+ Außergewöhnlich großes Format. Gründung 1912 zur Übernahme des 1906 eröffneten Steinbruchbetriebs von Ing. Oskar Teuschler bei Greiz im Vogtland (3,5 km südlich von Elsterberg) mit eigenem Bahnanschluß an die “untere Bahn” zwischen Plauen und Greiz. “Grünstein” oder “Grünporphyr” war die früher übliche Bezeichnung für grüngefärbte Eruptivgesteine wie Diabas und Diorit aus den selurisch-devonischen Sedimentärschichten. Spezialität des Steinbruchs waren Rentzschmühler Grünsteine für Haussockel Brücken und Ehrenmale (verwendet u.a. beim Bau des Zwickauer Bahnhofs und der Elstertalbrücke), vor allem aber wurde Schotter für Eisenbahnbauten im Raum Zwickau und Gera geliefert. Mit 14 Beschäftigten nahm die Firma ohne jede Ausrüstung nach dem 2. Weltkrieg den Betrieb wieder auf, wurde 1946 in Volkseigentum überführt (VEB Grünsteinwerke Rentzschmühle). 1963 Betriebsstilllegung wegen völlig ungenügender technischer Ausstattung, 1964-67 Neubau einer vollmechanisierten Splitt- und Schotteranlage. 1974 an den VEB Zuschlagstoffe und Natursteine Gera angegliedert. Nach der Wende übernahm 1990 die Neusser Firma Werhahn & Nauen (Basalt-ActienGesellschaft Linz) den Steinbruchbetrieb, der heute als einer von vier Produktionsstandorten zur “Hartsteinwerke Bayern/Thüringen” gehört. Nur 15 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 770

Los 775

Hamburg, Aktie 1.000 RM 5.11.1929 (Auflage 800, R 3) EF

Gustav Tietze AG

Gegründet 1927 durch die Dresdner Bank (bis 1972 mit knapp 95 % Großaktionär) zwecks Erbauung grosser Lichtspieltheater und Geschäftshäuser. Die Gesellschaft errichtete und betrieb die größten Filmtheater in Hamburg, München, Ludwigshafen, Nürnberg und Dresden. Als letztes Bauprojekt wurde 1930 auf einem 1928 erworbenen Grundstück in der Hamburger Dammtorstraße das bekannte “Deutschlandhaus” errichtet. 1944/45 Zerstörung sämtlicher Filmtheater bei Luftangriffen, der verbliebene Grundbesitz in Hamburg wurde durch die britische Militärregierung beschlagnahmt. 1947/48 Einbau eines Behelfstheaters im erhalten gebliebenen Foyer des Filmtheaters in Nürnberg und erneuter Ausbau des großen Konzertkaffees im “Pfalzbau” in Ludwigshafen, 1949/50 Umbau des Vordergebäudes des großen Lichtspieltheaters in München (Sonnenstr. 8) zu Bürozwecken. Der Grundbesitz in München wurde 1956 und der “Pfalzbau” in Ludwigshafen 1961 ( an die Stadt Ludwigshafen) verkauft. Der verbleibende Grundbesitz in Nürnberg sowie das “Deutschlandhaus” in Hamburg, Drehbahn 1 III gingen 1972 auf den Großaktionär Dresdner Bank AG über, auf den die Ges. am 31.10.1972 verschmolzen wurde.

Los 771 Los 768

Schätzwert 100-175 €

GRUNDERWA Grundstückserwerbs-AG Berlin, Aktie 1.000 RM 16.9.1925 (Auflage NUR 48 Stück, R 7) VF-F Maschinenschriftliche Ausführung. Gründung 1921 zu Erwerb, Verwaltung und Verwertung von Büro- und Wohnhäusern im Berliner Westen. 1932 umbenannt in Grunderwa Grundstücksverwaltungs-AG, 1934 aufgelöst.

Schätzwert 30-75 €

Grundwert AG

Schätzwert 200-250 €

Gruschwitz Textilwerke AG Neusalz (Oder), 5 % Teilschuldv. 1.000 Mark Juli 1922 (Auflage 15000, R 9) EF Gründung 1816 in Neusalz an der Oder (heute Nowa Sól in Polen) als oHG, AG seit 1906. Die Firma war auf die Verarbeitung von Flachs, Hanf, Sisal und Baumwolle spezialisiert mit Spinnerei und Zwirnerei. 1930 Übernahme der Duncan’s LeinenIndustrie AG in Großschweidnitz, Sachsen. Zum Ende des II. WK lagen alle Gruschwitz-Werke im Einflußgebiet der Roten Armee und wurde als Sowjetische Aktiengesellschaft entschädigungslos enteignet. Mit Mithilfe einiger weniger alter Mitarbeiter eröffnete Alexander Doherr Gruschwitz im bayerischen Neu-Ulm eine kleine Zwirnproduktion. 2004 zog Gruschwitz von Neu-Ulm nach Leutkirch im Allgäu, nachdem das Unternehmen zuvor andere Textilfirmen übernommen hatte. Das als Gruschwitz-GmbH Tech-Twists firmierende Unternehmen stellt heute Nähgarne und technische Zwirne her. Das Unternehmen befindet sich heute zu 75 % im Besitz von Philipp Daniel Merckle, dem zweitältesten Sohn des Unternehmers Adolf Merckle und hat in Leutkirch ca. 155 Mitarbeiter. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 772

Schätzwert 30-75 €

Leipzig, Aktie Lit. A 100 RM 31.12.1924 (Auflage 5000, R 4) EF Glockenklöppel). Mehrheitsaktionär war der Rhein. Handels-Konzern. Im Juli 1923 durch Verschmelzung aufgegangen in der Vereinigte Eisenhütten- und Maschinenbau-AG in Barmen (Vema, gegründet 1908 als Ver. Wuppertaler Eisenhütten Dr. Tenge-Spies AG). Letztere teilte 1928 mit, daß über die Hälfte des AK verloren sei, Grundbesitz und Baulichkeiten in den Besitz der Barmer Bergbahn AG übergegangen seien und der Firmensitz nach Voerde verlegt sei. Los 773

Gründung am 14.7.1923 zur Fortführung der Firma Gustav Tietze. Herstellung von Schreibmaschinen (“Famos”), Stempelapparaten und Motorenteilen sowie Spielzeugbaukästen (“Geniatus”). Die Aktien befanden sich in Familienbesitz. Am 30.6.1946 zu Gunsten des Landes Sachsen enteignet.

Schätzwert 225-350 €

Gustav Genschow & Co. AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 1.10.1910 (Auflage 250, R 7) EF-VF Gründung 1907 durch Fusion der Badische Munitionsfabrik GmbH mit Werken in Karlsruhe-Durlach und Wolfartsweier und der oHG in Firma Gustav Genschow & Co. in Berlin und Köln (gegr. 1888 als Waffengroßhandlung mit Ex- und Importgeschäft). Auf dem Gebiet der Jagd- und Sportmunition wurde Genschow nach Übernahme des Munitionsgeschäftes von Köln-Rottweil der größte Konkurrent der Rheinisch-Westfälische Sprengstoff AG in Köln (Gruppe Dynamit-Nobel / I.G.Farben). Einen sonst unausweichlichen Kampf vermied man durch Abschluß eines I.G.-Vertrages 1927, der 1931 auf die Dynamit-AG vorm. A. Nobel & Co. in Hamburg überging. Ab 1938 konnten die in Berlin und Hamburg börsennotierten Genschow-Aktien 5:2 in I.G.-Farben-Aktien umgetauscht werden. Das gesamte Vermögen wurde wegen Zugehörigkeit zum I.G.-Farben-Konzern durch alliiertes Kontrollratsgesetz Nr. 9 vom 30.11.1945 beschlagnahmt. 1951 kamen die Munitions- und Schrotfabrik Karlsruhe-Durlach und die Lederwarenfabrik Altstadt-Hachenburg wieder in Gang, 1953 Entlassung aus der alliierten Kontrolle und Auflösung des I.G.-Vertrages mit der Dynamit-AG vorm. Alfred Nobel & Co. in Troisdorf, die aber mit zuletzt 94 % Hauptaktionär blieb. 1960 Umwandlung in eine GmbH. Zuvor völlig unbekannt gewesener Jahrgang.

Los 774

Schätzwert 75-150 €

Gustav Genschow & Co. AG

Los 776

Schätzwert 125-250 €

Gutehoffnungshütte Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb Oberhausen, Aktie Lit. A 1.000 Mark 1.1.1910 (Auflage 6000, R 5) EF Gründung 1808/10 als Gewerkschaft, ab 1872 AG. Die Gesellschaft gilt als Keimzelle der Schwerindustrie des Ruhrgebietes. Drei 1808/10 in der „Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel & Huyssen“ in Sterkrade zusammengefasste Hütten waren der Ursprung: die 1758 zu Osterfeld vom Münsteraner Domkapitular Freiherr von der Wenge zu Dieck errichtete St. Antony-Hütte zu Osterfeld, 1793 in den Besitz der Fürstäbtissin Maria Kunigunde von Essen übergegangen, 1799/1805 an den Hütteninspektor Gottlob Jacobi und seine Schwager Franz und Gerhard Haniel aus Ruhrort verkauft; weiterhin die Hütte Gute Hoffnung in Sterkrade, zu deren Bau Friedrich der Große 1781 die Erlaubnis erteilt hatte, die aber wegen des Emporkommens der Anthony-Hütte zahlungsunfähig wurde, in der Zwangsversteigerung von der Mutter Friedrich Krupps erworben und 1808 an Heinrich Huyssen aus Essen und dessen Schwager Gottlob Jacobi und Gerhard und Franz Haniel weiterverkauft wurde; schließlich die im Auftrag der Fürstäbtissin von Essen 1791 durch Gottlob Julius Jacobi errichtete Eisenhütte Neu-Essen im Emschertal bei Schloss Oberhausen, 1805 ebenfalls an den Jacobi-Haniel-Clan verkauft. Durch ununterbrochene Firmenaufkäufe wuchs nach Gründung der AG ein riesiges Gebilde aus Bergwerken, Hütten- und Walzwerken und weiterverarbeitenden Betrieben. Heute als MAN/GHH einer der bedeutendsten Maschinen- und Anlagenbau-Konzerne.

Berlin, Aktie 1.000 Mark Febr. 1922 (Auflage 2500, R 4) EF

Schätzwert 275-350 €

Gußstahlwerk Spannagel & Sievers AG Los 769

Schätzwert 50-125 €

Grundstücksgesellschaft Keithstrasse 6 AG Berlin, Aktie 100 RM Nov. 1924 (Auflage 400, R 5) EF Gründung im Dez. 1922. Ab 1937 als GbR weitergeführt.

Voerde i.W., Aktie 1.000 Mark Jan. 1923 (Auflage 15000, R 8) EF Dekorative Art-Deko-Umrahmung. Das zuvor als GmbH betriebene Gußstahlwerk Spannagel & Sievers wurde 1921 in eine AG umgewandelt. Neben dem Betrieb der Gußstahlfabrik war eine Spezialität der Bau von Maschinen zur Herstellung von Klöppelspitzen (für

Ehemaliges Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte in Oberhausen

79

Textil- und Lederindustrie. Mit meist zweistelligen Dividenden ein hochrentables Unternehmen. Zweigniederlassung in Hamburg. 1950 Sitzverlegung nach Hamburg (Neuer Wall 1923), anschließend in eine GmbH umgewandelt. Los 780

Schätzwert 50-125 €

H. Th. Böhme AG Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 29.6.1920 (Auflage 1200, R 4) VF Los 777

Schätzwert 30-75 €

Identische Gestaltung wie voriger Titel.

H. Berthold Messinglinienfabrik und Schriftgiesserei AG Berlin, Aktie 1.000 RM 23.6.1932 (Auflage 333, R 5) EF Gründung 1858, AG seit 1896. Erzeugnisse: Schriften und Messinglinien für Buchdrukkzwecke, Bedarfsartikel für das graphische Gewerbe. Berthold expandierte rasch: Übernommen wurde 1897 die Schriftgießerei Bauer & Co. in Stuttgart und Düsseldorf, 1899 Errichtung einer Fabrik in St. Petersburg, ferner übernommen 1905 J. H. Rust & Co. in Wien, 1917 Emil Gursch in Berlin, 1918 die Schriftgießereien Gottgried Böttger, F. A. Brockhaus, C. F. Rühl in Leipzig und A. Kahle Söhne in Weimar, 1920 Julius Klinkhardt in Leipzig, 1922 C. Kloberg in Leipzig und 1928 die Schriftgießerei der A.-G. für Schriftgießerei und Maschinenbau in Offenbach/Main. In Riga bestand bei der H. Berthold Schriftgießerei H. Leunig & Co. eine 100 %ige Beteiligung, außerdem mit je 50 % bei der Erste ungarische Schriftgießerei AG in Budapest und der Haas’sche Schriftgießerei AG in Münchenstein bei Basel beteiligt. Mit dem Niedergang des Buchdrucks mußte das Produktionsprogramm ab Ende der 60er Jahre völlig umgestellt werden: Berthold wurde zum größten Hersteller von Fotosetzmaschinen in Europa. 1971 umfirmiert in H. Berthold AG, 1979 Umzug in die vormalige Fabrik der Loewe Opta GmbH in Berlin-Steglitz. Die immensen Entwicklungskosten der völlig neuen Fotosatz-Technologie (bei der auch schon Lasertechnik zum Eisantz kam) wurden aber nie wieder eingespielt: 1993 ging die Traditionsfirma in Konkurs.

Los 778

Los 781

Schätzwert 50-150 €

Hafen- und Lagerhaus-AG Aken a.d. Elbe, Aktie 1.000 Mark 23.9.1921 (Auflage 500, R 5) EF Gründung 1889 zum Bau des Elbhafens Aken (genau zwischen Magdeburg und Torgau) mit Lagerhäusern, außerdem Betrieb eines Speditionsgeschäftes, Wasserumschlag, Lagerei und Getreidekonservierung. Ab 1921 Interessengemeinschaft mit dem Speditions-Verein Mittelelbische Hafen- und Lagerhaus AG Wallwitzhafen bei Dessau. Dieser Vertrag sah eine Gewinnteilung von 3/7 für Aken und 4/7 für Wallwitzhafen sowie eine wechselseitige Beteiligung von nom. RM 500.000,- vor. Heute Hafenbetrieb Aken GmbH. Fahrgastrundfahrten, Containerund Schwergutumschlag. Der Hafen wird noch heute dreimal wöchentlich von der Elbe Container Linie ECL 2000 auf der Relation HamburgMagdeburg-Aken-Riesa-Dresden bedient. Außerdem besteht eine Containerzugverbindung nach Bremerhaven.

Ab 1896 erbaute normalspurige Bahn für die 48 km lange Strecke Elbing-Cadinen-TolkemitFrauenburg-Braunsberg. Gründer waren die Provinz Ostpreußen, die Bahnbaugesellschaft Lenz & Co. und Interessenten aus der regionalen Wirtschaft. Im Gegensatz zur Preussischen Ostbahn, die die Städte Elbing und Braunsberg bereits seit 1852 verband, verläuft die Bahn nicht im Landesinneren, sondern direkt an der Küste des Frischen Haffs. In Elbing beginnt die HUB am Ostbahnhof, der aber nur dem Übergangsgüterverkehr zur Staatsbahn diente. Die Personenzüge begannen im Stadtbahnhof. Dieser lag 2,5 km vom Staatsbahnhof entfernt, so daß Übergangsreisende auch noch ein Stück mit der Städtischen Straßenbahn fahren mussten. Am 20.5.1899 wurde der Betrieb von Elbing zunächst bis Frauenburg eröffnet, ab 7.9.1999 fuhr die Bahn durchgehend bis Braunsberg. Von Cadinen führte ein Anschlußgleis zur hohenzollerischen Herrschaft Cadinen (der Sommerfrische von Kaiser Wilhelm II.) mit dem berühmten Gestüt. Die Bahn war für die Industrie (Anschluss der Ziegelindustrie bei Tolkemit und der Elbinger Schichauwerft an die Staatsbahn) und für den Ausflugsverkehr an das Frische Haff wichtig. 1939 bestand der Fahrzeugpark aus 9 Dampflokomotiven sowie 26 Personen-, 3 Gepäck- und 111 Güterwagen. Großaktionäre waren zuletzt mit 41 % die AG für Verkehrswesen und mit 34 % deren Tochter Ostdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft. Gleich nach dem 2. WK wurde die Bahn von Polen wieder in Betrieb genommen, nur ein innerstädtisches Teilstück in Braunsberg war wegen der zerstörten Brücke über die Passarge zunächst nicht wieder befahrbar. 1982 Neubau eines die Innenstadt von Elbing im Westen umfahrenden Anschlusses an die Hauptbahn. Der Stadtbahnhof (der schon 1958 für den Personenverkehr geschlossen worden war und nur noch dem Güterverkehr diente) wurde stillgelegt. Zum 1.4.2006 stellte die Staatsbahn PKP den Personenverkehr auf der HUB ein, gelegentliche Güterzüge verkehrten weiter. Neuerdings wird die Strecke aber wieder fahrplanmäßig befahren, wenn auch nur in der kurzen Sommersaison vom 4.7. bis 25.8.: In dieser Zeit führt der französische Eisenbahnkonzern ARRIVA täglich zwei Zugpaare seiner Regionalverbindung Graudenz-Marienburg-ElbingBraunsberg über die alte, in einem desolaten Zustand befindliche Trasse der Haffuferbahn, ein weiterer Zug fährt sogar durchgehend ab Thorn (Torun) über Elbing (Elblag) und dann die HUB nach Braunsberg (Braniewo).

Los 785

Schätzwert 75-250 €

Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn-Gesellschaft Braunschweig, Actie 200 Thaler 1.5.1870. Gründeraktie (Auflage 2000, R 2) VF Dekorative Zierumrandung. Eisenbahnabb. im Trockenprägesiegel. Die Konzession für die Bahn erteilte die braunschweigische Regierung am 16.4.1870 und die preußische Regierung am 8.7.1870. Die wichtigsten Strecken waren: Halberstadt-Blankenburg (18,8 km, eröffnet 1873), Blankenburg-Tanne (kombinierte Adhäsions- und Zahnradbahn mit 26,6 km, sukzessive eröffnet bis 1886) sowie Blankenburg-Quedlinburg mit Abzweig nach Thale (20,5 km, eröffnet 1907). Die wegen ihrer Steigungen sehr anspruchsvollen Gebirgsstrecken wurden von namhaften Lokomotivfabriken (u.a. Borsig) besonders gern für Versuchsfahrten genutzt. Anschlüsse bestanden in Tanne an die Südharz-Eisenbahn und in Drei-Annen-Hohne an die Harzquerbahn. Für die ständigen Erweiterungen der Bahnanlagen hatte die Gesellschaft zwischen 1874 und 1920 insgesamt 10 Anleihen aufgelegt. Großaktionär der HBE war zuletzt die „Allgemeine Lokalbahn- und Kraftwerke-AG“ (heute AGIV). Nachdem die HBE in der Ostzone 1946 entschädigungslos enteignet worden war, wurde zur Rettung des Westvermögens 1949 der Sitz wieder nach Braunschweig verlegt, wo er bei der Gründung schon einmal war. 1975 Umwandlung in eine GmbH und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. Heute werden die Strecken von der Connex Regiobahn GmbH betrieben.

Schätzwert 30-75 €

H. Fleschner AG für Einbauapparate u. Kunstspielpianos Berlin, Aktie 2.000 Mark 1.8.1923 (R 5) EF Gründung 1921 unter der Firma Einfamilienhaus “Ungestört” AG, 1923 umbenannt. Sitz in Berlin NO 18, Friedenstr. 41; fabrikmäßige Herstellung von Kunstspielpianos sowie An- und Verkauf von Materialien, die zur Pianofabrikation benötigt werden. Firma 1927 erloschen.

Los 779

Los 782

Frankfurt a.M., Aktie 1.000 RM 25.11.1926 (Auflage 600, R 4) EF Gründung 1868 in Hausen als Mehl- und Brotfabrik der Firma May & Co., seit 1881 AG. 1908 Verkauf des Grundstückes in Hausen an die Stadt Frankfurt, 1911 Betriebseröffnung der neuen Mühle im Frankfurter Hafen und aus diesem Anlass Umfirmierung in „Hafenmühle“. Großaktionär war ein Konsortium um das Bankhaus Alwin Steffan. Börsennotiz Frankfurt.

Schätzwert 75-175 €

Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 1.5.1909. Gründeraktie (Auflage 1500, R 5) VF-F

80

Los 783

Schätzwert 100-250 €

Haffuferbahn-AG Elbing, Actie Litt. B 1.000 Mark 1.4.1899. Gründeraktie (Auflage 657, R 4) EF Umgestellt auf 500 RM. Dekorative Umrahmung im Historismus-Stil.

Schätzwert 100-250 €

Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn-Gesellschaft

Hafenmühle in Frankfurt am Main AG

H. Th. Böhme AG Großformatig und dekorativ, zwei Vignetten mit Ansichten der Fabriken in Chemnitz und Oberlichtenau. Gründung 1881, AG seit 1909. Grosshandel mit Drogen, Farben, Chemikalien, Vegetabilien sowie Kräuterschneiderei. Außerdem Herstellung von Spezialseifen (hier wurde mit “Fewa” das erste synthetische Waschmittel der Welt entwickelt und produziert) und -ölen für die

Los 786

Schätzwert 40-50 €

Los 784

Schätzwert 75-150 €

Braunschweig, Actie Lit. B 1.000 Mark 9.5.1885 (Auflage 1000, R 3) VF

HAGEDA Handelsgesellschaft Deutscher Apotheker AG Berlin, Aktie Lit. B 1.000 Mark 19.10.1922 (Auflage 57000, R 5) EF Gründung 1902 als “Einkaufsgenossenschaft der Apothekenbesitzer Berlins”. 1904 Umwandlung in die “Handelsgesellschaft deutscher Apotheker mbH”, seit 1921 AG. In rascher Folge wurden im ganzen Reich Zweigniederlassungen errichtet, so 1904 in München, 1905 in Köln, 1908 in Dresden, 1911 in Breslau und Hamburg, 1912 in Frankfurt (Main). 1906 Errichtung einer eigenen VerbandstoffFabrik, 1911 einer Fabrik für Ampullen. Gleichzeitig Ausbau der Abt. Reagenzien und der homöopathischen Abteilung. 1915 Bau einer Salbenfabrik. Ab 1922 auch Herstellung bakteriologischer Präparate. 1924 Errichtung einer Tabletten-, Dragier- und Pillenfabrik in Berlin-Reinickendorf. Für den riesigen Fuhrpark bestand sogar ein eigener Karosseriebaubetrieb (die 1920 gegründete Brandenburgische Automobil-Reparaturwerkstatt GmbH). 1950 Sitzverlegung nach Köln. Die AG ist bis heute börsennotiert und gehört mit fast 5 Mrd. € Jahresumsatz zu den führenden deutschen Pharmagroßhändlern. Großaktionär ist mit über 95 % die Familie Merckle in Blaubeuren.

Los 787

Schätzwert 125-200 €

Hallenbau Land und Stadt AG Magdeburg, Aktie Reihe A 1.000 RM 15.5.1939 (Auflage 135, R 8) EF Gründung 1922 zum Bau und Betrieb einer Halle um Ausstellungen und Versteigerungen von Vieh, landwirtschaftlichen Maschinen, Geräten und Produkten zu veranstalten. Die Halle wurde in einer Stahlbetonskelettkonstruktion errichtet. Großaktionär war zuletzt die Stadt Magdeburg. In den 50er Jahren als Sporthalle benutzt. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz

Nr. 788 Los 788

Nr. 807 Los 795

Schätzwert 350-450 €

Schätzwert 150-250 €

Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. KGaA

Hamburg-Bremer FeuerVersicherungs-Gesellschaft

Halle a. S., Aktie 20 RM 16.12.1924 (Auflage 10000, R 10) EF-.

Hamburg, Namensaktie 1.000 RM Sept. 1929 / 10.7.1935 (Umtausch kleinerer Nennwerte, Auflage nur 192 Stück, R 7) EF

Gründung 1866. 1895/96 prachtvoller Neubau des Bankgebäudes in der Grossen Steinstr. 75 mit säulengerahmtem Rundbogenportal in Neorennaissanceformen (im 2. WK bis auf das Erdgeschoß zerstört, 1993/94 nach alten Plänen rekonstruiert). 1908 Umwandlung in eine KGaA, die Aktien notierten in Berlin und Leipzig, bis 1934 auch in Halle. 1907-1928 Ausdehnung des Geschäfts auf ganz Mitteldeutschland durch Übernahme des Weißenfelser Bankvereins, der Gewerbebank in Gera, des Bankgeschäfts Gustav Heilbrun in Eisleben, des Creditvereins in Könnern, des Bankgeschäfts Kiesche & Spindler in Aschersleben, der Vorschußbank Schafstädt AG, der Volksbank Helbra eGmbH, des Bankhauses Julius Ritter in Eilenburg und des Bankhauses Rudolf Müller & Co. in Naumburg a.S. sowie Gründung von 13 weiteren Filialen von Ammendorf bis Staßfurt. 1945 wurde die Bank auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht geschlossen. 1964 Verlegung des Sitzes der KGaA nach Berlin, wodurch die Bank den Status einer “zur Zeit ruhenden Berliner Altbank” erhielt, Verwaltungssitz wurde Bad Godesberg. Die älteste verfügbare Emission dieser bedeutenden mitteldeutschen Privatbank war vorher völlig unbekannt, nur 3 Stücke wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Rückversicherung ausgegliedert (1889 durch Vereinigung rückgängig gemacht, 1892 erneut in eine eigenständige AG ausgegliedert). Von Anfang an Ausrichtung auf das Auslandsgeschäft mit Geschäftsstellen in Kopenhagen, Oslo, St. Thomas (Westindien), San Francisco, Hongkong, Habana, Mexico, London und Chicago. Durch die Erdbeben-Katastrophe in San Francisco 1906 wurde die Gesellschaft empfindlich getroffen, die zu regulierenden Schäden überschritten das Grundkapital. 1968 fusionierte die zu diesem Zeitpunkt älteste noch bestehende Hamburger Versicherung mit der 1857 gegr. Nord-Deutsche Versicherungs-AG zur “Nord-Deutsche und Hamburg-Bremer Versicherungs-AG”. Aus dieser Gesellschaft wird im Jahr 1975 die Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG. Heute ein Unternehmen der ERGO Versicherungsgruppe. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 791

Schätzwert 30-75 €

Hamburg-Bremer FeuerVersicherungs-Gesellschaft Hamburg, Namensaktie 1.000 RM Sept. 1929 (Auflage 510, R 3) EF+ Diese wie auch die folgenden identisch gestaltet.

Gegründet 1911 durch Siemens & Halske, AEG und Emil Rathenau, bedeutender Mitinitiator war der große Albert Ballin. 32 km Hochbahn und 235 km Straßenbahn in Normalspur. Begonnen hatte die Geschichte der Straßenbahn in Hamburg bereits 1866 als Pferdebahn, Dampfbetrieb ab 1879, elektrischer Betrieb ab 1894, Eröffnung der Hochbahn 1912. Später Übernahme mehrerer Vorortbahnen und der Alsterschifffahrt. Das größte Nahverkehrsunternehmen in Norddeutschland ist bis heute börsennotiert, Hauptaktionär ist indirekt der Hamburgische Staat.

Los 799

Hamburg, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 RM Juni 1938 (Auflage 5500, R 4) EF

Los 796

Schätzwert 100-225 €

Hamburg-Bremer Rückversicherungs-AG Hamburg, Aktie (Interimsschein) 1.000 Mark 1.10.1908 (Auflage 1000, R 6) EF Mit 8 Einzahlungsstempeln vesehen. Gegründet 1906 von der Hamburg-Bremer Feuer als Auffanggesellschaft für die „Hamburg-Bremer Allgemeine Rück“, die unter den Folgen der Erdbebenkatastrophe in San Francisco 1906 zusammengebrochen war. Börsennotiz: Freiverkehr Hamburg. 1980 verschmolzen mit der HIR Hamburger Internationale Rückversicherungs-AG (Konzerntochter der früheren Volksfürsorge Lebensversicherung AG); die HIR wurde 1982-84 “zerlegt”, teilverkauft; der Restmantel ist heute als HIR eine Chilington-Tochter und im run-off-Bereich tätig.

Los 800

Los 789

Schätzwert 200-250 €

Hallische Handelsbank AG Halle (Saale), Namensaktie 1.200 Mark 12.5.1920 (Blankette, R 9) EF-VF Gegründet 1907 unter der Firma Hallesche Viehmarktsbank AG, 1920 umbenannt in Hallische Handelsbank AG, 1922 nach Vereinigung mit der Gewerbebank eGmbH in Halle Weiterführung unter der Firma Gewerbe- und Handelsbank AG in Hall a.S. Im gleichen Jahr Übernahme der Hausbesitzerbank eGmbH. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 790

Schätzwert 125-175 €

Hamburg-Bremer FeuerVersicherungs-Gesellschaft Hamburg, Namensaktie 100 RM Nov. 1925 (Auflage 15000, R 9) VFGründung 1854. Das Rückversicherungsgeschäft wurde 1868 in die Hamburg-Bremer

Schätzwert 60-80 €

Handels- und Verkehrsbank AG Hamburg, Aktie 100 RM April 1925 (R 9) EF Gründung 1897 als „Viehmarktsbank“, 1906 Umfirmierung wie oben. 1929 Übernahme der Seehandelsbank AG, Altona, die als Filiale weitergeführt wurde. 1951 Vergleich und dann abgewickelt. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 801

Los 792

Schätzwert 20-60 €

Hamburger Hochbahn AG

Schätzwert 60-80 €

Handels- und Verkehrsbank AG

Schätzwert 100-150 €

Hamburg, Sammelaktie 5 x 100 RM April 1925 (R 8) EF-VF

Hamburg-Bremer FeuerVersicherungs-Gesellschaft

Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Hamburg, Namensaktie 1.000 RM Sept. 1929 / 4.7.1933 (R 9) EF 1942 umgestellt auf 500 RM. Los 793

Schätzwert 100-150 €

Los 797

Schätzwert 50-100 €

Hamburg-Bremer FeuerVersicherungs-Gesellschaft

Hamburg-Bremer Rückversicherungs-AG

Hamburg, Namensaktie 1.000 RM Sept. 1929 / 3.7.1937 (R 9) EF

Hamburg, Zwischenschein 100 RM Juli 1926 (Auflage 5000, R 4) EF

1942 umgestellt auf 500 RM.

Mit 7 Einzahlungsstempeln versehen.

Los 794

Los 798

Schätzwert 100-150 €

Schätzwert 20-60 €

Hamburger Hochbahn AG

Los 802

Hamburg, Namensaktie 1.000 RM Sept. 1929 / 20.1.1938 (R 9) EF

Hamburg, A-Aktie Em. VI 1.000 Mark Juli 1923 (Auflage 100000, R 1, davon aber rd. die Hälfte in 5er-Urkunden verbrieft) EF

Handels- und Verkehrsbank AG

1942 umgestellt auf 500 RM.

Großformatig. Breiter Ornamentrahmen.

Etwas andere Gestaltung.

Hamburg-Bremer FeuerVersicherungs-Gesellschaft

Schätzwert 100-125 €

Hamburg, Sammelaktie 10 x 100 RM Okt. 1940 (R 7) EF+

81

20. Jh. hat es dort, zeitgenössischen Fotos nach zu urteilen, mit Bohrtürmen und Öltanks ausgesehen wie auf den amerikanischen Ölfeldern, weshalb man den Landstrich damals auch “Preussisch Pennsylvania” nannte.

Los 803

Schätzwert 30-60 €

Handelsbank AG Berlin, Na.-VZ-Aktie 1.000 Mark 1.7.1923 (Auflage 16000, R 1) EF Gründung 1893 als Berliner Viehcommissionsund Wechsel-Bank durch die führenden Berliner Fleischermeister. 1920 Umfirmierung wie oben. 1922 wurde die Viehagentur-Abteilung als “Berliner Viehverkehrs-Bank AG” ausgegründet. Letzter Großaktionär war die Bayer. Hypotheken- & Wechselbank. 1932 im Sog der Weltwirtschaftskrise Zahlungseinstellung, Zwangsvergleich mit 30 %iger Quotengarantie der (zu dieser Zeit staatseigenen) Dresdner Bank, anschließend in Liquidation.

Los 806

Schätzwert 50-125 €

Handelsgesellschaft für Grundbesitz Berlin, Aktie 1.000 Mark 28.5.1900 (Auflage 1000, R 3) VF Gründung 1898. Gehörte zum Einflussbereich der Berliner Handels-Gesellschaft, bestand bis 1950. Besitztum: über 500.000 qm Grundstücke beiderseits des Hohenzollerndamms, ferner eine große Zahl von einzelnen Hausgrundstücken und Beteiligungen an verwandten Unternehmen.

Los 807

Schätzwert 600-750 €

Handelsstätte Niederwallstrasse AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 1.2.1911 (Auflage nur 100 Stück, R 9) VF. Sehr großformatig (42 x 31 cm), schöne Umrahmung im Historismus-Stil. Gegründet 1910 u.a. durch die ImmobilienVerwertungs- und Hypotheken-Verkehrs-GmbH zwecks Erwerb und Verwaltung der Grundstücke Niederwallstraße 18, 19 und 20. Der ursprüngliche Zweck der Verwaltung von Einzelhandelsimmobilien erfuhr 1919 eine gründliche Wandlung: Erst umbenannt in “PETRA Handelsstätte für Schwachstromtechnik AG”, wenige Wochen später in “Petra AG für Elektromechanik”. Nunmehr wurden kinotechnische Erzeugnisse hergestellt. 1928 von Amts wegen gelöscht. Interessanter, vorher völlig unbekannt gewesener Berliner Wert. Los 804

Los 809

Schätzwert 30-75 €

Hanfwerke Füssen-Immenstadt AG Füssen, Aktie 1.000 Mark 25.10.1921 (Auflage 10000, R 3) EF Gründung 1861 als „Mechanische Seilerwarenfabrik Füssen“ auf der Basis der Wasserkräfte des Lech. 1920 Umfirmierung in “Hanfwerke Füssen-Immenstadt AG” anlässlich der Fusion mit der 1855/57 gegründeten „Mechanischen Bindfadenfabrik Immenstadt“, die auf den Wasserkräften des Großen und Kleinen Albsees basierte (beide Seen waren übrigens bis zur Übernahme durch den Freistaat Bayern in den 1950er Jahren Privatbesitz der HFI). Erzeugnisse: Garne, technische Schnüre, Bindfaden, Erntebindegarne. Ein bedeutendes Unternehmen: Etwa die Hälfte der gesamten Produktion der deutschen Hanfspinnereien und Bindfadenfabriken war hier vereinigt. Nach dem Krieg wurde das Produktionsprogramm in Füssen um PVC-ummantelte Leinen sowie Selbstklebebänder erweitert, in Immenstadt entstand 1961 ein Kunsttoffwerk. Börsennotiz München und Frankfurt, größter Aktionär mit über 25 % war zuletzt die Hypobank. 1970 erwirbt der Augsburger Maurermeister Hans Glöggler die Aktienmehrheit, der dabei ist, die größte deutsche Textilgruppe aufzubauen. Das hochspekulative Kartenhaus Glögglers stürzte und endete 1976 im Konkurs der Glöggler-Gruppe, anschließend verschwindet die HFI aus den Handbüchern.

Schätzwert 275-350 €

Los 811

Schätzwert 300-400 €

Hannoversche Gummiwerke „Excelsior“ AG Hannover-Limmer, Aktie 1.000 Mark 27.9.1920 (Auflage 6700, R 9) VF+. Dekoratives Papier mit schöner Umrandung und kalligraphischen Verzierungen. Gegründet 1862, AG seit 1883 unter der Firma Hannoversche Gummi-Kamm-Compagnie, 1912 umbenannt wie oben. Herstellung chirurg. und techn. Artikel, Kamm-, Kurz- und Spielwaren aller Art aus Gummi und Guttapercha, besonders von Excelsior-Bereifung für Fahrräder, Motorräder und Automobile, ferner Massivreifen für Lastkraftwagen. Die Firma hatte zuletzt 6000 Beschäftigte und ein eigenes Elektrizitätswerk. 1928 mit der Continental Gummi-Werke AG, Hannover (heute Continental AG) fusioniert.

Handelsgesellschaft Fleischerverband AG (Haflag) Berlin, Namensaktie 1.000 Mark 1.7.1923 (Auflage 30000, R 11), ausgestellt auf die Handelsbank AG Berlin VF Gründung 1918. Betrieb von Geschäften jeder Art, die zur Förderung der Fleischversorgung geeignet waren. 1925 bestand eine Zweigniederlasssung in Hamburg. 1929 Verschmelzungsvertrag, wonach das Vermögen der Handelsgesellschaft als Ganzes auf die Habufema, Handelsgesellschaft für Butter, Fette und Margarine mbH zu Hamburg überging. Aktien dieser Ges. waren zuvor völlig unbekannt.

Los 812

Schätzwert 50-125 €

Hannoversche Kaliwerke AG Los 808

Schätzwert 50-100 €

Handelsvereinigung Dietz & Richter - Gebrüder Lodde AG Leipzig, VZ-Aktie 100 RM 12.8.1925 (Auflage 200, R 5) EF

Los 805

Schätzwert 200-250 €

Handelsgesellschaft Fleischerverband AG (Haflag) Berlin, Namens-VZ-Aktie 5 RM 15.12.1925 (Auflage 600, R 10), ausgestellt auf Georg Ohl, Würzburg EF+

82

Die Firma Dietz & Richter wurde bereits 1807 gegründet, 1920 Vereinigung mit der Drogengroßhandlung Gebr. Lodde. Großhandel in Drogen, Chemikalien und Pharmazeutika. 1922 Umwandlung in AG, zugleich Übernahme der seit 1835 bestehenden Firma Frölich & Co. in Münster (Westf.), die 1928 eine weitere Niederlassung in Hagen errichtete. 1934 Übernahme der Firma C. F. Cyriax & Co. und Pharmagotha in Gotha. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. Nach Enteignung der mitteldeutschen Betriebe 1953 Sitzverlegung nach Münster (Westf.). Die Niederlassung Hagen wurde 1954 im Zuge der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung der Familienaktionäre der Familie Lodde übertragen. Mehrheitsaktionär ist danach der Apotheker Wiljelm Flach, später die Pharca GmbH in Essen, die am Ende fast 99 % der Aktien besitzt (gehört zum Pharmagroßhändler Noweda eG). Die von rd. 100 Mitarbeitern erzielten Umsätze steigen rasant, wobei vor allem 1983/84 ein Sprung von 60 auf 93 Mio. DM in’s Auge fällt. 1975 vollständig in die Noweda eG eingegliedert.

Los 810

Schätzwert 225-300 €

Hannoversche Erdölund Terrain-Gesellschaft Braunschweig, Namens-Anteilschein 1 Anteil 11.3.1927 (Auflage 6000, R 10) VF+ In der Gegend nördlich von Braunschweig wird bis heute Erdöl gefördert. Um die Wende zum

Oedesse, Aktie 100 RM 8.5.1928 (Auflage 10500, R 5) EF Gründung 1900, Firmensitz ab 1914 in Oedesse bei Peine. Betrieben wurden Kaligruben in den Gemeinden Oedesse, Eddesse, Wendesse, Edemissen und Dollbergen. Dem Aufsichtsrat gehörte u.a. der bedeutende Bankier Dr. Arthur Salomonsohn an. 1925 Übertragung der Kali-

Anlagen der Hannoverschen Kaliwerke in Oedesse um 1910

Los 822

Schätzwert 20-60 €

Harburger Gummiwaren-Fabrik Phoenix AG Hamburg-Harburg, Aktie 1.000 RM Jan. 1942 (Auflage 1300, R 2) EF

Nr. 813

Nr. 817 Los 819

quote auf den Aschersleben-Konzern. 1936 sind die Betriebsanlagen durch das Ersaufen des Schachtes stillgelegt worden. 1937 auf Abbruch verkauft. Aktien dieses Bergbauunternehmens waren zuvor ganz unbekannt.

Los 813

Schätzwert 100-125 €

Hansa- und Gewerbebank AG Magdeburg, Aktie 1.000 Mark Reihe A Okt. 1923 (Auflage 25000, R 8) EF Gründung durch den Bankier Wilhelm Klimpt im Verein mit acht weiteren Magdeburgern zur Übernahme des von ihm betriebenen Privatbankhauses. Schon 1926 wieder in Liquidation. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 300-400 €

Gründung 1872 durch Vereinigung der seit 1856 bestehenden Harburger Gummiwarenfabrik Menier und der 1811 gegründeten Gummiwarenfabrik J.N. Reithoffer in Wien (der ältesten Fabrik ihrer Art des Kontinents) als “Vereinigte Gummiwaaren-Fabriken Harburg-Wien vormals MenierJ.N. Reithoffer”. 1922 Umfirmierung wie oben nach Abtrennung des österreichischen Werkes. Produkte: Reifen, Gummischuhe, technische Artikel, chirurgische Gummiwaren, Spiel- und Sportbälle, gummierte Gewebe für die Bekleidungsbranche. 1952 wurde der Firestone Tire & Rubber Co., Akron/Ohio, eine 25 %ige Beteiligung eingeräumt, im Gegenzug durfte Phoenix alle Firestone-Patente uneingeschränkt nutzen. 1961 zwecks Expansion Übernahme des benachbarten Geländes der Ver. Jute-Spinnereien und Webereien AG. 1978 Umfirmierung in Phoenix AG. Mit Werken in HH-Harburg, Hildesheim, Reinsdorf (bei Helmstedt), Sterbfritz (Oberhessen) Waltershausen (ehem. VEB Gummiwerke Thüringen) und Sauzet (Frankreich) dann vor allem Zulieferer von Formteilen für die Automobilindustrie. 2003 vom Rivalen Continental-Gummiwerke aus Hannover übernommen.

Hannoversche Kaliwerke AG Oedesse, Aktie 1.000 RM 8.5.1928 (Auflage 1050, R 10) VF+ Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist das letzte noch verfügbare.

Nr. 815

Los 820

Schätzwert 150-200 €

Hanseatische Stuhlrohrfabriken Rümcker & Ude AG Bergedorf-Hamburg, Aktie 100 RM März 1937 (Auflage 200, R 8) VF

Los 816

Schätzwert 30-75 €

Hans Eitner AG Leipzig, Aktie 100 RM Jan. 1934 (Auflage 1200, R 4) EF

Hannoversche Portland-Cementfabrik AG

Gründung 1866, AG seit 1922. Betrieb einer Spedition mit eigenen Lagerhäusern sowie Möbeltransporte, außerdem Großhandel mit Landesprodukten, Saat- und Speisekartoffeln. Börsen-Notiz: Freiverkehr Leipzig.

Hannover, Aktie 1.000 Mark 27.6.1884. Gründeraktie (Auflage 750, R 5) VF-

Los 817

Los 814

Schätzwert 125-250 €

Originalunterschriften der Firmengründer Friedrich Kuhlemann als Aufsichtsrath und Albert Meyerstein als Vorstand. 1873 kauften Friedrich Kuhlemann und Albert Meyerstein eine auf den reichen Misburger Mergelvorkommen fußende Kalkbrennerei nördlich der Güterbahn Hannover-Lehrte, 1877 begannen sie auf dem Gelände den Bau der Hannoverschen Portland-Cementfabrik (HPC). Es war die erste der später sechs Zementfabriken im Raum Misburg. 1884 Umwandlung in eine AG. Die Zementfabrik, die durch einen eigenen Stichkanal an den Mittellandkanal angeschlossen war, produzierte mehr als ein Jahrhundert lang. 1988 wurde die Klinkerproduktion eingestellt, der Steinbruch wird seitdem gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover renaturiert, das Mahlwerk wurde an den Großaktionär Teutonia Zementwerk AG verpachtet. Über Generationen im Familienbesitz, 2004 ging dann die Aktienmehrheit von Teutonia und damit auch von HPC an den HeidelbergCement-Konzern. Ende 2006 squeeze-out der wenigen noch verbliebenen Kleinaktionäre.

Gründung 1860 in Bremen, AG seit 1912 durch Übernahme der Firmen H.W. Rümcker und Rudolf Ude & Co. Sitzverlegung im Mai 1927 nach Hamburg. Die Gesellschaft verarbeitete vor allem Peddig-Rohr und Malaccastöcke. 1963 wurde das Vermögen auf die KG Hamburg-Bergedorfer Stuhlrohrfabrik von Rud. Sieverts übertragen, die AG erlosch im selben Jahr.

Schätzwert 300-400 €

Hansa AG Frankfurt a. M., Aktie 100 RM Juli 1942 (Auflage 520, R 11) EF+ Gründung 1921. Warenhäuser in Frankfurt a.M. (Zeil 101/105 und Leipziger Str. 51), Mannheim E 1, Hanau (Fahrstr. 36) und Pforzheim (Westl. Karlfriedrichstr. 17). Börsennotiz Frankfurt. Nach dem 2. Weltkrieg Wiederaufbau des bei Fliegerangriffen beschädigten Warenhauses in Frankfurt, Zeil 90-94, 1952 Verkauf an die Hertie GmbH (später KarstadtQuelle bzw Arcandor). Nur 2 Stück dieses Nennwertes wurden im Reichsbankschatz gefunden, dies ist das letzte verfügbare. Los 818

Schätzwert 30-80 €

Hansa AG

Los 821

Los 823

Schätzwert 75-125 €

Harmonie-Gesellschaft Magdeburg, Schuldv. 500 Mark 13.3.1907 (R 7) EF Teil einer Anleihe zur Finanzierung des Gesellschaftshauses in der Kaiserstr. 64, das nach Art eines englischen Clubs betrieben wurde. Sehr schöne Jugendstilgestaltung. Gründung bereits 1783. Die Harmonie-Gesellschaft bezweckte die Beförderung des geselligen Vergnügens, besonders durch Unterhaltung, Lektüre, Spiele, Konzerte nd Bälle. 1907 erwarb der Verein als neues Domizil die sogenannte Klusemannsche Villa in der Otto-von-Guericke-Str. 64. Die Gesellschaft hatte zu dieser Zeit 400 bis 500 Mitglieder und bestand bis zum Ende des 2. Weltkrieges. Im April 1945 richtetn US-amerikanische Truppen hier ein Theater ein. Bis heute erfolgt die Nutzung des Gebäudes als Spielstätte des “theater magdeburg”.

Schätzwert 30-75 €

Harburger Eisen- und Bronzewerke AG Harburg-Wilhelmsburg, Aktie 100 RM März 1938 (Auflage 537, R 4) EF Gründung 1921 als G. u. R. Koeber´s Eisenund Bronzewerke (1856) und Maschinenfabrik H. Eddelbüttel (1858). AG seit 1910. Herstellung von Anlagen für Oel-Verarbeitung, Speisefett- und Margarinefabriken und die Gummiindustrie. Börsennotiz Berlin und Hamburg, Großaktionär war die Friedr. Krupp Grusonwerk AG Magdeburg.

Frankfurt a.M., Aktie 1.000 RM Juli 1942 (Auflage 548, R 4) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 824

Schätzwert 30-60 €

Harmonie-Gesellschaft e. V. Mannheim, Schuldschein 100 RM 1.4.1926 (Auflage 1500, R 5) VF

Los 815

Schätzwert 75-150 €

Hannoversche Portland-Cementfabrik AG Hannover, Aktie 1.000 Mark 15.11.1904 (Auflage 800, R 4) VF+ Etwas andere Gestaltung als voriger Titel. Nr. 819

Nr. 822

1803 Gründung der Lesegesellschaft “Casino” durch 134 Mannheimer Bürger und Adlige um in geselliger Runde Literatur, Kunst und Musik zu pflegen. 1813 Vereinigung mit der “MuseumsGesellschaft” unter dem bis heute bestehenden Namen “Harmonie-Gesellschaft”. 1951/52 Wiederaufbau mit rund 90 Mitgliedern.

83

Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern. Die hierfür eingesetzten Wirbelschlagmühlen führen aufgrund der erheblichen Lärmbelästigung zu großen Umweltproblemen und werden deshalb zumindest in den westlichen Ländern nicht mehr eingesetzt.

Nr. 829

Los 830

Schätzwert 75-150 €

Haus- und Grundstücksverwertungs-AG Essen-Steele, Aktie 1.000 RM Jan. 1939 (Auflage nur 100 Stück, R 6) EF Los 828

Schätzwert 60-75 €

Hauptstadt Breslau

Gründung 1921 als Westdeutsche IndustriebauAG (Wibag), 1929 umbenannt wie oben. Der Gesellschaft gehörten Basalt- und GrauwackeSteinbrüche sowie einige Arbeiterkolonien.

Breslau, 8 % Schuldv. 5.000 RM April 1928 (R 8) EF-VF Anleihe über 6 Mio. RM zur Förderung des Wohnungsbaues. Nur 20 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 825

Nr. 825 Los 827 Schätzwert 800-1000 €

Los 829 Schätzwert 30-75 €

Schätzwert 125-175 €

Haus der Landwirte Altenburg (rechtsfähiger Verein)

Hartsteinwerk Fuchsberg GmbH

Hartstoff-Metall AG (Hametag)

Buchwitz / Salzwedel, NamensGeschäfts-Anteilschein 500 Mark 1.1.1910 (R 11), ausgestellt auf Herrn Heinrich Lenz, Gastwirt zu Buchwitz VF

Berlin-Cöpenick, Aktie 1.000 RM 28.6.1927 (Auflage 450, R 4) EF-VF

Altenburg (S.-A.), Namens-Anteilschein 500 Mark 1.10.1921 (R 7) EF-VF

Gegründet 1923 zwecks Fabrikation von Hartstoffen aus Metall- und anderen Pulvern. Hierbei wurden Metallspäne aus der spanabhebenden Fertigung als Ausgangsprodukt eingesetzt. Das Hametag-Verfahren ist eines der ältesten

Hübsche Umrandung aus Äpfeln, Birnen und Weintrauben. Originalunterschriften. Sitz der Gesellschaft war Weibermarkt 15/16 in Altenburg.

Große dekorative Abb. der Fabrik mit rauchendem Schornstein. Die Betriebseröffnung der 20 km langen Schmalspurbahn Salzwedel-Badel durch die Salzwedeler Kleinbahn Südost GmbH im Jahr 1902 begünstigte die Ansiedlung von Industriebetrieben an der Bahnstrecke. So wurde 1909 beim Bahnhof Fuchsberg (6 km südöstlich von Salzwedel) ein Hartsteinwerk eröffnet und sorgte für eine deutliche Steigerung des Güterverkehrs auf der Kleinbahnstrecke. Die spätere Nutzung der Baulichkeiten kündigte sich 1935 an: In diesem Jahr wurde am Bahnhof Fuchsberg der Flugplatz Salzwedel entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrages zu einem Luftwaffenstützpunkt ausgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Liegenschaft des früheren Hartsteinwerks dann ein Standort der DDRGrenztruppen, heute ist es ein Standort des THW. In dem ehemaligen Steinbruch mitten in einem Wasserschutzgebiet ist heute ein vor allem bei Anglern sehr beliebter See entstanden. Vorher ganz unbekannt gewesene Gründeremission, nur 2 Stück wurden im Reichsbankschatz gefunden.

Los 826

Los 831

Anderten bei Hannover, Aktie 500 RM Juni 1933 (Auflage 1484, R 5) EF Gründung 1857, AG seit 1859 (ab 1930 Namenszusatz „Heag“ Hannoversche Eisengieße-

Schätzwert 400-500 €

Hartstein- und Extraktionswerk Fuchsberg GmbH Salzwedel, Namens-Geschäfts-Anteilschein 2 x 500 Mark 25.7.1920 (R 11), ausgestellt auf Herrn Wilhelm Gagelmann, Ackergutsbesitzer und Amtsvorsteher zu Lüge VF Originalunterschriften. Ebenfalls vorher unbekannt gewesen, nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz. Nr. 826 84

Schätzwert 50-100 €

HEAG Hannoversche Eisengiesserei und Maschinenfabrik AG

Nr. 834

Anlagen der Martin Kink & Co. Heinrichsthaler Papierfabrik. Börsennotiz Wien. 1941 zusätzlich Inbetriebnahme einer Spritfabrik. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

rei und Maschinenfabrik AG). Drei Abteilungen: Gießerei, Landmaschinenbau (Mäher, Heuwender, Kartoffelernter, Ackerwagen) und Rohrreinigung (reinigte nach patentierten Verfahren Rohrleitungsnetze bis 1.000 mm Durchmesser). Börsennotiz Hannover. 1953 Vergleich, 1955 Anschlußkonkurs.

Los 836

Schätzwert 30-75 €

Heimat-Verlag für Schule und Haus GmbH Halle a.d. Saale, Anteilschein 50 Mark 1.2.1925 (R 5) EF

Los 843

Curt Mücke (1885-1940), deutscher Maler und Grafiker aus Sondershausen arbeitete für den Verlag als Illustrator. Los 832

Crimmitschau, Namens-Aktie 1.000 RM 1.3.1926 (Auflage 405, R 6) VF-

Schätzwert 40-100 €

Hebezeug & Motorenfabrik AG Karlsruhe-Bulach , Aktie 100 RM 15.12.1926 (Auflage 950, R 3) EF

Los 840

Gegründet 1921 als Labor Apparatebau AG mit Sitz in Berlin-Tempelhof. Bau von Starkstromapparaten und Handel mit diesen. Beteiligt an der Schindler Aufzügefabrik GmbH, Berlin (40%).

Heinsberg Rhld., Namens-Aktie 100 RM 1.6.1940 (Auflage 1740, R 10) VF-

Schätzwert 30-75 €

Heinrich Dietel AG Wilkau, Aktie 1.000 RM 2.1.1928 (Auflage 3000, R 3) UNC-EF

Los 833

Schätzwert 150-200 €

Heckert & Co. AG Halle a.d. Saale, Aktie 1.000 Mark Nov. 1921. Gründeraktie (Auflage 12000, R 8) EF-VF Gegründet 1921 mit Sitz in Berlin zwecks Herstellung und Großhandel sämtlicher Erzeugnissen der Glas- und Porzellanindustrie, insbesondere Pachtung sämtlicher Betriebe der Firma Heckert & Co. Glasgroßhandlung, Halle a.d.Saale. 1922 Sitzverlegung nach Halle a.d.Saale und gleichzeitig Einrichtung einer Filiale in Königsberg i.Pr. Ebenfalls 1922 kam es zu Differenzen in der Verwaltung, die in der Entlassung und kurz darauf Wiedereinstellung des Vorstands Arno Heckert gipfelten. Entsprechend sackte der Kurs der in Halle a.S. und Leipzig börsennotierten AG bis Ende 1923 auf nur noch 1,7 % des Nennwertes ab. 1924 Konkurseröffnung. Los 834

Schätzwert 400-500 €

Heegermühler Klinker-Werke AG Eberswalde, Aktie 1.000 Mark 10.12.1910 (Auflage 450, R 8) UNC-EF Originalunterschriften. Gründung im Aug. 1910 zwecks Erwerb, Bau und Betrieb von Ziegel- und Klinkerwerken. Bereits 1915 findet die Gesellschaft keine Erwähnung mehr in den Handbüchern. Kupons ab 1912 anhängend.

Schätzwert 125-175 €

Heinsberger Volksbank

Los 837

Schätzwert 100-175 €

Hermann Gubelt AG Tolle Art Déco-Gestaltung. Gründung als AG im Okt. 1923 zur Übernahme des 1868 gegründeten Unternehmens. Herstellung von Tuchen und verwandten Erzeugnissen. Eine reine Familien-AG, nach dem Krieg nicht verlagert, existierte noch bis 1953.

Gründung 1874 als Genossenschaft, seit 1891 AG. 1940 erfolgte der Umtausch der bis dahin auf 20 RM lautenden Aktien und in diesem Zusammenhang der komplette Neudruck der Aktienurkunden. Noch heute bestehende Bank. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist das letzte noch verfügbare. Zwei rostbedingte Fehlstellen, Schätzpreis deshalb halbiert.

1941 Nennwert umgestellt auf 1.500 RM. Gegründet am 12.9.1927 unter Übernahme und Fortführung der KG gleichen Namens. Betrieb einer Kammgarnspinnerei und Wollkämmerei. Firmenmantel: 1965 verlagert nach Stuttgart, seit 1969 GmbH. Betrieb: ab 1946 VEB Zwickauer Kammgarnspinnerei Wilkau-Haßlau, Werk Silberstraße. Heute Zwickauer Kammgarn GmbH.

Los 844

Schätzwert 20-60 €

Hermann Herzog & Co. AG Neugersdorf, Aktie 1.000 RM Juni 1934 (Auflage 1800, R 2) EF G & D-Druck. Mit Firmensignet. Bereits 1844 gründet Christian Friedrich Herzog als drittälteste in der Stadt seine Textilfabrik. AG seit 1911. Produktion u.a. von Verdeckstoffen, Futterstoffen u. Schonstoffen für die Automobilindustrie, Regenmantel- und Tropenanzugsstoffen. Noch heute als “Heytex Neugersdorf GmbH” bestehender Betrieb.

Los 841

Schätzwert 100-150 €

Heldburg AG Hannover, 5 % Genussrechtsurkunde 100 RM 2.1.1926 (R 11) VF-F Los 838

Schätzwert 75-150 €

Heinrich Kämper Motorenfabrik AG Berlin-Marienfelde, Aktie 200 RM Juli 1934 (Auflage 300, R 5) EF Gründung 1901, AG seit 1921. Schon kurz nach der Jahrhundertwende baute Kämper Einbauaggregate für Boots- und Fahrzeugantrieb. 1905/06 baute Kämper auch komplette Automobile. Seine Vierzylinder-Wagen wurden mit Vorliebe als Taxis eingesetzt. Ab ca. 1910 hauptsächlich Herstellung und Vertrieb von Dieselmotoren für Nutzfahrzeuge. Kämper belieferte u.a. den schwedischen Automobilbauer Scania (später SAAB-Scania) mit Motoren für einen kettenbetriebenen Lastwagen. 1936-1942 firmierte die Gesellschaft als Kämper Motoren AG, bis 1948 als Demag Motorenwerke AG, danach wieder Kämper Motoren AG, ab 1951 Kämper-Motoren GmbH, ab 1960 Kämper-Maschinenbau-GmbH, Berlin-West.

Gegründet 1902 von dem Komm.-Rat Jul. Ribbert, der das gesamte AK der Ges. übernahm. In die AG wurden eingebracht das Kaliwerk Eime (später Gew. Frisch Glück), die Gew. Wilhelmshall-Oelsburg und die Kali-Gew. Bernhardshall. Die Ges. gehörte zum Gumpel-Konzern. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 845

Schätzwert 50-125 €

Hermann Köhler AG Altenburg, Aktie 100 RM Nov. 1939 (Auflage 200, R 5) EF Gründung 1921. Herstellung von Nähmaschinen. 1923 Angliederung der Möbelfabrik AG Pößneck. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig. 1945 Fusion der Firmen Hermann Köhler AG, Dietrich & Co. und Winselmann zum Nähmaschinenwerk Altenburg. Nach der Verstaatlichung in der DDR VEB Nähmaschinenwerk Altenburg, nach der Privatisierung 1990 ALTIN Nähtechnik GmbH.

Los 842

Schätzwert 30-75 €

Hermann Bergfeld AG Elberfeld, Aktie (Kleinformat) 1.000 Mark 1.12.1922 (R 5) UNC-EF Los 835

Schätzwert 30-75 €

Heidenauer Papierfabrik AG Heidenau (Sachs.), Aktie 1.000 RM April 1938 (Auflage 1600, R 4) EF+

Los 839

Schätzwert 225-300 €

Gründung 1888 als Hasseröder Maschinenpapierfabrik AG. 1903 Ankauf der Papier- und Cellulose-Fabriken AG in Heidenau (Sachsen), 1922 Umfirmierung und Sitzverlegung dorthin.

Heinrichsthal-Wüstseibersdorf, Aktie 100 RM April 1942 (Auflage 1500, R 8) EF-

Heinrichsthaler Papierfabrik AG Gründung 1908 in Prag durch die CA-Bankverein und Leykam-Josefstal zur Übernahme der

Eingetragen am 25.6.1923. Gründung am 19.4.1922 nach Übernahme der Firma Hermann Bergfeld oHG, eingetragen am 20.6.1922. Firmenname bis 21.11.1922: Deutsche Metall- & Pfeifenindustrie AG. 1925 Sitzverlegung nach Ronsdorf. Durch betrügerische Wechseltransaktionen des Vorstandes Carl Becker jun. kam die Gesellschaft in ernsthafte Schwierigkeiten, von denen sie sich nicht mehr erholen konnte und mußte 1927 liquidiert werden.

Los 846

Schätzwert 100-125 €

Hermann Meyer AG Köln, Aktie 3.000 Mark Dez. 1922 (Auflage 10000, R 7) VF Gründung 1917. Herstellung von Tuch- und Textilwaren, Großhandel mit Waren der Tuchmanufaktur und Bekleidungsbranche. 1921 Übernahme der Herrentuchfabrik J. Weber Söhne in Eu85

1964 GmbH, 1967 aufgelöst. Das Werk in der DDR ab 1946 als VEB WMW Hille weiter geführt, ab 1952 VEB Feinstmaschinenwerk, 1959 VEB MIKROMAT, 1990 Mikromat Werkzeugmaschinenfabrik GmbH.

skirchen. Zweigniederlassungen in Ober-Mylau i.V. und Euskirchen Rhld. Notiz im Freiverkehr Berlin, Frankfurt/M., Hamburg und Köln.

Los 850

Schätzwert 30-75 €

Hespoha AG für finanzielle Beteiligungen Berlin, Aktie 1.000 Mark 23.1.1923. Gründeraktie (Auflage 1800, R 3) EF Los 847

Schätzwert 30-75 €

Hermann Schött AG Rheydt, Aktie 1.000 RM Jan. 1939 (Auflage 731, R 4) UNC-EF Eines der weltweit ältesten Unternehmen der graphischen Industrie, gegründet bereits 1818, AG seit 1899. Die Großdruckerei beschäftigte zuletzt um die 400 Leute und war auf den Druck von Zigarrenbanderolen, Zigarrenkistenetiketten, Schokoladeumschläge, Pralinenpackungen, Plakate, Wein- und Liköretiketten sowie Faltschachteln aller Art spezialisiert. Börsennotiz: Freiverkehr Düsseldorf. 1982 Konkurs.

Gründung durch das jüdische Privatbankhaus Herz, Sponholz & Co. (Berlin) 1923 in Glauchau, im gleichen Jahr Sitzverlegungen erst nach Berlin und dann nach München, 1929 wieder zurück nach Berlin. Zweck: Finanzielle Beteiligung an gewerblichen und Handelsunternehmungen jeder Art. 1942 Mitgründer der Prolignit AG, die in Horrem (Bez. Köln) ein Braunkohlenschwelwerk betrieb. 1956 von Amts wegen gelöscht.

Los 851

Los 856 Los 853

Schätzwert 100-150 €

Heyligenstadt & Comp. Werkzeugmaschinenfabrik u. Eisengiesserei AG Giessen, 4,5 % Genussrechtsurkunde 100 RM Aug. 1926 (R 10) VF Die 1911 gegründete AG übernahm die Fabrik der Firma Heyligenstaedt & Co. im Aulweg 51-55 mit über 300 Arbeitern. Mit Dividenden bis zu 20 % für die damalige Zeit ungewöhnlich rentabel. Die Aktien waren in Frankfurt börsennotiert. In der Weltwirtschaftskrise wurde der AG ein größerer Kredit gekündigt, eine Ersatzfinanzierung fand sich nicht, deshalb 1930 in Konkurs gegangen.

Hernsheim & Co. AG Hamburg, Aktie 300 RM 11.8.1934 (Auflage 330, R 5) UNC-EF. Gegründet 1909. Die Kolonialgesellschaft besaß Niederlassungen auf den Admiralitäts-Inseln und dem Kaiser-Wilhelms-Land (Neuguinea), die aber nach dem 1. Weltkrieg von Australien beschlagnahmt wurden. Später Betrieb der Oelpalmen-Pflanzung Edea in Kamerun. Seit 1938 in Liquidation. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1922. Kommission, Spedition und Lagerhausgeschäfte im Interesse der dem Landesverband des Hessischen Einzelhandels unmittelbar oder mittelbar angeschlossenen Firmen, Großhandel mit Kolonialwaren, Lebensmitteln und Feinkost. 1950 Vergleichsverfahren. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 852

Gründung 1906 in Muskau zur Übernahme der Glasfabriken der oHG Hirsch, Janke & Co. und der Malky, Müller & Co. GmbH in Weisswasser. Nach 1945 enteignet und der Betrieb in VEB Glasfabrik Freiheit umbenannt. Nach einem Jahr stillgelegt.

Schätzwert 20-75 €

Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG Berlin, Aktie 1.000 RM Febr. 1933 (Auflage 12500, R 2) EF

Darmstadt, Namensaktie 20 Goldmark 1.1.1924 (Auflage 1750, R 8) VF+ Schätzwert 40-60 €

Weißwasser O.-L., Aktie 5 x 20 RM Juni 1925 (R 4) EF

Los 857

Schätzwert 100-150 €

Hessenkauf AG

Los 848

Schätzwert 20-60 €

Hirsch, Janke & Co. AG

Los 854

Schätzwert 40-100 €

Hilgers AG Rheinbrohl, Aktie 1.000 RM Juni 1942 (Auflage 400, R 4) UNC-EF Gründung 1867 in Rheinbrohl, 1888 Umwandlung in die “AG für Verzinkerei und Eisenkonstruktion vorm. Jacob Hilgers”. Herstellung von Stahlhoch- und Brückenbauten, Behältern und Apparaten insbesondere für die Chemieindustrie, Tanks, Wellblechen, Stahlfenstern und toren, Transportanlagen, Kränen und Rührwerken. Außerdem Betrieb der Hilgers-Werft, auf der bis zu den größten Abmessungen hunderte von Rheinschiffen fertiggestellt wurden. 1911 Fusion mit der AG für Brückenbau, Tiefbohrung und Eisenkonstruktionen, Neuwied (als Werk II weitergeführt). 1921 Erwerb des Stanz- und Emaillierwerkes “Moguntia” in Mainz-Kostheim (schon 1922 wieder veräußert). 1927 Umfirmierung in Hilgers AG. Die börsennotierte Hilgers AG (über 98 % der Aktien hielt zuletzt die DSD Dillinger Stahlbau GmbH, Saarlouis) wurde 2004 in die DSD Stahlbau GmbH umgewandelt und gehört zur MAN-Ferrostaal Gruppe.

Abb. Hirsche als Firmensignet. Gründung 1906 unter Übernahme des Kupferwerks in Ilsenburg am Harz und des Messingwerks bei Eberswalde von der oHG Aron Hirsch & Sohn in Halberstadt. Das Ilsenburger Werk ist heute eine Produktionsstätte für Grobbleche der Salzgitter AG. Der wesentlich größere Teil des Unternehmens, die Kupfer- und Messingwerke Finow (Mark), wurde bei der Betriebsaufspaltung 1934 in die unter altem Namen neu gegründete “Hirsch Kupfer- und Messingwerke AG” eingebracht, deren Großaktionäre wurden die “alte” Hirsch Kupfer (jetzt: Berlin-Ilsenburger Metallwerke AG) und die Otavi Minen- und EisenbahnGesellschaft, South West Africa. 1947 von der AEG als „Hirsch“ Kupfer- und Messingwerke GmbH in Hamburg, später Frankfurt/Main für den Bereich Metallhandel neu gegründet.

Schätzwert 75-150 €

Hessische Eisenbahn-AG Los 849

Schätzwert 100-200 €

Herzogliches Bad Liebenstein Thüringer-Wald AG Bad Liebenstein, Namensaktie 1.000 Mark März 1917. Gründeraktie (Auflage 1700, R 2) EF Gründung 1917 durch Frau Gräfin Sophie von Rüdiger, geb. Baronin von Krusenstjerna in Bad Liebenstein, Seine Excellenz der Wirkliche Geheime Rat Fritz von Gans in Frankfurt/M., Oberförster Hans Kruse in Berlin-Friedenau, Dr. Ing. Wilhelm Heller in Berlin-Johannisthal und Kaufmann Georg Keyser in Berlin. Ab 1937 Bad Liebenstein AG. 1947 enteignet. 1948 erhielt Liebenstein die Bezeichnung “Volksheilbad Liebenstein”. 1991 wird das im Besitz des Landes befindliche Volksheilbad in zwei Teile gespalten: m+i Klinikgesellschaft und Dr. Lauterbach Klinik GmbH. 1993 Neubau aller drei Kliniken. 2001 geht die ambulante Kur mit den Kutimmobilien in den Besitz der Stadt über.

86

Darmstadt, 6,5 % Obl. 1.000 Fr. 18.1.1929 (R 5) EF-VF

Los 858

Schätzwert 75-125 €

Teil einer von der Schweizerischen Kreditanstalt vermittelten Anleihe von 5 Mio. Sfr., schon 1936 in eine RM-Anleihe umgetauscht. Mit Überstempelung “Hessische Elektrizitäts-AG” Gründung 1912 durch die Stadt Darmstadt, die Süddeutsche Eisenbahn-Ges. und Hugo Stinnes. Bei der Gründung übernommen wurden die elektrische Straßenbahn in Darmstadt (13 km, eröffnet 1897, eingebracht von der Stadt Darmstadt) und die Dampfstraßenbahnen Darmstadt-Eberstadt, Darmstadt-GriesheimArheilgen (17 km, eingebracht von der Süddeutschen Eisenbahn-Ges.). 1941 Umfirmierung in Hessische Elektrizitäts-AG. 1942 Übernahme der Heppenheimer Stadtwerke. 1990 Ausgründung des ÖPNV in die HEAG VerkehrsGmbH. 2003 Fusion mit der Südhessische Gas und Wasser AG zur HEAG Südhessische Energie AG (HSE).

Breslau, Namensaktie 1.000 RM Jan. 1942 (Auflage 850, R 7) EF

HOBAG Holzbau-AG Gründung 1940. Holzhandel und Holzverarbeitung. Los 855

Schätzwert 30-75 €

Hille-Werke AG

Los 859

Dresden, Aktie 1.000 RM Mai 1940 (Auflage 600, R 4) UNC-EF

Hofbrauhaus Hanau vorm. G. Ph. Nicolay AG

Schätzwert 225-300 €

Gründung 1879, AG seit 1892 als „Dresdner Gasmotoren-Fabrik vorm. Moritz Hille“. Neben der Motorenherstellung im Jahr 1898 auch ein Ausflug in den Automobilbau: Hille baute in Lizenz das DeDion-Dreirad mit einer luftgekühlten 1,25-PS-Maschine. Später auf die Herstellung von Bohr- und Fräsmaschinen spezialisiert. Börsennotiz Dresden/Leipzig und Berlin. Das Werk Dresden-Reick wurde 1948 enteignet, 1951 Sitzverlegung nach Düsseldorf, ab

Hanau, Aktie 400 RM 23.1.1930 (Auflage 250, R 8) UNC-EF Bei der Gründung wurde das seit 1814 bestehende G. Ph. Nicolay Hofbrauhaus Hanau übernommen. Brauerei, Mälzerei und Limonadenfabrik. Der jährliche Absatz lag ziemlich konstant bei 60.000 hl. 1944/45 durch wiederholte Luftangriffe schwer beschädigt, erst 1946 konnte der Brauereibetrieb wieder beginnen. 1962 Einstellung der Herstellung alkoholfreier

Los 866

Schätzwert 30-75 €

Hotzenplotzer Zuckerfabriks-AG Oberglogau O/S, Aktie 100 RM 24.8.1939 (Auflage 2400, R 3) UNC-EF Nr. 859

Nr. 860

Getränke. 1969 Verpachtung der Brauerei in der Hauptbahnhofstr. 22/24 an den Großaktionär Binding. 1972 mit der Binding-Tochter Mainzer Aktien-Bierbrauerei verschmolzen. Bisher ganz unbekannt gewesener Jahrgang. Los 860

Schätzwert 225-300 €

Hofbuchdruckerei Eisenach H. Kahle AG Eisenach, Aktie 100 RM Sept. 1928 (Auflage 1200, R 8) EF Gründung 1923. Druckereibetrieb (u.a. auch Wertpapiere), Verlagsbuchhandel und Verlag von Zeitschriften, insbesondere der Eisenacher Zeitung. Nach Konkurseröffnung 1931 vom Konkursverwalter an die neugegründete Hofbuchdruckerei Eisenach H. Kahle GmbH unter Ausschluß der Aktiven und Passiven verkauft. Diese führte die AG in der alten Form weiter. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 863

Schätzwert 50-125 €

Holzstoff- und LederpappenFabriken vormals Gebr. Fünfstück AG

gegenüber der Deutschen Oper. Das Hotel erlitt im 2. Weltkrieg starke Bombenschäden und war 1945-50 von den Besatzungstruppen beschlagnahmt. Anschließend von Steigenberger übernommen und mehr als ein halbes Jahrhundert lang als “Steigenberger Hotel Duisburger Hof” geführt. Neben Steigenberger mit 95 % war die Stadt Duisburg mit 5 % Aktionär. Zum 1.7.2009 ging das Hotel an die Berliner Mark-Hotel-Gruppe über. Nur 5 Stück dieser bis dahin völlig unbekannten Aktie waren im Reichsbankschatz gefunden worden, dies ist jetzt die allerletzte noch verfügbare. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Zoblitz, Namensaktie 1.000 Mark 8.8.1920 (Auflage 1000, R 4) EF Von Namens-Aktie in Inhaberaktie gestempelt, Nennwert umgestellt auf 500 Goldmark. Fortbetrieb der 1873 gegründeten Fa. Gebr. Fünfstück mit Fabriken in Penzig, Nieder-Neundorf, Zoblitz (Kreis Rothenburg O.-L.) und Holzkirch. AG seit 1901. Herstellung aller Art von Waren aus Holzstoff, Haupterzeugnis waren Maschinenlederpappen. 1896 Aufstellung der ersten Kartonmaschine der Welt. Die AG erwirtschaftete teils ungewöhnlich hohe Dividenden. 1907 auch Beteiligung an der Nebenbahn Horka-Rothenburg-Priebus.1923 Lieferung einer Dampfmaschine durch die Maschinenbau-Ges. Marktredwitz, Flottmann.

Gründung 1858 in Hotzenplotz in Oberschlesien. Zweigwerke in Ober-Glogau und Zülz (Preuß.-Schlesien). 1939 Anpassung der Satzung an das deutsche Aktienrecht und Kapitalumstellung von Kronen auf RM. Großaktionär war damals die Südzucker in Mannheim. Los 867

Schätzwert 200-250 €

Hürnerbräu AG Ansbach, Aktie 100 RM 1.6.1929 (Auflage 700, R 8) EF Gründung 1803 durch G. L. Hürner, bis 1920 im Besitz der Familie. Danach erst GmbH, seit 1921 AG. Erzeugt wurde Lagerbier hell und dunkel, “Hürner-Pils” und Gumbertusbier (zusammen ca. 40.000 Hektoliter im Jahr). Bierniederlagen in Aalen, Rothenburg ob der Tauber und Feuchtwangen. Börsennotiz München. 1972 Verschmelzung auf die Brau-AG Nürnberg (heute: Tucher-Bräu). Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 868

Schätzwert 275-350 €

Hürnerbräu AG Ansbach, Aktie 1.000 RM 1.6.1929 (Auflage 670, R 10) EFEbenfalls nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Minimale Fehlstelle rechts unten. Ientische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 865

Schätzwert 50-125 €

Hôtelbetriebs-AG Conrad Uhl’s Hôtel Bristol-Centralhôtel Los 861

Berlin, Aktie 1.000 Mark 31.3.1911 (Auflage 2500, R 3) VF

Schätzwert 40-75 €

Hohburger Quarz-Porphyr-Werke AG Leipzig, 4,5 % Teilschuldv. 200 RM Aug. 1942 (Auflage nur 75 Stück, R 6) EF Gründung 1899 unter Übernahme der früher vom Frhr. von Schönberg auf Thammenhain betriebenen Quarzporphyrbrüche in den Hohburger Bergen bei Wurzen. Außerdem (von den Bahnhöfen Collmen-Böhlitz und Seelingstädt ausgehend) Betrieb einer normalspurigen Privateisenbahn für Personen- und Güterverkehr. Los 862

Schätzwert 275-350 €

Holzindustrie AG Gräfenhainichen, Bez. Halle a/S., Aktie 1.000 Mark 10.6.1923 (Auflage 2000, R 9) EF-VF. Großes Querformat, G&D-Druck. Gegründet 1918 zur Übernahme der Fabriken von Paul Zimmermann in Gräfenhainichen und Radis. Hergestellt wurden Orgelharmoniums, Klaviaturen und Resonanzböden. 1925 in Konkurs gegangen. Vorher völlig unbekannt gewesen, nur 6 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Holzstoff- und Lederpappenfabrik Gebr. Fünfstück - Ansicht der Pappenfabrik

Los 864

Schätzwert 300-400 €

Hotel Duisburger Hof AG Duisburg, Aktie 100 RM 1.3.1941. Auflage nur 80 Stück (R 10) UNC-. Gegründet 1921 zum Bau und Betrieb des 160-Betten-Hotels “Duisburger Hof” als erstes Haus am Platze in der Duisburger Innenstadt

Nr. 862

Diese Kapitalerhöhung finanzierte den Erwerb des Grand Hotel Bellevue, des Tiergartenhotels, der Weinhandlung Metzger & Co. sowie den Neubau des Restaurationslokals im Zoologischen Garten. Gründung 1897 zum Erwerb des Centralhotels, welches zuvor der Eisenbahn-Hotel-Gesellschaft gehörte. 1904 Ankauf des Hotel Bristol. 1910 Übernahme des Café und Hotel Bauer. 1911 Erwerb des Grand Hotel Bellevue und des Tiergartenhotels, nebst Weingroßhandlung Emil Metzger. Dazu kamen die Kranzler’sche Konditorei, das Hotel Kaiserhof und das Baltic. 1927 Umbenennung in Hotelbetriebs-AG (Bristol, Kaiserhof, Bellevue, Baltic, Centralhotel). Noch heute als Kempinski AG börsennotiert. Neben dem “Kempi” in Berlin wird u.a. das vornehme “Vier Jahreszeiten” in München bewirtschaftet, wo sich heute auch der Verwaltungssitz befindet.

Los 869

Schätzwert 200-250 €

Hüttenwerk Vollgold AG Torgelow, Aktie 1.000 Mark 1.10.1923 (Auflage 7500, R 8) EFDas Werk hat eine unglaubliche Tradition: 1753 ergeht eine Kabinettsorder Friedrich II. zum Bau

Nr. 868 87

eines “Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerkes”, welches bereits 1756 in Betrieb geht. 1861 wird das Hüttenwerk an den Berliner Gelbgießer Theodor Vollgold verkauft. Der Erfolg des Betriebes regte zur Nachahmung an: Nachdem 1884 die Eisenbahnstrecke JatznickTorgelow in Betrieb ging, entstanden zwischen 1885 und 1905 weitere 13 Eisengießereien in Torgelow (das zu dieser Zeit gerade einmal 5.800 Einwohner hatte). 1917 wird die Eisengießerei und Maschinenfabrik Theodor Vollgold & Sohn in eine AG umgewandelt, wenig später wird noch das Ueckermünder Eisen- und Stahlwerk Bobzin & Goldacker angegliedert. Nach einer ersten Krise 1925/26 dann 1927 Fusion mit der Vorpommerschen Eisengießerei Bähr & Co. GmbH, Torgelow zur Vereinigte Hüttenwerke Volgold-Bähr AG (Fusion und Umfirmierung bereits 1928 wieder rückgängig gemacht). Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise wird der Betrieb 1931 im 175. Jahr des Bestehens stillgelegt. Bis 1927 auch in Stettin börsennotiert gewesen. 1936 erlosch die AG nach Übertragung ihres Vermögens auf die oHG Wm. Schlutow in Stettin. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

ten zwei Hauptwerke in Leipzig-Paunsdorf und Berlin-Köpenick, außerdem Betriebsstätten in Altenburg, Meuselwitz, Thermos-Langewiesen, Glashütte Großbreitenbach, Schwachstromlampenfabriken Eisenach und Oberweißbach (alle Thüringen) sowie Taucha bei Leipzig und Rhönglashütte Dernbach. Börsennotiz Berlin und Leipzig, Mehrheitsaktionär war zuletzt die Dresdner Bank (weshalb die AG noch heute im Verzeichnis des Anteilsbesitzes der Allianz-Versicherung mit 25,1 % aufgeführt ist).

Nr. 877 Nr. 874 Los 875 Los 872

Schätzwert 75-150 €

Huth & Richter Chemische Fabrik AG Wörmlitz bei Halle a.S., Aktie 50 RM 15.1.1926 (Auflage 300, R 5) EF Gründung als AG 1923 zur Fortführung der 1859 gegründeten oHG Huth & Richter. Erzeugung und Verarbeitung von Ölen und Fetten.

Los 870

Schätzwert 200-250 €

Hüttenwerke Siegerland AG

Los 873

Siegen, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 RM Dez. 1937 (Auflage 9000, R 8) EF

Huth & Richter Chemische Fabrik AG

Gründung 1933 durch die Schwerter Profileisenwalzwerk AG, die Westfälische Eisen- und Drahtwerke AG, das Eisenwerk Kraft, die Rheinisch-Westfälische Stahl- und Walzwerke AG unter Fürhrung der Vereinigte Stahlwerke AG, die auch Mehrheitsaktionär wurde. In Siegen wurden Hochöfen, ein SM-Stahlwerk, Walz-, Hammer- und Preßwerke, eine Stahlformgießerei, eine Hufeisenfabrik und Verzinkereien im eigenen Namen, aber für Rechnung der Vereinigte Stahlwerke AG betrieben. Los 871

Schätzwert 225-300 €

Hugo Schneider AG Leipzig, Aktie 1.000 RM Mai 1928 (Auflage 5000, R 8) EF Gründung 1863, AG seit 1899. Die “Hasag” war einer der ältesten Industriebetriebe in Leipzig. Der ehemals handwerkliche Betrieb, in dem Lampen hergestellt wurden, entwickelte sich in Leipzig-Paunsdorf zu einer riesigen Fabrik. 1898 wurde beim Bahnhof Schönefeld ein eigenes Messingwalzwerk errichtet. Hergestellt wurden Messing-, Kupfer- und Aluminiumerzeugnisse, Beleuchtungs-, Heiz- und Kochartikel, Emaillewaren und Isolierflaschen sowie Autobeleuchtung. In den 40er Jahren arbeite-

Schätzwert 225-350 €

Ilmenauer Porzellan-Fabrik AG Ilmenau, Actie 300 Mark 15.9.1879. Gründeremission (Auflage 450, R 7), umgestellt 1925 auf 200 RM. EF+ Originalunterschriften. Gründung als “Ilmenauer Porzellan-Fabrik AG” 1871 zur Übernahme des schon seit 1777 bestehenden Unternehmens. Hauptfabrikate: Haushalts- und Zierporzellan. 1935 umbenannt in “Ilmenauer Porzellanfabrik “Graf von Henneberg” AG”. 1949 enteignet. Alle Ilmenauer Porzellanfabriken wurden 1973 zum “Neuen Porzellanwerk Ilmenau” (NPI) zusammengefasst, das weiter unter dem Markennamen “Graf von Henneberg” produzierte. Noch in den 1980er Jahren arbeiteten im NPI etwa 6000 Ilmenauer Menschen. 1990 reprivatisiert als “Graf von Henneberg Porzellan GmbH”. 2002 musste die Produktion eingestellt werden. Aktien dieses bedeutenden Unternehmens waren zuvor völlig unbekannt!

Los 878

Schätzwert 100-150 €

Industrie- und Baubank AG Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 15.2.1923 (Auflage 318000, R 8) VF+ Gründung 1918 als Baubank AG, Filiale in Dresden. Bankgeschäfte, Erwerb und Bebauung von Grundbesitz. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 50-125 €

Wörmlitz bei Halle a.S., Aktie 1.000 RM 15.1.1926 (Auflage 180, R 5) EF

Los 874

Schätzwert 150-200 €

Hypothekenbank in Hamburg (5 Stücke) Anteilscheine 50 Goldmark, 500 Goldmark, 1.000 Goldmark, 2.000 Goldmark und 5.000 Goldmark 10.12.1926 EF-VF Gründung 1871 durch Haller Söhne & Co., die Vereinsbank in Hamburg, die Berliner HandelsGesellschaft und die Preußische Hypotheken Versicherungs AG zu Berlin. 1971 übernommen durch die Dresdner Bank AG. Seit 1998 in der Deutsche Hyp Deutsche Hypothekenbank Frankfurt-Hamburg AG. Im August 2002 Verschmelzung der Eurohypo AG Europäische Hypothekenbank der Deutschen Bank und der Rheinhyp Rheinische Hypothekenbank AG der Commerzbank, auf die Deutsche Hyp Deutsche Hypothekenbank Frankfurt-Hamburg AG, Frankfurt a.M., die daraufhin ihre Firma in Eurohyp AG geändert hat. 2006 Übernahme durch die Commerzbank, Weiterführung als eigenständige Rechtspersönlichkeit mit einer eigenen Marke.

Los 879

Schätzwert 150-200 €

Industrie-Beteiligungs-AG Los 876

Schätzwert 50-100 €

Ilmenauer Porzellan-Fabrik Graf von Henneberg AG Ilmenau, Aktie 1.000 RM von 1935 (Teilblankette o.D., R 5) UNC Los 877

Schätzwert 80-100 €

INDAK Industrieunternehmungen AG Hannover, Aktie 1.000 Mark 30.6.1923 (Auflage 20000, R 10) EF-VF Gründung am 3.12.1921. Die AG betrieb Unternehmungen aller Art. Im Geschäftsjahr 1922 wurden zwei Schuhfabriken und eine Gummiwarenfabrik übernommen. 1924 in Konkurs. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Berlin, Aktie 100 RM 7.6.1928 (Auflage 2151, R 11) VF Gründung 1920 zwecks Beteiligung an industriellen und Handelsunternehmen der Metallindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik, Holzbearbeitung, Bergwerks- und chemischen Industrie. Die im Freiverkehr Berlin börsennotierte AG stand der Commerz- und Privatbank nahe. In der Weltwirtschaftskrise wurden fast alle Beteiligungen notleidend. Als dann auch noch der wichtigste Debitor ausfiel und die Ges. in eine Reihe von Prozessen verwickelt wurde, war 1935 die Liquidation unvermeidlich. Vorher ganz unbekannt gewesen.

Los 880

Schätzwert 200-250 €

Industriebau AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Mai 1922 (Auflage 3000, R 8) VF Nr. 871 88

Nr. 875

Gegründet 1911 unter der Firma Schlesische Eisenbetonbau-AG nach Übernahme einer

gleichnamigen GmbH und der Schlesische Beton-Schleuderwerke GmbH, beide mit Sitz in Kattowitz, 1918 umbenannt zu IndustriebauAG. 1921 Sitzverlegung von Kattowitz nach Berlin. Ausführung von Hoch- und Tiefbauten, Beton- und Eisenbetonbauten, Eisen- und Stahlwerksbauten, Kokereibauten. Zweigniederlassungen in Breslau, Gleiwitz, Görlitz, Grünberg, Hamburg, Kattowitz und Waldenburg. Beschäftigt wurden 5000 Arbeiter und 200 Angestellte. Im Jahr 1927 erwarb die finanziell schwache Industriebau AG heimlich die Aktienmehrheit bei Held & Francke (1872 von Otto Held und August Francke in Berlin gegründete Bauunternehmung, AG seit 1906), noch im gleichen Jahr fusionieren beide Firmen. In der Weltwirtschaftskrise gerät die Firma 1929 an den Rand der Insolvenz, die 1930er Kapitalerhöhung schafft nicht mehr genug Luft, 1931 lassen die Banken das Berliner Stammhaus fallen und stützen nur noch die süddeutsche Tochtergesellschaft. Die Aktien der Süddeutsche Held & Francke Bauaktiengesellschaft gehen aus der Konkursmasse an die Maffei’sche Erbengemeinschaft. Das Unternehmen etabliert sich am Markt so gut, daß 1940 der Namenszusatz „Süddeutsche“ entfällt. 1950-65 dehnt sich die Held & Frankke AG deutschlandweit aus und baut ein starkes Auslandsgeschäft auf. 1990 erwirbt die Philipp Holzmann AG nahezu alle Aktien. Mit deren Insolvenz im Jahr 2002 ist auch das Schicksal von H&F endgültig besiegelt.

Los 883

Schätzwert 200-250 €

Internationale Film-AG (IFA) Berlin, Aktie 50 Goldmark 20.12.1924 (Auflage 12100, R 8) Mit anh. Restkupons. VF Mit Markenzeichen im Unterdruck (ein Löwe). Gründung im Nov. 1921. Gegenstand des Unternehmens war die Herstellung, der Vertrieb und der Verleih von Filmen. Grundstück in der Friedrichstr. 8 und Atelieranlagen im Schloß Schönholz bei Pankow sowie eine Reihe von Tochterunternehmungen. 1928 wurde über das Vermögen das Konkursverfahren eröffnet. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1908 als Friedeberg-Flinsberger Kleinbahn-AG. Strecke Friedeberg a. Queis (heute Mirsk) - Flinsberg (heute Swieradów-Zdrój in Schlesien, südöstlich von Görlitz). Streckenlänge 10,8 km. 1911 Umfirmierung in „Isergebirgsbahn AG“. 1945 ging die Bahn auf die Polnische Staatsbahn PKP über. Güterverkehr bis 1995, Passagierverkehr noch bis 1996.

A. John AG” umgewandelt, seit 1911 nur noch kurz als J. A. John AG firmierend. Grundlage des Unternehmens waren die Schornsteinaufsätze des genialen Ingenieurs John, bei denen sich die Auslaßöffnung durch den Wind automatisch in die windabgewandte Richtung dreht, es kann also niemals in den Schornstein regnen. Sie sind noch heute in aller Welt zu finden (nur in Deutschland nicht, da sind sie feuerpolizeilich verboten, weil sie ja evtl. einrosten können und sich dann nicht mehr drehen). Auch die Abteilung für Wäscherei-Maschinen, Heizungs- und Lüftungs- sowie sonstige gesundheitstechnische Anlagen hat einen Höhepunkt zu bieten: John war der Erfinder der Trommelwaschmaschine! Eine weitere Spezialität waren Anlagen und Apparate für Kellereien. Zuletzt in Berlin (zuvor auch Dresden) börsennotiert, nach 1945 enteignet und als VEB weitergeführt, später einer der größten Maschinenbaubetriebe der DDR.

Los 888

Schätzwert 30-75 €

J. A. John AG Erfurt, Aktie 1.000 RM April 1927 (Auflage 500, R 5) EF-VF Los 886

Schätzwert 40-100 €

Isola Werke AG Düren, Aktie 100 RM Jan. 1935 (Auflage 550, R 4) EF

Los 881

Gegründet 1912 als Continentale Isola-Werke AG, 1924 umbenannt wie oben, Herstellung von Isolationsmaterialien der Elektrotechnik, besonders Ölleinen, Ölseide, Ölpapier usw. 1954 Beteiligung der Rütgerswerke AG. Im April 2004 Verkauf durch den Eigentümer Rütgers AG (RAG) an ein Konsortium aus Texas Pacific Group, einem führenden US-Finanzinvestor mit Sitz in Fort Worth, Texas.

Schätzwert 20-60 €

Industriewerke AG Plauen i.V., VZ-Aktie 100 RM 30.6.1933 (Auflage 1120, R 3) EF+ Gründung 1910 als „Deutsche Gardinenfabrik AG“. 1918 Umfirmierung wie oben, gleichzeitig Errichtung einer Filiale in St. Gallen. Herstellung von Tüll-Gardinen, Dekorations- und Möbelstoffen. Angekauft wurden 1920 die Ausrüstungs-AG in Plauen i.V. und die Carl Hesse Kunstgewerbe-Werkstätten sowie 1923 die Gardinen- und Tüllwerke in St. Gallen/Schweiz. Auch der “Georgenhof” in Plauen, ein Hotel mit großem Saalbau, gehörte der AG. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig.

Los 884

Schätzwert 150-200 €

“Intvag” AG für Interessenvertretung industrieller Unternehmungen Berlin, Globalaktie 50 x 1.000 RM 15.9.1942 (R 10), ausgestellt auf Dr. Karl F. Martini, Syndikus, Berlin VF. Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften. Gründung 1941 zwecks Interessenvertretung in wirtschaftlichen Fragen vor allen deutschen Behörden. Es bestand eine Beteiligung an der Wasgau Hammerwerk und Transportgerätebau Gerhard W. Knust & Co. KG, Molsheim i. Elsass. 1952 als vermögenslos von Amts wegen gelöscht. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Rechter Rand etwas ausgefranst. Los 885

Schätzwert 175-300 €

Isergebirgsbahn-AG Bad Flinsberg, Aktie 700 RM 9.12.1924 (Auflage nur 60 Stück, R 6) EF Großformatiges Papier.

Los 882

Schöne Umrandung im Historismusstil. Los 889

Schätzwert 100-250 €

J. Banning AG Hamm (Westf.), Aktie 1.000 Mark 6.4.1899. Gründeraktie (Auflage 1100, R 3) VF-F Im Jahre 1857 gründeten der Baumeister Karl Keller und der Maschineningenieur Johannes Banning die Firma Keller und Banning mit dem Ziel, Dampfhämmer, Walzwerksanlagen, Dampfmaschinen und Pumpen zu bauen. Nachdem Keller 1870 verstarb, führte Banning die Firma unter dem Namen Maschinenfabrik J. Banning weiter. Ab 1899 AG. Im 2. Weltkrieg stark zerstört, bis 1952 wiederaufgebaut und modernisiert. Heute EUMUCO - Banning GmbH. Los 890

Schätzwert 200-250 €

J. Brüning & Sohn AG (blanko) Potsdam, Aktie 1.000 RM Okt. 1928 (Blankette, R 10) EF-

Los 887

Schätzwert 30-60 €

J. A. John AG Erfurt-Ilversgehofen, Aktie 1.000 Mark 5.6.1912 (Auflage 350, R 5) EF-VF Die schon länger bestehende Maschinen- und Blechwarenfabrik J. A. John wurde 1902 in die “Schornsteinaufsatz- und Blechwaren-Fabrik J.

Gegründet bereits 1848 in Langendiebach (etwas nordöstlich von Hanau). Betrieb einer Zigarrenkisten- und Zigarrenwickelformen-Fabrik. 1898 Umwandlung in eine AG, Sitzverlegungen 1918 nach Berlin (dort auch börsennotiert) und 1921 nach Potsdam. Die Bedeutung der Firma ist schon aus der großen Zahl der Zweigwerke zu erkennen: Herbolzheim, Ragnit (Ostpr.), Lüneburg, Langendiebach, Rehfelde, Leipzig, Hamburg, Herford, Mannheim, Feuerbach und Berlin. 1922 wurde von den Brüning-Aktionären in Den Haag die Handelsgesellschaft “Cuba” gegründet, die als Holding- und Finanzierungsgesellschaft das gesamte Brüning-Kapital übernahm und später auch sämtliche zur Verarbeitung notwendigen Rohstoffe lieferte. Alle Verträge mit der

Schätzwert 200-250 €

Industriewerke Sehnde AG Hannover, Aktie 2.000 Mark Aug. 1923. Gründeraktie (Auflage 70000, R 8) UNC-EF. Die Gesellschaft war im Schornsteinbau tätig. Werk I: Thieswerke, Zementsteinfabrikation, Werk II: Norddeutscher Schornsteinbau. 1924 Konkurs. Kpl. Kuponbogen anhängend.

Nr. 889

Nr. 890 89

Los 897

N.V. Cuba wurden 1927 wieder aufgehoben. 1932 wurde der Firmensitz letztmalig verlegt, und zwar zum Hauptwerk Lüneburg. Neben Zigarrenkisten wurden nun insbesondere Sperrholz für Schiffsbau, Innenausstattung, Möbelbau sowie Flugzeugplatten hergestellt. 1967 umgewandelt in die “Ibus-Werke GmbH”. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz. Vorher nicht bekannt gewesen.

Schätzwert 225-300 €

J. H. Roser AG Esslingen a.N., Aktie 100 RM Dez. 1941 (Auflage 340, R 9) EF Gründung 1806 durch den Stuttgarter Gerbermeister Jakob Heinrich Roser als Lederfabrik J.H. Roser. Aus dieser ging 1875 als Nachfolger die Esslinger Lederfabrik und 1872 als Neugründung die Feuerbacher Lederfabrik C.F. Roser hervor. J.H. Roser AG wurde 1923 unter Übernahme der seit 1875 bestehenden Lederfabrik gegründet. Haupterzeugnisse: Blankleder, technische Leder, Vaschetten. Die Feuerbacher Firma entwickelte sich zu einem führenden Unternehmen der Branche und produziert bis 1998. Nur 12 Stück lagen im Reichsbankschatz. Vorher nicht bekannt gewesen. Los 894

Schätzwert 200-250 €

J. C. Richter AG Leipzig, Globalurkunde über 3 VZ-Aktien á 100 RM 28.5.1943 (es gab insgesamt 100 VZ-Aktien, R 10) EFLos 891

Schätzwert 100-200 €

Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschriften. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

J. C. Lutter (Weingroßhandlung) AG Berlin, Aktie 10.000 Mark Mai 1923 (Auflage 300, R 5) EF Gründung 1919 als “Wohnstätte Kurfürstendamm AG”, 1921 Übernahme der J. C. Lutter (Weingroßhandlung) GmbH und Umfirmierung wie oben. Ursprung war die 1811 am Gendarmenmarkt eröffnete Weinstube Lutter und Wegener, Lutter wurde 1851 zum Hoflieferanten ernannt. Anfang der 20er Jahre übernahm das Bankhaus Hardy & Co. die Aktienmehrheit. Dem AR gehörte zu der Zeit u.a. auch der Oberbürgermeister a.D. Dr. Brünning an. 1929 Verkauf der verlustträchtigen gastronomischen Betriebe, 1932 wurde der alte Name “Wohnstätte Kurfürstendamm AG” wieder angenommen. Letzte Großaktionäre waren erst die Rosenhain GmbH und dann Egon und Margot Fürstenberg; 1938 Auflösung der AG und Abwicklung durch die Berliner Revisions-AG (was eine sog. Arisierung vermuten läßt). Der Löschungsvermerk von 1941 wurde im Handelsregister zwecks Nachtragsabwicklung 1956 zurückgenommen. Das Weinhaus Lutter und Wegener am Gendarmenmarkt, 1944 im Krieg zerstört, eröffnete 1997 neu.

Los 898

Los 895

Los 900

Schätzwert 50-125 €

Johne-Werk AG Bautzen, Aktie 100 RM 1.7.1942 (Auflage kleiner als 4500, R 5) UNC-EF Kapitalerhöhung über 450.000 RM, eingeteilt in 100 RM und Sammelaktien zu 1.000 RM. Gründung 1896, AG seit 1914. Bis 1923: Bautzner Industriewerk, bis 1938: Johne-Werk Grafische Maschinen AG, danach Johne-Werk AG. Herstellung von Schnellschneidemaschinen (Marke “Perfecta”) für Papier, Holz, Gummi, Metallfolien sowie Dreischneider für Bücher und Broschüren. Nach 1945 enteignet, die AG verlegte ihren Sitz nach Oberalting/Seefeld am Pilsensee (Obb.) und wurde dort abgewickelt. Der Betrieb in Bautzen: nach 1945 Neuaufbau eines Werkes, das 1972 dem damaligen Kombinat Polygraph angegliedert wurde. Heute ist die Perfecta Schneidmaschinenwerk GmbH über ein weltweites Vertreternetz in über 70 Ländern präsent.

Schätzwert 20-50 €

J. John Maschinenfabrik und Eisengießerei AG

Los 901

Schätzwert 50-125 €

Litzmannstadt, Aktie 1.000 RM April 1942 (Auflage 4000, R 4) UNC-EF

Bautzen, Sammelaktie 1.000 RM 1.7.1942 (R 5) UNC-EF

Gründung 1866 als J. John Transmissionsbau, Maschinenfabrik und Eisengießerei AG, seit 1941 Name wie oben. Produktion von Zahnradgetrieben, Drehbänken, Bohrmaschinen, Hartgusswalzen, Strebelkesseln und Radiatoren von Zentralheizungen.

Kapitalerhöhung über 450.000 RM, eingeteilt in 100 RM und Sammelaktien zu 1.000 RM. Identische Gestaltung wie voriges Los.

Johne-Werk AG

Schätzwert 25-125 €

J. E. Reinecker AG Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 1.7.1911. Gründeraktie (Auflage 4000, R 2) EF Gründung 1911 zur Übernahme der Werkzeugmaschinenfabrik von J. E. Reinecker in ChemnitzGablenz. Über 2.400 Mitarbeiter produzierten vor allem Gewindeschneide- und Bohrwerkzeuge, Fräs- und Schleifmaschinen, Drehbänke und Maschinen für Zahnräderfabrikation. Börsennotiz Chemnitz und Berlin. 1949 verlagert nach München, 1969 aufgelöst und 1971 Sitzverlegung nach Einsingen bei Ulm (Donau) und Fortsetzung der Ges. Im selben Jahr noch erloschen.

Los 902

Schätzwert 30-80 €

Jul. Bernhardt & Co. AG Thum (Erzgeb.), Aktie 10.000 Mark 23.6.1923. Gründeraktie (Auflage 1000, R 3) EF Gründung am 9.6.1923. Fabrikation von Wirkwaren aller Art. Firma 1936 aufgelöst.

Los 899

Schätzwert 100-175 €

Jenaer Gemeinnützige Wohnungsfürsorge AG Los 892

Jena, Namensaktie 1.000 RM April 1935 (Auflage 110, R 6) EF

Schätzwert 75-175 €

J. C. Lutter (Weingroßhandlung) AG Berlin, Aktie 400 RM Okt. 1928 (Auflage 500, R 5) EF+

Los 896

Schätzwert 20-60 €

J. E. Reinecker AG Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 29.6.1920 (Auflage 6000, R 2) EF Feine Guillochenumrandung im G & D-Druck.

Los 893

Gegründet 1935 zwecks Bau und Betreuung von Kleinwohnungen im eigenen Namen. In den Jahren 1935-1941 erbaute die Ges. genau 1.000 Wohnungen. Großaktionäre (1943): Stadt Jena (50%), Carl Zeiss, Jena (32%), Schott u. Gen., Jena (18%). Heute die Ernst-Abbe-Siedlung GmbH. Zusammen mit der Carl-Zeiss-Siedlung GmbH werden über 1.100 Wohnungen und Gewerbeeinheiten in Jena und Saalfeld verwaltet.

Los 903

Großschönau , Aktie 100 RM 1.8.1933 (Auflage 325, R 5) EF Gründung 1860 als oHG unter der Firma Jul. Lange, als AG ab 1913. Sitz bis 1933 in Waltersdorf bei Zittau. Betrieb aller Zweige der Textilindustrie.

Schätzwert 30-75 €

J. C. Richter AG Leipzig, Aktie 100 RM 2.1.1939 (Auflage 1700, R 3) UNC Uralte, schon 1867 als oHG gegründete Firma, 1913 in eine AG umgewandelt. Die Fabrik in Leipzig O 5, Eisenbahnstr. 78 produzierte Reise-, Schul- und Sportartikel, insbesondere Schulranzen, Mappen, Rucksäcke, Einkaufstaschen und Papierkörbe. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig.

90

Nr. 897

Schätzwert 40-100 €

Julius Langes Leinen-Industrie AG

Nr. 912

Los 904

Schätzwert 30-75 €

Julius Meinl AG Wien, Aktie 100 RM Juni 1941 (Auflage 8000, R 4) UNC-EF Gründung 1919 zur Übernahme der 1862 gegr. Firma Julius Meinl, Kaffee-, Tee- und Kakao-Import. Eigene Kaffeeröstereien und Fabriken zur Produktion von Schokolade, Zuckerwaren, Essig, Senf, Teigwaren, Marmelade, Kompott und Fruchtsäften. Beteiligung an den selbständigen Tochtergesellschaften in Ungarn, Tschechoslowakei, Italien, Rumänien, Polen und Jugoslavien sowie an der Dänisch-Österreichischen Margarinewerke AG und der Coloniale Likörfabrik AG. Noch heute die bekannteste Einzelhandelsmarke in Österreich.

Die älteste verfügbare Ausgabe dieser AG war vorher ganz unbekannt.

Nr. 907

Junkers-Werke in Dessau und Prof. Hugo Junkers, Flugzeugkonstrukteur

Los 905

Schätzwert 100-150 €

Julius Römpler AG Zeulenroda, Aktie 100 RM März 1942 (Auflage 91, R 6) EF Gründung 1870, AG seit 1911. Herstellung und Vertrieb von gummielastischen und unelastischen Wirk-, Strick- und Webwaren, von Bandagen, Miedern und Verbandmitteln aller Art. Verkaufsstelle in Wien, Zweigstelle in Schönlind (Egerland). 1953 Enteignung, danach VEB elastic-mieder Zeulenroda, 1993 Fortsetzung der Gesellschaft als Julius Römpler AG, Zeulenroda. 1994 Umwandlung in eine GmbH, 1997 Umfirmierung in EXCELLENT DESSOUS GmbH, 2000 Excellent Intimates GmbH.

Los 906

Schätzwert 80-100 €

Julius Sichel & Co. KGaA Mainz, Aktie 1.000 Mark 28.12.1922 (Auflage 100000, R 8) VF Gründung 1815, KGaA seit 1907. Beteiligung an Unternehmen: 1. Handel in Eisen, Eisenwaren (Anteile an Eduard Laeis & Co. GmbH und Oscar Scheider & Co. GmbH in Trier), 2. Eisenverbraucher (Eisenkonstruktion, Hoch- u. Brückenbau, Waggonbau), 3. Fabrikation und Handel in Chemikalien, 4. Rohstoffe (Aktien der Hugo Stinnes-Riebeck-Montan AG), 5. Schifffahrt und Spedition und 6. Banken. 1926 Beschluß der Liquidation, 1932 von Amts wegen gelöscht. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 907

Schätzwert 500-800 €

Junkers Flugzeugund Motorenwerke AG Dessau, Sammelaktie 1.000 x 1.000 RM Okt. 1937 (Auflage nur 30 Stück, R 7) UNC Firmenname und Umrahmung vorgedruckt, Text maschinenschriftlich, mit Originalunterschriften des Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich Koppenberg (ein von den Nazis 1933 als Nachfolger für Prof. Hugo Junkers geschickter grobschlächtiger Stahlmanager aus dem Flick-Konzern, der es ab 1934 schaffte, in nur 10 Monaten Bauzeit das neue riesige Junkerswerk hinter das alte Werk zu klotzen) und der Vorstände Richard Thiedemann und Hans Friesecke. Gründung 1917 als Junkers Fokkerwerke AG. Der geniale Luftfahrtpionier Prof. Hugo Junkers arbeitete zuerst mit Anthony Herman Gerard Fokker zusammen (Fokker bot bei Ausbruch des I. Weltkrieges seine Dienste beiden Seiten an; die Deutschen akzeptierten als erste). 1918 kehrte Fokker nach Holland zurück. 1919 Umfirmierung in Junkers Flugzeugwerk AG und 1936 in Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG anläßlich der Übernahme der Junkers Motorenbau GmbH und der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik GmbH. Die Nazis enteigneten Prof. Junkers 1933 nicht nur, sondern erteilten ihm in seiner Firma sogar Hausverbot. Die Junkers-Werke wurden im 2. WK dann der wichtigste Flugzeuglieferant für die deutsche Luftwaffe. Die Werke im Osten wurden nach dem Krieg enteignet. 1958 Sitzverlegung von Dessau nach München, wo Basisforschungen und Entwikklungen der Luft- und Raumfahrttechnologie weiterbetrieben wurden. Alleinaktionär war nun die Flugzeug-Union-Süd GmbH (die wiederum zur Messerschmitt AG in Augsburg gehörte, einem indirekten Vorläufer von Airbus Industries und damit auch der 2000 gegründeten EADS). Ab 1967 GmbH. 1973 übernommen von der Daimler-Benz Luft- und Raumfahrt Holding AG.

Nr. 908

Los 908

Schätzwert 30-75 €

Just & Co. AG Geraberg i.Thür., Aktie 500 RM 2.9.1929 (Auflage 500, R 5) EF+ Gründung 1874 als oHG. 1879 wird die Bahnlinie Arnstadt-Ilmenau eröffnet, 1895 baut der Fabrikbesitzer Just auf einem Grundstück mit großem Waldbestand am Bahnhof Geraberg eine Kofferfabrik. 1909 Umwandlung in eine GmbH, seit 1923 AG. Etwa 300 Mitarbeiter waren mit der Herstellung von Koffern, Taschen und Lederwaren beschäftigt.

Los 911

Schätzwert 275-350 €

Kabelwerk Nassau AG Haiger (Dillkreis), VZ-Aktie 1.000 Mark 8.9.1922 (Auflage 750, R 9) EF-VF Großes Hochformat mit sehr schmuckvoller Umrahmung. Vorher ebenfalls unbekannt gewesene Emission, nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz. Rostfleck am linken Rand.

Los 912

Schätzwert 150-250 €

Kaffee- und LebensmittelVertriebs-AG Max Müller & Co. Berlin, Aktie 20 RM 27.11.1924 (Auflage 14500, R 8) EF

Kabel- und Drahtwerke AG

Gründung 1914. Vertrieb von Kaffee, Lebensund Genussmitteln aller Art. Die Ges. besaß die beiden Grundstücke Müllerstr. 166a und 167 sowie das Grundstück Schönhauser Str. 3. 1927 erwarb die Ges. die Masse der in Konkurs geratenen, seit über 30 Jahren bestehenden Firma Rauer & Co., nebst zwei Ladengeschäften. 1936 Konkurseröffnung.

Wien, Aktie 1.000 RM Dez. 1942 (Auflage 2000, R 5) UNC-EF

Los 913

Los 909

Schätzwert 30-75 €

Gündung 1897. Herstellung von Starkstromkabeln,Hochspannungs-, Schwachstromblei-, Überland-Telephonkabeln, Drähten und Seilen aus Kupfer, Bronze, Aluminium, Eisen und Stahl. 1942 Fusion mit der Kabel- und Gummiwerk AG, Wuppertal. Los 910

Schätzwert 100-175 €

Kabelwerk Nassau AG Haiger (Dillkreis), Aktie 1.000 Mark 29.1.1921 (Auflage 900, R 7) UNC Großes Hochformat mit sehr schmuckvoller Umrahmung. Gründung 1920, Herstellung von isolierten Drähten und Kabeln aller Art. Ab Mitte der 20er Jahre konnten die Löhne der 135 Mitarbeiter schon nicht mehr regelmäßig gezahlt werden, 1928 Vergleich. Nach erfolgter Sanierung 1934 in Liquidation getreten und gleichzeitig in “Kabelwerk Walkenmühle AG i.L.” umfirmiert. Der Betrieb selbst wurde mit dem Recht der Fortführung des ursprünglichen Namens an die Kabelwerk Reinshagen GmbH in Wuppertal-Ronsdorf verkauft.

Schätzwert 600-800 €

Kaiser-Brauerei Ricklingen, VZ-Actie 1.000 Mark 1.7./1.10.1902 (Auflage 539, R 9) VF+ Originalunterschriften. Gegründet 1888, jährlicher Bieraussstoß bis in die 1950er Jahre (danach stieg die KaiserBrauerei zu den Großbrauereien auf) höchstens einmal 40.000 hl. Um die Jahrhundertwende mußte die Gesellschaft saniert werden. Den Inhabern der Stammaktien wurde angeboten, diese gegen Zuzahlung von 350 M pro Aktie in Vorzugsaktien zu tauschen. Von dieser Möglichkeit wurde bei 539 der 600 Stammaktien Gebrauch gemacht. Die Lindener Actien-Brauerei, die sich zwischenzeitlich beteiligt hatte, verkaufte 1934 ihre Anteile. Später lag die Aktienmehrheit der in Hannover börsennotierten AG bei der Fritz-Behrens-Stiftung, die Commerzbank hielt über 40 %. Beide Großaktionäre verkauften in den 70er Jahren an die Holsten-Brauerei, die die Kaiser-Brauerei 1977 mit einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsbetrag an sich band und sie 1978 ganz eingliederte. Die Bierherstellung und -abfüllung

91

Los 919

Schätzwert 800-1000 €

Kammerich-Werke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Juli 1919 (Auflage 250, R 10) VF

Nr. 919

Nr. 913 wurde zur damals ebenfalls zur Holsten-Gruppe gehörenden Feldschlößchen-Brauerei in Braunschweig verlagert.

Los 915

Schätzwert 125-250 €

Kaiserhof Hotel AG Elberfeld, Aktie 1.000 Mark 1.10.1910. Gründeraktie (Auflage 700, R 5) EF+ Gegründet 1910 zwecks Hotel- und Restaurationsbetrieb und Weinhandel. 1943 brannte das Hotel nach einem Bombenangriff völlig aus, ab 1948 wurde es Etage für Etage wieder hergerichtet. Das Hotel gegenüber dem Wuppertaler Hauptbahnhof besteht noch heute als InterCity Hotel Kaiserhof. Großaktionär war die Stadtgemeinde Wuppertal, die das Aktienpaket 1960 an den Unternehmer Frithjof W. MüllerReppen verkaufte. Dieser brachte in den AGMantel durch Verschmelzung seine 1951 gegründete Baufirma Rhein-Ruhr-Bau GmbH ein, gleichzeitig Umfirmierung in Rhein-Ruhr-Bau AG und Sitzverlegung nach Düsseldorf. 1970 wieder in eine GmbH umgewandelt.

Schätzwert 600-750 €

Kaiser-Brauerei Hannover-Ricklingen, Aktie 1.000 Mark 1.10.1921 (Auflage 300, R 10) VF Nur vier Exemplare dieser bis dahin völlig unbekannt gewesenen Emission hatten im Reichsbankschatz gelegen - dieses ist jetzt das allerletzte noch verfügbare Stück.

Nr. 915 92

Los 917

Schätzwert 30-60 €

Kali-Chemie AG Berlin, Aktie 1.500 RM Juli 1929 (Auflage 10000, R 2) EF+

Kaiserstr. 34 Grundstücks-Verwaltungs-AG

Gründung 1896 als Bohrgesellschaft, seit 1899 die „Kaliwerke Friedrichshall AG“ mit Sitz in Hannover (1903-07 Sitz in Berlin, 1907-28 in Sehnde). Heute zum belgischen Solvay-Konzern gehörig, seit 1990 besteht zwischen der Solvay Deutschland GmbH und der in Hannover bis heute börsennotierten Kali-Chemie AG ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Berlin, Aktie 2.000 RM 23.10.1930 (Auflage nur 5 Stück, R 10) EF-VF.

Los 918

Los 916

Los 914

Großes Hochformat, schön verzierte Umrahmung. Uraltes, bereits 1863 gegründetes Unternehmen. Herstellung von Röhren und sonstigen Walzwerkerzeugnissen aller Art sowie von Blech-, Preß-, Stanz- und Ziehteilen aus Eisen, Stahl und Metall. Stammwerk in Berlin-Wittenau, Fennstr. 27. Dazu wurde schon 1899 ein mitten in Bielefeld gelegenes großes Rohrwerk erworben (1930 stillgelegt). Anläßlich der Übernahme der “Eisenwerk Schladern AG Kammerich” in Schladern a. d. Sieg 1896 Umwandlung in eine AG zunächst als “Vereinigte Kammerich’ sche Werke”, umbenannt 1911 in “Vereinigte Kammerich’ und Belter u. Schneevogl’sche Werke AG”, 1919 dann wie oben. 1916/17 Neubau eines großen Röhrenwerkes in Brakkwede-Süd bei Bielefeld, nach dessen Inbetriebnahme wurde das Werk Wittenau stillgelegt und 1919 verkauft. Das Walz- und Preßwerk in Brackwede war mit der ersten vollautomatischen Vernickelungsanlage des Kontinents ausgestattet und war ein wichtiger Zulieferer für den Fahrzeugbau. 1938 auch Verlegung des juristischen Firmensitzes nach Brackwede, nachdem die seit 1926 mehrheitlich zur Hahnsche Werke AG in Berlin gehörenden Kammerich-Werke im Zuge einer “Arisierung” des Hahn-Konzerns vom den Mannesmannröhrenwerken übernommen worden waren (im Zuge des Restitutionsverfahrens erhielten die HahnErben nach dem Krieg zunächst 55 % der Firmenanteile zurück, die aber 1955 erneut an Mannesmann verkauft wurden). Anläßlich des 90-jährigen Firmenjubiläums eröffneten die Kammerich-Werke, die bereits wieder 1300 Beschäftigte hatten, 1954 einen Kindergarten, der in Brackwede noch heute als “KammerichKita” bekannt ist. 1970 im Zuge der Arbeitsteilung Mannesmann/Thyssen Einbringung der Produktionsanlagen in die Mannesmannröhren-Werke GmbH und Ausgliederung der Achsbrückenfertigung. Bei dieser Gelegenheit Verschmelzung der Kammerich-Werke AG auf die Mannesmann AG.

Schätzwert 350-450 €

Großformatig, schöne Jugendstil-Umrahmung in leuchtenden Pastelltönen. Originalunterschriften. Gründung im Mai 1922 als “AG zur Verwertung von Abfallprodukten”, im Dez. 1922 umbenannt wie oben. Das Kapital der Gesellschaft betrug nur 10.000 RM, eingeteilt in lediglich 5 Aktien zu 2.000 RM. 1935 in Liquidation gegangen. Alle 5 Aktien lagen im Reichsbankschatz, dies ist die allerletzte noch verfügbare.

Nr. 916

Schätzwert 225-300 €

Kalkwerke-AG vorm. Hein & Stenger Aschaffenburg, Aktie 1.000 RM 10.10.1928 (Auflage 365, R 9) EFGegründet 1896 durch Übernahme der 1864 gegründete Firma Hein & Stenger. Fabrikation und Handel in Kalk, Ziegeleiprodukten, Zement und Bauartikeln jeder Art. Die Ges. besaß Fabrikanlagen in Aschaffenburg, Damm, Hösbach, Sailauf, Rotenberg und Feldkahl. Heute Kalkwerke vorm. Hein & Stenger GmbH. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Verwaltungsgebäude der Mannesmann Röhrenwerke

Aktien dieser bedeutenden Firma waren bisher völlig unbekannt! Nur 3 Stück dieses Jahrgangs lagen im Reichsbankschatz. Abdruck von rostiger Büroklammer am linken Rand, kleine Randschäden fachgerecht restauriert. Los 920

Schätzwert 400-500 €

Kammerich-Werke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Febr. 1920 (Auflage 1250, R 9) VF+ Großes Hochformat, schön verzierte Umrahmung.

Nr. 918

bach, die Stöhr & Co. AG ist bis heute börsennotiert. Unentwertet war seit Jahrzehnten nur ein einziges Stück aus der legendären GreissingerSammlung bekannt. Los 926

Schätzwert 275-350 €

Kammgarnspinnerei Stöhr & Co. AG Leipzig, Aktie 20 RM 9.8.1932 (Auflage 7500, R 10) EF Los 924

Schätzwert 20-60 €

Vorher völlig unbekannt gewesener Nennwert! Kreuzentwertung (alt).

Kammgarnspinnerei Schedewitz AG Silberstraße bei Wiesenburg , Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 1634, R 4) EF

Los 927

Schätzwert 0-25 €

gel AG, ab 1965 IWT Industriewerke Transportsysteme AG. Herstellung von Kränen, Transportanlagen, Getrieben, Walfanggeräten u.ä. 1968 Einstellung der Produktion. Die Werkshalle wird seitdem für kulturelle Veranstaltungen genutzt. 1970 Umwandlung in eine GmbH.

Kammgarnspinnerei Stöhr & Co. AG Leipzig, Aktie 100 RM 9.8.1932 (Auflage 38500, R 1) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 921

Nr. 920 Schätzwert 225-300 €

Kammerich-Werke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Juni 1921 (Auflage 4000, R 7) VF+ Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 925

Schätzwert 200-250 €

Kammgarnspinnerei Stöhr & Co. AG Leipzig, Aktie 1.000 RM 16.1.1929 (Auflage 3500, zur Fusion mit der Kammgarnspinnerei Gautzsch in Leipzig, R 9) UNC-EF

Los 922

Schätzwert 20-60 €

Kammgarn-Spinnerei Düsseldorf, Aktie 500 RM März 1925 (Auflage 3000, R 2) EF Gründung 1882 zur Übernahme der seit 1853 bestehenden Mechanischen Kämmerei und Kammgarnspinnerei von Fr. Bockmühl Söhne. 1928 Erwerb der Kammgarnspinnerei Cranz & Co. in Mönchen-Gladbach. Im 2. Weltkrieg wurden beide Werke zerstört, 1950 Abschluss des Wiederaufbaus. 1968 Zusammenschluss mit der Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei AG in Bremen, wodurch eine der größten deutschen Kammgarnspinnereien entstand. 1969 Umfirmierung in Vereinigte Kammgarn-Spinnereien AG und Sitzverlegung nach Bremen. 1980 Eröffnung des Vergleichsverfahrens. 1984 Fortsetzung als Bremer Beteiligungs- und Immobilien-AG, zu einer Eintragung im Handelsregister kam es jedoch nicht mehr.

Gründung 1880 als KGaA, AG seit 1911. Eigene Werke in Plagwitz, Markkleeberg und Wüstegiersdorf. außerdem mit Mehrheit beteiligt an: Leipziger Wollkämmerei AG; C.F. Solbrig Söhne AG, Chemnitz; Elberfelder Textilwerke AG; Ohligser Leinen- und Baumwollweberei AG; Konkordia Spinnerei Stöhr & Co. KG, Politz (Sudetengau); Vaterländische Kammgarnspinnerei und Weberei AG, Budapest; Corona Kammgarnspinnerei R.A.G. Weidenbach (Rumänien). Bereits 1889 Gründung der Botany Worsted Mills in New York, welche Kämmerei, Kammgarn- und Streichgarnspinnerei sowie Herren- und Damenstoffweberei umfasste und sich zur größten Kammgarnspinnerei der USA entwickelte. 1918 wurde diese Beteiligung von den Amerikanern sequestiert, 1923 unbeschadet der Freigabeforderungen aus den Händen der Alian Property Custodian zurückerworben. Nach 1945 Sitzverlegung nach Mönchenglad-

Los 928

Schätzwert 50-125 €

Kammgarnwerke AG

Los 930

Eupen, Aktie 100 RM Mai 1942 (Auflage 54000, R 5) EF+

Kampnagel AG (vormals Nagel & Kaemp)

Gründung 1906 zur Übernahme des Geschäftseigentums der Firma Gülcher & von Grand Ry GmbH in Eupen. 1940 erneut eingetragen.

Hamburg, VZ-Aktie 100 RM Dez. 1941 (Auflage 200, R 8) EF-

Los 929

Schätzwert 150-200 €

Schätzwert 50-125 €

Kampnagel AG (vormals Nagel & Kaemp) Hamburg, Aktie 1.000 RM Febr. 1941 (Auflage 2560, R 4) UNC-EF Gründung 1865 unter der Firma Nagel & Kaemp, AG seit 1889 als Eisenwerk vorm. Nagel & Kaemp AG, 1934 umbenannt in Kampna-

Los 931

Schätzwert 100-200 €

Kaoko-Land- und Minen-Gesellschaft Berlin, Anteilschein 200 Mark 20.9.1895. Gründerstück (Auflage 50000, R 5) EF Ganz im Gegensatz zur Größe der Besitztümer steht die Größe des Anteilscheins: mit 10,5 x 6,5 cm ist er das kleinste bekannte deutsche Wertpapier. Bei ihrer Gründung 1895 übernahm die Gesellschaft von dem Bremer Kaufmann Lüderitz ein etwa 100.000 qkm großes Gebiet in DeutschSüdwestafrika mit bedeutenden Erzvorkommen (Eisenerz, Gold, Kupfer, Zink). Nach dem 1. Weltkrieg Enteignung des Besitzes durch die Republik Südafrika. Alle bis 1939 unternommenen Anstrengungen, eine Rückgabe zu erreichen, blieben erfolglos. Eine Entschädigung zahlte das Deutsche Reich in diesem Fall nicht, trotzdem hatte die Ges. ein ungewöhnlich zähes Leben: Noch 1976 beschloß eine HV die Sitzverlegung nach München und die Umwandlung in eine GmbH. Kammgarnspinnerei Stöhr & Co. AG

Los 923

Schätzwert 60-100 €

Kammgarnspinnerei Schedewitz AG Schedewitz, Aktie 10.000 Mark 21.6.1923 (Auflage 560, R 7) VF+ Gründung 1839, AG seit 1899. Aufgrund schwerer Bergschäden durch unter der Fabrik liegende Kohlenbergwerke wurde das Werk 1921 nach Silberstraße verlegt. Die Fabrikgebäude in Schedewitz wurden an die Hataz Kleinautomobilwerke AG, Zwickau, verkauft. 1924 Neubau einer Wollkämmerei. 1929 Fusion mit der Kammgarnspinnerei Silberstraße. Börsennotiz Berlin und Leipzig. 1946 enteignet, 1954 Sitzverlegung nach Hamburg. Zuletzt nur noch Verwaltung von Restvermögen, die HV vom 10.8.1963 beschloss die Auflösung der Gesellschaft.

Nr. 926

Nr. 936 93

Los 932

Schätzwert 40-100 €

Kaoko-Land- und Minen-Gesellschaft Berlin, VZ-Anteilschein Ser. II 50 RM 12.9.1925 (R 3) EF Zweisprachig deutsch/englisch.

karpathen. Zur Wahrnehmung der Interessen vor Ort in der Tschechei wurde die Firma Max Eichhorn in Neresnica errichtet und in das Handelsregister eingetragen. 1927 außerdem Übernahme der Verkaufsrechte für einen benachbarten Marmorbruch, womit die Ges. in der Tschechoslowakei sodann konkurrenzlos dastand. Ab 1929 auch Aufschluß des Dolomitvorkommens, nachdem zuvor die Mehrheit am Konkurrenten Dolomit GmbH erworben worden war. 1931 Auflösung der AG und Einbringung aller Aktiva in eine luxemburgische Holdinggesellschaft. Aktien dieser Ges. waren zuvor völlig unbekannt.

Los 936

ne in Deutschland waren: Verein junger Kaufleute in Stettin (gegründet 1687), HandlungsdienerHilfskasse Nürnberg (1742), Kaufmännischer Verein Union in Braunschweig (1818).

Schätzwert 275-350 €

Karpathia Marmorwerke AG

Los 942

Crimmitschau i. Sa., Aktie 500 RM 2.8.1927 (Auflage 145, R 10) VF+

Bad Nauheim, 7 % Obl. Lit. A 500 fl. 1.5.1929 (Auflage nur 50 Stück, R 9) VF

Großformatig, Umrahmung im Stil eines Bilderrahmens. Los 939

Schätzwert 100-150 €

Kaufmannshaus AG in Hamburg Hamburg, 4 % Genussrechtsurkunde 100 RM Sept. 1926 (R 6) EF Gründung 1905 zum Erwerb des Geschäftshauses „Kaufmannshaus“ an der Grossen Bleichen und der Bleichenbrücke. Gehörte zum Einflußbereich des Bankhauses Münchmeyer. Börsennotiz Hamburg. 1929 Verschmelzung mit der Maschinenfabrik Kiessling AG in Leipzig als aufnehmender Gesellschaft. Los 933

Teil einer Anleihe von insgesamt 80.000 hfl. Zweisprachig niederländisch/deutsch. Katholische Stiftung, benannt nach Wilhelm Emanuel von Ketteler, der als der Begründer der katholischen Soziallehre gilt, tätig als Bischof von Mainz. Er wurde der Arbeiterbischof genannt.

Schätzwert 200-275 €

Kaolin AG

Los 940

Neckarsteinach, Aktie 1.000 Mark 25.2.1923 (R 8) EF-VF

Kell & Löser AG für Hoch- und Tiefbau

Gründung 1923. Eine Geschäfststelle befand sich auch in Heidelberg, Wredeplatz 4.

Schätzwert 200-250 €

Leipzig, Aktie 20 RM 23.7.1925 (Auflage 2250, R 8) EF-VF Los 937

Schätzwert 200-275 €

Kath. Kirchengemeinde „Herz-Jesu“ Paderborn, 8 % Pfandbrief Lit. A 500 fl. 1.2.1926 (Auflage nur 50 Stück, R 11) EF-VF Römisch-katholische Kirche, die der Verehrung des heiligsten Herzens Jesu geweiht ist.

Schon länger als oHG bestehendes Bauunternehmen, seit 1903 AG. Zweigniederlassungen in Berlin,. Dresden, Düsseldorf, Essen, Halle a.S., Hamburg, Plauen, Bremen und Chemnitz. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig.Gedruckt bei Brockhaus.

Los 943

Leipzig, VZ-Aktie (Zwischenschein) 1.000 Mark 26.1.1921 (Auflage 3000, R 2) EF Gründung 1878 als „Deutsch-Amerikanische Maschinenfabrik Ernst Kirchner & Co.“, seit 1897 AG. In dem Werk in Leipzig-Sellerhausen wurden Sägewerks- und Holzbearbeitungsmaschinen hergestellt. Bis zum 2. Weltkrieg eigene Niederlassungen in Paris, London, Madrid, Sidney, Moskau, Warschau, Budapest, Wien, Mailand, Neapel, Zürich, Konstantinopel und Brüssel. Börsennotiz Berlin und Leipzig. Nach 1945 enteignet.

Schätzwert 30-75 €

Hannover, Namens-Anteil 40 RM 1.1.1939 (R 8) Mit anh. Restkupons. EF

Saarbrücken, Aktie (Interimsschein) 1.000 RM 1.10.1939 (Auflage 250, R 5) EF

Los 935

Los 938

Die Gesellschaft befand sich in der Seilerstr. 8/9 und stellte 1965 den Betrieb ein.

Schätzwert 100-150 €

Kaufmännischer Verein Chemnitz, Na.-Schuldv. Reihe III 100 Mark 1.10.1898 (R 6) EF

Los 941

Die kaufmännischen Vereine entstanden überall in Deutschland als Vereinigung von Handlungsgehilfen zum Zwecke der Fortbildung, der Hebung kaufmännischen Wissens und der materiellen Förderung ihrer Mitglieder durch Stellenvermittlung, Unterstützung und Kranken- und Pensionskassen. Die ältesten Kaufmännischen Verei-

Keramische Industrie AG

Kleinbahn Cassel-Naumburg AG

Düben-Mulde, Aktie 2.000 Mark 1.9.1923 (R 8) EF

Kassel, Aktie Lit. B 1.000 Mark 29.2.1904 (Auflage 588, R 9) VF.

Sehr schöne Jugendstil-Gestaltung. Gründung 1923. Handel mit keramischen Erzeugnissen und Herstellung solcher. 1925 Konkurseröffnung.

Gründung 1902. Die 33 km lange Strecke begann in Kassel im Bahnhof Wilhelmshöhe, heute als ICE-Bahnhof wieder sehr bedeutend. 1946 vom Land Hessen in Gemeineigentum überführt. 1966 Beherrschungsvertrag mit der

Schätzwert 125-200 €

Los 945

Schätzwert 125-200 €

Karpathia Marmorwerke AG Crimmitschau i. Sa., VZ-Aktie 500 RM 25.1.1927 (Auflage nur 55 Stück, R 7) EF Großformatig, Umrahmung im Stil eines Bilderrahmens. Gründung 1926 in Crimmitschau, Sitz ab Febr. 1927 in Dresden. Gewinnung von Marmor und anderen mineralischen Produkten in den Süd94

Schätzwert 150-200 €

Klareisfabrik „Heuweg“ GmbH

Kardex AG für Büroartikel Gründung 1922. Herstellung, Vertrieb von und Handel mit Büroartikeln, insbesondere mit Waren, welche beim Patentamt mit dem Warenzeichen “Kardex” geschützt sind. Verkaufsagenturen in ganz Europa. Heute ist die Kardex Organisationssysteme GmbH, Kronberg einer der führenden Anbieter von automatischen Bereitstellungssystemen für Lager, Betrieb, Verwaltung.

Schätzwert 25-125 €

Kirchner & Co. AG

Los 944 Los 934

Schätzwert 50-175 €

Ketteler-Gesellschaft e.V.

Nr. 940

Nr. 955

Schätzwert 600-750 €

Los 947

Schätzwert 75-175 €

Kleinbahn-AG Burxdorf-Mühlberg Mühlberg a. E., Namens-Aktie 1.000 RM 25.2.1929 (Auflage 770, R 5) EF Nr. 944 Hessischen Landesbahn GmbH. Seit 1974 führt die Bundesbahn den Betrieb. Personenverkehr 1977 eingestellt, demgegenüber nahm der Güterverkehr auf der Strecke einen bedeutenden Aufschwung. Heutzutage ist der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe vom Personenverkehr durch die ICE Trasse wiederbelebt worden. Derzeit liegen nur noch 1,3 % des Kapitals in Streubesitz. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

1908 gegründet. 7,4 km lange Stichbahn von Burxdorf Richtung Elbe. 1961 Einstellung des Personenverkehrs.

stellung des Personenverkehrs, 1999 letzte Fahrt eines Personenzuges im Netz der ehemaligen Genthiner Kleinbahn. Los 950

Los 948

Schätzwert 75-150 €

Kleinbahn-AG Erfurt-Nottleben Erfurt, Aktie 1.000 RM 25.2.1929 (Auflage 272, weitere 2076 in vier Sammel-urkunden für die öffentlichen Großaktionäre verbrieft, R 4) EF+ Gründung 1924. Normalspurige Bahn ErfurtNord-Nottleben (21,3 km). 1949 Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn. Personenverkehr 1966 eingestellt, danach nur noch sporadischer Güterverkehr. Los 946

Schätzwert 50-150 €

Kleinbahn Horka-Rothenburg-Priebus AG

Los 949

Rothenburg O/L., Aktie 100 RM 13.6.1929 (Auflage 5965, R 3) EF

Genthin, Sammel-Namensaktie ... x 800 RM 25.4.1925 (Blankette, R 7) EF

Gründung am 24.1.1907, eingetragen am 30.3.1907. Firma ab 7.7.1939: Kleinbahn Wehkirch-Rothenburg-Priebus. Streckenlänge 25,7 km (1933), Spurweite 1.435 mm, Bahnbetrieb ab 15.12.1907. Die Strecke wurde bis zur Wiedervereinigung als militärische Umgehungsbahn durch NVA und die Sowjetarmee genutzt.

Schätzwert 100-300 €

Kleinbahn-AG Heudeber-Mattierzoll

Schätzwert 150-250 €

Kleinbahn-AG Genthin-Ziesar Gründung 1898. Bis 1923: Genthiner Kleinbahn-AG, dann nach Fusion 1930 mit der Ziesaer Kleinbahn AG “Kleinbahn AG Genthin-Ziesar”. Ab 1942 Genthiner Eisenbahn-AG. Gesamtbahnlänge ca. 154 km rund um Genthin (50 km nordwestlich von Magdeburg). Aktionäre 1940 waren der Staat Preußen und die Provinz Sachsen. 1949 Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn, 1967 weitgehende Ein-

Halberstadt, Aktie Lit. A 1.000 Mark 1.5.1899. Gründeraktie (Auflage 565, R 4) UNC-EF. Das nördliche Harzvorland mit seinen Bodenschätzen (Kalk, Kali, Braunkohle) und fruchtbaren Böden (Zuckerrüben, Getreide) war einst von einem dichten Schienennetz durchzogen, an dem Staats- wie Privatbahnen gleichermaßen Anteil hatten. Die KHM war eine normalspurige 20,3 km lange Nebenbahn von Heudeber über Mulmke-Zilly-Dardesheim-Deersaheim-Hessen-Veltheim nach Mattierzoll. Gründer waren der Staat Preußen, die Provinz Sachsen, der Landkreis Halberstadt, die Domäne Mulmke, die Actienzuckerfabrik Hessen und Lenz & Co. (letztere führten den Bau aus und übernahmen nach Eröffnung der Bahn am 1.9.1898 zunächst die Betriebsführung). 30 Bedienstete ließen 3 Lokomotiven, 3 Personen- und 20 Güterwagen durch die westlichen Ausläufer der Magdeburger Börde zuckeln. Im Mattierzoll traf sich die “KHM” mit der von Westen kommenden Strecke BS-Gliesmarode-Schapen-Rautheim-Hötzum-Salzdahlum-Ahlum-Groß Denkte-Wittmar-Remlingen-Semmenstedt-Winnigstedt-Mattierzoll der BraunschweigSchöninger Eisenbahn (im Volksmund “BimmelLutjen” genannt). Sitzverlegungen 1924 nach Hessen (Kr. Wernigerode) und 1931 nach Merseburg (wo dann die Kleinbahnabteilung der Provinzialverwaltung von Sachsen die Vorstandsge-

schäfte führte). 1943 Umfirmierung in Eisenbahn-AG Heudeber-Mattierzoll. Laut Reichsbahn-Kursbuch 204 k von 1944 verkehrten auf der Strecke Heudeber-Hessen vier Zugpaare täglich und auf der Strecke Hessen-Mattierzoll sogar 10 Zugpaare. Ein besonders eindrucksvolles Lehrstück deutscher Nachkriegsgeschichte: Das in die Westzone führende letzte Stück bis Mattierzoll wurde gleich 1945 stillgelegt, die Ostzonen-Teilstrecke Heudeber-Hessen 1969. Dennoch wurde 1977 der Oberbau bis Zilly vollständig erneuert, wo im Kriegsfall die vorhandenen Rampen und die Ladestraße als Entladepunkt für Militärfahrzeuge genutzt werden sollten. Erst einige Jahre nach der Wende wurde 1995 auch diese Reststrecke aufgelassen. Noch heute quert die Bundesstraße von Wolfenbüttel nach Halberstadt die Bahngeleise in Mattierzoll kurz vor der Stelle, wo während der Wende einer der ersten neuen deutsch-deutschen Grenzübergänge entstand. Im Verkehrsmuseum Dresden lebt die KHM bis heute weiter: Dorthin gelangte 1974 als Museumslok die 1931 von der Reichsbahn (zuvor Königliche Eisenbahndirektion Berlin) übernommene und zuletzt 1961 zur Schlepptenderlok umgebaute KHM “2” 89 6009, ursprünglich aus der preußischen Tenderlokbaureihe T3 mit Achsfolge C n2 (gebaut ab 1882).

Los 951

Schätzwert 50-175 €

Kleinbahn-AG Jauer-Maltsch Jauer, Aktie 1.000 Mark 8.11.1902. Gründeraktie (Auflage 2100, R 5) EF Dekorativer Druck von G & D, mit Originalunterschriften. Gründung am 5.10.1901. Normalspurige, 30 km lange Strecke von Jauer nach Maltsch, westlich von Breslau gelegen. Betriebseröffnung 1902. Den Betrieb führte die Lenz & Co. GmbH in Berlin. Im AR saß u.a. Landrat a.D. Freih. Ernst von Richthofen. Großaktionär war mit 25% die AG für Verkehrswesen in Berlin.

Los 952

Schätzwert 75-175 €

Kleinbahn-AG Könnern-Rothenburg Könnern (Saale), Aktie 500 RM 25.2.1929 (Auflage 234, weitere 466 in zwei Sammelurkunden verbrieft, R 5) UNC-EF

Nr. 945

Nr. 985

Gründung 1915 in Könnern, ab 1943 Eisenbahn-AG Könnern-Rothenburg. Strecke Könnern-Rothenburg (5,4 km). 1949 Übernahme durch die Reichsbahn. 95

gleichsverfahren. Gehört heute zum WCM-Konzern, geblieben sind dem früheren Montan-Riesen nur noch seine Maschinenbau-Aktivitäten (Kunststoff-Maschinen und Getränkeabfüll-Maschinen). Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 953

Schätzwert 100-200 €

Kleinbahn-AG Lüben-Kotzenau Lüben, Aktie 1.000 Mark 1.7.1921 (Auflage 1304, R 5) EF Großformat. Gründung 1914. Bau und Betrieb der normalspurigen Bahn Lüben-Kotzenau (28 km) nordwestlich von Breslau. 1945 Übernahme durch die polnische Staatsbahn PKP.

Los 956

Schätzwert 100-150 €

Kleingärtnerverein zur Windmühle e.V. Meerane, Anteilschein 50 RM 1.4.1939 (R 9) EF Noch heute bestehende Kleingartenanlage. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 958 Los 957

Schätzwert 150-200 €

Klöckner-Werke AG Berlin / Castrop-Rauxel, 5 % Teilschuldv. 150 RM Jan. 1927 (R 9) EF Originalunterschriften.

Los 954

Schätzwert 150-250 €

Kleinbahn-AG Osterburg-Deutsch-Pretzier Osterburg, Na.-Aktie B 250 Mark 12.3.1913 (Blankette, R 8) EF Normalspurige Bahn Osterburg-Klein RossauDeutsch Pretzier (39 km), in Kl. Rossau Kreuzung mit der Stendaler Kleinbahn. Im wesentlichen Abfuhr ländlicher Produkte (Kartoffeln, Zuckerrüben) und Transport von Bau- und Brennstoffen sowie von Düngemitteln. Name ab 1943: Eisenbahn-AG Osterburg-Pretzier. 1949 Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn. Los 955

Schätzwert 225-300 €

Kleinbahn-AG Wolmirstedt-Colbitz Wolmirstedt, Namens-Aktie 1.000 RM 25.2.1929 (Auflage 103, weitere 382 in vier Sammelaktien verbrieft, R 7) VF+ Gründung 1909. Für den Betrieb der 8,5 km langen Anschlußbahn wurden gerade einmal 9 Mann Personal gebraucht. Den Betrieb führte bis 1945/46 die Kleinbahnabteilung des Provinzialverbandes Sachsen in Merseburg. Dann ging die Bahn über auf die Sächsischen Provinzbahnen GmbH und am 1.4.1949 auf die Deutsche Reichsbahn. Diese stellte den Gesamtverkehr am 31.12.1965 ein und baute die Gleise ab.

Gründung 1897 als Lothringer Hüttenverein Aumetz-Friede, 1903 Umbenennung in Lothringer Hütten- und Bergwerksverein. 1910 Schaffung einer eigenen Kohlebasis durch Erwerb der Zechen Victor-Ickern in Castrop-Rauxel. 1912 Interessengemeinschaft mit den Mannstaedt-Werken in Troisdorf und der Düsseldorfer Eisen- und Drahtindustrie AG, deren Aktienmehrheit Peter Klöckner inzwischen erworben hatte. Die Werke und Erzgruben in Lothringen gingen 1918 aufgrund des 1. Weltkrieges verloren. Die verbliebenen Unternehmen (Hüttenwerk Haspe, Verarbeitungsbetriebe Troisdorf und Düsseldorf, Werk Quint bei Trier) faßte Klöckner 1923 in einer einzigen Gesellschaft als “Klöckner-Werke AG” mit Sitz in Castrop-Rauxel zusammen, unter Einbeziehung des 1920 erworbenen “Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenvereins” in Osnabrück mit der Zeche Werne. 1938 Sitzverlegung nach Duisburg. 1945 wurde die alte Klöckner-Werke AG auf alliierte Anordnung liquidiert, die Betriebe aber 1952 wieder zusammengefaßt in der „Nordwestdeutsche Hütten- und Bergwerksverein AG“, die 1954 wieder den alten Namen “Klöckner-Werke AG” annahm. Im gleichen Jahr Erwerb der Norddeutsche Hütte AG in Bremen (1959 fusioniert), 1961/62 Errichtung eines neuen Betriebes in Kehl (Rhein). 1992 Ver-

Schätzwert 75-150 €

Klosterbrennerei, Erste Badische Wein- u. Edelbranntweinbrennerei AG

ken und Kartoffelflockenfabriken befanden sich in Schneidemühl, Fürstenwalde (mit Haferflockenfabrik), Wellmitz Kr. Guben (mit Sägewerk), Nechlau bei Guhrau (mit Flachsaufbereitung), Stolp und Loitz (Peene), schließlich Braunkohlenbergwerk Grube Humboldt in Spudlow. Börsennotiz Berlin. 1970 nach Berlin (West) verlagert, 1976 erloschen. 1992 Fortsetzung der Gesellschaft und Nachtragsabwicklung.

Emmendingen, Aktie 1.000 RM Dez. 1937 (Auflage 1000, R 5) EF Gesellschafter der Marabu Brennerei GmbH und der Klosterbrennerei GmbH in Emmendingen war die jüdische Firma J. M. Wertheimer & Cie. Im Zuge der Arisierung der Vermögenswerte dieser Firma wurden 1937 die Brennerei-GmbHAnteile auf die zu diesem Zweck neu gegründete AG übertragen. Die Firmen produzierten Weinbrände, Schwarzwälder Kirsch- und Zwetschenwasser, Himbeergeist und Liköre. Das Restitutionsverfahren wurde 1949 durch Vergleich mit den jüdischen Alteigentümern abgeschlossen. In den 60er Jahren erscheint Mercedes Bahlsen (aus der Hannoveraner Keks-Dynastie) als Mehrheitsaktionärin. Mitte der 70er Jahre übernahm die MAST-JÄGERMEISTER AG aus Wolfenbüttel die Anteile, die Klosterbrennerei AG trat in Abwicklung, 1976 wurde der Firmensitz nach Braunschweig verlegt. Die Produkte unter dem Markennamen “Klosterbrennerei” werden noch heute von der Fa. Schwarze im westfälischen Oelde hergestellt. Los 959

Schätzwert 100-200 €

Klosterbrennerei, Erste Badische Wein- u. Edelbranntweinbrennerei AG Emmendingen, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 200, R 7) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 960

Los 962

Schätzwert 40-100 €

Köllmann Werke AG Leipzig, Aktie 1.000 RM 1.1.1933 (Auflage 330, R 5) EF Gründung 1904 in Leipzig durch Gustav Köllmann. Seit 1907 Zahnräderfabrik Köllmann GmbH, 1912 in eine AG umgewandelt, 1928 Umfirmierung wie oben. In Leipzig börsennotiert. Die Fabrik in der Torgauer Str. 74 produzierte mit knapp 500 Mitarbeitern Zahnräder, Getriebe für Eisenbahntriebwagen, Hinterachsen und Wechselgetriebe für die Automobilindustrie sowie Langfräsmaschinen. 1946 Demontage und Enteignung des Leipziger Werkes, das in der DDR als VEB Fahrzeuggetriebewerke Joliot Curio weiterbestand, 1991 als Zahnradwerke Leipzig GmbH reprivatisiert (seit 1999 Neue Zahnradwerk Leipzig GmbH). Die AG selbst verlegte ihren Sitz 1949 nach Langenberg/Rhld. (wo schon seit 1911 die Tochter Köllmann Maschinenbau GmbH ansässig war) und 1951 nach Düsseldorf. Einrichtung eines neuen Werkes in DüsseldorfHeerdt. 1955 Übernahme durch die Maschinenfabrik Ernst Thielenhaus, die die Produktion 1964 in einem neuen großen Werk in Wuppertal konzentrierte. Im Zuge der Neuorganisation der Gruppe wurde die Zahnradfabrik Köllmann GmbH 2002 als Koellmann Airtec und Koellmann Gear Teil der Thielenhaus Technologies GmbH.

Schätzwert 30-60 €

Koch & te Kock AG Oelsnitz i.V., Genußschein 1.000 RM 14.3.1939 (Auflage 833, R 4) EF Gründung 1938 mit Wirkung ab 1.1.1939 zwecks Fortführung des seit 1880 bestehenden Teppich-Fabrikations- und Handelsgeschäfts Koch & te Kock in Oelsnitz. Nach 1945 enteignet, 1953 zusammen geführt mit den “Adoros”-Teppichwerken zum VEB Halbmond Teppiche, bis 1989 größter Teppichproduzent im mittel- bzw. osteuropäischen Raum. 1996 ging das privatisierte Unternehmen in der Gruppe “Allied Textiles” auf. Los 961

Schätzwert 20-60 €

Koehlmann-Werke AG Frankfurt/Oder , Aktie 100 RM März 1939 (Auflage 1810, R 3) EF

Postkarte mit Bahnhof in Wolmirstedt (rechts unten)

96

Gründung 1860, AG seit 1871 unter der Firma „Stärke-Zuckerfabrik AG vorm. C.A. Koehlmann & Co.“. Im Werk Frankfurt (Oder) Herstellung von Stärkesirup und Stärkezucker, Stärkefabri-

Los 963

Schätzwert 50-100 €

Köllmann Werke AG Leipzig, Aktie 1.000 RM 1.1.1941 (Auflage 200, R 5) EF

Los 964

Schätzwert 275-350 €

Köllner-Roloff-Werke AG Leipzig, Aktie 1.000 Mark 10.5.1923 (Format 27 x 36 cm, Auflage insgesamt 6010, R 9) VF+. Gründung 1922 zur Weiterführung der Emil Köllner-Wilh. Roloff-Werke mbH. Herstellung von Dachpappen und Teerprodukten, Anlegung und Ausbesserung von geräuschlosen Straßen, Ausführung von Asphalt-, Pappbedachungsund Isolierungsarbeiten. 1927 Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses, wobei die Aktionäre leer ausgingen.

Nr. 964 Aktien dieser Ges. waren vorher völlig unbekannt, nur 6 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Los 965

Schätzwert 100-150 €

Köllner-Roloff-Werke AG Leipzig, Aktie 1.000 Mark 10.5.1923 (Format 19 x 26 cm, Auflage insgesamt 6010, R 8) EF-. Wir haben hier die kuriose Situation, daß Aktien ein und dergleichen Ausgabe in zwei ganz unterschiedlichen Ausführungsvarianten und Formaten existieren!

Los 966

Nr. 968 mann, zu der neben dem 16 ha großen Brauereiareal direkt am Rhein auch das angrenzende Weingut Königsbach gehört. 1900 Hinzuerwerb der Prümm’schen Brauerei in Niedermendig. 1913 Ankauf der Nassauer Union-Brauerei (1925 mit Ausnahme der Gastwirtschaft und des Inventars an die Stadt Nassau verkauft), außerdem Lohnbrauvertrag mit der Nassauer Löwenbrauerei (1945 wenige Tage vor Kriegsende dem Erdboden gleichgemacht). 1937 Beteiligung an der J. Bubser Brauerei zur Nette in Weissenthurm (durch Bomben total zerstört). Hinzuerworben wurden die Brauerei Gebr. Fuchs - Kirchberger Brauhaus, Kirchberg/Hunsrück (1965) und die Mehrheit an der Hirschbrauerei AG Düsseldorf (1971). 1974 Inbetriebnahme der damals modernsten vollautomatischen Faßfüllanlage in Deutschland. Noch heute bestehende AG.

Los 970

Schätzwert 30-75 €

Königshütter Gaswerk AG Königshütte O.-S., Aktie 67,50 Zloty 31.5.1943 (Ersatzurkunde, R 3) EF Das Kapital der Gesellschaft betrug 1943 270.000 RM = 540.000 zl. Mit Schreibmaschine ausgeführt. Gasversorger der Stadt Königshütte (heute Chorzów) im oberschlesischen Industrierevier, gegründet 1920. Die Deutsche ContinentalGas-Gesellschaft, Dessau war an der AG beteiligt (1943).

Los 974 Los 968

Schätzwert 225-300 €

Schätzwert 20-60 €

Kommunales Elektrizitätswerk Mark AG

Königsberger Kühlhaus und Kristall-Eis-Fabrik AG

Hagen, 5 % Teilschuldv. 500 RM Mai 1939 (Auflage 5400, R 3) EF

Königsberg i.Pr., Aktie 1.000 RM 2.4.1941 (Auflage 500, R 8) EF

Gründung 1906 durch die Stadt Hagen (36,3 %), die Accumulatoren-Werke (heute VARTA) und die Städte Lüdenscheid und Iserlohn (je 8,5 %) sowie mit kleineren Anteilen die Stadt Hohenlimburg, das Amt Lüdenscheid, Stadt und Kreis Altena, die Dessauer Gas, das Amt Halver, die Stadt Schwerte, den Ennepe-Ruhrkreis Schwelm, die Provinz Westfalen, die Stadt Plettenberg, die Stadt Werdohl und 8 kleinere Gemeinden. In Betrieb gingen die Kraftwerke Herdecke (1908) und Elverlingsen (1911), zugleich Übernahme der Lenne-Elektrizitäts- und Industriewerke AG mit dem Dampfkraftwerk Siesel und der Wasserkraft der Ostertalsperre. 1922 wurde dem preußischen Staat das Steinkohlenbergwerk “Auguste” abgekauft. 1940 Übernahme eines Gründeranteils an der Hagener Flughafengesellschaft. Heute ist an der ELEKTROMARK neben den Städten der Region auch das RWE beteiligt.

Gegründet 1913. Die Eisfabrik und das Kühlhaus mit Gleisanschluss gingen im April 1914 in Betrieb. Börsennotiz im Freiverkehr Berlin. Vorher völlig unbekannt gewesen, nur 11 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Los 971

Schätzwert 75-200 €

Kohlen-Bahn-AG Reichenau i.Sa., Aktie 1.000 Mark 10.1.1922 (Auflage 2380, R 4) EF Gründung 1921 durch einen Bergwerksbesitzer und 5 Fabrikanten zum Bau der 4 km langen Kohlenbahn Reichenau-Seitendorf (30 km südlich von Görlitz) in 750-mm-Spur. 8 Mann Belegschaft bewegten drei Lokomotiven und 45 Kohlenwagen. Eine Dividende wurde bis zum Ende des 2. Weltkriegs, in dessen Folge die Gegend an Polen kam, nie erwirtschaftet. Durch den Tagebau der Grube Turow hat sich das Gebiet zwischen Reichenau und Seitendorf inzwischen landschaftlich völlig verändert.

Schätzwert 30-75 €

Kölsch-Fölzer-Werke AG Siegen, Aktie 300 RM März 1932 (Auflage 10125, R 3) EF Entstanden durch Fusion der 1862 gegründeten “Siegen-Lothringer Werke vorm. H. Fölzer & Söhne AG”, der “Walzengießerei vorm. Kölsch & Co. AG” in Siegen, der “Heinrich Stähler oHG” in Weidenau (Sieg) und der “Eiserfelder Hütte AG”, Eiserfeld (Sieg). 1921 noch Übernahme der “Paul Schütze AG” in Ludwigshafen, die Anlagen für die chemische Industrie und Molkereianlagen baute. Hergestellt wurden zuletzt Hüttenwerksanlagen, Hochöfen, Wasseraufbereitungs- und Abwasserreinigungsanlagen sowie OffshoreKomponenten für die Ölindustrie. 1983 Konkurs.

1761 als Handweberei, ab 1857 dann Maschinen-Betrieb. Das Bissinger Werk entstand 1897. Außerdem Zweigbetriebe in Urach und Schlitz (Hessen). 1926 Fusion mit der Mech. Flachsspinnerei Bayreuth AG, 1937/38 wurden die Göppinger Betriebe der Firma A. Gutmann & Co. GmbH übernommen. Die bis heute börsennotierte AG war lange einer der „weißen Raben“ der krisengeschüttelten Textilindustrie. Zuletzt von der Minninger-Gruppe zu einer Immobiliengesellschaft umstrukturiert.

Los 975

Schätzwert 200-250 €

Konditoreneinkauf AG Hamburg, Aktie 100 RM Mai 1940 (Auflage NUR 40 Stück, R 10) VF Los 969

Schätzwert 50-125 €

Königsbrücker Emaillierwerk Gebrüder Reuter AG Königsbrück/Sa., Aktie 1.000 Mark Juli 1923 (Auflage 5400, R 5) VF+ Gründung 1922 zur Weiterführung der gleichnamigen Firma mit Werken in Königsbrück und Trems bei Lübeck.

Los 972

Schätzwert 125-175 €

Kohlensäurewerk Deutschland AG

Gründung 1916 als Genossenschaft, AG ab Nov. 1923. Ein- und Verkauf sowie Herstellung von Konditoreibedarfsartikeln. 1971 ist die Gesellschaft in eine GmbH unter der Firma “Grundstücksgesellschaft Gerstäckerstraße mbH” umgewandelt worden. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Hönningen a.Rh., VZ-Aktie 1.000 Mark 5.8.1920 (Auflage nur 75 Stück, R 6) EF Umrandung im Historismus-Stil. Gegründet 1912 von Bankier Jakob Grünewald, Generalagent Abraham Fröhlich, Kaufmann Otto Schaaf u.a. Gewinnung und Vertrieb von Kohlensäure in jeder Form. Heute CARBO Kohlensäurewerk GmbH & Co. KG. Los 973

Los 967

Schätzwert 100-125 €

Königsbacher Brauerei AG vorm. Jos. Thillmann Koblenz, Aktie 1.000 RM Febr. 1925 (Auflage 1760, R 6) EF Gründung 1900 zur Fortführung der schon seit 1689 bestehenden Bierbrauerei von Jos. Thill-

Schätzwert 100-150 €

Kolb & Schüle AG

Nr. 970

Kirchheim unter Teck, Aktie 100 RM Dez. 1942 (R 6) EF

Los 976

Schätzwert 40-100 €

Aktienkapital 2,6 Mio. RM in Aktien à 100 und 1.000 RM. Gründung 1898 als „Mech. Buntweberei vorm. Kolb & Schüle AG“, 1918 umfirmiert. Das Kirchheimer Etablissement bestand bereits seit

Pfeddersheim bei Worms, Aktie Lit. B 100 RM Jan. 1933 (Auflage 2550, R 4) UNC-EF

Konservenfabrik Joh. Braun AG Gründung 1907 unter Übernahme der seit 1871 bestehenden Firma Joh. Braun, Konserven und Marmeladefabrik, ursprünglich in Düs-

97

Los 985

seldorf von Johann Braun gegründet. Dessen Sohn, Josef Braun, verlegte 1873 die Fabrik nach Mombach bei Mainz, 1881 von da nach Pfeddersheim bei Worms, wo eine Malzfabrik erworben wurde. 1943 bestanden Werke in Pfeddersheim und Volkach (Main). Die Produktion in Volkach wurde von der Konservenfabrik Joh. Braun GmbH bis 1966 aufrecht erhalten.

Gera, Aktie (Interims-Schein) 127 x 1.000 RM 20.6.1937 für die AG Sächsische Werke in Dresden (der ASW-Anteil von 66 % war in einer Urkunde mit 50 % sowie 6 “kleineren” Sammelurkunden verbrieft, R 9) UNC-.

Los 980

Schätzwert 100-150 €

Korksteinfabrik-AG vormals Kleiner & Bokmayer Wien, Aktie 100 RM Dez. 1939 (Auflage 6000, R 8) EF

Los 977

Schätzwert 50-100 €

Konservenfabrik Seehausen-Altmark AG Seehausen-Altmark, Aktie 100 RM März 1941 (Auflage 1000, R 5) EF+ Gründung 1924 durch Übernahme der Konservenfabrik Seehausen i. Altm. eGmbH. Nach 1948 Betrieb im VEB OGEMA, Obst- und Gemüseverarbeitung Magdeburg, ab 1975 VEB OGEMA Stendal. 1990 stillgelegt.

Gegründet 1884 als AG für patentierte Korkstein-Fabrikation und Korksteinbauten vorm. Kleiner & Bokmayer. Werk im niederösterreichischen Mödling an der Südbahn. Die Firma erhielt die Lizenzen für Österreich-Ungarn des Dämmstoffherstellers Grünzweig & Hartmann in Ludwigshafen a. Rh. Produziert wurden “Kabe”-Leichtbaumaterialien und die feuerfesten Materialien “Thermalit” und “Diatherma”.

Los 981

Los 983

Nr. 982 Schätzwert 400-500 €

Kraftwagen AG Leipzig, Aktie 1.000 Mark Juni 1923 (Auflage 1000, R 12) VF Gegründet 1918 als “Lastkraftwagen AG” zwecks Transport von Gütern aller Art mit Lastkraftwagen im Stadt- und Landverkehr, im besonderen in Leipzig und Umgebung. 1922 umbenannt wie oben. 1925 beschloss die Generalversammlung eine Umorganisation, die Ges. sollte in eine Milchzentrale umgewandelt werden. Ende 1926 Betriebseinstellung und Vermietung des Betriebes im Plösnerweg 20 an die Milchzentrale Leipzig und die Dampfmolkerei Mügeln eGmbH. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig. 1929 in Liquidation gegangen. Vorher völlig unbekannt gewesen, ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.

Schätzwert 50-150 €

Kraftübertragungswerke Rheinfelden Rheinfelden (Baden), Aktie 1.000 Mark 30.6.1908 (Auflage 4000, R 5) EF Los 978

Schätzwert 100-250 €

Kontor-Haus AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Juli 1909. Gründeraktie (Auflage 500, R 4) EF Gründung 1909. Immobiliengesellschaft, besaß Kontorhäuser in Berlin: Schicklerstr. 5,6,7, und Neue Friedrichstr. 2. Ein Grundstück in der Charlottenstr. wurde 1918 verkauft. Großaktionär (1943): Norddeutsche Lederwerke AG, Berlin (90%). 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, ab 1952 GmbH.

Los 979

Schätzwert 50-150 €

Kontor-Haus AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Juni 1921 (Auflage 1000, R 3) EF-

Schätzwert 600-750 €

Kraftwerk und Straßenbahn Gera AG

Ausgegeben zur Finanzierung des neuen Wasserkraftwerks Augst-Wyhlen. Faksimile-Unterschrift des Bankiers Carl Fürstenberg für den AR. Gründung 1897 zum Bau einer Wasserkraftanlage am Oberrhein. Die Gesellschaft erlangte großen Ruhm mit der ersten großtechnischen Verwirklichung der Stromübertragung über größere Entfernungen. Die Aluminium-Industrie-AG in Neuhausen kaufte der Gesellschaft für die ganze Dauer der Konzession gleich die Hälfte ihrer Kapazität ab, weitere Großabnehmer der chemischen und Textilindustrie siedelten sich an, so dass die gesamte Kapazität gleich nach Inbetriebnahme des Kraftwerks ausverkauft war. 1908 wurde zusammen mit der Stadt Basel das Kraftwerk Augst-Wyhlen gebaut. Beteiligungen 1926 am Rheinwasserkraftwerk Ryburg-Schwörstadt und 1928 beim Schluchseewerk im Schwarzwald. 1942 Übernahme der Elektrizitätswerk Zell AG. Weitere Beteiligungen 1965 beim Kernkraftwerk Obrigheim, 1969 an der Rheinkraftwerk Säckingen AG und 1973 beim Kernkraftwerk Leibstadt (Schweiz). Mehrheitsaktionär der bis heute in Berlin, Frankfurt, Zürich und Basel börsennotierten AG ist die Elektro-Watt AG, Zürich.

Los 982

Schätzwert 50-80 €

Kraftübertragungswerke Rheinfelden Rheinfelden (Baden), 5 % Obl. 1.000 Fr. 1.3.1927 (R 4) EF

Los 984

Schätzwert 20-60 €

Kraftwerk Thüringen AG Gispersleben, Aktie 1.000 RM Nov. 1942 (Auflage 1300, R 2) UNC-EF Gründung 1901 als Privatunternehmen durch den aus Leipzig zugezogenen Ingenieur Max Lange. Umwandlung 1907 in eine GmbH und 1909 in die „Elektrizitätswerk Gispersleben AG“. 1915 Fusion mit der „Elektrizitätswerk Oberweimar Ueberlandzentrale GmbH“, dabei Umfirmierung wie oben. Neben dem Kohlekraftwerk (das 1918 einen eigenen Gleisanschluß an die Eisenbahn Erfurt-Nordhausen erhielt) besaß die Ges. auch eine kleine Wasserkraftanlage. Über 1200 km Hochspannungsleitungen wurden die Überlandzentrale Saaletal GmbH in Saalfeld, die Städte Ilmenau, Arnstadt, Weimar und Sömmerda und über 300 kleinerei Gemeinden mit Strom beliefert. Börsennotiz Berlin und München; Großaktionär war bis in die 30er Jahre die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg (Siemens-Konzern), später die Thüringenwerk AG in Weimar (33,7 %), die Elikraft AG in Berlin (26,7 %) und die Thür. Elektrizitäts- und Gas-Werke AG in Apolda (27,5 %).

Einfacher Druck, mit Originalunterschriften. Die 1892 in 1.000-mm-Spur eröffnete Geraer Straßenbahn ist nach der Hallenser Straßenbahn die zweitälteste noch heute existierende elektrische Straßenbahn in Deutschland. Gebaut und betrieben wurde sie ursprünglich von der Geraer Straßenbahn-AG (seit 1911 Geraer Elektrizitätswerk- und Straßenbahn-AG), deren Konzession von 1891 bis 1951 lief. Eine Kaufabsicht hatte nach der alten Konzession die Stadt Gera innerhalb von 36 Jahren zu erklären, was wohl der Grund ist, daß ausgerechnet 1927 die Konzession nebst E-Werk und Straßenbahn auf diese neue AG (gegründet 1925 in Dresden als Gasversorgung Westsachsen AG) überging. Aktionäre waren hier zu 64 % die landeseigene AG Sächsische Werke in Dresden und zu 36 % die Stadt Gera. Die Straßenbahn hatte anfangs 3 Linien, die sich in der Heinrichstraße trafen, bis heute die zentrale Umsteigestelle des Geraer Nahverkehrs. Bereits 1892 wurde über ein Gütergleis der Preußische Bahnhof (heute der Hauptbahnhof) angeschlossen. Güterwagen wurden von hier auf Rollbökken zu den Fabriken in Gleisnähe gefahren, die Traktion übernahmen Dampflokomotiven. 1896 folgte ein Gütergleis zum Sächsischen Bahnhof (heute Südbahnhof). 1901 wurde im Süden der Stadt bei Pforten der Bahnhof der Gera-Meuselwitz-Wuitzer Eisenbahn-AG eröffnet und mit dem Straßenbahndepot Lindenthal verbunden, so daß fortan auch Braunkohle über die Straßenbahngeleise zu den Fabriken transportiert wurde. Erst 1963 wurde der Güterverkehr vorläufig eingestellt, weil die letzte dafür noch vorhandene Lokomotive ihren Geist aufgab, und 1969 zerstörte ein schweres Unwetter nicht nur die Gera-Meuselwitz-Wuitzer Eisenbahn, sondern auch die Gleisanlagen im Pfortener Bahnhof, die danach nicht wieder aufgebaut wurden. Dennoch wurde für kurze Zeit 1982-85 der Güterverkehr der Geraer Straßenbahn noch einmal aufgenommen. Ein nettes Detail am Rande: Als 1984 die letzte eingleisige Strecke auf der Sorge (der Hauptfußgängerzone) zwecks zweigleisigem Ausbau in die parallel verlaufende Straße “Hinter der Mauer” verlegt wurde, benannte man diese zur Vermeidung politischer Assoziationen um, sie hieß dann “Am Leumnitzer Tor”. Nach der Wende wurde die Straßenbahn umfassend modernisiert und umgestaltet, aktuell wird sogar der Bau einer vierten Linie geplant. Nur 2 Stück dieses Nominals lagen im Reichsbankschatz.

Los 986

Schätzwert 20-60 €

Kramsta-Methner u. Frahne AG Landeshut i. Schles., Aktie 1.000 RM Juli 1935. Gründeraktie (Auflage 2200, R 2) EF Das Unternehmen ist hervorgegangen aus der 1797 gegründeten Kramsta-Gesellschaft (AG seit 1871) und aus der 1852 gegründeten Textilwerke Methner & Frahne (AG seit 1907). 1931 erfolgte der Zusammenschluß beider Firmen zur Ostdeutsche Textilindustrie AG. Diese trat 1933 in Liquidation und gründete zur Fortführung des Unternehmens die Kramsta-Methner & Frahne GmbH, die 1935 erneut in die AG umgewandelt wurde. Werke in Merzdorf/Riesengeb. (Flachsfabrik und Grünflachsspinnerei), Waldenburg (Leinenspinnerei), Landeshut (Leinen, Halbleinen- und Schwerweberei) und Bolkenhain (Roh- und Gebildweberei). Börsennotiz Berlin und Breslau. 1948 Sitzverlegung nach Bielefeld, 1963 Auflösung der Gesellschaft. Nr. 975 98

Nr. 983

Los 987

Schätzwert 125-175 €

Krauss-Maffei AG München, Aktie 100 RM Okt. 1942 (Auflage 4200, R 6) EF Gründung 1866 als „Lokomotivfabrik Krauss & Comp.“, AG seit 1887. 1920 Übernahme der Gießerei Sugg & Comp. AG, München und 1921 der Bayerischen Stahlgießerei GmbH, Allach. 1931 Fusion mit dem Konkurrenten J. A. Maffei AG (gegr. bereits 1838) zur “Lokomotivfabrik Krauss & Comp. - J. A. Maffei AG”. Produziert wurden Haupt- und Nebenbahnlokomotiven, Eisenbahnsicherungsanlagen und Werkzeugmaschinen im Werk München-Hauptbhf., Klein- und Industriebahnlokomotiven, und Torfgewinnungsanlagen im Werk MünchenSüdbhf., außerdem Stahl- und Tempergiesserei in Allach bei München, wo zusätzlich ein ganz neues Werk für Lokomotiven errichtet wurde. 1940 umbenannt in Krauß-Maffei AG. Im 2. Weltkrieg mit der Deutschen Bank als Großaktionär komplette Umstellung auf Rüstungsproduktion, vor allem Panzer. Später gehörte Krauß-Maffei, die inzwischen Konsortialführer beim Bau des Leopard-Panzers geworden waren, über Buderus zum Flick-Konzern, 1989-96 dann stufenweise vom Mannesmann-Konzern übernommen und mit der DEMAG 1999 zur Mannesmann Demag Krauss Maffei AG fusioniert. Nach der Mannesmann-Übernahme durch Vodafone dann kurzzeitig zum SiemensKonzern gekommen. Die Wehrtechnik wurde 1999 an die Rüstungsfirma Wegmann & Co. in Kassel abgegeben (heute Krauss-Maffei Wegmann GmbH). Ebenfalls 1999 wurde die Lokomotivsparte in die Siemens AG eingegliedert. Die dann noch verbleibende Kunststoffmaschinentechnik (etabliert 1957, weltweit führend bei Spritzgießmaschinen) wurde 1998 in die Mannesmann Plastic Machinery GmbH ausgegliedert und 2002 erst an den US-amerikanischen Finanzinvestor KKR und 2005 dann an Madison Capital Partners verkauft. Ebenso wie das folgende Los vorher völlig unbekannt gewesene Emission! Los 988

Schätzwert 600-750 €

Krauss-Maffei AG München, Aktie 1.000 RM Okt. 1942 (Auflage 2580, R 12) VF

Nr. 988

Nr. 993

Maffeische 2/6-Schnellzuglokomotive

Los 990

Kampfpanzer Leopard 1 von 1965

Schätzwert 600-750 €

Los 993

Schätzwert 300-400 €

Kreis Altenaer Eisenbahn-AG

Kreis-Hypothekenbank Lörrach

Lüdenscheid, Aktie 2.700 RM 1.3.1943 (R 12), ausgestellt auf das Amt Halver. In dieser Urkunde waren folgende Aktien zusammengefaßt: 18 Lit. A, 3 Lit. B und 6 Lit. C VF

Lörrach, Baden, Sammelaktie 10 x 100 RM 15.12.1928 (Auflage 350, R 9) UNC-EF

Originalunterschriften. Gründung 1886 in Altena, ab 1905 in Lüdenscheid ansässig. Erste Strecke Altena-Lüdenscheid (14,5 km Schmalspur). Bis 1905 wuchs das Streckennetz im Kreis Lüdenscheid auf 41 km an, dazu kamen folgende Strecken: Lüdenscheid-Augustenthal-Werdohl; Schalksmühle-Halver; Verbindung Lüdenscheid zum DR-Bahnhof. 1953 Vergleichsverfahren. Strecken von 1949 bis 1967 bis auf 700 m Restgleis sukzessive stillgelegt. 1976 Umfirmierung in Märkische Eisenbahngesellschaft. In dieser Form ein Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 991

Schätzwert 600-750 €

Kreis Altenaer SchmalspurEisenbahn-Gesellschaft Oberrahmede, Actie Lit. A 1.000 Mark 15.9.1887. Gründeraktie (Auflage 880, davon aber 1943 etwa die Hälfte in Sammelaktien verbrieft, R 8) VF

Vorher völlig unbekannt gewesener Jahrgang!

Los 994

Schätzwert 200-250 €

Kreis-Hypothekenbank Lörrach AG Lörrach, Baden, 3,5 % NamensSchuldschein 250 RM 1.7.1936 (R 10) EF-

Los 992

Schätzwert 75-150 €

Kreis-Hypothekenbank Lörrach Lörrach, Baden, Aktie 100 RM 1.8.1926 (Auflage 5680, R 5) EF Uralte Regionalbank, gegründet bereits 1868 durch den Kreisausschuss des Kreises Lörrach. Börsennotiz: Freiverkehr Mannheim. 1936 außerdem Übernahme eines Reisebüros in Lörrach. Eine Beteiligung bestand an der AG für Hypothekenverkehr, Basel. 1953 einer der ersten Bankzusammenbrüche der jungen Bundesrepublik.

Der Ausgabe dieser Schuldscheine lag ein ganz komplizierter Sachverhalt zu Grunde: Nachdem die badische Staatsregierung nach der HyperInflation die Auskehrung von Aufwertungsbeträgen an die Aktionäre in Form zusätzlicher Aktien nicht genehmigt hatte, wählte die Bank einen trickreichen Umweg: Sie gründete in Basel die AG für Hypothekenverkehr, indem sie die Aufwertungsbeträge dort als Sacheinlage einbrachte, kehrte die neue Beteiligung dann als Sachausschüttung an ihre Aktionäre wieder aus und kaufte sie schließlich von ihren Aktionären gegen Ausgabe dieser Schuldscheine wieder zurück. Da die Schuldscheine im Freiverkehr Mannheim zum Handel eingeführt wurden, sahen die Aktionäre, wenn sie wollten, schließlich doch Bargeld. Originalunterschriften.

Der hohe Nennwert ist ein Unikat!

Los 989

Schätzwert 100-125 €

Kreditanstalt der Deutschen eGmbH Reichenberg/Prag, Sammel-Na.-AnteilSchein 2 x 100 RM von 1940 (R 10) EF Die 1911 mit Hauptsitz in Prag gegründete Anstalt entwickelte sich in der damaligen Tschechoslowakei zum bedeutendsten deutschen Geldinstitut im böhmisch-mährischen Raum. Mit der Angliederung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich 1928 wurde der Hauptsitz nach Reichenberg verlegt. Das Institut unterhielt 85 Filialen im Sudetenland, in Böhmen und Mähren (incl. Prag, Budweis, Brünn und Pilsen) , den angrenzenden Gauen Bayreuth, Nieder-Donau, Ober-Donau und Schlesien sowie in Zwickau und Zwittau. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 990

Nr. 991 99

Los 1003

Schätzwert 450-600 €

Kyffhäuser Kleinbahn-AG Kelbra a. Kyffh., Aktie Lit. A 1.000 Mark 1.7.1915 (Blankette, R 10) EF

Los 1000

Schätzwert 30-75 €

Kunstanstalt Etzold & Kießling AG Crimmitschau i.Sa., Aktie 100 RM 31.8.1942 (Auflage 1000, R 3) EF

Nr. 994

Nr. 997

Los 998 Los 995

Schätzwert 150-200 €

Kreishauptstadt Villingen Villingen (Schwarzwald), Schuldv. 100 RM 31.3.1928 (R 10) VF Anhängend Auslosungsschein. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1897 unter Übernahme der seit 1867 bestehenden chromolithographischen Kunstanstalt gleichen Namens. Erzeugnisse: Werbedrucke, Affichen, Stanzplakate, Markenpackungen, Serienbilder. Börsennotiz Berlin, später Leipzig. 1945 wegen dringendem Bedarf zunehmend Faltschachtelproduktion für die Nahrungsmittel- und Süßwarenindustrie. 1972 Verstaatlichung als Volkseigener Betrieb, ausschließlich Massenproduktion von Faltschachteln. 1990 Umwandlung in eine GmbH, 1992 Privatisierung als Tochtergesellschaft der Alfred Wall AG, Graz/Österr. 2001 wird der amerikanische Konzern Westvaco alleiniger Gesellschafter der Wall-Gruppe, masterpack ist als Standort der Wall-Gruppe integriert. 2004 Übernahme der masterpack Crimmitschau GmbH durch die sächsischen Mugler-Gruppe mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal.

Schätzwert 75-150 €

Gründung 1913 als Kyffhäuser Kleinbahn-AG, ab 1943 Kyffhäuser Eisenbahn-AG. Die Bahn mit einer Länge von knapp 30 km lag in Thüringen, 50 km nördlich von Erfurt und verband die Orte Berga-Kelbra-Artern. Großaktionäre 1943 waren mit 33 % der Staat Preußen und mit 33 % die Provinz Sachsen. 1949 Übernahme durch die Reichsbahn, 1966 fuhr der letzte Personenzug. Wie auch das folgende Los vorher vollkommen unbekannt gewesene frühe Ausgabe! Los 1004

Kelbra a. Kyffh., Aktie Lit. B 500 Mark 1.7.1915 (Blankette, R 10) EF-VF Nicht entwertet. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist das allerletzte noch verfügbare! Identische Gestaltung wie voriges Los.

Los 1005

Kühn, Vierhaus & Cie. AG

Schätzwert 600-750 €

Kyffhäuser Kleinbahn-AG

Schätzwert 100-300 €

Kyffhäuser Kleinbahn-AG

Rheydt, Aktie 1.000 Mark 12.2.1923 (Auflage 2700, R 5) EF

Kelbra a. Kyffh., Namens-Aktie 400 RM 25.2.1929 (Blankette, R 12) EF-VF

Umgestellt auf 400 RM, 1933 auf 100 RM. Gegründet 1884 als oHG, 1915 in eine AG umgewandelt. Betrieb einer Spinnerei und Zwirnerei, Herstellung und Vertrieb von Garnen. Großaktionäre (1943): Familie Vierhaus. 1983 Einstellung der Produktion, 1985 Konkursantrag.

Nur diese eine Blankette lag im Reichsbankschatz.

Los 1001

Schätzwert 20-60 €

Kunstanstalten May AG Dresden, Aktie 200 RM 1.2.1942 (Auflage 1000, R 3) UNC-EF Gründung 1845/1882, seit 1898 AG. Farbendruckbilder, Kunstblätter, Verlag von Bilderbüchern. 1914 Umfirmierung in „Kunstanstalten May AG“. 1949 Sitzverlegung nach Fürth, später nach Aschaffenburg. Börsennotiz früher Dresden/Leipzig. Noch heute bestehendes Unternehmen. Los 999

Schätzwert 100-150 €

Kultur- und Siedlungs-AG deutscher Landwirte Los 996

Schätzwert 125-175 €

Kreiskommunalverband Holzminden Holzminden, 15 % Teilschuldv. 500.000 Mark 1.9.1923 (Auflage 1000, R 9) EF Teil einer Anleihe in von 1 Mrd. Mark, genehmigt durch den Braunschweigischen Minister des Innern. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 997

Schwerin i.M., Aktie 1.000 RM Okt. 1927 (Auflage 200, R 6) EF Gründung 1923 als “Landwirtschaftliche Kultur- und Siedlungs-AG Deutscher Landwirte” mit Sitz in Berlin, 1925 umbenannt wie oben und verlegt nach Schwerin (bis 1937, danach wieder Berlin). Besiedlung von Landbesitz auf ausschließlich gemeinnütziger Grundlage in ganz Deutschland.

Los 1002

Schätzwert 300-400 €

Kunstmühle Kinck AG Godramstein, Aktie 1.000 RM Dez. 1929 (Auflage 375, R 10) EF Gründung 1898. Auf dem 81.000 qm großen Areal in Godramstein bei Landau (Pfalz) wurde eine Weizen- und Roggenmühle betrieben mit zuletzt noch knapp 40 Beschäftigten. Nach der Mühlenkrise Mitte der 50er Jahre seit 1959 in Liquidation. Zuvor völlig unbekannt gewesen!

Los 1006

Wien, Aktie 100 RM Okt. 1939 (Auflage 5000, R 8) VF-F Gründung 1880 als k.k. priv. Oesterreichische Länderbank. Schnell erreichte die Bank eine bedeutende Position im inländischen wie auch (über ihre Filialen in Paris und London) im internationalen Bankgeschäft. 1922 verlegte sie als “Zentraleuropäische Länderbank” ihren Firmensitz nach Paris. Deren Wiener Repräsentanz wurde 1938 mit der Mercurbank und der Wiener Filiale der Prager Zivnostenská Banka zur Länderbank Wien AG vereinigt. Anlässlich der Verstaatlichung nahm die Bank 1948 wieder ihren ursprünglichen Namen aus der Zeit der Gründung an. In den 1990er Jahren mit der Zentralsparkasse zur Bank Austria AG fusioniert, kurz danach wurde auch noch die

Schätzwert 125-175 €

Kreiskommunalverband Wolfenbüttel Wolfenbüttel, 15 % Schuldv. 20.000 Mark 31.7.1923 (Auflage 1000, R 10) EF Teil einer Anleihe von 500 Mio. M, vermittelt durch die Braunschweigische Staatsbank. Den rückseitigen Anleihebedingungen entnehmen wir, dass es zu der Zeit in Wolfenbüttel noch drei Privatbankhäuser gab: C. L. Seeliger (heute als einziges übriggeblieben), A. Fink sowie Carl Fried. Meineke & Sohn GmbH. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 100

Nr. 1002

Schätzwert 200-250 €

Länderbank Wien AG

Nr. 1004

Creditanstalt-Bankverein aufgenommen. 2000 übernahm die Bayerische Hypo- und Vereinsbank die Aktienmehrheit, die ihrerseits 2005 von der italienischen UniCredit „geschluckt“ wurde und ihre im Osteuropa-Geschäft überragend starke Tochter Bank Austria dann gleich an die neue Mutter verkaufen „durfte“. Nur 12 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1011

Schätzwert 150-200 €

Landcredit-Bank Sachsen-Anhalt AG Halle a.S., Aktie 1.000 Mark 21.2.1923 (Auflage 535, R 8) EF Gründung 1922. Filialen in Stendal, Heiligenstadt, Beetzendorf, Magdeburg, Salzwedel und Eisleben. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1017

Schätzwert 75-125 €

Landeshauptstadt Darmstadt Darmstadt, Schuldv. 1.000 RM 1.5.1929 (R 7) EF Los 1015

Schätzwert 75-150 €

Landeshauptstadt Darmstadt Los 1007

Ablösungsanleihe, Auslosungsschein anhängend.

Darmstadt, 8 % Schuldv. 5.000 RM 1.4.1926 (Auflage 288, R 6) EF

Schätzwert 30-50 €

Land Braunschweig

Großformatiges Papier mit riesigem Wappen im Unterdruck.

Braunschweig, Schuldv. 50 RM 1.11.1927 (R 5) EF-VF Anh. Auslosungsschein.

Los 1012

Los 1008

Schätzwert 60-75 €

Land Mecklenburg-Schwerin Schwerin i.M., 5 % Schuldv. (interim) 1/2 Ztr. Roggen 1.12.1922 (R 6) EF Mecklenburg-Schwerin war von 1815-1918 Großherzogtum und von 1918 bis 1934 Freistaat. 1933/34 mit Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg vereinigt.

Los 1009

Schätzwert 10-30 €

Land Mecklenburg-Schwerin Schwerin i.M., Ablösungs-Schuldv. 100 RM 20.12.1926 (R 3) VF Ablösungsanleihe, eine Verzinsung konnte erst nach dem Erlöschen der Reparationsverpflichtungen gefordert werden. Mit anh. dekorativem Auslosungsschein. Kleinere Sengspuren.

Los 1018

Danzig, 4,5 % Pfandbrief 200 RM 25.1.1941 (R 4) UNC-EF

Landgemeinde Rosian

Vignette mit Krantor in Danzig. Gründung 1924 als Danziger Hypothekenbank AG. Im April 1925 fusionsweise Übernahme der Danziger Roggenrentenbank AG. 1940 im Zuge der Angliederung an das Deutsche Reich wurde die Gesellschaft in Landesbank und Girozentrale Danzig-Westpreußen umbenannt.

Los 1013

Schätzwert 30-60 €

Land Thüringen Weimar, Schuldv. 200 RM 1.2.1928 (R 6) EF Mit anh. Auslosungsschein.

Schätzwert 100-150 €

Rosian, 4,5 % Schuldv. 1.000 Mark 2.4.1921 (Auflage 150, R 11) EFLos 1016

Schätzwert 40-75 €

Landeshauptstadt Darmstadt Darmstadt, 8 % Schuldv. 500 RM 1.7.1928 (Auflage 800, R 6) EF Andere Gestaltung als voriger Titel.

Anleihe im Gesamtvolumen von 150.000 Mark, aufgenommen für den Bau einer Chausseeverbindung vom Dorfe Rosian im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt nach der Coburg-Schweinitzer Kreis-Chaussee. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 20-60 €

Landesbank und Girozentrale Westmark Saarbrücken, 4 % Pfandbrief 200 RM 1.7.1942 (R 5) UNC-EF

Los 1014 Los 1010

Schätzwert 20-60 €

Landesbank und Girozentrale Danzig-Westpreußen

Schätzwert 100-150 €

Landeshauptstadt Darmstadt Darmstadt, 10-18 % Schuldv. 10.000 Mark 1.6.1923 (Auflage 8000, R 10) VF+ Verspielte Art-Deco-Umrahmung. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 1020 101

Im Reichsbankschatz lagen sämtliche Global-Aktien, außer die Urkunde über die Stück 1860 Aktien (11,6 %) die der Elektrowerke AG in Berlin gehörten. Los 1024

Schätzwert 400-500 €

Landwirtschaftliche Maschinenfabrik Eisenach AG Eisenach, Aktie 1.000 Mark 18.8.1918. Gründeraktie (Auflage 1000, R 11) VF

Nr. 1021

Nr. 1019 Los 1019

Schätzwert 300-400 €

Landgesellschaft Eigene Scholle GmbH Frankfurt a. O., Namens-Anteil 10.000 Mark 18.10.1912 (R 11), ausgestellt auf die Provinzial-Genossenschaftskasse für die Mark Brandenburg und die Niederlausitz in Berlin (ab 1932 die Brandenburgische Provinzial-Genossenschafts- und Raiffeisenbank, ab 1934 die Landesgenossenschaftsbank Kurmark) EF-VF. Originalunterschriften. Bau und Verwaltung der Arbeiterwohnungen der Grube Ilse bei Senftenberg (Niederlausitz) . Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz. Vorher nicht bekannt gewesen.

100 % übernommen worden war. Börsennotiz Berlin, Dresden und Leipzig, größter Einzelaktionär war die AG Sächsische Werke (30,5 %). Die alten, 1924 noch auf 100 RM umgestellten Aktien wurden bei der Neustückelung des Kapitals 1941 komplett aus dem Verkehr gezogen und vernichtet. Nur auf wundersame Weise haben die 2 nun im Reichsbankschatz gefundenen Stücke die Zeitläufe überdauert. Los 1021

Die Anleihe war zum 1.1.1927 zwecks Barablösung gekündigt, schon dabei wurde dieses Stück vergessen. Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Minimale Randschäden fachgerecht restauriert.

Hübsche Umrahmung im Historismus-Stil. Die oHG Scharfenberg & Hartwig in Gotha brachte bei der Gründung 1918 ihre Fabrik für Landwirtschaftsmaschinen am Eisenacher Güterbahnhof ein. 1924 Umfirmierung in Lamea AG. Börsennotiz Berlin und Leipzig. 1931 Eröffnung des Konkursverfahrens. Los 1025

Eisenach, Aktie 1.000 Mark 13.11.1920 (Auflage 1500, R 10) VF Identische Gestaltung wie voriger Titel. Vorher völlig unbekannt gewesener Jahrgang!

Schätzwert 400-500 €

Landkraftwerke Leipzig AG Kulkwitz bei Leipzig, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 Mark 25.8.1919 (Auflage 5000, R 12) VF

Los 1026

Hübscher G&D-Druck, mit Originalunterschriften. Schätzwert 10-30 €

Landkraftwerke Leipzig AG Kulkwitz bei Leipzig, Aktie 100 RM 1.4.1941 (Auflage 7500, R 1) UNC

Eisenach, Aktie 1.000 Mark 12.11.1921 (Auflage 3000, R 9) VF Ebenfalls identisch gestaltet. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 1027

Los 1023

Schätzwert 600-750 €

Landkraftwerke Leipzig AG Kulkwitz bei Leipzig, Global-Aktie 2284 x 1.000 RM 1.4.1941, verbriefte den 14,3 %-Anteil des Großaktionärs Landelektrizität GmbH Halle/Saale (R 9) UNCMaschinenschriftliche Ausfertigung mit Originalunterschriften. Bei Neustückelung des Aktienkapitals 1941 wurden die 15250 Stück 1.000-RM-Aktien nicht einzeln gedruckt, sondern in 9 unterschiedlich großen Global-Aktien verbrieft.

Tagebau in Kulkwitz

Eisenach, Aktie 1.000 Mark 1.5.1922 (Auflage 7000, R 9) VF Nochmals identische Gestaltung. Los 1028

Spandau, Aktie 5.000 Mark Jan. 1924. Gründeraktie (Auflage zuletzt 55000, R 8) EF Gründung im Nov. 1923. Betrieb von Bankgeschäften in Arbeitsgemeinschaft mit der Span-

Kulkwitz bei Leipzig, Aktie 1.000 Mark 25.11.1912 (Auflage 2500, R 11) VF+

102

Schätzwert 200-250 €

Landwirtschafts- und Handelsbank AG

Schätzwert 1000-1250 €

Nr. 1024

Schätzwert 150-200 €

Landwirtschaftliche Maschinenfabrik Eisenach AG

Landkraftwerke Leipzig AG Schöner hochformatiger G&D-Druck. Gründung 1910 zwecks Stromversorgung der Leipziger Außenbahn-AG und der benachbarten preußischen Ortschaften. Bald darauf wurden auch die (sächsischen) Amtshauptmannschaften Leipzig, Borna, Grimma und Rochlitz sowie die (preußischen) Kreise Delitzsch, Merseburg, Torgau, Querfurt und Eckartsberga als Stromabnehmer gewonnen. Die im Kraftwerk Kulkwitz verstromte Braunkohle gewann die Ges. im eigenen Tagebau (Carolaschacht, König-AlbertSchacht). Anfang der 1930er Jahre wurde die Energie AG Leipzig (Enag) der Hauptstromabnehmer zur Weiterverteilung. 1937 Eingliederung der Leipziger Braunkohlenwerke AG in Kulkwitz, nachdem deren AK schrittweise zu

Schätzwert 200-250 €

Landwirtschaftliche Maschinenfabrik Eisenach AG Los 1022

Los 1020

Schätzwert 225-300 €

Landwirtschaftliche Maschinenfabrik Eisenach AG

Nr. 1028

dauer Lebensversicherungs-AG. Zweigstellen in Anklam und Cladow a.H. Im Dez. 1930 wurde die Auflösung beschlossen, 1932 erloschen.

Los 1029

Schätzwert 50-125 €

Langbein-Pfanhauser Werke AG Leipzig, Aktie 1.000 Mark 16.12.1921 (Auflage 1500, R 3) EFGroßformatiges Papier, dekorativ gestaltet. Gründung 1907 durch Fusion der Dr. G. Langbein & Co. in Leipzig (gegr. 1881) mit Filialen in Berlin, Solingen, Wien, Mailand und Brüssel mit der Firma Wilh. Pfanhauser in Wien (gegr. 1873). Fabriken für Galvanotechnik und Elektrochemie sowie Dynamo- und Maschinenbau in Leipzig und Oerlikon/Schweiz. Seinerzeit in Leipzig börsennotiert. 1948 in der DDR enteignet, daraufhin Sitzverlegungen nach Düsseldorf (1951), Neuss (1953) und zurück nach Düsseldorf (1999). 2001 aufnehmende Gesellschaft bei der Fusion mit der Vereinigte Deutsche Nickel AG, der Hindrichs-Auffermann AG und der DOAG AG, zugleich Umfirmierung in VDN Vereinigte Deutsche Nickel-Werke AG. 2005 Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Los 1030

Schätzwert 200-250 €

Langenohl & Tillmanns Fußwohlschuhfabrik AG Wermelskirchen, Aktie 1.000 Mark Juni 1906. Gründeraktie (Auflage 1200, R 8) VF+ Dekorativ, mit Jugendstilunterdruck. Originalunterschriften des Vorstands. Gegründet 1906 zwecks Übernahme und Fortführung der Firma Langenohl & Tillmanns mit allen Aktiven und Passiven. Neben der Grundstücke und Fabrikationsanlagen wurden auch die Patente von Ewald Langenohl erworben. Die Gesellschaft geriet Mitte 1910 infolge Kündigung des Kredits seitens des Barmer Bankvereins in Zahlungsschwierigkeiten, weswegen im August 1910 ein Konkursverfahren eröffnet wurde.

Los 1032

Schätzwert 150-200 €

Lebensversicherungsanstalt Westpreußen Danzig, Na.-Anteilschein 100 Danz. Gulden Mai 1926 (Auflage 968, R 7) EF Gründung 1911 als gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechtes.

Los 1033

reien Finkler & Lehner in Gunzenhausen (1922), die Brauerei Schübel in Rückersdorf (1924), die Brauerei Gloßner in Wengen (1927), die Brauerei Dietrich Müller in Hersbruck (1929) sowie nach und nach die Brauerei Humbser-Geismann AG in Fürth. 52 eigene Wirtschaften. Börsennotiz München. 1972 Mega-Fusion mit sechs weiteren Brauereien zur Patrizier-Bräu AG.

Schätzwert 30-75 €

Lech-Elektrizitätswerke AG

Los 1036

Augsburg, Aktie 1.000 RM Dez. 1929 (Auflage 38500, R 3) EF

Lederfabrik Ernst Luckhaus AG

Bei der Gründung 1903 durch die ElektrizitätsAG W. Lahmeyer & Co. brachten diese ihre von 1896 datierende Konzessionsverträge mit dem Bayerischen Staat zur Ausnutzung der Lechwasserkräfte unterhalb von Ausgburg bis zur Donau ein, außerdem das Wasserkraftwerk Gersthofen zur öffentlichen Stromversorgung der Stadt Augsburg mit Umgebung. 1904 wurde in Gersthofen zusätzlich ein Dampfkraftwerk errichtet. Im Laufe der Zeit kamen sechs weitere Wasserkraftwerke am Lech und der Unteren Iller hinzu. 1913 Vertrag mit dem Bayerischen Staat über die öffentliche Stromversorgung im Überlandgebiet des Regierungsbezirks Schwaben und eines Teils von Oberbayern (Versorgung von 627 Gemeinden und 38 städtischen Elektrizitätswerken). Ab 1933 Verbundbetrieb mit dem Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk über die 100 kV-Leitung Meitingen-Hoheneck. Der bis heute börsennotierte regional bedeutende Energieversorger gehört mehrheitlich dem RWE-Konzern, eine kleinere Beteiligung hält der Bezirk Schwaben.

Schätzwert 40-100 €

Brandoberndorf, Aktie 100 RM Dez. 1941 (Auflage 500, R 4) UNC-EF Gründung 1921. Sitz bis 1924 in Duisburg, später Frankfurt a.M., schließlich in Brandoberndorf. Firma bis 1929: Leder- und Treibriemen-Fabriken Ernst Luckhaus AG, danach wie oben. Herstellung von technischen Ledern: Riemenleder, Blankleder, Sattler- und PortefeuilleLeder. Großaktionär (1943): Knorr-Bremse AG, Berlin-Lichtenberg. Los 1039

Leipzig, Global-VZ-Aktie 15 x 100 RM 12.6.1942 (R 11) VF+

Schätzwert 20-60 €

Lederfabrik Heinrich Knoch AG Hirschberg a.d.S., Aktie 1.000 RM 4.9.1941 (Auflage 16000, R 2) EF

Schätzwert 75-150 €

Schätzwert 225-300 €

Leipziger Baumwollspinnerei

Los 1037

Los 1034

Landkraftwerke Leipzig AG in Kulkwitz, von der auch ein Teil des Fahrstroms bezogen wurde. Letzte Aktionäre waren in den 40er Jahren die Reichsmessestadt Leipzig (50 %) sowie die AG Sächsische Werke und der Elektrizitätsverband Nordwestsachsen (je 25 %). 1951 fusioniert auf die Leipziger Verkehrsbetriebe, 1970 im VEB Kombinat Verkehrsbetriebe der Stadt Leipzig aufgegangen, nach der Wende die Leipziger Verkehrsbetriebe AG (seit 1993 GmbH).

Gründung als AG 1893. Die Fabrik geht auf die 1741 gegründete Firma von Johann Gottlieb Knoch zurück, der die Gerberei Poschart in Hirschberg (Saale) übernahm. Die Gerberei wurde bereits im 15. Jh. in der Stadtchronik erwähnt. Seit 1937 Name wie oben. 1949 Sitzverlegung von Hirschberg nach Frankfurt a.M. Ab 1950 keine Fabrikation mehr, sondern nur noch Beteiligungen und Verwaltung.

Maschinenschriftliche Ausführung, mit Originalunterschriften. Gründung 1884. Neben Baumwollgarnen waren Cordzwirne für Auto- und Fahrradbereifung eine Spezialität. Zu 100 % an der Leipziger Baumwollweberei in Wolkenburg (Mulde) beteiligt. Börsennotiz Leipzig. Nach 1945 VEB Leipziger Baumwollspinnerei, 1993 von der Treuhand an einen Kölner Unternehmer verkauft, ab 2001 Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH. Verwaltet wird das Betriebsgelände, heute Arbeitsstätte für Architekten, Werbegraphiker und Möbeldesigner. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Leder-AG Frankfurt a.M., Aktie 1.000 RM Juni 1933 (Auflage 800, R 6) EF

Los 1038

Gründung 1923. Produktion von Bodenleder.

Leipzig, Aktie 1.000 Mark 17.3.1914 (Auflage 1000, R 3) EF

Los 1035 Los 1031

Schätzwert 30-60 €

Lapp-Finze Eisenwarenfabriken-AG Kalsdorf bei Graz, Aktie 1.000 RM Aug. 1939 (Auflage 1400, R 5) EF Gründung 1912 durch Umwandlung der Firma Adolf Finze & Co. k.k. priv. Metall-, und Eisenwaren-, Schrauben-, Nieten-, Draht- und Drahtstifte-Fabrik. 1939 umbenannt wie oben. 1979 Übernahme durch den deutschen Dachfensterhersteller Roto Frank AG, LeinfeldenEchterdingen.

Schätzwert 50-100 €

Lederer-Bräu AG Nürnberg, VZ-Aktie A 500 RM Jan. 1930 (Auflage 2250, R 5) EF Die Braustätte in der Bärenschanzstr. 48 existiert schon seit 1575, im Jahr 1890 von der Bierbrauereigesellschaft vormals Gebrüder Lederer AG übernommen. 1928 Umfirmierung in Lederer-Bräu AG. 1919/20 Lohnsudvertrag mit der Genossenschaftsbrauerei für Nürnberg, Fürth und Umgebung. Ferner übernommen die Brauerei Güttinger in Lauf (1921), die Braue-

Schätzwert 75-200 €

Leipziger Aussenbahn AG Gründung 1900 zum Bau von Straßenbahnen in der näheren und weiteren Umgebung von Leipzig. Von der sächsischen Regierung konzessioniert wurden 1900 die Linien ConnewitzOetzsch-Gautzsch-Markkleeberg und MöckernWahren-Lützschena mit Fortsetzung nach Schkeuditz sowie 1905 Leutzsch-Böhlitz-Ehrenberg-Gundorf. Die Betriebsführung oblag der Grossen Leipziger Straßenbahn, mit der von Anfang an eine enge Verbindung bestand (u.a. Beteiligung von 30 %). Ab 1902 mit dem Erwerb eines Grundstücks in Gautzsch auch als Terraingesellschaft tätig. 1910 Beteiligung an der

Los 1040

Schätzwert 100-250 €

Leipziger Braunkohlenwerke AG Albersdorf bei Leipzig, Aktie 1.000 Mark 3.8.1891. Gründeraktie (Auflage 800, R 3) EF-VF Sehr hübsche Ornament-Umrahmung. Gegründet 1864 als Gewerkschaft Grube Mansfeld, seit 1891 AG. Braunkohlen-Tiefbau mit zwei Förderschächten in den Fluren Gärnitz, Kulkwitz, Quesitz, Markranstädt und Lausen (Kgr. Sachsen) und Thronitz, Schkeitbar und Schkölen (Kgr. Preußen). Der größte Teil 103

der Kohle wurde in dem unmittelbar neben der Grube in Kulkwitz errichteten Landkraftwerk Leipzig verfeuert. Firmensitz bis 1899 in Albersdorf, danach in Kulkwitz bei Leipzig. 1937 Übergang des Gesellschaftsvermögens auf den alleinigen Aktionär, die Landkraftwerke Leipzig AG, 1938 erloschen.

Los 1044

Schätzwert 75-150 €

Los 1049

Leipziger Handelsund Verkehrs-Bank AG

Schleussig, Aktie 1.000 Mark 1.7.1888. Gründeraktie (Auflage 1650, R 3) EF

Leipzig, Aktie 100 RM 27.3.1930 (Auflage 5000, R 5) EF Los 1041

Schätzwert 40-80 €

Nr. 1046

Leipziger Chromo- und KunstdruckPapierfabrik vorm. Gustav Najork AG Leipzig, Aktie 1.000 RM 24.3.1938 (Auflage 405, R 4) UNC-EF Gründung 1868, seit 1895 AG als Chromo-Papier und Carton-Fabrik vorm. Gustav Najork AG. 1929 Umbenennung in Leipziger Chromo- und Kunstdruck-Papierfabrik vorm. Gustav Najork AG. Die weißen und farbigen Chromo- und Kunstdruckpapiere und gestrichenen Offsetpapiere und -kartons aus dieser Fabrik im berühmten Industriebezirk Plagwitz wurden weltweit exportiert. Spezialität waren Spielkartenkartons. Börsennotiz Berlin und Leipzig, Großaktionär war bei Kriegsende die ADCA. 1945 wurden die Werke demontiert. Los 1042

Schätzwert 200-250 €

Leipziger Gummi-Waaren-Fabrik AG vorm. Julius Marx, Heine & Co. Leipzig, Aktie 20 RM 1.9.1926 (Auflage 5750, R 8) EF-VF Gründung 1864, AG seit 1884. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Großzschocher-West (Anton-Zickmantel-Str. 12) wurde 1906 auf einem 12.150 qm großen Areal ein zweites Werk errichtet und 1922 die gesamte Produktion dort konzentriert. Mitte 1925 wurde die Fabrik stillgelegt und nach vier Wochen mit stark reduziertem Personalstamm wieder mühsam in Gang gebracht, 1926 Sanierung durch Vergleich und Kapitalschnitt. Börsennotiz Berlin und Leipzig. Im Nov. 1926 fusionsweise Übertragung des Vermögens auf die Phil. Penin Gummiwaarenfabrik AG, Leipzig-Plagwitz. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1043

Schätzwert 300-375 €

Leipziger Handels- und VerkehrsBank AG vorm. Leipziger CentralViehmarkts-Bank

Los 1045

Leipzig, Aktie 1.000 Mark 25.3.1913. Gründeraktie (Auflage 1200, R 3) EF-. Hochdekorativ, große Abb. des Luftschiffes “Sachsen” im Unterdruck. Zur Errichtung eines Luftschiffhafens mit Luftschiffhalle wurde der Gesellschaft von der Stadt Leipzig ein großes Areal in Mockau überlassen. Die feierliche Eröffnung fand am 22.6.1913 mit einem Eröffnungsflug des Luftschiffs „Sachsen“ statt, bei dem auch der König von Sachsen an Bord war. Im 1. Weltkrieg wurde der Flugplatz vom Militär genutzt und erst 1919 wieder freigegeben. Der Leipziger Luftschiffhafen wurde zum größten der Welt. Ein Teil der verfügbaren Schuppen war später an die Germania-Flugzeugwerke GmbH verpachtet. 1924 übernahm die Stadt Leipzig die Aktienmehrheit und reichte einen Teil der Beteiligung über die Sächsische Flughäfen-Betriebs-GmbH an den Freistaat Sachsen weiter, Mitte der 1930er Jahre besaß die Stadt dann wieder 93 % der Aktien. Die Anlage besteht noch heute als Flughafen Leipzig-Mockau.

Schätzwert 125-175 €

Leipzig, VZ-Aktie 5.000 Mark 15.8.1923. Gründeraktie (Auflage 200, R 6) EF-VF 1937 umgewandelt in eine Stamm-Aktie. Gegründet 1923. Fabrikation von Rastern für das graphische Gewerbe sowie Fabrikation von Farbspritzanlagen aller Art unter den gesetzlich geschützten Namen Luftikus, Leitag und Letmag-Kompressoren. 1926 Firma umbenannt in Leipziger Tangier-Werk AG.

Gründung 1867 als Pfaffendorfer Handelsverein A. Klarner & Co. KG, seit 1877 Genossenschaftsbank und seit 1891 AG als “Leipziger Central-Viehmarkts-Bank”. 1919 umbenannt in “Leipziger Handels- und Verkehrsbank”, ab 1941 nur noch kurz “Handelsbank”. Das Institut (geschäftsansässig Leipzig C 1, Kurprinzstr. 9) beschäftigte zuletzt ca. 130 Mitarbeiter und war in Leipzig auch börsennotiert. Älteste Emission dieser Bank, vorher völlig unbekannt gewesen.

Gegründet 1890, AG seit 27.9.1922. Herstellung und Vetrieb von Schreibfedern, Füllhalterfedern und Schreibutensilien aller Art. Firma nach dem Krieg nicht verlagert. 1950 ist die MEWA Vereinigung volkseigener Betriebe der Metallwarenindustrie in Zwickau zum Treuhänder bestellt.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert

Los 1050

Schätzwert 75-150 €

Leisniger Mühlen AG Leisnig, Aktie 1.000 Mark 28.2.1908 (Auflage 360, R 5) EF Gründung 1872. Betrieb der an der Mulde gelegenen Obermühle und Ausnutzung der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Wasserkräfte, ferner Beteiligung an der Leisniger Bank und der Berliner Mittelmühlen-GmbH. Zu DDR-Zeiten wurde die Mühle dann als Futtermittelwerk genutzt. Los 1051

Schätzwert 400-500 €

Leonhard Tietz AG Köln, Aktie 1.000 Mark 28.5.1920 (Auflage 15000, R 9) VF-

Schätzwert 50-125 €

Leipzig-Lindenau, Aktie 1.000 RM Okt. 1922. Gründeraktie (Auflage 4500, R 3) EF

104

Los 1047

Leipziger Tangier-Manier Alexander Grube AG

Leipziger Stahlfederfabrik Herm. Müller AG

Leipzig, Aktie 500 Mark 28.5.1920 (Auflage 1160, R 9) EF

Nr. 1042

Dekorativer Druck von G & D, mit Originalunterschriften. Mit Straßen und Eisenbahngleisen erschloss die Gesellschaft ihre rd. 50 ha Bauland für Industrie, Mietwohnungs- und Siedlungsbau. Außerdem Betrieb eines Mörtelwerkes, von Sand- und Kiesgruben und eines Fuhrgeschäftes in Leipzig-Lindenau. Beteiligung an der „Leipziger Rodelbahn GmbH“.

Schätzwert 100-250 €

Leipziger Luftschiffhafenund Flugplatz-AG

Los 1046

Schätzwert 75-200 €

Leipziger Westend-Baugesellschaft

Los 1048

Schätzwert 125-175 €

Leipziger Trikotagenfabrik AG Leipzig, Aktie Lit. B 100 RM 31.8.1928 ab 1942 Stammaktie (Auflage nur 50 Stück, R 7) EF Gegründet 1898. Trikotagenfabrik mit vierstöckigem Fabrikgebäude in Leipzig W 33, Lützner Str. 102/4. In Leipzig börsennotiert.

Nr. 1043

Faksimile-Unterschrift von Gen.-Dir. Alfr. Leonh. Tietz. Wirtschaftshistorisch bedeutendes Stück, zeitweise einer der 30 großen DAX-Werte. Gründung der Einzelfirma Leonhard Tietz 1879 in Stralsund als Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäft. Durch feste niedrige Preise gewann das Geschäft so viele Kunden, daß es innerhalb weniger Jahre dreimal vergrößert werden mußte. 1889 Gründung der ersten Filiale in Elberfeld, danach schlagartige Expansion vor allem im westdeutschen Raum, ab 1929/30 auch in Schlesien und dem Frankfurter Raum. Seit 1905 „Leonhard Tietz AG“, 1933/36 umbenannt in Westdeutsche Kaufhof AG. Der Kaufhof hatte jetzt über 13.000 Mitarbeiter, Großaktionäre waren zu dieser Zeit die Commerzbank, die Dresdner und die Deutsche Bank. 1945 waren lediglich 3 von 41 Filialen einigermaßen unzerstört, doch es folgte ein gewaltiger Wiederaufbau zum später zweitgrößten deutschen Kaufhauskonzern. 1988 Einstieg bei Jet-Reisen und der Media-Markt-Gruppe. 1996 auf Wunsch des späteren Großaktionärs Metro Verschmelzung mit der ASKO und den deutschen Metro-Aktivitäten zur heutigen METRO AG (Sitz Düsseldorf). Nur 9 Stück dieser bis dahin unbekannten Ausgabe lagen noch im Reichsbank-Tresor. Durch Wasserschaden fleckig.

Nr. 1052

Los 1057

Schätzwert 300-400 €

Leykam-Josefsthal AG für Papier- und Druck-Industrie Graz, Sammelaktie 100 x 1.000 RM 25.9.1943 (Auflage nur 10 Stück, R 9) VF+ Seit mehr als 400 Jahren wird am Standort Gratwein Papier erzeugt. 1793 erwarb Andreas Leykam die Papiermühle und baute sie zum bedeutendsten Fabrikbetrieb in der ganzen Steiermark aus. 1870 Umwandlung in eine AG. Mit Abstand größtes Unternehmen der Papier- und Zellulose-Industrie in der Monarchie. Hauptwerke: Gratwein bei Graz, Josefsthal bei Laibach und Zwischenwässern in Krain. 1952 umfirmiert in Leykam-Josefsthal AG für Papier- und Zellstoff-Industrie. Die Aktien notierten in Wien, Berlin, Dresden und Frankfurt a.M. 1974 Fusion mit der Mürztaler Holzstoff- und Papierfabriks-AG Bruck zur “Leykam Mürztaler Papier und Zellstoff AG”. Mehrheitsaktionär war über ein Jahrhundert lang die Creditanstalt-Bankverein gewesen, die 1988 ihre Anteile an die Koninklijke Nederlandse Papierfabrieken (KNP) verkaufte. KNP LEYKAM Gratkorn wurde dann 1998 vom finnischen Papierkonzern Sappi übernommen. Heute eines der 7 europäischen Sappi-Werke.

Nr. 1051 Los 1052

Schätzwert 75-150 €

Leonhard Tietz AG Köln, VZ-Aktie 1.000 Mark 1.2.1921 (Auflage 5000, nach Umstellung auf 100 RM noch 2000 Stück, R 5. Die VZ-Aktien waren im Besitz eines Konsortiums, dem die Hausbanken und die Familie Tietz angehörten. Sie hatten einen 7 % nachzahlbaren Dividenden-Vorzug und 10-faches, später sogar 30-faches Stimmrecht. 1937 Umwandlung in Stammaktien) UNC-EF

Nr. 1060 einer der weltweit bedeutendsten Draht- und Kabelhersteller, u.a. werden für alle bedeutenden Automobilhersteller komplette Bordnetze geliefert. 1999 Umfirmierung in LEONI AG, Werke in Deutschland (Brake, Friesoythe, Kitzingen, Kötzting, Lilienthal, Lüdenscheid, Neuburg, Rheda-Wiedenbrück, Roth, Weißenburg), Belgien, Großbritannien, Irland, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Ukraine, Ungarn, USA, Kanada, Mexiko, Braslien, Ägypten, Südafrika, Tunesien, Indien und China.

Leykams Papierfabrik in der Wienerstraße 91 in Graz um 1920

Faksimile-Unterschrift von Gen.-Dir. Alfr. Leonh. Tietz. Los 1056

Schätzwert 200-250 €

Leutert & Schneidewind AG Dresden, Aktie 100 RM 5.11.1929 (Auflage 400, R 8) EF

Los 1053

Schätzwert 75-150 €

Leonhard Tietz AG Köln, Aktie 1.000 RM 1.2.1929 (Auflage 6000, R 6) UNCFaksimile-Unterschrift von Gen.-Dir. Alfr. Leonh. Tietz.

Los 1055

Schätzwert 40-100 €

Leopold David & Co. AG Altona, Aktie 1.000 Mark Juni 1922 (Auflage 1000, R 4) EF Gründung 1895, AG seit 1921 unter der Firma Weinimport- und Kommissions-AG, Altona. Im Mai 1922 umbenannt wie oben. Import und Export von Weinen und Spirituosen sowie Handel mit diesen Waren, ferner Betrieb des Lager-, Transport- und Speditionsgeschäfts.

Los 1054

Gegründet 1896 als oHG, 1908 umgewandelt in eine KgaA, AG seit 1923. Herstellung, Verlag und Vertrieb von lithographischen und anderen Erzeugnissen der graphischen Branche, insbesondere Reklamematerial, wie z.B. Schaufenster-Dekorationsstücke, Plakate, Affichen, Prospekte, Stanzfiguren, Kalenderrückwände, Riesen-Attrappen, Reklame-Postkarten, Zugabeartikel wie Reklamefähnchen, Reklamemützen, Reklamespiele, Werbemittel in Schneidschrift und Prägung, wie Schneidschrift-Plakate und Kalender, Schneidschrift-Namenszüge. Übernahme, Einrichtung und Ausbeutung von Reklameunternehmungen. Erzeugnisse: Graphische Erzeugnisse aller Art in Massenauflagen, Schaufenster-Dekorationsstücke und Zigarettenpackungen. In der DDR war der Hersteller von Fein- und Gebrauchkartonagen, Dekorationsstücken und Prägeplakaten der größte Privatbetrieb seiner Art. Er blieb bis zu seiner Übernahme durch den VEB Polypack eine Aktiengesellschaft.

Los 1058

Schätzwert 30-75 €

Lichtenberger Terrain AG Berlin, Aktie 100 RM Dez. 1928 (Auflage 6000, R 3) EF Gründung 1907. Erschließung eines großen Grundstücks in Lichtenberg. Großaktionär war die Evangelische Kirche. 1936 wurde die Gesellschaft aufgelöst. Los 1059

Schätzwert 40-100 €

Liegnitz-Rawitscher Eisenbahn-Gesellschaft Liegnitz, VZ-Aktie Lit. A 1.000 Mark 31.3.1898. Gründeremission (Auflage 5000, R 3). EF-VF Dekorative Umrandung im Historismus-Stil. Gründung 1897. Die Strecke Liegnitz-SteinauKrehlau-Herrnstadt-Wehrse Grenze wurde mit 74,5 km 1898 eröffnet. Infolge des Versailler Vertrages dehnte sich die Strecke von Wehrse Grenze bis zu den polnischen Orten RawitschGörchen-Kobylin aus und erreichte 130 km. Laut Vertrag vom 12.2.1925 wurde die polni-

Schätzwert 150-200 €

Leonische Drahtwerke AG Nürnberg, Aktie 100 RM Okt. 1941 (Auflage 3000, R 6) EF+ Die Firma ging hervor aus der in Mittelfranken seit 1700 beheimateten “leonischen Industrie” (= Herstellung echter, vergoldeter und versilberter Drähte und Plätte sowie von Gold- und Silbergespinsten). 1917 schlossen sich die Firmen Joh. Phil. Stieber in Roth sowie die Joh. Balth. Stieber & Sohn GmbH und die Vereinigte leonische Fabriken in Nürnberg zur “Leonische Werke Roth-Nürnberg AG” zusammen. Heute

Nr. 1057

Nr. 1062 105

direkter Nachbarschaft des Salzgitter-Stahlwerkes) entsteht ab 1950 eine der größten Produktionsstätten für Schienenfahrzeuge in Deutschland. 1994/97 übernimmt der französische Konkurrent Alsthom die LHB-Geschäftsanteile. 1998 Umfirmierung der Linke-Hofmann-Busch GmbH in ALSTOM LHB GmbH.

Los 1068

Schätzwert 75-150 €

Lommatzscher Bank AG Lommatzsch, Aktie 100 RM Nov. 1937 (Auflage 424, R 6) EF Gründung 1873 durch Übernahme der Creditund Vorschuss-Genossenschaft, bis 1923: Credit- & Vorschuss-Verein AG zu Lommatzsch, dann Lommatzscher Bank AG.

sche Strecke Rawitsch-Kobylin an Polen verkauft. Lenz & Co. behielt aber die Oberleitungen des Betriebes auf der polnischen Strecke. Los 1060

Schätzwert 600-750 €

Liegnitzer Aktienbrauerei AG

Nr. 1066

Liegnitz, Aktie 1.000 Mark 15.4.1922. Gründeraktie (Auflage 650, R 10) VF Großes Hochformat, sehr schöne Umrahmung. Errichtet 1858 unter der Firma Brauerei R. Vogt, 1873-1903 geführt als Brauerei Heinr. Timmler, 1903-1908 Brauerei Max & Richard Timmler, 1908-1911 Verband Niederschlesischen Brauereien GmbH, 1911-1922 Genossenschaftsbrauerei Liegnitz eGmbH, 1922 Gründung der Liegnitzer Aktienbrauerei AG. Produziert wurde “Piasten Pilsener” (bis 1945). In Polen 1945-1997 Browar Legnica. Aktien dieser Brauerei waren zuvor vollkommen unbekannt gewesen! Los 1061

Schätzwert 300-375 €

Liegnitzer Aktienbrauerei AG Liegnitz, Namensaktie 100 RM 25.3.1938 (Auflage 1200, R 8) EF Identische Gestaltung wie folgendes Los. Los 1062

Los 1069

Los 1064

Lippische Werkstätten AG Detmold, Aktie 1.000 Mark 1.11.1921 (Auflage 5000, R 9) VF-F Gründung 1916 als „Fürstlich Lippische Staatswerkstätten AG“. 1920 Umfirmierung in Lippische Werkstätten AG, Name ab 1922 Lippische Werke AG. Seit 1921 Fabrikation von Lastautomobilen, Kleinkrafträdern, Lastanhängern und Holzbearbeitungsmaschinen, außerdem Möbelfabrik und Waggonwerk. 1928 in Liquidation. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Schätzwert 450-600 €

Liegnitz, Namensaktie 100 RM 20.1.1944 (Auflage 600, R 10) EF-VF Von dieser späten Ausgabe waren nur 4 Stück im Reichsbankschatz gefunden worden, dies ist jetzt das letzte noch verfügbare.

Los 1065

Schätzwert 20-60 €

LIPSIA Chemische Fabrik Mügeln AG Leipzig, Aktie 100 RM 14.4.1927 (Auflage 2240, R 2) EF Gründung 1898 zur Ausbeutung der in der Mügelnschen Gegend vorhandenen Kalklager zur Herstellung chemischer Produkte. In der DDR als VEB Chemische Fabrik Lipsia weitergeführt. Die AG selbst wurde nach dem Krieg nicht verlagert. Schätzwert 50-125 €

Linke-Hofmann-Werke AG

Los 1066

Breslau, Aktie 1.000 RM Mai 1942 (Auflage 2750, R 5) EF

Litzmannstädter Elektrische Strassenbahn AG

1839 erhält Gottfried Linke in Breslau seinen ersten Auftrag für den Bau von 100 offenen Güterwagen. Das Werk wächst rasend schnell. 1912 wird die Linke KG mit der 1871 gegründeten „Breslauer AG für Eisenbahn-Wagenbau“ zur Linke-Hofmann-Werke AG vereinigt, 1928 Fusion mit der Waggon- und Maschinenfabrik AG vorm. Busch in Bautzen zur “Linke-Hofmann-Busch AG”. 1934 Neugründung der AG und Übernahme der Werke Breslau und Warmbrunn der LinkeHofmann-Busch AG. Erzeugnisse: Güter- und Spezialwagen, Personen- und Straßenbahnwagen, Triebwagen, Schlaf-, Speise und Salonwagen, Omnibusaufbauten. 1936 Beteiligung an der Gründung der Schlesische Flugzeug-Reparaturwerft GmbH durch Einbringung des Werkes Pöpelwitz (1938 abgestoßen). Danach verzweigte sich die Firmengeschichte: In dem Breslauer Werk nahm man nach dem 2. WK den Lokomotivbau wieder auf: die polnische Firma Fabryka Wagonów PAFAWAG lieferte fortan Fahrzeuge für die PKP. Dieses Werk in Wroclaw wurde 1997 von Adtranz, Berlin (ab 2000/01: Bombardier), übernommen. Gefertigt wurden hier jetzt u.a. die Lokomotivkästen für die Deutsche Bundesbahn. Doch auch in Westdeutschland ging die Firmengeschichte weiter: Die später zum Salzgitter-Konzern gehörende Linke-Hofmann-Werke AG wurde zunächst 1948 nach Düsseldorf verlagert und 1955 in eine GmbH umgewandelt. Auf einem 123 ha großen Areal in Salzgitter-Watenstedt (in

Litzmannstadt, Interimsschein zu 10 Aktien à 20 RM 17.3.1944 (R 6) EF

106

Düsseldorf, Aktie 1.000 RM Nov. 1935 (Auflage 615, R 6) EF

Schätzwert 100-150 €

Liegnitzer Aktienbrauerei AG

Los 1063

Schätzwert 100-150 €

Losenhausenwerk Düsseldorfer Maschinenbau AG

Los 1067

Schätzwert 75-150 €

Löwenbrauerei Böhmisches Brauhaus AG Berlin, Aktie 300 RM März 1925. (Für unbrauchbare 1870er und 1873er Aktien wurde bei Kapitalumstellung nach der Inflation eine geringe Zahl dieser Ersatzurkunden gedruckt) (R 4) EF Bei der Gründung 1870 wurde die A. Knoblauch’sche Lagerbier-Brauerei in der Landsberger Allee übernommen. Von den in der Gründerzeit in eine AG umgewandelten Berliner Brauereien war die „Böhmisches Brauhaus CommanditGesellschaft auf Actien A. Knoblauch“ eine der solideren. Auch nach dem Gründerkrach fiel der Kurs nicht unter den Nennwert und war damit der mit Abstand höchste aller Berliner Brauereien. 1910 Umfirmierung in “Böhmisches Brauhaus-AG”, 1922 Zusammenschluß mit der Löwenbrauerei AG in Berlin-Hohenschönhausen zur “Löwenbrauerei - Böhmisches Brauhaus AG”. 1927 Fusion mit der 1867 gegründeten Bergschloßbrauerei AG, Berlin. 1954/55 Abschluß eines Organvertrages mit dem Hauptaktionär Schultheiss-Brauerei AG mit 5 % Garantie-Dividende für die freien Aktionäre. 1975 Verkauf der Betriebsgrundstücke Wissmannstraße/Hasenheide und Betriebsverlegung in die gepachtete Braustätte in der Bessemerstr. 84. 1979 auf die Dortmunder Union-SchultheissBrauerei AG verschmolzen.

Schätzwert 75-150 €

Gegründet 1900, als Lodz noch zu Rußland gehörte (erst 1924 kam das Wartheland mit der Hauptstadt Lodz zu Polen). 1943 Umfirmierung in “Litzmannstädter Elektrische Straßenbahn AG”. Zeitgeschichtlich besonders interessant, hatte ein und dieselbe AG während ihres Lebens doch nicht weniger als drei “Staatsangehörigkeiten”.

Nr. 1070

Gegründet 1897 unter Übernahme der seit 1880 bestehenden Firma J. Losenhausen, Düsseldorf als Düsseldorfer Maschinenbau-AG vorm. J. Losenhausen, 1926 umbenannt wie oben. Herstellung von Werkstoff- und BaustoffPrüfmaschinen, Waggon-, Auto- und Fuhrwerkswaagen, Spezialwaagen. Die Abt. Kranbau wurde 1934 an die Schenck & Liebe-Harkort AG in Düsseldorf übertragen. Das Unternehmen Losenhausen erfand im Jahr 1934 die erste Bodenverdichtungsmaschine (“Vibromax”). Los 1070

Schätzwert 225-300 €

Lothringer Brauerei AG Metz-Vorbrücken, Aktie 1.000 RM 1.10.1942 (Auflage 3800, R 8) EF Gründung 1888, 1889 in Betrieb genommen. Ein jährlicher Ausstoß von 80.000 hl und einige rentable Wirtschaftsanwesen reichten in den meisten Jahren für eine sehr gute Dividende von 15 %.

Los 1071

Schätzwert 125-175 €

Louis Berndt Nachf. Bank-KGaA Berlin, Namensaktie 20 RM Dez. 1924 (Auflage nur 50 Stück, R 7) EF

Nr. 1068

Schon 1888 wurde das Bankgeschäft von Louis Berndt gegründet, seinen Sitz hatte es unweit der Synagoge in der Oranienburger Str. 4 im Scheunenviertel. 1923 Umwandlung in eine KGaA. Nicht einmal 1 Mio. RM Bilanzsumme und kaum mehr als 10 Angestellte hatte die kleine Privatbank aufzubieten. 1935 Verlegung des Geschäftslokals nach Berlin W 8, Kronenstr. 58. Kommanditaktionäre waren neben dem persönlich haftenden Gesellschafter Werner Rosenstein die Berliner Sam Cohen (dessen Aktien

Nr. 1072

Los 1079

1935 auf den zweiten persönlich haftenden Gesellschafter Dr. Erich Dahl übergingen) und Isidor Heinrich Sandheim sowie Jonas Lek aus Antwerpen. Am 30.9.1938 beschlossen die Kommanditaktionäre unter dem Zwang der Verhältnisse die Auflösung der Gesellschaft. Los 1072

Lüneburg, Aktie 200 RM 23.9.1927 (Auflage 3800, R 8) EF-VF

Schätzwert 150-250 €

Louis Berndt Nachf. Bank-KGaA Berlin, Sammel-Namensaktie 50 x 20 RM Dez. 1924 (Auflage nur 19 Stück, R 8) EF-VF Alle 19 Stück (Gesamtauflage) lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 200-275 €

Lüneburger Eisenwerk AG

Los 1076

Schätzwert 100-275 €

Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft Lübeck, Aktie Lit. A 1.000 Mark 15.12.1899 (Auflage 1100, R 3, 844 Stücke aus Umwandlung der Neuen VZAktien in Stamm-Aktien und 256 StammAktien aus Kapitalerhöhung) VF

Die Ges. wurde 1842 errichtet von A. Wellenkamp & Co., 1857 umgewandelt in die AG Lüneburger Eisenwerk. 1917 wurde die Firma geändert in Deutsche Evaporator-AG und der Sitz nach Berlin verlegt. Im Aug. 1926 wurde beschlossen, die Berliner wärmetechnische Abteilung aus Gründen der Wirtschaftlichkeit abzutrennen und in die Grundstücksges. Kaiserallee 21 AG zu überführen, diese führte die Abteilung weiter unter dem Namen Deutsche Evaporator AG mit Sitz in Berlin. Dagegen nahm die bisherige Deutsche Evaporator AG den bereits früher geführten Namen durch Änderung der Firma inLüneburger Eisenwerk AG wieder an und verlegte ihren Sitz nach Lüneburg. Zweigniederlassung in Torgelow i, Pomm.

Gründung 1873. Die Gesellschaft stellte Fluß-, See-, Trocken- und Kohlenbagger her, ferner Taucherglocken, Dampf- und Schiffsmaschinen. Börsennotiz Hamburg und Berlin. Ab 1911 enge Interessengemeinschaft mit der Orenstein & Koppel AG in Berlin, 1948 mit dieser fusioniert. Zuletzt eine noch börsennotierte (und nicht ganz sorgenfreie) Tochter des Krupp-Hoesch-Konzerns.

Los 1073

Los 1081

Schätzwert 100-150 €

M. Achgelis Söhne AG Wesermünde, Aktie 100 RM 31.10.1929 (Auflage 400, R 6) EF Gründung 1918, hervorgegangen aus der Firma M. Achgelis Söhne. Betrieb einer Maschinenfabrik mit Gießerei. Erzeugnisse: Schiffshilfsmaschinen jeder Art und Größe. 1965 Umwandlung in M. Achgelis GmbH, Bremerhaven.

Schätzwert 100-150 €

Louisenwerk Thonindustrie-AG Voigtstedt, Aktie 1.000 Mark 10.8.1923 (Auflage 2250, R 6) EF Gründung 1900. Herstellung von Ton- und Ziegelwaren, Handel mit Baumaterialien. Die Ziegelei Louisenwerk im Norden von Voigtstedt, bzw. ihre Tongrube wurde berühmt für ihre Funde aus dem Pleistozän. “Voigtstedt-Warmzeit” heißt ein Zeitalter der Erdgeschichte, im Quartät vor etwa 470.000 Jahren. Am Gletscherrand haben Winde den Löß und Ton der Goldenen Aue aufgehäuft, Fossilien konserviert von Bison, Biber Hyäne, Süd-Elefant und vielen anderen Tieren. Die Aktien der Gesellschaft befanden sich im Besitz der Gründerfamilien. 1949 dann Ind.-Verw. Sachsen-Anhalt, Ziegelei Louisenwerk, Voigtstedt. Inzwischen ist der Ton abgebaut und die Ziegelei still gelegt.

Los 1074

Los 1080

Ludwigshafen a. Rhein, Aktie 100 RM 12.1.1927 (R 4) EF Los 1077

Schätzwert 50-80 €

Lübeckischer Staat Lübeck, Schuldv. 500 RM 1.6.1927 (R 7) EF-VF Auslosungsschein anhängend.

Schätzwert 50-100 €

Louisenwerk Thonindustrie-AG

Los 1078

Voigtstedt, Aktie 1.000 RM Nov. 1941 (Auflage 858, R 4) UNC

Lückhoff AG

Schätzwert 100-150 €

Hamborn, Aktie 1.000 RM 1.10.1930 (Auflage 175, R 7) EF Gründung 1921 als Armarturen und Giesserei Herne vorm. Hensel & Co. AG, ab Dez. 1922 Giesserei Herne AG, ab 1927 Eisenwerk & Kesselbau AG, ab 1930 Lückhoff AG. Herstellung von Kesseln, Eisenkonstruktionen, Blecharbeiten, Grubenweichen, Förderwagen und Hüttenmaschinen. 1939 wurde Auflösung beschlossen.

Los 1075

Schätzwert 50-175 €

Luxsche Industriewerke AG Gegründet 1898 von dem genialen Erfinder Friedrich Lux, dem Konstrukteur eines Zwei-ZylinderAutos. Zweck der Ges. war die Fabrikation von Gegenständen für das Gas-, Wasser-, Elektrizitäts- und Heizungsfach, besonders von Wassermessern. Seine Messgeräte für Gas gewannen wegen der damals eingeführten Gasstraßenbeleuchtung enorm an Bedeutung. Durch seine Initiative entstand übrigens auch der Stadtteil Ludwigshafen-Süd, um Bürgertum in der Arbeiterstadt anzusiedeln. In dem neuen Stadtteil ließ Lux eine Sternwarte bauen, um mittels der Astronomie “die wahre Bildung des Volkes in allen seinen Schichten” zu fördern. Bereits 1898 baute Friedrich in seinen Lux-Werken in Ludwigshafen Automobile mit Zweizylinder-Boxermotor. Es folgten einige Fahrzeuge unterschiedlicher Konstruktionen, auch mit Elektroantrieb. Der Lux-Tonneau hatte ein Zwei-Zylinder-Motor mit 9 PS, einen Vergaser für Leichtbenzin, einen Kühler (“der infolge seiner Anbringung in der Fahrbahnnähe gar zu oft dem endlich laufenden Wagen ein vorzeitiges Halten bereitete”, wie ein Zeitzeuge bemerkte) und Petrollampen zur Beleuchtung. 1900 Übernahm seine Firma die Motofahrzeugfabrik Ludwigshafen a.Rh. von einem Konsortium. 1902 wurde der Fahrzeugbau mangels aussichtsreicher Konzeption wieder eingestellt, wobei Friedrich Lux sich bereits 1901 nach einem Krach mit dem Aufsichtsrat von seinem Generaldirektorposten zurück gezogen hat (Lux wollte lieber in den Autobau investieren, als eine Dividende an die Aktionäre verteilen). 1929 Liquidationsbeschluss (1943 Liquidation noch nicht abgeschlossen). Friedrich Lux verstarb 1930.

Los 1082

Schätzwert 350-450 €

M. Hensoldt & Soehne Optische Werke AG Wetzlar, Namensaktie 1.000 Mark 21.2.1922 (Auflage 1000, R 9), ausgestellt auf Carl von Foris in Wetzlar EF Firmensignet in allen vier Ecken der Umrandung. Gründung 1852, AG seit 1922. Herstellung von Lupen, Präzisions-Optik, Foto-Optik, Ferngläsern, Zielfernrohren. Inzwischen ist die Firma Carl Zeiss in Oberkochen fast Alleinaktionär. Los 1083

Schätzwert 50-175 €

M. & L. Heß Schuhfabrik AG Erfurt, Aktie 1.000 Mark 10.2.1913. Gründeraktie (Auflage 4500, R 3) EF Großforamtig, dekorativ gestaltet mit Jugendstilverzierungen im Unterdruck. Gründung am 10.2.1913. Die Schuhfabrik lag an der Moltkestr. 91 und der Leipziger Str. 80. Daneben Beteiligungen an Unternehmen, die Leisten und Schuhkartons herstellten. 1919 ging das gesamte bewegliche Betriebsvermögen an die Schuhfabrik Hess KG in Erfurt über und die AG beschränkte ihre Tätigkeit auf die Verwaltung von Grundstücken und Beteiligungen. Ab 1927 übernahm die AG wieder das gesamte bewegliche Betriebsvermögen. 1933 Umbenennung in Grundstücks-AG Moltkestraße. Im gleichen Jahr Zahlungseinstellung und Vergleichsverfahren. 1935 in Liquidation.

Schätzwert 30-80 €

Lozalit AG Höhr-Grenzhausen, Aktie 1.000 RM Juli 1938 (Auflage 900, R 3) EF Gründung 1928, Firmensitz 1929 bis 1932 in Essen, danach in Höhr-Grenzhausen. Firma ab 1936: Lozalit AG. Firmenzweck: Gewerbsmäßige Ausnutzung von chemischen und technischen Verfahren aller Art sowie Herstellung und Handel mit entsprechenden Erzeugnissen. Großaktionär (1943): Sassoon Banking Corp. London (ca. 49 %). Nr. 1079

Nr. 1087 107

Nr. 1083 Nr. 1091

Nr. 1090 Los 1087

Schätzwert 225-300 €

Magdeburger Bank AG Magdeburg, Aktienanteilschein 5 Goldmark 5.3.1925 (R 10) EF

Los 1084

Schätzwert 200-250 €

Märkische Parzellierungs-AG Berlin, Interimschein 100 RM 11.2.1929 (Auflage 50, R 8) EF Sehr dekorativ, Abb. Villen, Segelboote, Seenlandschaft, schöne Umrandung mit Tannenzweigen und Eichenlaub. Zweck: Parzellierung von Grundstücken in Groß-Berlin und der Provinz Brandenburg. Seit 1932 bereits wieder in Liquidation. Nur 20 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Maschinenschriftliche Ausführung, mit Originalunterschriften. Gründung 1922 unter Übernahme der seit 1880 bestehenden Magdeburger Creditbank (geschäftsansässig Otto v. Guerickestr. 100). Nach der Inflation war die Kapitaldecke so dünn (Kapitalumstellung 400:1), daß die Bank eine Anlehnung an einen größeren Konzern oder eine Fusion anstrebte. Nachdem entsprechende Verhandlungen ergebnislos verlaufen waren, trat die AG 1925 in Liquidation. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

und Magdeburg. 1951 als VEB Magdeburger Verkehrsbetriebe weitergeführt, 1991 in eine AG umgewandelt, 1999 in die Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbG überführt.

Los 1090

Schätzwert 400-500 €

Mahla & Graeser AG Remse a. d. Mulde, Aktie 10.000 Mark 15.5.1923 (Auflage 3000, R 12) VF Gründung 1923 zur Fortführung der gleichnamigen Einzelfirma. Papier- und Zellulosefabrik nebst Holzschleiferei und Elektrizitätswerk (das als Wasserkraftwerk an der Zwickauer Mulde betrieben wurde). Börsennotiert im Freiverkehr Chemnitz, Dresden und Leipzig. 1930 Zahlungseinstellung und Vergleichsverfahren, die Zellulosefabrik wurde dann sofort abgebrochen, 1933 nach Abschluß der Liquidation erloschen. Wie auch das folgende Los vorher unbekannt gewesen, ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Kleine Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 1091

Los 1093

Schätzwert 30-75 €

Mainzer Aktien-Bierbrauerei Mainz, 5 % Teilschuldv. 1.000 RM April 1938 (Auflage 1605, R 4) EF Originalunterschriften.

Schätzwert 300-400 €

Mahla & Graeser AG Los 1088

Schätzwert 75-150 €

Magdeburger Bau- und Credit-Bank

Remse a. d. Mulde, Aktie 100 RM 9.5.1925 (Auflage 4000, R 12) VF+ Ebenfalls ein Unikat!

Magdeburg, Aktie 100 RM 12.9.1928 (Auflage 2000, R 6) EF Los 1085

Schätzwert 50-125 €

Märkisches Elektricitätswerk AG Berlin, Namens-Aktie 10.000 RM Juli 1928 (Auflage 2000, R 5) EF Gründung 1900 durch die A.E.G. als erstes Überlandwerk in der Provinz Brandenburg, wo es etwa 100 örtliche Elektrizitätswerke gab. In Finow bei Eberswalde wurde am Hohenzollernkanal nach Plänen von Prof. Klingenberg ein Steinkohlen-Kraftwerk errichtet. 1916 erwarb die Provinz Brandenburg die Aktienmehrheit. 1931 brachte der Freistaat MecklenburgSchwerin seine Landeselektrizitätswerke ein. 1934 schließlich wurde die Ueberlandzentrale Pommern eingegliedert. Damit versorgte das MEW 6.412 Städte und Gemeinden in ganz Brandenburg, Mecklenburg und Pommern sowie den Kreis Lüneburg rechts der Elbe.

Gegründet im Dez. 1871. Zweck war Kauf und Verkauf, Parcellirung und Bebauung von Grundstücken. Die Gesellschaft besaß eine Thonwaaren-Fabrik in Magdeburg, eine Ziegelei bei Schönebeck und einen Bauhof in Neustadt-Magdeburg. Spezialität war die Erbauung von Beamten- und Arbeiter-Wohnungen für industrielle Großkunden. Die Ges. befand sich nach Aufhebung des Konkursverfahrens 1933 in Liquidation. 1937 wurde erneut ein Konkursverfahren eröffnet.

Schätzwert 50-125 €

Märkisches Elektricitätswerk AG Berlin, Namens-Aktie 100 RM Okt. 1941 (Auflage 360, R 5) UNC-EF

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 108

Schätzwert 50-125 €

Magdeburger StrassenEisenbahn-Gesellschaft Magdeburg, Actie Serie B 1.000 Mark 1.1.1900 (Auflage 1200, R 3) EF Großformatig. Stadtwappen im Unterdruck. Umrandung im Historismusstil. Gründung 1876 als Pferdebahn, seit 1886 Dampfbetrieb, ab 1899 elektrischer Betrieb. Streckenlänge zeitweise über 100 km. In den 20-er Jahren besaß die Fa. 172 Motorwagen und 152 Anhängewangen. 1936 besaß die Ges. bereits 15 Omnibusse. Börsennotiz Berlin

Schätzwert 125-175 €

Malzfabrik Etgersleben AG Etgersleben, Actie 1.000 Mark 17.6.1898. Gründeraktie (Auflage 350, R 10) VF Gründung 1898 als Malzfabrik Etgersleben AG. 1914 Übernahme der Malzfabrik Blanke & Schmidt in Magdeburg-Buckau. Seit 1916 auch Gemüsetrocknung. 1917/18 Übernahme der Malzfabriken J. Eisenberg in Erfurt und Umfirmierung in Malzfabriken J. Eisenberg & Etgersleben AG. 1941 erneute Umfirmierung in Vereinigte Malzfabriken Erfurt & Etgersleben AG. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 1092

Los 1089 Los 1086

Los 1094

Schätzwert 50-175 €

Mainzer Actien-Bierbrauerei

Los 1095

Mainz, Actie 300 Mark 1.1.1873. Gründeraktie (Auflage 5000, R 4) EF-VF

Malzfabrik Rheinpfalz AG

Mit Originalunterschriften. Gründung 1859 als “Brey’sche Actien-Bierbrauerei”, 1872 Umfirmierung wie oben. 1917/18 Erwerb der Brauereien Jean Rühl in Worms, Taunusbrauerei Biebrich, Ferd. Nachbauer in Kastel, Gebr. Becker in Gonsenheim und Fr. Kurz in Weilburg. 1968 erwarb die Frankfurter Binding-Brauerei (Oetker-Konzern) die Aktienmehrheit und pachtete 1972 den Betrieb. Im gleichen Jahr, auf Betreiben des Großaktionärs, Fusion mit der Brauerei Schrempp AG in Karlsruhe, der Aktienbrauerei Eisenach in Bad Hersfeld, der Brauerei Heinrich Fels GmbH in Karlsruhe und der Hofbrauhaus Nicolay AG in Hanau. Seitdem eine reine Grundstücksverwaltung mit Mehrheitsbeteiligungen an der Allgäuer Brauhaus AG in Kempten, der Bayerische Brauerei Schuck-Jaenisch GmbH in Kaiserslautern, der Erbacher Brauhaus Jakob Wörner & Söhne KG in Erbach und der Selters Mineralquelle Augusta Victoria GmbH in Löhnberg.

Schätzwert 150-200 €

Pfungstadt, Aktie 100 RM März 1938 (Auflage 250, R 7) EF Gegründet 1910 unter der Firma Moritz Marx Söhne AG, Bruchsal, 1936 umbenannt in Malzfabrik Rheinpfalz AG. Das Bestehen des Unternehmens läßt sich bis 1820 zurückverfolgen. Betriebsstätten in Pfungstadt und Kirchheim a.d. Eck (Pfalz). Großaktionäre (1943): Mälzerei Wrede AG, Köthen in Anhalt (56,8 %), Direktor Hans Lehnkering, Darmstadt (37,73 %). Die Malzfabrik existiert noch heute als GmbH.

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Los 1102

Schätzwert 450-600 €

Maschinenbauanstalt Venuleth & Ellenberger AG Darmstadt, Aktie 100 RM 30.9.1937 (Auflage 350, R 12) VF+.

Los 1096

Schätzwert 40-100 €

Los 1100

Malzfabriken Langensalza und Wolff Söhne Erfurt AG Erfurt, Aktie 100 RM Febr. 1942 (Auflage 1000, R 4, kompletter Neudruck des Aktienkapitals) EF Gründung 1872 als Aktien Malzfabrik Langensalza. 1915/16 Erwerb der Anlagen der in Konkurs geratenen Mitteldeutschen Malzfabrik in Langensalza, wo danach Hafernährmittel hergestellt wurden. 1921 Übernahme der Malzfabrik Hermann Wolff & Söhne in Erfurt und Umfirmierung in Aktien Malzfabrik Langensalza und Hermann Wolff & Söhne AG (1927 erneute Umfirmierung in Malzfabriken Langensalza und Wolff Söhne Erfurt AG). 1928/29 verhob man sich in der Weltwirtschaftskrise an dem kreditfinanzierten Kauf der Aktienmehrheit des lokalen Erzkonkurrenten Malzfabriken J. Eisenberg & Etgersleben von der Commerzbank und dem Bankhaus A. E. Wassermann für 2,4 Mio. RM: 1932 wurden diese Aktien den beiden Banken gegen Forderungsverzicht zurückübertragen, außerdem mußten den Banken noch 1,2 Mio. RM “Abfindung” gezahlt werden. Nach 1945 enteignet.

Schätzwert 30-80 €

Maschinenbau-AG Golzern-Grimma Grimma, Aktie 300 RM Juni 1938 (Auflage 600, R 4) UNC-EF bauenden Gewerkschaft” hervor. Die ersten Anfänge des Mansfelder Bergbau reichen bis 1199 zurück. Ursprünglich Besitz der Grafen von Mansfeld, gelangte der Bergbau nach dem 30-jährigen Krieg in die Hände verschiedener Gewerkschaften, die sich 1851 zu einem Unternehmen zusammenschlossen. Neben den 1933 ausgegliederten Berg- und Hüttenwerken wurden betrieben: Die Kupfer- und Messingwerke Hettstedt, die Hallesche Pfännerschaft (Salzsiederei) und die Saline Halle, Braunkohlenbergwerke bei Senftenberg und Merseburg, die Steinkohlenzeche Mansfeld in BochumLangendreer, die Steinkohlenzeche der Gewerkschaft Sachsen in Heessen bei Hamm sowie die Glashütten Senftenberg und Groß-Räschen. Großaktionäre waren zuletzt die Fa. Otto Wolff und die Stadt Leipzig. 1948 verlagert nach Hannover, 1967 in eine GmbH umgewandelt. Sitz der Verwaltung in Bad Salzdetfurth. Die Betriebsstätten in der DDR waren noch bis zur Wende ein Riesen-Kombinat mit mehreren zehntausend Beschäftigten.

Gründung 1847 als Gottschald & Nötzli AG, ab 1872 Maschinenbauanstalt Golzern vorm. Gottschald & Nötzli, seit 1899 Name wie oben. Herstellung von Maschinen für die chemische Industrie, Spiritusbrennereien, Raffinerien, Preßhefe-, Öl-, Papier-, Pappen-, Pulver- und Sprengstoffabriken. Ab 1948 NAGEMA Maschinen- und Apparatebau Golzern-Grimma, unterstellt der VVB NAGEMA, Dresden.

Los 1103

Schätzwert 60-100 €

Maschinenbau-Anstalt Humboldt (überdr. Humboldt-Deutzmotoren AG) Köln-Kalk, Aktie 100 RM März 1927 (Auflage 63750, ab Febr. 1928 unter 11000, R 6) EF

Schätzwert 150-200 €

Manganerzwerke AG Hamburg, Sammelaktie 10 x 1.000 Mark Okt. 1923 (R 8) EF Gründung 1921 in Hamburg zum Betrieb und Erwerb von Bergwerken, insbesondere von Manganbergwerken. Ab Sept. 1924 Sitz in Berlin-Schlachtensee. Im Okt. 1924 Beschluß der Liquidation. Los 1098

Schätzwert 30-50 €

Los 1099

Schätzwert 100-125 €

Mansfeld AG für Bergbau und Hüttenbetrieb

Mansfeld AG für Bergbau und Hüttenbetrieb (3 Stücke)

Eisleben, 4 % Genüsse 100 RM April 1926 (Blankette, R 6) Mit anh. Kuponbogen. EF+

Eisleben, 4 % Genußrechtsurkunde 200 RM, 4,5 % 500 RM, 4 % 500 RM April 1926 (alles Blanketten) Jeweils mit anh. Kupons. EF

Die 1921 gegründete AG ging durch Umwandlung aus der “Mansfeldschen Kupferschiefer

Nr. 1095

Schätzwert 30-75 €

Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe Los 1101

Los 1097

Gründung bereits 1864, seit 1889 “Actien-Maschinenbau-Anstalt vorm. Venuleth & Ellenberger”, ab 1919 “Maschinenbau-Anstalt und Dampfkesselfabrik AG Darmstadt, vorm. Venuleth & Ellenberger u. Göhrig & Leuchs”, 1930 umfirmiert wie oben. Fabrik in der Pallaswiesenstr. 122. Hergestellt wurden Maschinen und Apparate für die chemische und pharmazeutische Industrie, Walzen- und Schaufeltrockner, Vakuumapparate, Rührwerkskessel, Autoklaven, Abdeckerei-, Bluttrocknungs- und Knochenverwertungsanlagen sowie Fettschmelzanlagen. Überlebte die Weltwirtschaftskrise nur knapp und musste zweimal (1932 und 1937) mittels Kapitalherabsetzung saniert werden. 1951 in eine GmbH umgewandelt. Vorher völlig unbekannt gewesen, ein Unikat!

Bei der Neustückelung des Kapitals im Febr. 1928 wurden für die (neu) 11000 Stück 100RM-Aktien sowohl Urkunden neu gedruckt wie auch Urkunden vom März 1927 weiter verwendet; die Aufteilung läßt sich nicht eruieren. Gründung 1856 (Maschinenfabrik für den Bergbau “Sivers & Co.”), seit 1884 AG. 1930 Fusion mit der Motorenfabrik Deutz AG (gegründet 1864 von N. A. Otto und E. Langen als erste Motorenfabrik der Welt) und der Motorenfabrik Oberursel AG zur Humboldt-Deutzmotoren-AG. 1936 Übernahme der Magirus AG in Ulm (gegründet 1864 als Spezialfabrik für Feuerwehrgeräte, ab 1918 auch Fahrzeugbau).1938 Interessengemeinschaft mit der Klöckner-Werke AG in Duisburg und Umfirmierung in Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Übernahme der Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG (1959), der Maschinenfabrik Fahr AG, Gottmadingen (1961) und der WEDAG Westfalia Dinnendahl Gröppel AG, Bochum (1969). Die 1974 begonnene Kooperation mit FIAT bei Nutzfahrzeugen führte 1975 zur Gründung des Gemeinschaftsunternehmens IVECO (1982 ganz an FIAT übergegangen). Neben Motoren wurden Gasturbinen, Luftfahrtantriebe, Traktoren, Mähdrescher und Industrieanlagen hergestellt. Nach einer existenzbedrohenden Krise in den 90er Jahre blieb der (bis heute als Deutz AG börsennotierten) KHD nur noch das Motorenwerk in Köln-Deutz.

Nr. 1102

Karlsruhe , Aktie 100 RM Okt. 1927 (Auflage 27400, kpl. Aktienneudruck nach Kapitalherabsetzung, R 4) EF Ungewöhnliche Gestaltung mit stilisierter Werksansicht. Einer der ersten deutschen Lokomotivhersteller! Ursprung des Unternehmens ist eine 1833 von Jakob Friedrich Messmer eröffnete und 1836 von Emil Keßler und Theodor Martiensen übernommene mechanische Werkstätte. Ende 1841, kurz nach Eröffnung der ersten badischen Eisenbahnstrecke, wurde die erste Dampflokomotive “Badenia” an die Badischen Staatseisenbahnen abgeliefert. 1842 wurde Emil Keßler Alleininhaber der Fabrik, 1846 gründete er als zweites Unternehmen die (als AG bis heute bestehende) Maschinenfabrik Esslingen. 1847 ging das Bankhaus Haber, der Geldgeber Keßlers, in Konkurs. Kredite waren plötzlich zurückzuzahlen, Keßler verlor die Kontrolle über die Lokomotivfabrik, die 1851 liquidiert und 1852 wegen ihrer strategischen Bedeutung von der badischen Staatsregierung übernommen wurde. Mit finanzieller Hilfe des Frankfurter Bankhauses Bethmann gründete Emil Keßler 1852 in Karlsruhe ein neues Unternehmen, die “Maschinenbau-Gesellschaft Carlsruhe”, die den Lokomotivbau wieder aufnahm. Sie gehörte stets zu den kleineren Herstellern. Hauptabnehmer waren die Badischen Staatsbahnen und die Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen, vor ihrer Verstaatlichung durch das Königreich Preußen auch die Bergisch-Märkische Eisenbahn, die Cöln-Mindener Eisenbahn und die Rheinische Eisenbahn. 1904 wurde das Werk verlegt von der Beiertheimer Allee in die Carl-Metz-Straße, zuletzt rd. 121000 qm großes Werksgelände an der Wattstraße in unmittelbarer Nähe des Hauptgüterbahnhofs. Neben Lokomotiven wurden dort Dampfmaschinen, Kessel, hydraulische Maschinen, Kältemaschinen, Dieselmotoren, Traktoren und Eisenbahnbedarfsartikel aller Art gefertigt. Mit der Motorenwerke Mannheim AG vorm. Benz Abt. stationärer Motorenbau bestand eine Interessengemeinschaft zwecks gemeinsamer Herstellung von Motorpferden und Gross-Diesel-Motoren. Ab 1925 folgte eine Absatzkrise, nachdem die Reichsbahn jahrelang keine neuen Dampflokomotiven mehr bestellt hatte. Die Umstellung auf den Bau von Diesellokomotiven scheiterte, 1929 ging die in Berlin, Frankfurt und Mannheim börsennotierte AG in freiwillige Liquidation. Die Reste des Lokomotivbaus erwarb die Hohenzollern AG in Düsseldorf. 1842-1928 hatten 2.370 Lokomotiven die Fabrik in Karlsruhe verlassen, die so namhafte Ingenieure wie Niklaus Riggenbach (den Erfinder der Zahnradbahn), Carl Benz, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach beschäftigt hatte. 109

Dampfkessel und Zentrifugen in Köthen, Kanonen im Riesengebirge Die nahezu unglaubliche Geschichte der Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co.

Gelände der Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. in Cöthen ca. 1910

Los 1104

Schätzwert 600-750 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, Aktie 1.000 Mark 1.4.1907 (Auflage 200, R 8) VF Sehr hübsche Umrahmung, toller Unterdruck im Stil eines Maschinentelegrafen. Originalunterschriften. Bereits 1856 entstand direkt am Bahnhof Köthen eine Herzogliche Eisengießerei, die 1859 vom Berliner Fabrikanten Rudolph Dinglinger übernommen wurde. Sein Vorfahr war kein Geringerer als der Emailleur Georg Friedrich Dinglinger, Bruder des sächsischen Hofgoldschmieds Johann Melcior Dinglinger, deren Schaffen das Grüne Gewölbe in Dresden die bedeutendsten Stücke aus der Zeit August des Starken verdankt. Direkt angrenzend gründete 1860 Carl Thiel die älteste Maschinenfabrik der Stadt. Nach Übernahme der Betriebe durch Julius Wagner erfolgte 1890 die Gründung dieser AG. Die Fabrik mit 5 massiven Hallen direkt am Bahnhof Köthen besaß eine Lokomotivreparaturwerkstatt und fabrizierte Maschinen und Apparate für Papier- und Zellulosefabriken sowie Dampfkessel. In großem Umfang wurde auch Rohguss an andere Fabriken geliefert, wobei Stücke bis zum Einzelgewicht von 40 t gegossen werden konnten. Großaktionär war zuletzt der

Jakob-Michael-Konzern, Börsennotiz Berlin und Freiverkehr Magdeburg. 1932 Entwicklung der Papierstoffzentrifuge “Erkensator”, zu deren Produktion die Fabrikanlagen der Banning & Seybold Maschinenbau in Düren übernommen wurden. 1935 Verkauf der Köthener Fabrikanlagen an die JUNKERSWERKE, deswegen erhielt Köthen 1937 eine Garnison, einen Flugplatz und eine Fliegertechnische Vorschule. Als Ersatz erwarb die Maschinenfabrik Wagner eine Maschinenfabrik in Herischdorf i. Riesengeb., wohin der Firmensitz verlegt wurde, nebst Erwerb der Fabrikanlagen der 1854 gegr. Füllnerwerke in Bad Warmbrunn (Verkäufer war die Linke-HofmannBuschwerke AG), wohin die Produktionsanlagen aus Köthen weitgehend überführt wurden. Kurz darauf auch Erwerb des ehemaligen Eisenhüttenwerkes “Marienhütte” in Kotzenau, wo die nach Verkauf der Köthener Anlagen fehlende Graugießerei neu eingerichtet wurde. 1939 Umfirmierung in Maschinenfabriken Wagner-Dörries AG, gleichzeitig Verkauf der Papiermaschinenaktivitäten mit den Werken Banning & Seybold (Düren) und Füllnerwerk (Bad Warmbrunn). Das AG-Handbuch spricht von einem “einschneidenden Wechsel des Aufgabengebietes”, was konkret hieß: In dem stark erweiterten Werk in Herischdorf wurden nun Geschütze hergestellt, u.a. die 15-cm-Schwere Feldhaubitze 18 (Nachbau einer Rheinetall-Krupp-Entwicklung). Erneute Umbenennung 1942 in Dörries-Füllner Maschinenfabriken AG mit Sitz in Bad Warmbrunn. Der Ort heißt nach dem Krieg jetzt Cieplice Slaskie-Zdroj, die Fabrik wurde von den Polen übernomen. Die seinerzeit von der Junkers Motorenbau GmbH übernommene ehemalige Wagner-Fabrik am Bahnhof in Köthen wurde ab 1951 vom VEB ABUS Förderanlagenbau genutzt und erst im Sommer 2007 abgerissen. Alle Wagner-Emissionen bis 1926 waren vorher völlig unbekannt.

Gelände der Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. in Cöthen ca. 1920

Los 1106

Schätzwert 600-750 €

Los 1111

Schätzwert 125-175 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co.

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co.

Cöthen, Aktie 1.000 Mark 2.4.1921 (Auflage 1115, R 10) VF

Cöthen, 4,5 % Genußrechtsurkunde 30 RM 31.7.1926 (R 9) VF

Auch hier waren nur 4 Stück im Reichsbankschatz gefunden worden, ebenfalls das letzte noch verfügbare! Kleine Fehlstelle rechts oben. Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Glockenherzchen-Umrahmung. lAuch die Genußscheine waren vorher ganz unbekannt.

Los 1107

Schätzwert 100-150 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, Aktie 1.000 Mark 10.1.1922 (Auflage 2770, R 7) VF+ Ebenfalls identisch gestaltet. Los 1108

Schätzwert 400-500 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, VZ-Aktie 1.000 Mark 10.1.1922 (Auflage 300, R 9) EF+ Nochmals identische Gestaltung.

Los 1112

Schätzwert 30-75 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, 4,5 % Genußrechtsurkunde 50 RM 31.7.1926 (R 5) VF+ Identische Gestaltung mit GlockenherzchenUmrahmung. Los 1113 Los 1109

Schätzwert 75-150 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, Aktie 1.000 Mark 8.1.1923 (Auflage 14700, R 5) EF

Los 1110

Schätzwert 50-100 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, 4,5 % Genußrechtsurkunde 100 RM 31.7.1926. (R 6) EFEbenfalls identisch gestaltet.

Schätzwert 40-100 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, VZ-Aktie 1.000 Mark 8.1.1923 (Auflage 1000, R 3) UNC Identisch gestaltet wie voriger Titel. Los 1114

Schätzwert 50-125 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Köthen, Aktie 1.000 RM 1.11.1928 (Auflage 1000, R 5) UNC

Los 1105

Schätzwert 600-800 €

Maschinenfabrik AG vorm. Wagner & Co. Cöthen, VZ-Aktie 1.000 Mark 1.6.1918 (Auflage 415, R 10) VF Nur 4 Stück waren im Reichsbankschatz gefunden worden, dies ist das letzte noch verfügbare. Werbeprospekt aus den 20er-Jahren: Papiermaschinenbau

110

Werbeprospekt aus den 20er-Jahren: Sturz,- Zellulose- und Kugelkocher

Die 15-cm-schwere Feldhaubitze 18

lung war “ein Jahr nach Friedensschluß” vereinbart). In den 20er Jahren erwarb die Gutehoffnungshütte (GHH) die Aktienmehrheit, die 1965 an die Daimler-Benz AG weitergegeben wurde. Daimler war für seine eigene Produktion vor allem an den Fabrikanlagen und der Gießerei interessiert und pachtete diese, nachdem der Bereich Maschinenbau an die GHH verkauft worden war. Auch der Schienenfahrzeugbau wurde eingestellt, de letzte Lokomotive verließ das Werk am 21.10.1966. Noch wesentlich erweitert wurde der Werksbesitz 1983 durch verschmelzende Übernahme der “Württ. Baumwoll-Spinnerei und -Weberei” bei Esslingen a.N. und der “Maschinen- und Werkzeugbau Zuffenhausen AG”. Bis 2004 (dann Umwandlung in eine AG & Co. oHG) als reine Immobiliengesellschaft börsennotiert gewesen, heute der DaimlerChrysler Immobilien (DCI) zugeordnet. Los 1115

Schätzwert 100-175 €

Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG

dern (zuerst mit Fafnir-Motoren, nach dem 2. Weltkrieg bis zur Produktionseinstellung 1962 mit Sachs-Motoren). 1907 Einrichtung einer Holzfurnier-Abteilung auch für fremden Bedarf, seit 1912 auch Fabrikation von Schuhmaschinen. 1931 Fusion mit der 1864 gegründeten, 1891 in eine AG umgewandelten “Pfälzischen Nähmaschinen- und Fahrräder-Fabrik vorm. Gebrüder Kayser” in Kaiserslautern, zugleich Umfirmierung in Gritzner-Kayser AG. Noch im Fusionsjahr, auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise, wird die Fabrik in Kaiserslautern stillgelegt; 1,5 Mio. Nähmaschinen waren dort hergestellt worden. Am Ende aber gewinnt Kaiserslautern doch: 1955 zerstört ein weiterer Großbrand die gesamte Nähmaschinen-Fabrikation in Durlach. Dadurch geschwächt wird Gritzner-Kaiser leichte Beute für den in Kaiserslautern ansässigen Konkurrenten G. M. Pfaff AG, der 1957 die Aktienmehrheit übernimmt. 1965 nach Verpachtung der Betriebsanlagen an Pfaff in eine GmbH umgewandelt. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1121

Schätzwert 30-75 €

MATGRA MaterialBeschaffungsstelle für das graphische Gewerbe AG Leipzig, Aktie 20 RM 8.1.1925 (Auflage 5500, R 3) EF Gründung 1923. Herstellung und Vertrieb von Bedarfsgegenständen des graphischen Gewerbes - Buchdruckerei-Waschmittel, technische Seife, chemische Erzeugnisse. 1951 aufgelöst.

Augsburg, Aktie 1.000 Mark Juni 1917 (Auflage 9000, R 7) VFGründung 1898 unter Vereinigung der Maschinenfabrik Augsburg (gegr. 1840) und der Maschinenbau Nürnberg (gegr. 1841). 1915 Übernahme der LKW-Produktion von Saurer/Lindau. 1986 Verschmelzung der MAN Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG auf die Gutehoffnungshütte Aktienverein AG und Umfirmierung in MAN AG. Noch heute einer der bedeutendsten Konzerne im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau. Zwischenzeitlich auch in der Luft- und Raumfahrttechnik tätig, jedoch wurde die Tochter MAN-Technologie verkauft und in MT Aerospace AG umfirmiert (wichtiger Zulieferer für die europäische Ariane-5-Rakete). Mehr und mehr konzentriert sich MAN heute auf den LKW-Bau, angetrieben vom Großaktionär VW, der seine Beteiligungen beim Konkurrenten Scania und bei MAN bald unter ein Dach bringen will. Einer der 30 DAX-Werte.

Los 1122 Los 1119

Maschinenfabrik Kappel AG Chemnitz, Aktie 1.000 RM 15.4.1942 (Auflage 100, R 6) EF

Los 1117

Schätzwert 225-300 €

Maschinenfabrik Grevenbroich AG Grevenbroich, Interimschein 20 x 1.000 RM 14.4.1927. Gründeraktie (Auflage nur 5 Stück, R 10) EF Maschinenschriftliche Ausführung, mit Originalunterschriften. Gegründet am 15.2.1927 nach Übernahme einer bereits bestehenden Maschinenfabrik in Grevenbroich. Hergestellt wurden emaillierte Gefäße für Brauereien, Molkereien usw. Sitz der Ges. war bis 27.9.1927 in Grevenbroich, danach in Magdeburg. Im Sept. 1927 vollständig in den Besitz der Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG in Magdeburg übergegangen. Die Gesamtauflage von nur 5 Stück lag im Reichsbankschatz.

Los 1116

Schätzwert 75-150 €

Gründung 1860 in Kändler bei Chemnitz durch den Fabrikanten Albert Voigt, 1867 Verlegung der Fabrik nach Kappel, seit 1872 AG als “Sächsische Stickmaschinenfabrik”, ab 1888 Firmenname wie oben. Hergestellt wurden mit bis zu 1.500 Beschäftigten Stickmaschinen, Tüllwebstühle, Wirkmaschinen, Sägegatterund Holzbearbeitungs-Maschinen, Motoren für Gas-, Benzin- und Rohölbetrieb, Werkzeugmaschinen sowie Schreibmaschinen. Zweck praktischer Anwendung wurde in Plauen eine eigene Stickerei betrieben, außerdem lange Zeit Alleinaktionär bei der Sächsische Tüllfabrik AG. Börsennotiz Berlin, Dresden und Freiverkehr Chemnitz. Im Sog der Weltwirtschaftskrise 1931 in Vergleich gegangen, als Auffanggesellschaft wurde 1932 die Maschinenfabrik Kappel GmbH gegründet, seit 1938 betrieb nach einer starken Aufwärtsentwicklung die AG das Geschäft wieder selber. 1945 demontiert, 1946 enteignet, 1951 im VEB Schleifmaschinenbau aufgegangen. 1990 Gründung des Schleifmaschinenwerks Chemnitz auf dem ehem. Kappel-Gelände, 1995 von der Hamburger KörberGruppe übernommen.

Schätzwert 80-100 €

Max Daehne AG Leipzig-Lindenau, Aktie 20 RM 15.10.1925 (Auflage 10000, R 7) VF Gründung 1921. Herstellung von Bilderrahmen, Möbeln, Spiegeln und Holzwaren sowie Kunsthandel und -verlag. Die Abteilungen Bildereinrahmerei, Vertrieb von Kunstblättern, Bilderleisten und gerahmten Bildern wurden 1923 abgetrennt und als “Kunstanstalt Daehne AG” rechtlich verselbständigt. Nur 15 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1123

Schätzwert 30-50 €

Max Hahn Chemische Fabrik AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 20.9.1923 (R 5) EF Gründung 1913 als „Landhaus-AG“, 1921 Umfirmierung wie oben. Betrieb einer chemischen Fabrik für Medikamente und pharmazeutische Präparate.

Schätzwert 150-250 €

Maschinenfabrik Esslingen Esslingen, Aktie 5.000 Mark Dez. 1922 (Auflage 2000, R 7) VF Gründung 1846, eingetragen 1866. Anfänglich auf Lokomotiven, Waggons und sonstige Eisenbahnrequisiten sowie Dampfmaschinen und Eisenkonstruktionen aller Art spezialisiert. Ende des 19. Jh. konnten mit 2500 Arbeitern knapp 100 Lokomotiven im Jahr abgeliefert werden. Später auch Fabrikation von Zahnrad- und Seilbahnen, Straßenwalzen, Eis- und Kühlmaschinen, Gasmotoren, Pumpwerken, Transmissionen, Dynamomaschinen, Elektromotoren, Kranen und Transportanlagen. Das 1897 übernommene (und 1928 an die AEG verkaufte) elektrotechnische Zweigwerk in Cannstadt plante und baute auch komplette Elektrizitätswerke. In diesem Zusammenhang bestanden Beteiligungen bei den Elektrizitätswerken in Esslingen, Urach, Freudenstadt, Tuttlingen, Metzingen und Böblingen (später in der 100 %igen Tochter “Württ. Gesellschaft für Elektrizitäts-Werke” zusammengefaßt). 1908 Errichtung eines neuen Werkes auf einem 250.000 m◊ großen Areal bei Mettingen, das Esslinger Fabrikareal wurde 1912 geräumt und verkauft. Das über Jahrzehnte bestehende Zweigwerk im italienischen Saronno wurde im 1. Weltkrieg verkauft (Zah-

Los 1118

Los 1124

Schätzwert 100-150 €

Maschinenfabrik Gritzner AG

Chemnitz, Aktie 200 RM Mai 1940 (Auflage 4650, R 3) EF

Durlach, 4 % Genüsse Lit. A 100 RM Dez. 1926 (R 9) VF-F Gründung 1872 als Nähmaschinenfabrik durch Max C. Gritzner. 1881 wird die Fabrik durch Brand völlig zerstört, anschließend wiederaufgebaut und auch die Produktion von Nähmaschinenmöbeln neu aufgenommen. 1886 Umwandlung in die “Maschinenfabrik Gritzner AG” mit Börsennotiz in Berlin und Frankfurt. 1891 Eröffnung einer eigenen Eisengießerei und einer Abteilung für Dampfmaschinen- und Pumpenbau, 1897 Aufnahme der Fahrradproduktion. 1902 wird die millionste, bereits 1910 die zweimillionste Gritzner-Nähmaschine gebaut. Ab 1903 auch Bau von Mopeds und Motorrä-

Schätzwert 30-75 €

Max Kohl AG

Los 1120

Schätzwert 50-100 €

Maschinenfabrik Lorenz AG Ettlingen (Baden), VZ-Aktie 1.000 RM 30.6.1927 (Auflage 475, R 5) EF Gründung 1890, AG ab 1921. Herstellung von Werkzeugmaschinen, speziell von Zahnradbearbeitungs-Maschinen. 2000 als GmbH Standort der Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten.

Gründung 1908. Hergestellt wurden Einrichtungen physikalischer und chemischer Lehrzimmer für Schulen, Hörsäle und Laboratorien sowie Meßapparate für Textilfabriken. Börsennotiz Leipzig. Nach dem Krieg nicht verlagert, enteignet, gehörte zu: Mechanik, Vereinigung volkseigener Betriebe, Zweigbetrieb Max Kohl. 1949 zusammen mit Richter-Lehrgeräten als Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt gegründet, es war das DDR-Leitunternehmen für Unterrichtsmittel-Exporte. Der Im- und Export von Unterrichtsmitteln unterstand direkt dem Ministerium für Volksbildung Margot Honecker.

111

Los 1128

Schätzwert 275-350 €

Mech. Baumwoll-Spinnerei & Weberei Bayreuth Bayreuth, Aktie 100 RM März 1942 (Auflage 1050, R 9) EF-.

Los 1125

Schätzwert 80-100 €

Gründung 1853 als “Mech. Baumwollen-Spinnerei zu Bayreuth”, 1877 Bau einer zweiten Spinnerei. 1886 nach Errichtung einer mechanischen Weberei umbenannt wie oben. 1924 Erwerb der Langheinrich’schen Papierfabrik, 1929 Erwerb der stillgelegten Flachsspinnerei in Laineck bei Bayreuth und Umrüstung zu einer modernen Weberei. Die noch hoch heute bestehende AG (deren Aktien bei Valora zu Liebhaberpreisen gehandelt werden) gehört seit geraumer Zeit zum Claas E. Daun-Textilkonzern. Zuvor vollkommen unbekannt gewesen!

Max Nitzsche & Co. AG Obercarsdorf i. Sa., Aktie 100 Goldmark Juni 1924 (Auflage 1900, R 9) EF-

Los 1130

Schätzwert 80-100 €

Mechanische Plan- und Sackfabrik Carl Winter AG

Gründung 1887, AG ab 14.12.1923. Herstellung von und Handel mit Papier und Pappen aller Art. Erzeugnisse: Matrizenpappen, Dosenfeinpappen und Kistenpappen. Nach dem Krieg nicht verlagert. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Magdeburg, Aktie 1.000 Mark 23.11.1923 (R 9) EF Sehr schöne Umrandung mit Garnrollen. Gründung Febr. 1923 zur Fortführung der Einzelfirma Carl Winter in Magdeburg. Herstellung von Bindegarnen, Segeltuchen, Planen, Zelten, Jutewaren, Säcken und Decken. Im Mai 1926 aufgelöst und in Liquidation getreten. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

der deutschen Hanfspinnereien und Bindfadenfabriken war hier vereinigt. Nach dem Krieg wurde das Produktionsprogramm in Füssen um PVC-ummantelte Leinen sowie Selbstklebebänder erweitert, in Immenstadt entstand 1961 ein Kunsttoffwerk. Börsennotiz München und Frankfurt, größter Aktionär mit über 25 % war zuletzt die Hypobank. 1970 erwirbt der Augsburger Maurermeister Hans Glöggler die Aktienmehrheit, der dabei ist, die größte deutsche Textilgruppe aufzubauen. Das hochspekulative Kartenhaus Glögglers stürzte und endete 1976 im Konkurs der Glöggler-Gruppe, anschließend verschwindet die HFI aus den Handbüchern.

Das Werk der Mech. BaumwollSpinnerei & Weberei Bayreuth um 1900

Los 1126

Schätzwert 40-75 €

Max Teichmann & Co. AG

Los 1133

Zschopau, Aktie 1.000 Mark 19.5.1923 (Auflage 17000, R 6) EF-VF

Los 1131

Mech. Seidenweberei Viersen AG

Gegründet 1921 zur Fortführung der von der KG betriebenen Spinnerei und Weberei. 1925 bereits Konkurs.

Viersen, Aktie 1.000 RM 25.4.1930 (Auflage 600, R 5) EF Los 1129

Schätzwert 125-175 €

Mechanische BaumwollSpinnerei & Weberei Kaufbeuren, Aktie 100 RM 27.5.1942 (Auflage 240, R 6) EF-

Los 1127

Schätzwert 50-125 €

Max Ulrich & Co. KGaA Berlin, Aktie 1.000 Mark 20.6.1907 (Auflage 1000, R 5) EF Gründung 1903. Betrieb von Bank- und Finanzierungsgeschäften, spezialisiert auf Transaktionen im Bergbau und in der Montan- und Ölindustrie. Engagements in galizischen Ölunternehmungen brachten die Bank 1911 in Schwierigkeiten, danach wurde sie von der Deutschen Treuhand-Gesellschaft abgewickelt.

Nr. 1128 112

Schätzwert 50-125 €

Gründung bereits 1838, AG seit 1858. Begünstigt durch die Wasserkraft an der Iller mit zwei Turbinen blühte der Betrieb immer weiter auf, in der Spitze waren fast 2.000 Webstühle installiert. 1882 Übernahme der früheren Sandholzschen Baumwollespinnerei u. Weberei in Kempten. 1950 Umfirmierung in “Th. Momm & Co. Baumwollspinnerei und Weberei AG” (das AR-Mitglied Herbert W. Momm war Teilhaber beim Bankhaus Delbrück von der Heydt & Co., Köln), 1954-56 Bau eines eigenen Wasserkraftwerkes an der Wertach, 1857/59 zweiter Weberei-Neubau. 1971 Umfirmierung in “Spinnerei und Weberei Momm AG”, seit 1976 per Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Spinnerei und Weberei Pfersee, Augsburg gebunden. Mit Traumdividenden von 50 % die Errtragsperle des Pfersee-Kolbermoor-Konzerns. In den 90er Jahren in eine KG umgewandelt.

Gründung als AG 1913. Herstellung von Dekorationsstoffen und -samten, Stoffen für Herrenund Damenoberbekleidung. Werke in Viersen und Mönchengladbach. Bis zum Anschlußkonkurs 1983 in Düsseldorf börsennotiert. Los 1132

Schätzwert 75-175 €

Mechanische Seilerwarenfabrik Füssen Füssen, Aktie 1.000 Mark 1.1.1920 (Auflage 1800, R 5) EF Umstellungsstempel 1920: Hanfwerke FüssenImmenstadt. Gründung 1861 als „Mechanische Seilerwarenfabrik Füssen“ auf der Basis der Wasserkräfte des Lech. 1920 Umfirmierung in “Hanfwerke Füssen-Immenstadt AG” anlässlich der Fusion mit der 1855/57 gegründeten „Mechanischen Bindfadenfabrik Immenstadt“, die auf den Wasserkräften des Großen und Kleinen Albsees basierte (beide Seen waren übrigens bis zur Übernahme durch den Freistaat Bayern in den 1950er Jahren Privatbesitz der HFI). Erzeugnisse: Garne, technische Schnüre, Bindfaden, Erntebindegarne. Ein bedeutendes Unternehmen: Etwa die Hälfte der gesamten Produktion

Nr. 1143

Schätzwert 30-75 €

Mechanische Treibriemenweberei und Seilfabrik Gustav Kunz AG Treuen i.Sa., Aktie 100 RM 1.1.1938 (Auflage 790, R 4) EF Gründung 1894 unter Übernahme der seit 1868 bestehenden Firma Gustav Kunz. Herstellung von gewebten Kamelhaartreibriemen, Baumwollriemen, Transportbändern, Seidenriemen, Filtertüchern und Segeltuchen sowie Seilen aus Draht und Hanf. Während des 2. WK Umstellung auf Rüstungsproduktion. In der DDR Betriebsfortsetzung als VEB Mechanische Triebriemenwebereien und Seilfabrik Treuen, später auf VEB Vowetex Plauen verschmolzen.

Los 1134

Schätzwert 40-100 €

Mechanische Weberei AG Zittau, Aktie 1.000 RM Dez. 1940 (Auflage 1000, R 4) UNC-EF Gründung 1871 von Gustav Fränkel und der Hamburger Firma Pintus Nathans Sohn & Co. als „Fränkel’sche Orleans-Weberei AG“. 1883 Umbenennung wie oben. Eines der seltenen Beispiele, dass eine AG der Gründerjahre den Gründerkrach überlebte, wenngleich kurz nach der Börseneinführung in Berlin und Leipzig (1889) der Saling schreibt: “Die Erfolge der früheren Leitung des Etablissements waren wechselnde.” Herstellung von Mohairs und Alpakas, Kleider-, Blusen- und Konfektionsstoffen aus Baumwolle, Halbwolle und Wolle, Seide sowie Kunstseide. Auf dem 35000 qm großen Grundstück befanden sich neben Bürogebäuden eine Weberei, Schlichterei, Zettelei, Spulerei, Zwirnerei, Färberei, Bleicherei, Appretur und Drukkerei. Die Gesellschaft besaß 950 Webstühle und beschäftigte ca. 1200 Mitarbeiter. Zeitweise Beteiligungen an der 1900 gegründeten

renhaus AG, danach Medicihaus AG. Filialen in Düsseldorf, Leipzig, Stettin, Stuttgart, Musterlager in Hannover. 1954 nach Erlangen verlagert und Umwandlung in eine GmbH. Nur 12 Stück lagen im Reichsbankschatz, vorher nicht bekannt gewesen.

Sächsischen Wollwaren-Druckfabrik AG Schönheide im Erzgebirge und an der 1923 gegründeten AG für Unternehmungen der Mechanischen Weberei Zittau AG. 1925/26 legte ein Großfeuer mit ungeklärter Brandursache die Weberei für 6 Wochen still. Der Betrieb wurde nach 1945 enteignet und ab 1949 als VEB Mechanische Weberei Zittau fortgeführt, die größte Weberei der DDR.

Los 1137

Schätzwert 30-80 €

Mecklenburg-Schwerinscher Domanialkapitalfonds Schwerin i.M., 4 % Rentenpfandbrief 5.000 Mark 9.12.1919 (R 3) EF Ausgegeben nach Gesetz vom 3.7.1919, betreffend die Errichtung eines Siedlungsamtes für Mecklenburg-Schwerin. Los 1135

Los 1140

Schätzwert 75-200 €

Mecklenburgische Friedrich Wilhelm Eisenbahn-Gesellschaft Neustrelitz, Aktie Lit. A 5.000 Mark 15.11.1923 (Auflage 700, R 4) EF

Mechanische Weberei Sorau vorm. F. A. Martin & Co.

Gegründet Anfang 1923. Betrieb einer Reederei und von Handelsgeschäften aller Art. Bereits 1925 wegen Nichtigkeit wieder gelöscht.

Sorau, Aktie 1.000 Mark 25.10.1886. Gründeraktie (Auflage 1500, R 3) VF

Los 1136

Los 1145

Merfeld, Aktie 100 RM Juli 1927 (R 9) VFLos 1141 Los 1138

Schätzwert 100-175 €

Schätzwert 50-125 €

Mecklenburger Bank

Mecklenburgische Kreditund Hypothekenbank

Schwerin (Meckl.), Aktie 1.000 RM 1.3.1944 (Auflage 2000, R 6) EF

Neustrelitz, Aktie Lit. C 1.000 RM Aug. 1941 (Auflage 1000, R 3) UNC-EF

Gründung 1850, Notenbank bis 1878. 1930 Übernahme der Mecklenburgischen Bank (gegr. 1880) in Schwerin. 1933 Fusion mit der Mekklenburgischen Depositen- und Wechselbank.

Gründung 1896 als Mecklenburg-Strelitzsche Hypothekenbank. Die großherzogliche Konzession erlaubte der Bank die Führung von Bankgeschäften aller Art als eine so genannte Hypothekenbank mit gemischtem Privileg. Die Bank unterhielt Filialen in Neubrandenburg, Schwerin und Rostock ferner 50 Agenturen, hauptsächlich in Mecklenburg. 1934 umbenannt wie oben, im gleichen Jahr Übernahme der Beamten-Spar- und Darlehnskasse eGmbH in Schwerin. Börsennotiert in Berlin und Hamburg, Großaktionär mit 88,6 % war zuletzt der Freistaat Mecklenburg.

Gegründet 1923 zwecks Gewinnung und Verwertung von Torf, industrielle Ausnutzung von Moorländereien, Urbarmachung von Ödland. Ab 1934 Herstellung eines neuen Düngers unter dem Namen Biohum (Gemisch aus dem anfallenden Klärschlamm mit Torfmull). Um 1962 Stilllegung. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz, vorher nicht bekannt gewesen.

Los 1146

Schätzwert 80-100 €

Merkur AG

Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn-AG Umgestellt auf 500 RM. Geflügeltes Rad im Unterdruck. Gründung 1892. Keimzelle war eine Wirtschaftsbahn, die zur Erschließung der für Fuhrwerke unpassierbaren Großen Friedländer Wiese vom Staatsbahnhof Ferdinandshof aus gebaut und im Frühjahr 1888 eröffnet wurde. 1891 Eröffnung des durchgehenden Betriebes bis Friedland zur Bewältigung des saisonbedingten Rübentransportes zur, seit 1890 bestehenden, Zuckerfabrik Friedland. 1892 Inbetriebnahme des öffentlichen Güterverkehrs, 1894 des regelmäßigen Personenverkehrs. Vor allem für den Güterverkehr der Landwirtschaft entstand bis 1928 ein Netz in 600-mm-Spur von (einschließlich privater Anschlußbahnen) fast 300 km Länge mit einem jährlichen Frachtaufkommen bis zu 300.000 t. Großaktionäre : Kreis Anklam und Land Mecklenburg. 1945 Beschlagnahme und Abbau durch die sowjetische Besatzungsmacht. 1946 Wiederaufbau der Strecke Friedland-Ferdinandshof, 1970 endgültiger Abbau der Strecke durch de Deutsche Reichsbahn, 1999 Wiedereröffnung eines 700 m langen Teilstückes zwischen Schwichtenberg und Abzweig Schulwald, 2000 Wiederaufbau der Strecke bis zum Bahnhof Uhlenhorst, einem beliebten Ausflugsziel.

Schätzwert 200-275 €

Merfeld AG für Torfindustrie und Oedlandkultur

Schätzwert 100-275 €

Friedland, Prior.-St.-Aktie Lit. B 1.000 Mark 1.4.1894 (Auflage 700, R 3) EF

Schätzwert 40-75 €

Hamburg, Aktie 10.000 Mark März 1923 (Auflage 19100, R 6) EF

Schätzwert 75-150 €

Hochformat, hübsche Rankwerk-Umrahmung. Gründung bereits 1835 als Leinen- und Jacquard-Weberei für Tischwäsche und Handtücher. AG seit 1886. Neben der Weberei auch Betrieb der „Braunkohlengrube Martin“ (verkauft 1918) nebst Ziegelei (verkauft 1919) in Kunzendorf. Börsennotiz Berlin, Großaktionär war die Dresdner Bank.

Los 1144

Mercur Rhederei- und Handels-AG

Wiesbaden, Aktie Serie B 10.000 Mark 1.2.1923 (Auflage 600, R 7) VF Los 1139

Schätzwert 75-250 €

Mecklenburgische Friedrich Wilhelm Eisenbahn-Gesellschaft Wesenberg, Prior.-Stamm-Aktie 1.000 Mark 1.4.1902. Gründeremission (Auflage 1420, R 2) EF

Los 1142

Schätzwert 10-50 €

Konzessioniert 1889 als Neustrelitz-Wesenberg-Mirower Eisenbahn, 1894 Fusion mit der Blankensee-Woldegk-Strasburger Eisenbahn zur Mecklenburgische Friedrich Wilhelm Eisenbahn. Neben den 83 km langen Hauptlinien auch Betrieb der Hafenbahnen in Neustrelitz und Mirow. Zusätzlich gebaut wurde 1910 die 19 km lange Nebenbahn Thuwow-Feldberg und 1917 zu militärischen Zwecken ein 10 km langer Abzweig von Mirow zum Müritzsee. Gesamtbahnlänge 112 km in Normalspur. In Buschhof Anschluß an die Prignitzer Eisenbahn, in Strasburg in der Uckermark an die preuß. Staatsbahn. Mit 11 Lokomotiven, 15 Personenwagen und über 100 Güterwagen wurden pro Jahr im Schnitt 1/2 Mio. Passagiere und 1/2 Mio. t Güter befördert. Börsennotiz Berlin. Letzte Großaktionäre waren das Land Mecklenburg (35 %) und die Commerzbank (21 %). In der letzten größeren Verstaatlichungswelle zum 1.1.1941 auf die Deutsche Reichsbahn übergegangen.

Rostock, 6 % Goldpfandbrief 2.000 GM Antoni 1931 (R 2) EF-VF

Mecklenburgischer Ritterschaftlicher Kreditverein Gründung 1818 als landschaftliche Kreditanstalt zur Beschaffung billigen Realkredits. Eine Besonderheit war, dass kein Deckungsstockregister, wie sonst bei Realkreditinstituten üblich, zwischen Pfandbriefgläubiger und Hypothekennehmer geschaltet war. Vielmehr hafteten die zum Kreditverein verbundenen Gutsbesitzer mit ihrem Grundbesitz dem Pfandbriefinhaber als direkt Gesamtschuldner. Eine entsprechende Grundbucheintragung ist unmittelbar auf dem Pfandbrief mit Siegel vermerkt. Los 1143

Schätzwert 225-300 €

Medicihaus AG Berlin, Aktie 100 RM Dez. 1938 (Auflage 110, R 8) EF-VF Gründung 1894. Herstellung und Vertrieb von medizinischen und hygienischen Gebrauchsgegenständen. Bis 1933: Medicinisches Waa-

Gründung Okt. 1922. Im- und Exporthandel mit Artikeln der Baubranche, chemisch-technischen Produkten, Seifenartikeln, Kohlenprodukten, Lebensmitteln, Tabakfabrikaten und Textilwaren. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1147

Schätzwert 50-200 €

Merseburger Überlandbahnen-AG Merseburg, Aktie 1.000 Mark Juni 1913. Gründeraktie (Auflage 1300, R 2) EF Großformatiges Papier, sehr dekorativ verziert. Gründung 1913 durch die Disconto-Gesellschaft und die AEG. Die Ingangsetzung des Unternehmens wurde durch den 1. Weltkrieg 113

um einige Jahre verzögert. Erst 1918 wurde als Keimzelle der meterspurigen Überlandstraßenbahn von der AEG gepachtet die von ihr erbaute und 1902 eröffnete 11,2 km lange Strecke Halle-Merseburg, die später 1932 käuflich erworben wurde. Dazu kamen von Merseburg aus die 1918/19 eröffneten Strecken nach Mücheln (17,4 km) und Bad Dürrenberg (10,5 km). Je über 30 Trieb- und Beiwagen befuhren die Strecken. Außerdem Betrieb des Elektrizitätswerkes für die Gemeinde Ammendorf und Beteiligung an der Merseburger Omnibus-Verkehr GmbH. Eine 1932 geplante Fusion mit der Halle-Hettstedter Eisenbahn und der Halleschen Straßenbahn zur “Saale-Verkehrsgesellschaft” kam nicht zustande. Die Aktienmehrheit lag zuletzt bei Stadt und Kreis Merseburg, die AEG war weiter mit 25,4 % beteiligt; 7,9 % lagen bei verschiedenen Braunkohlen-Unternehmungen des Merseburger Reviers. 1948 in Volkseigentum überführt. 1951 wurde die Fusionsidee von 1932 durch die Zwangsvereinigung mit der Straßenbahn Halle dann doch noch Wirklichkeit.

Los 1148

Nr. 1145

Nr. 1153 400 Arbeiter. 1915-1918 verstärkt Heereslieferungen. Nach dem 1. Weltkrieg klappte zwar die Umstellung auf zivile Aufträge, doch das Geld wurde knapp: 1928 Vergleich und Betriebsstilllegung, 1930 Konkurs.

stadteigenen Gesellschaft verkauft und von privaten Investoren in altem Glanz wieder hergerichtet. Auch die Messehaus Union AG schlug deshalb Anfang der 90er Jahre im Handelsregister noch einmal kurz die Augen auf.

Los 1155

Schätzwert 40-100 €

Merseburger Überlandbahnen-AG

Los 1152

Merseburg, Aktie 500 RM Sept. 1930 (Auflage 2400, R 3) UNC-EF

Metallpapier-BronzefarbenBlattmetallwerke AG

Schätzwert 60-100 €

München, Aktie 1.000 Mark 15.11.1921 (Auflage 4000, R 6) EF Los 1150

Schätzwert 125-200 €

Metall-Industrie Schönebeck AG Schönebeck a.E., Aktie 1.000 Mark 15.12.1920 (Auflage 250, R 8) F

Los 1149

Schätzwert 50-125 €

Meßhaus Union AG Leipzig, Aktie 100 RM 1.2.1938, abgestempelt als Serie B (Auflage 600, Umtausch der 1932 ausgegebenen 20RM-Aktien, R 5) EF Leipzig, dessen Messeprivileg inzwischen ein halbes Jahrtausend alt ist, versteht sich als die “Mutter aller Messen”. Mit der Erfindung der Mustermesse Ende des 19. Jh. verfünfzehnfachte sich binnen weniger Jahre die Zahl der ausstellenden Firmen - ein großer Teil der barocken Innenstadt mußte modernen Messepalästen weichen. Die Meßhaus Union AG wurde 1921 gegründet zum Bau eines Messhauses für 800-1000 Aussteller auf dem Baublock Hallische Str. 1-5 und Richard-Wagner-Str. 11 im Zuge der Reichsstraße. Nachdem die Initiatoren schwach wurden, bauten die Mieter und Gesellschafter der Uniom-Meßhaus GmbH das Haus fertig (die GmbH pachtete es dann) und übernahmen auch etwa 75 % der Aktien. Den Nichtmieter-Aktionären kaufte die Union-Meßhaus GmbH 1925-36 die Dividendenscheine gegen Barzahlung von 8% des Nennwertes p.a. ab, den Mieter-Aktionären (deren Aktien unveräußerbar waren) wurden sie gegen die Herbstmeßmiete verrechnet. Als Aussteller vertreten waren allererste Firmen der Spielwaren, Christbaumschmuck- und Scherzartikel-Industrie, außerdem die Branchen Metallwaren, Haus- und Küchengeräte, Kinderwagen, Korbwaren und künstliche Blumen. 1936 beschlossen die Aktionäre die Fusion der Union Meßhaus GmbH mit der AG und legten fest, daß ca. 190.000 RM Aktien der Mietergruppe bis 1953 keine Dividende erhalten sollten. Diese Aktien wurden als “Serie B” abgestempelt. Zu DDRZeiten verfielen die Messehäuser, nach der Wende wurden die meisten von ihnen von einer 114

Gründung 1897 als Fahrradwerke Weltrad vorm. Hoyer & Glahn, die seit 1885 bestand. Ab 1900 Firmenname Metall-Industrie Schönebeck AG. Eine der größten deutschen FahrradFabriken, die die Fahrrädermarke Original Weltrad produzierte. Es war wohl das erste Werk, das die autogene Schweißung in größtem Maßstab anfing. Seit 1929/30 auch Fabrikation von Kinderwagen und Sportgeräten. 19361945 in die Rüstungsproduktion eingebunden, u.a. wurden Maschinengewehrteile und -lafetten gebaut. Nach dem 2. Weltkrieg in der DDR enteignet und ab 1952 als VEB Traktorenwerk Schönebeck weiter geführt, ab 1990 als Landtechnik Schönebeck GmbH bekannt, ab 1999 Doppstadt GmbH, Schönebeck. Nur 21 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1151

Schätzwert 100-175 €

Metallisator Berlin AG Berlin-Neukölln, Aktie 100 RM Juli 1937 (Auflage 882, R 8) EF Gründung 1920 unter der Firma Meurer’sche AG für Spritzmetall-Veredelung, 1925 umbenannt in Metallisator Berlin AG. Fabrik in BerlinNeukölln zur Metallisierung und Emaillierung von Gegenständen sowie Herstellung der hierfür notwendigen Werkzeuge und Apparate. Tochterfirmen mit dem gleichen Zweck in Hamburg, München, Trier, Sterkrade, Düsseldorf, Siegen, Kreuztal, Bremen, Beuthen und Mannheim.

Für die 20er Jahre hochdekorativ, mit Münchner Kindl im Unterdruck. Gründung 1910 (vorher GmbH), Werke in München, Stockdorf, Grubmühl, Nürnberg, Fürth, Augsburg, Marktschorgast, Berneck und (seit 1937) Wasserburg bei Günzburg (Donau). Als Hersteller von Aluminium- und Zinkfolien, Kupfer- und Messingbändern, Bronze- und Aluminiumpulver, Blattmetall sowie Gold- und Silberpapieren damals das führende Unternehmen seiner Art in der ganzen Welt. Zuletzt Werke in München (Aluminiumfolien und Metallpaier), Grubmühl (Kupfer- und Messingfolien) und Fürth (Blattmetall). In den 70er Jahren schrittweise Stilllegung aller Werke, danach nur noch Verwaltung des wertvollen Grundbesitzes in München. Zuletzt ein Skandal-Papier, die Börsenzulassung in München wurde wegen dauernder Nichtvorlage der Jahresabschlüsse 1986 widerrufen, im gleichen Jahr Konkurs. Los 1153

Schätzwert 400-500 €

Metallwerke Starkenburg AG Auerbach (Hessen), Aktie 20 RM 1.5.1925 (Auflage nur 50 Stück, R 12) VF. Gründung 1922 durch Fusion der Blechwarenfabrik Pohland & Schwenck in Auerbach (heute ein OT von Bensheim) und der Ersten Schwarzwälder Metallwarenfabrik in Höfen-Enz. Betrieb einer Fabrik für Metallbearbeitung, Blechemballagen und Tuben. 1923 Einstellung der Blechwarenfabrikation und Spezialisierung auf die Herstellung von Tuben aller Art. Anfangs börsennotiert im Freiverkehr Frankfurt a.M., seit 1926 reine Familien-AG. Ab 1939 auch Herstellung von Tablettenröhrchen aus Aluminium. 1957 in eine GmbH umgewandelt. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. In der oberen Umrandung etwas braunfleckig, Fehlstelle rechts unten fachgerecht restauriert. Los 1154

Schätzwert 200-250 €

Schätzwert 40-100 €

Metzeler Gummiwerke AG München, Aktie 1.000 RM 9.5.1940 (Auflage 800, R 4) EF Gründung 1863 durch Robert Friedrich Metzeler, seit 1901 AG Metzeler & Co., 1933 umbenannt in Metzeler Gummiwerke AG, 1965 in Metzeler AG. Das Werk in der Westendstr. 131133 fabrizierte Bereifung für Motorrad, Auto, Lastwagen und Gespannwagen sowie technische und chirurgische Artikel aus Weichkautschuk. Später Übernahme der Westland Gummiwerke GmbH in Lindau (technische Gummiwaren, Sohlenmaterial) sowie Errichtung eines Schaumstoffwerkes in Memmingen, weiterhin wurde das Produktionsprogramm erweitert um Farben, Lacke und Freizeitartikel (Luftmatratzen, Schlauchboote, Tauchausrüstungen, Faltboote, Fiberglas-Kajaks, Skier) sowie Verpakkungsfolien und Wursthüllen. 1974 übernimmt die Bayer AG handstreichartig die drei Betriebsgesellschaften Metzeler Kautschuk AG in München, Metzeler Schaum GmbH in Memmingen sowie Metzeler Isobau GmbH in Bad Wildungen und Mannheim. Es folgt ein desaströser Streit zwischen Altaktionären, der Bayer AG und dem Bundeskartellamt, im Jahr darauf verschwindet die Metzeler AG aus den Börsenhandbüchern. 1978 Umstrukturierung mit Ausgliederung der Metzeler Automotive Profile Systems, Lindau (Marktführer bei Automobilkarosserie-Dichtungen) sowie Verlegung der Reifenproduktion vom Münchener Werk ins Werk Breuberg im Odenwald, wo fortan nur noch Motorradreifen hergestellt werden. 1986 wird die Metzeler Kautschuk GmbH von der PirelliGruppe übernommen.

Los 1156

Schätzwert 30-80 €

Metallwerke vorm. J. Aders AG

Mickoleit & Co. Metallwarenfabrik AG

Neustadt-Magdeburg, Aktie 1.000 Mark 22.11.1922 (Auflage 15000, R 9) EF-VF

Berlin, Aktie 100 RM Jan. 1926 (Auflage 520, R 4) EF

Gründung 1842, ab 1884 AG. Spezialisiert auf Fabrikation und Verkauf von nahtlosen Kupferund Messingröhren sowie Apparaten für Destillerien, Zuckerindustrie, chemische Fabriken, Brauereien etc. Die Fabrik beschäftigte etwa

Gründung 1923. Handel mit allen im Baugewerbe und seinen Nebenbetrieben vorkommenden Baustoffen und die Finanzierung derartiger Lieferungsaufträge. 1934 umbenannt in “Ekmo” Bauhandels-AG. 1951 aufgelöst.

denkmäler und Kunststeine. Das Werk II, dem der Stadt gehörenden Losse-Werk angegliedert, verarbeitete die dort anfallenden Schlakkenrückstände zu Schlackensteinen. In der Weltwirtschaftskrise ging die AG ein. Bisher vollkommen unbekannt gewesen.

Nr. 1154 Los 1157

Nr. 1157 Los 1163

Schätzwert 200-250 €

Milchvertriebs-AG Leipzig, Namensaktie 500 RM Dez. 1927 (Auflage 200, R 8) UNCGründung im Dez. 1927 zwecks Handel mit Milch, Molkereierzeugnissen und Förderung von Bestrebungen zur Zentralisierung des Milchhandels in Leipzig. Großverteiler für Milch, Käse, Quark, Dosenmilch, Speiseöl und Milcheiweißprodukten und alleinige Vertriebsgesellschaft für die Milch- und Molkereiprodukte der Milchhof Leipzig AG (Brandenburger Str. 7), an deren Kapital die Milchvertriebs-AG zu 1/3 beteiligt war. Aktien dieser Ges. waren zuvor völlig unbekannt.

Schätzwert 600-750 €

MITROPA Mitteleuropäische Schlafwagen- und Speisewagen-AG Berlin, Aktie 1.000 RM März 1926 (Auflage 9600, R 8), ausgestellt auf die Transcontinent AG, Zürich UNC

Los 1160

Schätzwert 100-150 €

Mineralölindustrie-AG Leipzig, Aktie 20 RM Nov. 1925 (Auflage 15000, R 8) VF+ Dekorativer Unterdruck mit Bohrturm und Kesselwagen. Gründung 1923. Auf zwei Schächten in Galizien wurde nach Öl gebohrt. 1926 waren die Geldmittel erschöpft und man versuchte die noch unproduktiven Bohrlöcher zu verkaufen. Nur 13 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Faksimile-Unterschrift des Deutsche-BankVorstands Arthur v. Gwinner als AR-Vorsitzender. In Berlin 1916 gegründet als “Mitteleuropäische Schlaf- und Speisewagen AG”. Zweck: stationäre Gastronomie und Handel an hochfrequentierten Standorten in Bahnhöfen und Einkaufszentren sowie Autobahnen und Fernstraßen. Im Westen Deutschlands fährt ab 1949 die Deutsche Schlafwagen- und Speisewagen-Gesellschaft mbH (DSG) als 100%ige Tochter der Bundesbahn. Mitropa in der DDR bleibt AG und entwickelte sich zum Monopolisten der Reisendenversorgung. 1994 werden beide Unternehmen wieder unter dem Dach der Mitropa vereint. In 2004 an die Compass Group verkauft. Was für ein Name! Los 1164

Firmengelände der Milchhof Leipzig AG in 2008 - ein neues Gewerbegebiet entsteht

Schätzwert 400-500 €

Mitteldeutsche Hafen-AG Halle/Saale, Aktie 80.000 RM Nov. 1934 (Auflage nur 23 Stück, R 8), ausgestellt auf die Stadt Halle UNC

Los 1161

Schätzwert 40-100 €

Minimax AG Berlin, Aktie 100 RM Juli 1934 (Auflage 2000, R 4) EF

Los 1158

Schätzwert 225-300 €

Milchvertriebs-AG Leipzig, Namens-VZ-Aktie 1.000 RM Dez. 1927. Gründeraktie (Auflage nur 50 Stück, R 8) EF-

Gründung 1922, hervorgegangen aus der 1901 gegründeten Excelsior-Feuerlöschergesellschaft mbH Berlin. Herstellung von Handfeuerlöschern, Großlöschgeräten, ortsfesten Schaum- und Kohlensäurelöschanlagen. 1948 nach Frankfurt/M., 1955 nach Stuttgart verlegt. Los 1162

Schätzwert 20-60 €

Minimax AG Berlin, Aktie 100 RM Sept. 1938 (Auflage 8000, R 2) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 1159

Gründung 1929, im besonderen durch die Stadtgemeinde Halle. Diese brachte die bisher in städtischer Verwaltung befindlichen Umschlagstellen in die neue AG ein, insbesondere Grundstücke in Seeben, Halle und Trotha, mit einer Gesamtfläche von 410.000 qm. 1930 wurde noch ein Grundstück in Trotha von rund 187.000 qm durch die Stadt eingebracht. Zweck der Gesellschaft war vor allem die Förderung der Saaleflußschifffahrt, Bau von Uferanlagen und Umschlagseinrichtungen. 1993 bekommt die Stadt Halle den Hafen Halle-Trotha zurückübertragen und gründet die Hafen Halle GmbH als Betreibergesellschaft. Los 1165

Schätzwert 225-300 €

Mitteldeutsche Kunststeinund Marmorindustrie AG Kassel, Aktie Lit. B 100 RM 20.8.1924 (Auflage 240, R 10) EF Die AG übernahm zwei Werke einer gleichnamigen GmbH. Das Werk I, an der Straße Oberelsungen-Zierenberg gelegen, produzierte Kunstmarmorplatten, Terrazzoplatten, Grab-

Los 1166

Schätzwert 150-200 €

Mitteldeutsche Steinkohlenbergwerks-AG Südharz Ilfeld, Aktie 1.000 Mark 11.12.1922 (Auflage 10000, R 9) VF-F Schöne Umrandung mit Herzchen. Gründung 1922 durch Berliner Geschäftsleute und Reichstagsabgeordnete. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1167

Schätzwert 400-500 €

Mitteldeutsche Zentralgenossenschaftsbank eGmbH Gotha, Geschäfts-Anteil 3.000 RM 18.4.1928 (R 12), ausgestellt auf die Neustädter Bank eGmbH, Neustadt (Orla) VF+ Originalunterschriften. 1849 bzw. 1864 begründeten Hermann Schulze-Delitzsch die Volksbanken (eher im städtischen Raum aktiv) und Friedrich Wilhelm Raiffeisen die im ländlichen Raum aktiven späteren Raiffeisenbanken. Bereits 1864 entstand für den überregionalen Liquiditätsausgleich der Volksbanken die Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel, Parrisius & Co. in Berlin (1904 in der Dresdner Bank aufgegangen und dort als “Genossenschaftsabteilung” weitergeführt). 1876 gründete Raiffeisen in Neuwied die Landwirtschaftliche Zentral-Darlehnskasse (später Deutsche Raiffeisenbank AG). An der Wende zum 20 Jh. gab es vier teils konkurrierende Spitzeninstitute, von denen die Preußische Zentralgenossenschaftskasse (“Preußenkasse”, ab 1932 auf Druck der Nazis als Deutsche Zentralgenossenschaftskasse das alleinige Spitzeninstitut) und die Reichsgenossenschaftsbank nicht direkt mit den über 12.000 Kreditgenossenschaften verkehrten, sondern mit zwischengeschalteten regionalen Zentralkassen. Anteilspapiere dieser Zentralkassen sind generell extrem selten, da Anteilseigner jeweils nur wenige angeschlossene Volksbanken sein konnten. Ein Unikat!

Schätzwert 125-175 €

Militärverein Greiz Greiz, 4 % Anteilschein 50 Mark 1.8.1921 (R 9) EF Ausgegeben für den Bau einer Doppelkegelbahn auf dem Bergfrieden. Umgestellt 1934 auf 2,50 RM. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 1163

Nr. 1164 115

Stoffe, Schals, Tücher, Hut- und Kleiderschmuck. 1948 verlagert nach Köln, 1953 umfirmiert in Modena vorm. Gebr. Bing Söhne AG für modische Band- und Seidenwaren, Köln, ab 1958 GmbH.

Los 1173

Schätzwert 75-150 €

Moll-Werke AG Nr. 1167 Los 1168

Chemnitz, Aktie 1.000 Mark März 1922 (Auflage 13000, R 5) EF

Nr. 1168

Gründung 1916 in Wolkenstein. Hergestellt wurden Automobile 6/30 PS und “Mollmobile” 4 PS, ferner eiserne Transportfässer und Transportgeräte, schmiedeeiserne Radiatoren, Sauerstoff, Metallknöpfe aller Art. Die Gesellschaft besaß Werke in Scharfenstein i.Sa. (mit eigenen grösseren Anlagen für Sauerstoff-Erzeugung und Acetylen-Bereitung), Tannenberg i.Erzgeb., Oberlichtenau bei Chemnitz. Der Betrieb Annaberg wurde 1923 abgetrennt und zusammen mit der Firma “Ras-Werke GmbH” in eine GmbH umgewandelt. Über das Vermögen der Gesellschaft wurde 1925 das Konkursverfahren eröffnet.

Schätzwert 450-600 €

Mitteldeutsches Kraftwerk Magdeburg AG Magdeburg, Interimsschein 499.000 RM 11.5.1938 (R 12) für die Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Dessau, die sich mit insgesamt 2,999 Mio. RM am Kapital von 10 Mio. RM beteiligt hatte VF-F Maschinenschriftliche Ausführung auf einem Geschäftsbriefbogen der Gesellschaft, Originalunterschriften. Gründung 1929 zum Bau des Dampfkraftwerks Magdeburg-Rothensee auf dem Gelände des Mittellandkanalhafens. Aktionäre waren die Elektrowerke AG in Berlin (50,01 %), die Stadt Magdeburg (20 %) und die Deutsche Contigas (29,99 %). Mitte 1939 wurde das Kraftwerk für 30 Jahre an die Elektrowerke AG verpachtet. Auch damals gab es schon ein bißchen Finanzakrobatik: Eine 1930 in den USA aufgelegte Anleihe von 4 Mio. $ konnte bei Fälligkeit 1934 wegen der deutschen Devisenbestimmungen nicht zurückgezahlt werden. Kurzerhand nahm die Ges. dann in der Schweiz ein Franken-Darlehen auf, kaufte damit den größten Teil der Dollaranleihe (übrig blieben nur 145.050 $) freihändig am Markt zu Kursen weit unter pari zurück und machte so einen sehr netten Extra-Gewinn. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Abheftlochung, Randschäden fachgerecht restauriert. Los 1169

Schätzwert 40-100 €

Fabrik, seinerzeit mit ca. 3000 Arbeitern eines der größten fernmeldetechnischen Unternehmen in Europa. 1948 verlagert nach Stuttgart, 1954 verschmolzen auf die deutsche ITT-Tochter, die Standard Elektrizitäts-Gesellschaft AG in Stuttgart (die schon lange über 90 % der Aktien der in Berlin börsennotierten Ges. besaß), 1998 dann Alcatel SEL AG, 2007 Alcatel-Lucent Deutschland AG. Los 1170

Schruns/Vorarlberg, Aktie 50 RM Febr. 1941 (Auflage nur 45 Stück, R 9) UNC.

Schätzwert 30-80 € Nr. 1171

Berlin, Aktie 1.000 RM Okt. 1934 (Auflage 1000, R 3) UNC Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 1171

Schätzwert 275-350 €

Mix & Genest AG

Berlin, Aktie 100 RM Okt. 1934 (Auflage 10000, R 3) UNC Gegründet 1879, AG seit 1889 als Mix & Genest Telephon-, Telegraphen- und Blitzableiter-

Maschinenschriftliche Ausführung mit Originalunterschrift.

Schätzwert 300-400 €

Montafonerbahn AG

Mix & Genest AG

Berlin-Schöneberg, Interimsschein 1.000.000 RM 31.12.1934 (Auflage nur 9 Stück, R 9), ausgestellt auf die Standard Elektrizititäts-Gesellschaft AG, Berlin EF

Mix & Genest AG

Los 1174

Los 1172

Schätzwert 75-150 €

Gründung 1906. 1939 wurde die Satzung dem deutschen Aktiengesetz angepaßt. Betrieb der Montafonerbahn Bludenz und Schruns sowie des Elektrizitätswerkes Schruns zur Energieversorgung der Montafonerbahn und Stromabgabe an Dritte. Aktionäre 2006: Hauptaktionär Stand Montafon, Vorarlberger Illwerke AG, Land Vorarlberg, 22,8 % Streubesitz. Aktien dieser Bahn waren vorher vollkommen unbekannt!

MODENA AG für modische Band- und Seidenwaren Berlin-Köln, Aktie 1.000 RM Aug. 1941 (Auflage 300, R 5) EF Gründung 1922 als Gebr. Bing Soehne AG, Sitz bis 1938 in Köln, dann in Berlin. 1940 Namensänderung in Modena AG für modische Band- und Seidenwaren. Herstellung von und Handel mit Textil- und Modewaren aller Art. Haupterzeugnisse: Samt- und Seidenbänder,

Los 1175

Schätzwert 75-150 €

Montanum AG für Berg- u. Hüttenerzeugnisse und Metalle Berlin, Aktie 1.000 Mark 14.9.1923 (Auflage 30000, R 7) EF

Nr. 1165 116

Nr. 1174

Gründung 1922. Handel mit Berg- und Hüttenprodukten sowie Metallen und Metallwaren aller Art. Der GV vom 12.4.1924 wurde Mitteilung gemäß § 240 HGB (Verlust der Hälfte des Aktienkapitals). 1927 war die AG nichtig.

Erzeugnissen, Futter- und Düngemitteln, Sämereien und Kohlen.

Los 1179

Schätzwert 75-150 €

Mühle Wettin AG Wettin (Saale), Aktie 1.000 RM 20.4.1928 (Auflage 165, R 5) EF

Moritz Jahr AG

Gründung 1928. Betrieb von Mahlmühlen zur Verarbeitung von Getreide, Hülsenfrüchten und verwandten Bodenerzeugnissen zwecks Erzielung von Mehl, Kleie und Nebenerzeugnissen aller Art. Der Mühlenkomplex wird gerade saniert.

Gera, VZ-Aktie Lit. C 100 RM 4.4.1929 (R 5) EF

Los 1180

Los 1176

Schätzwert 50-100 €

Gründung 1912. Das Unternehmen geht zurück auf eine 1841 von Moritz Jahr gegründete Maschinenbauanstalt. Betrieb einer Maschinenfabrik, Eisengießerei und Dampfkesselfabrik. Spezialität: Maschinen für Appretur, Bleicherei, Färberei, Dampfwäscherei. 1931 Zwangsvergleich.

Schätzwert 225-300 €

Mühlenindustrie-Bank AG Berlin, Aktie 1.000 RM Sept. 1927 (Auflage 400, R 10) EF

Los 1182

Bankier Leo Hanau und August Thyssen. Erste Investition war der Erwerb der Zeche ver. Hagenbeck in Essen-West (die älteste urkundlich nachgewiesene Zeche des Oberbergamtsbezirks Dortmund überhaupt, erwähnt bereits 1575 in einer Bergverordnung des Richters der Fürstäbtissin zu Essen). Kurz darauf wurden auch die Zechen Wiesche, Humboldt, ver. Rosenblumendelle, Kronprinz, Neuschölerpad und ver. Hobeisen erworben. Eine weitere wichtige Erwerbung war 1909 der Ankauf der markscheidenden Zeche Roland mit dem Feld der früheren Zeche Sellerbeck. 1927 Interessengemeinschaft mit der Gewerkschaft Mathias Stinnes. 1956 erloschen durch Verschmelzung auf die Hauptaktionärin, die Steinkohlenbergwerke Mathias Stinnes AG.

Schätzwert 200-250 €

Mühlhäuser Spar- u. Bauverein eGmbH Mühlhausen in Thür., Anteilschein 200 RM 18.5.1935 (R 10), ausgestellt auf Frau Alwine Schnell, Witwe EF. Schlichte aber hübsche Art-Deko-Umrahmung. Originalunterschriften.

Gründung im Juni 1923 zur Unterstützung der Mühlen bei der Rohstoffbeschaffung. Außerdem wurden in Berlin W 35, Potsdamer Str. 111 alle bankmäßigen Geschäfte betrieben. Auch diese Bank war ein Opfer der Weltwirtschaftskrise: Im März 1929 wurde die Liquidation beschlossen.

Los 1184 Los 1183

Schätzwert 75-250 €

Mülheimer Bergwerks-Verein Mülheim a.d.Ruhr, Aktie 1.000 Mark Aug. 1898 (Auflage 9000, R 2) VF-F Los 1181

Schätzwert 100-175 €

Mühlenwerke Guhrau AG Los 1177

Schätzwert 20-60 €

Moritz Krause AG Chemnitz, Aktie 1.000 Mark 1.7.1923 (Auflage 2400, R 3) EF

Guhrau, Bez. Breslau, Aktie 500 RM Okt. 1927 (Auflage 500, R 7) EF-VF Gründung 1922. Betrieb einer Mühle, einer Bäckerei, eines Handelsgeschäfts mit Müllerei-

Dekorativ, Faksimile-Unterschriften Hugo Stinnes und Jos. Thyssen. Gründung im März 1898, um den zersplitterten und mit unzureichenden Mitteln betriebenen Bergbau am nördlichen Ruhrufer zwischen Mülheim und Essen zu einer wirtschaftlichen größeren Einheit zusammenzufassen. Den ersten Aufsichtsrat bildeten die Initiatoren des Unternehmens: Hugo Stinnes, der Mülheimer

Gründung 1913 zu Fortführung der Firmen „Moritz Krause“ und „Verkaufsstelle der vereinigten Sandwerke Moritz Krause“. Neben Abbau von Sand auch Ausführung von Tiefbauarbeiten. 1955 verlagert nach Hamburg, ab 1957 GmbH. Los 1178

Schätzwert 100-150 €

Müllheim-Badenweiler Eisenbahn-AG Müllheim i.B., Genussrechts-Urkunde 100 RM 1.12.1925 (R 9) EF-VF Gegründet 1894 durch den Bahnkonzern Vering & Waechter zum Bau und Betrieb der 7,6 km langen 1000-mm-Schmalspurbahn als Verbindung vom Staatsbahnhof Badenweiler nach Müllheim in Baden. Anschließend ging die Betriebsführung an die Deutsche EisenbahnBetriebs-Ges. 1913/14 Elektrifizierung der Strecke, zugleich Übernahme der Betriebsführung in Eigenregie. Das Passagieraufkommen stieg über die Jahre ständig an bis auf 700.000 Fahrgäste im Jahr 1953. Trotzdem wurde die Bahn am 22.5.1955 stillgelegt, nachdem sie nur zwei Monate zuvor auf die Mittelbadische Eisenbahnen AG, Lahr übergegangen war. Nur ein Stück lag im Reichsbankschatz.

Schätzwert 225-300 €

Mühldorfer Wasserkraftwerke AG Treibach, Sammelaktie 10 x 100 RM 16.1.1940 (R 10) UNC-EF Gegründet 1926 durch die Treibacher Chemische Werke AG zwecks Ausnutzung der Wasserkräfte des Mühldorfer Seebaches und des Rückenbaches. 1941 Verkauf des Werkes Seebach (Seutterwerke) an die Kärntner Elektrizitäts-AG. Heute ein Werk der e.on Wasserkraft GmbH. Vorher unbekannt gewesen, nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1185 Mülheimer Bergwerks-Verein - Zeche Humboldt

Schätzwert 75-150 €

Münchener Export-Malzfabrik München AG München, Aktie 1.000 Mark 1.5.1906 (Auflage 250, R 5) EFGroßformatig, dekorativ mit Jugendstilornamenten und Frauenköpfen. Gründung 1901 zwecks Übernahme der Malzfabrik von Max Weisenfeld an der Tegernseer Landstraße. Übernahme der Malzfabrik August Forster in Memmingen 1906 und der Vereinsmälzerei München 1908. Gründung der Kapuziner Malzkaffeefabrik 1918. Börsennotiz München und Frankfurt. 1959 Umwandlung auf den Hauptaktionär und Fortführung als Firma „Ernst Habermann vorm. Südbayerische Malzfabrik“.

Nr. 1178

Nr. 1180

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 117

schaftseigene Wohnungsbauunternehmen zum symbolischen Preis von einer Mark an den Berliner Bäckerei-Unternehmer Horst Schiesser. Der Sanierungsplan Schiessers wurde von den Banken nicht akzeptiert, daher kaufte der DGB die Neue Heimat am 12.11.1986 für eine Mark von Schiesser zurück. Rückseitig 1937 übertragen auf die Treuhandgesellschaft für wirtschaftliche Unternehmungen mbH, Berlin-Wilmersdorf. Los 1186

Los 1192

Schätzwert 75-150 €

Magdeburg, Aktie 1.000 Mark 11.1.1922 (Auflage 2000, R 3) EF-VF

München, Aktie 1.000 RM 5.1.1942 (Auflage 300, R 5) UNC-EF

Los 1189

Schätzwert 75-175 €

Münchener Wohnungsfürsorge und Baubank AG München, Namensaktie Lit. A 200 RM 31.5.1928 EF

Los 1187

Schätzwert 50-100 €

Münchener Rückversicherungs-Ges.

Schätzwert 20-75 €

Mundlos AG

Münchener Export-Malzfabrik München AG

Kapitalerhöhung 1928 um 100.000 RM (Inhaber und Stämme). Rückseitig 1936 übertragen auf die Treuhandgesellschaft für wirtschaftliche Unternehmungen mbH, Berlin-Wilmersdorf.

Großformatig. Dekorative Umrandung. Gründung 1863 als „H. Mund & Co., AG seit 1920. Herstellung von Nähmaschinen für Haushalt, Gewerbe und Industrie sowie Spezial-Nähmaschinen. Eine der ältesten Nähmaschinenfabriken, die die Universal-ZickzackNähmaschine erfand. Export in die ganze Welt. Großaktionär Emil Köster AG, Berlin. Etwa 1000 Arbeiter und ca. 110 Beamte waren bei Mundlos beschäftigt. In guten Jahren wurden bis zu 100.000 Nähmaschien hergestellt. Börsennotiz Berlin und Freiverkehr Magdeburg. Während eines Bombenangriffs wurde der größte Teil der Fabrikanlagen und das firmeneigene Museum zerstört, was erhalten blieb, wurde als Reparaturleistung in die Sowjetunion transportiert. Nach dem Krieg nicht verlagert.

München, Namens-Aktie 200 RM Febr. 1929 (Auflage 40000, R 2) EF 1941 heraufgestempelt auf 275 RM. Die 1880 gegründete Münchener Rück ging 1888 an die Börse. 1889/90 gehört ihr Mitinitiator Carl Thieme zu den Gründern der AllianzVersicherung, woraus eine mehr als 100-jährige enge Verflechtung beider Unternehmen resultierte. Bereits 1890 ist ein Büro in London der erste Schritt ins Ausland. 1899 Eröffnung eines Büros in den USA; damit wird auch die Münchener Rück 1906 von dem verheerenden Erdbeben in San Francisco schwer getroffen. Innovative Gründungen sind 1907 die Europäische Reisegepäckversicherung-AG, 1910 die erste Rückversicherung für Luftfahrzeugrisiken und 1917 die Hermes Kreditversicherungs-AG. Der Standort München wird 1911 nach einer drastischen Steuerehöhung in Bayern in Frage gestellt, aber nicht lange: 1913 zieht die Münchener Rück in ihren prachtvollen neuen, bis heute bestehenden Hauptsitz in der Königinstraße um. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das US-Geschäft von den US-Behörden liquidiert, das Vermögen musste vollständig abgeschrieben werden. 1996 startet die Münchener Rück mit dem Kauf der American Re erneut in den USA voll durch. Nichts aus der Geschichte gelernt? Zum dritten Mal nur Pech in den USA, der Neuzugang erweist sich als Milliardengrab. 1997 bündelt die Münchner Rück ihre Erstversicherer unter dem Dach der ERGO. 1998 wird das Vermögensverwaltungsgeschäft in der MEAG konzentriert. Heute der größe Rückversicherer der Welt mit 200 Tochtergesellschaften in 160 Ländern.

Los 1195

Wiesbaden, Aktie Lit. A 1.000 RM 30.6.1943 (Auflage 2000, wahrscheinlich kompletter Neudruck der Aktien, R 5) EF Gründung 1898. Sitz bis 1942 in Berlin-Wilmersdorf. 1000-mm-Schmalspurbahnen St. Goarshausen-Nastätten-Zollhaus (43 km), Nastätten-Miehlen (4 km) und Braubach Hafen zur Blei- und Silberhütte (2 km als Dreischienengleis in 1000- und 750-mm-Spur). 195277 schrittweise stillgelegt. 1975 in eine GmbH umgewandelt. Los 1190

Schätzwert 50-100 €

Münchener Wohnungsfürsorge AG München, Aktie Lit. B 200 RM 1.7.1931 (Auflage 375, R 4) EF

Los 1193

Schätzwert 50-150 €

N. Schäffer AG Breslau-Kleintschansch, Aktie 20.000 Mark 1.1.1923. Gründeraktie (Auflage 1000, R 4) EF Sehr dekorative Zierumrandung aus Hopfen und Weintrauben. Gründung 1923 zum Betrieb einer Pechsiederei, einer Holzbearbeitungs- und einer Korkenfabrik, Herstellung und Vertrieb von Maschinen und Apparaten für die gesamte Getränkeindustrie. Los 1194

Schätzwert 175-300 €

Nähmaschinenfabrik und Eisengiesserei AG vormals H. Koch & Co. Bielefeld, Aktie 1.000 Mark Mai 1904 (Auflage 450, R 6) VF+ Los 1191

Schätzwert 75-125 €

Bautzen, Aktie 1.000 Mark 15.3.1923 (Auflage 9000, R 7) EF-VF Gründung 1922 zum Betrieb einer Maschinenfabrik und Übernahme der Handelsges. Münkkner & Comp. in Bautzen, Wilthenerstr. 44. Börsennotiz: Freiverkehr Dresden. 1932 Auflösung der Gesellschaft.

1860 gründeten die Schlosser Baer und Koch die erste Bielefelder Nähmaschinenfabrik. Sie beschäftigten ab 1865 auch den Nähmaschinenmechaniker Dürkopp, der schon 1861 seine erste Nähmaschine konstruiert hatte und sich 1867 selbständig machte. Die Firma H. Koch, die inzwischen auch Fahrräder und Lederwalzen herstellt, wird 1895 in eine AG umgewandelt. 1898 Verkauf der alten Fabrik an der Bahnhofstraße und Bau einer neuen Fabrik

Los 1196

Münchenbernsdorf (Thüringen), Aktie 1.000 RM 21.8.1943 (Auflage 250, R 11) EF+ Herausragende Gestaltung mit Garnrollen und Kettfäden, angefangene Teppiche in der Umrandung. Gegründet 1903/1913 zwecks Fabrikation von Teppichen und verwandten Artikeln. 1932 Vergleichsverfahren durchgeführt. Noch zu DDRZeiten existierende Gesellschaft. Münchenbernsdorf war bedeutenstes Zentrum der Teppichindustrie in Mitteldeutschland. Heute gibt es hier nur noch eine in Betrieb befindliche Fabrik. Vorher völlig unbekannt! Los 1197

Esslingen, Aktie 1.000 Mark 20.5.1920 (Auflage 5000, R 2) UNC-EF Großformatig, dekorative Zierumrandung. Gründung 1905 unter Übernahme einer 18991904 von Heinrich Mayer in Altbach errichteten “Kraftcentrale für die Überland-Stromversor-

München, Aktie Lit. B 200 RM 30.6.1925 (Auflage 250, R 5) EF

118

Schätzwert 50-150 €

Neckarwerke AG

Schätzwert 50-125 €

Nr. 1194

Schätzwert 400-500 €

Naundorf & Poser AG für Teppichfabrikation

Münchener Wohnungsfürsorge und Baubank AG Gründung Dez. 1924 durch Baugenossenschaften und Gewerkschaften. Bis 1930: Münchener Wohnungsfürsorge und Baubank AG, bis 1938: Münchener Wohnungsfürsorge AG, bis 1939: Müwag Münchener Wohnungsfürsorge AG, danach “Neue Heimat” Gemeinnützige Wohnungsund Siedlungsgesellschaft der DAF im Gau München-Oberbayern, AG. 1955 Eingliederung der Neuen Heimat in den Neue Heimat-Konzern. 1986 verkaufte der DGB das gewerk-

Schätzwert 50-175 €

Nassauische Kleinbahn AG

Münckner & Co. AG

Los 1188

an der Großen Kurfürstenstraße. Umfirmiert 1913 in Kochs Adlernähmaschinen Werke AG, 1931 wird von den 1867 durch ihren ehemaligen Mitarbeiter gegründeten Dürkoppwerken das Fabrikationsprogramm für Haushaltsnähmaschinen übernommen, 1971 umbenannt in Kochs Adler AG. 1975 Bezug eines neuen Werkes am Stadtrand von Bielefeld. 1987 erwirbt FAG Kugelfischer in Schweinfurt die Aktienmehrheit, die 1962 auch schon die Dürkoppwerke AG gekauft hatten (die nach der Jahrhundertwende neben Fahrrädern auch Automobile und Lastwagen produziert hatten und zuletzt Industrienähmaschinen und Förderanlagen für die Textilindustrie bauten). 1990 werden Kochs Adler und die Dürkoppwerke zur Dürkopp Adler AG fusioniert. Als 2002 FAG seinerseits durch den Konkurrenten INA übernommen wird, steht die Dürkopp-Adler-Beteiligung zur Disposition: 2005 wird sie an die chinesische Firma “ShangGong” verkauft.

Nr. 1196

gung”. 1997 Fusion mit den Technischen Werken der Stadt Stuttgart AG, Sitzverlegung nach Stuttgart und Umfirmierung in “Neckarwerke Stuttgart AG”. Großaktionäre sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Neckar-Elektrizitätsverband und die EnBW. Direkt versorgt werden jetzt 124 Städte und Gemeinden in der Mitte BadenWürttembergs (darunter Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Böblingen und Göppingen).

Los 1198

Schätzwert 20-60 €

Neudammer Hutfabriken AG vormals Fritz Schwartzkopf & Co. Neudamm (Neumark), Aktie 100 RM Dez. 1934 (Auflage 3800, R 3) EF Vorliegendes Stück stammt aus der Sanierung. Gründung 1921. Herstellung und Vertrieb von Herren- und Damenhüten jeder Art. Mai/Juni 1934 Vergleichsverfahren durchgeführt.

Nr. 1207

Nr. 1204 le und notorische Aktienspekulant JACOB SCHAPIRO die Aktienmehrheit. Ihm gehörte nicht nur seit 1923 die Mehrheit beim Autohersteller NSU, er beherrschte auch Cyclon, Schebera, Hansa und die Fahrzeugfabrik Eisenach (Dixi), selbst für die Fusion von Daimler und Benz war Schapiro die Ursache (ihm gehörten zeitweise 60 % der Benz-Aktien, doch Benz-Finanzvorstand Wilhelm Kissel manövrierte ihn aus und zwang ihn zum Verkauf der Aktienmehrheit an die Deutsche Bank, die schon die Daimler-Motorengesellschaft beherrschte und beide Firmen dann fusionierte). Seinen Firmen entzog Schapiro alle Mittel, um damit private Spekulationen zu finanzieren (u.a. erwarb er noch am 22.2.1929 in der Zwangsversteigerung den berühmten Sportpalast und verpachtete ihn anschließend an den Vorsitzenden des Trabrennvereins Berlin-Ruhleben). Sein Imperium brach gleich zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 zusammen. Die Fahrzeugfabrik Eisenach wurde an BMW verkauft, NSU ging an die Dresdner Bank und FIAT. Die bis dahin kerngesunde Neue Boden-AG, der Schapiro Vermögen fast in Höhe der gesamten Bilanzsumme (16 Mio. M) entzogen hatte, ging am 11.11.1932 in Vergleich und am 7.3.1933 in Konkurs. Nur 19 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1203

Schätzwert 75-150 €

Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft Berlin, Aktie Lit. A 1.000 RM 1.4.1936 (Auflage 250, R 5) UNC-EF Gründung 1899 als „Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn“. Strecke Neukölln-MittenwaldeSchöneicherplan (33,2 km). 2/3 der Strecke wurden in der Ostzone 1947 entschädigungslos enteignet. Die Reststrecke Berlin Neukölln (Hermannstr.)-Teltowkanal-Britz-Buckow-Rudow wird bis heute für den Güterverkehr intensiv genutzt (Personenverkehr 1955 eingestellt). Los 1204

Schätzwert 200-250 €

Neuwalzwerk AG Bösperde i. Westf., Aktie 1.000 RM Jan. 1942 (Auflage nur 16 Stück, R 8) EF-VF

Los 1199

Schätzwert 100-125 €

Neue Berliner Grundstücks-AG Berlin, Namensaktie 2.000 Mark Juli 1909. Gründeremission (Auflage 500, R 4) EF Als Stammaktie gültig geblieben. Die Gesellschaft erwarb die südlich der Levetzowstraße gelegenen Spiekermannschen und Richterschen Grundstücke zur Parzellierung. 1924 nach erfolgreicher Veräußerung aller Grundstücke aufgelöst.

Los 1200

Schätzwert 40-50 €

Neue Boden-AG Berlin, Aktie 100 RM Juni 1925 (Auflage 11206, R 8) EF Gründung 1893 als „Neue Berliner Baugesellschaft“. 1901 umbenannt wie oben nach Fusion mit der „Deutsche Grundschuld-Bank“. Eine der größten Berliner Terraingesellschaften mit Terrains in Charlottenburg, Wilmersdorf, SpandauGatow, Pankow, Heinersdorf, Hohen-Schönhausen, Hohen-Neuendorf, Dresden und Königsberg i.Pr. Die Neue Boden besaß ferner 76 Hausgrundstücke in Berlin, außerdem war sie an der Gründung von mehr als 10 weiteren Terraingesellschaften und der Privatanschlußbahn Borgsdorf-Birkenwerder GmbH beteiligt. Börsennotiz Berlin und Frankfurt. 1927 erwarb der Industriel-

Los 1201

Schätzwert 50-125 €

Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der deutschen Arbeitsfront im Gau Mark Brandenburg AG

Gegründet 1827 von Johann Hermann Kissing und Ferdinand Möllmann, Inhaber der Iserlohner Fabrik Kissing & Möllmann, AG seit 1896. Herstellung von Eisendraht aller Art sowie von Eisendrahterzeugnissen, Blechen, Metallwaren aller Art wie Wasserkessel, Herdschiffe usw. 1957 erworben von OBO Bettermann GmbH und Co. KG. Nur 14 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Berlin, Namensaktie 1.000 RM April 1939 (Auflage 500, R 4) UNC-EF Gründung 1924 als “Dewog” Deutsche Wohnungsfürsorge AG für Beamte, Angestellte und Arbeiter, ab 1934 “Dewog” Deutsche Wohnungsfürsorge und ab 1939 “Neue Heimat”. Zweck war Bau und Betreuung von Kleinwohnungen.1986 verkaufte der DGB das gewerkschaftseigene Wohnungsbauunternehmen zum symbolischen Preis von einer Mark an den Berliner Bäckerei-Unternehmer Horst Schiesser. Der Sanierungsplan Schiessers wurde von den Banken nicht akzeptiert, daher kaufte der DGB die Neue Heimat am 12.11.1986 für eine Mark wieder von Schiesser zurück. Ausgestellt auf die Treuhandgesellschaft für wirtschaftliche Unternehmungen mbH, BerlinWilmersdorf. Los 1202

Schätzwert 50-100 €

Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der deutschen Arbeitsfront im Gau Mark Brandenburg AG Berlin, Namensaktie 1.000 RM Sept. 1940 (Auflage 1000, R 3) UNC-EF Ausgestellt auf die Treuhandgesellschaft für die wirtschaftlichen Unternehmungen der Deutschen Arbeitsfront, GmbH. Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 1205

Los 1206

Schätzwert 50-100 €

Niederlausitzer Bank AG Cottbus, Aktie 1.000 RM März 1927 (Auflage 700, R 5) EF Gründung 1901 als „Niederlausitzer Kreditund Sparbank AG“. Filialen in Crossen, Forst, Frankfurt (Oder), Guben, Küstrin, Lübben, Sagan, Sommerfeld, Sorau und Weißwasser. Börsennotiz Berlin. Großaktionär war die Deutsche Bank. Laut Handbuch von 1953: erloschen.

Los 1207

Schätzwert 100-250 €

Niederlausitzer Kohlenwerke AG Fürstenberg a.O., Namensaktie 500 Mark 23.5.1882. Gründeraktie (Auflage 900, R 4) VF Gründung 1882 mit Sitz in Fürstenberg a.O., zur vorteilhafteren Gestaltung des Brikettvertriebs. 1902 Sitzverlegung nach Berlin (Potsdamerstr. 127/128). Die Ges. besaß 8 Braunkohlen-Tagebaue im Senftenberger Revier, 2 Tiefbaue im Spremberger Revier und 3 Tage- bzw. Tiefbaue im Borna-Leipziger Revier, dazu 16 Brikettfabriken und 4 Ziegeleien, beschäftigt waren bis zu 6.000 Menschen. 1919 Beitritt zum ostelbischen sowie zum mitteldeutschen Braunkohlensyndikat, die für die angeschlossenen Werke den kompletten Verkauf übernahmen und Produktionsquoten vergaben. Die in Berlin börsennotierte AG erwirtschaftete regelmäßig zweistellige Dividenden, Großaktionär war der Petschek-Konzern in Aussig (der in der Weltwirtschaftskrise dann in derbe Schwierigkeiten kam). Seit 1939 in Liquidation.

Schätzwert 225-300 €

Niederdeutsche Kalkund Zementwerke AG Alfen i.W. (Kr.Paderb.), Aktie 50 RM 1.1.1924 (Auflage 2625, R 9) VF+

Los 1208

Gründung 1922 als Niederdeutsche Kalkwerke AG, 1925 Umfirmierung wie oben. Ausbeutung von Kalksteinvorkommen bei Alfen i.W. (Post Nordborchen). Der Steinbruch hatte sogar einen eigenen Bahnanschluß, dennoch kam der Betrieb Mitte der 20er Jahre fast völlig zum Erliegen. Die G.-V. vom 4.9.1929 sollte die Verwaltung zum Verkauf der Liegenschaften ermächtigen. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Berlin, Aktie 1.000 Mark 21.5.1910 (Auflage 6000, R 2) EF

Schätzwert 20-75 €

Niederlausitzer Kohlenwerke AG Dekorativ, mit Hermes-Vignette in allen vier Ecken.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 119

verlegte. 1957 Umwandlung in eine GmbH & Co. KG. Dies ist eine seltene Abart mit GültigkeitsStempel von 1933, davon blieben nur ca. 150 Stück erhalten.

Los 1217

Schätzwert 20-60 €

Norddeutsche Hochseefischerei AG Wesermünde-G., Aktie 200 RM 17.11.1936 (Auflage 2250, R 3) UNC

Los 1215

Schätzwert 40-75 €

Norddeutsche Grund-Credit-Bank Weimar, Aktie 1.000 RM 11.12.1926 (Blankette, R 7) UNC-EF Los 1209

Schätzwert 125-175 €

Niedersächsische Eisenerzund Erdölbohrgesellschaft Hannover, Namens-Anteilschein 1 Anteil 12.10.1925 (Auflage 5000, R 9) Eingetragen auf die Erz- und ErdölHandelsgesellschaft mbH. EF Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1210

Schätzwert 150-200 €

Niedersächsische Montan-AG Berlin, Aktie 2.000 Mark 5.10.1923 (R 10) EF-VF

Los 1212

Schätzwert 40-80 €

Nord-Deutsche Versicherungs-Ges. Hamburg, Namens-Aktie Lit. C 100 RM Okt. 1930 (Auflage 21226, R 3) UNC Alte, bereits 1857 gegründete Versicherung. Zahlreiche Fusionen und Übernahmen in den 20er und 30er Jahren, u.a. mit der Nord-WestDeutschen Versicherungs-AG, der Hanseatischen Versicherungs-AG und der Cöln-Hamburger Versicherungs-AG. 1968 Verschmelzung mit der 1854 gegr. Hamburg-Bremer Feuer-Versicherungs-Gesellschaft zur “NordDeutsche und Hamburg-Bremer Versicherungs-AG”. 1975 (inzwischen war die Münchener Rück mit 50 % beteiligt) Neugründung als Nord-Deutsche Versicherungs-AG. Bald darauf erwarb die Württembergische Versicherung 100 % der Aktien. 1998 Übertragung des Versicherungsbestandes auf die Württembergische und Badische Versicherungs-AG (heute: Wüstenrot & Württembergische). Der AG-Mantel ging an die britische AIG UK Holdings PLC, eine Tochter des im Zuge der Finanzkrise 2008/09 dann skandalumwitterten US-Versicherungsriesen AIG.

Erwerb von Montangerechtsamen insbesondere für Erdöle und Erze. Ölexploration auf einem Gelände in Nienhagen/Wietze bei Hannover, auf dem 1925 mit Bohrungen begonnen werden sollte. 1928 gelöscht. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Hamburg, Namens-Aktie Lit. E 1.000 RM Aug. 1939 (Auflage 835, R 8) EF-VF Schätzwert 25-125 €

Nitritfabrik AG Cöpenick, Aktie 1.000 Mark 20.3.1923 (Auflage 15000, R 3) VF

120

Hannover, VZ-Aktie 1.000 Mark 1.6.1920 (Auflage 200, R 5) EF

Schätzwert 175-300 €

Geestemünde, Aktie 1.000 Mark 23.7.1907 (Auflage 750, R 7) EF

Schätzwert 150-200 €

Los 1214

Schätzwert 30-60 €

Nordböhmische Elektrizitätswerke AG Bodenbach, Aktie 1.000 RM Febr. 1940 (Auflage 12500, R 3) UNC-EF Gründung 1911 als GmbH für die Stromversorgung des Bezirks Türmitz, AG seit 1915. Im gleichen Jahr Übernahme der Steinkohlenbergwerke der Gräfin Silva-Tarouca in und um Türmitz zur Versorgung des Kohlekraftwerks der eigenen Überlandzentrale. 1923 fusionsweise Übernahme der Siemens Elektrische Betriebe Ges. mbH in Turn-Teplitz, dadurch Ausweitung des Versorgungsgebietes auch auf Teplitz, Dux und Oberleutensdorf, 1926/28 auch auf Tetschen, Deutsch-Gabel, Böhmisch-Leipa, Auscha, Leitmeritz und Lobositz durch Übernahme weiterer regionaler Versorger. Großaktionäre 1943: Deutsche Continental-Gas-Ges. (rd. 42 %), Reichsgau Sudetenland, Schweizerische Ges. für elektrische Industrie.

Schätzwert 75-175 €

Norddeutsche Portland-Cement-Fabrik Misburg AG

Norddeutsche Hochseefischerei AG

Nord-Deutsche Versicherungs-Ges.

Mit dekorativer Eichenlaubumrandung. Gründung 1906 unter Übernahme einer gleichnamigen GmbH. Die Fabrik an der Wendenschloßstraße zu beiden Seiten eines Stichkanals der Spree beschäftigte auf ihrem Fabrikareal von knapp 60.000 qm etwa 200 Arbeiter. Hergestellt wurden Ameisensäure, Tannin, Gallus- und Pyrogallussäure, Perborat, Wasserstoffsuperoxyd, Borax, Bromsalze und organische Präparate für phamazeutische und photographische Zwecke. 1922 Gründung der “Orgacid” Chemische Fabrik GmbH & Co. zur Herstellung von Oxalsäure und deren Salzen gemeinsam mit dem Auer-Konzern (der seinen Anteil ein Jahr später in Aktien der Nitritfabrik AG tauschte). Großaktionär war die Familie von Gwinner (Arthur von Gwinner war bis zu seinem Tod 1919 Vorstandssprecher der Deutschen Bank). Das Kapital der bis 1926 in Berlin börsennotierten AG mußte zwecks Sanierung 1926 im Verhältnis 5:1 (mit anschließender Wiederaufstockung auf 2 Mio. RM) und 1931 erneut 2:1 auf 1 Mio. RM zusammengelegt werden, 1951 Umstellung 20:1 auf 50.000 DM. 1945 wurde die Köpenicker Fabrik erst vollständig durch die Russen demontiert und dann in Volkseigentum überführt, weshalb die AG ihren Sitz 1949 nach Schleissheim und 1956 weiter nach Feldkirchen bei München

Los 1218

Los 1216

Los 1213

Los 1211

Gründung 1868 in Berlin. 1895 Sitzverlegung nach Weimar. Schloß sich der „Gemeinschaftsgruppe deutscher Hypothekenbanken“ an. 1930 Fusion mit der Preußischen PfandbriefBank und der Preußischen Central-Boden-Credit-AG zur Deutschen Centralbodenkredit-AG (heute Eurohypo). Als Tochtergesellschaft der Deutschen Bank die größte reine Hypothekenbank in Deutschland.

Großformatiges Papier, sehr dekorativ, mit großer Abb. eines Heringsloggers. Gründung 1907. 1935 Übernahme der Deutsche Fischerei AG. Die Fangflotte erreichte bis zum Kriegsbeginn 23 Schiffe. 1968 Übernahme der Bremen-Vegesacker Fischerei GmbH. 1970 Vercharterung der gesamten Flotte (15 Schiffe) an die Nordsee Deutsche Hochseefischerei GmbH. 1977 Rückzug aus dem Fischfanggeschäft. 1979 Umfirmierung in Project Carries AG und Sitzverlegung von Bremerhaven nach Leer/Ostfriesland. Seitdem Wahrnehmung von Geschäftsführungsaufgaben als Komplementär für Reedereien des neuen Schiffstyps Project Carrier. 1982 Sitzverlegung nach Bad Schwartau. 1985 Umbenennung in Hansa-Linie AG und Sitzverlegung nach Bremen, 1989 Umbenennung in MAMMOET-HANSA-Linie AG. 1994 Sitzverlegung nach Rostock, seit 1995 als Reederei Hansa AG und seit 2007 als INTERHANSA Reederei AG firmierend. Eigene Umsätze erzielt die AG nicht mehr, wesentliches Aktivum waren bis zum Verkauf 2008/2009 Beteiligungen an der Hugo Stinnes Linien GmbH (100 %, Liniendienste nach Mexico und Südafrika) und der Deutsche SeeHansa AG (50 %, Emissionshaus für Schiffsbeteiligungen gemeinsam mit Salomon Brothers). Für die ganz wenigen übrig gebliebenen Kleinaktionäre ließ der zypriotische Großaktionär 2008 einen squeeze-out beschließen.

Nr. 1217

Gründung 1898. Später kontinuierliche Expansion durch Aufkauf von Konkurrenten: Misburger Portland-Cement-Fabrik Kronsberg AG (1904), Wunstorfer Portlandcementwerke AG (1929), Portland Alemannia AG in Hannover und Portlandcementwerk Schwanebeck AG (1930), Portlandcementfabrik Hoiersdorf GmbH, Portlandzementwerk “Siegfried” Salzderhelden AG und Vorwohler Portland-Cement-Fabrik AG, Hannover (1942). Alle diese Beteiligungen sowie die Braunschweiger Portlandcementwerk AG, Salder wurden 1950/57 auf die Nordcement verschmolzen. 1964 Umfirmierung in NORDCEMENT AG. 1973/75 Erwerb und anschließende Verschmelzung der Portland-Cementfabrik Hardegsen AG. In Betrieb blieben die Werke Höver (Werk Alemannia), Hardegsen und Wunstorf. Großaktionär war bis in die 70er Jahre die AGIV, danach die Schweizer Holderbank (Mehrheit) und mit einer Schachtel die Heidelberger Zement. Verschmelzung mit der Alsen GmbH und der Breitenburger Finanzholding GmbH auf die Breitenburger Portland-CementFabrik und Umbenennung in Alsen AG.

Los 1219

Schätzwert 200-250 €

Norddeutscher Lloyd Bremen, 4,5 % Genussrechtsurkunde 200 RM Mai 1926 (R 9) VF Gründung 1857 durch Fusion von vier noch älteren Vorgängergesellschaften. Zunächst wurden England und New York angelaufen, bald darauf auch Baltimore und New Orleans. Neben der Frachtschiffahrt spielte der Passagierverkehr, vor allem die Verschiffung von Auswanderern, eine große Rolle. Daneben Betätigung im Bugsierdienst, im Bäderdienst, Betrieb einer Assekuranz und der bis heute tätigen Schiffsreparatur. 1867 ging der Lloyd eine weit reichende Partnerschaft mit der Baltimore & Ohio Railroad ein. In Bremerhaven bestand schon seit 1862 mit der Geestebahn ein für den Passagierverkehr wichtiger Anschluß. Seit den 1870er Jahren wurden auch Westindien und Südamerika angelaufen. Mit fast 100 Schiffen zu dieser Zeit be-

reits die viertgrößte Schifffahrtsgesellschaft der Welt. 1885 gewann der Lloyd die Ausschreibung der Reichspostdampferlinien, wonach monatlich folgende Linien bedient wurden: 1. Bremerhaven-Belgien/Holland-Genua-Neapel-Port SaidSuez-Aden-Colombo-Singapur-HongkongShanghai, 2. eine Anschlußlinie Hongkong-Yokohama-Hiogo-Nagasaki-Shanghai, 3. eine Anschlußlinie Singapur-Batavia-Neu-Guinea und 4.) Bremerhaven-Suez-Colombo-Adelaide-Melbourne-Sidney. Für den regelmäßigen Linienverkehr zahlte das Reich einen Zuschluß von 4,09 Mio. M jährlich. Neben der deutschen beförderte der Lloyd auch belgische, englische und amerikanische Post. 1897 stellte der Lloyd mit der “Kaiser Wilhelm” das zu dieser Zeit größte und schnellste Schiff der Welt in Dienst, das auch gleich das “Blaue Band” für die schnellste Atlantiküberquerung gewann. Es folgte das “Jahrzehnt der Deutschen” in der Transatlantikschiffahrt, die nun vom Norddeutschen Lloyd und der HAPAG aus Hamburg dominiert wurde. In der gleichen Liga spielten nur noch die Cunard-Line und die White Star Line aus Großbritannien. Anfang des 20. Jh. kaufte der New Yorker Finanzier J. P. Morgan eine Reihe von Reedereien auf, um ein transatlantisches Monopol zu errichten, was ihm aber nicht gelang. Die HAPAG und der Lloyd machten Morgan, der auch die Baltimore & Ohio RR beherrschte, daraufhin ein Angebot, den Markt unter sich aufzuteilen. Dieses Abkommen bestand bis 1912. Bei Beginn des 1. Weltkrieges 1914 besaß der Lloyd eine Tonnage von über 900.000 BRT und beschäftigte über 22.000 Menschen. 1917 beschlagnahmten die USA bereits die Hafenanlagen des Lloyd in Hoboken und alle dort aufliegenden Dampfer, praktisch der gesamte Rest der Flotte ging durch den Versailler Vertrag verloren. mit nur 57.000 BRT, alles nur kleine Dampfer, musste der Lloyd praktisch von vorn beginnen. 1920 Gründung der Lloyd Luftverkehr, 1923 mit entsprechenden HAPAGAktivitäten zur Deutschen Aero Lloyd zusammengeführt, also eine Keimzelle der 1926 gegründeten Deutschen Luft Hansa. Die Weltwirtschaftskrise erzwang 1930 einen Unionsvertrag mit dem Hamburger Erzrivalen HAPAG, der 1935 zu einer Betriebsgemeinschaft erweitert wurde. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges hatte sich der Lloyd wieder bis auf eine Tonnage von rd. 600.000 BRT hochgearbeitet und beschäftigte über 12.000 Mitarbeiter. Wiederum gingen im Krieg sämtliche Schiffe verloren bzw. wurden anschließend von den Alliierten beschlagnahmt. Erneut musste der Lloyd 1945 mit 350 Mitarbeitern ganz von vorn anfangen. Bis 1970, dem Jahr der Fusion, erreichte er wieder 390.000 BRT und stand damit an 16. Stelle der Weltrangliste. Die HAPAG kam mit 410.000 BRT auf Platz 9. Dann endeten 113 Jahre Eigenständigkeit des Norddeutschen Lloyd mit der Fusion zur HAPAG-LLOYD AG. 1981 wird mit der “Frankfurt Express” das größte Containerschiff der Welt in Dienst gestellt. 1998 übernimmt die Preussag (heute TUI) die Aktienmehrheit und verleibt sich Hapag-Lloyd 2002 per Squeeze-Out der Kleinaktionäre ganz ein. Mit der 2005 erfolgten Übernahme der kanadischen CP Ships gehört Hapag-Lloyd zu den 5 größten Reedereien der Welt. Aktuell zwingt der Druck der eigenen Aktionäre die TUI, Hapag-Lloyd zum Verkauf zu stellen. Statt der Abgabe an einen Konkurrenten scheint im Moment ein (erneuter) Börsengang von Hapag-Lloyd wahrscheinlich. Warten Sie aber bis dahin nicht: Bei uns können Sie die Aktie schon heute kaufen! Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 1221

der Cuxhavener Hochseefischerei AG und Umbenennung in Nordsee Deutsche Hochseefischerei Bremen-Cuxhaven AG. Betrieb neben dem Fischfang auch Räuchereien und stellte Lebertran und Fischkonserven her. Bereits damals etwa 250 Verkaufsfilialen in ganz Deutschland. Am 7.12.1938 Firmenname in Nordsee Deutsche Hochseefischerei AG geändert. Heute ist die Nordsee die bekannteste Fischladen-Kette. Sie gehört mehrheitlich zu der „Deutsche Unilever GmbH.

Los 1227

Schätzwert 50-125 €

Nordsee Deutsche Hochseefischerei AG Wesermünde-G., VZ-Aktie 1.000 RM Juni 1941 (Auflage 2000, R 5) EF Identische Geslatung wie voriges Los. Los 1220

Schätzwert 225-300 €

Norddeutscher Lloyd

“Wende” Betrieb durch die landkreiseigene „Harzer Schmalspurbahnen GmbH“.

Bremen, Aktie 100 RM 1.7.1933 (Auflage 50000, R 8) UNC-EF Schöner G&D-Druck mit toller Vignette des 1929 in Dienst gestellten legendären Schnelldampfers Bremen. Los 1221

Schätzwert 450-600 €

Norddeutscher Lloyd

Los 1228

Bremen, Aktie 200 RM 1.7.1933 (Auflage 16200, R 9) VFIdentische Gestaltung wie voriger Titel. Wie auch das vorige Los nicht zu verwechseln mit den häufiger angebotenen, gleich aussehenden Stücken von 1936! Die 1933er Emission ist dagegen extrem selten. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz, dies ist das allerletzte noch verfügbare. Hellbraune Flecken, leichte Randschäden fachgerecht restauriert. Los 1222

Schätzwert 10-50 €

Norddeutscher Lloyd

Schätzwert 50-100 €

Nordwest-Metall AG Los 1224

Schätzwert 20-80 €

Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft Wernigerode, Aktie 500 RM Jan. 1925 (Auflage 8250, R 2) EF

Bremen, Aktie 100 RM April 1934. Gründeraktie (Auflage 1800, R 5) UNC-EF Gründung 1933/34. Herstellung von Gebrauchsgegenständen aus Metall. Im Nov. 1935 Umwandlung der AG in eine KG unter Übertragung der Vermögenswerte ohne Liquidation.

Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 1225

Schätzwert 100-250 €

Nordpark Terrain-AG

Bremen, Aktie 1.000 RM 1.8.1936 (Auflage 43000, R 1) UNC.

Berlin, Aktie 2.000 Mark 28.1.1904. Gründeraktie (Auflage 1400, R 4) EF-VF

Ebenfalls identisch gestaltet.

Gegründet 1903 zum Zwecke des Erwerbes, der Verwaltung und Verwertung von Grundstücken. Die Gesellschaft besaß zwei Terrains im Berliner Bezirk Wedding an der Müllerstraße gelegen.

Los 1229

Schätzwert 75-125 €

Nordwestdeutsche Kraftwerke AG Los 1223

Hamburg, 4,5 % Obl. 1.000 Fr. Okt. 1936 (Auflage 1314, R 7) EF

Schätzwert 20-80 €

Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft Wernigerode, Aktie 100 RM Jan. 1925 (Auflage 8250, R 2) UNC-EF Blindprägesiegel mit Dampflok. Gründung 1896. Die berühmte „Harzquerbahn“, bis heute weitgehend im Dampfbetrieb in Aktion. 1000-mm-Schmalspurbahn Nordhausen-Eisfelder Talmühle-Sorge-Drei Annen-Hohne-Wernigerode (62 km) mit Abzweig von Drei AnnenHohne auf den Brocken (19 km). 1949 Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn. Seit der

Los 1226

Schätzwert 50-125 €

Nordsee Deutsche Hochseefischerei AG Wesermünde-G., VZ-Aktie 1.000 RM Juni 1940 (Auflage 2000, R 5) EF Das Unternehmen wurde am 23.4.1896 als Deutsche Dampffischereigesellschaft „Nordsee“ in Bremen gegründet. 1928 Fusion mit

Nr. 1231

Teil einer von der Basler Handelsbank vermittelten Anleihe von 1.694.000 Fr. Gründung 1900 durch Siemens & Halske und Schweizer Finanzfreunde als „Siemens Elektrische Betriebe“. Übernommen wurde zunächst das von Siemens errichtete und betriebene Elektrizitätswerk im spanischen Malaga sowie das Elektrizitätswerk und die Straßenbahn in Weimar. Später kamen u.a. die Werke Pisa, Alessandria, Nixdorf, Türmitz, Asch, Oberleutensdorf, München-Ost, Hof, Lübeck, Harburg, Südharz und Wiesmoor hinzu. Nach dem 1. Weltkrieg gingen die ausländischen Investments (zumeist entschädigungslos) verloren. 1925 anläßlich der Übernahme der Aktienmehrheit durch den Preußischen Staat Umfirmierung in “Nordwestdeutsche Kraftwerke AG” und Sitzverlegung nach Hamburg. In Betrieb waren die Kraftwerke Lübeck, Herrenwyk, Unterweser und Wilhelmshaven (Steinkohle), Oldenburg (Wasserkraft) sowie als technisches Unikum das Kraftwerk Wiesmoor, das mit Torf betrieben wurde, den die Ges. in einem großen Torfmoor selbst abbaute. Schon 1925 wurde dem Torfkraftwerk Wiesmoor als erste ihrer Art eine Gewächshausanlage angegliedert zur Aufzucht von Frühgemüse unter Verwendung von Abdampf - eine Idee, die Jahrzehnte später auch von den Holländern aufgegriffen wurde. Das Versorgungsgebiet der NWK reichte von der holländischen Grenze im Westen bis zur Zonengrenze im Osten. 1985 mit dem Großaktionär PreußenElektra AG verschmolzen und in die VEBA eingegliedert, somit heute Teil des Energieriesen e.on.

121

Los 1230

Schätzwert 100-150 €

Nürnberger Briefumschlag- u. Papierausstattungs-Fabrik Carl Pflüger & Co. AG Nürnberg, Aktie 1.000 Mark Dez. 1921 (Auflage 7000, R 8) EF

Nr. 1233

Nr. 1232 kerfabrik Löbau VEB weiter geführt. Nach 1990 von der Südzucker AG übernommen, diese schließt das Werk Ende der Kampagne 2002.

Los 1239

Bad Oeynhausen, Aktie 1.000 Mark Nov. 1922 (Auflage 7000, R 10) VF-

Sehr schmuckvolle Gestaltung im Art-Deko-Stil. Gründung 1921. Das 7-stöckige Fabrikgebäude lag in der Nähe des Bahnhofs Nürnberg-Ost (Veilhofstraße). Börsennotiz Berlin. 1931 Zahlungseinstellung der Gesellschaft, am 30.11.1931 Konkurseröffnung und Zwangsverwaltung. Ab 1932 Grundstücksverwertung Veilhofstraße AG. 1937 ist die Firma erloschen. Nur 16 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1231

Vorher unbekannt gewesener Jahrgang, nur 3 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden. Etwas schmutzig, leichte Randschäden fachgerecht restauriert.

Schätzwert 225-300 €

Oberhausener Bank AG

Los 1235

Schätzwert 50-150 €

Oberhausen (Rhld.), Aktie 1.000 RM 1.8.1935 (Auflage 140, R 8) EF

Oberrheinische Immobilien AG

Das 1920 gegründete Bankhaus wurde 1957 übernommen durch die National-Bank AG, Essen.

Freiburg i.Br., Aktie 10.000 Mark 15.6.1923. Gründeraktie (Auflage 2500, R 4) EF

Los 1232

Gründung 1923. Immobilienverwaltung. 1926 Auflösungsbeschluss. Bis 1943 war die Gesellschaft noch nicht abgewickelt. Großaktionär (1943): Die Stumm-Gruppe.

Schätzwert 275-350 €

Oberhausener Bauges. auf Aktien Oberhausen (Rhld.), Aktie 200 Goldmark 1.12.1924. Gründeraktie (Auflage 120, R 9) VF+ Gegründet 1924 durch die Stadtgemeinde Oberhausen und verschiedene Unternehmen zur Errichtung gesunder Kleinwohnungen für minderbemittelte Volkskreise zwecks Linderung der Wohnungsnot und Schaffung von Arbeitsgelegenheit für Erwerbslose. Als Sacheinlage brachten die Ziegelwerke Oberhausen GmbH Stück 1 Mio. Ziegel ein, die Erwerbs- u. Betriebsgesellschaft für industrielle Unternehmungen GmbH ein Grundstück in der Grösse von 7,60 a. Bereits nach 12 Jahren, also 1936 wurde die Gesellschaft wieder aufgelöst. Aktien dieser Ges. waren vorher völlig unbekannt. Los 1233

Schätzwert 275-350 €

Oeynhauser Maschinenfabrik AG

Schätzwert 400-500 €

Los 1236

Schätzwert 225-300 €

Odenkirchener Aktienbaugesellschaft Rheydt-Odenkirchen, Namensaktie 1.000 RM 28.6.1938 (Auflage 234, R 10), ausgestellt auf die Fa. Kühn, Vierhaus & Cie. in Rheydt UNC-EF.

Rheine im Aufsichtsrat (die Windhoff AG ist heute börsennotiert). In der Weltwirtschaftskrise untergegangen. Los 1240 Los 1238

Schätzwert 150-200 €

Oeynhauser Maschinenfabrik AG Bad Oeynhausen, Aktie 1.000 Mark 18.10.1921 (Auflage 3000, R 7) VF+ Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz. Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Schätzwert 40-100 €

OFAG Ofenbau-AG Düsseldorf, Aktie 1.000 RM Mai 1943 (Auflage 264, R 5) EF Gegründet am 27.6.1931. Konstruktion und Bau von industriellen Öfen, Gaserzeugern und Hüttenwerksanlagen.

Drei Originalunterschriften. Gründung 1898. Großaktionäre waren lange Zeit die Stadt Rheydt (zuletzt 33 %) und die Städtische Sparkasse Rheydt (über 25 %). 1990/91 über die Gladbacher Aktien-Baugesellschaft, die die Odenkirchener übernahm, letztlich im WCMImmobilienkonzern aufgegangen. Aktien dieser Ges. vor 1945 waren vorher völlig unbekannt!

Oberhausener Bauges. auf Aktien Oberhausen (Rhld.), Aktie 1.000 Goldmark 1.12.1924. Gründeraktie (Auflage 400, R 12) VF Interessanter Weise vollkommen andere Gestaltung als die 200-GM-Aktie (voriges Los). Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Fachgerecht restauriert.

Los 1234

Los 1237

Schätzwert 200-250 €

Oeynhauser Maschinenfabrik AG

Los 1241

Bad Oeynhausen, Aktie 1.000 Mark 13.11.1920 (Auflage 4000, R 9) VF

Ofen- und Tonindustrie AG

Bei der Gründung 1920 wurde die “Oma Oeynhauser Maschinenfabrik Schulze & Co. KG” eingebracht, die vornehmlich landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge herstellte. 1927, im Jahr der Sitzverlegung nach Berlin, saß auch Fabrikdirektor Fritz Windhoff aus

Emilienthal, Aktie 400 RM März 1935 (Auflage 1250, R 3) EF-

Nr. 1239

Gründung 1906 als Ofen- und Tonindustrie-AG Angerburg mit Sitz in Angerburg, 1931 umbenannt wie oben. Erwerb und Betrieb von Öfen und Tonindustrie-Anlagen und von Ziegeleien. Firmenmantel aufgelöst 1962 in Düsseldorf.

Schätzwert 30-75 €

Oberlausitzer Zuckerfabrik AG Löbau i.Sa., Aktie 1.000 RM Jan. 1940 (Auflage 700, R 3) EF Gründung 1883. Herstellung, Erwerb, Verarbeitung und Verkauf von Zucker sowie Betrieb der Landwirtschaft. Haupterzeugnisse waren Weißzucker, Melasse sowie Naß- und Trockenschnitzel. Großaktionär war die Süddeutsche Zucker-AG in Mannheim. In der DDR als Zuk122

Nr. 1236

Schätzwert 30-75 €

Nr. 1256

Los 1242

diese Aktie später überdruckt: 1921 wurden die Stamm-Aktien Lit. B 10:1 zusammengelegt, die Vorrechte der Stamm-Aktien Lit. A aufgehoben sowie das Kapital um 700.000 M erhöht. Gründung 1895. Sitz bis 1923 Oschersleben, danach Braunschweig. Die 27 km lange Bahn Oschersleben-Schöningen (südöstlich von Braunschweig) konnte zum Jahresende 1899 eröffnet werden. Fünf Lokomotiven bewegten immerhin sechs Personen- u. 65 Güterwagen. Betriebsführung bis 1932 durch die Braunschweig-Schöninger-Eisenbahn AG; eine 1929 beschlossene Verschmelzung beider Unternehmen kam wegen steuerlicher Schwierigkeiten nicht zustande. Ab 1932 führte die Allgemeine Deutsche Eisenbahnbetriebsgesellschaft mbH in Berlin den Betrieb, bis dieser nach 1945 durch Ziehung der Zonengrenze östlich von Schöningen unterbrochen wurde.

Schätzwert 50-150 €

Ohlauer Hafenbahn- und Lagerei-AG Ohlau, Aktie 1.000 Mark Mai 1918. Gründeraktie (Auflage 800, R 5) EF Hübsche Jugendstil-Umrandung. Gründung 1917 zum Betrieb der Ohlauer Hafenbahn, des Oderhafens mit Hafen- und Lagereianlagen und einer Kalksandsteinfabrik. Letzter Großaktionär war die „Schlesische Bergwerks- und Hütten-AG“.

Los 1250

ZEKIWA-Kinderwagen im Industriemuseum Chemnitz

der Wende als ZEKIWA GmbH reprivatisiert, 1996 in Gesamtvollstreckung gegangen. Aktien dieser Ges. waren zuvor ganz unbekannt gewesen.

Los 1243

Schätzwert 75-175 €

Oschersleben-Schöninger Eisenbahn-Gesellschaft fängen entstand eine Gummibandweberei, im Laufe der Zeit kamen Erzeugungsstätten für Tricot-Artikel, Gummibekleidung, eine Stoffstreicherei, eine Gummifädenfabrikation sowie eine Abteilung zur Herstellung von technischen Artikeln wie Gummischläuche und Gummistiefel hinzu. Lange wurde nur Naturkautschuk verarbeitet; nach Eingliederung des Sudetengaues machte die Produktionsumstellung auf synthetischen Kautschuk und der damit einhergehende Kapitalbedarf zur Umstellung des Maschinenparks die Umwandlung in eine AG erforderlich, wobei sich auch fünf Mitbewerber (u.a. die Gummiwerke “Elbe” und die Kölnische Gummifädenfabrik) beteiligten. Ein Unikat. Abheftlochung, kleine Randschäden fachgerecht restauriert.

Oschersleben, Aktie 1.000 Mark 10.8.1922 (Überdruck auf 1900er Aktie, Auflage 700, R 5) EF 1921 wurden die ursprünglich 1000 StammAktien Lit. B 10:1 zusammengelegt, die Vorrechte der Stamm-Aktien Lit. A aufgehoben sowie das Kapital um 700.000 M erhöht. Aus Kostenersparnisgründen benutzte man für die neuen Urkunden einen Teil der 900 im Zuge der Zusammenlegung der Stamm-Aktien B “ausrangierten” Aktienurkunden. Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Schätzwert 75-200 €

Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Rhederei Oldenburg, Actie V. Ausg. 1.000 Mark 19.4.1900 (Auflage 400, R 5) EF Hochformat, hübscher Druck mit großer Reederei-Flagge. Gründung 1883. Liniendienst mit (vor dem ersten Weltkrieg) 20 Dampfern von Hamburg, Bremen, Amsterdam und Rotterdam nach Portugal, Spanien, Marokko und den Kanarischen Inseln (von wo als Rückfracht in großem Umfang Bananen und Tomaten mitgenommen wurden). Später kamen als Abfahrtshäfen auch noch Danzig, Gdingen und Stettin hinzu. 1915 Sitzverlegung nach Hamburg, dort auch börsennotiert. Die O.P.D.G. gehörte zuletzt zum HANIEL-Konzern. 1951 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Los 1244

Los 1251

Schätzwert 75-125 €

Oskar Skaller AG Berlin, Aktie 20 RM 7.1.1925 (Auflage 62500, R 6) EF Los 1246

Schätzwert 300-400 € Los 1248

Opel & Kühne AG Zeitz, Aktien-Zertifikat 1.000 RM 1.7.1942 (Auflage nur 3 Stück, R 11) VF+ Maschinenschriftliche Ausführung auf Firmenbriefbogen, Originalunterschriften.

Schätzwert 50-150 €

Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Rhederei

Schätzwert 20-60 €

Oscar Dörffler AG Bünde i.Westf., Aktie 100 RM März 1938 (Auflage 3240, R 2) UNC-EF Dekorativer Druck. Firmensignet im Unterdruck. Gründung 1902 in Berlin, AG seit 1920 (dafür Sitzverlegung nach Bünde). Herstellung von Fleischkonserven und Wurstwaren. Börsennotiz Berlin. Gehörte zuletzt zum Nestlé-Konzern.

Gründung 1904 als Berolina Baugesellschaft auf Aktien. 1921 Übernahme des Handelsgeschäfts des Kaufmanns Oskar Skaller und Umfirmierung wie oben. Nunmehr Herstellung und Vertrieb von Verbandstoffen, chirurgischen Instrumenten, Krankenmöbeln und Arzneimitteln. Großaktionär war die Heilmittelversorgung Deutscher Krankenkassen AG. 1930 Vermelzung mit der Max Kahnemann AG (gegr. 1872 als oHG) und Umfirmierung in Max Kahnemann AG. Los 1252

Schätzwert 225-300 €

OSRAM GmbH KG

Oldenburg, Aktie VIII. Ausg. 1.000 Mark 25.4.1913 (Auflage 1000, R 4) EF

Berlin, 5 % Teilschuldv. 1.000 Mark Jan. 1922 (Auflage 150000, R 8) VF+

Identische Gestaltung wie voriges Los.

Sehr dekorativ mit Glühlampen in allen vier Ecken, vielen Glühlampen in der Umrahmung und einem Strauß von Glühlampen im Unterdruck. Originalunterschriften. “Wüßt nicht, was sie Besseres erfinden könnten, als daß Lichter ohne Putzen brennten.” (Johann Wolfgang von Goethe, um 1800). Um 1826 kam dann die Gasbeleuchtung auf. 1886 erfand der österreichische Chemiker und Ingenieur Auer von Welsbach das Gasglühlicht. 1901 präsentierte die Auergesellschaft Glühlampen mit Osmium-Glühfäden. Schon 1880 hatte Siemens & Halske die Entwicklung einer Glühlampe mit Kohlefäden erfolgreich abgeschlossen und 1882 die älteste deutsche Glühlampenfabrik eröffnet. Das Warenzeichen OSRAM wurde ursprünglich 1906 von der Auergesellschaft angemeldet. Es ist ein Kunstwort aus den früher gängigen Glühwendel-Materialien OSmium und WolfRAM. Am 1.7.1919 legten Siemens & Halske, die AEG und die Auergesellschaft ihre Glühlampenproduktion in der neu gegründeten OSRAM GmbH KG zusammen. Seit 1978 ist Siemens Alleingesellschafter, Firmensitz ist München. Heute erwirtschaftet OSRAM mit 43.500 Mitarbeitern in 46 Werken (verteilt auf 17 Länder der Erde) einen Jahresumsatz von 4,6 Mrd. Euro. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1245

Schätzwert 10-50 €

Opel & Kühne AG Zeitz, Aktie 100 RM Juli 1933 (Auflage 1418, R 2) UNC Gründung 1928 unter Übernahme der Zeitzer Kinderwagen- u. Holzwaren-Fabrik Opel & Kühne. Hergestellt wurden Kinderwagen sowie Holzwaren. Zeitz war damals in Deutschland die “Hauptstadt der Kinderwagen”, in der es unzählige einschlägige Fabriken gab. Sie wurden zu DDR-Zeiten im VEB ZEKIWA zusammengefaßt, mit über 2000 Beschäftigten die größte Fabrik für Kinderwagen und Puppenwagen in ganz Europa, die auch den westdeutschen Markt versorgte. Nach

Los 1247

Schätzwert 400-500 €

“OPTIMIT” Gummi-, Kabel- und Textilwerke AG Odrau (Ostsudetenland), Zwischenschein für 48 Aktien á 1.000 RM 12.12.1940 (= 4,8 % des Kapitals, R 12), ausgestellt auf die Gummi-Werke “Elbe” AG, KleinWittenberg VF Maschinenschriftliche Ausfertigung auf Firmenbriefbogen, Originalunterschriften. Gründung bereits 1870, erst am 12.12.1940 in eine AG umgewandelt. Aus allerkleinsten An-

Los 1249

Schätzwert 250-400 €

Oschersleben-Schöninger Eisenbahn-Gesellschaft Oschersleben, Aktie B 1.000 Mark 1.1.1900. Gründeraktie (Auflage erst 1000, später nur noch 100 Stück, R 8) EFIm Zuge einer Kapitalzusammenlegung und Vereinheitlichung der Aktiengattungen wurde

123

wurde der Betrieb eingestellt und das Lagerhaus verpachtet. Der Vorstand wurde angewiesen, sich jeglicher Geschäfte zu enthalten, die aus Lombardgeschäften noch bestehenden Forderungen einzuziehen und die Gelder langfristig anzulegen. Seit 1927 in Liquidation.

Los 1259

Schätzwert 225-300 €

Ostmark Versicherungs-AG Wien, Sammel-Namensaktie 5 x 100 RM Juli 1941 (R 9) VF

Nr. 1257

Nr. 1253 Los 1253

Schätzwert 600-750 €

OSRAM GmbH KG Berlin, 5 % Teilschuldv. 10.000 Mark Jan. 1922 (Auflage 5000, R 10) VF Sehr dekorativ mit Glühlampen in allen vier Ecken, vielen Glühlampen in der Umrahmung und einem Strauß von Glühlampen im Unterdruck. Originalunterschriften. Vorher völlig unbekannt gewesener Nennwert, nur 3 Stück wurden jetzt im Reichsbankschatz gefunden.

Eindhoven und der zum Siemens-Konzern gehörenden Osram GmbH KG in Berlin. In der Ophinag fassten Philips und Osram ihre Forschung auf dem Gebiet der Entladung von Gasen, insbesondere Neon, sowie Herstellung und Vertrieb von Leuchtröhren mit Gasentladung zusammen. Produzierende Tochtergesellschaften bestanden in Prag, Zürich, Amsterdam und Stockholm. 1951 in Liquidation getreten. Los 1257

Schätzwert 600-750 €

Ostafrikanische Eisenbahngesellschaft Berlin, Anteilschein 100 Mark 31.7.1904. Gründeranteil (Auflage 70000, R 8) EF-. Die Anteile sollten im Laufe von 87 Jahren durch Auslosung getilgt werden. Für den Rükkzahlungsbetrag von 120 M pro Anteil sowie 3 % Zinsen garantierte das Reich. Schöner Druck von G & D. Gründer waren die Deutsche Bank, die Disconto-Gesellschaft, S. Bleichröder, Delbrück Leo & Co., von der Heydt & Co., Robert Warschauer & Co., die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft sowie die Philipp Holzmann & Cie. GmbH. Auf Grund der von der Kaiserlichen Regierung erteilten Konzession übernahm die Gesellschaft zunächst den Bau und Betrieb einer Eisenbahn von Daressalam nach Morogoro (Inbetriebnahme 24.2.1908). In Teilschritten wurde die Bahn bis 1912 bis nach Tabora verlängert (Streckenlänge danach 818 km). Durch Reichsgesetz vom 12.12.1911 wurde der Weiterbau nach dem Tanganjikasee genehmigt (der See wurde am 1.2.1914 erreicht, womit sich die Länge

Los 1254

Gegründet 1898 als N.-Ö. Landesversicherungsanstalten, AG seit 1922 unter der Firma Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer, Versicherungs-AG. 1938 umbenannt in Ostmark Versicherungs-AG. 1999 in der UNIQA Versicherungen AG aufgegangen. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

der Bahn dann auf 1.251 km belief). Ferner durfte die Gesellschaft 420.000 ha Land entlang der Bahnlinie in Besitz nehmen und dort insbesondere Baumwoll- und Sisalhanfkulturen betreiben. In den Versailler Verträgen wurde der größte Teil der deutschen Besitzungen an Britisch-Ostafrika angegliedert. Auch die Eisenbahn gelangte in britischen Besitz. Nach der Unabhängigkeit 1961 betrieb Tansania die Eisenbahnlinie. Immer noch ist die Mittellandbahn die einzige Möglichkeit von Daressalam aus ins Landesinnere zu gelangen. Bis heute rumpeln die Wagen zwei Tage und zwei Nächte lang über dieselben 1.251 km Schwellen und Schienen von Krupp, die einst von Afrikanern unter der Leitung der deutschen Kolonialherren durch den Dschungel gelegt wurden. Eine bedeutende Rarität unter den deutschen Kolonialwerten. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1258

Schätzwert 50-125 €

Ostdeutsche Speditionsund Lagerhaus AG Berlin, Aktie 5.000 Mark 1.7.1923 (Auflage 15000, R 6) EF Gründung 1921 zwecks Übernahme von Speditions- und Lagergeschäften, Einlagerung und Lombardierung von Waren und Kreditgewährung auf der Grundlage anderer Sicherheiten. Im März 1922 Verlegung des Speditions- und Lagergeschäfts auf das neuerworbene Grundstück SO 33, Köpenicker Str. 9. Schon 1923

Los 1260

Schätzwert 75-150 €

Ostsachsen-Bank AG Neugersdorf, Sa., Aktie 1.000 RM 16.7.1925 (Auflage 250, R 5) EF Das 1924 gegründete Institut mit Verwaltungssitz in Neugersdorf führte Bankgeschäften aller Art aus, insbesondere die Übernahme von Haftungen und Garantien für Dritte. Die Gesellschaft stand in Arbeitsgemeinschaft mit der Girozentrale Sachsen. Die Bank wurde vermutlich 1945 geschlossen.

Schätzwert 450-600 €

OSRAM GmbH KG Berlin, 7 % Gold Bond Lit. B 500 US $ 2.12.1925 (Auflage 1575, R 8) VF Zweisprachig englisch/deutsch. Tolle Vignette mit einer fast originalgroßen Glühlampe. Los 1255

Schätzwert 400-500 €

OSRAM GmbH KG Berlin, 7 % Gold Bond 1.000 US $ 2.12.1925 (Auflage 3425, R 8) EF Identische Gestaltung wie voriges Los. Los 1256

Schätzwert 600-750 €

Osram-Philips Neon AG (Ophinag) Berlin, Sammelaktie 25 x 1.000 RM März 1939 (Auflage nur 20 Stück, kompletter Neudruck nach Kapitalherabsetzungen, R 9) UNC Gegründet 1931 als Gemeinschaftsunternehmen der N.V. Philips Gloeilampenfabrieken in

124

Los 1261

Schätzwert 30-80 €

Ottensener Eisenwerk AG Altona-Ottensen, Aktie 100 RM Okt. 1929 (Auflage 7085, R 3) EF Gründung 1889 als Ottensener Eisenwerk vorm. Pommée & Ahrens unter Übernahme der seit 1880 bestehenden Firma Pommée & Nicolay (1885 umbenannt in Pommée & Ahrens). Seit 1907 Ottensener Eisenwerk AG. Dampfkessel- und Maschinenfabrik, Bau von Heizungsanlagen, Betrieb einer Schiffswerft. Nach Produktionsende in den 1970er Jahren Verkauf des Firmengeländes, auf dem sich heute der Phoenixhof mit Läden, Gastronomie und Büros befindet.

Friedebach bei Sayda (Erzgeb.), wo hölzerne Küchengeräte und Spielwaren hergestellt wurden. 1926 in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, 1928 aufgelöst. Vorher völlig unbekannt gewesen. Nur 2 Stücke wurden im Reichsbankschatz gefunden, dies ist das letzte verfügbare.

Los 1262

Schätzwert 200-250 €

Los 1268

Schätzwert 30-75 €

Ottensener Eisenwerk AG

Otto Stumpf AG

Hamburg-Altona, Aktie 1.000 RM Aug. 1942 (Auflage 1000, R 8) EF-VF

Leipzig, Aktie 1.000 RM Sept. 1942 (Auflage 1260, R 3) EF Völlig andere Gestaltung als voriger Titel.

Los 1271

Schätzwert 125-250 €

Paderborner Elektricitätswerk und Straßenbahn-AG Paderborn, Namensaktie 1.000 Mark 9.1.1909. Gründeraktie (Auflage 1200, R 3) EF-VF

Los 1263

Schätzwert 30-75 €

Otto & Albrecht Dix AG Weida i.Thür., Aktie 1.000 RM 28.2.1927 (Auflage 2500, R 3) EF Gründung 1922 zur Weiterführung der bereits seit 1866 bestehenden Fabrik zur Bearbeitung und zum Vertrieb von Fellen und Häuten. 1951 Sitzverlegung nach Eschwege, 1959 GmbH & Co.

Los 1264

Los 1266

Schätzwert 300-400 €

Otto Huber AG Chemische Fabrik Augsburg, Aktie 1.000 Mark 15.8.1923 (R 10) VF-F Großes Hochformat, ganz tolle Art-Deko-Gestaltung. Gründung 1923, Betrieb einer chemischen Fabrik und Großhandel mit Chemikalien. 1925 Eröffnung des Konkursverfahrens. Teils schmutzig, Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 1269

Schätzwert 100-200 €

Ottweiler Brauerei-AG vormals Carl Simon Ottweiler, Aktie 1.000 Mark 10.1.1922 (Auflage 350, R 5) EF Gründung 1888. Die kleine Brauerei produzierte jährlich kaum mehr als 20-25.000 hl Bier. Die wechselvolle Geschichte des Saarlandes machte auch sie mit: Erst 1960 konnte das Kapital wieder von 2,8 Mio. ffrs. auf 350.000 DM umgestellt werden. Anschließend erwarb nach und nach die Karlsberg-Brauerei Weber KG aus Homburg (Saar) fast alle Aktien. 1981 in eine GmbH umgewandelt.

Schätzwert 20-60 €

Otto & Albrecht Dix AG Weida i.Thür., Aktie 1.000 RM 1.11.1941 (Auflage 1500, R 2) UNC-EF G & Druck. Gründung 1922 zur Weiterführung der bereits seit 1866 bestehenden Fabrik zur Bearbeitung und zum Vertrieb von Fellen und Häuten. 1951 Sitzverlegung nach Eschwege, 1959 GmbH & Co. Los 1265

Schätzwert 300-400 €

Otto Hammer AG für Holz- und Bauindustrie Chemnitz, Aktie 20 RM März 1927 (Auflage 2125, R 11) VF. Hübsche Umrahmung in Form eines barocken Bilderrahmens. Gegründet 1921 zur Weiterführung der gleichnamigen Einzelfirma. Ausführung von Hochund Tiefbauten, Holzhandel- und Bearbeitung, Handel mit Brennstoffen jeder Art. Hauptwerk in Chemnitz (Beyerstr. 38), Zweigwerke in Dittersbach bei Neuhausen (Bez. Dresden) und in

Los 1267

Schätzwert 75-150 €

Otto Stumpf AG Chemnitz, Aktie 1.000 RM April 1925 (Auflage 200, R 5) EF Gründung 1919 in Chemnitz, AG seit 1922. Schon damals eine der bedeutendsten pharmazeutischen Großhandlungen. 1939 Angliederung der Firma Ludwig Merckle in Aussig. Nach 1945 Sitzverlegung nach Nürnberg. Seine Beteiligungen an Pharmagroßhandlungen (F. Reichelt AG, Ferd. Schulze GmbH, Otto Stumpf AG, Hageda AG) fasste der Blaubeurener Industrielle Adolf Merckle 1994 in der Phoenix Pharmahandel GmbH & Co. KG zusammen. 2007/09 schließlich auch squeezeout der Kleinaktionäre bei der bis dahin börsennotiert gewesenen Otto Stumpf AG.

Los 1270

Schätzwert 100-175 €

P. A. Rentrop AG Nordsehl, Aktie 1.000 RM April 1925 (Auflage 190, R 6) EF Gründung 1923 in Nordsehl zur Fortführung der „Drahtnagel- und Metallwarenfabrik Gebrüder Rentrop“. 1937 Sitzverlegung nach Altena (1960 zurück nach Nordsehl bei Stadthagen). Werke in Altena, Stadthagen, Neustadt am Rübenberge und Coburg. Erzeugt wurden mit zuletzt über 2.000 Mitarbeitern Eisen- und Federdraht, Springfedern, Federkerne, Matratzenzubehörteile und Drahtstifte.

Gründung 1909 zur Versorgung von Stadt und Kreis Paderborn, Kreis Büren und Freistaat Lippe mit elektrischer Energie. 41 Städte und Landgemeinden wurden aus dem Kraftwerk Paderborn versorgt, das 1927 mit dem RWE-Fernleitungsnetz zusammengeschaltet wurde. Das Straßenbahnnetz in 1.000-mm-Spur gliederte sich in das auf preußischem Gebiet liegende Paderborner Netz (zus. 25 km) und das im Fürstentum Lippe gelegene Detmolder Netz (zus. 54 km). Beide Netze hatten seit 1920 in Schlangen Verbindung. Gleich bei der Gründung 1909 wurde von der Westfälische Kleinbahnen AG die 8,2 km lange Strecke Paderborn-NeuhausSennelager übernommen (3,7 km langer Anzweig nach Elsen 1913 eröffnet), 1911 ging die 13,6 km lange Strecke Paderborn-Bad Lippspringe-Schlangen in Betrieb. Das Detmolder Netz wurde 1918 übernommen von der Lippischen Elektricitäts-AG (deren Aktien man ohnehin zu 100 % besaß). Es bestand aus den Strecken Detmold-Berlebeck-Johannaberg (8 km, eröffnet 1900/03), Detmold-Heidenoldendorf-Pivitsheite (6,8 km, eröffnet 1926/28), Schlangen-Externsteine-Horn (12,7 km, eröffnet 1923), Horn-Detmold (9 km, eröffnet 1920) und Horn-Bad Meinberg-Blomberg (eröffnet 1924/26). Damit betrieb die Gesellschaft mit über 200 Mitarbeitern das grösste Überlandstrassenbahnnetz Deutschlands. Mit 2 Lokomotiven, knapp 40 Triebwagen und ca. 70 Beiwagen wurden in den 20er Jahren fast 5 Mio. Fahrgäste im Jahr befördert. Aktionäre waren 1940 das RWE (39,6 %), die Stadt Paderborn (35,7 %) und der Staat Lippe mit Kommunalverbänden (24,7 %). Dass nach dem Krieg die Verkehrszahlen mit jährlich bis zu 12 Mio. Fahrgästen (an Spitzentagen fast 100.000 an einem einzigen Tag!) zunächst neue Höchstwerte erklommen, hielt den Siegeszug des Straßenverkehrs nicht lange auf: Das Detmolder Netz wurde schon 1954, das Paderborner Netz 1963 stillgelegt. Heute betreibt die 1980 in PESAG umbenannte AG neben der Energieversorgung den öffentlichen Personenverkehr der Stadt Paderborn mit 70 Omnibussen auf 32 Linien mit 847 km Streckenlänge. Die Zahl der Fahrgäste stieg inzwischen auf 15 Mio. im Jahr. Mehrheitsaktionär wurde nach dem Krieg die PreußenElektra in Hannover (heute E.ON Energie AG). 2003 mit den Energiewerken Wesertal und dem Elektrizitätswerk Minden-Ravensburg zur E.ON Westfalen-Weser AG fusioniert. Los 1272

Schätzwert 225-300 €

Palast Hotel Rheydt AG Rheydt, Aktie 100 RM 30.5.1927 (Auflage 500, R 8) EF Gründung 1922. Betrieb eines Gasthof- und Restaurationsbetriebes einschließlich Weinhandels. Großaktionäre (1943): Stadt Rheydt (51 %), Dortmunder Union Brauerei AG, Dortmund (24 %). Im Juli 1952 Auflösung der Gesellschaft.

Nr. 1259

Nr. 1265

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert 125

Los 1273

Schätzwert 200-250 €

Panagiotis Avramikos AG Hamburg, Aktie 20 RM Febr. 1926 (Auflage 30000, R 10) Randschäden fachgerecht restauriert. VF Gründung 1921 in Köln, 1925 Sitzverlegung nach Hamburg. Herstellung von Zigaretten und sonstigen Tabakerzeugnissen. Notierte im Freiverkehr Berlin, Düsseldorf und Köln. 1927 Konkurs mangels Masse. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 1272 Los 1276

Schätzwert 30-80 €

Paradiesbettenfabrik M. Steiner & Sohn AG Gunnersdorf-Frankenb. , Aktie 100 RM Febr. 1934 (Auflage 750, R 4) UNC-EF Gründung 1847 als „Deutsche Reformbettenfabrik M. Steiner & Sohn KG“, AG seit 1905. Hergestellt wurden Metall- und Holzbetten, Schlafzimmermöbel, Matratzen sowie Stepp- und Daunendecken. Damals eine der bedeutendsten deutschen Möbelfabriken mit eigenen Verkaufsstellen in Berlin, Hamburg, Hannover, Elberfeld, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München und Prag, bis zum 1. Weltkrieg sogar in Zürich und Brüssel. Börsennotiz im Freiverkehr Leipzig (bis 1932 auch in Berlin, Chemnitz und Dresden). Betrieb nach 1945 in Volkseigentum überführt. Firmenmantel 1951 verlagert nach Neumünster (Holstein), 1953 nach München, ab 1955 GmbH, 1960 geändert in Tittmann GmbH, München.

Los 1274

Ratingen, Aktie 1.000 Mark 15.2.1923 (Auflage 23000, R 9)

Los 1275

Schätzwert 30-75 €

Papierfabrik Sebnitz AG Sebnitz, Aktie 1.000 RM Sept. 1942 (Auflage 5650, R 3) EF

Zuckerwaren, Schokolade, Kakao, Farben und Seifen. 1931 Zwangsvergleich, 1932 Konkurseröffnung, eine GmbH als Auffanggesellschaft wurde gegründet. Nur 74 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1279

Los 1277

Schätzwert 50-125 €

Pausa i.V., Aktie 1.000 Mark 14.1.1922 (Auflage 500, R 4) EF

Schätzwert 50-175 €

Passage-Kaufhaus AG Saarbrücken, Aktie 1.000 RM 11.11.1941 (Auflage 992, R 7) EF Gründung 1919 durch den Kölner Kaufhausmagnaten Alfred Leonhard Tietz, der auch dem Aufsichtsrat der Passage-Kaufhaus vorsaß. Nach der Annektion des Saarlandes durch die Franzosen 1923 Kapitalumstellung von 30 Mio. M auf 3 Mio. Francs, 1935 erneut auf 1,5 Mio. RM (1941 Kapitalberichtigung auf 2,75 Mio. RM). Beteiligungen an der Neunkirchener Kaufhaus AG (67,5 %) und der Anker-Kaufstätte GmbH in Mannheim (25 %, Rest beim Großaktionär Kaufhof). Das Stammhaus Bahnhofstraße 82-100 wurde durch Kriegsweinwirkungen fast völlig zerstört und im Juni 1946 mit gerade einmal 600 m◊ Verkaufsfläche wiedereröffnet. 1965 waren es dann nach mehreren Erweiterungen wieder 12.670 m◊. Börsennotiz im Telefonverkehr Saarbrücken. Über 90 % der Aktien besaß die Kaufhof AG, auf die die PassageKaufhaus AG dann 1972 verschmolzen wurde.

Gründung 1892. Die Gründung der Bank bildete den Abschluss langjähriger Bestrebungen nach Errichtung eines Bodenkredit-Institutes, das den pfälzischen Verhältnissen besondere Rechnung tragen sollte. 1990 auf Betreiben des gemeinsamen Großaktionärs Dresdner Bank Verschmelzung mit der 1868 in Meiningen gegründeten Deutschen Hypothekenbank.

Pausaer Tüllfabrik AG Gründung 1910. Herstellung von Tüll und gummielastischen Waren (Strümpfe, Leibbinden für die Korsettfabrikation, Bandagen). Nach dem Krieg nicht verlagert.

Schätzwert 150-200 €

Papierfabrik Rhenania AG Unglaublich: Hinter dieser Aktie steht eine der wechselhaftesten Firmengeschichten der Finanzgeschichte! Gründung 1909 als Rostocker Terrain-AG in Rostock. 1920 Umfirmierung in Rogler-Werke, 1921 in Durelasticum-Werke, ab 1922 Papierfabrik Rhenania. 1923 Sitzverlegung von Düsseldorf nach Ratingen. Interessengemeinschaft mit der Köln-Lindenthaler Metallwerke AG. Aufgrund der veralteten Einrichtungen als Papierfabrik nicht mehr lebensfähig, so dass die Maschinen verschrottet wurden. 1924 liefen Verhandlungen über eine Umstellung des Betriebes in Richtung Massenfabrikation von Fahrrad- und Motorradteilen. 1929 erloschen. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 1286

Los 1280

Schätzwert 30-75 €

Peniger Maschinenfabrik und Eisengießerei AG Penig i.Sa. , Aktie 200 RM 7.12.1928 (Auflage 1000, R 3) UNC-EF

Los 1282

Schätzwert 50-125 €

Phänomen-Werke Gustav Hiller AG Zittau, Aktie 100 RM Febr. 1942 (Auflage 4000, R 5) UNC-EF Gründung 1888, seit 1917 AG. Ab 1900 Produktion von Motorrädern, ab 1907 von Dreirädern. Ab 1913 Herstellung besonders schöner und teurer Luxuswagen. Im Produktionsprogramm waren außerdem Fahrräder und Nutzkraftfahrzeuge von 1,5 t Tragfähigkeit. 1927 Einstellung der PKW-Produktion zugunsten der Herstellung luftgekühlter LKW’s unter der Marke „Phänomen-Granit“. Nach der Enteignung 1945 produzierte der Betrieb als VEB „Robur“ weiter. Die AG verlegte zur Verwertung des Westvermögens ihren Sitz nach Hamburg (dort bis 1976 amtlich börsennotiert). Los 1283

Schätzwert 40-100 €

Phänomen-Werke Gustav Hiller AG Zittau, Aktie 1.000 RM Febr. 1942 (Auflage 2000, R 3) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Gründung 1890 in Berlin. Noch im gleichen Jahr Sitzverlegung nach Penig i.Sa. 1899 Ankauf der Maschinen-Fabrik von Unruh & Liebig in Leipzig-Plagwitz. Herstellung von Aufzügen, Kranen, Transportanlagen, Zahnrädern, Präzisionsgetrieben. Am 6.12.1937 umbenannt in Peniger Maschinenfabrik und Unruh & Liebig AG mit Sitz in Leipzig. 1954 VEB Schwermaschinenbau SM Kirow (TAKRAF), nach der Wiedervereinigung 1990 entflochten, 1994 privatisiert. Heute als KIROW Leipzig AG Weltmarktführer beim Bau von Eisenbahnkränen.

Gründung 1904 zur Übernahme der Papierfabrik zu Sebnitz. Hauptsächlich Herstellung von feinem Druck- und Schreibpapier, Zeitungsdruckpapier und Holzstoff. 1992 Fortsetzung des Gesellschaft, seit 1995 Abwicklung, 1998 Papierfabrik Sebnitz AG i.L.

Los 1278

Schätzwert 75-150 €

Paul Franke AG

Nr. 1276 126

Los 1281

Schätzwert 30-75 €

Pfälzische Hypothekenbank

Böhlitz-Ehrenberg b.Leipz., Aktie Lit. B 300 Goldmark 10.10.1924 (R 6) EF

Ludwigshafen a.Rh., Aktie 1.000 RM Mai 1929 (Auflage 2000, R 3) EF

Gründung 1920. Herstellung und Vertrieb von Maschinen, vor allem zur Herstellung von

Besonders aufwändige Gestaltung mit geflügelten Löwen und Münchener Kindl.

Los 1284

Schätzwert 225-300 €

Philipp Holzmann AG Frankfurt a.M., 5 % Teilschuldv. 5.000 Mark April 1922 (Auflage 4000, R 9) EF. Eindrucksvolle kräftige Umrahmung, Originalunterschriften.

Die AG geht auf ein 1849 von Johann Philipp Holzmann (1805-70) in Frankfurt gegründetes Baugeschäft mit angegliederter Holzschneiderei zurück, welches 1872 zunächst KG wurde, Kapitalgeber war die Internationale Bau- und Eisenbahnbaugesellschaft. Durch Verschmelzung mit dieser Firma entstand 1917 die Philipp Holzmann AG. Zunächst kleine Hochbauausführungen. Einen Namen machte sich Holzmann dann vor allem mit umfangreichen Erdarbeiten für die damals entstehende MainNeckar-Bahn. Nach dem Krieg zum zweitgrößten deutschen Baukonzern aufgestiegen. Trotz (oder wegen?) des Großaktionärs Deutsche Bank, der jahrzehntelang den AR-Vorsitzenden stellte, in den 90er Jahren zum Sanierungsfall geworden. An den am Ende doch vergeblichen Rettungsversuchen verbrannte sich auch Bundeskanzler Schröder die Finger. Stücke aus dieser Anleihe waren zuvor völlig unbekannt gewesen.

Los 1288

Schätzwert 150-250 €

Nr. 1291 Schätzwert 225-300 €

Phywe AG

Los 1292

Göttingen, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 360, R 8) EF

Plauener Spitzenfabrik AG

Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Plauen i.V., Aktie 1.000 RM 23.3.1929 (R 9) EF Gründung am 29.11.1897. Spitzen- und Stikkereifabrikation, Plauener Spitze auch heute noch bekannt und beliebt. Werke in Plauen und Pausa. 1911 Ankauf der Stickerei Seydler & Bäckermann in Plauen. 1931 insolvent. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1289

Schätzwert 100-150 €

Platzanlage Südende e.V. Los 1285

Schätzwert 75-125 €

Phönicia-Werke AG Elsterwerda, Aktie 100 RM April 1929 (Auflage 200, R 6) EF

Chemnitz, Namens-Anteil 100 RM 30.12.1926 (R 10) EF Namenspapier des Sportvereins. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1293

Gründung 1898. Erzeugnisse: Metallschrauben, Muttern und Fassonteile. Firmensitz bis 1906 in Görlitz, danach in Elsterwerda. In der DDR als VEB Schraubenwerk Elsterwerda weitergeführt. 1992 geschlossen.

Los 1286

Berlin, Aktie Lit. B 1.000 Mark 2.4.1900. Gründeraktie (Auflage 350, R 7) VF

Schätzwert 200-275 €

Phönix AG für Zahnbedarf Berlin, Aktie 100 RM Mai 1939 (Auflage nur 100 Stück, R 8) EF-VF Gegründet 1917 zwecks Herstellung und Vertrieb zahnärztlicher und zahntechnischer Bedarfsartikel und Verwertung hierauf bezüglicher Erfindungen, Verfahren und Patente. Erzeugnisse: Zähne, zahnärztliche Einrichtungsgegenstände, zahnärztliche Instrumente und Materialien; Pharmazeutika für Zahnärzte, EdelmetallLegierungen. Die Phönix AG für Zahnbedarf ist hervorgegangen aus der Firma C. Ash & Sons, einer Tochtergesellschaft der Claudius Ash, Sons & Co. Ltd. in London, die seit ca. 1840 bestand. In Berlin war die Firma seit 1870 ansässig. Neben der Zentrale Berlin, Rankestraße 5, und der Fabrik Berlin, Tegeler Straße 6/7, wurden Filialen betrieben in Breslau, Halle (Saale), Hamburg, Königsberg (Pr.) und Wiesbaden. Großaktionär (1943): „Vita“ Zahnfabrik H. Rauter oHG, Essen (über 75 %). 1948 verlagert nach Essen, 1992 nach Konkursverfahren erloschen.

Los 1287

Schätzwert 200-250 €

Polkwitz-Raudtener Kleinbahn-Gesellschaft

Los 1290

Schätzwert 30-75 €

Plauener Bank AG Plauen i.V., Aktie 100 RM 12.4.1927 (Auflage 5000, R 3) EF Gründer der Bank waren 1901 vornehmlich Fabrikbesitzer aus dem Vogtland. Filialen in Auerbach, Falkenstein, Markneukirchen, Reichenbach und Treuen. Börsennotiz Berlin. 1952-79 treuhänderische Verwaltung und Abwicklung des westvermögens, Aktien seit 1994 kraftlos. Los 1291

Schätzwert 40-75 €

Plauener Baumwollspinnerei AG Plauen i.V., Aktie 1.000 RM 30.3.1936 (Blankette, R 7) EF Monat März durchgestrichen und durch Juni ersetzt. Gründung 1915 in Plauen. Bis 1929 lautete die Firma „Deutsche Textilwerke Mautner AG“ Langenbielau, dann Verkauf des Langenbielauer Betriebes. Herstellung von Textilwaren aller Art und Handel damit. Die Gesellschaft existierte auch nach 1949 weiter als AG. 1990 Plauener Baumwollspinnerei GmbH und Schließung.

Gründung 1899, eröffnet 1900. Die 17 km lange Strecke verlief nordwestlich von Breslau. Später umbenannt in „Heerwegen-Raudtener Kleinbahn“. Nach 1945 Übernahme durch die polnische Staatsbahn PKP. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Das Stück ist leicht rostfleckig (im Schätzpreis berücksichtigt). Los 1294

tonte als ihren Zweck die Hebung des Kredits von Handwerkern und Fabrikanten. Die Bank scheint auch mehrere Jahre hindurch ein ganz solides Geschäft betrieben zu haben, bis sie dem Gründungsschwindel verfiel und ihr Capital von 1/4 Mio. auf 6 Mio. Thaler erhöhte. Der persönlich haftende Gesellschafter, Herr Schuster, gründete mit zwei Aufsichtsräthen der Bank, den Herren Oder und Wagner, kurz vor Ausbruch des neuen Actien-Gesetzes die famose Pommersche Centralbahn; deren Actien mit 102 1/2 an der Börse eingeführt, heute 0 stehen. Das überaus kunstvolle Gewebe dieser Gründung, bei welcher das Gesetz ein Dutzend Mal in der ergötzlichsten Weise umgangen ist, als die Krisis bereits heranzog, eben Herr Lasker. Der Fall „Schuster-Oder-Wagner“ machte, weil er der erste war, der zur öffentlichen Sprache kam, ein gewaltiges Aufsehen, und namentlich die Berufsgenossen der Attentäter, die Schaar der Gründer und ihre Helfershelfer, wussten sich vor Entrüstung und Abscheu nicht zu lassen. An der Börse aber witzelte man ganz laut: Herr Wagner verdiene sein Schicksal, weil er es so billig gemacht habe - um lumpige 40.000 Thaler.“ Die Stamm-Aktionäre gingen am Ende völlig leer aus, die Stamm-PrioritätsAktionäre bekamen 1880 mit 3,10 M pro Aktie gerade 0,5 % des Nennwertes heraus.

Schätzwert 300-500 €

Pommersche CentralEisenbahn-Gesellschaft Berlin, St.-Actie 200 Thaler 1.8.1870. Gründeraktie (Auflage 55200, R 7) EFGroßformatiges Papier, sehr dekorativ verziert. Konzessioniert am 5.7.1870 zum Bau der 146 km langen Eisenbahn Wangerin-Konitz. Die mit dem vergleichsweise großen Kapital von über 22 Mio. Taler gegründete Bahn gin schon am 20.11.1873 in Folge des “Gründerkrachs” in Konkurs. Die Bahnanlagen übernahm für billiges Geld der preußische Staat, baute die Bahn zu Ende und eröffnete sie am 15.5.1878. Eine Gründung der Gewerbebank H. Schuster & Co., über die der spitzzüngige Otto Glagau im „Börsen- und Gründungsschwindel“ im Zusammenhang mit dieser Gründung schreibt: „Sehr berühmt geworden durch die Lasker’schen Enthüllungen; weit berühmter, als sie es eigentlich verdient. Sie tat sich 1864 mit einem baar eingezahlten Capital von 250.000 Thalern auf, ging aus conservativen Kreisen hervor und be-

Bahnhof in Konitz (Chojnice, Polen), 2009

Los 1295

Schätzwert 40-100 €

Pommersche Eisengießerei und Maschinenfabrik AG Stralsund, Aktie 100 RM April 1929 (Auflage 572, R 4) EF Gründung 1899 unter Übernahme der AG Vereinigte Pommersche Eisengießerei u. Halle’sche Maschinenbau-Anstalt vorm. Vaaß & Littmann, Stralsund. Das Werk in Stralsund fertigte mit ca. 160 Leuten vornehmlich Pferderechen, Säemaschinen, Düngerstreuer und Kartoffelsortierer.

Schätzwert 75-150 €

Phywe AG Göttingen, Aktie 100 RM Dez. 1941 (Auflage 1400, R 5) EF Gründung 1913 als Erda GmbH, 1920 Umwandlung in die “Physikalische Werkstätten AG”. Seinerzeit führender Hersteller von Experimentierliteratur (über die Tochter IndustrieDruck GmbH) , Gerätesammlungen und Spezialmobiliar für den naturwissenschaftlichen Unterricht mit zwei Werken in Göttingen und Werk III in Duderstadt. Börsennotiz im Freiverkehr Hannover, 1987 Konkurs.

Nr. 1292

Nr. 1298 127

Los 1298

Schätzwert 300-400 €

Portland Cement-Fabrik „Stadt Oppeln“ AG Oppeln, Aktie 1.000 Mark 1.4.1907. Gründeraktie (Auflage 2000, R 8) VF+

Das mit 360 Leuten mehr als doppelt so große Werk in Barth fertigte Düngerstreuer (“Pommerania-Nova”), Walzen, Rübenschneider und Ölkuchenbrecher, außerdem Gießerei für Handelsguß. 1928 Schließung der Verkaufsfilialen Stettin, Neubrandenburg und Magdeburg; im gleichen Jahr wurde das Werk Barth nach teilweiser Zerstörung durch einen Großbrand wiederaufgebaut. Seit 1923 in Berlin börsennotiert. Nach 1946 als VEB Schiffsanlagenbau Zulieferer der Volkswerft Stralsund, 1971 dem VEB Schiffsanlagenbau Barth zugeordnet, 1991 als Schiffswerft Barth GmbH privatisiert.

Sehr schöne Umrahmung mit vielen Wappenschilden. Gründung 1906, die neu erbaute Fabrik im oberschlesischen Oppeln ging im Nov. 1908 in Betrieb. Über die Brokau-Groschowitzer Bahn konnte der Zement direkt in den Oppelner Oder-Hafen transportiert werden. 1912 Ankauf der Graf Tschierschky-Renard’schen Kalkwerke bei Gross-Strehlitz. 1928 Erwerb des Kalkwerks Keltsch. 1938 Umfirmierung in PortlandCement- und Kalkwerke “Stadt Oppeln” AG. Großaktionär war zuletzt die O.M.Z. Vereinigte Ost- und Mitteldeutsche Zement AG. Börsennotiz: Freiverkehr Breslau. Nach 1945 Sitzverlegung nach Lautenthal (Harz), Abwickler war der Kalkwerksbesitzer Dr. Konrad Mälzig, 1958 wurde die Ges. aufgelöst.

der bisherigen Beteiligungsgesellschaft, der Geseker Kalk- und Zementwerke „Monopol“ AG. Heute gehört sie zur Dyckerhoff AG.

Nr. 1301

Los 1305

Schätzwert 40-100 €

Porzellanfabrik C. M. Hutschenreuther AG Hohenberg a.d. Eger, Aktie 100 RM 1.7.1937 (Auflage 1000, R 4) EF

Los 1299 Los 1296

Schätzwert 30-75 €

Pongs & Zahn Textilwerke AG Viersen, Aktie 1.000 RM Sept. 1941 (Auflage 2300, R 3) UNC-EF Gründung 1920 als “Viersener Textilwerke Pongs & Zahn AG” unter Übernahme der seit 1897 bestehenden Baumwollspinnerei, Weberei und Druckerei der oHG Pongs & Zahn. Die zuerst von der vormaligen oHG nur gepachteten Betriebsanlagen wurden 1927 gekauft, zugleich Umfirmierung in “Pongs & Zahn Textilwerke AG”. Herstellung bedruckter Baumwollwaren und Mischgewebe aus Kunstseide und Baumwolle (sogenannte Waschseide). 1933 außerdem Erwerb einer Schürzenfabrik in Bochum. 1961 läuft in Bochum eine Kunststoffproduktion an (Pozaform), außerdem Erwerb der Coronet-Bekleidungswerke GmbH in Bochum. Dagegen werden in Viersen die Weberei 1961 und die Spinnerei 1962 stillgelegt und das Fabrikgelände veräußert. Sitzverlegungen 1971 nach Bochum, 1981 nach Augsburg, 1982 nach Düsseldorf, 1987 nach Heidelberg und 1995 nach Berlin. Neben diversen Beteiligungen in der Kunststoffbranche erwirbt die bis heute börsennotierte AG im Jahr 2004 Schachtelbeteiligungen an der Axxon Wertpapierhandelsbank in Frankfurt/Main und der VERION Private Equity AG.

Schätzwert 75-125 €

Portland-Cement- und Kalkwerke „Stadt Oppeln“ AG Oppeln, Aktie 100 RM Dez. 1941 (Auflage 400, R 7) UNC

Los 1300

Schätzwert 225-300 €

Portland Cementwerk Schwanebeck AG Berlin, Aktie 1.000 RM Okt. 1928 (Auflage 800, R 10) EF Gegründet 1906 unter Übernahme der seit 1897 bestehenden oHG Portland-Cementwerk. Großaktionär: Norddeutsche Portlandcementfabrik Misdorf, Hannover. Firmenmantel: 1949 verlagert nach Hannover, ab 1953 GmbH. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1301

Schätzwert 100-200 €

Portland-Cement- und Kalkwerke „Anna“ AG Neubeckum i. Westf., Aktie 1.000 Mark 15.2.1905. Gründeraktie (Auflage 1000, R 4) EFSehr dekorative, ungewöhnliche JugendstilGestaltung. Gründung 1904. Zementfabrik mit Rotierofenanlage, während des 2. Weltkrieges zeitweise Stilllegung des Betriebes. 1959 verschmolzen mit der Hauptaktionärin “Elsa Zement- und Kalkwerke AG” in Neubeckum. Los 1302

Schätzwert 200-250 €

Portland-Cementfabrik Hardegsen AG Hardegsen, Aktie 1.000 RM 20.8.1935 (Auflage 1000, R 8) VFGegründet 1913 zwecks Übernahme und Fortbetrieb einer gleichnamigen GmbH in Hardeg-

Los 1297

sen. Tochterges. Sollinger Baustoffhandlung Otto Schonlau & Co. KG, Hardegsen. Nach Übergang an die Nordcement AG und anschließend an den Holcim-Konzern schließlich 2003 Schließung.

Los 1303

Carl Magnus Hutschenreuther eröffnet 1814 in der Burg Hohenberg einen Porzellandekorbetrieb, 1822 auch eine Porzellanfabrik, AG seit 1904. Sein ältester Sohn Lorenz Hutschenreuther erlangt 1857 die Konzession für eine eigene Porzellanfabrik in Selb (AG seit 1902). Beide AG’s expandieren stark, auch durch Übernahme von Konkurrenzbetrieben bis nach Dresden und Schlesien. Erst 1970 vereinigen sich beide Gesellschaften zur Hutschenreuther AG. 1998 (inzwischen besitzt die WMF eine größere Beteiligung) Umfirmierung in BHS tabletop AG. 2000 Verkauf der Sparte Haushaltsporzellan an die Rosenthal AG.

Schätzwert 20-60 €

Portland-Zementwerke Dyckerhoff-Wicking AG Mainz-Amöneburg, Aktie 1.000 RM Dez. 1935 (Auflage 17750, R 1) EF Große Abb. des Firmensignets. Das Unternehmen entstand 1931 aus der Fusion der 1864 als oHG gegründeten Firma „Dyckerhoff & Söhne“ mit der 1890 gegründeten „Wicking’sche Portland-Cement- und Wasserkalkwerke AG“ in Münster. Nach dem Krieg zweitgrößter deutscher Zementproduzent. Ab 2001 übernahm der italienische Zementkonzern Buzzi Unicem Stück für Stück von den Familienaktionären die Aktienmehrheit. Los 1304

Schätzwert 20-75 €

Portlandcementund Kalkwerke ELSA AG Neubeckum, Aktie 1.000 RM Jan. 1929 (Auflage 2400, R 2) EF Gründung als Gewerkschaft 1899, ab 1921 AG. Herstellung von Zement, Kalk u. ähnl. Erzeugnisse. 1937 Übernahme des Vermögens

Los 1306

Königszelt i. Schles., 4,5 % Genussrechtsurkunde 100 RM 1.6.1926 (R 6) EF Gründung 1860 durch August Rappsilber, AG seit 1887. Die Firma beschäftigte ca. 1.000 Mitarbeiter und verfügte über 14 Porzellanbrennöfen und eine Tunnelofenanlage; hergestellt wurde Haushalts- und Zierporzellan. 1905 Erwerb der Aktienmehrheit der Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther in Selb. Börsen-

Schätzwert 50-125 €

Poppe & Wirth AG Berlin, Aktie 10.000 Mark 4.4.1923 (Auflage 500, R 5) EFGründung 1868 in Berlin, AG seit 1910. 1951 Sitzverlegung nach Bedburg, 1955 verlagert nach Köln. Handel mit Wachstuch, Fußboden-, Tisch- und Wandbelägen, Orientteppichen und Gardinen. Geschäfte in Köln, Berlin und Stuttgart. 1982 Firma erloschen, 1999 erwarb die Hometrend Inku GmbH die Firmen der Gruppe Poppe + Wirth GmbH & Co. KG und brachte sie 2000 in Poppe + Wirth GmbH ein. 2004 wurde die Tochtergesellschaft auf die Hometrend Inku GmbH, Leinfelden-Echterdingen verschmolzen. 128

Nr. 1300

Schätzwert 30-50 €

Porzellanfabrik Königszelt

Nr. 1307

1911 ein Zweigwerk in Nürnberg, 1913 wurde die Produktion nach Eger verlegt. In den ersten beiden Jahren wurden in Kooperation mit der Nürnberger Feuerwehrgerätefabrik Justus Christian Braun auch Kleinwagen mit 4/12 PS gebaut. Braun hatte bis zur Eröffnung des Nürnberger Premier-Werkes bereits PremierMotorräder in Lizenz gebaut, außerdem KaiserLimousinen mit Fafnir-Motoren. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Schätzwert 30-75 €

Untersachsenfeld, Aktie 1.000 Mark 3.5.1922 (Auflage 1200, R 4) EFIdentische Gestaltung wie voriger Titel. Los 1313

Schätzwert 450-600 €

Priebuser Braunkohlenwerke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark März 1922 (Auflage 15000, R 12) VF

Postkarte von 1915: „Blick von der Porzellanfabrik“

Gründung 1921 zwecks Erwerb und Betrieb von Braunkohlengruben bei Priebus nach Zusammenschluss der folgenden Gewerkschaften: SilesiaLouis,Anna-Bruno,Anna-Martha, Bruno, Louis,Annemarie, Ino und Curt, allesamt in Nieder-Schlesien bzw. der Lausitz gelegen. Bereits im Juni 1924 Einstellung der Förderung wegen Absatzschwierigkeiten, Mitte 1925 wurde auch die Wasserhaltung eingestellt. Großaktionäre: Ilse-Bergbau-AG und Braunkohlen- und Brikett-Industrie-AG - Bubiag (je 49 %). 1939 in eine GmbH umgewandelt. Aktien dieser Ges. waren zuvor völlig unbekannt. Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Kleine Randschäden fachgerecht restauriert.

notiz Berlin. Vor Ende des 2. Weltkrieges gehörte die Aktienmehrheit der Porzellanfabrik Königszelt der Porzellanfabrik Kahla in Thüringen. 1945 wurde die Fabrik von Polen übernommen und die Arbeiter mußten Königszelt verlassen. Im Gedenken an die ehemalige Zusammenarbeit und der Entwicklung des Dekors “Indisch Blau” wurde eine Fabrikmarke Königszelt Bayern aufgelegt. Die Porzellanfabrik in Königszelt/Schlesien gibt es heute noch. Unmittelbar hinterm Bahnhof steht heute noch die alte Fabrik. Sie heißt heute “Karolina”. Los 1307

Los 1312

Pressspanfabrik Untersachsenfeld AG vorm. M. Hellinger

Schätzwert 225-300 €

Porzellanfabrik Schönwald Schönwald, Aktie 1.000 Mark 10.4.1923 (Auflage 6000, R 8) VF. Gegründet 1898 unter Übernahme der seit 1879 von der KG J.N. Müller betriebenen Porzellanfabrik. 1927 ging die Ges. im Wege der Fusion auf die Porzellanfabrik Kahla über. Heute ist die Porzellanfabrik Schönwald eine Zweigniederlassung der BHS tabletop AG und hat sich auf Hotelgeschirr spezialisiert. Nur 13 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1310

Schätzwert 100-200 €

Presshefen-Fabrik OSTERLAND AG Gera, Reuss j. L., 4,5 % Teilschuldv. 500 Mark 1.10.1907 (Auflage 200, R 5) VF+ Gründung 1906 in Pforten, dann nach Gera verlegt. Bis 1913: Presshefenfabrik Osterland AG, bis 1920: Brennerei Osterland AG, bis 1922 AG Osterland Galvanisch-Elektromechanische Werkstätten, dann W. Gollin AG Mechanische Weberei. 1926 wurde das Konkursverfahren eröffnet.

Los 1314

Schätzwert 40-100 €

Priebuser Braunkohlenwerke AG Berlin, Aktie 20 RM März 1925 (Auflage 1000, R 3) UNC

Los 1308

Schätzwert 50-125 €

Porzellanfabrik Waldsassen Bareuther & Co. AG Waldsassen, Aktie 1.000 Mark Okt. 1922 (Auflage 2000, R 4) EF Das Unternehmen geht auf einen 1866 errichteten Porzellanbrennofen und Ziegelringofen zurück. In die 1904 gegründete AG brachten Oskar Bareuther und Ernst Ploss ihre direkt am Bahnhof in Waldsassen gelegene Fabrik ein. Damals in Leipzig, nach dem Krieg dann in München börsennotiert. 1993 Fusion mit der in Waldsassen (seit 1898) ansässigen Porzellanfabrik Gareis, Kühnl & Cie. 1994 Produktionsende. Der Aktienmantel ist Gegenstand von Spekulationen, da die Gesellschaft noch ein Grundstück von 65.000 qm besitzt.

Los 1309

Los 1311

gen Nebenbahn von Perleberg über Pritzwalk nach Wittstock (Dosse). 1895 wurde die Bahn von Wittstock (Dosse) aus um weitere 16,5 km bis zur preußisch-mecklenburgischen Grenze verlängert. Auf preußischer Seite schloß daran das 1,8 km lange Gleis zum Bahnhof Buschhof an, wo Anschluß an das Netz der Mecklenburgischen Friedrich-Wilhelm-Eisenbahn bestand. 1900 wurde der Prignitzer Eisenbahn auch die Betriebsführung der Ostprignitzer Kreiskleinbahnen (29 km normalspurige Kleinbahnen und 70 km Schmalspurbahnen in 750-mmSpur) sowie der Westprignitzer Kreiskleinbahnen (63 km Normalspur und 31 km Schmalspur) übertragen. 1932 wurde der Betrieb der Wittenberge-Perleberger Eisenbahn, deren Eigentümer die Stadtgemeinde Perleberg war, mit der Prignitzer Eisenbahn zusammengelegt. Großaktionäre waren zuletzt das Land Preußen (13,83 %), die Provinz Brandenburg (9,6 %), die Kreise Ost- und West-Prignitz (20,6 %) sowie eine Reihe nahe der Strecke liegender Städte (23,5 %). Die Vorzugs-Stammaktien waren in Berlin börsennotiert. Als in dieser Beziehung absolute Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Klein- und Nebenbahnen war die Prignitzer Eisenbahn ungewöhnlich rentabel und völlig schuldenfrei und erzielte Betriebsgewinne von bis zu 25 % vom Umsatz, und zwar nach Steuern! Entsprechend konnten bis Anfang der 40er Jahre kontinuierlich Dividenden bis zu 7,5 % gezahlt werden. Im Zuge der letzten großen Eisenbahn-Verstaatlichungswelle 1941 als Ganzes ohne Abwicklung auf das Deutsche Reich (Reichseisenbahnvermögen) übergegangen.

Schätzwert 50-150 €

Pressspanfabrik Untersachsenfeld AG vorm. M. Hellinger Untersachsenfeld, Actie 1.000 Mark 6.12.1888. Gründeraktie (Auflage 1000, R 4) EF Originalunterschriften. Gegründet 1861, AG seit 1888. Fabrikation von hochglänzenden Pappen, sog. Pressspan, zur Appretur von Stoffen, für Platten mechanischer Musikwerke etc. sowie Papier und Pappen aller Art. 1896 Ankauf der Fabrikanlage Brethaus bei Lauter. Börsennotiz Berlin. Die AG existierte bis 1956, anschließend Umwandlung in eine KG mit staatlicher Beteiligung (bis 1972). Danach VEB und als Werkteil der Pressspan- und Spezialpappenwerke Zwönitz bis 1992 fortgeführt, danach Pressspanfabrik Untersachsenfeld GmbH.

Bagger mit großen Schaufelrädern beim Abbau der Braunkohle, ca. 1923

Los 1315

Schätzwert 400-500 €

Priebuser Braunkohlenwerke AG Berlin, Aktie 100 RM Mai 1926 (Auflage 4400, R 12) EFEbenfalls ein Unikat. Los 1316

Schätzwert 75-250 €

Prignitzer Eisenbahn-Gesellschaft Perleberg, Prior.-Stamm-Actie 300 Mark 1.3.1885. Gründeraktie (Auflage 4500, R 2) EF

Prignitzer Eisenbahn-Gesellschaft

Konzessioniert wurde die Prignitzer Eisenbahn 1884 für den Bau und Betrieb der 45 km lan-

Perleberg, Actie 1.000 Mark 28.11.1894 (Auflage 360, R 4) EF

Los 1317

Schätzwert 150-300 €

Schätzwert 100-150 €

PREMIER Fahrrad- und Maschinenfabriks-AG Eger, Aktie 50 RM Juli 1941 (Auflage 380, R 7) VF Gründung 1891/1915 durch die englische Premier Cycles Co. in Coventry. Erzeugt wurden Fahrräder, Motorräder, Kinderwagen, Maschinen und Werkzeuge. Die britische Premier produzierte seit 1908 Motorräder und eröffnete

Nr. 1313

Nr. 1315 129

perschaft bis 1937. Sie umfaßte Teile des nördlich des Mains gelegenen Gebiets des Volksstaats Hessen mit über 300.000 Einwohnern. Mit Auslosungsschein.

Altmark und aus Gebieten des ehemaligen Königreichs Westfalen. Sie lag zwischen den ehemaligen Königreichen Hannover und Sachsen und hatte bereits ungefähr den Zuschnitt des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Provinzhauptstadt war Magdeburg. Unter allen 10 preußischen Provinzen war die Provinz Sachsen die reichste. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1327

Schätzwert 50-100 €

R. Stock & Co. Spiralbohrer-, Werkzeug- und Maschinenfabrik AG Berlin, Aktie 1.000 RM Febr. 1934 (Auflage 4500, R 5) EF

Los 1318

Gründung 1907 unter Übernahme der Abteilung Spiralbohrer-Werke R. Stock & Co. der Deutsche Telephon Werke GmbH. Herstellung von Werkzeugen für die Metallbearbeitung, Spezial-Werkzeuge für den Lokomotivbau. Großaktionär: Elektrische Licht- und Kraftanlagen AG, Berlin. 1968 umbenannt in R. Stock AG, Berlin, Hersteller von Präzisionswaagen.

Schätzwert 100-250 €

Prinz Carlshütte Eisengiesserei und Maschinenbau-AG Rothenburg a. d. Saale, Aktie 1.000 Mark 9.3.1909. Gründeraktie (Auflage 500, R 5) EF Gegründet 1909 zum Fortbetrieb einer gleichnamigen GmbH. Herstellung und Vertrieb von Metallwaren aller Art. Großaktionär (1943): Mansfeld AG für Bergbau und Hüttenbetrieb, Eisleben (100%).

Los 1321

Schätzwert 100-125 €

Provinzialhauptstadt Giessen Ablösungsanleihe 500 RM 1.4.1930 (R 9) VF+ Anhängend Auslosungsschein. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1324

Schätzwert 80-100 €

Provinzialverband der Provinz Westfalen Münster, Schuldv. 1.000 RM 1.2.1927 (R 10) VF+ Ablösungsanleihe. Sehr dekorative Gestaltung mit dem Westfalenroß im Unterdruck. Die ehemalige preußische Provinz Westfalen setzte sich aus den Regierungsbezirken Münster, Minden und Arnsberg zusammen. Die Errichtung der Provinz wurde 1815 angeordnet und ein Jahr später vollzogen. 1946 wurde Westfalen mit der nördlichen Rheinprovinz und dem Land Lippe zum Land Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1328

Schätzwert 75-150 €

Radeberger Bank AG Los 1322

Radeberg, Aktie 100 RM 9.5.1938 (Auflage 125, R 7) EF

Schätzwert 50-80 €

Gegründet 1859 als Genossenschaft, AG seit 29.6.1922. Betrieb von Bankgeschäften aller Art, namentlich für die Kreise des Mittelstandes. 1946 enteignet.

Provinzialverband der Provinz Ostpreußen Los 1319

Schätzwert 225-300 €

Prometheus-Werke AG Hannover, Aktie Serie B 10.000 Mark März 1923. Gründeraktie (Auflage 1000, R 9) VF Großes Hochformat, Unterdruck mit Feuerstelle im Haus, auf den griechischen Gott des Hausfeuers Prometheus hinweisend. Gegründet 1923 nach Übernahme der Firma Prometheus-Werke m.b.H. zwecks Herstellung, Erwerb und Vertrieb aller Artikel in Metall und Holz. Später auch Nutzung des der Ges. gehörigen Grundbesitzes durch Vermietung, Verpachtung und Errichtung von Lagerhäusern. 1942 umbenannt in Bode-Grundstücksverwaltungs-AG. Großaktionäre (1943): Bode-Panzer Geldschrankenfabriken AG und Fabrikant Hermann Bode, Hannover. Vorher völlig unbekannt gewesener Regionalwert mit sehr interessanter Geschichte! Rostspuren von Büroklammer am linken Rand.

Königsberg i.Pr., 4,5 % Schuldv. 10.000 Mark 1.7.1921 (R 7) EF-VF Die stark besitzständisch geprägte Provinzverfassung nach der Hardenbergschen Staatsreform von 1823 wurde 1875-88 ersetzt durch die Provinzialverordnungen, die dem Freiherr vom Stein’schen Gedanken der Selbstverwaltung stärker Rechnung trugen. Seitdem waren die Provinzen sowohl staatliche Verwaltungseinheiten (in Regierungsbezirke und Kreise unterteilt) als auch kommunale Selbstverwaltungskörperschaften (Provinzialverbände). Die Organe der Provinzialverbände waren. Nach 1918 nahmen die politischen Aufgaben des Provinziallandtages noch zu. Unter dem Nationalsozialismus wurden 1933 zunächst die Organe der Provinzialverbände aufgelöst, nach 1945 verschwanden auch die Provinzialverbände selbst.

Los 1323 Los 1320

Schätzwert 30-50 €

Provinz Oberhessen Gießen, Schuldv. 12,50 RM 15.9.1928 (R 6) EF Die Provinz Oberhessen mit der Hauptstadt Gießen bestand als eigenständige Gebietskör-

130

Los 1325

Schätzwert 75-150 €

R. Dolberg AG Berlin, Aktie 1.000 RM 14.1.1929 (Auflage 500, R 5) UNC-EF 1876 Familiengründung, ab 1899 AG als „R. Dolberg Maschinen- und Feldbahn-Fabrik“, Sitz bis 1924 in Hamburg, 1924 Sitzverlegung nach Berlin und Umfirmierung in “R. Dolberg AG”. Herstellung von Maschinen und Fahrzeugen für Feld-, Klein- und Normalbahnen. 1936 fusionsweise Aufnahme der Tochterges. “Leipziger & Co., Feld- und Industriebahnwerke GmbH” in Berlin. Im Aufsichtsrat saßen u.a. Oscar R. Henschel und andere Mitglieder des Direktoriums der Henschel & Sohn GmbH (Henschel war neben der Fa. Otto Wolff Großaktionär). In den 1950er Jahren zur “Dolberg Glaser & Pflaum” in Dortmund vereinigt, 1960 von KRUPP übernommen worden und als KruppDolberg fortgeführt.

Los 1329

Schätzwert 100-175 €

Radeberger Parivitund Glasraffinerie-AG Radeberg, VZ-Aktie 20 RM 18.8.1927 (Auflage nur 50 Stück, R 7) EF Gründung 1923. Herstellung von Parivitgläsern, Bearbeitung von Hohl- und Preßgläsern mittels Malerei und Ätzerei. 1927 wurde das Kapital noch einmal kräftig erhöht, doch die Weltwirtschaftskrise machte der Firma den Garaus: 1932 in Liquidation getreten.

Schätzwert 125-175 €

Provinzialverband der Provinz Sachsen Merseburg, 6/16 % Schuldv. 20.000 Mark 1.8.1923 (R 10) VF

Los 1326

Teil einer Anleihe in Höhe von 1 Milliarde Mark. Die Provinz Sachsen wurde nach dem Sieg über Napoleon 1815 gebildet aus dem preußischen Herzogtum Magdeburg, der preußischen

Berlin, Aktie 1.000 RM Dez. 1940 (Auflage 500, R 5) UNC-EF

Schätzwert 50-125 €

R. Dolberg AG Völlig andere Gestaltung als voriger Titel. Nr. 1330

Los 1330

Los 1337

Schätzwert 75-150 €

Radiumbad Oberschlema-Schneeberg GmbH

Reichenbach i.V., VZ-Aktie Lit. B 100 RM 3.11.1924 (Auflage 150, R 5; die VZAktien konnten satzungsgemäß nur von AR-Mitgliedern erworben werden, waren bei der Gesellschaft zu hinterlegen und wurden bei Ausscheiden aus dem AR in St.-Aktien getauscht) EF

Radiumbad Oberschlema, Namensanteilschein Lit. 1b 2 x 50 RM 1.8.1926 (R 6) EF Gründung 1915, 1918 wurde das Radiumbad eröffnet, welches das bedeutendeste Radiumbad der Welt war und bis zu jährlich 17.000 Kurgäste zählen konnte. Nach der russischen Besetzung mußte 1946 der Kurbetrieb eingestellt werden, da die russische AG WISMUT hier die größten Uranlagerstätten Europas entdekkte und rigoros ausbeutete. 1952 wurde die Radiumbadgesellschaft liquidiert, das bedeutete das Ende für das Bad und das Kurviertel von Oberschlema. Seit 1999 gibt es in Schlema ein Besucherbergwerk.

Schätzwert 100-200 €

Reichenbacher Bank AG

Los 1334

Schätzwert 150-200 €

Rauchwaren-AG Hamburg, Aktie 1.000 Mark 8.12.1922 (Auflage 20000, R 10) VF Gründung 1921, Handel mit Rauchwaren, Zurichterei und Färberei von Pelzen. Die Gesellschaft hatte einen illustren Kreis von Aktionären und ARMitgliedern: U.a. Rudolf Karstadt, den Bankier Adolf Heymann und den späteren ReichsbankPräsidenten Dr. Hjalmar Schacht. Der Sitz war bis Jan. 1925 in Hamburg, danach in Leipzig. Im Sept. 1925 Beschluß der Liquidation. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Traumhafte Gestaltung im Art déco mit Abb. von Hermes sowie Stadtwappen. Gründung 1923 durch ortsansässige Textilunternehmer und Kaufleute (Hauptgeschäft in der Bahnhofstr. 105). Die Bank stand von Anfang an in enger Verbindung zur Girozentrale Sachsen und damit zum Sparkassenlager. Bei Gründung waren die Aktien 5-fach überzeichnet. Bis zuletzt wurden Dividenden von 7 bzw. 10 % erwirtschaftet. Nach 1945 enteignet. 2006 entstand die “Reichenbacher Bank” auf ungewöhnliche Weise neu: Heute ist es eine 170 m lange Bank aus Lärchenholzbohlen am Rosensee auf der 4. Sächsischen Landesgartenschau in Oschatz, mit der sich traditionsgemäß die Stadt Reichenbach i.V. als Ausrichter der Landesgartenschau 2009 präsentierte.

Besitz von Privatkapital. Dennoch war sie keine gewöhnliche Aktiengesellschaft: Sie war nicht im Handelsregister eingetragen, sondern durch Gesetz gegründet, die Befugnisse der Generalversammlung waren eingeschränkt. Die Anteilseigner wählten einen Zentralausschuss, der wiederum drei Deputierte bestimmte, die eine fortlaufende Kontrolle über die Verwaltung der Bank zu führen hatten. Leitung und Aufsicht der Bank übte das Reich aus. Diese Funktion beschränkte das Gesetz über die Autonomie der Reichsbank vom 26.5.1922 auf das reine Aufsichtsrecht. Die Leitung stand von da an ausschließlich dem Reichsbankdirektorium zu, dessen Präsident auf Vorschlag des Reichsrats vom Reichspräsidenten auf Lebenszeit ernannt wurde. Diese Autonomie hörte de facto schon vorher, de jure am 30.1.1937 auf, als sich Hitler das Reichsbankdirektorium direkt unterstellte. Bis zuletzt hatte die Bank aber private Anteilseigner. Nach 1945 wurden die Reichsbank-Anteilscheine in Bundesbank-Genussscheine umgetauscht.

Los 1340

Schätzwert 50-125 €

Reinhart Graeßner AG Chemnitz, Aktie 1.000 RM 7.10.1937 (Auflage 150, R 5) EF Los 1331

Los 1338

Schätzwert 100-275 €

Rauchwaaren-Zurichterei und Färberei AG vorm. Louis Walter’s Nachf.

Maffersdorf, Aktie 500 RM Dez. 1940 (Auflage 9800, R 8) EF

Markranstädt bei Leipzig, Actie 1.000 Mark 26.11.1889. Gründeraktie (Auflage 1200, R 4). VF Umrahmung mit dekorativer Blütenornamentik. Gründung 1889 unter Übernahme der seit 1860 bestehenden Firma Louis Walter’s Nachfolger. In zwei Fabriken waren 1.500 Arbeiter mit der Zurichtung von Pelzfellen beschäftigt. Firmenname von 1923 (nach Erwerb der Fa. Adolf Arnold) bis 1926 Rauchwaren Walter & Arnhold AG, dann Rauchwaren-Walter AG. 1932 in Vergleich, anschließend nur noch Verwaltung und Verwertung des Grundbesitzes. Börsennotiz Berlin und Leipzig. Nach der Wende wurde die AG wegen des immer noch interessanten Grundstücksbesitzes reaktiviert. 1992 Fortsetzung der Gesellschaft als Rauchwaren Walter AG von 1899, Markranstädt, 2003 von Amts wegen gelöscht. Los 1332

Los 1335

Schätzwert 50-75 €

Rauchwaren-AG Hamburg, Aktie 2.000 Mark 5.11.1923 (Auflage 10000, R 7) EF+

Gründung 1892, AG seit 11.5.1923. Handel mit Brennmaterialien aller Art, Betrieb eines Speditions-, Kommissions- und Frachtfuhrgeschäftes.

Gründung 1872, AG seit 1908. Brauereien in Maffersdorf (vorm. Reichenberger Bierbrauerei und Malzfabrik in Maffersdorf Frank & Co., Ausstoß rd. 125.000 hl) und Seidenschwanz bei Gablonz (vorm. Gablonzer Brauerei von Medinger & Co., Ausstoß rd. 55.000 hl). Nur 12 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1341

Schätzwert 80-125 €

Reit- und Fahrverein Magdeburg e.V. Magdeburg, Anteilschein 50 RM 1.8.1936 (R 8) EF Ausgegeben zur Finanzierung des Neubaus der Reitanlage im Herrenkruggelände.

Schätzwert 20-60 €

Rauchwaaren-Zurichterei und Färberei AG vorm. Louis Walter’s Nachf. Markranstädt bei Leipzig, Aktie 1.000 Mark 9.9.1922 (Auflage 12000, R 2) EF-VF Ähnliche Gestaltung wie folgendes Los.

Los 1333

Schätzwert 150-200 €

Reichenberg-Maffersdorfer und Gablonzer Brauereien AG

Los 1336

Schätzwert 50-125 €

Rauchwaren-Lagerhaus-AG Leipzig, Aktie 1.000 RM 28.12.1926. Gründeraktie (Auflage 280, R 4) EF Gründung 1926 nach Übernahme der Firma Rauchwarenlagerhaus GmbH. Die AG führte u.a. die Rauchwarenversteigerungen für die Sowjetrepublik durch. Ab 1933 “Furtransit” Rauchwaren-Lagerhaus-AG. 1942 besaß die Ges. die Grundstücke Nikolaistr. 36 und Brühl 62. Am Brühl ließen sich in der zweiten Hälfte des 19.Jds zahlreiche Rauchwarenhändler nieder, die den Ruf Leipzigs als Zentrum des Pelzhandels begründeten. In den 20er Jahren wurde ein Drittel aller Pelze der Weltproduktion am Brühl verkauft. Beim Bombenangriff vom 4.12.1943 wurden große Teile des Brühls, vor allem die westliche Nordseite und die mittlere Südseite, komplett zerstört. 1951 wurde die Gesellschaft aufgelöst.

Schätzwert 50-125 €

Rauchwaren-Walter & Arnhold AG Markranstädt bei Leipzig, VZ-Aktie 1.000 Mark 7.5.1923 (Auflage 2000, R 3) EF Nr. 1337

Los 1339

Schätzwert 125-275 €

Reichsbank Berlin, Anteilschein 1.000 RM 1.1.1925 (R 5) EF Eindrucksvoller Sicherheitsdruck der Reichsdruckerei, große Abb. des alten ReichsbankGebäudes. Das Viertel der “alten” Reichsbank wurde im Krieg zerstört, der Erweiterungsbau blieb erhalten. Dort ab 1959 Sitz des ZK (Zentralkomitee) der SED, nach der Wende kurze Zeit Sitz der Volkskammer der DDR, da der Palast der Republik asbestbelastet, u.a. wurde hier über den Einigungsvertrag abgestimmt. Die Deutsche Reichsbank, geschaffen durch das Bankgesetz vom 14.3.1875, ging aus der Preußischen Bank hervor, die ursprünglich unter dem Namen Königliche Giro- und Lehnbank in Berlin im Jahre 1765 von Friedrich dem Großen gegründet worden war. Zunächst war die Reichsbank keine Staatsanstalt und ausschließlich im

Los 1342

Schätzwert 225-300 €

Residenzstadt Potsdam Potsdam, 4 % Schuldschein 30.000 RM 1.12.1942 (R 12) VF+ Die Stadtgemeinde Potsdam erwarb ein Grundstück, Potsdam Seestr. 43 von den August Andreae Erben und schuldet von dem vereinbarten Kaufpreis einen Restbetrag von 120.000 RM, wovon ein Teilbetrag hiermit verbrieft wurde. Maschinenschriftliche Ausführung, original

131

Gründung 1920 als „Kirner Bank AG“, 1922 umbenannt wie oben. Im Rheinhandel-Haus an der Graf-Adolf-Straße 4 liefen die Fäden eines weitverzweigten Konzerns mit Industrie-, Handelsund Bankunternehmen zusammen. Das gesamte A.-K. befand sich im Besitz des Vorstandes, Komm.-Rat Max Falk in Düsseldorf. 1925 bestanden Niederlassungen in Kirn und Idar. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Krieges mit den Niederlanden. Der Betrieb ruhte bis zur Auflösung der Gesellschaft 1955. Stadtschloss in Potsdam um 1942

signiert von dem Oberbürgermeister der Stadt Potsdam. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1351

Los 1346

Schätzwert 100-175 €

Cassel, Aktie 1.000 Mark 1.2.1923 (Auflage 3000, R 10) EF

Reussengrube AG Los 1343

Schätzwert 30-75 €

Reudener Ziegelwerke vormals Clemens Dehnert AG

Cretzschwitz bei Gera, Aktie Lit. A 100 RM April 1938 (Auflage 200, R 6) EF

Schätzwert 200-250 €

Reussengrube Erdfarbenund Verblendstein-Fabrik AG Kretzschwitz bei Gera, Aktie 1.000 Mark o.D. vor 1920 (Blankette, R 8) EF Gründung 1890 unter der Firma Reussengrube AG, Erdfarben- und Verblendsteinfabrik, 1920 umbenannt in Reußengrube AG. Hergestellt wurden Dachziegeln und feine Tonwaren, seit 1916 ausschließlich Dachsteine. Nur 20 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 200-250 €

Faksimileunterschrift Cirkel. Gegründet 1898 zwecks Herstellung und Verkauf von Sandsteinen und Sandsteinfabrikaten. 1937 wurde die GmbH umgewandelt in die Rheiner Kalksandsteinwerke Cirkel & Co. KG. 1963 Sitzverlegung von Rheine nach HalternFlaesheim. Die Cirkel GmbH & Co. KG ist heute einer der größten Baustoffproduzenten. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1899. Fabrikation von Dach- und Mauersteinen. Börsennotiz Leipzig. Die Firma bestand bis nach 1945. Los 1344

Los 1349

Rheiner Sandsteinwerke GmbH Rheine i. Westf., Namens-Anteilschein 600 RM 1.8.1930 (R 9) EF

Reuden bei Zeitz, Aktie 1.000 Mark 14.4.1921 (Auflage 1000, R 3) EF

Los 1347

Schätzwert 150-200 €

Rheinisch-Hessische Treibriemen-Fabrik AG Hübsch verzierte Umrahmung mit Glocken und Blüten. Gründung 1921. Fabrikation von Leder und Lederwaren mit Werken in Kassel und Gassen N.L. Bereits 1926 wieder in Liquidation getreten.

Schätzwert 40-100 €

Reußische Elektrizitäts-Gesellschaft AG Gera (Reuß), Aktie 1.000 Mark 11.4.1923. Gründeraktie (Auflage 10000, R 3) EF

Los 1352

Los 1348

Schätzwert 100-150 €

Rheinisch-Hessische Treibriemen-Fabrik AG

Gründung 1923. Zweck: Ausnutzung der Lichtund Krafttechnik, insbesondere Einrichtung, Betrieb und Verwertung elektrischer Anlagen. Im Okt. 1925 wurde das Konkursverfahren eröffnet, die Aktionäre gingen leer aus.

Kassel, Aktie 20 RM 3.1.1925 (Auflage 3750, R 9) VF+

Schätzwert 30-75 €

Rheinborn AG (Rheinisch-Bornesischer- Handelsverein) Barmen, VZ-Aktie 100 RM 1.7.1929 (Auflage 2704, R 4) EF Los 1345

Schätzwert 30-75 €

Reußengrube AG Kretzschwitz bei Gera, Aktie 100 RM 8.5.1928 (Auflage 800, R 5) EF Sicherheitsdruck.

Gründung am 25.8.1882 als Rheinisch-Bornesischer Handels-Verein AG. 1925 Umbenennung wie oben. 1937 Sitzverlegung nach Köln. Außenhandel mit den Gebieten Niederländisch-Ostindiens. Eigene Filialen auf Sumatra, Nias und Borneo. 1940 Beschlagnahme der Niederlassungen in Niederländisch-Ostindien bei Ausbruch des

Los 1350

Schätzwert 160-200 €

Rheinhandel-Konzern AG Düsseldorf, 10 % Teilschuldv. 10.000 Mark 27.12.1922 (Auflage 30000, R 10) F Großformatiges Papier, dekorativ gestaltet.

Los 1353

Schätzwert 300-400 €

Rheinisch-Hessische Treibriemen-Fabrik AG Kassel, VZ-Aktie 100 RM 3.1.1925 (Auflage 750, R 12) VF Gründung 1921. Fabrikation von Leder und Lederwaren mit Werken in Kassel und Gassen N.L. Bereits 1926 wieder in Liquidation getreten. Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Nr. 1344 132

Nr. 1360

Los 1360

Schätzwert 150-200 €

Rheinische Handelsbank AG Mannheim, Aktie 100 RM 1.5.1927 (Auflage 3000, R 8) EF

Los 1354

Schätzwert 90-150 €

Rheinisch-Westfälische Bauindustrie AG

Los 1357

Schätzwert 50-200 €

Rheinisch-Westfälische Kalkwerke

Düsseldorf, Aktie 20 RM 28.11.1924 (Auflage 36000, R 7) EF

Dornap, Aktie 1.000 Mark Aug. 1896 (Auflage 6300, R 2) VF

Ohne Kontrollunterschrift. Gründung 1909 als „Westfälische Bau-Industrie AG“ in Haspe, 1918 Umfirmierung und Sitzverlegung wie oben. Zweigbetriebe in Freiburg i.B. und München. Beton- und Eisenbetonbau, Hafen-, Bergwerks- und Hüttenbauten, Villen- und Wohnstättenbau. In Berlin börsennotiert, Großaktionär war die Gebr. Stumm GmbH im saarländischen Neunkirchen. Ab 1926 in Liquidation.

Großformatig, mit wunderschöner Umrahmung im Historismus-Stil. Gründung 1887 als „Dornap-Angerthaler AG für Kalkstein- und Kalkindustrie“, 1888 umbenannt wie oben. Ausbeutung von Kalksteinund Dolomitfeldern im ganzen niederrheinischwestfälischen Industriegebiet. Die Steinbrüche in Dornap, Hochdahl, Neanderthal, Gruiten, Elberfeld, Wülfrath, Barmen-Rittershausen, Hofermühle, Ober-Hagen, Letmathe und Hönnethal waren durch fast 30 km lange normal- und schmalspurige Werkseisenbahnen verbunden. Beliefert wurden vor allem die niederrheinischwestfälischen Eisen- und Stahlwerke mit Hüttenkalk, folgerichtig wurde die RWK in den 30er Jahren Teil der Vereinigten Stahlwerke. Nach Beschlagnahme durch die Alliierten wurde das Betriebsvermögen bei Entflechtung der Vereinigte Stahlwerke 1953 auf eine neu gegründete AG gleichen Namens übertragen. Maßgebliche Aktionäre waren dann lange Zeit die Stahlwerke an der Ruhr als Hauptabnehmer (zuletzt die Hoesch-Werke AG mit über 75 %), heute gehört die 1999 in RWK Kalk AG umbenannte Ges. zum britischen Baustoffkonzern Readymix.

Los 1355

Schätzwert 50-200 €

Rheinisch-Westfälische Boden-Credit-Bank Köln, Actie Ser. B 1.000 Mark 1.12.1895 (Auflage 4000, R 2) EF-

Los 1358

Traumhafte Gestaltung mit Abb. der Germania, welche zwei Wappenschilde in ihren Händen hält. Gründung 1894 durch Banken und Industrielle unter Führung des A. Schaaffhausen’schen Bankvereins. Stammsitz war in Köln, Unter Sachsenhausen 2. Zweck war zunächst die Förderung des Bodenkredits in Rheinland und Westfalen, nach der Jahrhundertwende dehnte die Bank ihre Geschäftstätigkeit auch auf die übrigen preußischen und deutschen Gebiete aus und errichtete in Berlin (Französische Str. 53/55) eine Zweigniederlassung. Beliehen wurden von der Bank ländliche Grundstücke mit 2/3, städtische Grundstücke mit 1/2 bis 6/10 (man beachte die Geringschätzung städtischer Immobilien!) sowie Weinberge und Wälder mit 1/3 des ermittelten Wertes. Börsennotiz Berlin und Köln. Maßgeblichen Einfluß hatte (zunächst indirekt über die Colonia-Versicherungen und die Kölnische Rück) jahrzehntelang das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. AR-Vorsitzender wurde nach dem Krieg Dr. h.c. Robert Pferdmenges, bekannt als der “Bankier Adenauers”. Der Klüngel funktionierte: Adenauers Sohn Max, Oberstadtdirektor a.D., fand in den 60er Jahren dann als Rheinboden-Vorstand ein Auskommen. 1989 Umfirmierung in Rheinboden Hypothekenbank AG. 1999/2000 ging die Aktienmehrheit auf die Allgemeine Hypothekenbank AG in Frankfurt/Main und damit indirekt an das BHW. Die beiden Banken wurden zur AHBR fusioniert, und die machte der Gewerkschaftsholding seitdem nur Kopfschmerzen: Wegen fehlgeschlagener Zinsspekulationen entstanden Milliardenverluste, und 2005 beim Verkauf an den texanischen Finanzhai “Lone Star” mussten die Gewerkschaften sogar noch ein paar hundert Millionen Euro Mitgift extra lockermachen.

Dornap, Aktie 1.000 Mark Febr. 1920 (Auflage 4500, R 2) EF

Los 1356

Schätzwert 20-80 €

Rheinisch-Westfälische Boden-Credit-Bank Köln, Actie Serie H 500 RM 8.2.1928 (Auflage 6000, R 2) UNC-EF Identische traumhafte Gestaltung wie voriger Titel.

Schätzwert 25-125 €

Rheinisch-Westfälische Kalkwerke

Gründung 1909 als Mannheimer Viehmarktbank (geschäftsansässig: Seckenheimer Str. 72), 1921 umbenannt wie oben. Zweck: Hebung der Kreditverhältnisse im Metzgergewerbe. 1928 kam es bei der im Mannheimer und Frankfurter Freiverkehr börsennotierten Bank zu einem Zwangsvergleich, 1930 Auflösung der Gesellschaft. Eine Regreßklage gegen den alten Aufsichtsrat erledigte sich vergleichsweise, indem dieser 70.000 RM und die Metzgerinnung als Großaktionär weitere 30.000 RM zahlte. Das Aktienkapital war aber in Gänze verloren.

Los 1361

Schätzwert 20-75 €

Rheinische Hypothekenbank Mannheim, Aktie 1.000 RM Juni 1928 (Auflage 5000, R 2) EF Aus der Kapitalumstellung von 1928 in 10.000 x 1.000 RM Serie I und Serie II vom Juni 1929. Gegründet 1871 durch die Rheinische Creditbank in Mannheim (welche später in der Deutschen Bank aufging). Nach der 1886 erfolgten Gründung der Pfälzischen Hypothekenbank in Ludwigshafen lange Zeit weitgehende Personalunion in den Verwaltungsorganen. 1935 Verschmelzung mit der bis 1866 zurückreichenden Berliner Hypothekenbank. 1974 Verschmelzung mit der Westdeutschen Bodenkreditanstalt, Köln und Sitzverlegung nach Frankfurt/Main (Großaktionär ist inzwischen die Commerzbank). 2002 bei der Verschmelzung der Hypothekenbank-Töchter der Deutschen, Dresdner und Commerzbank in der EUROHYPO aufgegangen.

Los 1364

Schätzwert 20-60 €

Rheinische Metallwaarenund Maschinenfabrik Düsseldorf, Aktie 100 RM Dez. 1934 (R 2) UNC-EF Gründung 1889 unter Übernahme der Rather Metallwerke vorm. Ehrhardt & Heise und eines Schießplatzes bei Unterlüß. Anfangs Herstellung kleinkalibriger Geschosse. Nach der Jahrhundertwende in rascher Folge Übernahme benachbarter Munitions- und Maschinenfabriken. Im thüringischen Sömmerda wurde außerdem ein Werk für Schreib- und Rechenmaschinen betrieben. Nach Ende des 1. Weltkriegs Aufnahme des Lokomotiv- und Waggonbaus (1925 stillgelegt, stattdessen Geschütz- und Munitionsfabrikation für Reichswehr und Reichsmarine, Großaktionäre waren zu dieser Zeit Fried. Krupp und die VIAG). 1935 Verschmelzung mit der A. Borsig MaschinenbauAG in Berlin-Tegel und Umfirmierung in Rheinmetall-Borsig AG. Im 3. Reich in die Reichswerke „Hermann Göring“ eingebunden. Nach dem Krieg verkaufte die bundeseigene Bank der deutschen Luftfahrt AG i.L. ihre Mehrheitsbeteiligung an die Röchling’sche Eisen- und Stahlwerke GmbH, Völklingen. Gleichzeitig wurde die Borsig AG an die AG für Bergbau- und Hüttenbetriebe, Salzgitter veräußert (später dann an Babcock gegangen). Die noch heute börsennotierte Rheinmetall ist tätig in den Sparten Maschinenbau, Wehrtechnik und Automobilzulieferer (Vergaser von Pierburg).

Gleiche wunderschöne Umrahmung im Historismus-Stil.

Los 1365 Los 1362

Schätzwert 50-125 €

Rheinische Lederwerke AG Saarbrücken, Aktie 1.000 Mark 10.11.1921 (Auflage 3600, R 5) EF

Los 1359

Schätzwert 50-175 €

Rheinische Elektrizitäts-AG Mannheim, Aktie 1.000 Mark 29.12.1919 (Auflage 5000, R 2) EF+ Großformatig, sehr dekorativ mit schöner breiten Umrahmung im Historismus-Stil. Gründung 1897 als Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG durch die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg. Schnell übernahm die Gesellschaft eine führende Rolle in der Stromversorgung Südwestdeutschlands und des Rheinlandes. 1917 Umfirmierung in „Rheinische Elektrizitäts-AG“. In Berlin, Frankfurt und Mannheim börsennotiert. 1940 wurde das jahrzehntelang wichtigste Aktivum erworben: die Schnellpressenfabrik AG Heidelberg (heute Heidelberger Druckmaschinen). Später wurde die Rheinelektra eine wichtige Zwischenholding im RWE-Konzern. 1997 mit der in gleicher Funktion tätigen Lahmeyer AG, Frankfurt/M. verschmolzen.

Originalsignaturen. Gründung 1898, Betriebseröffnung 1899. Neben der eigenen Fabrik auch Mehrheitsbeteiligung an der Süddeutsche Lederwerke AG, St. Ingbert. Im 2. Weltkrieg auch Rüstungsproduktion, in der Gersweilerstrasse 82-84 in Saarbrücken unterhielten die Rheinische Lederwerke ein Lager für Ostarbeiter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1000 Zwangsarbeitern. 1953 Eröffnung des Konkursverfahrens, Abwicklung und Löschung der Gesellschaft.

Schätzwert 100-175 €

Rheinische Möbelstoff-Weberei vorm. Dahl & Hunsche AG Wuppertal-Barmen, Aktie 1.000 RM Nov. 1943 (Auflage 100, R 7) EF Gründung 1898 unter Übernahme der Firma Dahl & Hunsche. Herstellung von Moketts, Decken, Frises, Gobelins, Patentstoffen, Teppich-Velours in Werken in Barmen und Burscheid. Fast 100 % Beteiligung an der Teppichmanufaktur A.-Beuel. Börsennotiz Hamburg und Bremen, Freiverkehr Berlin und Düsseldorf.

Los 1366

Schätzwert 75-150 €

Rheinische Pappenfabrik AG Monheim, Bez. Düsseldorf, Aktie 1.000 RM. Gründeraktie, o.D. (R 6) EF Los 1363

Schätzwert 50-100 €

Rheinische Lederwerke AG Saarbrücken, Aktie 100 RM 2.1.1943 (Auflage 1600, R 5) UNC-EF

1932 herabgesetzt auf RM 500.-. Gegründet 1925. Herstellung, Vertrieb und Verarbeitung von Pappen jeder Art. Nach 1960 Umwandlung in Vereinigte Verpackungsgesellschaft mbH, 1981 Schließung.

133

Los 1369

Schätzwert 50-175 €

Rheinische Spiegelglasfabrik Eckamp bei Ratingen, Aktie 1.000 Mark 1.7.1910 (Auflage 900, R 4) VF

Los 1370

Schätzwert 30-75 €

Rheinische Stahlwerke Duisburg-Meiderich, Aktie 1.000 Mark Febr. 1910 (Auflage 5000, R 2) EF Los 1367

Schätzwert 175-350 €

Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG Mannheim, Namensaktie Ser. B 1.000 Mark 1.5.1900 (Auflage 1000, R 5) VF Swastika (damals noch als Glückssymbole angesehen) im Unterdruck. Gründung 1897 als Rheinische Schuckert-Gesellschaft für elektrische Industrie AG durch die Elektrizitäts-AG vorm. Schuckert & Co. in Nürnberg. Schnell übernahm die Gesellschaft eine führende Rolle in der Stromversorgung Südwestdeutschlands und des Rheinlandes. 1917 Umfirmierung in „Rheinische Elektrizitäts-AG“. In Berlin, Frankfurt und Mannheim börsennotiert. 1940 wurde das jahrzehntelang wichtigste Aktivum erworben: die Schnellpressenfabrik AG Heidelberg (heute Heidelberger Druckmaschinen). Später wurde die Rheinelektra eine wichtige Zwischenholding im RWE-Konzern. 1997 mit der in gleicher Funktion tätigen Lahmeyer AG, Frankfurt/M. verschmolzen.

Gründung 1870 durch deutsche, belgische und französische Aktionäre mit 1 Mio. F Kapital als „S.A. des Aciéries Rhénanes à Meiderich“ mit juristischem Sitz in Paris. In Meiderich wurde eine Bessemer-Stahlgießerei und eine Fabrik für feuerfestes Material errichtet. 1872 Sitzverlegung nach Meiderich, 1878 Sanierung und komplette Neuausgabe der Aktien. 1881 Inbetriebnahme eines neuen Schienenwalzwerkes und Ankauf der Eisenerzgrube Lacheberg in Nassau. 1882 gemeinsam mit der Saarbrücker Firma Gebr. Röchling Ankauf umfangreicher Minette-Konzessionen in Lothringen. 1886 Beteiligung an Stahlwerken in Südrussland, endlich 1889 Errichtung des ersten eigenen Hochofens. 1900 mit Übernahme der „Gewerkschaft Centrum“ Schaffung einer eigenen Kohlebasis, später Erwerb weiterer großer Bergwerke. 1904 Übernahme der „Duisburger Eisen- und Stahlwerke“, 1922 Verschmelzung mit der traditionsreichen, bereits 1856 gegründeten Arenberg’schen AG für Bergbau und Hüttenbetrieb. 1926 wurden die Hütten- und Stahlwerke und die Erzgruben in die Vereinigte Stahlwerke AG eingebracht, nicht aber die Kohlenbergwerke, die erst 1952 im Zuge der alliierten Entflechtungsmaßnahmen in die Arenberg Bergbau-GmbH ausgegliedert wurden. Bis zur kürzlichen Eingliederung in die Thyssen AG firmierte die alte, bis dahin immer noch börsennotierte Rheinstahl zuletzt als Thyssen Industrie AG.

en, Mäntel, Steppdecken; Spezialität: halbsteife Kragenstoffe, Kragenstoffeinlagen (Trubmis) in Werken in Wuppertal-Elberfeld, Neviges und Erkrath. Börsennotiz Berlin.

Los 1373

Schätzwert 30-75 €

Rheinische Zellwolle AG Siegburg, Namensaktie 1.000 RM Juli 1939 (Auflage 3000, R 4) EF Gründung 1936 im Rahmen der Autarkiebestrebungen im Dritten Reich zur Erzeugung von Zellwolle und sonstigen synthetischen Textilrohstoffen. 1938 Sitzverlegung nach Siegburg. Umbenannt 1950 in Chemie-Faser AG und 1955 in Phrix-Werke AG. Ende der 60er Jahre (Hauptaktionär war neben der BASF auch Dow Chemical) brach die Firma zusammen.

Los 1374

Schätzwert 80-100 €

Düsseldorf, 6 % Anleiheschein 10.000 Mark 2.1.1923 (R 8) VF Gesamtanleihe 2 Mrd. M zur Verstärkung des Stammkapitals der Landesbank, für Straßen-, Wohnungs- und Siedlungsbauten sowie für den Ausbau der Provinzialanstalten und deren Betriebsfonds. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Köln, Namensaktie 500 RM 5.5.1936 (Auflage 500, R 7), ausgestellt auf B. H. Blömer in Bonn EF

Schätzwert 100-200 €

Eckamp bei Ratingen, VZ-Actie 1.000 Mark 1.1.1893 (Auflage 600, R 4) EF Diese (1899 in normale Stammaktien umgewandelten) Vorzugsaktien dienten der Abfindung der Gläubiger einer 1891 begebenen Anleihe. Gründung 1889. Herstellung von Spiegel- und Fensterglas. Nach 1945 als „Glasfabrik EckampAltwasser AG“ firmierend. Börsennotiz Berlin und Düsseldorf.

Los 1371

Schätzwert 50-125 €

Rheydt, Actie 100 Thaler 1.7.1876. Gründeraktie (Auflage 400, R 10), ausgestellt auf Herrn H. Jerusalem zu Rheydt VF Original signiert von M. Dilthey aus der bedeutenden Fabrikantenfamilie. Gegründet 1872 zwecks Bau und Betreuung von Kleinwohnungen im eigenen Namen, Ziegeleibetrieb. Grundbesitz (1943; unbebaut): 102.741 qm. Häuserbesitz: Die Gesellschaft hat seit ihrem Bestehen bis Ende 1941 insgesamt 969 Häuser errichtet, davon befanden sich einschließlich der in Kaufanwartschaft begebenen Häuser noch 576 Häuser in eigenem Besitz. 1990/1991 Übernahme durch die Gladbacher Aktienbaugesellschaft AG und Neudefinition des Unternehmensgegenstandes dieser Gesellschaft als Zwischenholding im WCMKonzern. 1992 Übertragung des gesamten operativen Geschäftes auf die Gladbau, Baubetreuungs- und Verwaltungs-Gesellschaft mbH. Aktien dieser bedeutenden Wohnungsbaugesellschaft aus der Zeit vor 1945 waren vorher völlig unbekannt!

Los 1377

Rheydt, Actie 1.200 Mark 1.10.1912 (Auflage nur 100 Stück, R 10), ausgestellt auf die Firma G. Goldberg zu Rheydt VF+ Originalunterschriften.

Gründung 1922 in Elberfeld. Herstellung von Textilwaren und Vermittlung des Einkaufs von

Los 1378

Rheydt, Aktie 600 RM 1.10.1938 (Auflage nur 3 Stück, R 11), ausgestellt auf die Firma Kühn, Vierhaus & Cie. AG, Rheydt EF+ Originalunterschrift. Sensationell kleine Ursprungsauflage!

Schätzwert 20-60 €

Rheinische Textilfabriken AG Wuppertal-Elberfeld, Aktie 100 RM Dez. 1930 (R 2) EF

Nr. 1369 134

Schätzwert 300-400 €

Rheydter Aktien-Bau-Gesellschaft

Duisburg-Meiderich, Aktie 5.000 Mark Juli 1923 (Auflage 12000, R 4) EF

Gründung 1910 unter Übernahme der Firma Boeddinghaus, Reimann & Co. GmbH als Boeddinghaus, Reimann & Co. AG, 1924 umbenannt wie oben. Herstellung von baumwollenen, halbwollenen, halbseidenen und kunstseidenen Geweben, insbesondere Herrenfutterstoffe, West-

Schätzwert 400-500 €

Rheydter Aktien-Bau-Gesellschaft

Rheinische Stahlwerke

Los 1372

Schätzwert 600-800 €

Schätzwert 75-150 €

RHEINTEXTIL Rheinische Einkaufsvermittlungs- und Beratungsges. für Textilgeschäfte AG

Rheinische Spiegelglasfabrik

Los 1376

Rheydter Actien-Bau-Gesellschaft

Rheinprovinz

Los 1375

Los 1368

Textilwaren aller Art, insbesondere der gemeinschaftliche Einkauf für Einzelhandelsgeschäfte. Sitz von 1924-28 in Berlin, danach in Köln. Zur Gesellschaft gehörten 125 Textilkaufhäuser, darunter alle führenden Häuser in Deutschland. 1967 in eine GmbH umgewandelt. Heute KMT Rheintextil.

Nr. 1376

Los 1379

Schätzwert 50-125 €

Ri-Ri-Werk Reißverschluß-AG Wuppertal-Wichlinghausen, Aktie 1.000 RM 1.1.1940. Gründeraktie (Auflage 500, R 5) EF Gegründet 1927 als Ri-Ri-Werk Patentverschluß GmbH (Ri-Ri = Rippen und Rillen), AG seit 1940 mit einem Kapital von 1250.000 RM. Seine erste Fabrik eröffnete Othmar Winterhalter (1889-1961) geboren in Tablat bei St. Gallen, in Wuppertal. 1928 erfolgten die ersten RiRi-Ableger in Luxemburg, Mailand und in St. Gallen. 1929 schaffte Winterhalter mit einem neuen Spritzgussverfahren definitiv den Durchbruch. Die neuen Fertigungstechniken wurden auch an die Väter der ersten Reissverschlüsse nach Amerika zurückverkauft, der Schweizer kassierte nun praktisch bei jedem Reissverschluß, der verkauft wurde. Der geniale Tüfftler Winterhalter aber starb 1961 in der “Klapsmühle, bei Professor Binswanger in der Klinik Bellevue zu Konstanz”. Los 1380

Nr. 1377 Gründung 1899, Strecke Neukölln-Mittenwalde-Schöneicherplan (33,2 km). 1919 Umfirmierung in „Neukölln-Mittenwalder EisenbahnGes.“. 1955 Einstellung des Personenverkehrs. Der außerhalb Berlins gelegene Streckenteil wurde noch für den Abzug russischer Truppen benutzt.

Los 1384

Schätzwert 30-80 €

Markkleeberg bei Leipzig, Aktie 100 RM April 1938 (Auflage 28800, R 3) UNC-EF

Los 1381

Schätzwert 200-275 €

Riquet & Co. AG Markkleeberg bei Leipzig, Aktie Lit. A 100 RM Mai 1944 (R 8) EF+ Mit Überdruck „Ersatzausfertigung / Leipzig, Mai 1944”. Identische Gestaltung wie voriges Los.

Los 1382

Schätzwert 100-275 €

Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn-Gesellschaft Berlin, Aktie A 1.000 Mark 1.10.1909 (Auflage 1000, R 3) EF Schöner Druck von G & D mit großem geflügelten Rad.

Schätzwert 200-250 €

Los 1383

Los 1386

Schätzwert 50-100 €

Rohtex AG für Textilrohstoffe

Römhildt AG

Riquet & Co. AG Sehr dekorativ mit sechs kleinen Vignetten, davon vier mit Elefanten. Gründung 1745, AG seit 1905. Handel mit und Herstellung von Tee, Kakao, Schokolade, Pralinen, Bonbons, China- und Japanwaren. Börsennotiz Leipzig. Heute kann man im Kaffee in Leipzig wieder gut frühstücken und Schokolade genießen. Die Elefanten befinden sich an der Außenfassade.

Nr. 1378

Weimar, Aktie 1.000 Mark 9.5.1923 (Auflage 6400, R 9) EF-VF

Stuttgart-Untertürkheim, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 2400, R 5) EF-VF

Großformatiges Papier, dekorativ verziert. Gründung 1845, AG seit 1891 (Firma bis 1911: Römhildt-Pianofortefabrik AG, 1911-18 Römhildt-Heilbrunn Söhne AG). 1899 Neubau der Fabrik in Weimar, Hinterm Bahnhof 12, 1910 Errichtung eines großen Erweiterungsbaus. Filialen in Berlin und Hamburg. Börsennotiz: Freiverkehr Leipzig. 1930 Verkauf eines Teils des Fabrikgrundstücks in Weimar und Abtretung eines Teils der Produktion an die Pianofortefabrik A. Herrmann AG in Sangerhausen. 1931 Konkurs. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Gründung 1920 als “Baumwoll-AG” mit Sitz in Mönchengladbach. In unmißverständlicher Klarheit sagt das 1943er Aktienhandbuch: “Die Gesellschaft ist Mitte 1938 arisiert worden.” Im gleichen Jahr Erwerb einer Reißbaumwollefabrik in Ruchsen (Baden) bei Möckmühl.

Schätzwert 175-300 €

Rodi & Wienenberger AG für Bijouterie- und Kettenfabrikation Pforzheim, Aktie 1.000 Mark März 1918 (Auflage 800, R 7) EF+ Mit Originalunterschrift Wilhelm Wienenberger. Gründung 1885, seit 1899 AG. Mit bis zu 2.000 Beschäftigten Herstellung von Schmuckwaren, Uhrketten, Uhrbändern und Uhrgehäusen. Früher auch drei produzierende Auslandstöchter in Frankreich, Großbritannien und Brasilien, 1975 Produktionsrückverlagerung ins Inland. 1985 Einstellung der Produktion von Gold- und Silberschmuck und Konzentration auf Uhrbänder (auf diesem Gebiet deutscher Marktführer) und Uhrgehäuse. Börsennotiz im Freiverkehr Stuttgart, letzter Großaktionär mit 98% war die Baden-Württembergische Bank AG. 1988 Umwandlung in die ROWI Rodi & Wienenberger GmbH. Zuvor völlig unbekannter Jahrgang!

Los 1387

Schätzwert 30-60 €

Rombacher Hüttenwerke Los 1385

Schätzwert 20-60 €

Rohstoff-Verband AG Eisenach, Aktie 1.000 Mark April 1923 (Auflage 65200, R 5) EF Kleines Gespenst im Unterdruck. Gründung 1921. Beschaffung von Rohstoffen für die Papier-, Sprit- und Futtermittelerzeugung. 1924 Sitzverlegung nach Berlin.

Hannover, 4,5 % Genussrechtsurkunde 100 RM Jan. 1926 (R 6) EF Gründung 1888, bis 1926 Rombacher Hüttenwerke. 1926 übernahmen die Kokswerke und Chemische Fabriken AG in Berlin (später die Schering AG) zwecks Sanierung die Rombacher Hüttenwerke und firmierten sie in die (neue) Concordia Bergbau-AG um. 1968 Stilllegung der Schachtanlagen. Nachdem das Unternehmen schon immer auch starke Interessen in der Chemieindustrie gehabt hatte, wurde 1976 in Concordia-Chemie AG umfirmiert. Letzter Namenswechsel dann 1991 in Concordia Bau und Boden AG, nachdem der Immobilien-Spekulant Minninger Firmenmantel und Börsennotiz übernommen hatte.

Los 1388

Schätzwert 200-275 €

Ronnenberg AG Wernigerode-Nöschenrode, Aktie Lit. B 1.000 Mark 9.3.1923 (Auflage 6000, R 8) VF

Nr. 1381

Nr. 1382

Großformatiges, dekoratives Papier. Gründung 1921. Fabrikation von Schokoladen und anderen Nahrungsmitteln. 1926 unter Geschäftsaufsicht gestellt, 1927 Zwangsvergleich. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

135

ein dicht gespanntes Netz von 17 Niederlassungen in allen größeren Städten, Auslandsvertretungen arbeiteten in Dänemark, Frankreich, Österreich, Spanien und den Benelux-Ländern, aber auch in Chile, Venezuela, Japan und im Iran. Neben der Joh. Heinrich Warncke GmbH, Pinneberg (über 25 %) war jahrzehntelang die Rütgerswerke AG mehrheitlich beteiligt. Zuletzt erscheint mit 71,44 % die Billbrook GbR als Großaktionär. 1993 in Ruberoid AG umfirmiert. Scharfen Absatzeinbrüchen 1997/98 folgte dann 2000 die Insolvenz.

Nr. 1388 Los 1389

Nr. 1389

Schätzwert 250-400 €

Rositzer Zucker-Raffinerie Rositz bei Altenburg, Actie 1.000 Mark 7.4.1900 (Auflage 500, R 8) VF Gründung 1882. Die Anlagen hatten zuletzt eine Produktionsfähigkeit von 1,5 Mio. Zentner Zucker jährlich und 750 Beschäftigte. 1922 Vertrag mit der Zuckerraffinerie Halle und den Zuckerfabriken der Mitteldeutschen Zuckervereinigung, worin sich letztere verpflichteten, ihren Rohzucker ausschließlich in den Raffinerien Halle und Rositz verarbeiten zu lassen. Börsennotiz Berlin, Hamburg und Leipzig. Zuvor völlig unbekannter Jahrgang!

Los 1396

Schätzwert 100-150 €

Ruder-Gesellschaft Dresden jur. Pers. Los 1391

Schätzwert 50-150 €

Los 1394

Schätzwert 40-100 €

Rostocker Straßenbahn AG

Rottluff-Schleifscheibenfabrik AG

Rostock , Aktie 100 RM März 1928 (Auflage 670, R 4) EF

Chemnitz, Aktie 1.000 RM Dez. 1941 (Auflage 585, R 4) UNC-EF

Völlig neue Gestaltung.

Gegründet 1905 als GmbH, AG seit 1922 unter der Firma Schmirgel- und Corund-Werke Chemnitz, 1941 umbenannt wie oben. Heute Schleifscheibenfabrik Rottluff GmbH, das vom Standort Chemnitz aus Schleifscheiben fertigt und weltweit vertreibt.

Dresden, 5-8 % Anteilschein 25 RM von 1926 (R 8) EF Schöne Eichenlaubumrandung, oben Flagge des Rudervereins. Gegründet 1884. Die Ges. hatte ihren Sitz am Hindenburg Ufer 19b, heute Käthe-KollwitzUfer 19b. Los 1397

Schätzwert 150-200 €

Ruder-Gesellschaft Dresden jur. Pers. Dresden, 5-8 % Anteilschein 100 RM von 1926 (R 10) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Die Rositzer Zucker-Raffinerie um 1958

Los 1392

Schätzwert 50-100 €

Rotophot AG für graphische Industrie Berlin, Aktie 1.000 RM 26.9.1933 (Auflage 280, R 5) EF Gründung 1912 unter Übernahme der seit 1900 bestehenden Rotophot GmbH. Erzeugnisse: Illustrierte Zeitschriften, Werbedrucksachen, Kalender usw. Der Betrieb befand sich bis 1949 in der Alexandrinenstraße 110. 1950 Berliner Wertpapierbereinigung, 1954 verlagert nach Coburg, 1955 von Amts wegen gelöscht. Los 1393

Schätzwert 400-500 €

Rotsiegel-Fleischwarenwerke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 18.10.1922. Gründeraktie (Auflage 3000, R 12) VF

Los 1390

Schätzwert 150-300 €

Rostocker Strassenbahn AG Rostock , Aktie 1.000 Mark 1.3.1910 (Auflage 300, R 5) VF Eine der dekorativsten deutschen Bahnaktien, mit großer Stadtansicht von Rostock von der Warne aus gesehen. Originalunterschriften. Gründung 1881 als Mecklenburgische Straßen-Eisenbahn-AG. 10 km Straßenbahnen in Rostock mit 3 Linien, eröffnet 1881 als Pferdebahn, seit 1904 elektrischer Betrieb. Ursprünglich besaß die Gesellschaft auch die Schweriner Straßenbahn, welche 1885 wegen Unrentabilität der Stadt Schwerin überlassen wurde. Die ursprüngliche Konzession in Rostock lief bis 1944 bzw. 1954. Nach der Wende 1990 durch Ausgliederung aus dem VE Verkehrskombinat “Ostseetrans” Rostock original unter dem alten Namen wiederauferstanden mit heute mehr als 50 Straßenbahnzügen und 100 Omnibussen. Minimale Randschäden fachgerecht restauriert.

136

Prägesiegel als Markenzeichen ausgeführt: Rotsiegel. Gegründet zur Weiterführung der Kästner & Co. Wurst- und Fleischkonservenfabrik (Berlin-Mitte, Chausseestr. 81). Bereits 1924 wieder in Konkurs gegangen. Ein Unikat aus dem Reichsbankschatz.

Nr. 1393

Los 1395

Schätzwert 30-80 €

Ruberoidwerke AG Hamburg, Aktie 1.000 RM Okt. 1933 (Auflage 1000, R 3) EF Gegründet wurde das Ruberoidwerk 1897 in Hamburg-Billbrook, umgewandelt in eine GmbH 1906 und in eine AG 1914. Ausgehend von der Dachpappen-Herstellung entstand im Laufe der Jahrzehnte ein breitgefächertes Lieferprogramm von Dach- und Dichtungsbahnen, Ruberstein-Wand- und Fassadenplatten, Rubadur-Fassadenplatten, Haft- und Mörtelzusätzen, Flüssigestrichen sowie Spezialbandagen. Außerdem wurden im eigenen Baubetrieb Flachdach-, Grundwasser- und Feuchtigkeitsabdichtungen selbst ausgeführt. Bald war das Unternehmen deutschlandweit ebenso wie international tätig. Die Betriebe in Posen und Spremberg gingen als Folge des 2. Weltkrieges verloren. Dafür entstand in Westdeutschland

Los 1398

Schätzwert 100-150 €

Ruderverein Kursachsen Dresden e.V. Dresden, 5 % Anteilschein 10 RM 15.12.1926 (R 9) EF Abb. der Vereinsfahne. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1399

Schätzwert 100-175 €

Rudolf Lauche AG Leipzig, Aktie 10.000 Mark Jan. 1923 (Auflage 749, R 7) EF Großformatiges Papier, sehr dekorativ verziert.

Nr. 1406

die anliegenden Gemeinden und der Ruhrtalsperrenverein. Die vom Verband zu errichtenden Abwasseranlagen wurden durch Umlagen auf die Mitglieder finanziert.

Gründung 1891, AG ab 1922. Bis Juli 1922: AG für aromatische Erzeugnisse, Berlin, danach Rudolf Lauche AG, Leipzig. Hergestellt wurden ätherische Öle und Essenzen, Fruchtextrakte, Riechstoffe, chemische und technische Produkte aller Art. 1949 enteignet.

Los 1402

Schätzwert 50-100 €

Ruscheweyh Tisch- und Möbel-Fabrik AG

der Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen AG. Handel mit Saatgetreide, Saatkartoffeln, Feld- und Gartensämereien.

Langenöls Bez. Liegnitz, Aktie 1.000 RM Aug. 1935 (Auflage 300, R 5) UNC-EF Gründung 1934 um den Betrieb der in Konkurs geratenen Ruscheweyeh-AG fortzuführen. Die alte Gesellschaft wurde gegründet 1888 als „Schlesische Holzindustrie AG vorm. Ruscheweyh & Schmidt“. Fast 1.000 Mitarbeiter stellten Möbel aller Art her, als Spezialität die Ruscheweyh-Ausziehtische.

Los 1405 Los 1400

Schätzwert 50-175 €

Magdeburg-Südost, Aktie 1.000 Mark 17.10.1921 (Auflage 16000, R 7) VF+.

Essen, 6,5 % Bond 1.000 $ 1.10.1928 (R 8) Anh. Restkupons. VF+

Los 1403

Schätzwert 150-200 €

S.D. Fürst Max Egon zu Fürstenberg Donaueschingen, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 Mark Sept. 1913 (Auflage 15000, R 9) VF Teil einer für die damalige Zeit ausgesprochen großen Anleihe von 22 Mio. Mark, aufgelegt durch Vermittlung der Deutschen Bank. Als Sicherheit waren an landwirtschaftlichem Gelände 5.569 ha und an Forsten 25.046 ha verhaftet. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 1404

Schätzwert 125-200 €

Saatstelle der Landwirtschaft der Provinz Westfalen AG Herford, Namensaktie 100 RM 21.1.1941 (Auflage 500, R 8) EF Gründung 1923 zur Fortführung der Saatstelle der Landwirtschaftskammer für die Provinz Westfalen GmbH, Name bis 1933 Saatstelle

Los 1401

Schätzwert 175-300 €

Saccharin-Fabrik AG vorm. Fahlberg, List & Co.

Ruhrgas AG (Ruhr Gas Corporation) Allegorischer Stahlstich. Gründung 1926 als AG für Kohleverwertung, Gründer waren fast alle der im RheinischWestfälischen Kohlensyndikat vereinigten Zechen. 1928 in Ruhrgas umfirmiert. Die Gesellschaft ermöglichte eine wirtschaftliche Nutzung der riesigen Mengen an Kokereigas (seinerzeit 2 Mrd. cbm im Jahr), welches in Ringleitungen gesammelt und an die Abnehmer weiterverteilt wurde. Neben den Sammelleitungen waren mit Dortmund-Siegen-Niederschelden-Wissen, Hamm-Hannover und Duisburg-Köln auch bereits Ferngasleitungen in Betrieb.

kung die Firma, 1910 starb er im hessischen Nassau. Doch sein Nachfolger August Klages führte das Werk mit Tatkraft fort: 1932 Umfirmierung in Fahlberg-List AG Chemische Fabriken. Kurz vor dem Rückzug der britischen Truppen und dem Einrücken der Sowjets wurde der gesamte Vorstand 1945 von der britischen Militärregierung in die britische Zone zwangsevakuiert. Der von Kriegsschäden fast völlig verschont gebliebene Magdeburger Betrieb wurde am 1.7.1946 entschädigungslos in Volkseigentum überführt. Die AG verlegte 1950 ihren juristischen Sitz nach Hamburg und erwarb die “Dr. Goeze & Co. GmbH” in Wolfenbüttel (sogleich umfirmiert in Fahlberg-List GmbH), wo nach den Fahlberg-List-Patenten weiter Pflanzenschutzund Schädlingsbekämpfungsmittel hergestellt wurden. Die Tochter in Wolfenbüttel, wo auch die Schering AG ein großes Werk für Pflanzenschutzmittel unterhielt (heute Bayer Crop Science) wurde 1969 verkauft. 1976 Sitzverlegung nach Düsseldorf, wo die AG noch heute mit diversen kleineren Beteiligungen besteht. Am Stammsitz in Magdeburg zählte das Werk als VEB Fahlberg-List, seit 1979 Teil des Kombinats Agrochemie Piesteritz, zu den wichtigsten Arzneimittelwerken der DDR und bediente auch Abnehmer in der Sowjetunion, der Tschechoslowakei und Polen. Nach der Wende 1992 privatisiert. Der Käufer, die Pharmafirma Salutas (eine Tochter der HEXAL AG in Holzkirchen) führte eine pharmazeutische Auftragsproduktion fort und baute kurz darauf in Barleben nahe der A 2 ein riesiges neues Pharma- und Logistikzentrum, das seit 1995 im Vollbetrieb arbeitet.

Zwei Randvignetten mit Signet: Frau mit Handspiegel zwischen den beiden Türmen des Magdeburger Doms. Gründung 1902 als „Saccharin-Fabrik AG vorm. Fahlberg, List & Co.“ unter Übernahme der seit 1886 bestehenden Fabrik von Dr. Constantin Fahlberg, dem Entdecker des Süßstoffs Saccharin. Fahlberg (1850-1910) fand bei der Oxidation von o-Toluensulfamid eher zufällig den künstlichen Süßstoff Saccharin, 500mal stärker als herkömmlicher Zucker. Am 18.11.1885 erhielt Fahlberg das Deutsche Reichspatent für den Süßstoff Saccharin. Im April 1886 wurde die Kommanditgesellschaft Fahlberg, List & Co. in Leipzig mit Sitz in Salbke bei Magdeburg gegründet. Bis zur Jahrhundertwende wuchs das Geschäft beständig, dann wirkte sich die Konkurrenz der Zuckerindustrie negativ aus. Deren Lobby setzte in Deutschland 1902 sogar ein gesetzliches Süßstoffverbot durch (das wegen Versorgungsmängeln mit Zucker erst im 1. Weltkrieg wieder aufgehoben wurde). Auf das Verbot reagierte Fahlberg mit der Umwandlung in eine AG, um mit neuem Kapital die Produktionspalette erweitern zu können. Neues Haupterzeugnis wurde zunächst Schwefelsäure. Die gravierenden Probleme gingen an Fahlberg nicht spurlos vorbei: 1906 verließ er nach schwerer Erkran-

Fahlberg-List um 1966

Los 1406

Schätzwert 225-300 €

Sächsische Broncewarenfabrik AG Wurzen, Aktie 1.200 Mark 26.3.1923 (Auflage 2250, R 9) EF Gegründet wurde die Fabrik in bester Innenstadtlage von Wurzen bereits 1862, Umwandlung in eine AG 1889. Mit rd. 500 Arbeitern wurden Lampen für Gas- und elektrische Beleuchtung sowie Heizkörperverkleidungen hergestellt. Die Aktien waren in Leipzig und Dresden börsennotiert. 1933 Konkurs. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1407

Schätzwert 200-250 €

Sächsische Buch- und Verlagsdruckerei GmbH (Meißen), 5 % Namens-Darlehnsschein 1.000 Mark o.D. (R 9) EF-VF Das Darlehen diente zur Sicherstellung der Finanzierung der Sächsischen Bauernzeitung, herausgegeben vom Sächsischen Landbund. Schöner Unterdruck: Jüngling mit zwei Wappen. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 60-100 €

Ruhrverband Essen, 7 % Obl. 500 hfl. März 1930 (R 6) EF Zweisprachig deutsch/holländisch (fünf der sieben Anleihen des Ruhrverbandes wurden in Holland aufgelegt). Der Ruhrverband wurde 1913 aufgrund des Ruhrreinhaltungsgesetzes als Genossenschaft in Form einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft gegründet zwecks Reinhaltung der Ruhr und ihrer Nebenflüsse, die durch die Industrialisierung zu unerträglich stinkenden Kloaken geworden waren. Mitglieder sind die im genossenschaftlichen Gebiet liegenden Bergwerke, gewerbliche Unternehmen, Eisenbahnen sowie

Nr. 1407

Nr. 1410 137

Los 1411

Schätzwert 100-175 €

Sächsische Glasfabrik August Walther & Söhne AG Radeberg, Aktie 100 RM Jan. 1934 (Auflage 5000, R 6) EF

Los 1408

Schätzwert 25-125 €

Gegründet 1915 nach Übernahme der seit 1865 bestehenden Firma Carl Gottlieb Walther, die später unter der Firma Aug. Walther & Söhne als GmbH wirkte. Herstellung und Vertrieb von Glas aller Art, ferner Betrieb von Dampfsäge- und Hobelwerken sowie von Kistenfabriken. Firma bis 1932: August Walther & Söhne, AG, danach Sächsische Glasfabrik August Walther & Söhne AG, ab 1940 Sachsenglas AG, nach 1946 VEB Sachsenglas. Nach der Privatisierung 1990 Saxonia-Glas GmbH Schwepnitz, 1992 Einstellung des Betriebes in Ottendorf-Okrilla.

Staatseisenbahnen (später die Reichsbahn-Direktion Dresden). Laut Konzession der Sächsischen Regierung vom 13.10.1906 sollte die Bahnanlage nach 90 Jahren entschädigungslos in das Eigentum des Sächsischen Staatsfiskus übergehen. Bekanntlich beschleunigte die politische Entwicklung nach 1945 diese Vermögensübertragung ein wenig.

Spinnereien, Volkseigene Betriebe Sachsens, Freiberg i.Sa.

Sächsische Elektrizitätswerkund Straßenbahn-AG Plauen i.V., Aktie 1.000 Mark Febr. 1923 (Auflage 5000, R 2) EF Großformatig. Mit schönem Zierrand. Gründung 1895 zwecks Eintritt in den Vertrag vom 29.5.1893 zwischen der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin und der Stadtgemeinde Plauen i.V. über die Anlage einer elektrischen Straßenbahn und die Versorgung mit Elektrizität. In Betrieb war zu diesem Zeitpunkt bereits die knapp 5 km lange Linie vom Oberen zum Unteren Bahnhof mit Abzweig Syrabrücke-Grüner Kranz. Dazu kamen neue Linien nach dem Schillergarten, Vorstadt und Haselbrunn, außerdem wurde an der Wende zum 20. Jh. der Gütertransport aufgenommen. Bei Gründung wurden die Aktien zu 128 % zur Zeichnung aufgelegt und dann an der Börse Dresden notiert. 1921 umbenannt in Sächsische Elektrizitätswerk- und Straßenbahn-AG. Die 1893 auf 50 Jahre gewährte Konzession wurde 1935 verlängert bis 1964. Großaktionär war zuletzt die staatseigene AG Sächsische Werke. 1951 Umwandlung der AG in den VEB Verkehrsbetrieb der Stadt Plauen, seit der “Wende” die Plauener Straßenbahn GmbH.

Los 1414

Dresden, 5 % Schuldv. Serie IV 3.000 RM Juni 1934 (R 10) EF

Los 1412

Schätzwert 40-75 €

Sächsische Gußstahl-Werke Döhlen AG Dresden, Aktie 1.000 RM April 1928 (Blankette, R 7) EF

Ausgegeben im Umtausch gegen die 6 % Goldbonds der Saxon State Mortgage Institution mit Laufzeit bis zum 15.9.1947. Gegründet 1925 durch Gesetz als Anstalt öffentlichen Rechts.

Los 1413

Schätzwert 100-300 €

Sächsische Industriebahnen-Ges. AG

Schätzwert 20-60 €

Sächsische Emaillier- und Stanzwerke vormals Gebr. Gnüchtel AG Lauter, Aktie 100 RM 14.8.1935 (Auflage 4750, R 2) UNC-EF Gründung 1899 unter Übernahme der seit 1838 bestehenden Firma Gebr. Gnüchtel. Herstellung emaillierter Haus- und Küchengeräte sowie Tischlereibedarfsartikel. Nach 1946 VEB Schwerter-Emaillierwerk Lauter, 1990 privatisiert, Markenname Schwerter-Email.

Los 1410

Schätzwert 200-250 €

Sächsische Getreide Kreditbank AG Dresden, Aktie 10.000 Mark Aug. 1923. Gründeraktie (Auflage 20000, R 9) EF

Dresden, VZ-Aktie 1.000 Mark Juli 1909 (im Text “Vorzugs-Aktie” mit “Aktie” überstempelt. Gründeraktie (Auflage 800, R 4) EF 1940 wurden die Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt. Breite Jugendstil-Umrahmung. Mit Faksimile-Unterschrift des Deutsche-BankVorstands Paul Millington Herrmann. Gründung 1905 durch die Dresdner Filialen der Deutschen Bank und der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt zum Bau der eingleisigen 10,3 km langen Normalspurbahn von Mittweida über Neudörfchen nach Dreiwerden und Ringethal (die nur für den Güterverkehr projektierte sog. Zschopauthalbahn). Die Baukosten von rd. 2,5 Mio. M wurden finanziert durch 1 Mio. M Aktienkapital (in 200 Stamm- und 800 Vorzugsaktien) und eine 1911 begebene Anleihe von 1,3 Mio. M (abgesichert auf der Mittweidaer Gütereisenbahn). Betriebsführung und Bereitstellung des rollenden Materials durch die Sächsischen

Los 1417

Chemnitz, 4,5 % Teilschuldv. 500 Mark Jan. 1901 (Blankette, R 7) EF

Schätzwert 75-150 €

Sächsische Landwirtschaftsbank AG Dresden, Na.-VZ-Aktie 100 RM Febr. 1926 (Auflage 550, R 6) EF Gründung 1922. 1923 Übernahme des seit 1872 bestehenden „Landw. Spar- und Vorschuß-Vereins Großenhain“. Niederlassungen in Bautzen, Chemnitz, Döbeln, Großenhain, Leipzig, Meißen, Pirna, Plauen i.V. und Zittau. Bei Kriegsende bestanden Mehrheitsbeteiligungen an der „Sachsenland Grundstücksges. mbH“, der „Drema Großmolkerei AG“ in Dresden und der „Elbtal Obst- und Gemüsekonservenfabrik AG“ in Weinböhla. Los 1416

Schätzwert 75-175 €

Los 1418

138

Nr. 1419

Schätzwert 20-60 €

Sächsische Textilmaschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann AG Chemnitz, Aktie 1.000 RM Juli 1939 (Auflage 1300, R 3) UNC-EF G & D-Druck.

Sächsische Leinenindustrie-Ges. vorm. H. C. Müller & Hirt AG

Los 1419

Freiberg i.Sa., Aktie 1.000 Mark 24.1.1921 (Auflage 1300, R 5) EF

Sächsische Union-Brauerei AG

Gründung 1860, AG seit 1890. Produktion von Leinengarn (Flachs und Werg). Nach dem Krieg nicht verlagert, weitergeführt als Sächsische Leinenindustrie, Industrieverwaltung

Schätzwert 200-250 €

Zwickau (Sa.), Aktie 1.000 RM Feb. 1943 (Auflage ca. 100, R 6) EF+ Gründung 1868 als Aktienbierbrauerei Pölbitz. 1921 Fusion zur Aktienbrauerei Zwickau-Glauchau AG, 1935 Umfirmierung in Sächsische

Gründung 1923. Unter Ausschluß des Eigenhandels mit Getreide aller Art die Förderung und Finanzierung von Geschäften in landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Bedarfstoffen, Bankgeschäfte aller Art.

Nr. 1411

Schätzwert 60-100 €

Sächsische Maschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann AG Gründung 1870 unter Übernahme der seit 1837 bestehenden Richard Hartmann Maschinenfabrik als „Sächsische Maschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann AG“, Chemnitz. Die Gesellschaft trat 1930 in Abwicklung. Nachfolgegesellschaft war die „Sächsische Textilmaschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann AG“. Starke Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. Durch die im Rahmen der Reparationsleistungen an die Sowjetunion abzugebenden Anlagen verblieb nur rund ein Zehntel der Anlagen für den Neustart als VEB Spinnereimaschinenbau im Jahre 1946. Dieser Betrieb wurde 1990 durch die Treuhandgesellschaft liquidiert, womit auch die Reste der traditionsreichen Firma endgültig verschwanden.

Gründung 1855, ab 1862 AG. Die Gräflich Einsiedelschen Eisenwerke in Berggießhübel wurden 1871 übernommen. Im Laufe der Jahre mehrere Übernahmen. 1943 Werke in FreitalDöhlen, Cainsdorf und Pirna. 1949 Sitzverlagerung nach Düsseldorf, ab 1955 GmbH.

Los 1415

Los 1409

Schätzwert 40-75 €

Sächsische Landespfandbriefanstalt

Nr. 1435

Union-Brauerei AG. 1919-29 Übernahme von 6 weiteren Brauereien. Neben den Gaststätten Palast-Betriebe in Zwickau besaß die Brauerei 10 weitere Gaststätten (darunter das Flughafen-Restaurant) allein in Zwickau sowie 13 Gaststätten und Niederlagen im Vogtland und im Erzgebirge. Börsennotiz Zwickau/Leipzig, Mehrheitsaktionär war die Brauerei zum Felsenkeller bei Dresden. Nach 1946 VEB Sächsiche-Union-Brauerei Zwickau, 1959 zum VEB Brau-Kombinat Zwickau gehörig. 1990 Übernahme durch die Stuttgarter Dinkelacker Brauerei AG (später zu InBev gehörig). 2005 kaufte die Mauritius-Geschäftsführung die Brauerei aus dem InBev-Konzern heraus.

Los 1423

Schätzwert 20-60 €

Sächsische Zellwolle AG Plauen i.V., Aktie 1.000 RM 11.1.1937 (R 3) UNC-EF Gründung 1935 im Zeichen des allgemeinen Rohstoffmangels durch sächsische Textilbetriebe, die sich mit der Zellwolle nach dem Viskose-Verfahren eine Alternative zur Baumwolle schufen. In der DDR BT Sächsische Zellwolle Plauen im VEB Chemiefaserkombinat Schwarza, nach 1990 Entflechtung des Kombinats und Stilllegung des Werkes in Plauen.

Los 1426

Schätzwert 150-200 €

Safata-Samoa-Gesellschaft Berlin, Privilegierter VZ-Anteilschein 500 Mark Sept. 1912 (R 9) EFNur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1432

Schätzwert 400-500 €

Salzwedeler Kleinbahn Südost GmbH Los 1427 Los 1420

Schätzwert 150-200 €

Safata-Samoa-Gesellschaft

Schätzwert 40-100 €

Berlin, Privilegierter VZ-Anteilschein 500 Mark Jan. 1914 (R 9) EF

Sächsische Webstuhlfabrik AG Chemnitz, Aktie 5.000 Mark 24.1.1923 (Auflage 1200, R 3) EF

Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Großformatiges Papier. Gründung 1872 mit Übernahme der seit 1851 bestehenden Firma Louis Schönherr mit 20 Arbeitern zum Bau mechanischer Webstühle für die verschiedensten Tuch-Arten sowie anderer Maschinen. Seit 1872 AG. 1935/36 Übernahme der Sächsischen Textilmaschinenfabrik vorm. Richard Hartmann AG. Höchste Auszeichnungen auf allen beschickten Ausstellungen, eigene Erfindungen mit Patenten und Musterschutz geschützt. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig. 1951 Firma nach Erlangen verlagert, 1965 erloschen.

Los 1428

Schätzwert 150-200 €

Safata-Samoa-Gesellschaft Berlin, Privilegierter VZ-Anteilschein 500 Mark Feb. 1916 (R 10) EF Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1424

Schätzwert 100-150 €

Safata-Samoa-Gesellschaft Berlin, Anteilschein 1.000 Mark 2.1.1908 (R 8) EF

Los 1421

Schätzwert 30-80 €

Sächsische Werkzeugmaschinenfabrik Bernhard Escher AG Chemnitz, Aktie 300 RM 1.8.1928 (Auflage 6000, R 3) EF Gründung 1874, AG seit 1907. Hergestellt wurden Hochleistungs-Werkzeugmaschinen sowie Sondermaschinen für Motorrad-, Auto- und Textilmaschinenbau. Der Betrieb wurde 1945 demontiert, die AG stand bis 1948 unter Zwangsverwaltung. 1946-50 wurde die Fabrik neu aufgebaut. Interessanterweise bestand die AG in der DDR weiter: 1948 wurde das Kapital 1:1 von RM auf DM umgestellt, die alten Aktien blieben bis 1960 (in dem Jahr fand in Karl-Marx-Stadt die letzte nachgewiesene Hauptversammlung statt) gültig! Ohne Lochentwertung.

Los 1422

Schätzwert 50-150 €

Sächsische Wollwaaren-Druckfabrik AG vorm. Oschatz & Co.

Eine Auflagenermittlung ist unmöglich: Ursprünglich sollte das Kapital von 2 Mio. M in 2.000 Stück zu 1.000 M eingeteilt sein, dorch wurden 1906 Anteilscheine zu 100 und 1.000 M begeben. Diese konnten durch eine Zuzahlung von 30 % in VZ-Anteile mit 7 % Dividendenvorzug umgewandelt werden, weitere 20 % Zuzahlung machten daraus privilegierte VZ-Anteile mit einem Vorzug von 125 % bei Liquidationsausschüttungen. Durch Wandlungen wurden so 1911, 1912, 1914 und 1916 VZ-Anteile zu 100 und 500 M ausgegeben, für die ältere Stücke entsprechend eingezogen worden sein müssen. 1928 erfolgte ein Neudruck von Anteilen zu 10, 50 und 100 RM für das jetzt noch 78.090 RM betragende Kapital, ohne daß aber ältere Urkunden vollständig aus dem Umlauf verschwanden. Gründung 1903 als Deutsche Kolonial-Gesellschaft, was damals (durch Verleihungsbeschluß des Bundesrates) eine eigene Rechtsform war. Die Ges. besaß eine 2.200 ha große Kautschuk-Pflanzung bei Saluafata auf der Südeeinsel Samoa, später größtenteils auf Kakao umgestellt. Beschäftigt waren 120 chinesische Arbeiter und 4 deutsche Aufseher. Die Arbeitsbedingungen der Chinesen waren derart unmenschlich, daß der deutsche Konsul Solf zu einer Untersuchung gezwungen wurde: Der Repräsentant der Samoa-Gesellschaft, Richard Deeken, kam anschließend als schuldig am Tod chinesischer Arbeiter ins Gefängnis. Nach Verlust der südseeischen Besitzungen im 1. Weltkrieg später Erwerb einer Sisal-Pflanzung im ehemaligen Deutsch-Ostafrika, die dann im 2. Weltkrieg verlorenging. Börsennotiz Hamburg. 1952 in Abwicklung getreten. Nur 11 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schönheide i. Erzgeb., Aktie 1.000 Mark Dez. 1921 (Auflage 500, R 4) EF

Los 1425

Schätzwert 75-150 €

Gründung 1900 mit Übernahme der Firma Oschatz & Co. Betrieb einer Wollwaren-Druckfabrik, Färberei und Weberei. Großaktionär: Mechanische Weberi AG Zittau.

Berlin, priv. VZ-Anteilschein 100 Mark Sept. 1912 (R 7) VF+

Safata-Samoa-Gesellschaft Identische Gestaltung wie folgende Lose.

Los 1429

Salzwedel, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 Mark Dez. 1909 (Auflage 150, R 8) EFDie Anleihe von 150.000 M vermittelte das Salzwedeler Privatbankhaus M. Nelke Wwe. Großformatiges, dekoratives Stück mit Originalunterschriften und Abb. einer Dampflok, außerdem ist im Unterdruck großflächig der Götterbote Hermes vor einem fahrenden Zug. Gegründet 1901 zum Bau einer 14 km langen meterspurigen Schmalspurbahn, welche von der ein Jahr zuvor eröffneten Stammstrecke SalzwedelDiesdorf der Salzwedeler Kleinbahn GmbH am Haltepunkt Salzwedel-Altpervertor abzweigte und über Mahlsdorf nach Jeggeleben/Winterfeld führte (am Zielbahnhof bestand Anschluß an die Strecke Kalbe-Beetzendorf der Kleinbahn-AG Bismark-Gardelegen). Nach Umbau auf Regelspur 1927 wurde die Strecke 6 km länger und führte dann bis Badel. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit hatten sich schon zuvor beide GmbH’s 1921 zur Salzwedeler Kleinbahnen GmbH zusammengeschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg zunächst der Sächsische Provinzbahnen GmbH zugeteilt, 1949 an die Deutsche Reichsbahn übergegangen. Der Güterverkehr wurde auf beiden Strecken 1994 eingestellt. Der Personenverkehr war auf der Südoststrecke bereits 1980 eingestellt worden, auf der Stammstrecke Salzwedel-Diesdorf fuhr 1995 nach zweitweiliger Unterbrechung 1995 der letzte Zug.

Schätzwert 100-150 €

Safata-Samoa-Gesellschaft Berlin, Anteilschein 10 RM Dez. 1928 (R 8) VF Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1430

Schätzwert 100-150 €

Safata-Samoa-Gesellschaft

Betriebswerk Salzwedel um 1980

Berlin, Anteilschein 50 RM Dez. 1928 (R 8) EF Identische Gestaltung wie voriges Los.

Los 1431

Schätzwert 125-200 €

Saline Ludwigshalle AG

Los 1433

Bad Wimpfen a.N., Aktie 1.000 RM Okt. 1941 (Auflage 500, R 7) EF

Salzwedeler Kleinbahnen GmbH

Gründung 1817 von einigen Bürgern unter Führung der Familie Merkle, bereits seit 1821 AG. Bis 1921 reine Saline, dann auch Gründung einer Abteilung Chemische Fabrik (Flußsäure, flußsaure Salze). Beteiligung an der Flußspatwerk Schwarzenfeld GmbH. Börsennotiz: Freiverkehr Stuttgart. Gehört heute zur Solvay Fluor und Derivate GmbH & Co. KG (früher Kali-Chemie).

Schätzwert 75-125 €

Salzwedel, Geschäftsanteilschein ..... RM 20.3.1935 (Teilblankette, R 6) EF+ Gegründet 1899 zum Bau der 30 km langen meterspurigen Schmalspurbahn SalzwedelDiesdorf, die den ländlichen Raum der Altmark südlich von Salzwedel erschließen sollte. Ausgangspunkt war der Bahnhof Salzwedel-Neustadt gegenüber dem Staatsbahnhof (mit der 1889 erbauten Staatsbahnstrecke nach Oebisfelde). In Diesdorf bestand später Anschluß an

139

normalspurige Strecken der Kleinbahn-AG Bismark-Gardelegen nach Beetzendorf (ab 1903) und nach Wittingen in der Provinz Hannover (ab 1909). Ferner bestand in Salzwedel ein Pferdebahn-Anschlußgleis zur Zuckerfabrik. 1921 Zusammenschluß mit der Salzwedeler Kleinbahn Südost GmbH. Los 1434

Schätzwert 75-150 €

Sarotti AG Berlin, Aktie 20 Goldmark 23.8.1924 (Auflage 190000, R 5) UNC

Los 1441

Sehr dekorativ mit dem berühmten SarottiMohren. Gründung 1903 unter Übernahme der Chocoladen- und Cacaofabriken „Hoffman & Tiede“ und „Felix & Sarotti“. 1971 Übertragung des operativen Geschäfts auf Nestlé Deutschland. Der berühmte Sarotti-Mohr, der 1918 gestaltet und erstmals werbemäßig eingesetzt wurde, fand sich 1993 unvermittelt in einer Diskussion um Diskriminierung wieder: „Nestlé: Der Sarotti-Mohr ist kein Neger“. Los 1435

Nuttlar a.d. Ruhr, Namens-Actie 200 Thaler 7.12.1867. Gründeraktie (Auflage 625, R 7) VF

Schätzwert 175-300 €

Sarotti AG Berlin, Aktie 2.000 Goldmark 23.8.1924 (Auflage 200, R 7) EF+

Schätzwert 250-400 €

Schieferbau-AG „Nuttlar“

Sarotti-Mohr, ausgestellt im Imhoff-Stollwerck-Museum, Köln

Identische Gestaltung wie voriges Los. Dieser hohe Nennwert war vorher vollkommen unbekannt gewesen, wie übrigens auch die beiden folgenden späteren Emissionen.

Schöne Zierumrandung mit Rocailles, Originalunterschriften. Gegründet 1857 als Geßner & Co. KGaA, 1867 umbenannt in “Schieferbau-AG Nuttlar”. Ab 1885 Verlagerung der Schiefergewinnung im Tagebau zum bergmännischen Tiefbau. 1912 Erwerb der Schiefergrube “Silbacher Bruch” (1940 stillgelegt), weiter in Betrieb genommen 1919 die Grube “Christine” in Willingen und 1942 die Grube “Eva” bei Bestwig. Seit 1962 zusätzlich Betonstein-Fertigung, nach wie vor in Betrieb waren die Schiefergruben “Ostwig” bei Nuttlar und “Christine” in Willingen. 1971 Umwandlung in die “Schieferbau Schmelzer & Co. KG”. Rückseitig eine Vielzahl Übertragungsvermerke bis 1922. Los 1442

Schätzwert 325-500 €

Schieferbau-AG „Nuttlar“ Nuttlar a.d. Ruhr, Namens-Actie 200 Thaler 30.9.1875 (R 9) VF

Los 1439

Schätzwert 100-250 €

Schermbecker Thon& Falzziegelwerke AG Los 1436

Schätzwert 75-175 €

Sarotti AG Berlin-Tempelhof, Aktie 1.000 RM März 1938 (R 5) UNC Identisch gestaltet wie folgendes Los.

Los 1437

Schätzwert 50-125 €

Schöne Zierumrandung mit Rocailles, Originalunterschriften. Die spätere Ausgabe war vorher unbekannt. Kleine Randschäden fachgerecht restauriert.

Schermbeck (Rhld.), Aktie 1.000 Mark 1.11.1902 (Auflage 400, R 5) VF Gründung 1902. Herstellung von Doppelpfalz-, Hohlpfalz- und Hohlziegeln. 1970 erwarb die Firma Nelskamp die am Waldweg in Schermbeck gelegenen Produktionsanlagen und verlegte ihre Produktion dorthin. Mit etwa 12 Mio. Tondachziegeln jährlich ist die Firma Nelskamp das einzige noch produzierende Ziegelwerk in Schermbeck.

Gründung bereits 1832. AG seit 1927. Herstellung von ätherischen Ölen, Riechstoffen, chem. u. pharmazeut. Produkten, Extrakten, Essenzen und Farben. 1929 Kauf der Fa. Anton Deppe Söhne in Hamburg. 1939 Erwerb der Anlagen der Dekfa-Kulör-Fabrik in Fredersdorf bei Berlin. In der DDR Teil eines Kombinates, zu dem fast alle kosmetischen Betriebe des Landes gehörten. 1993 privatisiert als Miltitz Aromatics GmbH mit Sitz in Wolfen (Sachsen-Anhalt).

Los 1445

Schätzwert 50-125 €

Schleifmittel AG vormals Pike & Escher Sonneberg i. Thür., Aktie 300 RM Jan. 1934 (Auflage weniger als 204, R 6) EF Gründung 1923 in Hamburg zur Weiterführung der Geschäfte von Bösenberg, Trinks & Co. / Pike & Escher GmbH. Herstellung und Vertrieb von Schleifmitteln und Schleifmaterialien. 1933 Vergleichsverfahren. 1934 Sitzverlegung nach Sonneberg (Thür.), in Hamburg blieb eine Zweigniederlassung bestehen. 1963 wird die ehemalige Schleifmittel AG am Langen Weg in Sonneberg dem VEB Vereinigte Porzellanwerke angegliedert und kurze Zeit später an Ultramöbel abgegeben.

Sarotti AG Los 1443

Berlin-Tempelhof, Aktie 1.000 RM April 1940 (R 4) UNC

Schätzwert 75-125 €

Schiffbau-Gesellschaft Unterweser AG Wesermünde-Lehe, Aktie 1.000 RM Sept. 1942 (Auflage 300, R 6) EF+ Gründung 1903, AG seit 1921. Damals eine der bedeutendsten Werften Norddeutschlands, insbesondere als Fischdampferwerft. Notierte im Freiverkehr Bremen und Hamburg. 1972 Fusion mit der F. Schichau GmbH, 1984/85 in den Vulkan-Verbund eingegliedert. Los 1444 Los 1440

Los 1438

Schätzwert 10-50 €

Scheidemandel-Motard-Werke AG

Schätzwert 50-125 €

Schermbecker Thon& Falzziegelwerke AG

Miltitz b. Leipzig, Aktie 1.000 RM 11.7.1927 (Auflage 5600, R 2) EF

Schermbeck (Rhld.), Aktie 1.000 Mark 30.4.1922 (Auflage 1200, R 4) EF

Berlin, Aktie 1.000 RM Juli 1941 (R 2) EF Unternehmer aus Landshut (Bayern) und Frankfurt (Main) brachten bei der Gründung der “AG für chemische Produkte vormals H. Scheidemandel” mit Sitz in Landshut drei süddeutsche Fabriken ein, von denen die Scheidelmann’sche Kunstdünger- und chem. Produktenfabrik in Landshut die bedeutendste war. Hergestellt wurden vor allem tierische Leime, Futter- und Düngemittel. Nach Erwerb weiterer Fabriken in Norddeutschland 1904 Sitzverlegung nach Berlin. 1937 Verschmelzung zur ScheidemandelMotard-Werke AG. Nach 1945 verblieben die Werke Lüneburg, Minden und Wiesbaden (Leimsektor) sowie Berlin, Mannheim, Neuss und Offenbach (Fettsektor). 1970 Umfirmierung in Scheidemandel AG, 1980 Sitzverlegung nach Wiesbaden und Beherrschungsvertrag mit der Deutsche Gelatine-Fabriken Stoess & Co.; 1987 Sitzverlegung nach Eberbach/Baden, 1999 komplett in die Stoess-Gruppe eingegliedert. 140

Schätzwert 20-60 €

Schimmel & Co. AG

Nr. 1442

Mit Abb. eines großen Firmensignets (u.a. Löwen mit Krone). G&D-Druck.

Los 1446

Schätzwert 150-250 €

Schleizer Kleinbahn AG Weimar, Aktie 10 x 1.000 RM Juli 1931 (Auflage 148, R 5) EF+ Gründung 1927 zum Bau und Betrieb der 15 km langen normalspurigen elektrifizierten Kleinbahn Schleiz-Saalburg-Ebersdorf (eröffnet im Juni 1930). Großaktionäre waren die AG Thüringische Werke, die AG Obere Saale und das Deutsche Reich, ferner Kreis und Stadt Schleiz. Der Bau der Bleilochtalsperre ab 1927 benötigte für den Materialtransport eine Anschlußbahn.

Nr. 1451

Die Anliegergemeinden nutzten diese einmalige Gelegenheit, nunmehr den schon lange geplanten Bahnanschluss zu realisieren. Auf der Strecke verkehrten mit bis zu 7 Zugpaaren täglich zwei elektrische Personentriebwagen mit vier Beiwagen und zwei Gepäcktriebwagen. Eine zunächst dem Materialtransport dienende 3 km lange Zweigbahn von Gräfenwarth zur Sperrmauer wurde von der AG Obere Saale als Bauherr der Bleilochtalsperre erbaut und an die Schleizer Kleinbahn verpachtet, die nach Fertigstellung der Talsperre ab Mai 1932 die Strecke im 20-Minuten-Takt für Touristenverkehr bediente. Nach dem 2. Weltkrieg blieb die AG ungewöhnlicher Weise selbständig und wurde erst im April 1949 der Deutschen Reichsbahn unterstellt. Die elektrische Zugförderung wurde 1969 eingestellt, doch Schienenbusse befuhren die Strecke noch bis 1996. Ende 2008 erwarb die Stadt Schleiz die Kleinbahnstrecke von der Deutschen Bahn, baute die Bahnanlagen ab und eröffnete 2010 auf der alten Trasse einen Radweg.

Los 1453

Gotha, Aktie 1.000 Mark 29.6.1923 (Auflage 771, R4) EF

Los 1450

Schätzwert 50-125 €

Schlesische Furnierwerke AG vormals Simon Bernhard Levi Breslau, Aktie 10.000 Mark Sept. 1923. Gründeraktie (Auflage 7000, R 5) EF Gründung 1923. Betrieb von Holzgeschäften und Fortbetrieb des unter der Firma Simon Bernhard betriebenen Handelsgeschäftes. Zweigniederlassungen in Kunzendorf a.O. und Hamburg. Nach 1933 Arisierung, der Name wurde geändert in Schlesische Furnierwerke AG. Los 1451

Schätzwert 200-275 €

Schlesische Pappenfabriken AG Wehrau bei Klitschdorf, Aktie 100 RM 30.4.1925 (Auflage 2470, R 9) EF-

Los 1447

Schätzwert 160-250 €

Schlesische Chemie-AG Breslau, Namensaktie Gruppe A 1.000 RM Juli 1942 (Auflage 10000, R 8) EF Gründung März 1942. Herstellung insbesondere von Tonerde, Schwefelsäure und Zement. Firmenmantel: 1973 verlagert nach Hamburg, 1974 aufgelöst, 1975 nach Abwicklung erloschen.

Los 1448

Schätzwert 50-125 €

Schlosshotel AG

Gründung 1900 zwecks Fortführung und Erweiterung der früheren Gräflich zu Solmsschen Pappenfabrik zu Neuhammer, Kr. Sagan, (Grundbesitz ca. 25 ha), und des von der früheren Firma Klitschdorfer Papierfabrik Sattig & Co. in Hirschberg in Schlesien betriebenen, zu Wehrau belegenen Fabrikgeschäfts, Herstellung von Hand- und Maschineniederpappe. Es bestand ein Zweigwerk in Neuhammer am Queis. Großaktionär (1943): Friedrich Fürst zu Solms-Baruth. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

1833), den Erfinder der Schnellpresse. Seit 1920 AG. 1995 Verschmelzung mit der Schnellpressenfabrik Albert in Frankenthal (Pfalz). Den größten Coup landete Koenig & Bauer nach der Wende mit der Übernahme des DDR-Vorzeigebetriebes Planeta in Radebeul: zum einen gelang es damit, sich im Bereich der Bogenmaschinen direkt gegen den Erzkonkurrenten Heidelberger Druckmaschinen zu positionieren. Zum anderen braucht Koenig & Bauer wegen des gigantischen Planeta-Verlustvortrages trotz glänzender Ertragslage bis lange nach der Jahrtausendwende keine Ertragsteuern zu bezahlen. Los 1457

Los 1454

Schätzwert 100-125 €

Schmirgelwerke AG Berlin, Aktie 1.000 Mark Jan. 1923 (Auflage 20000, R 9) VF+ Gründung 1920, während der Inflationszeit kamen gleich 5 Kapitalerhöhungen! Das Schleifmittelwerk in der Sedanstraße in Potsdam wurde 1925 wieder stillgelegt. 1931 im Handelsregister von Amts wegen gelöscht. Nur 5 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1455

Schätzwert 175-300 €

Schnellpressenfabrik AG Heidelberg, Aktie 100 RM Jan. 1925 (Auflage 11200, R 8) EF+ Gründung 1850, AG seit 1899. Zunächst Produktion vollautomatischer Buchdruckmaschinen, von denen der berühmte “Heidelberger Tiegel” Weltgeltung erlangte. Viele dieser Maschinen sind, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern, bis heute unermüdlich im Einsatz. 1929 Übernahme der Vereinigten Fabriken C. Maquet AG in Heidelberg sowie der Mag Maschinenfabrik AG in Geislingen. 1967 Umfirmierung in Heidelberger Druckmaschinen AG. Jahrzehntelang war das RWE (früher über die Zwischenholding Lahmeyer) Großaktionär und konnte beim “weißen Raben” des deutschen Maschinenbaus lange Zeit fürstliche Erträge realisieren. Heutzutage immer noch Weltmarktführer bei Bogendruckmaschinen, aber der Lack ist etwas angekratzt: Auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise 2008/09 musste Heideldruck zur Sicherung des Überlebens Staatshilfe beantragen. Vorher völlig unbekannt gewesen!

Schätzwert 400-500 €

Schokoladenfabrik Wilhelm Erfurt KGaA Erfurt, Aktie 1.000 Mark 7.10.1922 (Auflage 17500, R 10) EF-VF. Großformat, herrliche Art-Deko-Gestaltung. Gründung am 29.9.1921 zwecks Übernahme und Weiterführung der Schokoladenfabrik Wilhelm Erfurt mit Zweigniederlassungen in Hamburg, München, Frankfurt und Leipzig. Kurz nach Gründung der KGaA wurde auf dem 20.000 qm großen Gelände der ehem. Baumannschen Brauerei in der Sedanstr. 7 ein großer Neubau für die Fabrikation errichtet. 1926 Verpachtung an die Erfurt-Erfurt GmbH. Diese geriet 1929 ebenso in Konkurs wie der persönl. haftende Gesellschafter Wilhelm Erfurt. Daraufhin ging die KGaA im April 1929 in Liquidation, doch im Dez. 1929 wurde auf Initiative der Kommanditaktionäre die Fortsetzung als normale Aktiengesellschaft beschlossen. Die Weltwirtschaftkrise erzwang dann endgültig die Produktionseinstellung. Nach Umfirmierung 1934 in “Erfurter Grundstücks-AG Sedanstraße 7” widmete sich die Ges. nur noch der Verwaltung des Fabrikareals. 1937 Umwandlung auf den Hauptaktionär. Zuvor ganz unbekannt gewesen!

Schätzwert 75-150 €

Schlesische Dach-, Falz-Ziegelund Chamotten-Fabrik AG Görlitz, Aktie 1.000 Mark 1.1.1900. Gründeraktie (Auflage 750, R 6) EF Großformat. Vignetten mit Dachziegeln in der Umrandung. 1918 Umfirmierung in „Kodersdorfer Werke AG“. Die noch heute bestehende Ziegelei lieferte u.a. die einzigartig gefärbten Ziegelsteine für das deswegen so genannte „Rote Rathaus“ in Berlin (der Name bezog sich schon immer auf die Ziegel, nicht auf die Politik).

Los 1449

Los 1452

Los 1458

Schätzwert 125-250 €

Gotha, Aktie 1000 Mark 5.4.1911. Gründeraktie (Auflage 450, R 5) EF Gründung 1911. Das Schloßhotel wurde auf den Grundstücken Karolenplatz 1 und Siebleber Wall 1 - 3.a errichtet, das Areal für den Garten von der Herzogl. Hofkammer dazu gepachtet. Im Schloßhotel residierte u.a. der “Baron Korff”, der Hochstapler Harry Domela (1927 festgenommen). Das Gebäude wurde 1945 durch Bomben schwer beschädigt. Nach 1945 entstand an der Stelle ein Bürogebäude.

Schätzwert 100-200 €

Schornsteinaufsatz- und Blechwaren-Fabrik J. A. John AG

Schlosshotel AG

Los 1456

Schätzwert 150-250 €

Schnellpressenfabrik Koenig & Bauer AG Würzburg, Aktie 1.000 RM Jan. 1930 (Auflage 2395, R 6) EF-VF Gründung 1817 als älteste Druckmaschinenfabrik der Welt durch Friedrich Koenig (1773-

Ilversgehofen bei Erfurt, Aktie 1.000 Mark 1.1.1902. Gründeraktie (Auflage 400, R 4) EF-VF Die schon länger bestehende Maschinen- und Blechwarenfabrik J. A. John wurde 1902 in die “Schornsteinaufsatz- und Blechwaren-Fabrik J. A. John AG” umgewandelt, seit 1911 nur noch kurz als J. A. John AG firmierend. Grundlage des Unternehmens waren die Schornsteinaufsätze des genialen Ingenieurs John, bei denen sich die Auslaßöffnung durch den Wind auto-

Schätzwert 30-80 €

Schlesische Druckerei AG Breslau, Aktie Ser. C 100 RM 6.1.1925 (Auflage 1220, R 4) EF Gründung 1923. Die Druckerei und Verlagsanstalt in der Tauentzienstr. 49 beschäftigte 10 Angestellte und 33 Arbeiter. Börsennotiz Freiverkehr Breslau.

Nr. 1455

Nr. 1457 141

matisch in die windabgewandte Richtung dreht, es kann also niemals in den Schornstein regnen. Sie sind noch heute in aller Welt zu finden (nur in Deutschland nicht, da sind sie feuerpolizeilich verboten, weil sie ja evtl. einrosten können und sich dann nicht mehr drehen). Auch die Abteilung für Wäscherei-Maschinen, Heizungs- und Lüftungs- sowie sonstige gesundheitstechnische Anlagen hat einen Höhepunkt zu bieten: John war der Erfinder der Trommelwaschmaschine! Eine weitere Spezialität waren Anlagen und Apparate für Kellereien. Zuletzt in Berlin (zuvor auch Dresden) börsennotiert, nach 1945 enteignet und als VEB weitergeführt, später einer der größten Maschinenbaubetriebe der DDR.

Nr. 1466

Nr. 1467 Los 1467

Schätzwert 600-750 €

Sektkellerei Schloss Wachenheim AG Wachenheim a. d. Weinstraße, Aktie 100 RM Febr. 1942 (Auflage 1500, R 11) EFLos 1459

Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 100-125 €

Schreberverein der Ostvorstadt Leipzig C1 e.V.

Los 1468

Leipzig, Namens-Anteilschein B 200 RM 23.5.1934 (R 8) EF Datum maschinenschriftlich, mit Originalunterschriften. 1864 gründete der Leipziger Schuldirektor Ernst Innozenz Hauschild den ersten Schreberverein, indem Land für die sportliche Betätigung der Kinder gepachtet wurde. Der zweite Verein, der den Namen Schrebers trug, war der 1870 gegründete “Schreberverein der Ostvorstadt”, 1892 neugegründet. Der Verein mit Sitz in der Holsteinstraße existiert heute noch.

Los 1465

Schätzwert 20-60 €

Schuhfabrik Luwal AG Luckenwalde, Aktie 100 RM 31.8.1938 (Auflage 3900, R 2) UNC-EF fensichtlich in der Schützengesellschaft liegen, nachweisbar. Eingetragen auf die Firma Bürgerliches Brauhaus AG, Saalfeld. Nur 12 Stück lagen im Reichsbankschatz.

G & D-Druck. Gründung 1921. Produktion von Schuhwaren, bes. Hausschuhe. Die Fa. lautete bis 1924 Schuhfabrik Dulbergt AG, danach Schuhfabrik Luwal AG. Nach 1946 VEB Luwal. Seit 1995 ist eine Werkstatt der ELSTER-Werkstätten gGmbH auf dem Gelände der ehemaligen Schuhfabrik durch die Lebenshilfe Elsterkreis eingerichtet worden.

Los 1466

Schätzwert 400-500 €

Sektkellerei Wachenheim AG Wachenheim (Rheinpfalz), Aktie 300 RM Sept. 1928 (Auflage 1500, R 9) EFLos 1460

Schätzwert 20-60 €

Schüchtermann & Kremer-Baum AG für Aufbereitung Dortmund, Aktie 100 RM Jan. 1936 (Auflage 3760, R 3) EF Schrift teilweise im Art déco. Gründung 1905. Herstelllung u.a. von Aufbereitungs- u. Brikettierungsanlagen, Kokereimaschinen, Filtern, Dampfmaschinen und Blechen. Hervorgegangen aus der Gewerkschaft Schüchtermann & Kremer und der Maschinenfabrik Fritz Baum in Herne. 1932 Übernahme der abgewickelten Baroper Maschinenbau AG.

Los 1461

Los 1463

Schätzwert 100-150 €

Schützengilde Eisenach Eisenach, Namens-Anteilschein 100 Goldmark 19.5.1924 EF Schöne florale Zierumrandung. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 40-100 €

Schüchtermann & Kremer-Baum AG für Aufbereitung

Los 1464

Dortmund, Aktie 1.000 RM Nov. 1941 (Auflage 894, R 3) EF

Schützenverein Walldorf a.W. und Umgebung e.V.

Gründung 1888 in Wachenheim an der Weinstrasse als Deutsche Schaumweinfabrik durch Übernahme der Sektkellerei Gebr. Böhm. Umbenannt 1913 in Sektkellerei Wachenheim AG und 1939 in Sektkellerei Schloss Wachenheim AG. 1996 Vergleichsverfahren, anschließend Übernahme der Aktienmehrheit durch die Günter Reh AG aus Trier (die seit den 1970er Jahren unter der Marke Faber Sekt Schaumwein erstmals für breite Konsumentenschichten erschwinglich gemacht hatte). Anschließend wurde Schloss Wachenheim Dachmarke der ganzen Reh-Gruppe und ist mit einer Jahresproduktion von 220 Mio. Flaschen Sekt und Schaumwein Weltmarktführer mit einem Weltmarktanteil von 10 %. In Deutschland steht die Gruppe mit den Marken Faber, Schloss Wachenheim, Feist Belmont, Nymphenburg, Schweriner Burggarten und Kleine Reblaus an dritter Stelle hinter Rotkäppchen-Mumm und Henkell & Söhnlein. In Frankreich, Polen, Rumänien, der Tschechei und der Slowakei, wo jeweils eigene Produktionsstätten unterhalten werden, ist die bis heute börsennotierte Schloss Wachenheim AG sogar Marktführer im Schaumweinmarkt. Aktien dieses bekannten Unternehmens aus der Zeit vor 1945 waren vorher völlig unbekannt!

Schätzwert 100-150 €

Walldorf a. W., Anteilschein 25 RM 23.3.1929 (R 9) EF+ Los 1462

Schätzwert 100-150 €

Schützengesellschaft Stützerbach Stützerbach i. Thür., Namens-Anteilschein 25 RM 10.5.1930 (R 8) Abheftlochung. EF Heute ist nur noch eine SG Stützerbach/Imenau TTTV, ein Tischtennisverein, dessen Wurzeln of-

142

Schätzwert 150-250 €

Servais-Werke AG

Ausgesprochen dekorativ, mit Schießscheibe, Gewehr, Jägerhut und Eichenlaub. Originalunterschriften. Der uralte Ort Walldorf an der Werra (982 erstmals urkundlich erwähnt) Werra liegt zwischen Eisenach und Meiningen. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schloss Wachenheim

Witterschlick bei Bonn, Aktie 1.000 RM Juli 1944 (Auflage 150, R 7) EF Ursprung ist das 1877 von Lamberty Servais & Cie. in Ehrang bei Trier gegründete Werk für Flurplatten, Trottoirsteine, Röhren und feuerfestem Material, dem 1880 noch eine Mosaikfabrik angegliedert wurde. Die zweite Wurzel ist das 1889 von Paul Servais in Witterschlick bei Bonn gegründete Tonwerk Witterschlick Servais & Co. Beide Unternehmen fusionierten 1902 zur Vereinigte Servais-Werke AG mit Sitz in Ehrang bei Trier. Sitzverlegungungen 1921 nach Trier und 1940 nach Witterschlick, zugleich Umbenennung in Servais-Werke AG. Die AG mit ihren Werken Ehrang, Ismaning und Sinzig verkauften die bisherigen Eigentümer (Wessel-Werke AG und Familie Servais in Luxemburg) 1986 an die AGROB, zugleich Umfirmierung in AGROB WESSEL SERVAIS AG. In den Griff bekam die AGROB die Probleme dieser Werke nie, mußte sie 1993 schließen und am Ende auch selbst die Produktion einstellen.

Los 1469

Schätzwert 125-200 €

Siegen-Solinger Gussstahl-Aktien-Verein Solingen, Aktie 1.200 Mark März 1918 (Auflage 1250, R 7) EF-VF Gründung 1872. Gussstahlfabriken in Solingen-Wald sowie (wegen der günstigeren Energiekosten durch die mitteldeutsche Braunkohle) in Frankleben und Groß-Kayna bei Merseburg, wo ein neues Elektrostahlwerk errichtet wurde. 1922 Übernahme der Weyersberg, Kirschbaum & Cie. AG mit 2 Werken in Solingen und Wald, wo Fahrräder, Motorräder, Haarschneidemaschinen und blanke Waffen hergestellt wurden. 1924 Sitzverlegung nach Berlin (dort auch börsennotiert). 1932 als Folge der Weltwirtschaftskrise in Konkurs gegangen.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert

Los 1470

Schätzwert 30-75 €

Siegen-Solinger Gussstahl-Aktien-Verein Solingen, Aktie 1.200 Mark Dez. 1920 (Auflage 3415, R 3) EF-VF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 1471

se eingeführt. Seit 1966 firmiert das Weltunternehmen nach Fusion mit der Siemens-Schukkertwerke als Siemens AG. Aus jahrzehntelangen Kämpfen zwischen Siemens & Halske und der A.E.G. unter Walter Rathenau um die Vorherrschaft auf ihren gemeinsamen Märkten ging Siemens schließlich als Sieger hervor während die AEG letztlich völlig unterging - und ist heute neben Daimler-Benz der größte deutsche Industriekonzern. Zu den Pionierleistungen der ersten Tage zählt die Verbesserung des elektrischen Zeigertelegraphen, die Verlegung der ersten großen unterirdischen Telegraphenleitung Berlin-Frankfurt a.M. (1848-1849), die Erfindung des Doppel-T-Ankers (1856) und Dynamos (1866) sowie der Bau der ersten brauchbaren elektrischen Lokomotive (1879).

Schätzwert 30-75 €

Siegersdorf Kr. Bunzlau, Aktie 1.000 RM 19.1.1929 (Auflage 2200, R 4) EF

Leipzig, Aktie 1.000 RM 25.1.1933 (Auflage 1400, R 2) UNC-EF

Los 1478

Schätzwert 800-1000 €

Spar- und Vorschuss-Verein Grosshartmannsdorf Los 1474

Schätzwert 80-125 €

SILVA Holz-AG Berlin, Aktie 20 RM Jan. 1925 (Auflage 31500, R 7) EF Gründung 1922. Betrieb von Werken der Holzindustrie, Handel mit Holz. Grundbesitz: Holzlagerplatz in Französisch-Buchholz bei Berlin. Größere Aktienpakete besaßen das Bankhaus Bleichröder, die Danat-Bank, die Deutsche Bank, die Disconto-Gesellschaft und das Bankhaus Aufhäuser. 1927 wurde statt Liquidation eine Sanierung beschlossen. 1931 von Amts wegen gelöscht.

Los 1472

Schätzwert 10-50 €

G & D-Druck. Gründung 1847. AG seit 1932. Übernahme und Ausführung aller Arbeiten des graphischen Gewerbes, insbes. Fortführung der Spamerschen Buchdruckerei u. der Spamerschen Buchbinderei in Leipzig. 1949 Verlagerung nach München. 1952 erfolgte die amtl. Löschung.

Siegersdorfer Werke vorm. Fried. Hoffmann AG Gründung 1876, seit 1894 AG. Herstellung von Verblendplatten, glasierten Spaltplatten, Schamottematerialien, säurefesten Erzeugnissen. Zweigwerke in Gersdorf und Lauban. Börsennotiz Berlin und Breslau.

Los 1477

Spamer AG

Grosshartmannsdorf, Actie 1.000 Mark 31.3.1890. Gründeraktie (Auflage nur 54 Stück, R 10) VF Mit zwei runden Vignetten. Originalunterschriften. Gegründet durch Handwerker und Händler im sächsischen Großhartmannsdorf bereits 1863 als Genossenschaft, seit 1890 AG. 1938 wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1479

Schätzwert 75-150 €

Sparer-Haus- und Wohnungsgenossenschaft Magdeburg eGmbH (Sparer-Schutzkasse) Magdeburg, 5 % Teilschuldv. Ser. IV 100 RM 1.10.1938 (Auflage 131, R 8) EF-VF Die 1936 gegründete Wohnungsgenossenschaft besaß Wohnhäuser in Magdeburg (Ottovon-Guericke-Straße, Himmelreichstraße und Lüneburgerstraße), MD-Neustadt (Wittenbergerstraße und Hohepfortestraße), MD-Buckau (Schönebeckerstraße) und Burg bei Magdeburg (Clausewitzstraße). Sie finanzierte sich im wesentlichen durch auf dem Grundbesitz abgesicherte Anleihen, die bei Kleinsparern platziert wurden. 1943 durch Verschmelzung auf die Volksbank Magdeburg eGmbH übergegangen.

Schätzwert 50-100 €

Siegersdorfer Werke AG Siegersdorf Kr. Bunzlau, Namensaktie 1.000 RM Mai 1943 (Auflage 2000, R 5) EF-

Los 1475

Schätzwert 30-75 €

Simonius’sche Cellulosefabriken AG Fockendorf (Thür.), Aktie 1.000 RM 26.7.1928 (Auflage 1400, R 3) EF

Los 1473

Schätzwert 40-75 €

Gründung 1894 unter Übernahme der KG A. Simonius & Co. in Wangen i.Allgäu. 1926 Sitzverlegung nach Fockendorf. 1935 Umfirmierung in Papierfabrik Fockendorf AG. Auch Besitz des Braunkohlenwerkes „Grube Augusta“, Pahna bei Fockendorf. Hergestellt wurden Papier und Holzschliff. Großaktionär: Zellstofffabrik Waldhof, Mannheim. Börsennotiz Berlin. Betrieb nach 1946 VEB Zellstoff- und Papierfabrik Trebsen, BT Fockendorf, 1990 geschlossen.

Siemens & Halske AG + Siemens-Schuckert-Werke Berlin, 4,5 % Teilschuldv. 1.000 RM Mai 1938 (Auflage 9000, R 5) VF Original signiert. Werner von Siemens (1816-1892) gilt als Begründer der Elektrotechnik. Bereits 1847 gründete er mit dem Berliner Uhrmacher und Maschinenbauer J.G. Halske die „Telegraphenbauanstalt“ mit Sitz in Berlin in der Rechtsform einer oHG. Die Weiterentwicklung und Verbesserungen der Telegraphen von Samuel Morse, W.F. Cooke und C. Wheatstone bildeten die Basis für den weiteren Erfolg des Unternehmens. Wilhelm und Carl Siemens, die Brüder von Werner Siemens, hatten ganz erheblichen Anteil am Erfolg der breit gestreuten, außerordentlichen Geschäftsaktivitäten, die sich bald auf Europa und Übersee ausbreiteten und dem Namen Siemens zur Weltgeltung verhalfen. 1897, erst 50 Jahre nach Gründung der Berliner „Telegraphenbauanstalt“ und bereits nach dem Tod Werner von Siemens’, wurde das Unternehmen unter Führung der Deutschen Bank in eine AG umgewandelt und an der Bör-

Los 1476

Schätzwert 20-50 €

Sohler-Werke AG Leopoldshall (Anhalt), Aktie 100 RM 7.5.1930 (Auflage 500, R 4) EF Gründung 1922. Herstellung von Blechpakkmittel. Großaktionäre: Eisen- und Hüttenwerke AG (Werk Thale), C. W. Adam & Sohn in Staßfurt-Leopoldshall und die Kaliwerke Salzdetfurth AG. Zuletzt gehörte der Betrieb zum Mansfeld-Kombinat.

Nr. 1478 143

Los 1480

Schätzwert 75-175 €

Sparerschutzbank Thüringen eGmbH Weimar, Anteilschein 20 RM 28.11.1927 (R 5) EF Kreisrunde Vignette mit geballter Faust. Los 1481

Nr. 1481

Nr. 1468

Schätzwert 275-350 €

Neuhof Textil-Holding AG. Noch heute bestehende Gesellschaft. Bisher vollkommen unbekannt gewesen. Nur 3 Stücke wurden dann im Reichsbankschatz gefunden, dies ist jetzt das allerletzte noch verfügbare.

Speditions-Verein Mittelelbische Hafen- und Lagerhaus-AG Wallwitzhafen bei Dessau, Aktie 1.000 Mark 8.9.1899. (Blankette der Gründeraktie, R 8) UNC-EF Als oHG Ziegler, Uhlmann & Co. bestand das Unternehmen schon seit 1859, AG dann seit 1899. Gründer des Hafenplatzes an der Elbe war die Berlin-Anhaltische Eisenbahngesellschaft, die 1854 den Bau der Bahnlinie Dessau-Bitterfeld beschlossen hatte und den Betrieb des Wallwitzhafens an Ziegler, Uhlmann verpachtete. Bei Bitterfeld und Muldenstein arbeiteten damals schon 5 große Braunkohlegruben, die einen Gleisanschluß erhielten und über die neue Bahn (mit einem Anschlußgleis vom Bahnhof Dessau zur Elbe) nun ihre Kohle transportieren konnten. Ab 1865 arbeitete im Wallwitzhafen eine Kohlenrutsche, aus der die Kohle von den Waggons direkt in Schiffe geladen werden konnte. Schon 1862 war im Wallwitzhafen von Leipziger Kaufleuten als Konkurrenzunternehmen der Speditions-Verein gegründet worden, der Ziegler, Uhlmann bald überflügelte und schließlich 1899 im Wege der Fusion in eine neu gegründete Aktiengesellschaft “schluckte”. 1921 auch Übernahme der Hallesche Speditionsverein AG zu Halle (Saale). 1938 Umfirmierung in „Speditions-Verein AG Dessau“. Im 2. Weltkrieg wurde der Wallwitzhafen zerstört und wurde nach einer kurzen Blüte in der Nachkriegszeit (die Wasserwege funktionierten, während Straßen und Eisenbahnen weitgehend lahmgelegt waren) Mitte der 1950er Jahre stillgelegt. Wie auch das folgende Los vorher unbekannt gewesen! Kpl. Kuponbogen anhängend.

Los 1482

Los 1487

Los 1483

Schätzwert 125-200 €

Speditions-Verein AG Dessau, Aktie 500 RM Aug. 1939 (Auflage 150, R 7) EF Geschichte siehe Los 1481.

Los 1484

Schätzwert 600-750 €

Spessartbahn-AG Köln, 4,5 % Partial-Obl. 200 Mark 24.9.1895 (Auflage 250, R 9) VFDekorative Umrandung mit Flügelrad, Originalunterschriften. Gründung 1895. Bahnlänge 22 km in 900mm-Spur. Betrieb der von Station Gelnhausen nach Lochborn über Bieber führenden, früher der Firma Gustav Menne & Co. zu Siegen gehörenden, Grubenbahn (Kleinbahn), einschließlich Abzweigung nach der sogenannten Schmelze. Öffentlicher Personen- und Güterverkehr, später von der „Gelnhäuser Kreisbahn“ übernommen. Randverfärbungen, Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 1485

Schätzwert 40-100 €

Spiegelglas Union AG Fürth i. Bay., Aktie 100 RM Mai 1942 (R 4) UNC-EF Gründung 1905 unter der Fa. Bayer. Spiegelu. Spiegelglasfabriken AG. Später Umfirmierung in Bayer. Spiegel- und Spiegelglasfabriken Ag vorm. W. Bechmann, vorm. Ed. Kupfer & Söhne. 1922 Umbenennung in Bayer. Spiegelglasfabriken Bechmann-Kupfer AG und 1938 in Bayer. Spiegelglasfabriken AG. 1942 wie oben. 1952 Änderung in Unionglas AG.

Los 1486

Schätzwert 800-1000 €

Spinnerei Neuhof Hof (Saale), Aktie 1.000 Mark 1.1.1898 (Auflage 200, R 10) VF+ Gründung 1896. In einer Baumwollspinnerei und einer Flachsspinnerei wurden Baumwollgarne, Zellwollgarne, Mischgarne und Leinengarne produziert. Später auch Beteiligungen an Zellwollfabriken und zwei Unternehmen der Bastfaseraufschließung. 1993 Umfirmierung in

Pfersee bei Augsburg, Aktie II. Em. 1.000 Mark 30.3.1889 (Auflage 1500, R 9) VF+ Gründung 1881 als Spinnerei und Buntweberei Pfersee, ab 1922 Spinnerei und Weberei Pfersee. Werke in Pfersee (Spinnerei und Weberei), Ay (2 Spinnereien, 1 Weberei), Gerlenhofen (Spinnerei), Zöschlingsweiler (Weberei) und Echenbrunn (Weberei). Gehörte zu den bedeutendsten Augsburger Textilbetrieben. 1987 fusionierte die Großaktionärin (Bayerische Vereinsbank) die Ertragsperle Pfersee mit der todkranken Muttergesellschaft Spinnerei Kolbermoor AG zur Pfersee-Kolbermoor AG (Zitat des damaligen Vorstands: Wenn man einen Kranken und einen Gesunden in ein Bett legt, gibt das nicht automatisch einen Gesunden). Nach Verkauf der Aktienmehrheit an den Frankfurter Wisser-Dienstleistungskonzern wurde 1993 die eigene Textilproduktion ganz eingestellt und die Pfersee-Kolbermoor AG zu einer Holding für Textil-, Dienstleistungs- und Immobilien-Aktivitäten. Die heutige Pfersee-Kolbermoor GmbH & Co. KG ist die Dachgesellschaft aller operativen Gesellschaften des Wisser-Konzerns, der in den Hauptgeschäftsfeldern Bewachung, Sicherheit, Gebäudemanagement, Flughafenabfertigung und Gartenbau heute mehrere 10.000 Mitarbeiter hat.

Schätzwert 100-150 €

Speditions-Verein Mittelelbische Hafen- und Lagerhaus-AG Wallwitzhafen bei Dessau, 4,5 % Partial-Obl. 300 Mark 24.9.1899 (Blankette, R 9) EF

Wallwitzhafen

144

Schätzwert 600-800 €

Spinnerei und Buntweberei Pfersee

Nr. 1484

Nr. 1486

Nr. 1487 Los 1488

Schätzwert 300-400 €

Spinnerei und Weberei Pfersee Augsburg, Aktie 1.000 Mark 15.3.1922 (Auflage 3000, R 9) VF+ Dieser Jahrgang war vorher völlig unbekannt!

Los 1489

Schätzwert 75-150 €

Spinnerei und Weberei Pfersee Augsburg, Aktie 100 RM 28.10.1941 (Auflage 3000, R 6) UNC-EF Los 1490

Schätzwert 200-275 €

Spinnerei und Webereien Zell-Schönau AG Zell (Wiesenthal), Aktie 100 RM 25.4.1942 (Auflage 460, R 8) EF Gründung bereits 1842 als Mechanische Weberei Zell mit Filialen in Hottingen und Rohmatt durch den Textilfabrikanten Chr. Mez (dessen Familie in Freiburg das Unternehmen dann mehr als ein Jahrhundert besaß), 1889 Umwandlung in eine AG. Starke Wasserkräfte in den Tälern des südlichen Schwarzwaldes wie auch die damals bitterarme und nach Arbeit suchende Bevölkerung begünstigten hier schon ungewöhnlich früh das Entstehen der Textilindustrie. 1921 Übernahme der Bleicherei und Ausrüstungsanstalt Eugen Hummel in Wehr sowie Fusion mit der 1841 gegr. „Spinnerei und Weberei Schönau AG“ und Umfirmierung wie oben. Herstellung von Bettwäsche, Tischdecken, Cotonesse-Hemden und Freizeitstoffen unter der Marke „irisette“. Nach der Schließung befindet sich auf einem Teil des Betriebsgeländes das Wiesentäler Textilmuseum. Los 1491

Schätzwert 300-400 €

Spinnereien und Webereien im Wiesental AG Haagen in Baden, Aktie 1.000 RM Aug. 1932 (Auflage 938, R 10) EF-VF. 1835 kaufte das Handelshaus Sarasin-Heußler in Haagen das Gelände und errichtete eine me-

Nr. 1488 chanische Baumwollspinnerei. Das Unternehmen begann mit 7500 Spindeln für Baumwollgarne und 840 für Zwirn. 1847 umfasste der Betrieb bereits acht Gebäude. Auf der Weltausstellung in Wien 1873 wurde die Haagener Firma mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. 1882 errichtete Sarasin-Heußler eine fabrikeigene Schule für die 30 Kinder, die hier arbeiteten. Bis 1863 wurde der Betrieb als Niederlassung des Basler Stammwerks betrieben, 1883 wurde er ein selbständiges Unternehmen, das ab 1892 den Namen Sarasin und Staehlin Cie. führte. 1918 gingen die Anlagen an die Mannheimer AG für Spinnerei und Weberei, seit 1932 wurde der Betrieb als Wiesag geführt. 1932 pachtweise Übernahme der Anlagen und des Betriebes der Webereien Fahrnau und Langenau AG in Fahrnau. Anfang der 70er Jahre machten billige Kunstfasern der traditionellen Baumwollverarbeitung den Garaus. Textilien für Bekleidung wurden zunehmend in Asien produziert. Das Wiesental lebt heute nicht mehr von der Branche. Heute steht der ehemalige Industrie-Komplex unter Denkmalschutz. Auf einer Teilfläche von ca. 7200 qm im ehemaligen Spinnereigebäude sind 240 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen entstanden, das Objekt wurde 2008 an die Lebenshilfe Kreisvereinigung Lörrach e.V. übergeben. Vorher vollkommen unbekannt gewesen! Kleiner Fleck am unteren Rand

Los 1493

Nr. 1495

Schätzwert 100-150 €

Sport-Club 04 Freital e.V. Freital, Na.-Anteilschein Ser. III 20 RM 4.7.1928 (R 9) EFAusgegeben zur Errichtung einer SportplatzAnlage in Freital. Datum handschriftlich, vier Originalunterschriften. Nur 10 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1496

Schätzwert 150-250 €

Staat Mecklenburg-Schwerin Schwerin i.M., 4 % Schuldv. Lit. A 5.000 Mark 16.7.1919 (R 8) EF-VF Mecklenburg-Schwerin war von 1815-1918 Großherzogtum und von 1918 bis 1934 Freistaat. 1933/34 mit Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg vereinigt.

Los 1494

Schätzwert 40-75 €

St. Kamillushaus GmbH Essen-Heidhausen, 5 % Schuldv. 1.000 RM 2.1.1938 (Auflage 250, R 7) EF+ Los 1492

Schätzwert 30-75 €

Spinnstoffwerk Glauchau AG Glauchau, Aktie 1.000 RM Jan. 1935 (Auflage 585, R 4) UNC-EF Gründung 1923. Herstellung von Spinnstoffen aller Art, vor allem Kunstseide sowie Zellwolle. 1990 Sitzverlegung nach Bad Homburg v.d.H. Betrieb: Nach 1946 VEB Spinnstoffwerk Otto Buchwitz, Glauchau, später Betriebsteil des Chemiefaserkombinats Schwarza, 1990 entflochten, danach als Spinnstoffwerk Glauchau GmbH fortgeführt.

Eine Einrichtung der deutschen Ordensprovinz der Kamillianer. Heute Fachklinik Kamillushaus GmbH in Essen-Heidhausen, eine Fachklinik für Suchtkrankenbehandlung.

Los 1495

Schätzwert 20-60 €

Staat Bremen Bremen, Schuldv. 50 RM 1.11.1926 (R 5) EF

Los 1497

Schätzwert 20-60 €

Stader Lederfabrik AG Stade, Aktie 100 RM Juli 1942 (Auflage 10000, R 2) UNC-EF 1896 Gründung des Unternehmens unter der Fa. Norddeutsche Lederfabrik GmbH. Bis 1906 Fabrikation von Sohlleder, ab 1907 Vacheleder. 1915 Umwandlung in eine AG. 1949 Gründung der Frankfurter Niederlassung. 1955 Neubau eines eigenen Hauses in Köln. Verkaufsstellen in Berlin und Köln. 1960 Liquidation.

Anleiheablösungsschuld. Anh. Auslosungsschein.

Los 1498

Schätzwert 20-60 €

Stadt Aachen Aachen, 8 % Schuldv. 5.000 RM 1.3.1929 (R 4) EF Nr. 1490

Nr. 1491

Mit Faksimilesignatur von Wilhelm Rombach als Oberbürgermeister. Rombach (1884-1973) 145

war 1923-1928 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Aachen, 1928-1933 Oberbürgermeister der Stadt Aachen, 1949-1952 Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Innenministerium. Nach dem 2. WK hatte er das Amt des Aachener Oberbürgermeisters nochmals inne, als sein Vorgänger Franz Oppenhoff von der SS ermordet wurde.

Die älteste bekannte Breslauer Stadtanleihe, ein Unikat aus dem Reichsbankschatz. Kleinere Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 1507

Schätzwert 150-250 €

Stadt Duisburg Duisburg, 4 % Schuldv. 500 Mark 31.3.1914 (R 8) VF-F Jugendstilelemente im Unterdruck.

Los 1505

Schätzwert 80-100 €

Stadt Coblenz Koblenz, 10 % Schuldv. 10.000 Mark April 1923 (R 9) Kpl. anh. Kuponbogen. EF Schöner Druck mit Wappen im Unterdruck. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1503

Los 1499

Schätzwert 100-125 €

Stadt Achern Achern, Schuldv. 50 RM 1.6.1928 (R 9) EF

Schätzwert 75-125 €

Los 1506

Schätzwert 200-275 €

Stadt Büdingen

Stadt Düsseldorf

Büdingen, Schuldv. Lit. B 25 RM 1.10.1931 (R 8) EF

Düsseldorf, 4 % Schuldv. 500 Mark 17.1.1919 (R 9) EF

Mit fast fotographischer Abb. einer historischen Ansicht aus Büdingen.

Interessante Gestaltung im Art-Deko-Stil. Die Siedlung Düsseldorf wurde erstmals Mitte des 12. Jh. erwähnt. 1288 erhielt sie von den Grafen von Berg Stadtrechte. Heute die Hauptstadt des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Ablösungsanleihe. Nur 7 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1508

Duisburg, Schuldv. 25 RM 1.4.1927 (R 4) EF Ablösungsanleihe, anh. Auslosungsschein.

Los 1509 Los 1504 Los 1500

Schätzwert 40-75 €

Stadt Barmen Barmen, Schuldv. 1.000 RM 20.8.1927 (R 6) UNC-EF Ablösungsanleihe, mit anh. Auslosungsschein.

Schätzwert 100-150 €

Stadt Cassel

Duisburg, Schuldv. Lit. F 500 RM 1.4.1927 (R 7) EF

Kassel, 10 % Schuldv. 20.000 Mark 1.4.1923 (R 10) EF

Mit anh. Auslosungsschein.

Anleihe von 500 Mio. M zur Deckung von Kanalbaukosten. Schöner Druck mit Prunkwappen. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Mindestgebot: 80 % vom unteren Schätzwert

Schätzwert 100-125 €

Stadt Bautzen Bautzen, 11 % Schuldv. 5.000 Mark 15.4.1923 (Auflage 12000, R 10) EF Teil einer Geldanleihe von 300 Mio. M, für deren Verzinsung und Rückzahlung die Stadtgemeinde Bautzen mit ihrem gesamten Vermögen haftete. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1502

Schätzwert 300-400 €

Stadt Breslau Breslau, 4 % Schuldv. 200 Mark 1.4.1913 (R 12) VF. Teil einer Anleihe von 24 Mio. M zur Erweiterung der Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke und der städtischen Straßenbahn, zu Armenhausbauten in Herrnprotsch und zu Straßenbauzwecken.

146

Nr. 1502

Schätzwert 40-75 €

Stadt Duisburg

Nr. 1507

Los 1501

Schätzwert 20-60 €

Stadt Duisburg

Nr. 1506

Los 1521

Schätzwert 100-150 €

Stadt Hanau a.M. Hanau a.M., 7 % Schuldv. 100 RM 21.12.1926 (R 9) EF Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1510

Schätzwert 30-50 €

Stadt Elberfeld Elberfeld, Ablösungsanleihe 1.000 RM 1.9.1927 (R 6) EF Mit anh. Auslosungsschein.

Los 1514

Nr. 1513 Schätzwert 30-60 €

Stadt Frankfurt a.M. Frankfurt a.M., 8 % Schuldv. 5.000 Mark 1.2.1923 (R 6) EF

Los 1511

Los 1518

Schätzwert 200-250 €

Stadt Gera (Reuß) Gera (Reuß), 11 % Teilschuldv. 5.000 Mark 31.3.1923 (Auflage 8000, R 9) VF

Teil einer Anleihe in Höhe von 600 Mio. Mark für Erstellung von Kleinsiedlungsbauten sowie für Brücken und sonstige Bauten.

Als Sicherung der Anleihe diente ein neues städtisches Gaswerk nebst Grundstück, Gebäude und Maschinen. Die Anleihe wurde abgewickelt von dem Hofbankhaus Gebr. Goldschmidt in Gera. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1515

Los 1519

Los 1522

Schätzwert 150-200 €

Stadt Helmstedt Helmstedt, 14 % Schuldv. Lit. B 50.000 Mark 21.6.1923 (Auflage 6.000, R 9) VF+ Teil einer Anleihe von 200 Mio. M für den Bau von Wohnungen und 100 Mio. M für Kanalisationsanlagen. Die Genehmigung erteilte laut rückseitigem Text der damalige Braunschweigische Minister des Innern Otto Grotewohl (später Staatspräsident der DDR). Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 60-100 €

Stadt Essen Essen, 4 % Schuldv. 5.000 Mark 31.3.1920 (R 7) EF Teil einer Anleihe in Höhe von 30 Mio. Mark behufs Beschaffung der Mittel zur Deckung der Kriegsschulden, welche entstanden sind durch Zahlung von Kriegsbeihilfen und Kriegswohlfahrtausgaben. Schätzwert 75-150 €

Stadt Frankfurt a.M. (City of Frankfort-on-Main) Frankfurt a.M., 7 % Gold Bond 500 $ 1.10.1925 (R 10) EF-VF Teil einer Auslandsanleihe von 4 Mio. $, platziert in New York (durch Speyer & Co.) sowie Amsterdam und Rotterdam. Blau/schwarzer Stahlstich mit allegorischer Vignette. Los 1516

Schätzwert 100-125 €

Stadt Görlitz Görlitz, 10 % Schuldv. 20.000 Mark 1.6.1923 (R 9) EF Dekorativ. Nur 9 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1523

Herford, 4 % Schuldv. 2.000 Mark 1.9.1910 (R 11) VF

Schätzwert 75-150 €

Stadt Frankfurt a.M. (City of Frankfort-on-Main) Frankfurt a.M., 7 % Gold Bond 1.000 $ 1.10.1925 (R 8) EF-VF Genau wie voriges Los, nur braun/schwarzer Stahlstich mit allegorischer Vignette. Los 1520 Los 1512

Schätzwert 100-150 €

Grünberg in Hessen, Schuldv. 25 RM 1.9.1929 (R 8) EF

Frankfurt a.M., 4 % Schuldv. 2.000 Mark 1.9.1908 (R 9) EF-VF

Schätzwert 200-275 €

Stadt Frankfurt a.M. Frankfurt a.M., 4 % Schuldv. 5.000 Mark 1.1.1919 (R 10) F Teil einer Anleihe von 50 Mio. Mark zur Bestreitung von Kriegsausgaben. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz. Unentwertet nur ein einziges Mal katalogisiert.

Großes Hochformat, dekoartive Umrandung, Wappen-Vign. Der Name Herford bedeutet soviel wie „Furt an einer alten Heerstraße“. Um 820 wurde hier das hochadlige Frauenstift Herford, das älteste Frauenkonvent im Sachsenland, gegründet. Die auf Grund eines 973 bestätigten Marktprivilegs entstandene Siedlung um das Stift hatte Ende des 12. Jh. offenbar städtischen Charakter und wurde im 16.-17. Jh. als Reichsstadt bezeichnet. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Anhängend Auslosungsschein; mit Originalunterschriften.

Faksimile-Unterschrift OB Adickes. Anleihe von 20 Mio. M (Abt. I) zur Erweiterung der städtischen Elektrizitätswerke und Bahnbetriebe, zum Ausbau des Osthafens, zur Verlegung des Zollhofes und des Hauptsteueramtsgebäudes und zur Erweiterung der Wasser-, Gas- und Kanalisationswerke. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1513

Schätzwert 100-125 €

Stadt Grünberg in Hessen

Stadt Frankfurt a.M.

Schätzwert 225-300 €

Stadt Herford

Los 1517

Postkarte von Herford mit Blick auf den alten Markt, ca. 1900

Schätzwert 75-125 €

Stadt Friedberg

Los 1524

Friedberg (Hessen), Schuldv. 50 RM 30.10.1929 (R 7) EF Mit Abb. des 600 Jahre alten Adolfsturmes in der Friedeberger Burganlage, dem Wahrzeichen der Stadt. Mit anh. Auslosungsschein.

Schätzwert 100-125 €

Stadt Königsberg i.Pr. Königsberg i.Pr., 7 % Schuldv. 5.000 RM 31.12.1926 (R 7) EF Nr. 1521

Nicht lochentwertet.

147

Einnahmen aus dem städtischen Gaswerk. Interessante Gestaltung mit Art-Deko-Elementen, großes Wappen im Unterdruck. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Nr. 1524 Los 1528

Schätzwert 100-125 €

Stadt Ludwigshafen am Rhein Ludwigshafen a.Rh., 12 % Schuldv. 20.000 Mark 1.4.1923 (Auflage 4000, R 10) VF+ Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1532

Schätzwert 100-150 €

Stadt Mainz Mainz, 8 % Schuldv. 5.000 Mark 1.2.1923 (R 10) EF

Los 1536

Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Stadt Nürnberg

Schätzwert 200-250 €

Nürnberg, 7-15 % Schuldv. 50.000 Mark 1.3.1923 (Auflage 4000, R 10) EF-VF Schöne Artdeco-Umrandung. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1525

Schätzwert 80-100 €

Stadt Leipzig Leipzig, 5 % Schuldschein 1.000 Mark 1.3.1918 (Auflage 60000, R 9) EF-VF Teil einer Anleihe von 120 Mio. M “zur Deckung außerordentlicher Ausgaben aus Anlaß des Krieges und zur Ausführung städtischer Bauten, insbesondere der Hochwasserregulierung”. Faksimile-Unterschrift Oberbürgermeister Dr. Rother. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1529

Schätzwert 80-100 €

Stadt Magdeburg

Los 1533

Magdeburg, 4,5 % Schuldv. 1.000 Mark 1.4.1919 (R 11) VF

Stadt Mainz

Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 80-100 €

Mainz, Schuldv. Lit. D. 1.000 RM 4.8.1929 (R 7) EF+ Ablösungsanleihe, mit Auslosungsschein. Vignetten mit dem Mainzer Rad und dem Mainzer Dom.

Los 1537

Schätzwert 75-150 €

Stadt Nürnberg Nürnberg, 5 % Teilschuldv. Lit. A 10.000 sfr 30.9.1926 (Auflage 210, R 7) EF Interessante Gestaltung mit Wappen und Burg in den Ecken.

Los 1526

Schätzwert 125-175 €

Stadt Leipzig (Straßenbahn-Anleihe) Leipzig, 4,5 % Schuldschein 1.000 Mark 31.12.1919 (Auflage 25000, R 9) VF+ Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Los 1530

Schätzwert 80-100 €

Stadt Magdeburg Magdeburg, 9 % Schuldv. 5.000 Mark 18.3.1923 (R 9) EF

Los 1534

Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Stadt Mannheim

Schätzwert 50-80 €

Mannheim, Schuldv. Lit. B 500 RM 1.12.1927 (R 7) VF+ Ablösungsanleihe. Los 1538

Schätzwert 10-40 €

Stadt Rostock Rostock, Ablösungs-Schuldv. 25 RM 12.11.1927 (R 4) UNC Auslosungsschein anhängend. Los 1539

Schätzwert 20-50 €

Stadt Rostock Rostock, Ablösungs-Schuldv. 100 RM 12.11.1927 (R 5) UNC Auslosungsschein anhängend. Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 1527

Los 1535

Schätzwert 100-125 €

Stadt Lichtenstein-Callnberg (Ziegeleianleihe)

Los 1531

Lichtenstein-Callnberg, 8-16 % Schuldschein 50.000 Mark 1.5.1923 (Auflage 974, R 9) EF-VF

Mainz, 7 % Schuldv. 2.000 Mark 1.1.1923 (R 10) VF

Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. 148

Schätzwert 100-125 €

Stadt Mainz Diese Anleihe von 140 Mio. Mark war besonders sichergestellt durch Verpfändung der

Schätzwert 40-75 €

Stadt Mühlhausen i.Thür. Mühlhausen i.Thür., Schuldv. 25 RM 15.12.1927 (R 6) EF

Los 1540

Schätzwert 20-60 €

Kreisstadt des Unstrut-Hainich-Kreises im Nordwesten Thüringens. Anh. Auslosungsschein.

Solingen, 8 % Schuldv. 100 RM 1.10.1928 (R 5) EF

Stadt Solingen Teil einer Anleihe in Höhe von 6 Mio. RM.

Los 1541

Schätzwert 40-75 €

Stadt Solingen

Nr. 1545

Solingen, 8 % Schuldv. Lit. A 5.000 RM 1.10.1928 (R 6) EF Identische Gestaltung wie voriger Titel.

Los 1545

Nr. 1564

Schätzwert 300-400 €

stalt. Rückseitig Anleihebedingungen, u.a. “Eine Verzinsung erfolgt nur, wenn und solange der Betrieb der städtischen Badeanstalt einen Überschuss liefert“.

Stadt- und Landbank Sayda eGmbH Sayda, Sa.-Namens-Anteilschein 40 Geschäftsanteile à 25 Goldmark 14.9.1926 (R 12) EF-VF 1908 wurde in Sayda die erste Freibankstelle eingerichtet. Heute gibt es in Sayda die Volksbank Mittleres Erzgebirge eG. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 1546

Los 1547

Schätzwert 60-80 €

Stadt Worms Worms, 8 % Schuldv. 1.000 Mark 15.1.1923 (Auflage 25000, R 9) EF

Schätzwert 225-300 €

Stadt Wetzlar (Bade-Anstalts-Darlehen) Wetzlar, max. 4 % Teilschuldv. 100 Mark 1.10.1907 (Auflage 435, R 9) VF+ Los 1542

Schätzwert 20-60 €

Emissionsbetrag 43.500 Mark, aufgenommen zwecks Errichtung einer Städtischen Badean-

Nr. 1547

Stadt Stettin Stettin, 8 % Schuldv. 500 RM 25.3.1929 (R 4) EF Teil der 1929er Goldanleihe der Stadt Stettin. Schönes Stettiner Wappen im Unterdruck.

Los 1548

Schätzwert 80-100 €

Stadt Worms Worms, Ablösungsanleihe 1.000 RM 21.9.1929 (R 9) VF-F Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Wetzlar im Jahr 1650 nach Merian

Los 1543

Schätzwert 30-75 €

Stadt Stettin Stettin, 8 % Schuldv. 5.000 RM 25.3.1929 (R 5) UNC-EF Höchster Nennwert der 1929er Goldanleihe der Stadt Stettin. Schönes Stettiner Wappen im Unterdruck.

Los 1544

Schätzwert 100-150 €

Stadt Trier Trier, 8 % Schuldv. 5.000 Mark 2.1.1923 (R 8) EF Anleihe über insgesamt 278 Mio. Mark zwekks Beschaffung der Mittel für Wohnungsbauten, für die Erweiterung der Elektrizitätswerke, für Grundstücksankäufe und für die Herstellung von Sportanlagen.

Nr. 1546

Nr. 1555 149

Los 1554

Schätzwert 100-150 €

Stadtgemeinde Dresden Dresden, 8-18 % Schuldv. Lit. B 100.000 Mark 2.8.1923 (Auflage 10000, R 10) EF Los 1549

Schätzwert 20-60 €

Stadt Zittau Zittau, 8 % Schuldv. 500 RM 1.4.1929 (Auflage 1000, R 4) EF Teil einer Anleihe von 2,5 Mio. RM zwecks Gewährung von Hypotheken für Wohnungsbauten und zum Ausbau des Straßennetzes. Los 1550

Faksimilesignatur von Curt Bernhard Ottomar Blüher als Oberbürgermeister von Dresden. Blüher wurde aufgrund seiner Verdienste für die Stadt Dresden 1918 zum Oberbürgermeister auf Lebenszeit gewählt. Er legte sein Amt infolge von Auseinandersetzung über die Stellung der Sozialdemokratie 1931 nieder. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1562 Los 1558

Schätzwert 100-150 €

Stadtgemeinde Pegau Pegau, Schuldv. 100 RM 20.1.1931 (R 10) EFStadt im Leipziger Land, ca. 25 km südlich von Leipzig an der Weißen Elster gelegen. Nur 2 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Schätzwert 50-80 €

Stadt Zittau Zittau, 8 % Schuldschein 2.000 RM 1.4.1929 (Auflage 100, R 7) EF Wie voriges Los.

Los 1555

Schätzwert 225-300 €

Stadtgemeinde Grimma

Schätzwert 50-80 €

Stadtgemeinde Zwickau Zwickau, 8 % Schuldv. 5.000 RM 29.11.1926 (Auflage 200, R 7) EFAn der Kreuzung wichtiger Fernstraßen entstand vor 1145 eine Kaufmannssiedlung, aus der die Stadt Zwickau hervorging. Von 1290-1362 Reichsstadt mit selbst entwickeltem Stadtrecht (1348 kodifiziert). Die ab 1838 intensive Steinkohlenförderung zog zahlreiche Industriezweige nach Zwickau. Heute Kreisstadt und Stadtkreis im Bezirk Chemnitz, gelegen im Erzgebirgischen Becken mit ca. 125.000 Einwohnern.

Grimma, 3,5 % Schuldschein 300 Mark 1.7.1897 (Auflage 600, R 11) VF Eindrucksvolle Umrahmung im Historismus-Stil in kräftigen Grüntönen mit Stadtwappen, Originalunterschriften des Bürgermeisters und des Stadtverordnetenvorstehers. Kreisstadt des Muldentalkreises in Sachsen. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Los 1559 Los 1551

Schätzwert 40-80 €

Stadtgemeinde Pirmasens

Schätzwert 100-250 €

Pirmasens, 8 % Teilschuldv. 200 RM 15.9.1926 (Auflage 1500, R 6) EF

Stadtbrauerei Wurzen vorm. F. A. Richter Wurzen, Actie 1.000 Mark 11.5.1888. Gründeraktie (Auflage 400, davon 200 lt. GV-Beschluß 1894 Stamm-Aktie geblieben, R 5) VF+ Äußerst dekorativ, ornamentreiche Umrahmung mit Putten. Gründung 1887. Die Firma lautete zunächst Stadtbrauerei Wurzeb vorm. F.A. Richter. Kleine Brauerei mit einem jährlichen Bierabsatz von kaum mehr als 10.000 hl. Zum Verlustausgleich beschloß die Generalversammlung 1894 die Umwandlung von 200 Aktien in 5 %ige Vorzugsaktien gegen eine Zuzahlung von 40 % des Nennwertes. Die Börsennotiz in Leipzig wurde 1922 eingestellt, nachdem die Riebeck-Brauerei als Großaktionär Ende 1921 einen Umtausch der Wurzen-Aktien in Riebeck-Aktien durchgebracht hatte. 1946 in Volkseigentum überführt, 1965 wurde der VEB Brauerei Wurzen geschlossen.

Los 1556

Los 1563

Schätzwert 80-100 €

Stadtgemeinde Neustadt an der Orla

Schmalkalden, Kuxschein 1/1.000 11.4.1921 (R 12) Fleckig. VF

Neustadt an der Orla, Namens-Schuldv. 500 RM 31.3.1931 VFAusgegeben zur Finanzierung des Finanzneubaus, verzinst mit dem jeweiligen Reichsbankdiskontsatz. Nur 3 Stück lagen im Reichsbankschatz. Los 1560

Schätzwert 80-100 €

Stadtgemeinde Ruhla Ruhla, 20 % Schuldv. Lit. C. 100.000 Mark 31.8.1923 (Auflage 300, R 8) EF Feine grüne Ornamentik-Umrandung.

Los 1552

Schätzwert 225-300 €

Stahlberger Gewerkschaft

Schätzwert 20-60 €

Eingetragen auf das Waisenhaus Niederwöresbach bei Herstein im Fürstentum Birkenfeld. Dieses Waisenhaus wurde bereits 1846 durch den Herrsteiner Pfarrer Friedrich Adolf Koch in seinem Elternhaus in Niederwörresbach am Weg Richtung Herrstein eingerichtet. Heute betreut die Kreuznacher Diakonie in dem Heim Jugendliche. Der Stahlberg bei Seligenthal hatte eine reiche Palette an Erzen zu bieten: Schwerspat, Eisenund Kupfererz wurden abgebaut. Der Bergbau am Stahlberg hat wohl mit der Entdeckung des Erzes durch einen Steiermärker im Jahr 1385 begonnen. Der Eisenerzbergbau war eine der Grundlagen für die Schmalkalder Kleineisenindustrie. Der Tiefbau wurde 1969 eingestellt. Johann Wolfgang von Goethe besuchte eine der Gruben am 12.9.1780 mit Carl August von Sachsen und brachte seine Begeisterung am Abend im Übernachtungsort Zillbach zu Papier. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz. Los 1564

Schätzwert 400-500 €

Stadtgemeinde Chemnitz

Stahlhelmheim e.V.

Chemnitz, Schuldv. 200 RM 18.11.1929 (R 4) EF

Dresden, 5 % Anteilschein 10 RM 1.10.1926 (R 12) VF

Ablösungsanleihe. Mit Wappen im Unterdruck.

Los 1557

Los 1561

Los 1553

Stadtgemeinde Neustadt (bad. Schwarzw.)

Chemnitz, Schuldv. 500 RM 18.11.1929 (R 10) EF

Neustadt (Schwarzw.), Schuldv. 25 RM 29.11.1927 (R 10) Anh. Auslosungsschein. EF

Wertheim, Ablösungsanleihe Lit. A 12,50 RM 1.3.1927 (R 12) EF-VF

Ablösungsanleihe. Identisch wie voriger Titel.

Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Schätzwert 25-125 €

Stadtgemeinde Chemnitz

150

Schätzwert 200-250 € Schätzwert 150-200 €

Stadtgemeinde Wertheim Anhängend Auslosungsschein. Einzelstück aus dem Reichsbankschatz.

Stahlhelm mit Eisernem Kreuz und Schwertern im Unterdruck. Originalunterschriften. Vereinsheim der Ortsgruppe Dresden des paramilitärisch organisierten Wehrverbandes Stahlhelm. Der “Stahlhelm” wurde gegründet im Dez. 1918 von dem Reserveoffizier Franz Seldte in Magdeburg, agierte als bewaffneter Arm der Deutschnationalen Volkspartei. Nach der

Machtergreifung der Nationalsozialisten erfolgte 1934 die freiwillige “Gleichschaltung” des größten Teils des Wehrverbands. Unter der Bezeichnung “Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund” wurde er in die Sturmabteilung (SA) eingegliedert und 1935 aufgelöst. Seldte trat 1933 der NSdAP bei und wurde später Reichsarbeitsminister (bis 1945). Ein Unikat. Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 1568

Schätzwert 30-75 €

Steiermärkische Elektrizitäts-AG Graz, Aktie 1.000 RM 20.5.1940 (Auflage 3900, R 5) UNC-EF Identische Gestaltung wie voriges Los.

täre Wasserleitungsartikel aus deutschem Feuerton, Edelfeuerton, Porzellan und Steingut. Los 1569

Schätzwert 50-125 €

Steigerbrauerei AG vorm. Gebrüder Treitschke Los 1565

Schätzwert 40-80 €

Staßfurter Chemische Fabrik vormals Vorster & Grüneberg AG Staßfurt, Genußschein 1.200 Mark März 1924 (Auflage 5000, R 5) EF Gründung 1871 unter Übernahme der seit 1861 bestehenden Zweigniederlassung der Firma Vorster & Grüneberg in Köln. Handel und Fabrikation chemischer Produkte und bergmännische Gewinnung der hierzu erforderlichen Rohmaterialien. 1931 trat die Gesellschaft in Liquidation.

Los 1566

Schätzwert 40-100 €

Steatit-Magnesia AG Berlin, Aktie 100 RM 10.7.1934 (Auflage 1350, R 4) UNC-EF Seinen Ursprung hat das Unternehmen im Jahr 1854, in dem die weltbekannten Specksteingruben in Göpfesgrün im Fichtelgebirge erworben wurden. In den Werken Berlin-Pankow, Lauf bei Nürnberg und Holenbrunn (Oberfranken) wurden zuletzt hergestellt: Preßartikel aus Steatit und Porzellan, Isolatoren, hochfeuerfeste Körper, elektrotechnische Bedarfsartikel, Erzeugnisse für die Hochfrequenz- und Radiotechnik, Schmalfilmprojektoren. Börsennotiz Berlin und Dresden/Leipzig.

Erfurt, Aktie 1.000 Mark 1.7.1922 (Auflage 950, R 5) EF Dekorativer G&D-Druck. Gründung 1908 unter Übernahme der 1822 gegr. Brauerei der Gebrüder Treitschke in der Steigerstr. 24. Jährlicher Ausstoß ca. 45.000 hl. Außerdem an der Arnoldi’schen Bierbrauerei GmbH in Gotha beteiligt. Nach dem Krieg nicht verlagert, als VEB weitergeführt. Seit 1982 kein Braubetrieb mehr, nur Limonade wurde hergestellt. Lohnsud in Mühlhausen durch den VEB Brunnen Erfurt. 1994 geschlossen. Das Betriebsgebäude ist heute Teil des thüringischen Innenministeriums.

Stendaler Kleinbahn-AG

Los 1570

Stendal, Aktie 400 RM 25.2.1929 (Auflage 219, R 6) EF+

Los 1576

Schätzwert 100-200 €

Steingutfabrik Colditz AG

Los 1573

Colditz i.Sa., Aktie 1.000 Mark 30.3.1912 (Auflage 300, R 5) EF

Steinkohlen-Bergwerk Heinrich

Großformatig, sehr hübsche Umrahmung. Gründung 1907 zwecks Fortbetrieb und wesentlicher Vergrößerung der Steingutfabrik von Carl August Zschau. Hergestellt wurden Wasch- und Küchengarnituren sowie Tafelgeschirr. Werke in Colditz, Strehla und Oschatz (letzteres 1938 verkauft). Übernommen wurden 1927 die Steingutfabrik Staffel GmbH bei Limburg/Lahn und 1931/32 die Edelstein-Porzellanfabrik AG in Küps (Bayern). Nur diese beiden Beteiligungen blieben erhalten, nachdem in der Ostzone die Werke Colditz und Strehla 1946 enteignet worden waren. Folglich Sitzverlegungen nach Limburg/Lahn (1949) bzw. Staffel (1956). 1973 Umfirmierung in “Colditz Industrieholding AG” und zugleich Sitzverlegung nach Frankfurt/Main. 1976 wurde die hochdefizitäre Tochter “Heinrich Porzellan GmbH” in Selb an Villeroy & Boch verkauft. Anfang der 80er Jahre Sitzverlegung nach Mönchengladbach und 1982 Verschmelzung mit der Alleinaktionärin “Wickrather Handels- und Beteiligungs-AG”.

Schätzwert 200-250 €

Ueberruhr, Lkr. Essen, Kuxschein 1 Kux 28.4.1904 (Auflage 1000, R 8) EF Als Grubenvorstand original unterschrieben von August Haniel (1852-1925), GHH-Aufsichtsratsvorsitzender, Nachfahre des größten Ruhrgebiets-Pioniers Franz Haniel. Gründung 1906 durch eine französische Bankengruppe unter Übernahme eines 31,3 Mio. qm großen Grubenfeldes von den Erben des Frhr. Friedrich Heinrich von Diergardt. Ab 1907 Abteufen des ersten Schachtes im Gefrierverfahren. 1917 wurden die in feindlichem Auslandsbesitz befindlichen Aktien beschlagnahmt und in der Versteigerung von einem Konsortium aus Rheinstahl, I.G.Farben und Krupp erworben. Das Bergwerk wurde als Betriebsabteilung in die Rheinischen Stahlwerke eingegliedert (alles 1921 wieder rückgängig gemacht). Die noch heute fördernde Zeche wurde 1969 in die Ruhrkohle AG eingebracht.

Los 1574

Schätzwert 100-150 €

Steirische Magnesit-Industrie AG Los 1567

Wien, Aktie 100 RM Jan. 1940 (Auflage 17000, R 7) EF

Schätzwert 30-75 €

Steiermärkische Elektrizitäts-AG

Los 1571

Graz, Aktie 50 RM 20.5.1940 (Auflage 200, R 5) UNC-EF

Steingutfabrik Colditz AG

Gegründet 1902 als “AG Elektrizitätswerk Lebring” zum Betrieb der Wasserkraft-Überlandwerke Peggau und Lebring. Börsennotiz in Freiverkehr Wien, Großaktionär war mit 98 % die Schweiz. Elektrizitäts- und Verkehrsgesellschaft (vorm. Elektrowerke AG), Basel, später der Schweizerische Bankverein, der 1992 seinen Anteil an die Österreichische Elektrizitätswirtschaft AG (Verbundkonzern) verkaufte. Heute versorgt die STEG im Norden von Graz, im Großraum Graz und in der südlichen Steiermark rd. 113.000 Kunden. Stromeigenerzeugung in den vier Murkraftwerken Rabenstein, Peggau, Weinzödl und Lebring.

die Dampfkraftwerke Pernegg und NeudorfWerndorf sowie ab 1963 das Fernheizkraftwerk Graz. Börsennotiert in Wien, 1947 verstaatlicht. Die STEWEAG versorgt noch heute den größten Teil der Steiermark mit Strom.

Schätzwert 125-200 €

Colditz i.Sa., VZ-Aktie 1.000 Mark 14.9.1922 (Auflage 120, R 7) EF-VF Identische Gestaltung wie voriger Titel. Los 1572

Schätzwert 50-125 €

Steingutwerke AG Breslau, Aktie 1.000 Mark Dez. 1920. (Auflage 1700, R 4) EF Stück aus der 1. Kapitalerhöhung, Aktiennr. 301-2000. Gründung 1920. Herstellung und Vertrieb von Steingut- und Tonwaren aller Art, speziell sani-

Gründung 1920. Magnesitwerk in Oberdorf bei St. Kathrein, Fabrik feuerfester Steine in Leoben-Leitendorf. Großaktionär: Veitscher Magnesitwerke. Los 1575

Schätzwert 40-75 €

Steirische Wasserkraftund Elektrizitäts-AG Graz, 4,5 % Schuldv. 1.325 RM Dez. 1939 (R 7) EF+ Ausgegeben zum Umtausch eines 500-$Bonds der 1929er-Dollaranleihe. Gründung 1921 zwecks Ausbau der steirischen Wasserkräfte. Im Laufe der Jahrzehnte wurden über 20 Wasserkraftwerke an der Teigitsch, der Mur und der Enns errichtet, außerdem ab 1958

Schätzwert 150-250 €

Gründung 1906 als Kleinbahn-AG StendalArendsee zum Bau der 48 km langen normalspurigen Bahn Stendal-Peulingen-Kl. RossauArendsee (eröffnet 1908/09). Gründer waren der Staat Preußen und die Provinz Sachsen (die jeweils 470 Aktien = 23,37 % des Kapitals zeichneten), Kreis und Stadt Stendal, die Stadt Arendsee sowie 458 am Bahnbau interessierte Firmen und Privatpersonen. 1915 umbenannt in Stendaler Kleinbahn-AG, im gleichen Jahr Baubeginn für die 22 km lange Zweigbahn von Peulingen nach Bismark Ost (später Hohenwulsch) an der Hauptbahn Stendal-Salzwedel. Eröffnet bis Darnewitz 1916, durchgehend bis Bismark wegen Verzögerung durch den 1. Weltkrieg erst 1921. Die Betriebsführung für das gesamte Netz hatte von Anfang an die Kleinbahnabteilung des Provinzialverbandes Sachsen in Merseburg. Übergänge bestanden in Stendal zur Staatsbahn, in Klein Rossau kreuzte später die Kleinbahn-AG Osterburg-Pretzier, ab 1922 auch in Arendsee zur Staatsbahnstrecke Salzwedel-Wittenberge, schließlich in Bismark Ost zur Kleinbahn Bismark-Gardelegen-Wittingen. 1924 fusionsweise Übernahme der Kleinbahn-AG Stendal-Arneburg, wodurch die 1899 eröffnete 13 km lange Strecke Stendal-Arneburg hinzukam. Mit ca. 100 Beschäftigten, 7 Lokomotiven, 14 Personen- und 29 Güterwagen wurden jährlich etwa 200.000 Fahrgäste und knapp 200.000 t Güter befördert. 1942 umbenannt in Stendaler Eisenbahn-AG. 1946 Enteignung und Übernahme durch die Sächsische Provinzbahnen GmbH, 1948 vom VVB des Verkehrswesens SachsenAnhalt übernommen, ab 1.4.1949 gehörte die Stendaler Eisenbahn zur Deutschen Reichsbahn. Die beiden Strecken der alten KB StendalArendsee wurden bereits 1950 bzw. 1951 stillgelegt, die Strecke der alten KB Stendal-Arneburg erst 1972, aber nicht für immer: Ein Teil der Trasse wurde ab 3.1.1977 für die Strecke Borstel-Niedergörne benutzt, die als Anschlußbahn für das nie in Betrieb gegangene Kernkraftwerk Stendal bestimmt war und bis Ende 1995 auch Personenverkehr ab Bahnhof Stendal besaß. Heute ist die Bahn an die Stadt Arneburg verpachtet, sie wird für Holztransporte zur Zellstoff Stendal GmbH in Niedergörne benutzt. Los 1577

Schätzwert 275-350 €

Stettiner Kühl- und Gefrierhaus GmbH Stettin, Namens-Geschäftsanteil 500 RM Okt. 1927, ausgestellt auf Carl Stelter, Stettin (R 9) EF Gegründet 1927 zum Bau und Betrieb eines Kühl- und Gefrierhauses in Stettin, Zimmerplatz 2 (in zentraler Lage auf dem westlichen Oderufer an der Hansa-Brücke, gegenüber vom

151

Gegründet 1896 zwecks Eintritt in eine der Bankfirma Levi Calm & Söhne in Bernburg auf 50 Jahre erteilten Konzession zum Bau einer elektrischen Straßenbahn und eines Elektrizitäts-Werkes in Bernburg. Zwei Straßenbahnlinien (Parkstraße-Waldauer Brücke sowie Marktplatz-Kraftstation) von zus. 3,8 km Länge waren in Betrieb, außerdem Stromversorgung für die Stadt Bernburg und Umgegend. Der Verkehr wurde am 17.1.1917 eingestellt, da die Kupfer-Oberleitung als kriegswichtiges Material entfernt wurde. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges konnte Ersatz geschaffen und der Betrieb am 8.3.1920 wieder aufgenommen werden. Am 19.4.1921 zwang die schlechte Wirtschaftslage zur endgültigen Stilllegung, die Bahnanlagen wurden abgebaut. Nr. 1577 Haupt-Steuer-Amt). Das Gebäude überstand den Krieg weitgehend unbeschadet und steht noch heute. Nur 8 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Nr. 1588 kriegsbedingten Anlaufschwierigkeiten (die frühen Betriebsjahre fielen in die Zeit des 1. Weltkrieges) konnte 1924 eine Vergrößerung des Werkes mit den modernsten Maschinen erfolgen. 1933 Aufnahme der Fabrikation von Charmeuse- und Interlock-Wäsche mit modernen Wirk- und Wäsche-Spezialmaschinen. 1935 Kapitalschnitt, um die Verluste aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise zu beseitigen. Börsennotiert in Berlin und Leipzig. Die AG wurde nach dem Krieg nicht verlagert, der Betrieb ging schlußendlich mit im Kombinat Plauener Spitze auf.

Nahrungsmitteln jeder Art sowie von pharmazeutischen und kosmetischen Präparaten. 1925 Konkurs. 3x Einzelstücke, 1x 2fach, 1x 12fach im Reichsbanktresor.

Los 1587

Schätzwert 40-100 €

Strelow AG für Elektrotechnik Elterlein i. Erzgeb., Aktie 10.000 Mark 2.1.1923. Gründeraktie (Auflage in dieser Form 800, R 4) EF Los 1578

Schätzwert 30-80 €

Stettiner Oderwerke AG für Schiff- und Maschinenbau Stettin, Aktie 100 RM 12.2.1936 (R 3) UNC-EF Gründung 1903 unter Übernahme der Oderwerke Maschinenfabrik und Schiffsbauwerft AG, i. L.. Erzeugnisse: See-, Fluß-, Frachtschiffe, Eisbrecher, Schlepper, Bagger, Kessel, Tanks uvm. 1949 verlagert nach Lübeck, 1950 nach Köln. 1963 Vergleichsverfahren, ab 1961 GmbH und daraufhin verlagert nach Kiel.

Los 1581

Schätzwert 50-125 €

Stickereiwerke Plauen AG Plauen i.V. , Aktie 1.000 Mark 30.11.1921 (Auflage 1500, R 5) UNC-EF

Los 1582

Schätzwert 50-125 €

Stickereiwerke Plauen AG Plauen i.V. , Aktie 5.000 Mark 30.11.1921 (Auflage 1000, R 5) EF-VF Identische Gestaltung wie voriges Los.

Los 1585

Stolberger Wasserwerks-Gesellschaft

Los 1588

Stolberg, Namen-VZ-Aktie 100 RM 10.5.1938 (Auflage 100, R 7) EF+

Stuttgarter Strassenbahnen

Originalunterschriften. Gründung 1890. Lieferung von Trink- und Brauchwasser zunächst an die Stadt Stolberg, ab 1926 auch an die Stadt Eschweiler und ab 1929 an die Stadt Aachen. Großaktionäre: Stadt Stolberg und Wasserwerk des Kreises Aachen. Ende 2000 von der Wasserwerk des Kreises Aachen GmbH übernommen worden. Los 1586

Los 1579

Schätzwert 20-60 €

Bernburg, Aktie 1.000 Mark 16.9.1896. Gründeraktie (Auflage 350, R 8), Fleckig. VF+

Züllchow bei Stettin, Aktie 1.000 RM Mai 1942 (Auflage 2700, R 2) EF

Los 1580

Schätzwert 50-175 €

Stickereiwerke Plauen AG Plauen i.V. , Aktie 1.000 Mark Dez. 1910. Gründeraktie (Auflage 1250, R 4) EF-VF Das Werk wurde 1910 errichtet, um mit neuen Automatenstickmaschinen Weißstickereien in mittlerer und besserer Qualität herzustellen, wie sie bis dahin hauptsächlich nur von Schweizer Textilfirmen geliefert werden konnten. Nach 152

Schätzwert 550-700 €

Strassenbahn und Elektricitätswerk Bernburg

Stettiner Oelwerke AG Gründung 1910. Herstellung von Öl und Futtermitteln aus Soyabohnen und sonstigen Saaten, desweiteren Herstellung von gehärtetem Tran. 1948 Verlagerung nach Hamburg, 1950 Fusion mit der Toepffers Oelwerke GmbH, Hamburg zur Stettiner Oelwerk in Hamburg AG. 1965 Umbenennung in Oelmühle Hamburg AG.

Schätzwert 100-175 €

Dekorativ, mit Originalsignaturen. Los 1583

Mit Umstellungsstempel auf 100 Goldmark. Herstellung von Fabrikaten auf den Gebieten Elektrotechnik, Feinmechanik, Metallwarenfabrikation, Gastechnik und Maschinenbau. 1927 Umbenennung in Strelow AG. 1928 Sitzverlegung nach Berlin, in Elterlein verblieb eine produzierende Zweigniederlassung. Nachdem der Betrieb gegen Ende der Weltwirtschaftskrise fast zwei Jahre lang still lag, wurde 1936 der Konkurs eröffnet.

Stuttgart, Aktie 1.000 RM Aug. 1929 (Auflage 10500, R 8) EF Faksimile-Unterschrift OB Lautenschlager als AR-Vorsitzender. Gründung 1889 durch Vereinigung der 1868 gegründeten Stuttgarter Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft mit der 1886 gegründeten Neuen Stuttgarter Straßenbahn-Gesellschaft Lipken & Cie. Die Gesellschaft verfügt heute über mehr als 190 Schienenfahrzeuge, 3 Schienenfahrzeug-Depots und ein Streckennetz von 112 km Betriebslänge. Es werden 11 Stadtbahn-Linien, 2 Straßenbahn-Linien, 1 Standseilbahn, 1 Zahnradbahn und im Kraftverkehrsbetrieb 56 Linien mit 241 Omnibussen auf 675 km Betriebslänge betrieben. Mit über 2500 Beschäftigten werden jährlich fast 170 Mio. Fahrgäste befördert.

Schätzwert 40-100 €

Stickereiwerke Plauen AG Plauen i.V. , Aktie 5.000 Mark 22.3.1923 (Auflage 1600, R 4) VF

Los 1584

Schätzwert 250-350 €

Stock & Kopp AG (5 Stücke) Düsseldorf, Aktie 1.000 Mark Aug. 1917 (R 12), 1.000 Mark Okt. 1920 (R 12), 1.000 Mark 5.2.1921 (R 12), 1.000 Mark 10.6.1921 (R 11), 1.000 Mark 30.8.1921 (R 8) EF-VF Gründung 1916 zur Übernahme der Geschäfte einer gleichnamigen GmbH. Herstellung von

Schätzwert 325-500 €

Nr. 1586

Elektrischer Straßenbahnwagen der ersten Generation auf der Rundbahn, 1898

Nr. 1597

Nr. 1596

Los 1589

gung, Be- und Verarbeitung dieser Waren und der Betrieb von Mühlen. 1925 Beschluß der Liquidation.

Schätzwert 225-300 €

Sudenburger Maschinenfabrik und Eisengiesserei AG

Los 1596

Magdeburg, Aktie 1.000 Mark 1.4.1921 (Auflage 3000, R 8) EF

Süddeutsche Handelsvereinigung AG

Gründung 1872 zur Übernahme der seit 1849 bestehenden Maschinenfabrik Klusemann & Woltersdorf. Spezialität: Maschinen, Apparate und ganze Einrichtungen für Rüben und Rohzuckerfabriken, Zuckerraffinerien und Stärkezuckerfabriken, aber auch für chemische Fabriken, insbesondere Sprengstofffabriken. Zweigniederlassungen in Hannover-Hainholz und Oschersleben a. Bode. 1925 Konkurseröffnung.

Frankfurt am Main, Aktie 20 RM Juli 1925 (Auflage 7500, R 10) VF

Los 1592

Nr. 1591 Schätzwert 400-500 €

os 1597

Mannheim, Aktie 1.000 Mark 1.1.1900 (Auflage nur 100 Stück, R 9) VF

Süddeutsche Holzwirtschaftsbank AG

Los 1593

Schätzwert 300-400 €

Süddeutsche Drahtindustrie AG Mannheim-Waldhof, Aktie 1.000 Mark 7.11.1905 (Auflage 500, R 8) VF Schätzwert 150-250 €

Gründung 1919 in Konstanz, 1921 Sitzverlegung nach Frankfurt. Handel und Im-/Export von Lebensmitteln und Waren aller Art. Börsennotiz Frankfurt. 1933 Beschluß der Auflösung und Liquidation.

Süddeutsche Drahtindustrie (AG) Identische Gestaltung wie die Gründeraktie. Nur 6 Stück lagen im Reichsbankschatz. Kleine Randschäden fachgerecht restauriert.

Los 1590

Schätzwert 225-300 €

Schätzwert 150-250 €

Gründung 1906 in Ellwürden durch den Norddeutschen Lloyd. 1911 beschloß die HV u.a. zur Tilgung einer Unterbilanz die Zuzahlung von 33 1/3 % je Aktie. Aktien die zugezahlt worden sind, wurden in VZ-Aktien umgewandelt.Hekstellung von Superphosphaten, Düngemitteln und anderen chemischen Produkten. 1956 wurde das Werk an die Guano Werke (vorm. Ohlendorff’sche und Merk’sche Werke) verkauft, die 1969 an die BASF angegliedert wurden. Das Werk wurde 1987 aus der Produktion genommen und geschlossen, das Gelände ab 1992 komplett saniert.

München, Aktie 1.000 RM 1.6.1927 (Auflage 200, R 7) EF-VF Gründung 1923 zwecks Betrieb aller bankmäßigen Geschäfte, insbesondere für die Kreise der Waldbesitzer, des Holzhandels und der Sägewerksbesitzer. An dem Unternehmen waren sämtliche staatlichen Forstverwaltungen von Süddeutschland beteiligt, ferner u.a. die Bayerische Staatsbank und das Bankhaus Merck, Finck & Co.

Fast identisch gestaltet. Diese und die folgende Ausgabe waren vorher unbekannt gewesen!

Sudetenländische Zucker-AG Brüx, Sammelaktie 25 x 1.000 RM 24.11.1942 (R 8) EF Gegründet 1925 als “AG Zuckerfabrik in Brüx”, bestand aber schon zuvor als GmbH. 1940 wie oben umbenannt. 1939 Ankauf der Aussiger Zuckerraffinerie AG in Prag, der Zuckerraffinerie in Aussig und der Rohzuckerfabriken in Postelberg und Wegstädl, bis 1941 Ankauf weiterer Zuckerraffinerien, bis sämtliche im Westsudetengau gelegenen Zuckerraffinerien sich im Eigentum der Gesellschaft befanden. Los 1591

Los 1600

Nordenham, Aktie 1.000 Mark Dez. 1921 (Auflage 3000, R 3) EF

Los 1598

Schätzwert 150-250 €

Südwestdeutsche Gemeinnützige Wohnungsbau-AG

Schätzwert 450-600 €

Süddeutsche Drahtindustrie AG

Schätzwert 40-100 €

Superphosphatfabrik Nordenham AG

Mannheim, Actie 1.000 Mark Dez. 1895. Gründeraktie (Auflage 450, R 8) VF

Los 1594

Schätzwert 100-175 €

Breite dekorative Umrahmung im HistorismusStil. Originalunterschriften. Gründung 1895. Im Werk Mannheim-Waldhof, Oppauer Straße wurden mit zuletzt rd. 300 Beschäftigten hergestellt: Eisen- und Stahldraht, Stacheldraht, Springfedern, Drahtgeflechte, Federkerneinlagen und Wellenfedern. Börsennotiz: Freiverkehr Mannheim, später Frankfurt. Großaktionär war der lothringische Montankonzern de Wendel. 1967 in eine GmbH umgewandelt. Nur 4 Stück lagen im Reichsbankschatz.

Mannheim-Waldhof, Aktie 1.000 Mark 26.11.1920 (Auflage 1700, R 6) VF

Süddeutsche Drahtindustrie AG Nochmals gleiche Gestaltung. Los 1595

Frankfurt am Main, Namensaktie Ser. A 100 RM März 1927 (Auflage 2115, R 6) EF Sehr schöne Art deco-Gestaltung. Gründung 1926. Bau und Betreuung von Kleinwohnungen. Heute Gemeinnützige Wohnungsbau-AG Rhein-Main. Großaktionäre sind die Deutsche Post und Stadt Frankfurt.

Schätzwert 50-125 €

Süddeutsche Grosshandels-AG für Getreide und Mühlenfabrikate

Los 1599

Mannheim, Aktie 1.000 Mark Juli 1923 (Auflage 25000, R 5) EF

Nordenham, Aktie 1.000 Mark (1911 in VZ-Aktie umgest.) 20.11.1908 (Auflage 1200, R 4) EF

Gründung 1923. Handel mit Getreide, Mühlenfabrikaten und Futtermitteln sowie die Erzeu-

Schätzwert 50-150 €

Superphosphatfabrik Nordenham AG

Großformatiges Papier, sehr dekorativ verziert.

Los 1601

Schätzwert 150-250 €

Telephonfabrik Berliner AG Berlin, Aktie 100 RM 25.6.1930 (Auflage 27600, R 6) EF+ Gründung 1898 als Telephonfabrik AG vorm. J. Berliner mit Sitz in Hannover. Ab 1927 Telephonfabrik Berliner AG und Sitzverlegung nach 153

Los 1608

Berlin. 1958 auf die Standard Elektrik Lorenz AG, Stuttgart übergegangen, 1998 Alcatel SEL AG, Stuttgart.

Schätzwert 40-100 €

Textil-Industrie Niederrhein AG Mönchengladbach, Aktie 1.000 Mark 23.1.1922. Gründeraktie (Auflage 20000, R 3) EFGroßformatiges Papier, dekorative JugendstilGestaltung. Gegründet am 23.1.1922. Herstellung und Vertrieb von Baumwollgarnen, Imitat- und Mungogarnen. Konkursverfahren 1929, 1936 aufgehoben.

Los 1602

Schätzwert 50-100 €

Teppich- und Textilwerke AG Adorf i.V. , Aktie 100 RM 1.11.1928 (Auflage 350, R 5) EF Gegründet 1900 als Sächsische Kunstweberei Claviez AG nach Übernahme der Firma Kunstweberei Claviez & Co. GmbH in Leipzig. Fabriziert wurden Teppiche und Möbelstoffe. 1916 umbenannt in Textilosewerke und Kunstweberei Claviez AG, dann ab 1927 Teppich- und Textilwerke AG. 1951 wurde die Firma gelöscht, sie firmierte dann als Adorfer Teppich- und Textilwerke I.-V. Webereien, Volkseigene Betriebe Sachsens. Los 1603

Schätzwert 1000-1250 €

Terra Film AG

Werbeplakat von 1941 zum Film "Quax, der Bruchpilot" mit Heinz Rühmann

Los 1604

Schätzwert 800-1000 €

Terra Film AG Berlin, Aktie 1.000 Mark 15.10.1921 (Auflage 8000, R 12) VF+ Ebenfalls eine absolute Rarität, da nur zufällig übrig geblieben,